DE1277089B - Fadenfuehrungsvorrichtung an Spulmaschinen - Google Patents
Fadenfuehrungsvorrichtung an SpulmaschinenInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND DEUTSCHES WWW PATENTAMT
Int. Cl.:
B 65h
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche KL: 76 d - 6
Nummer: 1277 089
Aktenzeichen: P 12 77 089.7-26 (R 35830)
Anmeldetag: 3. August 1963
Auslegetag: 5. September 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Fadenführungsvorrichtung an Spulmaschinen, insbesondere
Kreuzspulmaschinen, mit einer die Aufwickelspule antreibenden Fadenführungstrommel und einem vor
dieser angeordneten schlitzförmigen Hilfsfadenführer.
An Spulmaschinen, insbesondere Kreuzspulmaschinen, kommt es bei Fadenbruch oder -auslauf
vor, daß das Fadenende über die Stirnflächen der Kreuzspule fällt und sogenannte Fadenabschläge oder
Fallfäden gebildet werden. Das Aufsuchen des Fadenendes bereitet dann in allen Fällen Schwierigkeiten
und erfordert einen relativ hohen Zeitaufwand. An Spulmaschinen mit selbsttätigen Fadensucheinrichtungen
können die Fallfäden nicht von selbst erfaßt werden, so daß ein Eingriff von Hand erforderlich
wird.
Ein Teil dieser Fallfäden entsteht bekanntlich dadurch, daß der bei Fadenbruch oder -auslauf plötzlich
von der Spannung befreite Faden mit einer Geschwindigkeit hochschnellt, die weit höher als die
Fadenlaufgeschwindigkeit ist. Wurde der Faden im Moment des Spannungsabfalles von der Fadenführungstrommel
seitlich geführt, so fliegt er in dieser Richtung weiter, wobei er sich zugleich aus den
Fadenführungsnuten heraushebt und sich neben die Auflaufspule legen kann. Selbst in solchen Fällen, in
denen die seitliche Ablenkung für einen Fadenabschlag nicht ausreichend wäre, können die von der
Fadenführungstrommel und der Auflaufspule hervorgerufenen Luftströmungen den spannungslosen Faden
neben die Stirnflächen der Spule führen. Um diesen Nachteil zu vermeiden, ist es bekannt, vor der Fadenführungstrommel
einen schlitzförmigen Hilfsfadenführer anzuordnen. Wenn der Faden von der Spannung
der Ablaufspule befreit ist, schnellt er unter Kräuselbildung gegen das untere Ende des Hilfsfadenführers,
so daß auf den Faden ein erhöhter Widerstand ausgeübt wird, der einen Spannungsanstieg zur
Folge hat, so daß der Faden im allgemeinen nicht aus den Führungsnuten der Trommel herausschleudern
kann. Unter ungünstigen Verhältnissen ist es jedoch möglich, daß der Faden ohne Kräuselung durch den
Schlitz des Hilfsfadenführers hindurchpeitscht, so daß dennoch ein Fadenabschlag erfolgen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fadenführungsvorrichtung an Spulmaschinen zu
schaffen, welche die Nachteile der bekannten Vorrichtung vermeidet, so daß der Faden auch unter ungünstigsten
Verhältnissen nicht durch den Schlitz des Hilfsfadenführers hindurchpeitschen kann. Die
Lösung dieser Aufgabe besteht gemäß der Erfindung Fadenführungsvorrichtung an Spulmaschinen
Anmelder:
Dr.-Ing. Walter Reiners,
4050 Mönchengladbach,
Peter-Nonnenmühlen-Allee 54
4050 Mönchengladbach,
Peter-Nonnenmühlen-Allee 54
Als Erfinder benannt:
Stefan Fürst, 4050 Mönchengladbach
darin, daß neben dem Schlitz eine über dessen gesamte Breite sich erstreckende Prallfläche und in
Fadenlaufrichtung vor der Prallfläche eine Umlenkkante für den Faden derart angeordnet sind, daß die
Verlängerung der Fadenlaufrichtung auf die Prallfläche weist. Infolgedessen fliegt der Faden beim
Spannungsabfall nach einem Fadenbruch oder einem Fadenauslauf direkt auf die Prallfläche zu, so daß die
frei gewordene kinetische Energie des Fadens durch den Aufprall auf die Prallfläche vernichtet wird. Da
zugleich der Faden durch den Schlitz hindurchgezogen werden muß, also eine erneute Umlenkung erfährt,
wird für den Wickelbereich eine neue Fadenspannung aufgebaut, die zwar sehr gering ist, aber
ausreicht, um das Herausfliegen des Fadens aus den Nuten der Fadenführungstrommel zu verhindern.
Eine besonders einfache Lösungsform ergibt sich dadurch, daß der Schlitz durch eine Seite der Prallfläche
und eine Verlängerung der Umlenkkante gebildet wird.
An Hand der F i g. 1 und 2 sei die Erfindung näher erläutert. Dabei zeigt
F i g. 1 einen Schnitt durch den oberen Teil einer Spulmaschine,
F i g. 2 die Wirkung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer vergrößerten Darstellung.
Wie aus F i g. 1 zu erkennen, wird die Auflaufspule 1 von der Fadenführungstrommel 2 angetrieben.
Unmittelbar vor der Fadenführungstrommel 2 ist ein schlitzförmiger Hilfsfadenführer angeordnet, in dessen
Schlitz 12 der Faden F von der Fadenführungstrom-IeI
2 hin- und hergeführt wird. Neben dem Schlitz 12 ist eine über dessen gesamte Breite sich erstrekkende
Prallfläche 10 angeordnet und in Fadenlaufrichtung vor der Prallfläche 10 eine Umlenkkante 8
in der Weise vorgesehen, daß die Verlängerung 9 der Fadenlaufrichtung auf die Prallfläche 10 weist.
809 599/510
Während des Normalspulbetriebes läuft der Faden F über die Umlenkkante 8 und die Fläche 11
durch den Schlitz 12 zur Fadenführungstrommel 2 und weiter zur Auflaufspule 1. Bei Fadenbruch oder
Fadenauslauf schnellt der Faden infolge der frei werdenden kinetischen Energie in Richtung der gestrichelt
gezeichneten Pfeillinie 9 und prallt gegen die Prallfläche 10, wodurch diese Energie vernichtet wird.
Zusätzlich zu dieser Prallwirkung kommt noch die im Schlitz 12 entstehende Bremswirkung infolge der
Umlenkung des Fadens von der Prallfläche durch den Schlitz. Es ist vorteilhaft, wenn der zwischen
Prallfläche 10 und Fläche 11 gebildete Schlitz 12 in bekannter Weise seitliche Begrenzungen aufweist,
deren Lage durch die Umkehrstellen des Fadens bestimmt sind. In diesem Fall ist es zweckmäßig, wenn
in ebenfalls bekannter Weise die Prallfläche 10 etwa in der Mitte ihrer Längsausdehnung eine Öffnung
aufweist, so daß der Faden zwischen die Prallfläche 10 und die Flächeil in den Schlitz 12 eingeführt
werden kann.
In Fig. 2 ist verdeutlicht, wie der FadenF, der
vor dem Fadenbruch oder Fadenauslauf gemäß der Linie 13 über die Fläche 11 geführt wurde, nach dem
Fadenbruch oder Fadenauslauf gegen die Prallfläche in Richtung des Pfeiles 9 peitscht und anschließend
infolge der Drehung der Auflaufspule 1 durch den Schlitz 12 hindurchgezogen wird.
Claims (2)
1. Fadenführungsvorrichtung an Spulmaschinen, insbesondere Kreuzspulmaschinen, mit einer
die Aufwickelspule antreibenden Fadenführungstrommel und einem vor dieser angeordneten
schlitzförmigen Hilfsfadenführer, dadurchgekennzeichnet,
daß neben dem Schlitz(12) eine über dessen gesamte Breite sich erstreckende Prallfläche (10) und in Fadenlaufrichtung vor der
Prallfläche (10) eine Umlenkkante (8) für den Faden derart angeordnet sind, daß die Verlängerung
(9) der Fadenlaufrichtung auf die Prallfläche weist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (12) durch eine
Seite der Prallfläche (10) und eine Verlängerung (11) der Umlenkkante (8) gebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Schweizerische Patentschrift Nr. 274 495;
USA.-Patentschrift Nr. 1 267 977.
Schweizerische Patentschrift Nr. 274 495;
USA.-Patentschrift Nr. 1 267 977.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
809 599/310 8.68 © Bundesdruckeiei Beilin
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DER35830A DE1277089B (de) | 1963-08-03 | 1963-08-03 | Fadenfuehrungsvorrichtung an Spulmaschinen |
| US385379A US3279713A (en) | 1963-08-03 | 1964-07-27 | Device for winding yarn packages |
| CH1006364A CH434059A (de) | 1963-08-03 | 1964-07-31 | Vorrichtung zur Vermeidung seitlicher Fadenabschläge an der Auflaufspule bei Spulmaschinen |
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| GB31369/64A GB1080224A (en) | 1963-08-03 | 1964-08-04 | Winding method and machine |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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| BE (1) | BE651296A (de) |
| CH (1) | CH434059A (de) |
| DE (1) | DE1277089B (de) |
| GB (1) | GB1080224A (de) |
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