DE1254389B - - Google Patents
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- DE1254389B DE1254389B DEC37267A DE1254389DA DE1254389B DE 1254389 B DE1254389 B DE 1254389B DE C37267 A DEC37267 A DE C37267A DE 1254389D A DE1254389D A DE 1254389DA DE 1254389 B DE1254389 B DE 1254389B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
G06k
Deutsche KL: 42 m6 -15/22
Nummer: 1 254 389
Aktenzeichen: C 37267IX c/42 m6
Anmeldetag: 28. Oktober 1965
Auslegetag: 16. November 1967
Die Erfindung betrifft Koordinatenschreiber mit je einem Schrittantrieb für eine Relativbewegung zwischen
einer Aufzeichnungsunterlage und einem Aufzeichnungsorgan in zwei Koordinatenrichtungen.
Bei den bisher bekannten Koordinatenschreibern (siehe z. B. französische Patentschrift 1 366 073) erfolgt
eine Schreibbewegung unter Ausführung von Schritten gleicher Länge, z. B. mittels etwa 0,25 mm langer
Schritte. Hierzu dienen Schrittmotoren, einer für eine schrittweise Bewegung in Richtung der X-Achse und
einer für eine schrittweise Bewegung in Richtung der 7-Achse.
Diese Schrittmotoren vermögen Schreibgrundbewegungen in Richtung jeder Achse 0° und 180° (+X- und
-JT-Achsenbewegung) und 90° und 270° (+Y- und
— Y-Achsenbewegung) auszuführen. Durch gleichzeitiges
Betätigen beider Schrittmotoren erfolgt gleichzeitig eine Bewegung in Richtung der X- und F-Achse
und somit die Aufzeichnung einer Linie unter einem Winkel von 45°. Alle auf diese Weise aufgezeichneten
Linien sind durch Linienabschnitte gebildet, die sich jeweils nur durch einen Winkel unterscheiden, der ein
Vielfaches von 45° beträgt. Linienzüge, die zwischen diese Linien fallen, lassen sich daher nur annäherungsweise
darstellen. Die an einen gewünschten Linienzug angenäherte Linie besitzt dann einen sägezahnartigen
Verlauf. Der Grad der Zackigkeit der Sägezahnlinie ließe sich zwar durch Verkleinern der Schrittgröße des
Schreibers (z. B. von 0,25 auf 0,12 mm pro Schritt) verringern; eine solche Lösung brächte jedoch den Nachteil
einer Abnahme der Schreibgeschwindigkeit mit sich, welche von der jeweiligen Schrittlänge des
Systems abhängt.
Um einen gewünschten Linienzug mit größerer Genauigkeit aufzeichnen zu können, ist also ein
Schreibsystem erforderlich, das Schreibschritte unterschiedlicher Länge auszuführen gestattet. Dies ließe
sich durch Verwendung von Schrittmotoren mit zugehörigen Zahnradgetrieben erreichen, welche jeweils so
ausgelegt sind, daß je nach Erfordernis verschiedene Zahnräder miteinander in Eingriff gelangen. Eine
solche Lösung ist jedoch nicht befriedigend; sie führt darüber hinaus zu einer schwer zu handhabenden Anordnung,
die zusätzliche Zahnradprobleme, wie Zahnflankenspiel, Abnutzung, Trägheit usw., mit sich
bringt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Koordinatenschreiber zu scharfen,
der Schrittbewegungen unterschiedlicher Länge auszuführen gestattet. Die Steuerung der Länge der jeweils
auszuführenden Schrittbewegung soll dabei durch eine vollkommen elektronische Steuerung erfolgen. Die
Koordinatenschreiber
Anmelder:
California Computer Products Inc.,
Anaheim, Calif (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. F. Weickmann,
Dr.-Ing. A. Weickmann,
Dipl.-Ing. H. Weickmann
und Dipl.-Phys. Dr. K. Fincke, Patentanwälte,
München 27, Möhlstr. 22
Als Erfinder benannt:
James E. Newland, Fullerton;
Robert C. Norton, Buena Park, Calif. (V. St. A.)
betreffende Steuerung der jeweiligen Schrittlänge soll in einem digital schrittweise arbeitenden Schreibsystem
erfolgen, in welchem bereits vorhandene Schrittmotoren ohne nennenswerte konstruktive Änderungen
verwendet werden sollen. Außerdem sind mit dem digitalen, schrittweise arbeitenden Schreibsystem
Schritte variabler Längen unter verbesserter selektiver Steuerung verschiedener Steuerparameter auszuführen.
Gemäß der Erfindung wird die vorstehend genannte Aufgabe bei einem Koordinatenschreiber mit je einem
Schrittantrieb für eine Relativbewegung zwischen einer Aufzeichnungsunterlage und einem Aufzeichnungsorgan
in zwei Koordinatenrichtungen durch eine Steuerschaltung gelöst, über die benachbarte Statorwicklungen
von Schrittmotoren in Abhängigkeit von zugeführten Steuersignalen zur Ausführung von ganzen
Schritten nacheinander einzeln und zur Ausführung von halben Schritten nacheinander abwechselnd einzeln
und paarweise einschaltbar sind. Durch diese Maßnahme ist es auf relativ einfache Weise möglich,
eine bessere Annäherung an eine bestimmte zu schreibende Linie zu erzielen, als dies mit Hilfe der bisher
bekannten Koordinatenschreiber möglich war. Für eine mit dem erfindungsgemäßen Koordinatenschreiber
zu zeichnende Linie wird darüber hinaus eine kürzere Zeitspanne benötigt als bei Ausführung von besonders
kurzen Schritten jeweils gleicher Länge in bisher bekannter Weise.
Die bei dem Koordinatenschreiber vorgesehenen Schrittmotoren werden, kurz gesagt, jeweils in der
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Weise gesteuert, daß durch selektives Erregen von zu dem jeweiligen Schrittmotor gehörenden Statorwicklungen
bzw. Statorwicklungspaaren ein sich jeweils teilweise verschiebendes Magnetfeld erzeugt wird, demzufolge
der zu dem jeweiligen Schrittmotor gehörende Rotor eine Drehbewegung ausführt, die geringer ist
als die beim Übergang der Erregung von einem Wicklungssatz auf einen anderen Wicklungssatz erfolgende
Drehbewegung.
Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Koordinatenschreibers sind die Schrittmotoren jeweils mit drei Paaren von Statorwicklungen
und -polen und einem vierpoligen Rotor versehen. Der Rotor eines solchen Schrittmotors rückt jedesmal,
wenn die Erregungsschaltung von einem Paar von Statorwicklungen zu einem anderen umgeschaltet wird,
um eine 1/12-Umdrehung vor.
Die Drehrichtung des Rotors wird durch die Reihenfolge bestimmt, in der die Statorwicklungen erregt
werden. Der Schrittmotor kann mit Hilfe eines geeigneten Getriebes mit einem Schreibmechanismus verbunden
werden, um für jede Drehung des Rotors um 30° eine Relativbewegung zwischen einem Schreibstift
und einem Aufzeichnungsträger von etwa 0,25 mm auszuführen. Gemäß der Erfindung kann diese Strecke
bei Bedarf noch halbiert werden, und zwar durch gleichzeitiges Erregen zweier Paare von Statorwicklungen
des betreffenden Schrittmotors nach Erregung nur eines Paares von Wicklungen oder durch Erregen
nur eines Wicklungspaares, wenn zuvor zwei Wicklungspaare erregt wurden. Unter diesen Umständen
wird das durch den Stator erzeugte Magnetfeld um die Hälfte des Winkels verschoben, den es verschieben
würde, wenn die Erregung von einem Wicklungspaar auf ein anderes übergeht. Auf diese Weise dreht sich
also der Rotor dann nur um die Hälfte des normalen Betrages (in diesem Fall um 15° statt um 30°).
Wird an Stelle eines Schrittmotors mit einem vierpoligen Rotor und einem sechspoligen Stator ein
Schrittmotor mit einem achtpoligen Rotor und einem zwölfpoligen Stator mit einander entgegengesetzt gerichteten
Statorpolen verwendet, von denen jeder Pol eine Wicklung trägt, die mit der des gegenüberliegenden
Pols in Serie oder parallel geschaltet ist, so würde eine Ganzschritterregung einen Schritt des Schrittmotors
von 15° und eine Halbschritterregung einen Schritt von 7V2 ° bewirken.
Gemäß weiterer zweckmäßiger Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Koordinatenschreibers werden die
die jeweils aufzuzeichnenden Linienabschnitte angebenden Daten zunächst miteinander verglichen, um
Steuersignale zu erhalten, die die betreffenden Linienabschnitte bei minimaler Schreibzeit oder bei minimalem
Schreibfehler anzunähern bzw. darzustellen gestatten. Im Falle der annäherungsweisen Darstellung
bei minimaler Schreibzeit tritt trotz der durch die Erfindung erzielten besseren Annäherung der gewünschten
Linie keine Abnahme in der Schreibgeschwindigkeit auf.
Ein besseres Verständnis der Erfindung erhält man durch die folgende detaillierte Beschreibung in Verbindung
mit den Zeichnungen.
F i g. 1 ist eine Tabelle derjenigen Schrittbefehle, auf die frühere Schrittmotoren in ihrem Verhalten beschränkt
waren;
F i g. 2 ist ein Diagramm, daß die acht verschiedenen Schreibrichtungen zeigt, die mit einem Paar der
früheren Schrittmotoren möglich waren, wobei die in F i g. 2 bezeichneten Richtungen den in gleicher Weise
bezeichneten Richtungen der F i g. 1 entsprechen;
F i g. 3 ist eine Tabelle, die die Schrittbefehle und die Schritte zeigt, die Anordnungen gemäß der vorliegenden
Erfindung ausführen können;
F i g. 4 ist ein Diagramm der Schreibrichtungen, die Anordnungen gemäß der vorliegenden Erfindung ausführen
können, wobei die in dieser F i g. 4 bezeichneten Richtungen den in gleicher Weise bezeichneten
ίο Richtungen in F i g. 3 entsprechen;
F i g. 5 ist eine schematische Darstellung eines Schrittmotors, der in einem digitalen, schrittweise
arbeitenden Schreiber gemäß der Erfindung verwendet werden kann;
F i g. 6 ist eine schematische Darstellung, die einen besonderen Betriebszustand des Schrittmotors der
F i g. 5 zeigt;
F i g. 7 ist eine schematische Darstellung, die einen zweiten Betriebszustand des Schrittmotors der F i g. 5
ao zeigt;
F i g. 8 ist eine schematische Darstellung, die einen weiteren folgenden Schritt des in F i g. 7 dargestellten
Betriebszustandes zeigt;
F i g. 9 ist ein Diagramm, das für eine gerade Linie eine Annäherung zeigt, die durch einen zur Zeit verwendeten
digitalen, schrittweise arbeitenden Schreiber erzeugt wurde, der feste Schrittlängen hat;
F i g. 10 ist ein Diagramm, das die Aufzeichnung
einer Annäherung für dieselbe gerade Linie zeigt, die aber gemäß der vorliegenden Erfindung erzeugt wurde;
F i g. 11 ist ein Diagramm, das Details der Annäherung einer geraden Linie durch die Methode
geringster Schreibzeit gemäß der Erfindung zeigt;
F i g. 12 ist ein ähnliches Diagramm, das die Annäherung durch die Methode geringster Abweichung
der Erfindung zeigt;
F i g. 13 ist ein Blockdiagramm in Form eines Ablaufdiagramms, das die Schritte zeigt, die bei der
Methode geringster Schreibzeit gemäß der Erfindung ausgeführt werden;
F i g. 14 ist eine Tabelle, die die Maßnahmen zeigt,
die ausgeführt werden, wenn für eine gegebene Annäherung des in Fig. 15 dargestellten Linienabschnittes
dem Ablauf diagramm gefolgt wird;
Fig. 15, die sich auf dem gleichen Blatt wie Fig. 13 befindet, ist ein Diagramm, das eine Annäherung zeigt, die für einen gegebenen Linienabschnitt durch die Methode geringster Schreibzeit gemäß der vorliegenden Erfindung aufgezeichnet wurde. Die in F i g. 15 aufgezeichnete Annäherung wurde durch Anwendung des Ablauf diagramm s der F i g. 13 und der Tabelle der F i g. 14 erzeugt;
Fig. 15, die sich auf dem gleichen Blatt wie Fig. 13 befindet, ist ein Diagramm, das eine Annäherung zeigt, die für einen gegebenen Linienabschnitt durch die Methode geringster Schreibzeit gemäß der vorliegenden Erfindung aufgezeichnet wurde. Die in F i g. 15 aufgezeichnete Annäherung wurde durch Anwendung des Ablauf diagramm s der F i g. 13 und der Tabelle der F i g. 14 erzeugt;
F i g. 16 ist ein Diagramm, das zum Vergleich die Prinzipien zeigt, die angewendet werden, um gemäß
der vorliegenden Erfindung eine aufgezeichnete Annäherung mit gerinster Abweichung zu erzeugen;
F i g. 17 ist ein Ablaufdiagramm, das zum Vergleich die Schritte zeigt, die beim Betrieb eines digitalen,
schrittweise arbeitenden Schreibers gemäß der Erfindung ausgeführt werden, um eine Aufzeichnung zu
erzeugen, die gekennzeichnet ist durch die Annäherung an eine gegebene gerade Linie mit gerinstem Aufzeichnungsfehler
oder geringster Abweichung von der gewünschten und gegebenen geraden Linie;
F i g. 18 ist ein Teil einer Tabelle, die die Konstanten zeigt, die bei Verfolgung des Ablaufdiagramms der F i g. 17 bei der Annäherung einer gegebenen geraden Linie verwendet werden;
F i g. 18 ist ein Teil einer Tabelle, die die Konstanten zeigt, die bei Verfolgung des Ablaufdiagramms der F i g. 17 bei der Annäherung einer gegebenen geraden Linie verwendet werden;
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F i g. 19 ist ein Diagramm, das eine Annäherung für Kern aus lameliiertem Weicheisen gewickelt ist. Jede
eine gerade Linie bei Anwendung der Methode ge- Wicklung ist mit der ihr gegenüberliegenden Wicklung
ringster Aufzeichnungsfehlers gemäß der Erfindung elektrisch in Reihe geschaltet. Dadurch ergeben sich
zeigt und durch Anwendung des Ablaufdiagramms drei Wicklungspaare. Jedes Wicklungspaar kann über
der F i g. 17 und der Tabelle der F i g. 18 erzeugt 5 einen Schalter 24 separat mit einer Stromquelle,
wurde; schematisch mit 22 bezeichnet, verbunden werden. Die
F i g. 20 ist ein Ablaufdiagramm, das die Methode vollständige Schaltung, die einzelne Stromquellen und
der Analyse und der Transposition einer gegebenen zusätzliche Schalter 32 und 34 zeigt, ist in F i g. 6
Linie von dem bestimmten Halboktanden, in dem die dargestellt.
gegebene Linie liegt, in einem allgemeinen Halb- io Beim Betrieb der Schaltungen nach F i g. 5 und 6
oktanden. zeigt, in dem alle Aufzeichnungsvergleiche wird der Rotor 20 jedesmal, wenn der Erregungsstrom
und -entscheidungen ausgeführt sind; für die Wicklungen von einem Wicklungspaar zu
F i g. 21 ist ein Vietch-Diagramm aufeinanderfolgen- einem anderen umgeschaltet wird, um 1I12 Umdrehung
der Zustände des Schrittmotor-Steuersystems und ist (30°) vorwärts bewegt. Wenn z. B. der Schalter 24
geeignet, den Betrieb von Aufzeichnungssystemen ge- 15 (s. F i g. 5) und damit ein Kreis zwischen der Strom-
mäß der Erfindung zu beschreiben; quelle 22 und einem ersten Paar einander gegenüber-
F i g. 22 ist ein vereinfachtes, dem Vietch-Diagramm liegender Wicklungen Is und 4s geschlossen wird,
von F i g. 21 äquivalentes Diagramm; richtet sich der Rotor 20 auf diejenigen Statorpole, die
F i g. 23 ist ein Blockschaltbild, das die Flip-Flop- diese Wicklungen Ij und 4s tragen. Wenn danach
Steuerschaltungen zeigt, die in einem Schrittmotor- 20 der Schalter 24 geöffnet und der Schalter 32 geSteuersystem
gemäß der Erfindung verwendet werden; schlossen wird, so daß ein anderes Wicklungspaar,
F i g. 24 ist ein Blockschaltbild, das die Flip-Flop- 35-65, erregt wird, dann dreht sich der Rotor 20 um
Steuerschaltungen zeigt, die dazu verwendet werden, 30° im Uhrzeigersinn in die in F i g. 6 gezeigte
um die in den F i g. 21 und 22 aufgezeigten Opera- Stellung, wobei sich die Rotorpole auf die neu er-
tionen auszuführen. 25 regten Statorpole richten. Eine Drehung gegen den
Uhrzeigersinn von der ersten, in F i g. 5 gezeigten
Schreiber-Schrittmotorsystem Stellung aus kann man durch Schließen des Schalters
34 statt des Schalters 32 erreichen. Die Drehrichtung
Schrittmotoren, die früher in digitalen, schrittweise wird also durch die Reihenfolge bestimmt, in der die
arbeitenden Schreibern verwendet wurden, sprachen 3° Wicklungen erregt werden. Jede schrittweise Drehung
auf Steuersignale einer Polarität an, um feste Schritte bewirkt aber eine Verschiebung der Stellung des
in einer von zwei entgegengesetzten Richtungen zu Rotors 20 um 30°. Es ist selbstverständlich, daß die
erzeugen. Die verschiedenen Möglichkeiten der Be- Welle des Rotors 20 mit einem Getriebe (nicht dar-
wegung eines durch zwei solche Schrittmotoren ge- gestellt) zusammenarbeitet, um für jede Drehung des
steuerten Schreibers, einen für jede Koordinaten- 35 Rotors 20 um 30° eine Relativbewegung zwischen
richtung, sind in der Tabelle der F i g. 1 dargestellt. einem Schreibstift und einem Aufzeichnungsträger von
Die sich ergebenden acht Bewegungsrichtungen, die etwa 0,25 mm auszuführen.
±.X, decoder 0 (keine Bewegung) entsprechen, sind Die Rotoren beider vorgesehener Schrittmotoren
in der Tabelle der F i g. 1 angeführt und in dem können auf die durch ein geeignetes Befehlssignal hin
Diagramm der F i g. 2 dargestellt (keine Drehung 40 erfolgende Erregung der Statorwicklungen jeweils um
beider Schrittmotoren ergibt keine Bewegung und einen Winkel gedreht werden, der entweder einem
kann als neunte Richtung betrachtet werden). Aus halben oder einem ganzen Schreibschritt entspricht.
F i g. 2 geht klar hervor, daß die möglichen oder er- Dies heißt, daß die Schrittbefehlssignale den Statorlaubten
Richtungen der Schreibbewegung Vielfache wicklungen der Schrittmotore in der Weise zugeführt
von 45° sind und daß deshalb eine aufgezeichnete 45 werden, daß sich der Rotor 20 bei der dargestellten
Linie notwendigerweise durch eine Reihe von Ab- Anordnung jedesmal entweder um 30° oder um 15°
schnitten horizontaler, vertikaler oder diagonaler dreht, mit dem Ergebnis, daß der sich daraus erLinien
unter 45° angenähert ist. gebende Schreibschritt entweder ein voller oder ein
Gemäß F i g. 3 erfolgt die selektive Steuerung eines halber Schritt in der durch den betreffenden Scimitar- und eines F-Achsenschrittmotors jeweils durch 50 motor gesteuerten Richtung ist.
Steuersignale, die in ihrer Größe gleich einer Einheit, Werden gleichzeitig zwei Paare von Statorwickeiner halben Einheit oder Null sind. Die Anzahl der hingen eines Schrittmotors erregt (d. h. werden vier möglichen Bewegungsrichtungen eines Schreibmecha- von den sechs Wicklungen erregt) und ist vorher nur nismus beträgt somit 24 (Befehle Null für beide ein Wicklungspaar erregt gewesen, so dreht sich der Schrittmotoren ergeben wiederum keine Bewegung 55 Rotor 20 um 15° von seiner letzten Stellung in eine und können als 25. Richtung betrachtet werden); diese Stellung, in der jeder der vier Rotorpole ungefähr Verhältnisse sind in F i g. 4 in vektorieller Form dar- um 15° auf entgegengesetzten Seiten der erregten gestellt. Durch diese große Anzahl an Schreibrichtun- Statorwicklungen liegt. (Diese Stellung ergibt sich, gen läßt sich, darauf sei hier nochmals kurz hinge- weil dort der magnetische Widerstand des Weges wiesen, die Genauigkeit, mit der eine gegebene aufzu- 60 zwischen den erregten Statorwicklungen und den zeichnende Linie angenähert werden kann, wesentlich Rotorpolen am geringsten ist.) Diese Rotorausrichtung verbessern. ist um 15° geringer als die Änderung der Rotoraus-
Steuersignale, die in ihrer Größe gleich einer Einheit, Werden gleichzeitig zwei Paare von Statorwickeiner halben Einheit oder Null sind. Die Anzahl der hingen eines Schrittmotors erregt (d. h. werden vier möglichen Bewegungsrichtungen eines Schreibmecha- von den sechs Wicklungen erregt) und ist vorher nur nismus beträgt somit 24 (Befehle Null für beide ein Wicklungspaar erregt gewesen, so dreht sich der Schrittmotoren ergeben wiederum keine Bewegung 55 Rotor 20 um 15° von seiner letzten Stellung in eine und können als 25. Richtung betrachtet werden); diese Stellung, in der jeder der vier Rotorpole ungefähr Verhältnisse sind in F i g. 4 in vektorieller Form dar- um 15° auf entgegengesetzten Seiten der erregten gestellt. Durch diese große Anzahl an Schreibrichtun- Statorwicklungen liegt. (Diese Stellung ergibt sich, gen läßt sich, darauf sei hier nochmals kurz hinge- weil dort der magnetische Widerstand des Weges wiesen, die Genauigkeit, mit der eine gegebene aufzu- 60 zwischen den erregten Statorwicklungen und den zeichnende Linie angenähert werden kann, wesentlich Rotorpolen am geringsten ist.) Diese Rotorausrichtung verbessern. ist um 15° geringer als die Änderung der Rotoraus-
Das Diagramm gemäß F i g. 5 zeigt einen Schritt- richtung um 30°, die sich ergibt, wenn jedesmal nur
motor, der einen vierpoligen Weicheisenrotor 20 ent- ein einziges Wicklungspaar erregt ist, wie es oben in
hält, welcher von einem Stator mit sechs Wicklungen 65 Verbindung mit den F i g. 5 und 6 beschrieben wurde,
(mit Is bis 65 bezeichnet) umgeben ist, die symme- Dadurch dreht sich der Rotor jedesmal dann um 15°,
trisch um den Rotor 20 angeordnet sind. Jede der wenn er durch die Erregung nur eines der drei Wick-
Wicklungen Ii bis 65 besteht aus Draht, der um einen lungspaare in einer Stellung ausgerichtet ist und seine
Stellung dann durch die gleichzeitige Erregung zweier Wicklungspaare geändert wird.
Der Rotor dreht sich jedesmal um 15°, wenn die Stellung des Rotors durch Erregung zweier Wicklungspaare geändert wird und vorher ein Paar erregt war
oder wenn ein Wicklungspaar erregt wird und vorher zwei Paare erregt waren. Der Rotor dreht sich jedesmal
um 30°, wenn die Stellung des Rotors durch Erregung eines einzigen Wicklungspaares geändert wird
und vorher ein anderes einziges Wicklungspaar erregt war oder wenn zwei Wicklungspaare erregt werden
und vorher zwei andere Wicklungspaare erregt waren.
Die Art und Weise, nach der die obenstehenden Schritte erzielt werden können, ist genauer im Hin-
Halbschritte oder Vollschritte ausführen kann, wenn es zweckmäßig erscheint. Die Annäherung von 11a
von F i g. 10 wurde mit der gleichen Geschwindigkeit aufgezeichnet wie die Annäherung 11 der F i g. 9,
weil der Schrittmotor der X-Achse in Vollschritten kontinuierlich weitergeschaltet wurde, während der
Schrittmotor der 7-Achse für den größeren Teil der kleineren F-Achsenbewegung in Halbschritten angetrieben
wurde.
Es ist selbstverständlich, daß die Steuerung eines digitalen, schrittweise arbeitenden Schreibers zum Annähern
einer aufzuzeichnenden Linie in dieser Art eine Untersuchung der Liniekoordinaten umfaßt, um aus
einer Anzahl von fakultativen oder alternativen An
blick auf F i g. 7 und 8 beschrieben, die die gleich- 15 näherungen für die Linie eine bestimmte auszuwählen.
zeitige Erregung zweier Wicklungspaare eines Schrittmotors zeigen. So sind z. B. in F i g. 7 die beiden
Schalter 32 und 34 geschlossen. (Bei der vorhergehenden Stellung des Schrittmotors war nur ein
Schalter geschlossen.)
Das durch die Erregung der Wicklungspaare 2s-5s
und 3.9-6.? erzeugte magnetische Feld wird so verschoben, daß der Rotor 20 aus seiner vorherigen
Stellung (F i g. 6) um 15° gedreht wird. Wenn der
Schalter 32 statt dessen geöffnet worden wäre, während 25 geringstmöglicher Zeit nicht die geringste Abweichung
und 3.9-6.? erzeugte magnetische Feld wird so verschoben, daß der Rotor 20 aus seiner vorherigen
Stellung (F i g. 6) um 15° gedreht wird. Wenn der
Schalter 32 statt dessen geöffnet worden wäre, während 25 geringstmöglicher Zeit nicht die geringste Abweichung
Insbesondere kann diese Untersuchung verbunden werden mit der Optimierung eines gegebenen Aufzeichnungsparameters,
natürlich auf Kosten anderer Faktoren. Beispielsweise kann es erwünscht sein, einen gegebenen geraden Linienabschnitt in möglichst
geringer Zeit oder auch mit möglichst geringem Aufzeichnungsfehler oder mit der geringsten Abweichung
von der aufzuzeichnenden Linie anzunähern. Im allgemeinen ergibt die Aufzeichnung einer Linie in
der Schalter 34 geschlossen geblieben wäre, dann wäre der Rotor 20 um weitere 15° oder insgesamt um 30°
im Uhrzeigersinn gedreht worden. Wenn jedoch in dem Moment, in dem der Schalter 32 geöffnet wird,
dargestellt wird.
In Verbindung mit F i g. 9 wird ein Standardschreiber mit fester Schrittgröße betrachtet, um
zwischen den Punkten Al und Bl eine Linie zu ziehen.
Ein solcher Schreiber mit fester Schrittgröße kann eine Linie ziehen unter 0° (d. h. nur Bewegung in der
X-Richtung), unter 90° (d. h. nur Bewegung in der F-Richtung), oder er kann eine Linie ziehen, die eine
von der aufzuzeichnenden Linie. Dementsprechend ist eine Auswahl zu treffen für eine bestimmte Methode,
die verwendet werden soll. Die folgende Beschreibung erläutert, wie ein bestimmter Linienzug durch wahlder
Schalter 24 geschlossen ist, während der Schalter 34 30 weise Halbschritt- und Vollschrittsteuerung der Schrittin
seiner geschlossenen Stellung bleibt, dann werden motoren für die X- und F-Achsen annäherungsweise
zwei Wicklungspaare ls-4s, 2s-5s erregt und bewirken,
daß der Rotor 20 einen vollen Schritt von 30° von
seiner vorherigen Stellung aus gedreht wird (F i g. 8
im Gegensatz zu Fig. T). Somit wird klar, daß sich 35
ein voller Schritt von 30°-Drehung dann ergibt, wenn
die Schalter für die Wicklungen so betätigt werden,
daß die gleiche Anzahl von Wicklungspaaren erregt
wird, wie bei der vorherigen Stellung des Rotors erregt
daß der Rotor 20 einen vollen Schritt von 30° von
seiner vorherigen Stellung aus gedreht wird (F i g. 8
im Gegensatz zu Fig. T). Somit wird klar, daß sich 35
ein voller Schritt von 30°-Drehung dann ergibt, wenn
die Schalter für die Wicklungen so betätigt werden,
daß die gleiche Anzahl von Wicklungspaaren erregt
wird, wie bei der vorherigen Stellung des Rotors erregt
waren (d. h. eine Änderung von einem einzigen Paar 40 kombinierte X- und Y-Achsenbewegung darstellt,
erregter Wicklungen zu einem anderen einzigen Paar um eine Linie unter 45° zu ziehen. Die Linie AlBl
erregter Wicklungen oder eine Änderung von zwei liegt unter einem Winkel von etwa 35°; dadurch wird
Paaren erregter Wicklungen zu anderen zwei Paaren der Schreiber so gesteuert (z. B. durch einen Allzweckerregter
Wicklungen). In ähnlicher Weise ergibt sich rechner, mit dem er verbunden ist), daß er eine Reihe
eine Halbschrittdrehung von 15°, wenn die Schalter 24, 45 von 0°- und 45°-Linien erzeugt, die die sägezahn-
förmige aufgezeichnete Linie 11 bilden und letztlich die gewünschte Linie AlBl annähern.
Gemäß Fig. 10 wird die gleiche gerade Linie AlBl
durch einen Schreiber angenähert, der in der X-Richtung jeweils einen ganzen Schritt und in der 7-Richtung
jeweils einen halben Schritt auszuführen vermag. Weil die Gesamtschreibgeschwindigkeit eine Funktion
der Geschwindigkeit längs der X-Achse ist, wird der Schreiber durch Fortbewegung längs der 7-Achse,
zeichnungen gemäß F i g. 9 und 10 erkennen läßt, bei 55 manchmal in halben F-Schritten, nicht langsamer,
einem darzustellenden Linienzug eine Annäherung mit Man sieht jedoch, daß die sich ergebende Linie
größerer Genauigkeit als bisher erzielt. In diesen wesentlich glatter ist.
Figuren ist jeweils die gleiche gestrichelte Linie In den Fig. 11 und 12 stellt die Linie Al'BV die
AlBl durch die durchgehenden Linienstücke ange- gerade Linie dar, die annäherungsweise darzustellen
nähert worden, die von Al nach Bl verlaufen und in 60 ist. Wie oben bereits erläutert, vermögen die Schritt-Fig.
9 mit 11 sowie in Fig. 10 mit 11a bezeichnet
sind. Die Annäherung 11 von F i g. 9 wurde durch
einen Schreiber aufgezeichnet, der in seiner Schreibbewegung nur Vollschritte ausführen kann. Als Ergebnis wird eine zackige Sägezahnform erzeugt, die 65 in den Fig. 11 und 12 dargestellten Aufzeichnungen wesentlich weniger wünschenswert ist als die in mit 0,25 mm und 0,12 langen Linienschritten bei F i g. 10 dargestellte, nahezu gerade Linienanäherung einer Geschwindigkeit von 500 Schritten pro Sekunde, 11a, die mit einem Schreiber aufgezeichnet wurde, der ohne Rücksicht auf die Schrittgröße, angenähert
sind. Die Annäherung 11 von F i g. 9 wurde durch
einen Schreiber aufgezeichnet, der in seiner Schreibbewegung nur Vollschritte ausführen kann. Als Ergebnis wird eine zackige Sägezahnform erzeugt, die 65 in den Fig. 11 und 12 dargestellten Aufzeichnungen wesentlich weniger wünschenswert ist als die in mit 0,25 mm und 0,12 langen Linienschritten bei F i g. 10 dargestellte, nahezu gerade Linienanäherung einer Geschwindigkeit von 500 Schritten pro Sekunde, 11a, die mit einem Schreiber aufgezeichnet wurde, der ohne Rücksicht auf die Schrittgröße, angenähert
32 und 34 in geeigneter Weise so betätigt werden, daß zwei Wicklungspaare erregt werden, wenn vorher eines
erregt war, oder daß ein einziges Wicklungspaar erregt wird, wenn vorher zwei Paare erregt waren.
Linienannäherung durch Verwendung von Schrittmotoren
Durch Steuerung der Schrittmotoren in der oben beschriebenen Weise wird, wie ein Vergleich der Aufmotoren
entweder halbe oder ganze Schritte längs der X- und Y-Achse in 24 Kombinationen auszuführen
(die einzelnen möglichen Kombinationen sind in F i g. 4 dargestellt). Es wird angenommen, daß die
werden. Dabei erfolgt die Annäherung gemäß der Linie Hd in F i g. 11 nur in 0,25 mm langen Schritten.
Demzufolge benötigt der Schreiber 2 Millisekunden, um einen Schritt auszuführen, unabhängig davon,
ob der Schritt ein halber Schritt (0,12 mm) oder ein ganzer Schritt (0,25 mm) ist.
Bei der Annäherung der Linie Al' BV durch den Schreiber gibt es zwei Alternativen: Die Linie AVBV
kann durch Steuerung des Schreibers derart angenähert werden, daß solche Kombinationen von Schrittgröße
und Schrittrichtung gewählt werden, daß die Aufzeichnung mit einem Minimum an Aufzeichnungszeit
erzeugt wird (in Fig. 11 dargestellt und unten im
einzelnen erläutert in Verbindung mit dem Verfahren, das in Verbindung mit den Fig. 13, 14 und 15
beschrieben wird); demgegenüber kann der Schreiber aber auch so angetrieben werden, daß die Linie AV BV
mit minimalem Aufzeichnungsfehler erzeugt wird (dargestellt in Fig. 12 und im einzelnen in Verbindung
mit den Fig. 16, 17 und 18 erläutert).
Wenn der Schreiber so gesteuert wird, daß ein Minimum an Aufzeichnungszeit erforderlich ist,
dann wird die aufzuzeichnende Strecke AV BV zuerst untersucht, um die größere der beiden Strecken X
und Y festzustellen (in F i g. 11 ist die X-Strecke
größer); der Schreiber wird dann so gesteuert, daß er, bis die Aufzeichnung beendet ist, nur ganze Schritte
in X-Richtung ausführt und daß er einen halben Schritt nur dann ausführt, wenn es am Ende der Aufzeichnung
notwendig ist, damit die Aufzeichnung aufgeht. Gleichzeitig mit der Fortbewegung in der X-Richtung
wird die Fortbewegung in der Y-Richtung sogesteuert, daß halbe oder ganze Schritte ausgeführt werden,
um die aufzuzeichnende Linie möglichst gut anzunähern. Auf diese Weise würde die ausgezogene
Linie 11b der Annäherung 14 Millisekunden zum Aufzeichnen benötigen; sie würde eine Folge von
sieben ganzen Schritten längs der X-Achse umfassen. Eine Fortbewegung längs der Y-Achse würde während
der Ausführung des ersten ganzen Schrittes längs der X-Achse mit der Geschwindigkeit eines halben
Schrittes längs der Y-Achse erfolgen, worauf während aufeinanderfolgender ganzer Schritte längs der X-Achse
in abwechselnder Folge keine Bewegung und Halbschrittbewegung längs der Y-Achse folgen. Der
größte Annäherungsfehler in der sich ergebenden Aufzeichnung der Linie 116 ist mit C bezeichnet; dieser
maximale Aufzeichnungsfehler beträgt ungefähr ein Viertelschritt oder etwa 0,06 mm. Es wird die geringstmögliche
Aufzeichnungszeit von 14 Millisekunden erreicht. Diese ist gegeben durch die Zeit, die notwendig
ist, die X-Achsenstrecke zu durchlaufen (etwa 1,8 mm bei 2 Millisekunden pro etwa 0,25 mm).
Fig. 12 läßt die. Arbeitsweise des Schreibers erkennen,
derzufolge die gleiche gerade Linie AV BV zu erzeugen ist, wobei aber die Kombinationen von
Schrittgröße und Schrittrichtung des Schreibers so gewählt sind, daß sich ein geringstmöglicher Aufzeichnungsfehler
an Stelle der geringstmöglichen Aufzeichnungszeit, wie im Beispiel gemäß F i g. 11,
ergibt. Wie in Fig. 12 gezeigt ist, hat die aufgezeichnete Linie lic eine maximale Abweichung von der idealen
Linie AlBl von ungefähr einem Viertel Halbschritt oder einem Fehler von 0,03 mm, was durch D gekennzeichnet
ist. Bei der Aufzeichnung der Fig. 12 werden zum Ziehen der X-Achsenstrecke von etwa
1,8 mm 18 Millisekunden benötigt; somit wird die Aufzeichnungsgenauigkeit auf Kosten der Aufzeichnungsgeschwindigkeit
erhöht.
Wenn minimaler Aufzeichnungsfehler (Beispiel von Fig. 12 und später in Verbindung mit Fig. 18)
statt minimaler Aufzeichnungszeit (F i g. 11) gewählt wird, dann ergibt sich der ungünstigste Fall (d. h.
längste Aufzeichnungszeit), wenn die längere der zu ziehenden Achsenstrecken abwechselnd halbe und
ganze Schritte umfaßt (im Vergleich zu einem Betrieb
ίο für minimale Aufzeichnungszeit, bei dem längs der
einen Achse nur ganze Schritte verwendet werden). In diesem ungünstigsten Fall würde die Aufzeichnungsgeschwindigkeit
zwei Drittel derjenigen für minimale Aufzeichnungszeit betragen.
Annäherung einer geraden Linie —
Verfahren minimaler Aufzeichnungszeit
Verfahren minimaler Aufzeichnungszeit
Die besondere Art der Annäherung einer geraden Linie entsprechend dem in F i g. 11 gezeigten Verlauf
gemäß der Linie Ub (die die Linie AV BV annähert) wird nunmehr mehr ins einzelne gehend besprochen,
um das verwendete Aufzeichnungsverfahren zu beschreiben. Es wurde oben dargelegt, daß dieses Verfahren
der Annäherung einer geraden Linie die Annäherung in einer minimalen Aufzeichnungszeit
liefert. Für minimale Aufzeichnungszeit gilt folgendes: Nachdem die maximale, in X-Richtung aufzuzeichnende
Strecke mit derjenigen in Y-Richtung verglichen worden ist (d. h. der größere der absoluten
X- und Y-Werte), wird der Schreiber so betätigt, daß er in der größeren der X- und Y-Achsenrichtungen
nur ganze Schritte aufzeichnet. (Ein einzelner halber Schritt kann in dieser größeren der X- oder Y-Achsenrichtungen
hinzugefügt werden, wenn die Gesamtstrecke, in dieser Richtung durch ein solches Hinzufügen
besser angenähert würde.) Gerade Linien, die nicht parallel zu einer Grundaufzeichnungsrichtung
verlaufen (d. h. einer der in F i g. 4 gezeigten 16 Grundaufzeichnungsrichtungen)
müssen durch eine Reihe von linearen schrittweisen Schreibstiftbewegungen fester Größe angenähert werden, wobei jede Bewegung
in einer der Grundaufzeichnungsrichtungen erfolgt.
Der folgende Algorithmus für eine gerade Linie stellt einen erwünschten Weg dar unter Anwendung
einer Annäherungsmethode für digitales, schrittweises Aufzeichnen. Das Problem besteht darin, eine
gerade Linie zwischen irgend zwei Punkten unter Verwendung von festen Aufzeichnungsschritten anzunähern.
Die Schritte können die Form von ±X oder
X
Y
± Y-Schritten, ± -γ-oder ± -y -Schritten oder irgendeiner
Kombination der X- und Y-Schritte haben.
Bei Lösung des Problems der Annäherung einer geraden Linie, d. h. bei der Bestimmung der gewünschten
Folge von X- und Y-Achsenschritten, die erforderlich sind, um die gewünschte Annäherung
der geraden Linie zu erzeugen, werden eine Anzahl von Operationen umfaßt. Erstens muß der erforderliche
Quadrant der Richtung gefunden werden und dann der erforderliche Oktant. (In F i g. 4 können
die verschiedenen aufgetragenen Richtungen als die Grenzen von acht Oktanten betrachtet werden: Der
Bereich zwischen den Richtungslinien X und X, Y ist in F i g. 4 als Bereiche C und D schraffiert; die
anderen sieben Oktanten liegen zwischen den Richtungslinien Xund X, — Y; X, — Yund —Y;—Yund
709 688/191
-X, -F; -X, -Fund -X; -Xund -X, F; -X, F
und F; und F und X, F.) Das Ablaufdiagramm der Fig. 13 zeigt eine Folge von Vergleichs- und Auswahloperationen,
die angewendet werden, um die gewünschte Folge von Aufzeichnungsschritten auszuwählen.
Obwohl die erforderlichen Vergleichsund Auswahloperationen auf vielerlei verschiedene
Art und Weise realisiert werden können, wird hier angenommen, daß die Operationen in einem Digital-,
einem Analog- oder einem Hybridrechner für spezielle oder allgemeine Zwecke ausgeführt werden.
Bei der Erzeugung der Steuersignale des Schreibers für ein gegebenes Linienstück ist es erforderlich, die
wahre Richtung des Stückes relativ zu einem Bezugspunkt O zu bestimmen. Dies geschieht durch Teilung
der 360° des Azimuts in sechzehn Halboktanten (s. Fig. 4) und Ermittlung, welcher Halboktant
das durch eines der hier beschriebenen Annäherungsverfahren aufzuzeichnende Linienstück enthält. Einzelheiten
der bei der Bestimmung der Richtung der Linienstücke verwendeten Schritte werden unten in
Verbindung mit der Beschreibung der Fig. 20 erläutert. Kurz gesagt umfaßt das Verfahren die
Gewinnung der Verschiebungskonstanten, um das Linienstück aus einem angenommenen Halboktanten
zu drehen, in dem sowohl X als auch F positiv und X> 2F ist. Bei dem Diagramm der Fig. 13 und
der folgenden Erörterung wird somit angenommen, daß die Linie, die angenähert werden soll, in einem
bestimmten Halboktanten, z. B. dem Halboktanten D der F i g. 4 liegt (d. h., zwischen den Richtungen X
und X, -γ). In dem Fall, daß die Linie, die angenähert
werden soll, in irgendeinem anderen Halboktanten liegt, werden die zugehörigen X- und F-Werte so
behandelt, als wenn sie in diesem Halboktanten D lägen, die erforderliche Folge von Aufzeichnungsschritten wird ausgewählt und jeder der ausgewählten
X- und F-Schritte wird dann in einen äquivalenten Schritt dieses ausgewählten Halboktanten D umgewandelt.
Die Umwandlung kann ausgeführt werden durch Multiplikation der zugehörigen X- und F-Werte
für jeden der anderen Haloktanten A bis C und E bis P mit geeigneten, für jeden bestimmten Halboktanten
speziellen Umwandlungskonstanten. Wenn z. B. festgestellt wird, daß die anzunähernde Linie in dem
Halboktanten A liegt, dann wird die zum Annähern der Linie erforderliche Folge von Aufzeichnungsschritten zuerst unter Verwendung der absoluten
Werte von X und F bestimmt (unter Vernachlässigung des Vorzeichens der tatsächlichen Werte). Nachdem
die Folge der Aufzeichnungsschritte bestimmt ist, wird dann jeder X- und F-Wert mit einer für den
Halbkonstanten A speziellen Umwandlungskonstanten multipliziert, wodurch diese X- und F-Werte in entsprechende
Werte in dem Halboktanten A umgewandelt werden.
F i g. 4 zeigt die zum Annähern der geraden Linie Al"Bl" von Fig. 15 zur Verfügung stehenden
Bewegungen. In Fig. 15 wurde angenommen, daß
die in der X-Richtung aufzuzeichnende Strecke (AX) größer ist als die in F-Richtung aufzuzeichnende
Strecke (A Y). Die gerade Linie Al" Bl" wird angenähert durch X- und F-Achsenbewegung in festen
IS
Schritten IS, d. h. Ganzschritten, oder -γ, d. h. Halbschritten.
(Das Symbol TS bedeutet eine Ganzschrittbewegung längs einer der Achsen X oder F; das
IS
Symbol -γ- bedeutet eine Halbschrittbewegung längs
einer dieser Achsen.)
Bei der Annäherung der Linie Al"Bl" von Fig. 15
wird angenommen, daß die Annäherung in geringstmöglicher Zeit ausgeführt werden soll. Somit ist die
Schrittgröße längs der X-Achse, der größeren Achse, immer ein ganzer X-Schritt. Jeder X-Schritt ist be-
gleitet von entweder einem Halbschritt, -^-, längs der
·£
F-Achse oder keinem Schritt längs der F-Achse. (Es wird darauf hingewiesen, daß in dem Halboktanten
D die Werte längs der F-Achse immer zwischen
0 und „■ liegen und daß der Wert längs der X-Achse
2
immer ein ganzer X-Schritt ist. Für andere Halboktanten ergeben die erwähnten Umwandlungen die
letztlich erforderlichen Werte ±X, ±-γ, ±Y und
±τ·)
Der F-Wert der Linie Al" Bl" nach NSchritten
kann errechnet werden aus:
(beginnend von einem Bezugspunkt O). Weil die maximalen Schrittbewegungen längs der F-Achse nur
IS
in Schritten der Länge --=--, d. h. in Halbschritten,
2
erfolgen können, kann die Auflösung dieser Gleichung als eine Entscheidung für die Ausführung von F-Bewegungen
verwendet werden [d. h. ob ein Halbschritt
(γ \
-=-) oder keine Bewegung längs der F-Achse während jeder Ganzschrittbewegung X auszuführen ist]. Die Grundlage für die Entscheidung, ob eine kombinierte
-=-) oder keine Bewegung längs der F-Achse während jeder Ganzschrittbewegung X auszuführen ist]. Die Grundlage für die Entscheidung, ob eine kombinierte
X- und -^--Bewegung oder nur eine X-Bewegung auszuführen
ist, hängt davon ab, ob die anzunähernde Linie ein Viertel eines ganzen Schrittes in der F-Richtung
(IS -■=- 4) überschreitet. Die Entscheidung, die
Gegenstand des Ablaufdiagramms der F i g. 13 für Annäherung in geringstmöglicher Zeit ist, lautet
folgendermaßen:
Wenn
Wenn
größer ist als
r HS) + Σ rs,
dann ist eine kombinierte X- und -^--Bewegung aus-
zuführen.
Wenn
Wenn
0
gleich oder kleiner als
AY2
AX j
3 r
~r (IS) +X IS
ist, dann ist nur eine X-Bewegung auszuführen. (Nx bezeichnet die Gesamtzahl der längs der X-Achse
schon ausgeführten Halbschritte, und Ny die Gesamt-
zahl der längs der Γ-Achse schon ausgeführten Halbschritte.)
Der vorstehende Vergleich kann vereinfacht werden durch den Ausdruck
Nv
X
"Y
Σ^υ-Έ
ο ο
Δχ
für eine kombinierte X- und -^--Bewegung und
für alleinige Ganzschritt-Z-Bewegung.
Die aufeinanderfolgenden Operationen bei der Annäherung der Linie Al"Bl" in Fig. 15, um die
tatsächlich aufgezeichnete Linie Ue zu erzeugen, werden nunmehr beschrieben. Es wird nunmehr auf
die Tabelle von Fig. 14 Bezug genommen, die alle
Operationen des Diagramms der Fig. 13 bei Anwendung auf die Linie Al"Bl" von Fig. 15 anführt.
In der Tabelle von Fig. 14 bezieht sich der Ausdruck
»aufeinanderfolgender Schritt« auf die erste Spalte und bezeichnet durch eine Zahl die nacheinander
auszuführenden Operationen.
Der Ausdruck »Ablaufdiagrammschritt«, der sich auf die zweite Spalte von Fig. 14 bezieht, bezeichnet
denjenigen Schritt in dem Ablaufdiagramm von Fig. 13, der ausgeführt wird.
Der Ausdruck »NT«, der für die dritte Spalte der Tabelle von Fig. 14 verwendet ist, bezieht sich auf
eine Konstante: Die Gesamtzahl von Halbschritten (bis zum nächsten Halbschritt) in der größeren
(X) Richtung der anzunähernden Linie. Der Ausdruck NT ist für alle Eintragungen in der dritten
Spalte gleich.
Der Ausdruck »NR« am Kopf der vierten Spalte bezieht sich ebenfalls auf eine Konstante: Die Gesamtzahl
von Halbschritten (bis zum näbhsten Halbschritt) in der kleineren (Y) Richtung der anzunähernden
Linie. Der Ausdruck ist für alle Eintragungen in der vierten Spalte gleich und der Bequemlichkeit halber
mit 2 (NR) bezeichnet.
Der Ausdruck »NC« am Kopf der fünften Spalte
bezieht sich auf den numerischen Wert oder die Gesamtzahl von Halbschritten, die zu dem betrachteten
Zeitpunkt noch in der größeren (X) Richtung aufzuzeichnen sind. Weil eine Annäherung in minimaler
Zeit die Aufzeichnung von ganzen Schritten verwendet (d. h. eine Strecke ist gleich zwei Halbschritten),
wird zu jeder folgenden Aufzeichnungszeit, jedesmal wenn ein Aufzeichnungsschritt ausgeführt
wird, die Zahl der in der größeren Richtung noch auszuführenden Halbschritte um 2 verringert. (Wenn NC
beim vorletzten Aufzeichnungsschritt gleich 1 ist, dann wird ein einzelner Halbschritt aufgezeichnet, um
die in minimaler Zeit auszuführende Annäherung zu vervollständigen.)
Der Ausdruck »NA« am Kopf der sechsten Spalte der Tabelle von Fig. 14 bezieht sich auf die ideale
oder wirkliche Strecke in der kleineren (Y) Richtung, längs der anzunähernden Linie Al" Bl", einen ganzen
!"■-Schritt nach dem betrachteten Zeitpunkt. Dieser
Ausdruck NA bezieht sich außerdem auf die Auswertung des Teiles der obigen Gleichung (1), der
links von dem Ungleichheitszeichen steht. Ein HaIb-
schritt i-j-j ist in der kleineren Richtung immer dann
auszuführen, wenn NA (der Y-Wert längs der Linie Al" Bl" an der Stelle einen ganzen !"-Schritt nach dem
letzten tatsächlich aufgezeichneten Schritt) um mehr als einen Viertelschritt größer ist als der letzte aufgezeichnete
Y- Wert.
Der Ausdruck »NA« kann als Ausdruck einer
Variablen betrachtet werden, dessen Wert anfänglich
ίο gleich der Hälfte des Absolutwertes von Zl!" oder
-γ- \ ist. Damit ist der Anfangswert des Ausdruckes
AX
NA z.B.
Dieser Wert von NA wird während
eines jeden Zyklus (durch Schritt 2) des Ablaufdiagramms
von Fig. 13 erst durch den doppelten Absolutwert von NR oder 2 \A Y\ vergrößert. Dann (Schritt 3
in dem Ablaufdiagramm) wird dieser vergrößerte oder Zwischenwert von NA mit NT, der Anzahl der
Halbschritte in der !"-Richtung, verglichen. Wenn der Zwischenwert von NA nun kleiner als NT ist,
dann (Schritt 4) wird nur eine ganze X-Schrittbewegung ausgeführt, und dieser Zwischenwert von NA ist der
Ausgangswert für den nächsten Zyklus; wenn der Zwischenwert von NA jedoch gleich oder größer als
NT ist, dann (Schritts) wird dieser Zwischenwert
von NA um den Absolutwert von \AX\ verkleinert, um einen neuen Wert für NA zu bilden, und dann
(Schritt 6) wird eine kombinierte Aufzeichnungsbewegung ausgeführt. Die kombinierte Bewegung
besteht aus dem gleichzeitigen Aufzeichnen eines ganzen Schrittes in der !"-Richtung und eines halben
Y)
Schrittes in der 7-Richtung [X,
Bei dem nächsten Schritt des Ablaufdiagramms (Schritt 7) wird der Wert NC, die Gesamtzahl von
Halbschritten, die in der !"-Richtung noch aufzuzeichnen ist, um 2 verkleinert. Dieser neue Wert von
NC wird dann mit 1 (Schritt 1) verglichen und der Zyklus wiederholt, wenn der Wert von NC größer
als 1 ist. Wenn der Wert von NC gleich 1 ist, dann wird ein einzelner Halbschritt in der !"-Richtung aufgezeichnet;
wenn der Wert von NC kleiner als 1 ist, dann ist der Aufzeichnungsvorgang beendet.
Der Ausdruck »Entscheidung« am Kopf der siebenten Spalte der Ablauftabelle von Fig. 14 bezieht sich auf
die Entscheidung, die in dem betrachteten Zeitpunkt entsprechend der Anweisung des Ablaufdiagramms
auszuführen ist. Die in Spalte 7 angeführte Entscheidung bezieht sich auf den Ablaufdiagrammschritt
in Spalte 2 der gleichen Zeile der Tabelle. Schließlich bezieht sich der Ausdruck »Bewegung« am Kopf der
achten Spalte der Tabelle auf die am Ende des betrachteten Schrittes auszuführende Schreibbewegung.
Wenn in der Spalte »Bewegung« keine Eintragung erscheint, dann beginnt der Schritt ohne irgendeine
Bewegung des Schreibers.
Unter Bezugnahme auf die Linie Al" Bl" von Fig. 15 wird nunmehr der erste Schritt in der Berechnung
der Schreibbewegung betrachtet. Im Zusammenhang mit dem ersten Schritt in der Tabelle
der Fig. 14 wird darauf hingewiesen, daß für die Linie Al"Bl" NT = 22, 2(NR) = 12, NC = 22 und
der Anfangswert von NA oder —γ- = 11 ist. Die
Spalten »Entscheidung« und »Bewegung« sind leer, weil am Anfang des Vergleichs keine Entscheidung
oder Schreibbewegung auszuführen ist.
Der in der Ablauftabelle von Fig. 14 angeführten
Folge von Operationen wird dann unter Anwendung der in Fig. 13 aufgeführten Vergleiche gefolgt, mit
dem Endergebnis, daß die in der Spalte »Bewegung« aufgeführten Schreibbewegungen in der angeführten
Reihenfolge ausgeführt werden, um die Aufzeichnung der Linielle in Fig. 15 zu bewirken.
Wie oben erläutert, ergibt das Verfahren der Annäherung einer geraden Linie in minimaler Zeit eine
Durchführung von Aufzeichnungen in geringerer Zeit als die Anwendung des unten beschriebenen
Verfahrens minimalen Fehlers.
Annäherung einer geraden Linie —
Verfahren minimalen Aufzeichnungsfehlers
Verfahren minimalen Aufzeichnungsfehlers
Das Verfahren der Annäherung einer geraden Linie von der in den Fig. 12 und 19 dargestellten
Art, zum Erzeugen von Linien lic bzw. 11/, wird nun mehr ins einzelne gehend erläutert, um das verwendete
Verfahren der Aufzeichnung mit minimalem Fehler zu beschreiben. Wie oben in Verbindung mit
den Verfahren minimaler Aufzeichnungszeit beschrieben wurde, benutzt der Algorithmus für eine
gerade Linie die Annäherung einer geraden Linie zwischen zwei Punkten unter Verwendung von Aufzeichnungsschritten
fester Größe. Die Schritte können
die Form von ± X- oder ± F-Schritten, ± — - oder
± -γ -Schritten, oder irgendwelchen Kombinationen
dieser Schritte haben.
Beim Bestimmen der gewünschten Folge von X- und F-Achsenschritten, die erforderlich sind, um die
gewünschte Annäherung zu schaffen, wird zuerst der erforderliche Halboktant (A bis P von F i g. 4)
bestimmt. Eine genauere Beschreibung des Verfahrens der Bestimmung desjenigen Halboktanten, der die
gewünschte gerade Linie enthält, wird unten in Verbindung mit Fig. 20 gegeben.
Wie vorher im Zusammenhang mit dem Verfahren minimaler Aufzeichnungszeit beschrieben wurde, wird
auch bei dem Verfahren minimalen Aufzeichnungsfehlers angenommen, daß die anzunähernde Linie
in einem gegebenen Sektor (beispielsweise dem HaIb-
Y
oktantenD, d.h. zwischen den Richtungen X, -γ) liegt.
oktantenD, d.h. zwischen den Richtungen X, -γ) liegt.
In dem Fall, daß die anzunähernde Linie in einem anderen Halboktanten liegt, werden die zugehörigen
X- und F-Werte so behandelt, als wenn sie in diesen Halboktanten D lägen, die erforderliche Folge von
Aufzeichnungsschritten wird ausgewählt und die ausgewählten X- und Y-Schritte werden dann alle in
äquivalente Schritte dieses Halboktanten D umgewandelt. Zum Zwecke der folgenden Erläuterung
wird angenommen, daß die anzunähernde Linie in dem Halboktanten D liegt. Somit liegen die Werte
längs der F-Achse immer zwischen O und -γ, und
die Werte längs der X-Achse liegen immer zwischen O und X. Weil per Definition angenommen wurde, daß
die Gesamtlänge der Linie längs der X-Achse größer ist als diejenige längs der F-Achse, umfaßt jeder Aufzeichnungsschritt
entweder einen -γ -Schritt oder einen ganzen X-Schritt. Gleichzeitig führt der Schreiber
entweder keinen oder einen γ -Schritt in der F-Rich-
tung aus. Damit sind die zulässigen Schrittkombi-
X
Y
nationen im Halboktanten D : -γ ; X und X, ι .
Es wird nunmehr auf die Fig. 16 und 19 Bezug genommen, die das Verfahren minimalen Aufzeichnungsfehlers
verdeutlichen. Es sei darauf hingewiesen, daß der Schreiber bei der Annäherung der geraden
Linie 11/ zu einem gegebenen Zeitpunkt die Wahl
hat, einen X-Schritt, einen -y-Schritt oder einen kombinierten
X, -γ-Schritt auszuführen. Die besondere
Auswahl hängt davon ab, welche Aufzeichnungsrichtung die engste Annäherung ergibt. In bezug auf
Fig. 16 wird darauf hingewiesen, daß dann, wenn der Schreibstift sich zu einem gegebenen Zeitpunkt
am Punkt Ol befindet und die anzunähernde Linie 11/ nicht genau mit einer der Grundaufzeichnungsrichtungen
zusammenfällt, der Schreiber folgende Wahl
hat: Er kann einen - -Schritt beschreiben, dem ein X, -^--Schritt folgt (wodurch die Linien Ol Cl und ClBl
geschrieben werden); er kann einen X-Schritt ausführen
(Linie OlDl); oder er kann anlaufen, in dem er
einen X, -^--Schritt ausführt (Linie OlAl). Das Pro-
30' blem liegt darin, zu entscheiden, welcher dieser drei
Wege des Vorgehens die geringste Abweichung von der anzunähernden Linie Al" Bl" liefert.
Wie in Fig. 16 gezeigt, ist der maximale Abstand
der wirklich aufgezeichneten Linie von der anzunähernden Linie Al" Bl" am Ende jedes der vorstehenden
Schritte: Für einen X-Schritt die Strecke
FlDl; für einen kombinierten X, _ -Schritt die
Strecke AlFl und für einen -s -Schritt mit nach-2
folgendem X, -r—Schritt die Strecken ElCl bzw.
Bl Gl. Die beste Auswahl wird dann getroffen, wenn die kleinste der Strecken FlDl, AlFl, ElCl und BlGl
ausgewählt wird. Es muß deshalb folgender Vergleich durchgeführt werden: Die Strecke ElCl wird zuerst
mit der Strecke BlGl verglichen. Die größere der beiden Strecken wird dann mit der Strecke AlFl und
dann mit der Strecke FlDl verglichen. Wenn ElGl gleich BlGl ist, dann wird eine beliebige von beiden
für den Vergleich mit AlFl und FlDl ausgewählt. Wenn AlFl kleiner als FlDl und außerdem kleiner
als die größere der beiden Strecken ElCl und BlGl ist,
dann wird die Schreiberbewegung X, -γ ausgewählt.
Wenn FlDl kleiner als AlFl und außerdem kleiner als die größere der beiden Strecken ElCl und Bl Gl ist,
dann wird die Schreiberbewegung X ausgewählt. Wenn jedoch die größere der beiden Strecken ElCl und BlGl
kleiner als die Strecke AlFl und außerdem kleiner als die Strecke FlDl ist, dann wird die Schreiberbewegung
γ ausgewählt.
Das Ablauf diagramm gemäß Fig. 17 für die Annäherung mit geringster Abweichung sieht diese
Vergleiche für das Verfahren minimalen Aufzeichnungsfehlers vor. In Fig. 17 ist die Strecke AlFl durch
den Ausdruck Nl, die Strecke FlDl durch den Aus-
druck TV 2, die Strecke ElCl durch den Ausdruck N2>
und die Strecke BlGl durch d;n Ausdruck JV4 bezeichnet.
Die gesamte aufzuzeichnende ^-Strecke ist mit AX und die gesamte aufzuzeichnende y-Strecke mit
AY bezeichnet. Die Steigung der Linie Al" Bl" wird somit durch das Verhältnis AY zu AX gleich dem
Verhältnis der Strecken ElCl zu ClOl, das wiederum
gleich dem Verhältnis FlDl zu Dl Ol ist, welches wiedsrum gleich dem Verhältnis GlHl zu HlOl ist,
definiert.
Um die Größe und Richtung der Schreiberschritte zu bestimmen, die anzuwenden sind, um die Linie
11/ zu beschreiben und die Linie Al"Bl" der Fig. 19 nach dem Verfahren minimalen Aufzeichnungsfehlers
anzunähern, werden die relativen Werte der Linien ElCl, BlGl, AlFl und FlDl (Fig. 16) für irgendeinen
Punkt längs der anzunähernden Linis Al" Bl"
bestimmt.
Erstens gilt per Definition:
relativen Größenverhältnisse:
| AlFl- | AX | - | μ | Y |
| FlDl ~ | - 2 | |||
| ElCl- | l\AY | |||
| BlGl- | AY | \Δ | γ | |
| AX | - 3 | |||
Ol Cl =
OlDl
Ol Hl
= AlDl = BlHl.
(Die Strecken OlCl, ClDl, DlHl, AlDl und BlHl
sind einander gleich, und jede ist in ihrem Wert gleich einem halben Schritt entweder in der X- oder in der
Y-Richtung.)
Die Gesamtzahl der Z-Halbschritte ist \AX\, und
die Gesamtzahl der F-Halbschritte ist \A Y\. Dann
steht die Strecke ElCl zu \A Y\ in dem gleichen Verhältnis
wie die Strecke OlCl zu j^i Jk"|, oder
ElCl
OlCl
\AY\ \AX\ ·
In ähnlicher Weise gilt für die entsprechenden Strecken FlDl und OlDl:
35
40
FlDl OlDl 2 {01 Cl)
\A Y\ \AX
\AX\
Hieraus ergeben sich die Werte für die Strecken AlFl, FlDl, ElCl und BlGl:
45
AlFl = OlCl -
\ΔΧ\
BlGl Old
\ΔΧ\
55
60
Um jede der vorstehenden Größen AlFl, FlDl, EICI und BIGl lediglich in Ausdrucken der gesamten
,V-Sl tr ilk ρ (|.I,V ) und dor |.rruiimlni Γ-Sliwkc
(|/jy|) darzustel en, weiden beide Seilen jeder der
letzten vier Gleichungen mit der Größe ~-^η-multiplizicrt.
Diese Multiplikation ergibt die folgenden
Nl,
Nl,
/V3,
N4.
/V3,
N4.
Der Ausdruck Nl bezieht sich auf die Strecke AlFl,
der Ausdruck Nl auf die Strecke FlDI, der Ausdruck iV3 auf die Strecke ElCl und der Ausdruck N4 auf
die Strecke Bl Gl. Diese Ausdrücke werden direkt dazu verwendet, um die Vergleiche der Strecken durchzuführen.
Die vorher im Zusammenhang mit Fig. 16 erläuterte
Vergleichsoperation wird dann ausgeführt, um die Auswahl der aufeinanderfolgenden Schreiberschrittbewegungen
zu bestimmen. Diese Reihe von Vergleichen ist in dem Ablauf diagramm der Fig. 17
für Annäherung mit geringster Abweichung und in der Tabelle der Fig. 18 dargestellt.
Die Tabelle der Fig. 18 enthält die ersten verschiedenen
Operationen des Diagramms von Fig. 17 bei Anwendung auf die Linie 11/ von Fig. 19.
In der Tabelle der Fig. 18 bezieht sich der Ausdruck
»Aufeinanderfolgender Schritt« auf die erste Spalte und führt nummernmäßig die nacheinander
auszuführenden Operationen an.
Der Ausdruck »Fig. 17 Ablauf diagrammschritt«.. der für die zweite Spalte verwendet ist, bezeichnet
den Schritt des Ablaufdiagramms der Fig. 17, der ausgeführt wird.
Der Ausdruck »/Vif« am Kopf der dritten Spalte der Tabelle von Fig. 18 bezieht sich auf den numerischen
Wert oder die Gesamtzahl der in der größeren (X) Richtung zu dem betrachteten Zeitpunkt noch
aufzuzeichnenden Halbschritte. Weil bei der Annäherung mit geringstem Aufzeichnungsfehler die
Aufzeichnung von halben oder ganzen Schritten angewendet wird (eine Strecke ist gleich zwei Halbschritten),
wird zu jeder folgenden Aufzeichnungszeit der numerische Wert der in der größeren Richtung
noch aufzuzeichnenden Schritte jedesmal, wenn ein Flalbschritt aufgezeichnet wird, um Eins und jedesmal,
wenn ein ganzer Schritt ausgeführt wird, um Zwei verkleinert. Wenn der Ausdruck »NK« gleich Eins ist,
dann bleibt nur noch ein in der größeren Richtung aufzuzeichnender Halbschritt übrig. Wenn »/Vif«
gleich Null ist, dann ist die ganze größere Richtung aufgezeichnet worden, und die Aufzeichnung der Annäherung
ist beendet.
Der Ausdruck »NH« am Kopf der vierten Spalte der Fig. 18 bezieht sich auf die größere der in
Fig. 16 angeführten Strecken ElCl und BlGl.
Nachdem diese beiden Strecken (ElCl und BlGl) miteinander verglichen worden sind (Schritt 2 in
Fig. 17), wird die größere dieser beiden Strecken durch den Ausdruck »NH« dargestellt, damit die
oben beschriebenen Vergleiche dann ausgeführt werden können. Der Ausdruck »K« am Kopf der fünften
Spalte bezieht sich auf eine Konstante, die nach der Ausführung eines Aufzeichnungsschrittes dazu verwendet
wird, um die Werte der Größen Nl bis N4 so em/uk'iloii, dnB sie mil' die neue SolireibsliN-s
IeI hing anwendbar sind. Die Ausdrücke TVI bin JV 4
beziehen sich entsprechend auf die Strecken AlFl, FlDl, ElCl und BlGl der Fig. 16, wie oben dargestellt.
viiu r>im/iui
Der Ausdruck »Entscheidung« am Kopf der zehnten Spalte bezieht sich auf die zu dem betrachteten Zeitpunkt
entsprechend den Anweisungen des Ablaufdiagramms durchzuführende Entscheidung. Die in
dieser Spalte 10 angeführte Entscheidung bezieht sich auf den Ablaufdiagrammschritt in Spalte 2.
Schließlich bezieht sich der am Kopf der elften Spalte erscheinende Ausdruck »Bewegung« auf die
am Ende des betrachteten Schrittes auszuführende Schreiberbewegung. Wenn in der Spalte »Bewegung«
keine Eintragung vorhanden ist, beginnt der nächste Schritt ohne eine Bewegung des Schreibers.
Für die Linie Al"Bl" der Fig. 19, die durch die
Punkte Al" und Bl" bestimmt ist, wird nun der erste Schritt der Berechnung der Schreiberbewegung betrachtet.
Im Hinblick auf den ersten Schritt in der Tabelle von Fig. 18 wird darauf hingewiesen, daß
für die aufzuzeichnende Linie 11/ NK = \ΔΧ\ oder 22 ist; daß für den Wert NH oder K noch keine
Werte eingetragen sind, Nl = \ΔΧ\ — 2\ΔΥ\ ao
oder 10; Ν1 = 2\Δ Y\ oder 12; N3 = \ΔΥ\ oder 6
und N4 = \ΔΧ\ — 3 \Δ Y\ oder 4 ist. Die Spalten
»Entscheidung« und »Bewegung« sind leer, weil zu Beginn des Vergleichs keine Entscheidung oder
Schreiberbewegung auszuführen ist.
Die in der Ablauf tabelle von Fig. 18 aufgeführte Reihe von Operationen wird dann ausgeführt, die
ersten zehn Schritt sind in Fig. 18 dargestellt, mit dem Endergebnis, daß die aus der Spalte »Bewegung«
der Tabelle entnommenen Aufzeichnungsbewegungen ausgeführt werden, um die Aufzeichnung
der Linie 11/ in Fig. 19 zu bewirken.
Wenn die beiden Vorzeichen von Δ X und Δ Υ negativ
sind, dann liegt die Linie im Quadranten IL. Wenn schließlich das Vorzeichen von Δ X negativ und das
von Δ 7 positiv ist, dann liegt die Linie im Quadranten MP.
Dann werden für jeden Quadranten die folgenden Schreiberbewegungscodes bestimmt ßeder Code stellt
die Transformationskonstanten dar, die auf die Aufzeichnungswerte anzuwenden sind, um die gewonnenen
Werte in denjenigen Quadranten zu transformieren, in dem die Linie liegt; natürlich ist keine
Transformation erforderlich, wenn die Linie schon in dem Quadranten AD liegt): ein X-Code; ein
X+ -i-.Code;
Auswahl der Transformationskonstanten
der Halboktanten
der Halboktanten
35
Bei den beschriebenen Verfahren zum Annähern einer geraden Linie wurde angenommen, daß die anzunähernden
Linien in einem gegebenen Halboktantsektor, beispielsweise dem Halboktanten D, liegen.
In Wirklichkeit kann aber derjenige Halboktant, der die gewünschte anzunähernde Linie enthält, auch
irgendeiner der fünfzehn anderen Halboktanten sein.
Das Ablauf diagramm von Fig. 20 stellt das Verfahren
zur Bestimmung desjenigen Halboktanten dar, der die anzunähernde Linie enthält, und bestimmt
einen für diesen Halboktanten speziellen Transformationscode. Nachdem die Annäherungsoperation
der geraden Linie entweder gemäß Fig. 13 oder gemäß Fig. 17 ausgeführt worden ist, werden die
sich ergebenden Schreiberbewegungen durch geeignete, für den die anzunähernde Linie tatsächlich
enthaltenden Halboktanten spezielle Transformationscodes so transformiert, daß die tatsächlich den Schrittmotoren
für die X- und 7-Achsen zugeführten elektrischen Signale die zum Erzeugen der Schrittbewegungen
tatsächlich erforderlichen Signale sind.
Wie bei Schritt 1 der Fig. 20 erwähnt, werden
zuerst die Gesamtstrecken in der X- und F-Richtung bestimmt. Die gesamte X-Strecke ist mit Δ X und
die gesamte Γ-Strecke mit Δ Υ bezeichnet.
Der nächste Schritt (Schritt 2) dient dazu, denjenigen Quadranten zu bestimmen, der die anzunähernde
Linie enthält. Dann werden die Vorzeichen von Δ X und Δ Y bestimmt. Wenn Δ X und Δ Υ
ein X + r-Code; ein ~ + 7-Code
und ein Y-Code. Von jetzt an wird immer dann,
wenn auf Δ X oder Δ Υ Bezug genommen wird, angenommen,
daß die Absolutwerte dieser beiden Größen gemeint sind, weil alle Werte in den ersten
Quadranten zurücktransformiert worden sind, in dem sowohl Δ X als auch Δ Υ positiv ist.
Der nächste Schritt, Schritt 3, wird dazu verwendet, um zu bestimmen, ob die anzunähernde Linie in der
ersten oder in der zweiten Hälfte des ausgewählten Quadranten liegt; d. h., es wird ein bestimmter
Oktant ausgewählt. \ΔΧ\ wird mit \ΔΥ\ verglichen.
Wenn \ΔΧ\ größer (oder gleich) \ΔΥ\ ist, dann wird angenommen, daß die anzunähernde Linie in
demjenigen Oktanten liegt, der näher an der X-Achse liegt, und der nächste Schritt ist der Schritt 5. Wenn
andererseits der Absolutwert von Δ X kleiner als der Absolutwert von Δ Y ist, dann liegt die anzunähernde
Linie in demjenigen Oktanten, der näher an der F-Achse liegt. In diesem Fall wird der X-Code mit dem
F-Code und der X + ^- -Code mit dem ~ + Code
positiv ist, dann liegt die anzunähernde Linie in dem Quadranten AD (entsprechend Fig. 4). Wenn das
Vorzeichen von ΔX positiv und das von Δ Y negativ \ΔΧ\ größer oder gleich zweimal \Δ Y\ ist, der ge-
ist, dann liegt die Linie in dem Quadranten EH. üh Hlbk i Hlbk i d d X
vertauscht, so daß alle weiteren Aufzeichnungsberechnungen unter der Annahme ausgeführt werden
können, daß X immer größer als Y ist. Der Transformationscode umfaßt zu diesem Zeitpunkt nicht nur
die Transformationen, die sich als Resultat von Schritt 2 ergeben haben, sondern auch die Transformationen
von Schritt 4.
In diesem Zeitpunkt, zu Beginn des Schrittes 5, ist die anzunähernde Linie im Hinblick auf den besonderen
Oktanten identifiziert worden, in dem sie liegt, nämlich Oktant AB, CD, EF, GH, IJ, KL, MN oder
OP. Ein letzter Einengungsvorgang ist nunmehr noch erforderlich, um festzustellen, welche Hälfte des ausgewählten
Oktanten die anzunähernde Linie enthält; dies wird durch Identifizierung des besonderen Halboktanten
realisiert.
Unter Bezugnahme auf F i g. 4 wird darauf hingewiesen,
daß die Linie im Bereich des mit D bezeichneten Halboktanten liegt, wenn der Gesamtwert X
der Linie (d.h. |^X|) mindestens zweimal der
Y-Wert der Linie ist (d.h., wenn \ΔΧ\ größer oder
gleich zweimal \ΔΥ\ ist). Wenn andererseits \ΔΧ\ kleiner als zweimal \Δ Y\ ist, dann liegt die anzunähernde
Linie in dem Halboktanten C. (Δ X ist per Definition immer gleich oder größer als Δ Υ; wenn
dies ursprünglich nicht so wäre, dann würde dies die
Transformation von Schritt 3, nämlich die Substitution von Δ X durch Δ Υ, bewirken.) Der vorstehende
Vergleich von \ΔΧ\ mit 2 \Δ Y\ kann durch die Bemerkung verallgemeinert werden, daß dann, wenn
wünschte Halboktant ein Halboktant ist, der der
I 254 389
oder F-Achse benachbart ist, nämlich einer der HaIboktanten
A, D, E, H, I, L, M oder P. Wenn jedoch Z kleiner als 2\Δ Y\ ist, dann ist der gewünschte
Halboktant ein Halboktant, der nicht der Z- oder F-Achse benachbart ist, nämlich einer der HaIboktanten
B, C, F, G, J, K, N oder O.
Als nächstes wird, durchschritt 7, der Code für -y
aus dem bekannten Code für X errechnet. Schließlich werden die auf diese Weise gewonnenen Transformationscodes
dazu benutzt, um die schon vorher im Zusammenhang mit den Ablaufdiagrammen der
Fig. 13 und 17 beschriebenen Operationen auszuführen, und zwar abhängig davon, ob die Bestimmung
einer Annäherung in geringstmöglicher Zeit gewünscht ist oder ob eine Annäherung mit geringstmöglicher
Abweichung gewählt wird.
Es wird beispielsweise angenommen, daß der gewünschte Halboktant der Halkoktant J ist. Dann
würde, durch Schritt 2, der Quadrant IL gekennzeichnet werden, und die Codes für die Schreiberbewegung
würden für diesen Quadranten ausgewählt werden. Dann würde Schritt 3 die Auswahl des
Oktanten veranlassen. Schritt 4 würde den Austausch des F-Codes gegen den Z-Code und den Austausch
(X
\
I ' Y\
-γ + Fj-Codes gegen den [X + yJ-Code veranlassen,
weil für diesen Oktanten der Wert von \A Y\ größer ist als derjenige von |ZlZ|. Als nächstes
würde, als Ergebnis der Operation von Schritt 5, der besondere Halboktant ausgewählt werden. Schritt 6
würde dann die Substitution des (Z+ F)-Codes durch den Z-Code und die Substitution des (ZlZ- Δ F)-Codes
durch den Δ F-Code veranlassen. Die nachfolgenden Operationen sind die gleichen wie die oben allgemein
beschriebenen, abhängig davon, ob das Verfahren minimaler Aufzeichnungszeit oder das Verfahren
minimalen Aufzeichnungsfehlers für die Annäherung der Linie angewendet werden soll.
Wirkungsweise des Schrittmotorsystems
In Fig. 21 ist ein Vietch-Diagramm dargestellt,
das den Betrieb des Schrittmotors gemäß F i g. 5 bis 8 verdeutlicht. Das Diagramm der Fig. 21
betrifft die Steuerung des X-Achsen-Schrittmotors. Es ist aber selbstverständlich, daß der F-Achsen-Schrittmotor
in gleicher Weise gesteuert werden kann.
Das Vietch-Diagramm gemäß Fig. 21 gibt die verschiedenen Zustände wieder, die eine Anzahl von
dem jeweiligen Schrittmotor zugehörigen, die Funktionen der in Fig. 5 bis 8 vorgesehenen Schalter
erfüllenden Steuer-Flip-Flops einnehmen kann. (Die unten noch zu beschreibende Fig. 23 zeigt ein
Blockdiagramm einer Schaltung, die dazu dient, die in F i g. 21 angegebenen Zustandsänderungen zu
bewirken.) Gemäß Fig. 21 stellen die mit XLl, XLl und XLT) bezeichneten Blöcke die Erregungszustände
für Flip-Flops dar, die die entsprechenden Wicklungssätze steuern. Zum Beispiel kann XLl dem
Erregungszustand des ersten Wicklungssatzes ls-4s entsprechen; XLl kann dem Erregungszustand des
zweiten Wicklungssatzes 3 s-6 s entsprechen; und XL 3 kann dem Erregungszustand des dritten Wick
lungssatzes 2s-5s entsprechen. In ähnlicher Weise
gibt der Block ZLl -f- XLl den Erregungszustand
des ersten und zweiten Wicklungssatzes ls-4s und 3s-6s an. Der Block XLl + XL3 gibt den Erregungszustand
des zweiten und dritten Wicklungssatzes und der Block ZLl + XL 3 den Erregungszustand
des ersten und dritten Wicklungssatzes an. In dem Diagramm sind ferner die Zustände ZLl
+ ZL2 + XL3, die den Erregungszustand sämtlicher drei Wicklungssätze bezeichnen, und »keine Erregung«
angegeben, womit der Fall gemeint ist, daß kein Wicklungssatz erregt ist; diese beiden Zustände
werden beim normalen Betrieb nicht ausgenutzt. Zum Zwecke der Erläuterung wurde willkürlich eine
ίο Drehung des Rotors 20 im Uhrzeigersinn angenommen,
entsprechend der Erregung der Wicklungen in
der Reihenfolge XL 1 ZL2 ZL3. Diese Drehung
wird als positive Drehung oder Schrittbewegung betrachtet, wohingegen eine Erregung der Wicklungen
in umgekehrter Reihenfolge zu einer Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn oder zur negativen Drehung
führt. In Fig. 21 bedeutet der einfache Pfeil XFP
einen ganzen Schritt in positiver Richtung (im Uhrzeigersinn); mit XFN ist dagegen ein ganzer Schritt
in negativer Richtung (entgegen dem Uhrzeigersinn) bezeichnet. In ähnlicher Weise gibt XHP einen
halben Schritt in positiver Richtung und XHN einen halben Schritt in negativer Richtung an.
Mit dem Weiterdrehen des Rotors 20 in der bezeichneten Richtung erfolgt ein Übergang von einem
Zustand zum anderen längs der vertikalen und horizontalen Linien des Vietch-Diagramms gemäß Fig. 21.,
So wird durch Übergang vom Zustand ZLl, bei dem der erste Wicklungssatz erregt ist, zum Zustand ZL2,
bei dem der zweite Wicklungssatz erregt ist (vgl. Fig. 5 und 6), ein ganzer Schritt in positiver
Richtung (im Uhrzeigersinn) ausgeführt. Durch Umkehren dieses Vorganges, d.h. durch Übergang von
ZL2 zu ZLl, wird ein ganzer Schritt in negativer Richtung oder entgegen dem Uhrzeigersinn ausgeführt.
Ein Übergang von ZL2 zu ZL2 + ZL3 ergibt einen halben Schritt in positiver Richtung (vgl.
Fig. 6 und 7), wohingegen ein Übergang in umgekehrter Richtung einen halben Schritt in negativer
Richtung bewirkt. Wo in dem Vietch-Diagramm gemäß Fig. 21 zwischen zwei Blöcken keine Linien
vorhanden sind, wie z. B, zwischen dem Block ZLl
und dem Block XLl -f- ZL3, ist keine Erregung der
Wicklungsspulen in einer solchen Reihenfolge vor-
gesehen, es sei denn durch Übergang über einen der dazwischenliegenden Zustände, wie ZL2. Die gestrichelten
Linien, die Verbindungen zwischen den Blöcken ZLl + ZL2, ZL2 + ZL3 und ZLl + ZL3
bilden, deuten zusätzliche Möglichkeiten an, die sich bei Drehung des Rotors 20 in ganzen Schritten (wie
in Fig. 7 und 8 gezeigt) ergeben.
Bei der beschriebenen besonderen Ausführungsform werden die mit »keine Erregung« und mit KLl-\-XLl
+ ZL3 bezeichneten Zustände normalerweise nicht ausgenutzt, obwohl es sich um Zustände handelt, die
unter bestimmten Bedingungen möglicherweise auftreten können. Während eines Übergangsstadiums der
Flip-Flop-Steuerschaltung, z.B., wenn die Einrichtung erst eingeschaltet wird, ist es möglich, daß der eine
oder andere dieser Erregungszustände durch die Steuer-Flip-Flops eingenommen wird. In der Tat kann
es erwünscht sein, daß die Flip-Flop-Steuerschaltung jedesmal, wenn die Einrichtung gestartet wird, mit der
Erregung eines bevorzugten Wicklungssatzes beginnt.
Dies kann, wie in Fig. 21 gezeigt, ohne eine Drehung des Schrittmotors zu erzeugen, durch Weitergehen
längs der diagonalen Linien in Richtung der langen, diagonalen einfachen Pfeile zum Zustand
ZLl erreicht werden. Auf diese Weise werden, wenn die Einrichtung am Anfang eingeschaltet wird, alle
Flip-Flops in den »Ein«-Zustand geschaltet, wodurch sichergestellt ist, daß der Block ZLl + ZL2 + ZL3
erreicht wird. Danach werden die Flip-Flops ZL2 und ZL3 in den »Aus«-Zustand geschaltet, so daß
der Zustand ZLl erreicht wird. Von dem Zustand ZLl kann in der beschriebenen und in dem Vietch-Diagramm
dargestellten normalen Reihenfolge weitergegangen werden.
F i g. 22 ist eine vereinfachte Darstellung, die dem Vietch-Diagramm von F i g. 21 entspricht. Sie kann
so betrachtet werden, daß sie den diagonalen Schnitt einer Ebene mit einem offenen Würfel (Linien a, b und
c) kennzeichnet und Teile der Kanten des Würfels (d, e, f, g, h und i) zeigt. Die bevorzugten und erlaubten
Wege beim Weitergehen von einem Erregungszustand zu einem anderen sind in dem Diagramm der F i g. 22
durch die durchgehenden Linien dargestellt; die punktierten Linien sind nur vorhanden, um den
Würfel zu vervollständigen, stellen aber keine erlaubten Zustandsänderungen dar. Die gestrichelten Linien in
F i g. 21 sind weggelassen worden, weil diese Übergänge beim vorliegenden Betrieb vermieden werden.
Es sei hier jedoch darauf hingewiesen, daß das Diagramm gemäß F i g. 22 ein Spezialfall des allgemeineren
Vietch-Diagramms gemäß F i g. 21 ist. Das heißt, F i g. 22 zeigt ein dreidimensionales Diagramm, das
der Steuerung eines Schrittmotors mit drei Wicklungssätzen entspricht.
F i g. 23 zeigt ein Schaltbild eines Teiles derjenigen Schaltung, die dazu dient, um die oben in Verbindung
mit den F i g. 21 .und 22 beschriebenen Änderungen des Erregungszustandes zu bewirken (die ganze, in
F i g. 24 dargestellte Schaltung wird unten beschrieben).
Gemäß F i g. 23 stellt jeder der mit XL 1, XL 2 und XL 3 bezeichneten Blöcke ein Flip-Flop dar, das die
Erregung eines damit verbundenen Satzes von zwei Wicklungen des jeweiligen Schrittmotors steuert.
Jedes der Flip-Flops XL 1, XL 2 und XL 3 besitzt zwei Eingänge und zwei Ausgänge. Der eine Eingang S
ist der Setzeingang zum Setzen des betreffenden Flip-Flops in seinen 1-Zustand (in welchem seine
angeschlossenen Schrittmotorwicklungen erregt werden), und der andere Eingang R ist der Rücksetzeingang
zum Rückstellen des betreffenden Flip-Flops in seinen O-Zustand (in welchem seine angeschlossenen
Schrittmotorwicklungen nicht erregt werden). Jedes Flip-Flop hat einen 1-Ausgang und einen O-Ausgang.
Wenn ein Flip-Flop in seinen 1-Zustand gesetzt worden ist, dann liefert es ein Signal auf der Leitung
seines 1-Ausganges. So hat z. B. das erste Flip-Flop XL 1 eine solche in Fig. 23 mit XL 1-1 bezeichnete
Ausgangsleitung. Wenn ein Flip-Flop in seinen 0-Zustand gesetzt worden ist, dann liefert es ein Signal auf
der Leitung seines O-Ausgangs, in Fig. 23 als Ausgang
XL 1-0 des gleichen ersten Flip-Flops bezeichnet. Für die Flip-Flops selber wurde kein Schaltbild dargestellt,
weil solche Schaltungen zum Stand der Technik gehören. (Die Flip-Flops sind vorzugsweise
von der als »IK«-Flip-Flops bekannten Art. Solche Flip-Flops sind derart aufgebaut, daß dann, wenn
zufällig an beide Eingänge des Flip-Flops Eingangssignale angelegt werden, dieser anomale Zustand dadurch
bewältigt wird, daß das Flip-Flop in einen seinem vorherigen Zustand entgegengesetzten Zustand
übergeht.)
In dem Schaltbild der F i g. 23 werden nur positive Schrittmotorimpulse beschrieben (d. h. im Uhrzeigersinn
im Hinblick auf die Zeichenebene). Das Gesamtschaltbild der F i g. 24 zeigt die zum Antreiben des
Schrittmotors im Uhrzeigersinn — oder entgegen dem Uhrzeigersinn — verwendete Schaltung.
Der Zustand jedes Flip-Flops XL 1, XL 2 und XL 3
wird durch eine ODER-Schaltung und drei UND-Schaltungen gesteuert. Das erste Flip-Flop XL 1 wird
durch UND-Schaltungen 101, 102 und 103 und eine ODER-Schaltung 104, das zweite Flip-Flop XL 2 durch
UND-Schaltungen 111, 112 und 113 und eine ODER-Schaltung 114 und das dritte Flip-Flop XL 3 durch
UND-Schaltungen 121,122 und 123 sowie eine ODER-Schaltung 124 gesteuert.
Die Schaltung von F i g. 23 hat zwei Eingangsleitungen, die mit A und B bezeichnet sind. Jedes
Signal, z. B. von einem Digitalrechner, wird empfangen, um den Schrittmotor eine einzige Stufe (d. h.
einen Halbschritt) im Uhrzeigersinn fortzuschalten, wenn ein Impuls auf der, Leitung A auftritt. Dieser
^-Impuls gelangt zu einem Eingang eines jeden der mit den Flip-Flops verbundenen UND-Schaltungen.
Der y4-Impuls gelangt also zu jeder der UND-Schaltungen
101, 102, 103, 111, 112, 113, 121, 122 und 123. Es sei angenommen, daß zu einem bestimmten
Zeitpunkt durch die Schaltung ein ^4-Impuls, aber kein
jß-Impuls empfangen wird. Dies tritt ein, wenn der
durch die Schaltung gesteuerte Motor um einen halben Schritt weitergeschaltet werden soll. Es sei weiter
angenommen, daß das erste Flip-Flop XL 1 ausgeschaltet, das zweite Flip-Flop XL 2 eingeschaltet
und das dritte Flip-Flop XL 3 ausgeschaltet ist
d. h., daß sich das erste und dritte Flip-Flop XL 1 und XL 3 in ihrem 0-Zustand befinden, wodurch jeweils in
den ihnen zugeordneten Schrittmotorwicklungen kein Strom fließt, und daß sich das zweite Flip-Flop XL 2 in
seinem 1-Zustand befindet, wodurch in dem ihm zugeordneten Wicklungen Strom fließt. Die erste UND-Schaltung
101 erhält gleichzeitig den ^4-Impuls und
den XL 3-0-Impuls. Der letzte kommt von der Leitung
des 0-Ausgangs des dritten Flip-Flops XL 3. Die Koinzidenz des A und des XL 3-0-Signals bewirkt, daß
diese UND-Schaltung 101 ein Ausgangssignal an den iS-Eingang des ersten Flip-Flops XL 1 liefert,
wodurch dieses Flip-Flop in seinen 1-Zustand gesetzt wird. Von den anderen UND-Schaltungen 102 und 103
werden keine Ausgangssignale erzeugt, weil keine Koinzidenz von Impulsen an den Eingängen dieser
Schaltungen auftritt. Auch von der ODER-Schaltung 104 wird kein Ausgangssignal abgegeben, weil diese
Schaltung kein Eingangssignal erhält.
Zum gleichen Zeitpunkt erhält, im Hinblick auf das zweite Flip-Flop XL 2, das sich vorher in seinem
»Ein«- oder 1-Zustand befand, keine der mit ihm verbundenen UND-Schaltungen gleichzeitig Eingangssignale auf allen Eingangsleitungen. Dadurch bleibt
das zweite Flip-Flop gesetzt.
Schließlich wird im Zusammenhang mit dem dritten Flip-Flop XL 3 darauf hingewiesen, daß auf den Eingangsleitungen
der UND-Schaltungen 121, 122 oder 123 dieses dritten Flip-Flops keine gleichzeitigen
Impulse auftreten. Demzufolge bleibt dieses dritte Flip-Flop XL 3 in seinem 0- oder »Aus«-Zustand.
Aus dem Vorstehenden kann man ersehen, daß dann, wenn das zweite Flip-Flop eingeschaltet ist und die Schaltung die Anzeige eines halben Schrittes empfängt (d. h. die Schaltung' ein ylrSignal, aber kein 5-Signal
Aus dem Vorstehenden kann man ersehen, daß dann, wenn das zweite Flip-Flop eingeschaltet ist und die Schaltung die Anzeige eines halben Schrittes empfängt (d. h. die Schaltung' ein ylrSignal, aber kein 5-Signal
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erhält), der folgende Zustand der Flip-Flop-Anordnung
so ist, daß die Flip-Flops XL 1 und XL 2 beide erregt sind, was eine Drehung des Schrittmotors um
eine Stufe oder einen halben Schritt im Uhrzeigersinn ergibt.
Wenn in der vorhergehenden Betrachtung ein B- oder Ganzschrittimpuls zu gleichen Zeit zur Schaltung
gelangt wäre, als der A- oder positive Schrittimpuls ankam, wäre die gleiche Operation wie oben ausgeführt
worden, mit Ausnahme dessen, das die dritte UND-Schaltung 113 des zweiten Flip-Flops XL 2 durch den
gleichzeitigen Empfang von drei Impulsen auf ihren Eingangsleitungen erregt worden wäre (nämlich
XL 3-0, B und A), wodurch ein Signal durch die zugeordnete ODER-Schaltung 114 gelaufen wäre, was
wiederum die Erzeugung eines i?-Ausgangssignals für das zweite Flip-Flop XL 2 bewirkt hätte. Dieses
jR-Signal hätte das zweite Flip-Flop XL 2 in seinen
0- oder zurückgestellten Zustand gebracht, wodurch nur das erste Flip-Flop XL 1 in seinem 1-Zustand
geblieben wäre. Dadurch wäre das zweite Flip-Flop XL 2 ausgeschaltet und das erste Flip-Flop eingeschaltet
worden, wodurch sich zwei Stufen der Schrittmotorbewegung im Uhrzeigersinn oder ein
ganzer Schritt ergeben hätten.
Eine Untersuchung der anderen mit den Flip-Flops verbundenen logischen Schaltungen zeigt, daß der
Empfang nur eines ^-Impulses eine Schrittmotorbewegung
um einen halben Schritt in der positiven Richtung verursacht, während der gleichzeitige Empfang
eines A- und eines 5-Impulses immer eine Drehung
des Schrittmotors um einen ganzen Schritt in positiver Richtung bewirkt.
Wie oben in Verbindung mit den F i g. 21 und 22 gezeigt wurde, gibt es zwei mögliche Kombinationen
von Flip-Flop-Zuständen, die nicht zum Ausführen von Schrittmotoroperationen verwendet werden. Diese
beiden sind: (1) der Zustand, wo keines der Flip-Flops eingeschaltet ist, und (2) der Zustand, wo alle Flip-Flops
eingeschaltet sind. Eine Untersuchung der Schaltung von F i g. 23 zeigt, daß dann, wenn keines
der Flip-Flops eingeschaltet ist, wenn ein Eingangsimpuls ankommt, alle Flip-Flops dann eingeschaltet
werden. Wenn alle drei Flip-Flops eingeschaltet sind, schaltet eine Hilfsschaltung 140 zwei der drei Flip-Flops
wieder aus. Die Hilfsschaltung in dem mit gestrichelten Linien gezeichneten Block 140 bewirkt,
daß das zweite und dritte Flip-Flop wieder in den »Aus«- oder zurückgestellten Zustand gebracht werden,
in dem Fall, daß gleichzeitig alle drei Flip-Flops ihren gesetzten oder »Ein«-Zustand einnehmen. Diese
Blockschaltung 140 besteht aus zwei UND-Schaltungen 145 und 146. Jede dieser beiden UND-Schaltungen
ist so geschaltet, daß sie ein Ausgangssignal von den »!«-Ausgängen zweier Flip-Flops erhält; sie ist so mit
der Schaltung verbunden, daß sie zwei von den drei Flip-Flops wieder ausschaltet, wen'n alle drei in ihren
»Ein«-Zustand geschaltet werden. Die diagonalen Pfeile zwischen den mit »keine Erregung« und
XL 1 + XL 2 -\- XL 3 bezeichneten Blöcken und zwisehen
den Blöcken XL 1 + XL 2 + XL 3 und XL 1 entsprechen der oben beschriebenen Reihenfolge der
Zustände, bei der zuerst keines und am Schluß nur eines der Flip-Flops in seinem »Ein«-Zustand ist. Dies
ist außerdem in Fig. 22 durch mit nur einem Pfeil versehenen Linien j und k dargestellt.
Beim Betrieb eines Schrittmotor-Aufzeichnungssystems, bei dem Schrittmotoren der oben beschriebenen
Art verwendet werden, haben sich bestimmte vorteilhafte Arbeitsweisen als besonders zweckmäßig
erwiesen.
Es wurde oben erläutert, daß der beschriebene Schrittmotor drei Sätze von Wicklungen besitzt.
Halbschrittbetrieb wird erzielt, wenn in einem Zeitintervall ein Satz von Wicklungen und in einem
folgenden Zeitintervall zwei Sätze von Wicklungen oder wenn in einem Zeitintervall zwei Sätze von
Wicklungen und in einem folgenden Zeitintervall zwei Sätze von Wicklungen und in einem folgenden
Zeitintervall ein einziger Satz von Wicklungen erregt ist. Der vorstehende Halbschrittbetrieb wird gewöhnlieh,
mit einer relativ hohen Geschwindigkeit durch-
geführt beispielsweise mit 400 Schritten pro
Sekunde für eine bestimmte Motorkonfiguration und einen bestimmten Eingangsstrom. Weiterhin wurde
oben erläutert, daß Ganzschrittbetrieb erzielt wird, wenn während eines Zeitintervalls nur ein
einziger Satz von Wicklungen und während eines folgenden Zeitintervalls ein anderer einziger Satz von
Wicklungen und außerdem, wenn während eines ZeitIntervalls zwei Sätze von Wicklungen und während
des folgenden Zeitintervalls eine andere Kombination von zwei Sätzen von Wicklungen erregt wird. Es wird
somit erreicht, daß Halbschrittbetrieb durchgeführt wird beim Übergang vom Betrieb mit einem einzigen
Wicklungssatz zum Betrieb mit zwei Wicklungssätzen und außerdem beim Übergang vom Betrieb
mit zwei Wicklungssätzen zum Betrieb mit einem Wicklungssatz; Ganzschrittbetrieb wird erzielt beim
Übergang vom Betrieb mit einem Wicklungssatz zum Betrieb mit einem Wicklungssatz und außerdem beim
Übergang vom Betrieb mit zwei Wicklungssätzen wiederum zum Betrieb mit zwei Wicklungssätzen.
Es wurde jedoch gefunden, daß der größte Eingangsstrom in den Motorwicklungen während eines bestimmten
Zeitintervalls erforderlich ist, wenn auf die Erregung von zwei Wicklungssätzen wieder die
Erregung von zwei Wicklungssätzen folgt. Alle anderen Betriebsarten, nämlich der Übergang von
einem Wicklungssatz zu zwei Wicklungssätzen, der Übergang von zwei Wicklungssätzen zu einem Wicklungssatz
und der Übergang von einem Wicklungssatz zu einem Wicklungssatz erfordern wesentlich weniger
Strom zum Antreiben des Motors mit einer bestimmten Geschwindigkeit. Andererseit erfordert der Übergang
vom Betrieb mit einem bestimmten Eingangsstrom in zwei Wicklungssätzen zu zwei Wicklungssätzen mehr
Zeit als irgend ein anderer Übergang. Demgemäß ist hier die Steuerschaltung für den Motor so ausgebildet,
daß diese langsamere Arbeitsweise vermieden wird. Die Steuerschaltung für den Motor schaltet daher in
dem Fall, daß ein Betrieb mit Übergang von zwei Wicklungssätzen zu zwei Wicklungssätzen angezeigt
würde, auf den Betrieb mit Übergang von zwei Wicklungssätzen zu einem Wicklungssatz um. In einem
solchen Fall würde das Ganzschrittsignal also in ein Halbschrittsignal umgewandelt werden, wodurch ermöglicht
wird, daß der Schrittmotor die höchstmögliche Geschwindigkeit beibehält, selbst wenn der
Motor einen halben Schritt weniger als an sich erwünscht ausgeführt hat. Dies wirkt sich besonders
günstig bei einer Aufzeichnung aus, bei der an sich eine lange Reihe von ganzen Schritten erforderlich ist,
wie dies z. B. bei einer langen geraden Linie der Fall ist. Wenn sich der Motor zu Beginn der Aufzeichnung
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der Linie im Zustand der Erregung zweier Wicklungssätze befindet und das folgende Eingangssignal einen
ganzen Schritt auslösen würde, dann wandelt die Schaltung diesen Ganzschrittbefehl in einem Halbschrittbefehl
um, um den Schrittmotor von dem Zustand der Erregung zweier Wicklungssätze in den Zustand
der Erregung eines Wicklungssatzes überzuführen. Dann würde die folgende Reihe von Ganzschrittsignalen
bewirken, daß der Motor nacheinander nur einen erregten Wicklungssatz hat, was, mit
der einzigen Ausnahme des Übergangs beim ersten Schritt von einem ganzen Schritt zu einem halben
Schritt, höchste Geschwindigkeit für den ganzen Aufzeichnungsvorgang ermöglicht.
Es wird nunmehr auf F i g. 21 Bezug genommen, in der die vorstehende bevorzugte Arbeitsweise dargestellt
ist. Es wird darauf hingewiesen, daß in F i g. 21 ausgezogene Linien zwischen den Blöcken mit XFP
(ein ganzer J-Schritt in positiver Richtung), XHP (ein halber X-Schritt in positiver Richtung), XFN (ein
ganzer .Y-Schritt in negativer Richtung) und XHN (ein
halber A'-Schritt in negativer Richtung) bezeichnet sind. Diejenigen Übergänge zwischen Zuständen, die
durch die ausgezogenen Linien dargestellt sind, sind bevorzugte Übergänge zwischen den Wicklungssätzen.
Drei der Linien zwischen den Blöcken sind jedoch gestrichelt. Dies sind die Linie zwischen den mit
XL I + XL 2, XL 1 -f XL 3 und XL 2 + XL 3 bezeichneten
Kästen. Diese gestrichelten Linien stellen Übergänge von zwei Wicklungssätzen zu zwei Wicklungssätzen
dar und sind nicht erwünscht.
Die in F i g. 24 in dem durch gestrichelte Linien dargestellten Kasten befindlichen UND-Schaltungen (nämlich
die UND-Schaltungen 151, 152, 153, 154,155 und
156) dienen dazu, Übergänge vom Betrieb mit zwei Wicklungssätzen zum Betrieb mit ebenfalls zwei
Wicklungssätzen zu ermöglichen. Ist eine derartige Betriebsweise nicht erwünscht, so sind diese UND-Schaltungen
in dem gestrichelten Kasten 150 wegzulassen, wie durch Auftrennen der entsprechenden
Verbindungsleitungen. In der Schaltung gemäß F i g.23 sind diese UND-Schaltungen weggelassen. Die Schaltung
gemäß F i g. 23 gestattet daher nicht den mit erhöhtem Zeitaufwand verbundenen Betrieb mit
Übergang von zwei Wicklungssätzen zu zwei Wicklungssätzen. Ein anderer Unterschied zwischen den
F i g. 23 und 24 besteht noch darin, daß F i g. 24 die zusätzliche Schaltung enthält, die erforderlich ist, um
einen Betrieb des Schrittmotors sowohl in negativer als auch in positiver Richtung zu ermöglichen. Wenn
somit der Schaltung gemäß F i g. 24 ein negativer Schrittimpuls PC zugeführt wird und kein anderes
Eingangssignal ankommt, dann dreht sich der Schrittmotor um einen halben Schritt in negativer Richtung
oder entgegen dem Uhrzeigersinn (im Hinblick auf die Zeichenebene). Wie man bei Prüfung der Schaltung
gemäß F i g. 24 erkennt, werden die negativen Schrittimpulse PC UND-Schaltungen zugeleitet, welche einen
Betrieb der Schaltung in analoger Weise zu dem oben in Verbindung mit F i g. 23 für den Empfang von
positiven Schrittimpulsen PA beschriebenen Betrieb ermöglichen. Wenn gleichzeitig negative Schrittimpulse
PC und Ganzschrittimpulse PB ankommen, führt der Schrittmotor einen ganzen Schritt in negativer
Richtung aus. Schließlich dreht sich der Schrittmotor um einen halben oder einen ganzen Schritt in
positiver Richtung, wenn ein positiver Schrittimpuls PA und kein anderer Tmpuls oder ein positiver
Schrittimpuls PA und ein Ganzschrittimpuls PB empfangen werden.
Es dürfte einzusehen sein, daß es durch Verwendung besonderer Schrittmotoren in einem digitalen, schrittweise
arbeitenden Koordinatenschreiber der beschriebenen Art möglich ist, einen verbesserten Betrieb mit
größerer Vielseitigkeit des Schreibers zu erzielen und die aufzuzeichnenden Linien mit größerer Genauigkeit
annähern zu können. Diese Verbesserung wird ohne eine unerwünschte Erhöhung der für den Aufzeichnungsvorgang
erforderlichen Zeit erreicht.
Vorstehend wurde also beschrieben, wie ein Koordinatenschreiber gesteuert werden kann, um entweder
mit minimaler Aufzeichnungszeit oder mit minimalem Aufzcichnungsfehler eine Annäherung im
eine gegebene Linie zu erzielen. Die hierzu auszuführende Steuerung erfolgt mittels einer verbesserten
elektronischen Steuerschaltung, die eine sonst gegebenenfalls vorauszusehende, schwer zu handhabenden
Zahnradverschiebeeinrichtung oder ähnliche Hilfseinrichtungen entbehrlich macht.
Claims (13)
1. Koordinatenschreiber mit je einem Schrittantrieb für eine Relativbewegung zwischen einer
Aufzeichnungsunterlage und einem Aufzeichnungsorgan in zwei Koordinatenrichtungen, gekennzeichnet
durch eine Steuerschaltung, über die benachbarte Statorwicklungen von Schrittmotoren
in Abhängigkeit von zugeführten Steuersignalen zur Ausführung von ganzen Schritten
nacheinander einzeln und zur Ausführung von halben Schritten nacheinander abwechselnd einzeln
und paarweise einschaltbar sind.
2. Koordinatenschreiber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerschaltung ein
Vergleicher vorgeordnet ist, der ihm zugeführte, die Bewegungsschritte der Schrittmotoren festlegende
Datensignale miteinander vergleicht und an die Steuerschaltung jeweils die Ausführung entsprechender
Bewegungsschritte bewirkende Steuersignale abgibt.
3. Koordinatenschreiber nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen der Steuerschaltung vorgeordneten
Vergleicher, der in Abhängigkeit davon, ob der durch die zugeführten Datensignale bestimmte
Punkt bzw. Linienabschnitt durch das Aufzeichnungsorgan unter geringstmöglicher Abweichung
oder innerhalb kürzestmöglicher Aufzeichnungsdauer anzunähern ist, an die Steuerschaltung
zwei verschiedene Arten von Steuersignalen abzugeben imstande ist.
4. Koordinatenschreiber nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mittels des
Vergleichers miteinander verglichenen Datensignale digital kodiert sind.
5. Koordinatenschreiber nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch einen Vergleicher,
der auf einen die kürzestmögliche Aufzeichnungsdauer eines anzunähernden Linienabschnittes
berücksichtigenden Vergleich entsprechender Datensignale hin dem einen Schrittmotor
jeweils die Ausführung von Ganzschrittbewegungen bewirkende Steuersignale und dem
anderen Schrittmotor jeweils die Ausführung von keine Schritte, Halbschritten oder Ganzschritten
bewirkende Signale zuführt.
6. Koordinatenschreiber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch Schrittmotoren
mit verschiedener Anzahl an Statorwicklungen und Rotorpolen.
7. Koordinatenschreiber nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schrittmotor eine
gerade Anzahl an Statorwicklungen aufweist und daß jeweils einander gegenüberliegende Statorwicklungen
zu einem Wicklungspaar miteinander verbunden sind.
8. Koordinatenschreiber nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schrittmotor
mindestens drei Statorwicklungspaare aufweist.
9. Koordinatenschreiber nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuerschaltung eine der Anzahl an Statorwicklungen bzw. Statorwicklungspaaren der beiden
vorgesehenen Schrittmotoren entsprechende Anzahl an Flip-Flops (XL 1, XL 2, XL 3) enthält, die mit
ihren im »1«-Zustand erregten Ausgängen (»1«) an die jeweils zugehörige Statorwicklung bzw. an
die jeweils zugehörigen Statorwicklungspaare angeschlossen sind.
10. Koordinatenschreiber nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die den Statorwicklungen
eines jeden Schrittmotors zugehörigen Flip-Flops (ZLl, XLl, XL3) durch Verknüpfungsschaltungen
(101 ... 124) miteinander verbunden sind, und zwar derart, daß in Abhängigkeit
vom Aktivierungszustand dieser Flip-Flops (XLl, XL 2, XL 3) und unter dem Einfluß von
auftretenden Datensignalen jeweils ein derartiger Wechsel in der Aktivierung einer oder mehrerer
dieser Flip-Flops (XL 1, XL 2, XL 3) erfolgt, daß der betreffende Schrittmotor eine Halbschrittbewegung
oder eine Ganzschrittbewegung ausführt.
11. Koordinatenschreiber nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung
in eine der Anzahl jeweils vorgesehener Statorwicklungspaare entsprechende Anzahl von Schaltstufen
unterteilt ist, deren jede aus einem bistabilen Flip-Flop (XL 1, XL 2, XL 3), einer ersten UND-Schaltung
(101, 111, 121), einer zweiten UND-Schaltung (102, 112, 122) und einer dritten UND-Schaltung
(103,113,123) sowie einer ODER-Schaltung (104, 114, 124) besteht, daß die ODER-Schaltung
(104, 114, 124) einer jeden Schaltstufe mit ihren Eingängen an die Ausgänge der zweiten
und dritten UND-Schaltung (102, 112, 122 bzw. 103, 113, 123) und mit ihrem Ausgang an einen
Rückstelleingang des zu der betreffenden Schaltstufe gehörenden Flip-Flops (ZLl, XL 2, XL 3)
angeschlossen ist, daß die erste UND-Schaltung (101,111,121) jeweils an einen Einstelleingang des
zu der betreffenden Schaltstufe gehörenden Flip-Flops (XL 1, XL 2, XL 3) angeschlossen ist und
daß sämtliche UND-Schaltungen mit ihren Eingängen an die jeweiligen Steuersignale führende
Steuerleitungen (PA, PB, PC) und an die jeweils dem betreffenden Schrittmotor zugehörigen Flip-Flops
(XL 1, XL 2, XL 3) derart angeschlossen sind, daß die erste UND-Schaltung (101, 111, 121)
einer bestimmten Schaltstufe vorbereitet wird, wenn das Flip-Flop der vorhergehenden Schaltstufe
zurückgestellt wird, daß die zweite UND-Schaltung (102, 112, 122) einer bestimmten Schaltstufe
vorbereitet wird, wenn das Flip-Flop der vorhergehenden Schaltstufe gesetzt ist, und daß
die dritte UND-Schaltung (103, 113, 123) einer bestimmten Schaltstufe vorbereitet wird, wenn das
Flip-Flop der nachfolgenden Schaltstufe zurückgestellt wird, so daß die über die Steuerleitungen
(PA, PB, PC) jeweils zugeführten Steuerimpulse unter entsprechender Steuerung der den Statorwicklungspaaren
des betreffenden Schrittmotors zugehörigen Flip-Flops (XL 1, XL 2, XL 3) eine
Erregung dieser Statorwicklungen in gewünschter Reihenfolge bewirken.
12. Koordinatenschreiber nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schaltstufe
drei weitere UND-Schaltungen zugeordnet sind, die in analoger Weise wie die ersteren drei UND-Schaltungen
(z. B. 101, 102, 103) mit den einzelnen Flip-Flops (XL 1, XL 2, XL 3) und den die Steuerimpulse
führenden Steuerleitungen (PA, PB, PC) derart verbunden sind, daß bei ihrer Ansteuerung
eine derartige Speisung der Statorwicklungen des betreffenden Schrittmotors erfolgt, daß dieser in
bezug auf die bei einer entsprechenden Ansteuerung der ersteren UND-Schaltungen (101, 102, 103)
erfolgende Drehbewegung eine entgegengesetzte Drehbewegung ausführt.
13. Koordinatenschreiber nach Anspruch 11 oder 12, gekennzeichnet durch eine Hilfssteuerschaltung
(140), die mit Ausnahme eines Flip-Flops (XL 1) alle übrigen Flip-Flops zurückstellt, wenn
sich alle Flip-Flops (XL 1, XL 2, XL 3) im gesetzten Zustand befinden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1 366 073;
«Digital Design of Digital Computers«, John Wiley and Sons, Inc., New York und London, 1958.
Französische Patentschrift Nr. 1 366 073;
«Digital Design of Digital Computers«, John Wiley and Sons, Inc., New York und London, 1958.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
709 688/191 11.67 © Bundesdruckerei Berlin
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|---|---|
| DE1254389B true DE1254389B (de) | 1967-11-16 |
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ID=25970156
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- 1964-10-26 US US406364A patent/US3461365A/en not_active Expired - Lifetime
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