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Einrichtung zum selbsttätigen Abrichten von Profilschleifscheiben
Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zum selbsttätigen Abrichten von Profilschleifscheiben
an Gewindeschleifmaschinen mit an einer Prismenführung des Schleifbockes auswechselbar
aufsetzbarem Einroll- oder Abziehgerät, mit einem Zustellgetriebe und mit einem
Abziehgetriebe, welches die Abziehbewegungen der Abziehwerkzeuge in einem steuerbaren
Abrichtezyklus bewirkt.
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Mehrprofilige Schleifscheiben werden vorwiegend mit einem Einrollgerät
abgerichtet, während Einprofilschleifscheiben fast immer mit Diamanten abgezogen
werden, wobei der Abrichtvorgang in beiden Fällen selbsttätig erfolgt. .
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Bei Schleifarbeiten kommt es vor, daß in unmittelbarer Folge zwischen
Verwendung einer mehrprofihgen und einer einprofiligen Schleifscheibe gewechselt
wird. Beispielsweise schruppt man gern mit der mehrprofiligen Schleifscheibe und
schlichtet mit der einprofiligen Schleifscheibe. Deshalb war es bisher notwendig,
das Abzieh- oder Einrollgerät mit allen zugehörigen Getrieben je nach Bedarf zu
wechseln. Da aber die selbttätigen Abzieh- und Einrollaggregate mit ihren Getrieben
umfangreich und schwer sind, werden für das Auswechseln erhebliche Kräfte und Einrichtezeiten
benötigt. Außerdem müssen zwei komplette Abrichtaggregate zur Verfügung stehen,
die verhältnismäßig teure Zusatzgeräte für die Gewindeschleifmaschinen sind.
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Durch die Erfindung soll die Auswechslung des zum Einrollen bzw. zum
Abziehen dienenden Abrichtgerätes, die bisher jedes für sich mit komplettem Zustellgetriebe
und beim Abziehgerät auch noch mit einem Abziehgetriebe ausgerüstet waren, erleichtert
und die Aufwendungen und Herstellungskosten der gesamten erforderlichen Einrichtung
verringert werden.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein für das
Eimoll- und Abziehgerät gemeinsames, am Schleifbock fest angeordnetes Abrichtgrundgerät
neben dem Zustellgetriebe mit Antriebsmotor für beide auf das Grundgerät aufsetzbare
Abrichtgeräte enthält, nämlich den Einroller und den Abzieher, auch den wesentlichen
Teil des Abziehgetriebes mit dessen Antriebsmotor sowie Kupplungs-und Sperrmittel,
welche den Anziehantrieb bei auf das Grundgerät aufgesetztem Einroller mechanisch
und elektrisch sperren, und dieses Grundgerät weist außerdem einen durch einen Getriebeschalthebel
des Zustellgetriebes betätigbaren Schalter auf, der bei aufgesetztem Abzieher den
sonst den Rücklauf des Zustellmotors steuernden Schalter auf den Einschaltstromkreis
des Abziehmotors umlegt, der dadurch seinerseits die Einschaltung des Zustellmotors
auf Rücklauf steuert.
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Dieses Zusammenspiel von Zustellgetriebe und Abziehgetriebe, die beide
ihren eigenen Antriebsmotor haben, wird dadurch ermöglicht, daß beide Getriebe in
dem Grundgerät vereinigt sind, woraus sich der Vorteil ergibt, daß der Einroller
überhaupt kein Getriebe und der Abzieher nur noch das für ihn bekannte Steuerkurventriebwerk
für die Abrichtdiamanten enthält.
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Das das Zustellgetriebe für beide Abrichteinheiten ausgelegt ist,
muß es für jede dieser Einheiten in der speziellen Zustellgeschwindigkeit arbeiten,
und zwar muß beim Einrollen lediglich das Zustellgetriebe arbeiten, während das
Abziehgetriebe und der Abziehmotor bockiert bzw. abgeschaltet sind. Wenn aber der
Abzieher auf das Grundgerät aufgesetzt ist, so muß die bisherige Blockierung des
Abziehgetriebes freigegeben und der Abziehmotor in den Abrichtezyklus sinngemäß
eingeschaltet sein.
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Die elektrische Abschaltung des Abziehmotors erfolgt zweckmäßig dadurch,
daß am Abrichtgrundgerät ein nur vom Einroller durch dessen Leiste beaufschlagbarer
Schalter angeordnet ist, dessen geöffnete Kontakte den Abziehmotor abschalten. Außerdem
können Mittel zur mechanischen Blockierung des Abziehgetriebes vorgesehen sein,
indem am Abrichtgrundgerät ein aus der Aufsetzfläche des Zustellschlittens
herausragender
zweiflächiger Mitnehmer angeordnet ist, dessen Gegenmitnehmer sich am Abziehgerät
und dessen die Blockierung bewirkende Gegennut, welche die Breite des Mitnehmers
hat, sich am Einroller befindet.
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Eine weitere elektrische Sicherung besteht darin, daß Kontakte vorgesehen
sind, die beim Aufsetzen des Einrollers den Stromkreis für die Einschaltung des
Zustellmotors zeitweilig unterbrechen, bis ein diesen Kontakten parallel geschaltetes
Zeitwerk diese Unterbrechung aufhebt. Dadurch kann der Zustellmotor nicht vorher
eingeschaltet werden, bis die Schleifscheibe die für - den Einrollvorgang erforderliche,
herabgesetzte Drehzahl aufweist. Diese Sicherungsmaßnahme ist deshalb von Wichtigkeit,
weil es zur Gewährleistung der Profilgenauigkeit des zu schleifenden Gewindes oftmals
erforderlich ist, die Schleifscheibe während des Gewindeschleifens mehrmals abzurichten.
Es genügt aber nicht, daß der Antriebsmotor der Schleifscheibe bei aufgesetztem
Abroller auf die verminderte Einrollgesehwindigkeit, die etwa ein Sechstel bis ein
Zehntel der Schleifgeschwindigkeit beträgt, geschaltet wird, da die Schleifscheibe
und der Schleifscheibenmotor, wenn er auf volle Tourenzahl läuft, ein bestimmtes
Beharrungsvermögen haben und es daher eine gewisse Zeit dauert, bis diese herabgesetzte
Drehzahl erreicht ist. Das den Unterbrecherkontakten des Zustellmotors parallel
angeordnete Zeitschaltwerk wird auf diese benötigte Auslaufzeit der Schleifscheibe
eingestellt und gewährleistet es daher, daß das Zustellgetriebe des Einrollers auch
wirklich erst dann eingeschaltet werden kann, wenn die Einrollgeschwindigkeit der
Schleifscheibe vorhanden ist.
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Der am Grundgerät vorhandene Getriebeschalthebel des Zustellgetriebes,
der auf Abziehen oder Einrollen einstellbar ist, setzt die Zustellgeschwindigkeit
für das Einrollen herab, wobei die Zustellgeschwindigkeit in dieser Stellung des
Schalthebels zweckmäßig stufenlos regelbar ist. Diese Regelbarkeit des Zustellmotors
ist aber für das Abziehen, also in der anderen Stellung des Schalthebels, vorteilhaft
blockiert, damit das Abziehen immer mit einem konstanten Höchstwert der Zustellgeschwindigkeit
erfolgt.
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Durch die am Abrichtgrundgerät vorhandenen Kupplungs-, Sperr- und
Schaltmittel läßt sich jeder Abrichtvorgang trotz der Aufteilung des gesamten Abrichtaggregates
in ein Grundgerät und in die beiden leichter zu handhabenden Abrichteinheiten mit
voller Betriebssicherheit ausführen.
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Der Gegenstand der allein in den Ansprüchen gekennzeichneten Erfindung
ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt Fig.1 das Getriebeschema
des Grundgerätes mit Antriebsmotor und Getriebe für den Zustellschlitten und mit
Antriebsmotor und Getriebe für das Abziehen, Fig.2 das schematische Getriebe innerhalb
des Abziehgerätes, Fig. 3 die Seitenansicht des Abziehgerätes, Fig. 4 die Seitenansicht
des Einrollgerätes, Fig. 4 a eine Aufsicht auf den blockierten Mitnehmer, Fig.5
und 6 einen am Grundgerät befindlichen Schalter in Verbindung mit dem Abzieher der
Fig. 3 i und in Verbindung mit dem Einroller gemäß Fig.4. Fig. 7 einen Schnitt in
Richtung I-I des Getriebes des Grundgerätes, Fig. 8 einen Schnitt in Richtung II-II
dieses Getriebes, Fig. 9 einen Schnitt in Richtung III-III dieses Getriebes, Fig.10
und 11 das Grundgerät mit aufgesetztem Abzieher in Seitenansicht und Vorderansicht,
Fig.12 und 13 das Grundgerät mit aufgesetztem Einroller in Seitenansicht und Vorderansicht.
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Das Gehäuse 1 des Grundgerätes sitzt oberhalb der Schleifscheibe 2
fest am Schleifbock 3 der Schleifmaschine, der auch die Schleifspindel 4 und die
Schleifscheibe 2 trägt.
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Das Gehäuse 1 trägt den Zustellschlitten 5 mit dem Schwalbenschwanz
6 und der Verschiebemutter 7, die mit der Spindel 8 zusammenarbeitet.
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Die Spindel 8 ist in der Hülse 9, die in dem Schneckenrad 10 axial
verschiebbar ist, und in der ebenfalls axial verschieblichen oberen Hülse 11 gelagert.
Das untere Ende der Spindel stützt sich gegen die Buchse 12 ab, die an dem Gehäuse
entgegen der Feder 13 verschieblich ist. Die Feder 13 hat die Aufgabe, das so axial
verschiebliche Spindelaggregat mit der Rolle 14 gegen die im Gehäuse 1 gelagerte
Steuerscheibe 15 zu drücken. Bei nicht drehbewegter Steuerscheibe 15 ist das Spindelaggregat
axial unverschieblich, wie es für die Zustellbewegung des Zustellschlittens 5 benötigt
wird.
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Die Hülse träge die Klauenkupplung 16, die mit dem auf der Spindel
8 festsitzenden Gegenkupplungsteil 17 im Eingriff ist. Über die Kupplung 16, 17
geht der von dem Antriebsmotor 18 kommende Kraftantrieb über das Schneckenrad 10
auf die Spindel B. Das hierzu benötigte Getriebe wird später erläutert.
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Außer der motorischen Verstellung des Zustellschlittens ist eine Handverstellung
mittels der Kurbel 19 vorgesehen, die auf dem Vierkant 20 der Spindel 8 sitzt. Die
in der Spindel axial geführte Stange 21 steht über den Stift 22 und eine Ringnut
23 mit der Hülse 9 in Verbindung, so daß beim Herunterdrücken der Kurbel die Stange
21 entgegen der Feder 24 die Hülse 9 nach unten verschiebt und damit die Kupplungsteile
16 und 17 außer Eingriff bringt, wodurch eine Handverstellung des Zustellschlittens
5 durch die Spindel 8 erfolgen kann. Ist diese Handverstellung beendet, so bringt
die Feder 24 die Kupplungsteile 16 und 17 wieder in Eingriff; so daß der Kraftantrieb
über das Schneckenrad 10 eingeschaltet ist.
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Der Kraftantrieb erfolgt von dem Gleichstromregelmotor 18 über die
Schnecke 25 auf das schrägverzahnte Schneckenrad 26. Das Schneckenrad sitzt mit
seiner Nabe 27 fest auf der Schneckenwelle 28, welche die Schnecke 29 trägt. Die
Schneckenwelle 28 ist in Lagern 30 gelagert und beidseitig durch die Federn 31 abgestützt.
Die Schneckenwelle 28 kann bei Überschreiten einer Maximalbeanspruchung gegen die
Federn je nach der Drehrichtung des Motors nach rechts oder links ausweichen. In
die Ringnut 32 derNabe 27 greift der drehbar gelagerte Schalthebel 33-ein, der bei
Verschiebung der Schneckenwellenkontakte auf die elektrischen Schalter 34 bzw. 35
wirkt, deren Funktion später erläutert wird: Die Schnecke 29 steht im Eingriff mit
dem Schneckenrad 36, das über Zwischenräder 37 und 38 und über ein Kegelradpaar
39 auf die Welle 40 arbeitet. Mit dieser Welle sind Stirnräder 41 und 42 fest verbunden,
die ein Geschwindigkeitswechselgetriebe
darstellen. Die auf der
Welle 43 axial verschieblichen Gegenzahnräder 44 und 45 können durch die Schaltgabel
46 wahlweise mit dem Rad 42, wie gezeichnet, oder mit dem Zahnrad 41 in Eingriff
gebracht werden. Diese Verschiebung wird beim Schalten des Handhebels 47 bewirkt,
der in der gezeichneten Schaltstellung I auf Abziehen und in der gestrichelten Stellung
II auf Einrollen steht. In der Schaltstellung auf Abziehen läuft der Motor 18 mit
seiner höchsten Drehzahl, wobei seine Regelbarkeit durch an sich bekannte Mittel
blockiert ist. Die für das Einschalten der höchsten Drehzahl erforderliche Schaltung
wird in der Schaltstellung I des Schalthebels 47 mitveranlaßt. Außerdem wirkt dieser
Schalthebel 47 in der Stellung auf Einrollen noch auf den Kontakt 48, dessen Funktion
ebenfalls noch später erläutert wird. Die Drehbewegung der Welle 43 wird über das
Stirnrad 49 auf das Stirnrad 50 übertragen, das lose drehbar auf der Hülse 51 gelagert
ist. Dieses überträgt diese Bewegung auf das auf der Welle 52 sitzende Zahnrad 53,
das auf diese Weise die auf der Welle 52 sitzende Steuerscheibe 15 antreibt. Die
Steuerscheibe hat über den Winkel a eine Steigung von beispielsweise 2 mm, der übrige
Teil verläuft zylindrisch. Dieser Weg von beispielsweise 2 mm wird über die Rolle
14 auf den Zustellschlitten 5 übertragen, der unter Verschiebung der Spindel 8 seinen
Freihub ausführt. Nachdem die Steuerscheibe den Winkel zurückgelegt hat, hat der
an dem Stirnrad 50 sitzende Knaggen 54 auch den Winkel a durchlaufen und liegt gegen
den Knaggen 55 der Hülse 51 an und nimmt bei weiterer Drehung die Hülse mit, die
mit einer Schrägzahnkupplung 56 versehen ist, die mit der geraden Zahnfläche in
der eingezeichneten Antriebsrichtung den Gegenkupplungsteil57 mitnimmt. Der Gegenkupplungsteil
57 trägt das Sperrad 58 (Fig. 7), dessen Verzahnung 59 entgegengesetzt zur Verzahnung
56 gerichtet ist, so daß die Federn der Sperrklinke 60 bei der Antriebs- oder Zustelldrehrichtung
die Zähne 59 überratschen. Der das Sperrrad tragende Kupplungsteil 57 sitzt
auf dem Vierkant 61 der Schneckenwelle 62; die mit der Schnecke 63 das Schneckenrad
10 treibt. Die Welle 62 geht durch die Hülse 51 hindurch und ist in der Büchse 64
des Kupplungsteiles 65 gelagert. Der Kupplungsteil 65 ist in dem Gehäuse 1 drehbar
gelagert und mit dem Einstellhebel 66 verbunden, der an seinem Ende die Handhabe
67 trägt, die auf dem Indexbolzen 68 sitzt, der federnd in Löcher 69 eingreift,
die kreisförmig um die Drehachse des Hebels 66 angeordnet sind, um auf diese Weise
die Größe des Zustellbetrages einstellen zu können. Der Kupplungsteil 65 trägt den
Knaggen 70. Die Hülse 51 trägt den Gegenknaggen 71, der in der Ausgangsstellung
des Getriebes, wie in Fig.9 dargestellt, gegen den im Gehäuse 1 angeordneten ortsfesten
Stift 72 anliegt. Der Knaggen 70 dagegen ist durch Verdrehung des Stellhebels
66, wenn der Indexbolzen 68 in ein anderes Loch 69 eingerastet wird, in der Größe
des Winkels ß (Fig. 9) einstellbar. Der Winkel ß ist ein Maß für die Größe der Zustellung.
In der praktischen Ausführung bedeutet der Abstand von einem Loch 69 zum benachbarten
eine Vergrößerung bzw. eine Verkleinerung des Zustellbetrages um 1/l00 mm.
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Die Wirkungsweise des Zustellvorganges, wie er in dem vorbeschriebenen
Getriebe des Grundgerätes abläuft, ist folgende: An dem Steuerpult der Maschine,
das nicht dargestellt ist, wird der Motor 18 durch Niederdrücken eines Druckknopfschalters
D in der für die Zustellung erforderlichen Drehrichtung eingeschaltet, der die Verbindung
zu dem Netz N herstellt. Der Motor 18 läuft an und treibt über das vorher
beschriebene Getriebe auf das Zahnrad 50. Bevor eine getriebliche Verbindung über
die Schnecke 63 zum Schneckenrad 10 hergestellt wird, läuft dieses Zahnrad 50 leer
auf der Hülse 51 und treibt das Zahnrad 53 und damit die Steuerkurve 15 an, so daß
der Zustellschlitten 5 seinen Freihub um beispielsweise 2 mm ausführt. Nach Zurücklegung
des Freilaufwinkels a läuft der Knaggen 54 des Zahnrades 50 gegen den Gegenknaggen
55 der Hülse 51, so daß diese nach Zurücklegung des Freihubes mitgenommen wird und
ihre Bewegung über die Schrägzahnkupplung 56 auf die Welle 62 und die Schnecke 63
überträgt, welche das Schneckenrad 10 und damit die Spindel 8 so lange antreibt,
bis der Knaggen 71 der Hülse 51 gegen den auf denZustellbetrag eingestelltenKnaggen
70 aufläuft. Während der Zustellwinkel ß durchlaufen wird, überratscht derSperrbolzen
60 dieVerzerrung 59 des Sperrades 58 in der in Fig. 7 angegebenen Drehrichtung.
Sobald der Knaggen 71 auf den Knaggen 70 aufgelaufen ist, ist die Zustellbewegung
für den Zustellschlitten 5 beendet. Der Antrieb läuft jedoch zunächst weiter. Dadurch
tritt eine maximale Belastung innerhalb des Getriebes auf, wodurch die Ausweichschnecke
29 mit der Schneckenwelle 28 entgegen der linken Feder 31 nach links verschoben
wird, so daß der Schalter 35 durch den schwingbar gelagerten Schalthebel
33 betätigt wird. Der Schalter 35 kehrt die Drehrichtung des Motors 18 um.
Der Motor läuft zurück, bis der Knaggen 71 gegen den Stift 72 anschlägt, wodurch
wiederum eine Drucksteigerung innerhalb des Getriebes auftritt, so daß sich nunmehr
die Ausweichschnecke 29 mit der Schneckenwelle 28 entgegen der rechten Feder 31
nach rechts schiebt, wodurch aus dem Schwinghebel 33 der linke Schalter 34 betätigt
wird, der den Motor abschaltet. Bei diesem Rücklauf erfolgt keine Rückverstellung
der Schneckenwelle 62 mehr, da dies der Sperrstift 60 verhindert.
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Während der Rücklaufbewegung des Motors 18 übertragen die Zahnräder
49, 50, 53 die Rücklaufbewegung auch auf die Steuerscheibe 15, die bei Beendigung
des Rücklaufes die in Fig. 7 erreichte Ausgangsstellung wieder erreicht hat. Die
Rücklaufbewegung wird durch die Schrägzahnkupplung 56, die in dieser Rückdrehrichtung
überratscht, ermöglicht.
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Der Schaltvorgang des Umschaltens von Vor- auf Rücklauf ist vorstehend
vereinfacht beschrieben und gilt in der beschriebenen Funktion nur für den Einrollvorgang.
Beim Abziehen setzt der Rücklauf selbstverständlich erst ein, nachdem der Abziehvorgang
beendet ist.
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In dem Gehäuse 1 des Grundgerätes ist ferner, wie es in Fig.1 dargestellt
ist, das der Abziehvorrichtung zugeordnete Abziehgetriebe angeordnet, das von dem
Gleichstrommotor 73 angetrieben wird. Der Antrieb erfolgt ebenso wie bei dem vorbeschriebenen
Zustellgetriebe, das zu dem Antriebsmotor 18 gehört, über die Schnecke 74, das Schneckenrad
75 auf die Schneckenwelle 76 der Ausweichschnecke 77, die in ihrer Funktion der
Ausweichschnecke 29 entspricht. Die Ausweichschnecke 77 wird durch zu beiden Seiten
des Schneckenrades 75 angeordnete Federn 78 abgestützt. Ebenso ist die Nabe 79 des
Schneckenrüdes
75 mit einer Ringnut 80 versehen, in die die Gabel
des Schalthebels 81 eingreift, der auf die noch zu erläuternden elektrischen Schalter
82 und 83 wirkt. Die Ausweichschnecke 77 steht im Eingriff mit dem Schneckenrad
84, dessen Drehbewegung über die Stirnzahnräder 85 und 86 sowie über das Kegelradpaar
87 auf die Welle 88 übertragen wird, auf der die Stirnzahnräder 89 und 90 sitzen.
Ein Geschwindigkeitswechsel wird ebenso wie an dem vorbeschriebenen Getriebe durch
Schieberäder ermöglicht, die mit 91 und 92 bezeichnet sind, die auf der Welle 93
axial verschieblich sind. Die Schieberäder werden durch den Schalthebel 94 verstellt.
Auf der Welle 93 sitzt das Zahnrad 95, das mit dem auf einer Zwischenwelle 96 befestigten
Zahnrad 97 im Eingriff steht, welches die Drehbewegung auf das Zahnrad 98 überträgt,
das über die Welle 99 mit dem Schraubenrad 100 verbunden ist, das mit dem rechtwinklig
dazu angeordneten Schraubenrad 101 kämmt, das auf der Welle 102 sitzt. Die Welle
102 trägt das Keilprofil 102 a und liegt parallel zu der Spindel B. In dem Getriebeschema
ist sie lediglich zur Verdeutlichung unterhalb dieser Welle gezeichnet. An dem Zustellschlitten
5 ist das Lager 103 befestigt, in welchem das Kegelrad 104 läuft, das mit dem Kegelrad
105 im Eingriff steht, das am Ende des Bolzens 106 sitzt, der an seinem anderen
Ende den zweiflächigen Mitnehmer 107 trägt, der aus der Aufsetzfläche des Zustellschlittens
heraussteht. Das Kegelrad 104 wird durch die Welle 102 angetrieben -und kann sich
in dem Keilwellenprofi1102a entsprechend der jeweiligen Zustellbewegung axial verschieben.
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An dem Grundgerät befindet sich der in Fig.5 und 6 dargestellte Schalter
108, dessen Anordnung an dem Gehäuse 1 des Grundgerätes aus Fig. 10 bis 13 ersichtlich
ist. Dieser Schalter besitzt in üblicher Weise einen herausragenden Bolzen 109,
der über Keilflächen 110 auf die Schubstange 111 der Kontaktbrücken 112 und 112a
wirkt. Diese Schalter sind an sich bekannt. Die Funktion dieses Schalters wird in
Zusammenhang mit dem Abzieher bzw. Einroller erläutert.
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An das beschriebene Grundgerät ist entweder der Abzieher 113 (Fig.
3, 10 und 11) oder der Einroller 114 (Fig. 4, 12 und 13) aufsetzbar.
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Für den Fall, daß der Abzieher 113, wie dies in Fig.10 und 11 dargestellt
ist, auf den Schwalben-Schwanz 6 des Zustellschlittens 5 des Grundgerätes aufgesetzt
wird, gelangt der in der Aufsetzfläche 115 des Abziehers versenkt angeordnete Gegenmitnehmer
116 in Eingriff mit dem Zweiflächenmitnehmer 107. Dadurch wird die Drehbewegung
dieses Mitnehmers auf das in Fig. 2 dargestellte Getriebe des Abziehers übertragen.
Dieser Fall ist in Fig.2 in Verbindung mit der besprochenen Fig.1 getrieblich dargestellt.
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Der Gegenmitnehmer 116 des Abziehers ist mit dem Zahnrad 117 verbunden,
das mit dem Zahnrad 118 kämmt, das auf der Schneckenwelle 119 sitzt, welche die
Schnecke 120 trägt, die mit dem Schnekkenrad 121 im Eingriff ist. Die Welle, auf
der das Schneckenrad 121 sitzt, ist mit 122 bezeichnet. Sie trägt zwei breite Zahnritzel
123 und 124, die mit den Zahnstangen 125 und 126 der beiden Diamantstößel 127 und
128 kämmen, die an ihrem Ende die Abziehdiamanten 129 und 130 tragen. Der Stößel
127 ist in dem querbeweglichen Schlitten 131 und der Stößel 128 in dem querbeweglichen
Schlitten 132 rechtwinklig zu der Querbewegung der Schlitten geführt. Die Abziehdiamanten
129 und 130 richten die Schleifscheibe entlang ihrer Flankenflächen ab, während
ein dritter Diamant 133, der an der Schubstange 134 befestigt ist, die Umfangsfläche
der Schleifscheibe 2 abrichtet. Die Abrichtbewegung für die Flanken ist die Resultierende
zweier Bewegungen, die sich aus der Auf- und Abbewegung der Stößel 127 und 128 und
der Querbewegung der Schlitten 131 und 132 ergibt. Wenn die Auf- und Abbewegung
der Stößel durch die Ritzel123 und 124 und die Verzahnungen 125 und 126 erfolgen,
werden die Querbewegungen der Schlitten durch Aufgleiten der an den Stößeln gelagerten
Rollen 135 und 136 an den am Abziehergehäuse sitzenden, einstellbaren Steuerkurven
137 und 138 bewirkt. Die Steuerkurven sitzen auf drehbar gelagerten Schneckensegmenten
1.39 und 140; die durch die Einstellschnecken 141 und 142 mit ihren Betätigungsknöpfen
141 a, 142 a verstellbar sind. Von der Querbewegung des Schlittens 131 wird über
das Schubgestänge 143 eine entsprechende Querbewegung auf die Schubstange 134 des
Abziehdiamanten 133 übertragen. Der Hub der Stößel 127 und 128 bzw. derjenige
der Schubstange 134 ist einstellbar. Hierzu dient der fest auf der Welle 122 sitzende
Anschiagknaggen 144, dessen Gegenknaggen 145 dreheinstellbar in dem Gehäuse des
Abziehers 113 gelagert ist. Zur Einstellung der Rüstung dient der Einstellhebel
146, der die Handhabe 147 trägt, die zeit dem Indexbolzen 148 versehen ist, der
federnd in kreisförmig angeordnete Löcher 149 eingreift und damit die jeweilige
Einstellung des Knaggens 145 bewerkstelligt. Damit wird der Hub der Abziehdiamanten
eingestellt.
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Beim Abziehen mit dem selbsttätigen Abzieher rnuß der Schalthebel47
auf Abziehen (Stellung 1) gestellt sein, wie es in Fig.1 dargestellt ist. Dann bewirkt
der diesem Schalthebel 47 zugeordnete Kontakt 48 durch das beim Ausweichen der Ausweichschnecke
29 durch den Schalter 35 gegebene Kommando die Stillsetzung des Zustellmotors 18
und den Anlauf des Abziehmotors 73. Dieses Kommando wird, wie vorher beschrieben,
erst dann gegeben, wenn die Zustellung im Grundgerät erfolgt ist, und es wird also
dadurch bewirkt, daß der Zustellmotor nicht wie beim Einrollen sofort auf Rücklauf
schaltet, sondern daß er abgeschaltet und der Abziehmotor eingeschaltet wird. Der
Motor 73 des Abziehgerätes läuft an und bewegt beide Stößel 127 und 128 abwärts,
so wie es für das Abrichten der Flankenflachen der Schleifscheibe 2 erforderlich
ist, und führt gleichzeitig den Diamanten 133 an der Umfangsfläche der Schleifscheibe
entlang. Wenn der am Einstellhebel 146 eingestellte Hub erreicht ist, ist der Knaggen
1.45 auf den Gegenknaggen 144 aufgelaufen, so daß eine Drucksteigerung im Abziehgetriebe
auftritt, die die Ausweichschnecke 77 betätigt. Die Ausweichschnecke schaltet über
den Schalter 83 die Drehrichtung des Abzieh-Antriebsmotors 73 um, worauf der Rückgang
der Abziehwerkzeuge erfolgt. Bei dieser Rückwärtsbewegung läuft der Knaggen 1.45
gegen die andere Seite des Gegenknaggens 144, so daß am Ende der Rücklaufbewegung
wiederum infolge der Drucksteigerung im Abziehgetriebe die Ausweichschnecke 77 nunmehr
in entgegengesetzter Richtung ausweicht und dann den Schalter 82 betätigt, der den
Motor 73 stillsetzt und über die Kontakte des Schalters 48 den Zustellmotor 18 auf
Rücklauf schaltet, worauf nach erfolgtem Rücklauf; wie
vorher beschrieben,
die Abschaltung über den Schalter 34 stattfindet.
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Gegenüber dem vorbeschriebenen Getriebeschema sind bei der Ausführungsform
nach Fig.1D und 11 geringfügige konstruktive 'Abänderungen durchgeführt. Die Indexlöcher
69 bzw.149 sind ersetzt durch Stirnverzahnungen 67a bzw.147 a.
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Bei dem dargestellten Gerät ist die durch Einstellung der Knöpfe 141
a und 142 a vorzunehmende Verstellung der Segmentplatte 139 und 140,
durch welche der Flankenwinkel an der abzuziehenden Schleifscheibe bestimmt wird,
an den Anzeigegeräten 150 und 151 ablesbar.
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Um einzurollen, wird an Stelle des Abziehgerätes 113 der Einroller
114 auf den Schwalbenschwanz 6 des Zustellschlittens 5 des Grundgerätes aufgesetzt.
In diesem Falle muß das im Grundgerät mitenthaltene Getriebe, soweit es den Abzieher
betätigt, ausgeschaltet bzw. mechanisch blockiert sein. Die elektrische Abschaltung
des Antriebsmotors 73 erfolgt durch Öffnen des Kontaktes 112, wenn nämlich die in
der Grundplatte 152 des Einrollers 114 vorgesehene Steuerfläche 153 den Bolzen 109
des Schalters 108 beaufschlagt (Fig. 6). Dies geschieht selbsttätig, wenn der Einroller
auf das Grundgerät aufgesetzt wird. Als weitere Sicherheit ist die mzehanische Blockierung
vorgesehen, die dadurch erfolgt, daß der zweiflächige Mitnehmer 107 in die an der
Grundplatte 152 vorgesehene Nut 154 eingreift, so daß der Mitnehmer dadurch an jeglicher
Drehbewegung gehindert ist. An der Grundplatte ist der Schwalbenschwanz 155 für
den Schlitten 156 vorgesehen, wodurch es ermöglicht wird, das Einrollwerkzeug 157
seitlich zur Schleifscheibe 2 einzustellen, da die Grundplatte wegen der Betätigung
des Kontaktes 108 nicht verstellt werden darf. Durch den Schlauch 158 wird zur Reinigung
der Profilrolle 157 ein starker Ölstrom geleitet.
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Vor dem Aufsetzen des Einrollers 114 muß der Schalthebel 47 in die
in Fig.1 gestrichelt gezeichnete Stellung 11 auf Einrollen gestellt werden. Dadurch
wird der Schalter 48, wie gestrichelt dargestellt, geöffnet, so daß der Stromweg
zum Motor 73 unterbrochen ist. Daraus folgt, daß das Umschalten auf Rücklauf, wie
es im Zusammenhang mit dem Grundgerät beschrieben ist, durch die Ausweichschnecke
29 erfolgt. Außerdem wird beim Umstellen des Schalthebels 47 in die Stellung II
auf Einrollen über die Schaltgabel 46 der Schieberadblock nach rechts verschoben,
so daß die Zahnräder 41 und 45 in Eingriff kommen, wodurch die Zustellgeschwindigkeit
(Einrollvorschub) auf das genügende Maß herabgesetzt wird. Außerdem kann die stufenlose
Regelbarkeit des Motors 18 für den Einrollvorschub jetzt ausgenutzt werden.
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Sobald auf Einrollen geschaltet wird, muß am Steuerpult der Maschine
auch der Antriebsmotor der Schleifscheibe auf Einrollgeschwindigkeit, d. h. etwa
auf ein Sechstel bis ein Zehntel der Schleifgeschwindigkeit, geschaltet werden.
Da die Schleifscheibe und der Schleifscheibenmotor, wenn er auf volle Tourenzahl
läuft, ein bestimmtes Beharrungsvermögen haben, dauert es eine gewisse Zeit, ehe
diese herabgesetzte Drehzahl erreicht ist. Während dieser Zeit ist durch den Schalter
108 über Kontakte 112 a der Stromkreis für den Zustellmotor 18 für eine einstellbare
Zeit unterbrochen, bis ein an sich bekanntes, diesen Kontakten parallel geschaltetes
Zeitwerk 112 b die Unterbrechung aufhebt. Dieses Zeitwerk wird durch die dem Einrollgang
zugeordnete Einschalttaste des Schleifmotors (für die entsprechend herabgesetzte
Geschwindigkeit) angelassen, so daß der Stromkreis für den Zustellmotor 18 erst
wieder geschlossen wird, wenn das Zeitschaltwerk die geöffneten Kontakte 112a überbrückt.
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Der Schalter 108 wird, wie dies in Fig. 5 dargestellt ist, -beim Aufsetzen
des Abziehers nicht betätigt, da dem Abziehgerät die Steuerfläche 153 fehlt. Der
Einschaltstromkreis für den Motor 73 geht demzufolge dann über die geschlossene
Kontaktbrücke 112.