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DE1272931B - Verfahren zur Herstellung von Trioxan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trioxan

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Publication number
DE1272931B
DE1272931B DEK46651A DEK0046651A DE1272931B DE 1272931 B DE1272931 B DE 1272931B DE K46651 A DEK46651 A DE K46651A DE K0046651 A DEK0046651 A DE K0046651A DE 1272931 B DE1272931 B DE 1272931B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
trioxane
formaldehyde
distillation
chloronaphthalene
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK46651A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Hugo Gudernatsch
Dipl-Chem Dr Kurt Sennewald
Dipl-Chem Dr Wilhelm Vogt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knapsack AG
Original Assignee
Knapsack AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Knapsack AG filed Critical Knapsack AG
Priority to DEK46651A priority Critical patent/DE1272931B/de
Priority to US272374A priority patent/US3201419A/en
Priority to GB17573/63A priority patent/GB1033976A/en
Publication of DE1272931B publication Critical patent/DE1272931B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D323/00Heterocyclic compounds containing more than two oxygen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07D323/04Six-membered rings
    • C07D323/06Trioxane

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Compounds That Contain Two Or More Ring Oxygen Atoms (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Trioxan Aus den USA.-Patentschriften 2 304 080, 2 347 447 ist es bekannt, daß aus wäßrigen Lösungen mit 30 bis 70 Gewichtsprozent Formaldehyd, die 0,1 bis 4 Gewichtsprozent Schwefelsäure oder auch die entsprechende Wasserstoffionenaktivität in Form einer anderen Säure enthalten, durch azeotrope Destillation eine wäßrige Lösung von Trioxan und Formaldehyd gewonnen wird. Falls am Kopf der Kolonne eine Azeotroptemperatur von 90 bis 92"C eingehalten wird, können bis zu 80°/o des verbrauchten Formaldehyds bzw. Paraformaldehyds in Trioxan umgesetzt werden. Die Abtrennung des Trioxans aus dem Destillat kann gemäß den bekannten Verfahren durch Extraktion mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel erfolgen, beispielsweise mit Methylenchlorid, indem man bei 0 bis 5"C extrahiert, die organische Phase abtrennt, diese mit 280/,dem Ammoniak durchschüttelt, mit Calciumchlorid trocknet und bei -80"C das Trioxan aus dem Methylenchlorid auskristallisiert. Verwendet man Trichlorbenzol als Extraktionsmittel, so wird bei 30 bis 40"C extrahiert, schließlich wird - nach Abtrennung der organischen Schicht, Ausschütteln mit Ammoniak und Trocknung mit Calciumchlorid - das Trioxan aus dem Trichlorbenzol abdestilliert.
  • Die Aufarbeitung bei relativ niedrigen Extraktionstemperaturen führt zur Bildung von Formaldehydpolymerisaten, was den Herstellungsprozeß erschwert.
  • Nachteilig sind auch die Ausbeuteverluste, die durch das Ausschütteln mit Ammoniak zwecks Entfernung restlichen Formaldehyds aus der organischen Phase und durch die Trocknung mit Calciumchlorid entstehen sowie ferner der zusätzliche Aufwand an Chemikalien. Nach den Angaben in der USA.-Patentschrift 2 304 080, Seite 3, rechte Spalte, Zeile 12, kann das Trioxan vom Methylenchlorid unmittelbar durch Kristallisation (Ausfrieren) oder durch Destillation erhalten werden. Dieses Trioxan soll für die meisten Zwecke - nach dem Stand von 1940 - genügend rein sein, jedoch wird in dieser Patentschrift im folgenden weiterhin ausgeführt, daß ein wirklich reines Trioxan nur durch Waschen der Trioxanlösung mit Ammoniak oder Natriumbisulfit und anschließendes Trocknen (mit Calciumchlorid) erhältlich ist. Das unmittelbar destillierte Trioxan ist zur Herstellung von Polyoxymethylenen ungeeignet, weil es verunreinigt und nicht polymerisierbar ist.
  • Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Trioxan gefunden, das diese Nachteile der bekannten Verfahren nicht aufweist und bei dem die Aufarbeitung des trioxanhaltigen Destillats störungsfrei erfolgt und die Ausbeute an Trioxan, bezogen auf verbrauchtes Formaldehyd, über 80°/o liegt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Trioxan durch Erhitzen 30- bis 700/,der wäßriger Formaldehydlösungen in Gegenwart von 0,05 bis 2 Molprozent einer Säure, Abdestillation eines Trioxan-Formaldehyd-Wasser-Gemisches als Kopfprodukt über eine Fraktionierkolonne, Extraktion des Destillats mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, Abtrennung der wäßrigen von der organischen Phase, wobei die wäßrige, formaldehydhaltige Phase wieder in den Prozeß zurückgeführt, das Trioxan durch Destillation vom organischen Lösungsmittel abgetrennt und das Extraktionsmittel wieder in das Extraktionsgefäß zurückgeführt wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß man das Trioxan-Formaldehyd-Wasser-Gemisch mit a-Chlornaphthalin bei 60 bis 70"C extrahiert, die wäßrige Phase abtrennt und in den Prozeß zurückführt, die Lösung von Trioxan in o;-Chlornaphthalin bei kontinuierlicher Arbeitsweise in die Mitte einer ersten Destillationskolonne einführt, über Kopf ein Wasser-Formaldehyd-Gemisch mit einem Teil des Trioxans abzieht, dieses in das Extraktionsgefäß zurückführt, den aus Trioxan und oc-Chlornaphthalin bestehenden Sumpf in die Mitte einer 2. Destillationskolonne einführt, in der man über Kopf reines Trioxan abdestilliert und das als Sumpf zurückbleibende oc-Chlornaphthalin in das Extraktionsgefäß zurückleitet, während bei diskontinuierlicher Arbeitsweise die erhaltene Lösung von Trioxan in os-Chlornaphthalin unter Normaldruck der Destillation unterworfen wird, wobei man bis 113"C einen Vorlauf abtrennt und dann das reine Trioxan abnimmt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil daß das als Lösungsmittel verwendete o;-Chlornaphthalin (Kp.760 = 259,3°C) bei der Destillation immer im Sumpf der Destillationskolonne verbleibt, wodurch man Energie spart, und das Trioxan besonders rein anfällt. Das erfindungsgemäß erhaltene Trioxan enthält kein o;-Chlornaphthalin mehr, wie die negative Beilsteinprobe zeigt. Außerdem wird mit dem Trioxan nur wenig Formaldehyd aus der Fraktionskolonne abgezogen, und der im Extraktionslösungsmittel verbleibende restliche Formaldehyd wird nicht mit Ammoniak chemisch gebunden, sondern physikalisch durch Destillation abgetrennt und vollständig in das Reaktionssystem zurückgeführt. Hierdurch erklären sich die hohen, über 940/o (bezogen auf verbrauchten Paraformaldehyd) liegenden Ausbeuten an Trioxan.
  • Der Vorteil gegenüber den bekannten Verfahren geht ferner aus den in den Vergleichsversuchen 2b bis 2e erhaltenen Ergebnissen hervor.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren arbeitet im allgemeinen bei Normaldruck. Es kann jedoch auch bei Unterdruck oder Überdruck, etwa bei Drücken zwischen 100 Torr und 10 ata gearbeitet werden. Es kann ferner kontinuierlich oder absatzweise durchgeführt werden.
  • Vorteilhafterweise wird mit einer Kopftemperatur der Fraktionierkolonne von 89 bis 92O C unter Normaldruck gearbeitet. An Stelle von Formaldehydlösungen können selbstverständlich aus Paraformaldehydlösungen eingesetzt werden; vorzugsweise geht man von wäßrigen Lösungen mit 60 bis 70 Gewichtsprozent Formaldehyd oder Paraformaldehyd aus. Bei einer kontinuierlichen Arbeitsweise empfiehlt es sich, nach der Abtrennung der wäßrigen von der organischen Phase die wäßrige, formaldehydhaltige Phase an den Stellen gleicher Konzentration wieder in die Fraktionierkolonne zurückzuleiten.
  • Wie bei den bekannten Verfahren muß die wäßrige Formaldehyd- oder Paraformaldehydlösung einen sauren Katalysator enthalten. Die Wasserstoffionen aktivität soll derjenigen einer Formaldehydlösung mit 0,1 bis 4 Gewichtsprozent Schwefelsäure entsprechen.
  • Demgemäß lassen sich also auch Formaldehydlösungen mit 0,05 bis 2 Molprozent, vorzugsweise 0,05 bis 1 Molprozent, einer anderen Säure, beispielsweise Chlorwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Toluolsulfonsäure, Trichloressigsäure u. a., einsetzen.
  • Das Verfahrensprodukt dient zur Herstellung von Polyoxymethylenen.
  • Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsgemäße Verfahren.
  • Beispiel 1 In der in aer Zeichnung dargestellten Apparatur wird in kontinuierlicher Arbeitsweise das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt, wobei die Blase der Fraktionierkolonne 1 mit 1185 g Paraformaldehyd, 510 g Wasser und 33,5 g (1,9 Gewichtsprozent bzw. etwa 0,5 Molprozent) konzentrierter Schwefelsäure beschickt und der Blaseninhalt auf 102° C erhitzt wird. Hierbei destilliert über Kopf bei etwa 89 bis 900 C ein azeotropisches Gemisch aus Trioxan-Formaldehyd-Wasser ab, wovon ein Teil am Dephlegmator (Rücklaufkondensator) 2 kondensiert und über die Leitung 9 wieder auf den Kopf der Fraktionierkolonne 1 gegeben wird. Die Hauptmenge des azeotropen Gemisches wird am Totalkondensator 3 ver- flüssigt und läuft in den Extraktor 4 ein, der mit 1000 g o;-Chlornaphthalin beschickt ist und in dem das Azeotrop unter Rühren bei 65°C extrahiert wird. Sobald aus dem Totalkondensator 3 das Kondensat in den Extraktor 4 läuft, werden der Blase der Fraktionierkolonne 1 durch das Schneckengetriebe 10 stündlich 37 g Paraformaldehyd zugeführt. Bei der Extraktion treten keine Störungen durch Ausscheidung von Formaldehydpolymerisaten auf. Nach 2 Stunden wird der Inhalt des Extraktors 4 kontinuierlich in den Abscheider 5 geleitet, der auf einer Temperatur von 65 i 5"C gehalten wird. An Stelle des Extraktors 4 und des Abscheiders 5 kann auch eine Gegenstromkolonne eingesetzt werden. Im Abscheider trennt sich die wäßrige von der organischen Phase. Die leichtere, wäßrige Phase, die den Hauptteil des über Kopf der Kolonne 1 destillierten Formaldehyds enthält, wird dann kontinuierlich über Leitung8 in den unteren Teil der Kolonnel konzentrationsrichtig zurückgeführt, d. h. in diejenige Zone der Kolonne, die dieselbe quantitative Zusammensetzung Formaldehyd-Wasser-Trioxan aufweist wie die über Leitung 8 zurückfließende Lösung. Sobald der Abscheider 5 so weit gefüllt ist, daß die wäßrige Phase in die Fraktionierkolonne 1 abzulaufen beginnt, wird die Kolonne 6 (erste Destillationsstufe) in Betrieb genommen und ein Teil der Lösung aus Trioxan und a-Chlornaphthalin, die außerdem etwa 0,5 Gewichtsprozent Wasser und 0,3 Gewichtsprozent Formaldehyd enthält, kontinuierlich aus dem Abscheider 5 in die Kolonne 6 laufen gelassen. Diese wird in der Weise betrieben, daß ein Kopfprodukt mit einer Temperatur von 110 bis 112°C, bestehend aus Wasser, Formaldehyd und einem Teil des Trioxans, übergeht, das dampfförmig wieder dem Totalkondensator 3 zugeführt wird, wo es zusammen mit den Dämpfen der Kolonne 1 kondensiert und dem Extraktor 4 zugeführt wird. Aus dem Sumpf der Kolonne 6 wird die von Wasser und Formaldehyd befreite Lösung aus Trioxan und o;-Chlornaphthalin in die Kolonne 7 eingeführt, in der dann über Kopf reines Trioxan vom Siedepunkt 113 bis 113,5°C abgezogen wird, während das α-chlornaphthalin in der Blase zurückbleibt und kontinuierlich über Leitung 11 in den Extraktor 4 zurückgepumpt wird.
  • Nach einer Betriebsdauer von 200 Stunden war in keinem Teil der Anlage Palymerisat aufgetreten. Die Beheizung der Blase der Fraktionierkolonne 1 wurde abgestellt, die wäßrige Phase aus 4 und 5 zum Blaseninhalt von 1 gegeben und die organische Phase aus 4 und 5 destillativ aufgearbeitet.
  • Dieser 200-Stunden-Versuch brachte folgendes Ergebnis: Insgesamt wurden eingesetzt 8585 g Paraformaldehyd, der nach der Karl-Fischer-Bestimmung 0,4°/0 Wasser enthielt, entsprechend 8550 g Formaldehyd; Menge erhaltenes Trioxan = 6950 g.
  • Menge an Formaldehyd, Trioxan und gegebenenfalls polymerer Formaldehyd in der Blase der Kolonne 1 am Schluß des Versuchs, berechnet auf Formaldehyd .................. 1205 g Verlust , 395 g Umgesetzter Formaldehyd » 7345 g = 860/o der Theorie Ausbeute an Trioxan, bezogen auf umgesetzten Formaldehyd . . . . . . 94,6 0/o der Theorie Beispiel 2a (Erfindungsgemäße Verfahrensweise) In einer 2-l-Blase wird eine Mischung aus 1185 g Paraformaldehyd, der nach der Karl-Fischer-Bestimmung 0,4O/o Wasser enthält, 510 g Wasser und 33,5 g konzentrierter Schwefelsäure, zum Sieden erhitzt und bei einer Kopftemperatur von 89 bis 90°C 6 Stunden lang ein Destillat abgenommen. Das Destillat wird unter gutem Rühren in eine Vorlage geleitet, die 500 g x-Chlornaphthalin enthält, das auf 60 bis 65°C gehalten wird. Hierbei fällt je Stunde etwa 70 g Destillat an. Nach einigen Betriebsstunden ist der Blaseninhalt nur noch schwach opalszierend. Nach 6 Stunden wird die Beheizung der Blase und der Rührer in der Extraktion abgestellt. Nachdem sich in der Vorlage die Schichten getrennt haben, wird die wäßrige Phase unmittelbar in die Destillationsblase zurückgegeben und die Gewichtszunahme der organischen Phase bestimmt. Die Menge dieser Zunahme wird der Destillationsblase in Form von Paraformaldehyd wieder zugefügt. Die organische Schicht wird im Gegensatz zur kontinuierlichen Arbeitsweise gemäß Beispiel 1 nicht in zwei hintereinandergeschalteten Destillationskolonnen, sondern in einer einzigen Destillationsapparatur bei Normaldruck destilliert.
  • Zuerst wird der bis 113°C übergehende Vorlauf gesondert aufgefangen und dann innerhalb von höchstens 1/20 C Temperaturdifferenz das Reintrioxan abdestilliert. Der Vorlauf wird gemeinsam mit dem Rückstand (α-Chlornaphthalin) in die beheizte Vorlage des Reaktionsteiles gegeben und ein neuer Zyklus begonnen. Nach acht solcher 6stündigen Versuchen wurde folgendes Ergebnis erhalten: Insgesamt eingesetzt: 2765 g Paraformaldehyd, das sind 2752 g Formaldehyd.
  • Erhaltenes Trioxan .................. 1669 g Formaldehyd, Trioxan, polymerer Formaldehyd in der Blase am Schluß des Versuchs, berechnet als Formaldehyd .................. 977 g Verlust........................................ 106 g Umgesetzter Formaldehyd ....... 1775 g 6401o der Theorie Ausbeute an Trioxan, bezogen auf umgesetzten Formaldehyd .....................94% der Theorie Ferner wurden zu dem obigen Versuch die folgenden Vergleichsversuche durchgeführt: Beispiel 2b In einem zu Beispiel 2 a analogen Ansatz wurden die gleichen Mengen an Paraformaldehyd, Wasser und Schwefelsäure eingesetzt, die Destillationsvorlage jedoch mit 500 g Methylenchlorid beschickt und durch Kühlung auf 0 bis 5"C gehalten. Nach 6stündiger Reaktionsdauer wurden in der Vorlage die Schichten getrennt, die wäßrige Phase in die Blase zurückgegeben, die Gewichtszunahme der organischen Phase bestimmt und die Menge der Gewichtszunahme in die Blase in Form von Paraformaldehyd zugegeben. Die Methylenchloridschicht wurde mit 20 ccm konzentrierter Ammoniaklösung ausgeschüttelt und nach dem Abtrennen der wäßrigen Phase mit etwas wasserfreiem Calciumchlorid getrocknet. Nach dem Abfiltrieren wurde das Filtrat auf -70°C gekühlt und das hierbei ausge- fallene Trioxan schnell abgesaugt. Das Filtrat (Methylenchlorid) wurde wieder auf 500 g aufgefüllt und erneut zur Extraktion eingesetzt und die Herstellung, Extraktion und Aufarbeitung noch siebenmal wiederholt. Nach der achten Aufarbeitung wurde das Methylenchlorid zum größten Teil vorsichtig bei Normaldruck abdestilliert und aus dem Destillationsrückstand durch erneutes Abkühlen auf 700 C eine weitere Trioxamnenge gewonnen. In der Blase wurde der Formaldehydgehalt bestimmt. Es wurde folgendes Ergebnis erhalten: Insgesamt eingesetzt: 2760 g Paraformaldehyd, das sind 2748 g Formaldehyd.
  • Erhaltenes Trioxan .................. 1539 g Formaldehyd, Trioxan, polymerer Formaldehyd in der Blase am Schluß des Versuchs, berechnet als Formaldehyd .................. 702 g Verlust .................. 507 g Umgesetzter Formaldehyd ....... 2046 g = 74,4°/0 ausbeute an Trioxan, bezogen auf umgesetztenFormaldehyd........................75,2% Im Vergleich hierzu wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren (Beispiele 1 und 2a) gegenüber dem nach dem Stand der Technik durchgeführten Beispiel 2b eine wesentlich höhere Ausbeute an Trioxan erhalten, und außerdem ist dieses auch reiner, wie aus den in der folgenden Tabelle zusammengestellten Werten hervorgeht.
    Beispiele 1 und 2a Beispiel 2b
    Schmelzpunkt ........ 63 bis 63,5°C 61 bis 63°C
    Wassergehalt ........ 100 ppm 0,4%
    Formaldehydgehalt 75 ppm 100 ppm
    Beilsteinprobe auf
    Chlor ......... negativ positiv
    Beispiel 2c Dieser Vergleichsversuch entspricht dem Versuch 2b mit dem Unterschied, daß auf die Reinigung mit Ammoniak und die Trocknung mit Calciumchlorid verzichtet wird und der Methylenchloridextrakt unmittelbar destilliert wird. In einem zu 2b analogen Versuch wurden die gleichen Mengen Paraformaldehyd, Wasser und Schwefelsäure eingesetzt, in der Destillationsvorlage 500 g Methylenchlorid vorgelegt und durch Kühlung auf 0 bis 5"C gehalten. Nach 6stündiger Reaktionsdauer wurden in der Vorlage die Schichten getrennt, die oben schwimmende wäßrige Phase in die Blase zurückgegeben, die Gewichtszunahme der organischen Schicht bestimmt und die Menge der Gewichtszunahme der organischen Phase in die Blase in Form von Paraformaldehyd zugegeben.
  • Die organische Phase wurde daraufhin ohne weitere Behandlung in einer gesonderten Destillationsapparatur fraktioniert destilliert. Die bis 40,5°C übergehenden Anteile (Methylenchlorid) wurden gesammelt und nach dem Auffüllen auf 500 g mit frischem Methylenchlorid erneut in der Destillationsvorlage der Reaktionsapparatur eingesetzt. Anschließend wurde weiter fraktioniert, und die bis 113°C übergehenden Anteile wurden ebenfalls in die gekühlte Destillationsvorlage des Reaktionsteils gegeben. Die von 113 bis 114°C übergehenden Anteile wurden als Trioxanfraktion gesondert aufgefangen. Die Herstellung, Extraktion und Aufarbeitung wurde noch siebenmal wiederholt. Danach wurde folgendes Ergebnis erhalten: Insgesamt eingesetzt: 2718 g Paraformaldehyd, das sind 2706 g Formaldehyd.
  • Erhaltenes Trioxan .................. 997 g Formaldehyd, Trioxan, polymerer Formaldehyd in der Blase am Schluß des Versuchs, berechnet als Formaldehyd .................. 1024 g Destillationsrückstand ........... 82 g Verlust .................. 603 g Umgesetzter Formaldehyd ................. 1682 g = 620/0 der Theorie Ausbeute an Trioxan, bezogen auf umgesetzten Formaldehyd ................. 59,2% der Theorie Analyse des Trioxans: Schmelzspunkt ............................ 61,5bis 63°C Wassergehalt ............................. 0,1% Formaldehydgehalt .................. 500 ppm Beilsteinprobe .......................... positiv Die Verwendung von Methylenchlorid besitzt den Nachteil, daß bei der unmittelbaren Destillation des Methylenchloridextrakts die Formaldehydpolymerisation erst richtig einsetzt. Infolge der Anwesenheit von Formaldehyd und Trioxan im Methylenchlorid wird die Löslichkeit von Wasser in Methylenchlorid stark erhöht, und man erhält bei der destillativen Aufarbeitung kein reines Trioxan mehr. Die Ausbeute an unreinem Trioxan sinkt unter 600/o. Bei der Destillation siedet vor dem »reinen« Methylenchlorid zuerst ein Gemisch aus Wasser, Methylenchlorid und Formaldehyd, wobei letzterer die Verstopfung des Destillationsaufsatzes durch Polymerisate verursacht. Das erhaltene Trioxan enthält noch Lösungsmittelspuren und verfärbt sich innerhalb weniger Tage - ganz im Gegensatz zu Trioxanansätzen, die nach den Beispielen 1, 2a und 2b gewonnen wurden. Ein weiterer Nachteil der unmittelbaren, destillativen Aufarbeitung besteht darin, daß das Trioxan die zuletzt siedende Komponente des Gemisches darstellt, wodurch sich höhere Energiekosten und Ausbeuteverluste ergeben, weil kein höher siedender Sumpf vorliegt.
  • Beispiel 2d Das Beispiel 2a wurde lediglich mit dem Unterschied durchgeführt, daß das o;-Chlornaphthalin durch die- selbe Menge Trichlorbenzol ersetzt wurde, wobei gleichfalls bei 60 bis 65"C extrahiert wurde. Hierbei betrug die Trioxanausbaute 890/c. Mit diesem Extraktionsmittel werden bei der höheren Temperatur nicht die Ausbeuten des erfindungsgemäßen Verfahrens erreicht.
  • Beispiel 2e In einem zum Beispiel 2 d analogen Versuch, der sich von diesem dadurch unterschied, daß der erhaltene Extrakt vor der Destillation mit Ammoniak und Calciumchlorid behandelt wurde, ergab sich eine Trioxanausbeute von 840/o.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von Trioxan durch Erhitzen 30- bis 70%iger wäßriger Formaldehydlösungen in Gegenwart von 0,05 bis 2 Molprozent einer Säure, Abdestillation eines Trioxan-Formaldehyd-Wasser-Gemisches als Kopfprodukt über eine Fraktionierkolonne, Extraktion des Destillats mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, Abtrennung der wäßrigen von der organischen Phase, wobei die wäßrige, formaldehydhaltige Phase wieder in den Prozeß zurückgeführt, das Trioxan durch Destillation vom organischen Lösungsmittel abgetrennt und das Extraktionsmittel wieder in das Extraktionsgefäß zurückgeführt wird, dadurchgekennzeichnet, daß man das Trioxan-Formaldehyd-Wasser-Gemisch mit oc-Chlornaphthalin bei 60 bis 70°C extrahiert, die wäßrige Phase abtrennt und in den Prozeß zurückführt, die Lösung von Trioxan in a;-Chlornaphthalin bei kontinuierlicher Arbeitsweise in die Mitte einer ersten Destillationskolonne einführt, über Kopf ein Wasser-Formaldehyd-Gemisch mit einem Teil des Trioxans abzieht, dieses in das Extraktionsgefäß zurückführt, den aus Trioxan und a-Chlornaphthalin bestehenden Sumpf in die Mitte einer zweiten Destillationskolonne einführt, in der man über Kopf reines Trioxan abdestilliert und das als Sumpf zurückbleibende c;-Chlornaphthalin in das Extraktionsgefäß zurückleitet, während bei diskontinuierlicher Arbeitsweise die erhaltene Lösung von Trioxan in oc-Chlornaphthalin unter Normaldruck der Destillation unterworfen wird, wobei man bis 113°C einen Vorlauf abtrennt und dann das reine Trioxan abnimmt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 304 080, 2 347447.
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