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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zum aseptischen Herstellen von zellimmobilisierenden Kapseln.
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BESCHREIBUNG DES STANDS DER
TECHNIK
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Die
Zellimmobilisierung ist eine Methode zum Immobilisieren von Zellen
in einem Material, das eine dreidimensionale Umgebung für
das Wachstum und die Isolierung der Zellen bereitstellt, und sie
wird verwendet, um aktive Materialien aus Zellen, einschließlich
Antibiotika, Impfstoffe und monoklonale Antikörper, herzustellen,
und daher wird sie im breiten Maße in künstlichen
Organanwendungen zur Behandlung von Diabetes, hepatitischer Störung,
Parkinson-Erkrankung, Alzheimer-Erkrankung, etc. eingesetzt (siehe Willem
M., et al., Cell Encapsulation Technology and Therapeutics, 14–15
(1999)).
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Im
allgemeinen zur Zellimmobilisierung verwendete Polymere schließen
synthetische und natürliche Polymere, wie Alginat, Chitosan,
Polyvinylalkohol, Collagen, Carboxymethylcellulose, Agarose und Gelatine,
ein (siehe Lambert, F., et al., BioChem. Biophys. Acta.,
759: 81–88 (1983)). Basierend auf den Eigenschaften
solcher Polymere sind verschiedene Immobilisierungsverfahren entwickelt
worden (siehe Birnbaum, S., et al., FEBS Letters, 122: 393–404 (1981);
und Brodelius, P., et al., FEBS Letters, 122: 312–319
(1980)). Wenn Alginat, das eine gute Biokompatibilität
aufweist (siehe Higasi, T. et al., Biosci. and Bioeng.,
97 (2004)), verwendet wird, wird es möglich, den
Molekulargewichtsverschnitt (MWCO) zu steuern, um eine Immunbarriere
bereitzustellen (siehe Bunger, G., et al., Biomaterials.,
26: 2353–2360 (2005)). Daher kann Alginat leicht
für klinische Anwendungen verwendet werden (siehe Orive,
G. et al., Nat Med., 9: 104–7 (2003)).
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In
einem typischen Zellimmobilisierungsverfahren unter Verwendung von
Alginat wird eine Alginatsuspension von Zellen in einer vernetzenden
Lösung eines zweiwertigen Kations, wie CaCl2 oder BaCl2, in der Form von Tröpfchen ausgebildet,
um in Kapseln umgewandelt zu werden (siehe D. Serp., et al.,
Biotechnology and Bioengineering, 70(1): 41–53 (2000)).
Um solche Kapseln einer gewünschten Größe
herzustellen, hat es zahlreiche, kommerziell erhältliche
Einkapselungsvorrichtungen gegeben (z. B. Inotech Encapsulation
Product (INOTECH Biotechnologies), Encapsulation/Immobilization
Systems (Nisco Engineering AG)), basierend auf Vibration, Zentrifugalkraft,
statischer Elektrizität oder Luftstrahl (siehe Willem
M., et al., Cell Encapsulation Technology and Therapeutics, 14–15
(1999)).
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Jedoch
tendieren Kapseln, die durch Vibration, Zentrifugalkraft, statische
Elektrizität oder Luftstrahl hergestellt werden, dazu,
eine unerwünschte Größenverteilung aufzuweisen. Übermäßig
große Kapseln können eine ausreichende Sauerstoffversorgung
zu den Zellen innerhalb der Kapseln verhindern, um Hypoxie zu verursachen,
was in einer Nekrose resultiert, während übermäßig
kleine Kapseln dazu neigen, wenn eine physikalische Kraft, wie eine Scherspannung,
beaufschlagt wird, zu brechen. Demzufolge erfordern die oben beschriebenen
Verfahren einen getrennten Schritt zum Auswählen von Kapseln
mit der gewünschten Größe. Zusätzlich müssen
die ausgewählten, so hergestellten Kapseln in separaten
Behältern unter einer aseptischen Umgebung gewaschen werden,
was solche Verfahren kompliziert und unökonomisch macht
(siehe
Koreanisches Patent Nr.
725730 ; und
D. Serp., et al., Biotechnology and
Bioengineering, 70(1): 41–53 (2000)).
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Daher
hat es eine Notwendigkeit gegeben, eine verbesserte Vorrichtung
zum Herstellen zellimmobilisierender Kapseln einer gewünschten
Größe ohne das Risiko einer Mikroorganismuskontamination
zu entwickeln.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Demzufolge
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung
zum Herstellen von Kapseln bereitzustellen, die effizient verwendet werden
kann, um die Herstellung, das Waschen und die Auswahl gewünschter
Kapseln unter einem aseptischen Zustand durchzuführen.
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Es
ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zum Herstellen aseptischer Kapseln unter Verwendung der Vorrichtung
bereitzustellen.
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Gemäß einer
Erscheinung der vorliegenden Erfindung wird eine Vorrichtung zum
Herstellen aseptischer Kapseln bereitgestellt, welche umfasst: einen Behälter,
ausgerüstet mit einem Einlass für Druckluft, einem
Einlass/Auslass für Waschmedium und einer Produktwiedergewinnungsleitung,
der eine unter einem aseptischen Zustand gehaltene Vernetzungslösung
enthält; eine Mehrfachdüsenanordnung, die im oberen
Teil des Behälters installiert ist, zum Extrudieren einer
Zellsuspension, um Tröpfchen zu bilden, die in die Vernetzungslösung
fallen, um Kapseln zu bilden; ein äußeres Netz,
das entfernbar innerhalb des unteren Teils des Behälters
installiert ist; und ein inneres Netz, das entfernbar innerhalb
des äußeren Netzes installiert ist, wobei die
Kombination der äußeren und inneren Netze fungiert,
um die Auswahl von Kapseln mit einem vorgegebenen Größenverteilungsbereich
zu ermöglichen.
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Gemäß einer
weiteren Erscheinung der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
zum Herstellen aseptischer Kapseln unter Verwendung der oben beschriebenen
Vorrichtung bereitgestellt, welches umfasst: Extrudieren einer Zellsuspension,
um Tröpfchen unter Verwendung der Mehrfachdüsenanordnung
zu bilden; Härten der Tröpfchen, um Kapseln unter
Verwendung der Vernetzungslösung zu bilden; und Waschen
der Kapseln unter Verwendung des Waschmediums und Auswählen
von Kapseln vorgegebener Größe unter Verwendung
des inneren Netzes und des äußeren Netzes.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
obigen und weiteren Aufgaben und Merkmale der vorliegenden Erfindung
werden aus der folgenden Beschreibung der Erfindung offensichtlich
werden, in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen,
welche zeigen:
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1:
ein schematisches Diagramm, das eine Vorrichtung zum Herstellen
aseptischer Kapseln gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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2:
ein schematisches Diagramm, das einen Vernetzungslösung
enthaltenden Behälter in einer Vorrichtung zum Herstellen
aseptischer Kapseln gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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3:
eine schematische Ansicht, die ein Kapselauswahlverfahren unter
Verwendung von zwei Netzen jeweils mit einer Vielzahl von Poren
einer vorgegebenen Größe zeigt, die in einem Vernetzungslösung
enthaltenden Behälter einer Vorrichtung zum Herstellen
aseptischer Kapseln gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung installiert sind; und
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4:
eine vergrößerte Ansicht einer Kapsel, die durch
eine Vorrichtung zum Herstellen aseptischer Kapseln gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung hergestellt
worden ist.
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Bezugszeichenliste
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Fig. 1:
- 1
- Vorrichtung
zum Herstellen von Kapseln gemäß der vorliegenden
Erfindung
- 2
- Zellsuspensionsversorgungsbehälter
- 3
- Druckluftversorgung
- 4
- Zellsuspensionseinlassöffnung
- 5
- Mehrfachdüsenanordnung
- 6
- Druckluftversorgung
- 7
- Extrusionsdüsen
- 8
- Luftdrucksteuervorrichtung
- 9
- Vernetzungslösung
enthaltender Behälter
- 10
- inneres
Netz
- 11
- äußeres
Netz
- 12
- Waschmedium
- 13
- Einlass/Auslass-Öffnung
für Waschmedium
- 14
- Kapseltransportöffnung
- 15
- Mehrfachdüsenadapter
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Im
folgenden wird eine Ausführungsform einer Vorrichtung zum
Herstellen aseptischer Kapseln gemäß der vorliegenden
Erfindung im Detail unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben.
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1 veranschaulicht
eine integrierte Vorrichtung 1 zum Herstellen aseptischer
Kapseln gemäß einer Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung (im folgenden einfach bezeichnet als „Kapselherstellungsvorrichtung 1”),
und 2 veranschaulicht einen Vernetzungslösung
enthaltenden Behälter 9 der Kapselherstellungsvorrichtung 1.
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Sich
beziehend auf 1 und 2 wird eine
zu immobilisierende, Tierzellen enthaltende Zellsuspension in einen
Zellsuspensionsvorratsbehälter 2 eingeführt,
kompressiert unter Verwendung von Druckluft aus einer Druckluftversorgung 3,
und dann zu einer Mehrfachdüsenanordnung 5 der
Kapselherstellungsvorrichtung 1 über eine Zellsuspensionseinlassöffnung 4 eingeführt.
Die Zellsuspension wird durch die Mehrfachdüsenanordnung 5 gezwängt, während
Druckluft aus einer Druckluftversorgung 6 zur Mehrfachdüsenanordnung 5 in
einer solchen Weise eingeführt wird, dass Tröpfchen
einer gewünschten Größenverteilung aus
der Mehrfachdüsenanordnung 5 ausgeworfen werden,
um in der Vernetzungslösung des Vernetzungslösung
enthaltenden Behälters 9 gequencht zu werden.
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Der
Zellsuspensionsversorgungsbehälter 2 kann bei
einer geringen Temperatur gehalten werden, um so eine Zellschädigung
zu vermeiden, und er kann ausgerüstet sein mit einem Rührer
(z. B. einem magnetischen Rührer), um die Tierzellen in
der Zellsuspension einheitlich zu verteilen. Die Druckluft aus der
Druckluftversorgung 3 wird durch Führen durch einen
Filter (nicht gezeigt) sterilisiert und kann bei einem Druck im
Bereich von 0,02 bis 0,3 MPa gehalten werden. Die Mehrfachdüsenanordnung 5 kann
aus rostfreiem Stahl oder Polycarbonat hergestellt sein, und sie
umfasst eine Vielzahl von Extrusionsdüsen 7, z.
B. 1 bis 150 Extrusionsdüsen, welche aus Injektionsnadeln
mit einem Durchmesser von 18 bis 24 G, bevorzugt 23 G, hergestellt
sein können. Das Ende jeder Nadel kann nach unten aus der
Bodenfläche der Mehrfachdüsenanordnung 5 um
eine Länge von 0,3 bis 1,0 mm, bevorzugt 0,7 mm, hervorragen,
und die Seite jeder Nadel kann luftabgebende Löcher (nicht
gezeigt) mit einem Durchmesser von 1,5 bis 3 mm, bevorzugt 1,5 mm,
aufweisen.
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Die
aus den Extrusionsdüsen 7 ausgeworfenen Tröpfchen
können einen durchschnittlichen Durchmesser von 0,3 bis
2,0 mm aufweisen. Die Größe der Tröpfchen
kann durch Einstellen des Drucks der Druckluft aus der Druckluftversorgung 6 und
Einstellen der Druckluftsteuervorrichtung 8 gesteuert werden,
welche oberhalb der Mehrfachdüsenanordnung 5 positioniert
ist.
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Die
aus den Extrusionsdüsen 7 ausgeworfenen Tröpfchen
fallen in den Vernetzungslösung enthaltenden Behälter 9,
wobei die Vernetzungslösung bei 4°C gehalten wird,
um in Kapseln gehärtet zu werden. Die Vernetzungslösung
kann eine wässrige CaCl2- oder
BaCl2-Lösung oder eine wässrige
Lösung, die ein mehrwertiges Kation (z. B. Ti2+ und
Al2+) oder ein Polymerkation (z. B. Chitosan,
Polyaminosäure, Polyethylenimin und Polyacrylamid) enthält, sein.
Die resultierenden Kapseln werden mehreren Waschzyklen unter Verwendung
eines Waschmediums 12, das über eine Einlass/Auslassöffnung 13 für Waschmedium
geliefert wird, unterzogen. Das Waschmedium kann ein RPMI-Medium
(Roswell Park Memorial Institute), ein Williams' E-Medium und ein
DMEM (Dulbecco's Modified Eagle's Medium), etc. sein. Während
des Waschens gelangen unerwünschte kleine Kapseln durch
innere und äußere Netze 10 und 11,
um durch die Einlass/Auslassöffnung 13 für
Waschmedium entfernt zu werden, während Kapseln mit einer
Teilchengröße größer als die untere
Grenze des gewünschten Teilchengrößenbereichs
innerhalb des inneren Netzes 10 verbleiben. Dann wird das
entfernbar installierte innere Netz 10 angehoben, um es
den aufgefangenen Kapseln zu erlauben, in das äußere
Netz 11 zu fallen. Dann können die Kapseln eines
gewünschten Größenbereichs durch das äußere
Netz 11 gelangen, nach Anheben des entfernbar installierten äußeren
Netzes 11, während Kapseln, die größer
sind als die gewünschte Größe, im äußeren
Netz 11 verbleiben. Die ausgewählten Kapseln,
die sich im Bodenteil des Vernetzungslösung enthaltenden
Behälters 9 angesammelt haben, werden durch eine
Kapseltransportöffnung 14 in einen anderen Behälter
(nicht gezeigt) überführt.
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Die
Kapselherstellungsvorrichtung 1 kann ferner einen Mehrfachdüsenadapter 15 umfassen, der
aus Polycarbonat hergestellt ist, so dass die aus den Extrusionsdüsen 7 ausgeworfenen
Tröpfchen in eine geeignete Position der Vernetzungslösung
fallen. Die Extrusionsdüsen 7 können
oberhalb der Oberfläche der Vernetzungslösung
mit einem Abstand von 120 bis 160 mm, bevorzugt etwa 140 mm, positioniert
sein.
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Der
Vernetzungslösung enthaltende Behälter 9 kann
eine zylindrische Struktur mit einem Durchmesser von 150 bis 350
mm, bevorzugt etwa 225 mm, und einer Höhe von 120 bis 220
mm, bevorzugt etwa 170 mm, aufweisen. Der Vernetzungslösung enthaltende
Behälter 9 weist einen Luft abgebenden Auslass
(5 mm Durchmesser) am oberen Teil in der Nähe des Mehrfachdüsenadapters 15 auf,
um die Luft abzugeben, die in den Vernetzungslösung enthaltenden
Behälter 9 durch die Mehrfachdüsenanordnung 5 eingeführt
wurde, und um einen konstanten positiven Druck und eine aseptische
Umgebung in dem Vernetzungslösung enthaltenden Behälter 9 zu
halten.
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Im
Vernetzungslösung enthaltenden Behälter 9 werden
Kapseln eines gewünschten Größenbereichs
durch Manipulation des inneren Netzes 10 und des äußeren
Netzes 11 ausgewählt. Das innere Netz 10,
das eine zylindrische Form aufweisen kann, ist an seinem Boden offen
und weist Poren auf, deren Durchmesser mit der unteren Grenze des
gewünschten Kapseldurchmesserbereichs korrespondiert. Das äußere
Netz 11, das von einer Eimerform sein kann, hat seinen
Boden geschlossen und weist Poren auf, deren Durchmesser mit der
oberen Grenze des gewünschten Kapseldurchmesserbereichs
korrespondiert. Die Porengrößen des inneren Netzes 10 und des äußeren
Netzes 11 können 300 bis 2000 μm bzw. 300
bis 2000 μm sein. Der untere Randteil des inneren Netzes 10 ist
entfernbar mit dem Boden des äußeren Netzes 11 unter
Verwendung eines Versiegelungselements, z. B. eines Silikonformteils,
versiegelt, und diese Versiegelung wird lediglich nach den Waschzyklen
aufgebrochen, um unerwünschte kleine Kapseln zu entfernen.
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Das
Verfahren zum Auswählen der Größe gewünschter
Kapseln unter Verwendung des inneren Netzes 10 und des äußeren
Netzes 11 ist wie folgt. Unter Bezugnahme auf 3 zusammen
mit 1 und 2 wird zunächst das
Bodenteil des inneren Netzes 10 entfernbar am Boden des äußeren
Netzes 11 versiegelt, so dass das innere Netz 10 und
das äußere Netz 11 eine kombinierte Doppelnetzstruktur
bilden, und wenn die innerhalb des inneren Netzes 10 angesammelten
Kapseln gewaschen werden, werden Kapseln, die kleiner sind als die
untere Grenze des gewünschten Kapselgrößenbereichs,
durch das innere Netz 10 und das äußere
Netz 11 gelangen, um mit dem Waschmedium 12 abgegeben
zu werden. Anschließend, wenn das innere Netz 10 und
das äußere Netz 11 sequenziell angehoben
werden, verbleiben Kapseln, die größer sind als
die obere Grenze eines gewünschten Kapselgrößenbereichs,
in dem äußeren Netz 11 mit einem geschlossenen
Boden. Als ein Ergebnis werden lediglich Kapseln mit dem gewünschten
Größenbereich in dem Vernetzungslösung
enthaltenden Behälter 9 belassen. Um beispielsweise
Kapseln mit einem Durchmesserbereich von 500 bis 1000 mm zu erhalten,
können das innere Netz 10 und das äußere
Netz 11 Porengrößen von 500 mm bzw. 1000
mm aufweisen.
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Die
so ausgewählten Kapseln werden in ein vorgegebenes System über
die Kapseltransportöffnung 14 überführt,
die an dem unteren Ende des Vernetzungslösung enthaltenden
Behälters 9 angeordnet ist.
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Die
vorliegende Erfindung stellt ebenfalls ein Verfahren zum Herstellen
aseptischer Kapseln unter Verwendung der oben beschriebenen Kapselherstellungsvorrichtung
bereit, welches umfasst: Extrudieren einer Zellsuspension, um Tröpfchen
zu bilden, unter Verwendung einer Mehrfachdüsenanordnung; Härten
der Tröpfchen, um Kapseln zu bilden, unter Verwendung einer
Vernetzunsglösung; und Waschen der Kapseln unter Verwendung
eines Waschmediums und Auswählen von Kapseln mit einer
gewünschten Größe unter Verwendung eines
inneren Netzes und eines äußeren Netzes. Sofern
nicht anderweitig spezifiziert wird die obige Beschreibung über
die Kapselherstellungsvorrichtung der vorliegenden Erfindung angewendet.
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Das
Extrudieren und Härten der Tröpfchen und das Waschen
und die Größenauswahl der Kapseln können
unter einem kalten Zustand von 4 bis 15°C durchgeführt
werden, um aufgrund der Verarmung an Sauerstoff und Nährstoffen
eine Zellschädigung zu verhindern. Das Extrudieren und
Härten der Tröpfchen kann für 5 bis 20
Minuten bzw. 5 bis 10 Minuten durchgeführt werden, und
das Waschen und die Größenauswahl der Kapseln
kann für 10 bis 30 Minuten durchgeführt werden.
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Im
Tröpfchenextrusionsschritt kann die Zellsuspension, die
in die Mehrfachdüsenanordnung eingeführt wird,
ein Polymer umfassen, das herkömmlicher Weise zur Immobilisierung
von Zellen verwendet wird, z. B. wenigstens eines ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus Alginat, Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose,
Natriumcarboxymethylcellulose, Carbomeren, Hyaluronsäure,
Methylcellulose, Karaya, wasserlöslicher Stärke,
Pektin, Gelatine, Polyvinylalkohol und Polyvinylpyrrolidon, ist jedoch
hierauf nicht begrenzt. Die Tröpfchenextrusion kann unter
Verwendung einer herkömmlichen Düse durchgeführt
werden, die durch Vibration oder statische Elektrizität,
zusätzlich zu Luftstrahl, betrieben wird. Bevorzugt kann
ein Luftstrahl unter einem Druck von 0,02 bis 0,3 MPa durchgeführt
werden.
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Das
Härten der Tröpfchen in die Kapseln kann durchgeführt
werden durch Rühren der Tröpfchen in einer wässrigen
CaCl2- oder BaCl2-Lösung oder
einer wässrigen Lösung, die ein mehrwertiges Kation
(z. B. Ti2+ und Al2+)
oder ein Polymerkation (z. B. Chitosan, Polyaminosäure,
Polyethylenimin und Polyacrylamid) enthält.
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Wie
oben beschrieben umfasst die Vorrichtung zum Herstellen aseptischer
Kapseln gemäß der vorliegenden Erfindung eine
Mehrfachdüsenanordnung zur Massenproduktion von Kapseln
und zwei Netze mit vorgegebenen Porengrößen für
das Waschen und das Auswählen der Kapseln, und somit kann
das Waschen, die Auswahl und die Wiedergewinnung der Kapseln unter
einem aseptischen Zustand durchgeführt werden. Die so erhaltenen
Kapseln können effektiv in der Zellimmobilisierung und bei
künstlichen Organanwendungen zur Behandlung von Diabetes,
hepatitischer Störung, Parkinson-Erkrankung, Alzheimer-Erkrankung,
etc. eingesetzt werden.
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Die
vorliegende Erfindung wird in weiterem Detail unter Bezugnahme auf
ein Beispiel beschrieben. Es sollte jedoch verstanden werden, dass
die vorliegende Erfindung nicht durch das spezifische Beispiel beschränkt
ist.
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Beispiel: Herstellung aseptischer Kapseln
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Die
Herstellung von Alginatkapseln wurde für etwa 10 Minuten
wie folgt unter Verwendung einer Kapselherstellungsvorrichtung,
wie sie in 1 veranschaulicht ist, durchgeführt,
welche eine Mehrfachdüsenanordnung mit 61 Extrusionsdüsen
und einem Vernetzungslösung enthaltenden Behälter
umfasst, in welchem ein inneres Netz mit Poren einer Größe
von 500 μm und ein äußeres Netz mit Poren einer
Größe von 1500 μm installiert waren.
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Zunächst
wurden etwa 600 ml einer Alginatsuspension in die Kapselherstellungsvorrichtung
eingeführt und durch die Mehrfachdüsenanordnung
unter Verwendung von Druckluft extrudiert, um Tröpfchen
zu bilden.
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Die
Tröpfchen wurden in eine wässrige 100 mM CaCl2-Lösung (4°C) eingetropft,
die als eine Vernetzungslösung verwendet wurde, und für
5 Minuten gerührt, um in Kapseln gehärtet zu werden.
Die wässrige CaCl2-Lösung
wurde über die Einlass/Auslass-Öffnung für
Waschmedium abgegeben, die an dem unteren Ende des Vernetzungslösung
enthaltenden Behälters angeordnet ist, und die Kapseln wurden
dann mit 2 l kaltem RPMI-Medium (Sigma-Aldrich, USA) (× 4)
und dann 2 l Williams' E Medium (Sigma-Aldrich, USA) (× 2)
gewaschen. Während des Waschens wurden Kapseln mit einer
Größe, die kleiner ist als die Porengröße
des inneren Netzes, zusammen mit den Waschmedien über die Einlass/Auslass-Öffnung
für Waschmedium abgegeben. Dann wurde die Metallleitung,
die mit dem inneren Netz verbunden ist, um etwa 7 cm angehoben und
fixiert, und dann wurde die Mischung so gerührt, dass Kapseln
mit einer Größe größer als die
Porengröße des äußeren Netzes
innerhalb des äußeren Netzes sich ansammelten.
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Anschließend
wurde das äußere Netz angehoben, um die Kapseln,
die größer sind als die Porengröße
des äußeren Netzes, zu entfernen, und die restlichen
Kapseln wurden dann in ein vorgegebenes System über eine
Kapseltransportöffnung, die an dem unteren Ende des Vernetzungslösung
enthaltenden Behälters angeordnet war, überführt.
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Die
Durchmesser der so erhaltenen Kapseln wurden gemessen. Als ein Ergebnis
wiesen die Kapseln einen durchschnittlichen Durchmesser von 700 bis
1200 μm auf. Die vergrößerte Ansicht
der Kapsel ist in 4 gezeigt.
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Während
die Erfindung in Bezug auf die spezifischen Ausführungsformen
beschrieben worden ist, sollte erkannt werden, dass zahlreiche Modifikationen
und Änderungen von Fachleuten auf dem Gebiet an der Erfindung
durchgeführt werden können, welche ebenfalls in
den Umfang der Erfindung fallen, wie er in den beigefügten
Ansprüchen definiert ist.
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Zusammenfassung
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Bereitgestellt
wird eine Vorrichtung und ein Verfahren zum aseptischen Herstellen
von zellimmobilisierenden Kapseln, wobei die Vorrichtung eine Mehrfachdüsenanordnung
und ein Doppelnetzsystem zum Waschen und zur Größenauswahl
der Kapseln umfasst, und wodurch die Herstellung, das Waschen, die
Auswahl und das Wiedergewinnen der Kapseln leicht unter einem aseptischen
Zustand in einer integrierten Art und Weise durchgeführt
werden kann.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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-
Zitierte Patentliteratur
-
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- - Willem M.,
et al., Cell Encapsulation Technology and Therapeutics, 14–15
(1999) [0002]
- - Lambert, F., et al., BioChem. Biophys. Acta., 759: 81–88
(1983) [0003]
- - Birnbaum, S., et al., FEBS Letters, 122: 393–404 (1981) [0003]
- - Brodelius, P., et al., FEBS Letters, 122: 312–319 (1980) [0003]
- - Higasi, T. et al., Biosci. and Bioeng., 97 (2004) [0003]
- - Bunger, G., et al., Biomaterials., 26: 2353–2360 (2005) [0003]
- - Orive, G. et al., Nat Med., 9: 104–7 (2003) [0003]
- - D. Serp., et al., Biotechnology and Bioengineering, 70(1):
41–53 (2000) [0004]
- - Willem M., et al., Cell Encapsulation Technology and Therapeutics,
14–15 (1999) [0004]
- - D. Serp., et al., Biotechnology and Bioengineering, 70(1):
41–53 (2000) [0005]