DE1258374B - Walzmaschine fuer insbesondere schraubenfoermige Nuten in zylindrischen, stabfoermigen Werkstuecken - Google Patents
Walzmaschine fuer insbesondere schraubenfoermige Nuten in zylindrischen, stabfoermigen WerkstueckenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
B21h
Deutsche Kl.: 7f-9
Nummer: 1 258 374
Aktenzeichen: B 751271 b/7 f
Anmeldetag: 24. Januar 1964
Auslegetag: 11. Januar 1968
Die Erfindung bezieht sich auf eine Walzmaschine für schraubenförmige Nuten in zylindrischen, stabförmigen
Werkstücken, z. B. für Spannuten bei Spiralbohrern.
Es ist bekannt, Spannuten in Schneidwerkzeugen, z. B. Spiralbohrern, in der Weise herzustellen, daß
das stabförmige Werkstück zwischen Profilrollen hindurchgeführt wird, welche so angetrieben sind, daß
sie den Stab durch die Rollen hindurchbewegen, während der Stab in seine endgültige Gestalt gerollt
wird, aber es ist schwierig, auf diese Weise Schneidwerkzeuge von größerem Durchmesser, z. B.
über 12 mm, herzustellen. Schließlich ist es auch schon vorgeschlagen worden, profilierte Rollplatten
als Walzwerkzeuge anzuwenden.
Bekannt sind ferner ein Verfahren und eine dafür bestimmte Maschine zum Verformen stabartiger
Gegenstände mit einer Mehrzahl von scheiben- oder kreissektorartigen Nutenwalzwerkzeugen, von denen
jedes eine kreis- oder kreisbogenförmige Fonnoberfläche besitzt und die um einen Walzspalt zur Aufnahme
eines stabartigen Rohlings herum angeordnet sind und den Rohling umschließen und gleichzeitig
in Richtungen schräg zur Achse des Rohlings und tangential zum Rohling bewegbar sind, wobei der
Rohling durch den Schrägangriff in dem von den Walzwerkzeugen gebildeten Walzspalt um seine
Achse gedreht und axial bewegt wird. Demgegenüber besteht das wesentlich Neue der erfindungsgemäßen
Walzmaschine darin, daß als Walzwerkzeuge geradlinige oder im wesentlichen geradlinige Walzleisten
in Richtung rechtwinklig oder im wesentlichen rechtwinklig zur Achse des Rohlings so bewegt werden,
daß sich der Walzspalt entlang der Walzspaltachse verschiebt.
Die Anwendung geradliniger oder im wesentlichen geradliniger Formflächen hat den Vorteil, daß diese
Formflächen mit größerer Genauigkeit hergestellt und bewegt werden können, als dies bei scheiben-
oder kreissektorförmigen Werkzeugen möglich ist. Insbesondere können die geradlinigen, bei der Erfindung
benutzten Walzleisten in sehr einfacher Weise maschinell hergestellt und durch hin- und hergehende
Schleif- und Fräswerkzeuge endgültig bearbeitet und bei Abnutzung auch leicht nachgearbeitet
werden, wobei auch in einfacher Weise Nachstellungen möglich sind. Für die benutzte
Maschine ergibt sich dadurch eine sehr einfache derbe und kräftige Konstruktion mit weitem Arbeitsbereich,
der vom kleinsten Durchmesser bis hinauf zu 12 mm und darüber reicht. Weiterhin sind die
Walzleisten, welche auf die erwärmten Werkstücke
Walzmaschine für insbesondere schraubenförmige Nuten in zylindrischen, stabförmigen
Werkstücken
Werkstücken
Anmelder:
Fred Fowler Limited,
Old Hill, Staffordshire (Großbritannien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. W. Langewiesche, Patentanwalt,
8400 Regensburg, Zollerstr. 13
Als Erfinder benannt:
Philip Henry Evans,
Old Hill, Staffordshire (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 24. Januar 1963 (2966)
einwirken, in unmittelbarem Wärmekontakt mit den Walzleistenbefestigungen und den benutzten Gleitvorrichtungen,
und da die Befestigungsmittel und Gleitvorrichtungen eine verhältnismäßig große Masse
besitzen, wird die von den Walzleisten aufgenommene Wärme schnell abgeleitet, so daß auch die
Walzleisten, selbst bei fortlaufendem Betrieb, nicht überhitzt werden. Demgemäß brauchen auch keine
besonderen Vorkehrungen zur Kühlung der Walzleisten während oder zwischen den eigentlichen
Formvorgängen der Werkstücke getroffen zu werden.
Eine für die Erfindung geeignete Maschine enthält stabförmige Walzleisten, deren Richtung gesehen
entlang der Achse des Rohlings die Richtungen zweier benachbarten Walzleisten schneidet, wobei
die Verformungsfläche jeder Walzleiste gesehen in einer Richtung senkrecht zur Achse des Rohlings
und zur Richtung der Walzleiste eine Breite besitzt, die nicht wesentlich größer ist als die Breite des
Rohlings. Es zeigt
Fig. 1 eine seitliche Teilschnittansicht einer selbsttätig
arbeitenden Maschine für die Herstellung von Spiralbohrern mit zwei Spannuten,
F i g. 2 eine Draufsicht unter Weglassung einiger Teile,
F i g. 3 eine Schnittansicht entlang den Linien 3-3 der F i g. 2 in vergrößertem Maßstab,
F i g. 3 eine Schnittansicht entlang den Linien 3-3 der F i g. 2 in vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 eine seitliche Schnittansicht zu Fig. 2 entlang
den Linien 4-4 der Fi g. 2,
709 718/53
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht der Anordnung der Walzleisten in der Maschine sowie eines
durch, die Walzleisten zu formenden Gegenstandes,
Fig. 6 eine Querschnittsdarstellung des Walzspaltes
und eines Werkstückes darin in vergrößertem Maßstab,
Fig. 7 eine Teilschnittansicht ähnlich einem Teil der Fig. 3, aber stärker vergrößert mit Darstellung
der Walzleisten in einer Anfangsstellung gegenübei dem Werkstück, ■ :;
Fig. 8 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 7, jedoch
mit den Walzleisten in einer Zwischenstellung, wobei zwei derselben aus Gründen der Klarheit weggelassen
sind,
Fig. 9 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 8, jedoch
mit Endstellung der Walzleisten,
F i g. 10 eine Schnittdarstellung von einem genuteten Spiralbohrer noch: weiter vergrößert,
Fig. 11 eine Ansicht ähnlich Fig. 5, jedoch mit
Maschine dauernd eingeschaltet ist, so daß jedes Werkstück, wenn es in die Erhitzungsstation gelangt,
sofort erhitzt wird.
Mit Hilfe von Winkelplatten 53 ist an dem Bett 30 ein Walzleistentragkörper 54 befestigt, der in der
Draufsicht quadratisch erscheint, wie aus Fig. 2 ersichtlich.
Er enthält eine waagerechte Grundplatte 55, eine Kopfplatte 56 und eine waagerechte Zwischenplatte
57. Die Platten 56 und 57 sind durch Abstandsklötze 58 getrennt, die zwischen den Ecken
des Walzleistentragkörpers, wie in Fig. 2 dargestellt, angeordnet sind.
Die zwischen dem Tragkörper und der Platte 55 angeordneten Elemente bilden mit diesen zusammen
einen Werkzeugkopf. Zwischen der Kopf- (56) und der Zwischenplatte 57 sind ferner vier Gleitschienen
bzw. Gleitführungen 59, 60, 61, 62 angeordnet, welche in der Draufsicht je eine langgestreckte
Rechteckform besitzen. Sie sind länger als die Seiten
Walzleisten für die Herstellung von geradlinig aus- ao des Körpers 54, wie aus Fig. 2 ersichtlich. Die vier
gekehlten Reibahlen, Gleitschienen sind so angeordnet, daß sie die vier
Seiten einer Gleitbahn von quadratischem
F i g. 12 eine Schemaansicht für eine andersartige Halterung der Walzleisten,
Fig. 13 eine weitere Abwandlung für die Halterung der Walzleisten.'
Bei der Ausführung nach den F i g. 1 bis 9 ist ein waagerechtes Bett. 20 der Maschine auf einer geeigneten
Stützkonstruktion 31 "befestigt und trägt eine senkrechte Säule 32, von deren oberem Ende
einer Cjleitbahn von quadratischem Querschnitt
bilden, und jede Gleitschiene ist im Walzleistentragkörper so befestigt, daß sie geradlinig in
Längsrichtung in einer waagerechten Ebene gleitet. Die Gleitschienen sind durch die Kopf- und Zwischenplatten
56, 57, welche mit rechtwinkligen Aussparungen versehen sind, um die Gleitschienen aufzunehmen,
wie in Fig. 1 dargestellt, und ferner
Die Länge jedes Werkstückes beträgt annähernd zwei Drittel der Länge eines fertigen zweifach genuteten
Spiralbohrers.
Die Werkstücke 34 werden einzeln nacheinander in einen senkrechten rohrförmigen Zuführungsschacht 35 gebracht. Er enthält eine erste Erhitzungsstation 36, eine Nacherhitzungs- bzw. Ausgleichsstation 37 sowie eine weitere Erhitzungsstation 38.
Nach Abwärtsdurchgang durch den Förderweg 35
eine Entnahmevorrichtung bzw. ein Magazin 33 ge- 30 durch die Zwischenklötze 58 geführt,
tragen wird, in welchem rohe Spiralbohrerwerk- Jede Gleitschiene hat in Seitenansicht etwa
tragen wird, in welchem rohe Spiralbohrerwerk- Jede Gleitschiene hat in Seitenansicht etwa
stücke 34 in waagerechter Lage und in senkrechter Z-Form, wie aus F i g. 4 ersichtlich, mit einem mitt-Stapelung
gespeichert sind. Die Werkstücke haben leren Teil 63 von der vollen Höhe des Gleitteils,
zylindrische Stabform, wie in Fig. 5 dargestellt, und während an den entgegengesetzten Enden obere und
sind üblicherweise aus Schnelldrehstahl hergestellt. 35 untere Gleitplatten 62 und 65 vorgesehen sind, deren
Höhe nur die Hälfte des mittleren Teiles 63 beträgt, so daß die untere waagerechte Hache der oberen
Gleitplatte in gleicher Ebene mit der oberen waagerechten Fläche der unteren Gleitplatte liegt. Die
Gleitkörper haben eine solche Länge, daß sie sich gegenseitig an und nahe den Ecken des quadratischen
Walzleistentragkörpers überlappen, so daß sie sich wechselweise in gleitendem Eingriff miteinander
befinden und eine wechselweise Auflage füreinander
kann jeder Rohling in die Formstation 39 zwischen 45 bilden. Auf diese Weise sind die Gleitkörper allseitig
vier Walzleisten eintreten, die oberhalb des Bettes 30 mindestens an ihren entgegengesetzten Enden sowohl
angeordnet sind. In dieser Formstation kann dei
Rohling durch die Walzleisten, wie in den F i g. 7
bis 9 dargestellt, bearbeitet werden, worauf der Rohling senkrecht abwärts aus der Fonnstation 39 in 50
eine geeignete und nicht dargestellte Sammelstation
gelangt.
Rohling durch die Walzleisten, wie in den F i g. 7
bis 9 dargestellt, bearbeitet werden, worauf der Rohling senkrecht abwärts aus der Fonnstation 39 in 50
eine geeignete und nicht dargestellte Sammelstation
gelangt.
Die Säule 32 und die darauf befestigten Teile sind drehbar um die senkrechte Achse der Säule, die fernerhin
aus der in Fig. 1 dargestellten Lage durch Betätigung- einer pneumatischen Kolben- und Zylindervorrichtung
40 über einen Gelenkhebel 410 angehoben werden kann, jworauf der Förderweg 35 dann
(seitwärts) aus der Stellung unmittelbar über der
Formstation39 wegbewegt werden kann, um Nach- 60 eines weggeschnittenen Teils, z. B. 71a, 73a (Fig. 8
stellarbeit zu ermöglichen," worauf der Förderweg und 9), und die Walzleisten sind so angeordnet, daß
durch den Walzleistentragkörper als auch durch die wechselweise Unterstützung, welche sie sich gegenseitig
bieten, getragen, so daß sie unter irgendwelchen Belastungsverhältnissen durch die Werkstücke
sich sanft bewegen.
Durch Schrauben 66 (Fig. 3) ist mit jeder Gleitanordnung
59 bis 62 ein Walzleistentragglied 67 verbunden, das einen Walzleistenquerträger 68 (Fig.2
und 3) aufweist, an welchem durch Schrauben 59 eine Walzleiste 70, 71, 72 oder 73 befestigt ist.
Jede der Walzleisten 70 bis 73 ist aus einem geraden Streifen eines Stahlstabes von grundsätzlich
rechteckigem Querschnitt geformt mit Ausnahme
wieder in die Stellung senkrecht über der Formstation zurückgebracht werden kann.. "
An den Erhitzungsstationen 36 und 38 wird die Wärme durch elektrische Hochfrequenzinduktionsheizspulen
zugeführt; welche Flintglasröhren 41 umgeben. Die Spulen sind .an einen geeigneten Generator
angeschlossen, def, während des Arbeitens der
eine Längskantenfläche 140 oder 141 (Fi g. 5 und 6)·
jedes Stabes als Formfläche wirkt. Diese vier Flächen 140, 141 sind rund um einen Raum für die Aufnähme
eines Drillbohrerrohlings angeordnet. Die Achse 75 dieses Raumes verläuft senkrecht und ist
koaxial mit der Längsachse des Zuführungsweges 35, wenn sich der letztere in Arbeitsstellung befindet.
Die Formflächen 140, 141 der Walzleisten sind je geneigt zur Längsachse des Walzspaltes, und zwar
unter einem solchen Winkel, daß der erforderliche Steigungswinkel der Spannute bei dem fertigen Spiralbohrer
erhalten wird. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß infolge der Verlängerung des Spiralbohrers,
die während der Tätigkeit der Walzleisten eintritt, wenn im Spiralbohrer ein Steigungswinkel von 30°
zur Längsachse des Bohrers verlangt wird, die Formflächen 140, 141 der Walzleisten etwa unter einem
Winkel von annähernd 35° zur Walzspaltachse 75 geneigt sein müssen.
Die Fomiflächen 140 der beiden einander gegenüberliegenden
Walzleisten 70 und 72 sind so ausgebildet, daß jede eine eine einzelne Hohlkehle formende
Rippe (F i g. 6) besitzt und die Formflächen
141 der anderen beiden einander gegenüberliegenden Walzleisten 71 und 73 mit einer kleinen Aussparung
142 versehen, aber im übrigen flach sind. Diese Teile sind erkennbar aus dem Vergleich mit Fig. 10,
welche einen Spiralbohrer 76 mit zwei Spannuten 77 zeigt, der zwei einander gegenüberliegende Fasenflächen
78 und zwei Rückenflächen 79 aufweist.
Die vier Walzleisten sind so angeordnet, daß sie zusammen einen Formquerschnitt oder Walzspalt 74
in einer Ebene 87 (F i g. 8) ergeben, welche sich aufwärts entlang dem Rohling bewegt, wenn die Walzleisten
betätigt werden. Die letzteren werden parallel! zur Ebene 87 in Richtungen radial mit einer tangential
gerichteten Komponente zu dem Drillbohrerrohling 34 bewegt, der im Walzspalt gehalten wird, so
daß der Rohling durch die Bewegung der Walzleisten veranlaßt wird, sich um seine eigene Achse zu
drehen. Diese sind mit Schrägflächen 80 versehen und befinden sich in leicht gleitendem Paßeingriff
miteinander, so daß der durch die vier Walzleisten geformte Walzspalt eine vollständige Umschließung
bildet.
Aus Fig. 10 ist ersichtlich, daß die Formflächen 140, 141 gesehen in einer Richtung senkrecht zur
Achse des Rohlings und senkrecht zur Bewegungsrichtung der in Rede stehenden Walzleisten eine
Breite besitzen, die nicht wesentlich größer ist als die Breite des Rohlings. Die Formflächen sind so
ausgebildet, daß sie den Rohling an der Stelle, wo die Walzleisten einander am dichtesten benachbart
sind, vollständig umschließen.
Zwischen der waagerechten Grundplatte 55 und der waagerechten Zwischengrundplatte 57 befindet
sich eine zylindrische Buchse 82 (F i g. 3) koaxial mit der senkrechten Längsachse 75, und auf der Buchse
ist zwischen den beiden Platten ein gemeinsam hin- und herbewegtes Glied 83 (Fig. 3 und 4) angeordnet,
das eine Kolbenstange 84 (F i g. 2) einer pneumatisch betätigten Kolben- und Zylindervorrichtung
85 angeschlossen ist, deren vom Glied 83 entferntes Zylinderende gelenkig (nicht dargestellt) am Bett 30
befestigt ist.
Im hin- und hergehenden Glied 83 sind vier radiale Schlitze 101 (Fig. 3) vorgesehen, in welche
Gleitklötze 102 eingreifen, in deren jedem ein Kupplungsstift 86 gehalten ist, der zugleich an seinem
oberen Ende an einen der Gleitkörper 59 bis 62 angeschlossen ist. Die Kupplungsstifte greifen durch
Löcher 870 in der waagerechten Zwischenplatte 57 mit Spiel hindurch. Durch diese Mittel werden, wenn
die Vorrichtung 85 betätigt wird, um eine Hin- und Herbewegung des Gliedes 83 zu bewirken, die Walzleisten
70 bis 73 gleichzeitig geradlinig in einer waagerechten Ebene bewegt und bewirken zugleich,
daß der sich verengende Walzspalt sich entlang der Längsachse 75 desselben aufwärts bewegt.
Es ist aus Fig. 2 ersichtlich, daß die Walzleisten sich gleichzeitig bewegen, angedeutet durch die Pfeile in F i g. 5, und daß während der Bewegung die unteren Enden der vier Walzleisten sich unter- und übereinander hinaus bewegen, und um dies zu ermögliehen und Platz zu schaffen, sind die Walzleistenbefestigungen 68 an der Stelle 81 weggeschnitten (s.Fig.3).
Es ist aus Fig. 2 ersichtlich, daß die Walzleisten sich gleichzeitig bewegen, angedeutet durch die Pfeile in F i g. 5, und daß während der Bewegung die unteren Enden der vier Walzleisten sich unter- und übereinander hinaus bewegen, und um dies zu ermögliehen und Platz zu schaffen, sind die Walzleistenbefestigungen 68 an der Stelle 81 weggeschnitten (s.Fig.3).
Es ist ersichtlich, daß die Bewegungsrichtung jeder Walzleiste die Bewegungsrichtung von zwei benachbarten
Walzleisten schneidet. Bei dem hier erörterten besonderen Beispiel sind vier Walzleisten, nämlich
zwei Paare von einander entgegengesetzt liegenden Walzleisten, vorgesehen, und die Bewegungsrichtungen in der waagerechten Ebene verlaufen
rechtwinklig aufeinander.
Einige der für die Walzleisten 70 bis 73 angenommenen Stellungen sind in den Fig. 7 bis 9 dargestellt.
In F i g. 7 befinden sich die Walzleisten in ihrer Anfangsstellung, und in dieser Stellung befindet sich
die Vorrichtung 85 in zusammengeschobener Stellung, wie sie in F i g. 2 dargestellt ist.
Wenn die Vorrichtung 85 allmählich auseinandergezogen wird, bewegen sich die Walzleisten in die
Stellung gemäß F i g. 8, in welcher der Walzspalt 74 senkrecht aufwärts entlang der Längsachse desselben
bewegt ist, so daß die waagerechte Ebene 87 des Walzspaltes entlang dem Spiralbohrerkörper 34 aufwärts
vorgerückt wird. Die Fortsetzung der Bewegung der Walzleisten führt dazu, daß diese
schließlich eine Endstellung gemäß Fig. 9 einnehmen, in der sie über den Spiralbohrkörper hinaus
bewegt sind, um diesen freizugeben. In dieser Stellung befindet sich die Vorrichtung 85 in voll ausein-
— andergezogener Lage.
In einer gemeinsamen Bohrung 88 (F i g. 3 und 7) der Platten 53 und 57 und der Buchse 82 ist ein
Spannfutter 89 befestigt, das ein ruhendes zylindrisches Gehäuse 90 und (darin) einen Ring 91 enthält,
der mit einer geneigten bzw. kegelförmigen Bohrung 138 versehen ist. Der Ring ist durch drei pneumatisch
betätigte Kolben- und Zylindervorrichtungen 92 aufwärts und abwärts bewegbar, von denen nur
eine in den F i g. 1 und 3 dargestellt ist. Ihre Kolben sind mit dem Ring 91 verbunden und unter gleichem
Winkelabstand auf dem Umfang des Ringes verteilt. Innerhalb des Ringes 91 sind drei Segmentklauen
139 (F i g. 7) vorgesehen.
Die oberen Teile der Klauen 139 sind je mit einem Hülsenteil 95 versehen, und die drei Hülsenteile bilden
zusammen einen Halt für den unteren Teil eines Spiralbohrkörpers 32, so daß, wenn das Spannfuttei
soweit wie möglich geschlossen ist, was durch Abwärtsbewegung des Ringes 91 bewirkt wird, die
durch die Teile 95 gebildete Hülse einen Spiralbohrkörper gut tragen kann, ihm aber eine leichte Drehung
erlaubt. Das obere Ende der Hülse ist dicht benachbart den unteren Enden der Walzleisten 70
bis 73.
Die Arbeitsweise der Maschinen vollzieht sich wie folgt:
Es sei eine Ausgangsstellung angenommen, in welcher die Walzleisten 70 bis 73 sich in voll geöffneter
Lage befinden, wie sie in F i g. 7 dargestellt
Claims (1)
- 7 8ist, und ein Spiralbohrkörper 34 ruhe auf der Platt- auf der jetzt oben befindlichen Plattform 100 zuform 48 (Fig. 1) und empfange gerade die Er- ruhen.hitzung.der zweiten Stufe, und ein weiterer Spiral- Damit die Maschine selbsttätig fortlaufend arbeiten bohrrohkörper ruhe auf der Plattform 46 und erfahre kann, sind die pneumatisch betätigten Vorrichtungen die Erhitzung der ersten Stufe, während sich die 5 in einer nicht näher dargestellten elektrischen Schal-Plattform 100 in ihrer obersten Stellung befinde, wie tung angeordnet.in Fig. 7 dargestellt. Die Walzleisten bleiben für Wenn die Spiralbohrkörper geformt sind, werdeneine kurze Zeitspanne voll geöffnet, worauf die bei- sie der erforderlichen Wärmebehandlung sowieden Plattformen 45 und 47 in den Förderweg vor- Schleifverfahren unterworfen, und das genutete Endegerückt und die beiden Plattformen 46 und 48 aus io des Bohrers wird mit den erforderlichen Schneidwin-dem Förderweg herausgezogen werden, so daß das kein versehen, um den Bohrer endgültig fertigzu-erhitzte Werkstück von der ersten Heizstation 46 in stellen.die Nachheizstation 47 fällt, in welcher die Hitze von Fig. 11 zeigt einen Reibahlenrohling 125, auf dender Äußenschicht des Spiralbohrkörpers in das In- vier geneigte Walzleisten 126 einwirken sollen,nere eindringt, und derjenige Spiralbohrkörper, wel- 15 welche in Pfeilrichtung beweglich sind. Die WaIz-cher in der zweiten Heizstufe endgültig erhitzt wurde, leisten sind an ihren Kanten so geformt, daß siefällt durch Schwerkraft zur Formstation 39 und in einen Walzspalt mit parallel zur Längsachse desdie Hülse 95, die sich in offenem Zustand befindet, Werkstückes angeordneten Zähnen 127 bilden. Sieund das untere Ende des Spiralbohrkörpers kommt ergeben deshalb geradlinige, achsparallel und nichtzur Ruhe auf der Plattform 100. Gleichzeitig wird 20 schraubenförmige Zähne bzw. Auskehlungen 128 inein neuer Spiralbohrkörper aus dem Magazin 33 dem Reibahlenrohling.durch die Vorrichtung 42 in die Ruhestellung auf der In den Fi g. 1 bis 11 ist vorgesehen, daß die WaIz-Plattform 45 gefördert. Die Spannvorrichtung 89 leisten sich in der Ebene 78 geradlinig bewegen, jewird dann betätigt, so daß die Hülse 95 zusammen- doch werden bei einer abgewandelten Einrichtung, gezogen wird und den unteren Schaftteil des Spiral- 25 wie sie schematisch in Fig. 12 dargestellt ist, die bohrkörpers in der Formstation mittig umfaßt, je- Walzleisten 130, von denen nur eine gezeichnet ist, doch dem Spiralbohrkörper eine Drehbewegung um schwenkbar um eine waagerechte Achse 131 gehalseine senkrechte Achse erlaubt. Daraufhin wird die ten und werden durch die Längsachse 132 des Werk-Vorrichtung 85 betätigt, um die Walzleisten 70 bis Stücks 133 derart geschnitten, daß die Walzleisten 73 zu bewegen. Diese erfassen den Rohling zunächst 30 während sie auf das Werkstück einwirken, sich in an einer Stelle zwischen den Enden desselben, und Richtungen genau parallel mit einer Ebene 134 beder Formquerschnitt wandert dann entlang dem wegen. Es ist wünschenswert, daß der Radius der Rohling, bis er das obere Ende erreicht. Mindestens Schwenkbewegung so groß wie möglich ist, um einen während des ersten Teils der Formgebung liegt der Schwenkbogen so flach wie möglich zu erhalten, und Rohling genau ausgerichtet durch Mittel, welche das 35 es ist ersichtlich, daß die Walzleisten in der Längsuntere Ende des Rohlings erfassen. Weil das Metall richtung eine bestimmte Form haben müssen, um die des Spiralbohrkörpers infolge der darin eingeformten erwünschte schraubenförmige oder geradlinige AusAuskehlungen 77 verlagert wird, wird der Spiral- kehlung des Werkstücks zu bilden, und daß sie, wie bohrkörper senkrecht aufwärts verlängert, so daß in Fig. 12 gezeigt, zur Längsachse des Walzspaltes das obere Ende desselben nahezu auf gleiche Höhe 40 geneigt sein müssen.mit den oberen Enden der Walzleisten kommt. In Bei einer weiteren Abwandlung, wie sie schemadiesem Sinne wird ein ausgekehlter Teil der gefor- tisch in Fig. 13 wiedergegeben ist, ist das Werkstück derten Länge auf dem Spiralbohrkörper ohne Verlust 135 in Draufsicht dargestellt. Eine Walzleiste 136 ist an Metall, aus dem der Spiralbohrkörper gebildet um eine senkrechte Achse 127 parallel zur Längswird, geformt. 45 achse des Werkstücks 135 schwenkbar gelagert. DieBi einem Augenblick, in welchem die Walzleisten Walzleiste 136 besitzt Bogenform mit einem Krüm-bereits auf den Spiralbohrkörper einwirken, wird die mungsmittelpunkt 137. Jede Walzleiste 136 ist zurPlattform 100 senkrecht abwärts bewegt in eine voll Längsachse des Werkstücks geneigt, wie dies in denrückwärts gezogene Stellung, und das Spannfutter 89 anderen Figuren dargestellt ist.bewirkt die Öffnung der Hülse 95, so daß der Spiral- 50 Es ist ersichtlich, daß die Walzleisten, die sche-bohrkörper axial und quer dazu nur durch die Walz- matisch in Fig. 12 und 13 dargestellt sind, einenleisten gehalten wird, und wenn diese in ihre End- Walzspalt bilden, welcher eine vollständige Umhül-stellungen bewegt werden, wie in Fig. 9 dargestellt, lung der Querschnittsform des Werkstücks ergibt,
in welcher sie über den Spiralbohrer hinaus bewegtsind und diesen freigegeben haben, kann derselbe 55 Patentansprüche:
abwärts fallen und schlägt gegen den Ablenker 97,wodurch er zwecks Kühlung und Nachbearbeitung 1. Walzmaschine für insbesondere schrauben-zu einer Sammelvorrichtung abgelenkt wird. förmige Nuten in zylindrischen, stabförmigenWenn der Spiralbohrkörper aus den Walzleisten Werkstücken, z.B. für Spannuten bei Spiralboh-herausgefallen ist, ruhen diese zunächst in diesem 60 rern, mit einer Mehrzahl von Nutenwalzwerkzeu-Zustand, um sicherzustellen, daß der Spiralbohrkör- gen, von denen jedes eine Formoberfläche besitztper von ihnen ganz freigegeben wird. Danach werden und die um einen Walzspalt zur Aufnahme einessie wieder in ihre Anfangsstellung entsprechend stabartigen Rohlings herum in einem Werkzeug-Fig. 7 gebracht und sind bereit, einen weiteren Spi- kopf angeordnet sind und die tangential zumralbohrkörper zur Bearbeitung aufzunehmen. Diese 65 Rohling bewegbar sind, wobei der Rohling durchAnfangsstellung der Walzleisten wird für eine kurze die Verformung in dem von den Walzwerkzeu-Zeitspanne aufrechterhalten, damit das nächste gen gebildeten Walzspalt um seine Achse gedrehtWerkstück in die offene Hülse 95 gelangen kann, um wird, gekennzeichnet durch geradlinigeoder im wesentlichen geradlinige, unter einem Winkel zur Werkstückachse (75) verlaufende Walzleisten (70 bis 73) als Walzwerkzeuge, die in Richtung rechtwinklig oder im wesentlichen rechtwinklig zur axial festgelegten Achse des Rohlings (34) so bewegbar sind, daß sich der Walzspalt entlang der Walzspaltachse verschiebt.2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzleisten (70,71,72,73) stabförmig sind und die Bewegungsrichtung einei Leiste (70, Fig. 6) die Bewegungsrichtungen zweier benachbarter Walzleisten (71,73) schneidet und daß die Verformungsfläche (140, 141) jeder Walzleiste in einer Richtung rechtwinklig zur Achse des Werkstückrohlings (34) und zur Bewegungsrichtung der Walzleiste (Fig. 8) gesehen eine Breite besitzt, die nicht wesentlich größer als die Breite des Rohlings ist.3. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Walzleisten (70, 71, 72, 73) entlang einer Kante Verformungsflächen (140, 141) tragen.4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß einige WaMeisten (70, 72) entlang einer Kante eine Verformungsoberfläche a$ (140) mit einer einzelnen Formrippe besitzen, während andere Walzleisten (71, 73) im wesentlichen flache Formflächen (141) aufweisen.5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Mehrzahl von Paaren einander gegenüberliegender Walzleisten.6. Maschine nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine Tragplatte (100) und eine konzentrische Hülse (95) zum senkrechten Tragen und zum Ausrichten eines Rohlings vor dem ersten Eingriff der Verformungsflächen der Walzleisten mit dem Rohling.7. Maschine nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die ausrichtende Hülse (95) zur Aufnahme des Rohlings, ähnlich einem Spannfutter, radial spreiz- und zusammenziehbai ist und im Arbeitszustand den Rohling mit radialem Spiel umfaßt.8. Maschine nach Anspruch 1 bis 7, dadurchgekennzeichnet, daß jede Walzleiste (70, 71, 72, 73) von einer Gleitführung (59, 60, 61, 62) getragen und zwischen den Enden derselben angeordnet ist und daß die Gleitführungen in einem ruhenden Körper (54) befestigt sind und jede Gleitführung allseitig mindestens an ihren entgegengesetzten Enden getragen ist.9. Maschine nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die benachbarten Gleitführungen (59, 60, 61, 62, Fi g. 2) einander an ihren Enden in einer gemeinsamen Ebene überlappen und sich gegenseitig abstützen.10. Maschine nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzleisten (70, 71, 72, 73) an ein gemeinsames Glied (83) angeschlossen sind, das um die Längsachse (75) des Rohlings hin- und herschwenkbar ist.11. Maschine nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Formoberfläche (140, 141) auf jedem Streifen durch Schrägflächen umrandet ist und daß Schrägflächen (80) benachbarter Walzleisten (70, 71, 72, 73) während des Formens ineinandergreifen.12. Maschine nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von Reibahlen od. dgl. die tangential schräg zum Rohling (125, Fig. 11) gestellten Formflächen der Walzleisten (126, Fig. 11) zur Rohlingsachse parallele Formrippen bzw. Zähne (127) aufweisen.13. Maschine nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei flach gekrümmten und schräg tangential zum Rohling(133, Fig. 12) verlaufenden Walzleisten (130) die Walzleiste (130) um eine Achse (131, Fig. 12) schwenkbar ist, welche die verlängerte Rohlingsachse senkrecht schneidet.14. Maschine nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die flach gekrümmte Walzleiste (136, Fig. 13) um eine zur Achse des Rohlings (135) parallele Achse (137, Fig. 13) schwenkbar ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2 901932, 2 905 041.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen709 718/53 12.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
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