DE1130367B - Vorrichtung zum stetigen Dosieren fliessfaehiger Schuettgueter - Google Patents
Vorrichtung zum stetigen Dosieren fliessfaehiger SchuettgueterInfo
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Description
- Vorrichtung zum stetigen Dosieren fließfähiger Schüttgüter Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum stetigen Dosieren fließfähiger Schüttgüter und pulverförmiger kohäsiver Stoffe.
- In der Verfahrenstechnik verwendet man zur stetigen Feindosierung pulverförmiger Chemikalien und organischer Stoffe Förderschnecken, Förderbänder, Schütteirinnen und ähnliche mehr oder weniger volumengerecht zuteilende Apparate, bei denen der Zufluß aus dem Vorratsbunker durch Rührwerke, Klopfvorrichtungen, Vibratoren oder durch »Verflüssigen« des Bunkerinhaltes mit Hilfe von Druckluft sichergestellt wird. Der Massenförderstrom ändert sich hierbei mit der von den wechselnden Zuflußbedingungen abhängigen Fließfähigkeit und Schüttdichte des Gutes am Ort der Dosierung.
- Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, bei denen eine drehbare Austragsplatte aus einer Öffnung eines darüber angeordneten Bunkers ein Schüttgut fördert bzw. dosiert, das durch einen Abstreifer von der Platte abgeworfen wird. Bei einer dieser Vorrichtungen ist eine Austragskammer vorgesehen, die mit elastischen Führungsblechen verbunden ist, durch welche das Schüttgut vom Bunkerauslaßstutzen auf der Platte der Austragskammer zugeführt wird. Bei dieser Art der Zuführung des Schüttgutes tritt an den elastischen Führungsblechen zwischen dem Fördergut und der Austragsplatte Reibung auf, die bei verschiedenen Arten des Schüttgutes, insbesondere bei harten schar£kantigen Körnern zu einem nicht unbeträchtlichen zusätzlichen Verschleiß der Austragsplatte führt. Ferner kann es zwischen dem Bunkerauslaßstutzen und der Austragskammer zu Stauungen kommen, durch die das Gut in unbeabsichtigter Weise über die seitlich angeordneten Führungsbleche oder über den freien Plattenrand geraten kann. In einer anderen Konstruktion wird das Schüttgut durch bewegliche Wände einer darunter angeordneten Austragskammer zugeführt, weiche mittels eines Schraubentriebes radial auf der Platte verstellt werden kann. Die Anbringung und Abdichtung der beweglichen Wände gegenüber den ortsfesten Wänden ist jedoch umständlich und teuer, wenn verhindert werden soll, daß das Schüttgut zwischen die Wände gerät und Verklemmungen dadurch entstehen. Bei der Förderung von kohäsiven Stoffen kann es in der bei ber bekannten Vorrichtung verwendeten eckigen Auslaßkammer zu Verstopfungen kommen, da sich die kohäsiven Stoffe in den Ecken leicht zusammenballen und die Durchtrittsöffnung mindestens stark behindern. Bei der Förderung von grobstückigem Gut kann es auch an der relativ kleinen Austrittsöff. nung der Austragkammer zu Verstopfungen kommen, sofern sich die grobstückigen Teile des Schüttgutes gegenseitig verklemmen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, die geschilderten Nachteile zu beseitigen und eine nach einem einfachen Regelverfahren einstellbare Vorrichtung zum stetigen Dosieren sowohl von fließfähigen Schüttgütern als auch von pulverförmigen kohäsiven Stoffen zu schaffen, durch die eine leicht einstellbare und veränderbare Dosierung ermöglicht wird. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der radiale Abstand der Achse der Scheibe von der Mittellinie des über der Scheibe endenden Bunkerauslaufstutzens im Bereich desselben verstellbar ist. Das Schüttgut fließt auf der Auslaufseite aus einem zwischen dem Bunkerauslaufstutzen und der Scheibe vorgesehenen Spalt heraus, der sich über den gesamten Umfang des Stutzens erstreckt. Der der Auslaufseite gegenüberliegende Teil des Umfanges ist durch die Rückseite des Abstreifers abgedeckt. Auf der Scheibe liegt der Abstreifer auf und ist auf einem am Bunker -angebrachten Bolzen verschiebbar angeordnet sowie am Zylindermantel des Auslaufstutzens geführt. Die abstreifende Außenfläche des Abstreifers kann verschiedene Begrenzungen haben.
- Die geschilderten und weiteren Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der beigefügten Zeichnung an einem Beispiel näher erläutert. In Abb. 1 ist ein senkrechter Schnitt gemäß der Schnittebene A-B der Abb. 2 und in Abb. 2 ein waagerechter Schnitt gemäß der Ebene C-D der Abb. 1 dargestellt.
- Unter dem kreiszylindrischen Auslaufstutzen 1 des Bunkers 2 rotiert gleichförmig eine waagerechte Scheibe 3, deren Antriebswelle 4 mit ihrem Drehpunkt a um die Strecke e gegen den Achspunkt b des Stutzens 1 seitlich verschoben ist. Die Gerade durch die Punkte a und b schneidet die Kreislinie vom Durchmesser D um b in den Punkten c und d. Längs des Halbkreises von c über f nach d wird der Spalt von der Höhe h zwischen dem unteren Rand des Stutzens 1 und der Scheibe 3 von der kreiszylindrischen Innenfläche des Abstreifers 5 verschlossen.
- Durch den freien Spalt auf der Gegenseite fördert die rotierende Scheibe 2 längs des Halbkreises von d über g nach c einen Gutstrom nach außen, den der Abstreifer 5 mit seinem äußeren Rand in den Fallschacht 6 ablenkt. Dabei bewegt sich das Gut in der untersten Schicht innerhalb des Stutzens 1 mit der Scheibe 3 auf den in Abb. 2 gestrichelt eingetragenen konzentrischen Kreisen um den Punkt a. Auf diesem verhältnismäßig langen Weg des Gutes zwischen der Einlaufseite c-f-d und der Auslaufseite d-g-c des Stutzens 1 entsteht selbst bei Gütern mäßiger Fließfähigkeit auf der Scheibe 3 eine gleichmäßige Belegungsdichte, womit ein praktisch schwankungsfreier Förderstrom erreicht wird.
- Im Gegensatz zu bekannten Scheibenradzuteilern für fließfähige Schüttgüter mit konzentrisch zum Auslaufstutzen 1 umlaufender Scheibe 3 und allseitig offenem Spalt ergibt sich bei der dargestellten Vorrichtung durch Ändern der Exzentrizität e eine zusätzliche Regelmöglichkeit für den Förderstrom.
- Nach Versuchen mit Feinpulvern aus Magnesia, Kalkhydrat, Dolomit, Zement und Flugasche ist der Einfluß der Exzentrizität auf den Förderstrom bei rings um den Auslaufrand offenem Spalt nur sehr gering und daher regeltechnisch nicht ausnutzbar.
- Erst die Abdeckung auf der Einlaufseite des Stutzens 1 bewirkt eine regeltechnisch günstige Abhängigkeit des Förderstromes Q von der Exzentrizitäte. Für Q als der bei konstanter Scheibendrehzahl in der Zeiteinheit geförderten Gutmenge gilt näherungsweise die Beziehung Q=Q0+Ae, wobei Q0 den Förderstrom bei konzentrischer Anordnung der Scheibe (e=O) bedeutet. Da sich dieser Strom Q0 proportional mit dem Quadrat der Spalthöhe h ändert, ist seine Einstellempfindlichkeit mit h unerwünscht groß. Durch die exzentrische Anordnung der Scheibe wird diese Empfindlichkeit herabgesetzt und damit die Regelung des Förderstroms Q durch Andern der Spalthöhe h erleichtert. Regeltechnisch günstiger ist aber ein Verstellen der Exzentrizität e, mit der sich der Förderstrom Q annähernd linear ändert. Dadurch kann z. B. bei der Dosierung pulverförmiger Additive in Wasserreinigungsanlagen und Ölfeuerungen auf die bei großen Zuteilern übliche Drehzahlregelung der Scheibe 3 verzichtet werden. Wenn hierbei sowohl eine axiale als auch eine seitliche Verschiebung der Scheibe vorgesehen wird, läßt sich der. Größenbereich des Förderstroms mit der Spalthöhe h einstellen und die Feinregelung durch Ändern der Exzentrizität e vornehmen. Bei der Axialverschiebung wird der auf der Scheibe 3 aufliegende Abstreifer 5 mit seinem den Spalt auf der Einlaufseite verschließenden Rand z. B. auf der äußeren Zylinderfläche des Auslaufstutzens 1 geführt und mit Hilfe des Bolzens 7 an dem Halter 8 gegen Verdrehen durch die auf seiner Unterseite entlanggleitende Scheibe 3 gesichert. Beim Füllen des Bunkers 2 ist der Auslaufstutzen 1 durch Anheben der Scheibe verschließbar.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Vorrichtung zum stetigen Dosieren ffießfähiger Schüttgüter und pulverförmiger, kohäsiver Stoffe mit einer unterhalb eines lotrechten zylindrischen Bunkerauslaufstutzens in einem bestimmten Abstand von diesem umlaufenden waagerechten Scheibe und einem Abstreifer, der das aus dem Auslaufstutzen nach außen fließende Gut über den Scheibenrand ableitet, dadurch gekennzeichS net, daß der radiale Abstand der Achse der Scheibe (3) von der Mittellinie des über der Scheibe endenden Bunkerauslaufstutzens (1) im Bereich desselben verstellbar ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der axiale Spalt zwischen der Scheibe (3) und dem unteren Rand des Auslaufstutzens (1) verstellbar ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spalt an dem der Auslaufseite (d-g-c) gegenüberliegenden Teil des Umfangs durch die Rückseite des Abstreifers (5) abgedeckt ist.
- 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3 dadurch gekennzeichnet, daß der Abstreifer(5) auf der Scheibe (3) aufliegt sowie auf einem am Bunker (2) angebrachten Bolzen (7) verschiebbar angeordnet und am Zylindermantel des Auslaufstutzens (1) geführt ist.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 875 325, 800 057; britische Patentschrift Nr. 549913.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEST16801A DE1130367B (de) | 1960-08-13 | 1960-08-13 | Vorrichtung zum stetigen Dosieren fliessfaehiger Schuettgueter |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE1130367B true DE1130367B (de) | 1962-05-24 |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1130367B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US5125535A (en) * | 1990-08-21 | 1992-06-30 | Ohlman Hans Armin | Gravimetric metering apparatus for bulk materials |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB549913A (en) * | 1941-10-06 | 1942-12-14 | Frederick Gilbert Mitchell | Improvements in or relating to feeding devices for fragmentary, granular and like materials |
| DE800057C (de) * | 1948-10-02 | 1950-08-25 | Graue G M B H | Formsandbunker |
| DE875325C (de) * | 1950-02-07 | 1953-04-30 | Schuechtermann & Kremer Baum A | Vorrichtung zum Austragen von Schuettgut aus Bunkern od. dgl. |
-
1960
- 1960-08-13 DE DEST16801A patent/DE1130367B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB549913A (en) * | 1941-10-06 | 1942-12-14 | Frederick Gilbert Mitchell | Improvements in or relating to feeding devices for fragmentary, granular and like materials |
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| DE875325C (de) * | 1950-02-07 | 1953-04-30 | Schuechtermann & Kremer Baum A | Vorrichtung zum Austragen von Schuettgut aus Bunkern od. dgl. |
Cited By (1)
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| US5125535A (en) * | 1990-08-21 | 1992-06-30 | Ohlman Hans Armin | Gravimetric metering apparatus for bulk materials |
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