DE1114587B - Hochleistungsgasentladungs-Blitzlampe - Google Patents
Hochleistungsgasentladungs-BlitzlampeInfo
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- H05H—PLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
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- H05H1/02—Arrangements for confining plasma by electric or magnetic fields; Arrangements for heating plasma
- H05H1/10—Arrangements for confining plasma by electric or magnetic fields; Arrangements for heating plasma using externally-applied magnetic fields only, e.g. Q-machines, Yin-Yang, base-ball
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Description
INTERNAT.KL. HOIj
DEUTSCHES
PATENTAMT
U5619Vnic/21f
ANMELDETAG: 19. SEPTEMBER 1958
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
5. OKTOBER 1961
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hochleistungsgasentladungs-Blitzlampe
mit einem innerhalb des Lampengefäßes in Richtung der Entladung verlaufenden und zu deren Einschnürung dienenden Magnetfeld.
Vorrichtungen dieser Art eignen sich zur Untersuchung des Verhaltens sehr heißer Plasmen. Darüber
hinaus erzeugt eine energiereiche Gasentladung einen außerordentlich intensiven und zeitlich genau
lenkbaren Lichtblitz, der besonders geeignet ist, um Momentbelichtung für photographische Zwecke zu
erzielen.
Die Temperatur des Plasmas, das durch eine energiereiche
elektrische Entladung in einem Gas erzeugt wird, wird durch adiabatische Einengung des Piasmas,
die auf der einengenden Kraft des die Entladung umgebenden ringförmigen Magnetfeldes beruht, beträchtlich
erhöht. Der Ort und die Dauer der eingeengten bzw. zusammengedrückten Entladung kann
mittels eines zweiten Magnetfeldes stabilisiert werden, das mit der Entladungsrichtung fluchtet.
Vorrichtungen zur Erzeugung energiereicher Entladungen für Laboratoriumsuntersuchungen oder andere
Anwendungszwecke der obengenannten Art sind bisher aus einem glasartigen Material, wie Quarz,
Keramik, Porzellan oder Glas, hergestellt worden. Es hat sich gezeigt, daß die Verwendung solcher, während
der Entladung verdampfender Materialien zu einer Verunreinigung des Gases führt, das der Ionisation
und Erhitzung unterliegt. In der Tat führt auf Grund des Erfordernisses, eine hohe Reinheit eines
gegebenen, der Ionisation unterliegenden Gases beizubehalten, die sich durch das Gefäßmaterial ergebende
Verunreinigung dazu, daß die bisher bekannten Vorrichtungen in vielen Fällen auf den einmaligen
Einsatz beschränkt sind. Auf Grund von schaltungstechnischen Erwägungen ist ferner die Dicke der Gefäßwand
auf einen Wert beschränkt, der den Einsatz des Gefäßes auf Grund seiner Empfindlichkeit gegen
Bruch bei dem sich ergebenden Schock auf mäßige Energien begrenzt.
Bei einer bekannten gas- oder dampfgefüllten Bogenentladungslampe ist die Entladungsröhre fest
zwischen den Pohlschuhen eines permanenten Magneten oder eines Elektromagneten mit Eisenkern angeordnet.
Bei dieser Lampe wird innerhalb des Lampengefäßes in Richtung der Entladung ein Magnetfeld
erzeugt, das zur Einschnürung der Entladung dient. Lampen dieser Art sind infolge ihrer Kopplung
an einen Magneten sehr schwer und unhandlich.
Erfindungsgemäß wird eine leichte handliche und leistungsfähige Gasentladungs - Blitzlampe geschaffen,
HocHeistungsgasentladungs-Blitzlampe
Anmelder:
United States Atomic Energy Commission, Washington, D. C. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. W. Abitz, Patentanwalt,
München 27, Gaußstr. 6
München 27, Gaußstr. 6
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 8. Oktober 1957 (Nr. 689 017)
V. St. v. Amerika vom 8. Oktober 1957 (Nr. 689 017)
Vernal Josephson, Palos Verdes Estates, Calif.
(V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
indem innerhalb des Lampengefäßes im wesentlichen konzentrisch zur Entladungsstrecke eine Wendel aus
einem elektrisch hochleitfähigen Metallband vorgesehen ist, die sich im wesentlichen zwischen den
Lampenelektroden erstreckt und an deren Enden eine besondere Stromquelle zur Erzeugung des Magnetfeldes,
deren Spannung kleiner sein muß, als sie zur Erzeugung der Gasentladung erforderlich ist, anschaltbar
ist.
Hierdurch wird das Magnetfeld im Inneren des Lampengefäßes durch eine Metallbandsäule erzeugt,
wodurch die Lampe nicht mehr durch einen Magneten beschwert wird, und außerdem wird durch die
Spulenwendel ein Teil der Strahlung, die infolge der Entladung auftritt, gegen das Lampengefäß abgeschirmt,
wodurch Verunreinigungen der Gasfüllung weitgehend vermieden werden.
Besonders vorteilhaft ist es, den zylindrischen Teil und eine der Endwandungen des Lampengefäßes aus
Metall herzustellen. In diesem Fall ergibt sich zusammen mit der Entladungsstrecke ein einseitig geschlossener
Koaxialleiter, der zu einer extrem niederen Induktivität der Anordnung führt. Hierdurch lassen
sich besonders starke Entladungsströme und eine sehr kurze Stromanstiegzeit erzielen.
An Hand der Figuren soll die Erfindung beispielsweise näher erläutert werden.
Das zylindrische Gehäuse 11 der Blitzlampe kann aus Metall bestehen. Im Hinblick auf eine Verunreini-
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gung des Gases braucht es aber nicht aus Metall zu bestehen, da es von einer anderen Einrichtung in der
nachstehend beschriebenen Weise gegen die Entladung abgeschirmt ist. Es ist jedoch vorteilhaft, einen
den Strom hervorragend leitenden Außenbehälter 11 zu verwenden.
Symmetrisch zur Mittellinie des Behälters 11 ist ein Hauptentladungselektrodenpaar 19, 21 vorgesehen.
Die Elektrode 21 steht in unmittelbarer elektrisch leitender Verbindung mit dem einen Ende des Hüllgefäßesll,
die Elektrode 19 ist mittels Isolierelementen 23 im anderen Behälterende isoliert angeordnet.
Diese Elektroden 19, 21 dienen dazu, in Längsrichtung des Hüllgefäßes 11 eine ionisierende Entladung
aufzurichten.
Wie früher erwähnt, unterliegt eine solche Entladung bei sehr hoher Energie einer Einengung unter
dem Einfluß ihres eigenen ringförmigen Magnetfeldes. Ein solches eingeschlossenes, im Querschnitt zusammengedrücktes
Plasma ist jedoch im Raum unstabil, und es ist erwünscht, zu einer Stabilisierung ein Magnetfeld
vorzusehen, dessen Kraftlinien in der Richtung der Entladung verlaufen.
Gemäß der Erfindung wird eine leitende Abschirmung vorgesehen, welche die Bahn der ionisierten
Entladung umgibt. Diese leitende Abschirmung besteht aus einer Wendel 13 aus einem hochleitfähigen
Metallstreifen, beispielsweise Kupferband, mit einer solchen Windungszahl, daß sie ein Solenoid bildet.
Die Enden der Wendel sind an die zugehörigen Elektroden 19 bzw. 21 angeschlossen. Benachbarte Windungen
des Solenoides müssen sich in einem ausreichenden Abstand voneinander befinden, daß zwischen
ihnen unter der Einwirkung des angelegten Potentials kerne elektrische Entladung erfolgt. Um die
Plasmazone vollständig in metallische Flächen einzuschließen, ist eine zweite Wendel 15, deren Steigung
derjenigen der ersten Wendel 13 entspricht, über der ersten Wendel und gegen dieselbe versetzt vorgesehen.
Die äußere Wendel 15 muß ferner isoliert auf der inneren Wendel 13 gehalten werden, wozu zwischen
den beiden Solenoiden isolierte bandartige Elemente 17 vorgesehen sind. Der Isolierstoff 17 liegt
außerhalb des Entladungsweges, auf welchen die Ionen auftreffen können, und führt auf diese Weise
nicht zur Verunreinigung des der Erhitzung unterliegenden Gases. Die hohe Leitfähigkeit der metallischen
Flächen verhindert das Verdampfen des Metalls und beseitigt dementsprechend die nachteilige
Verunreinigung des Gases.
Zur Erzeugung des stabilisierenden Längsmagnetfeldes ist eine Spannungsquelle vorgesehen, die beispielsweise
den Kondensator 24 auflädt und die über die Wand des Hüllgefäßes 11 und Verbindung 33 an
das eine Ende der inneren Wendel 13 und über Elektrode 19 und Verbindung 35 an das andere Ende dieser
Wendel angeschlossen ist. Im Betrieb wird diese Spannungsquelle 24 durch Schließen des Schalters 25
an die Wendel 13 angelegt, bevor man die Hauptentladung durch das Gas zwischen den Elektroden 19,
21 erzeugt. Die Hauptentladung wird durch Schließen des Schalters 29 erhalten, der mit dem eine hohe Kapazität
aufweisenden Hochspannungskondensator 27 in Reihe liegt. Der Stromkreis zwischen dem Kondensator
27 und der Gassäule wird von dem Hüllgefäß 11, der Elektrode 21, der Elektrode 19 und
dem Schalter 29 gebildet. Die Wendelform des Solenoides 13 weist eine beträchtlich höhere Induktivität
als die ionisierte Bahn zwischen den Elektroden 19, auf und ergibt daher in bezug auf das Hauptentladungspotential
im wesentlichen einen offenen Kreis.
Ein Vorteil von beträchtlicher Bedeutung, der sich aus der Verwendung von Metall für das Hüllgefäß
ergibt, besteht darin, daß das Hüllgefäß zusammen mit der Ionenentladung in der Auswirkung eine Koaxialleitung
geringer Impedanz bildet. Hierdurch wird eine sehr hohe Amplitude der Stromentladung wie
auch eine Energieerhaltung durch die Abwesenheit eines äußeren Magnetfeldes ermöglicht.
Versuche mit einem solchen Rohr, wobei die SoIenoidinduktivität
das ungefähr Fünffache der Gesamtinduktivität des Entladungskreises und die Anfangsspannung der Hauptentladungsspannungsquelle 27
V je Verbindung betrug, ergaben keine Verschlechterung der in dem Rohr auftretenden sichtbaren
Zusammenschnürung. Die Zeit, in welcher die Entladung stattfindet, ist viel kürzer und konstanter
als in üblichen rohrförmigen Gasentladungslampen.
Zur Ausnutzung des sehr intensiven Lichtes solcher Entladungen ist in dem äußeren Solenoid 15 ein Fenster
30 und in der Wand des Hüllgefäßes 11 ein Fenster 32 aus glasartigem Material vorgesehen.
An das Entladungsrohr sind über Leitungen und zugehörige Ventile eine Reinigungseinrichtung 12 für
das Hüllgefäß und eine Gasquelle sowie Zufuhreinrichtung 14 angeschlossen.
Es hat sich gezeigt, daß eine in der vorstehend beschriebenen Weise ausgebildete Blitzlichtlampe mit
ihrer vollständig von Metall gebildeten Oberfläche, welche Bruch und Verunreinigung verhindert, die
Erzeugung eines axialen Magnetfeldes erlaubt, das sich vollständig innerhalb des Gases befindet und
daher eng mit der Entladung gekoppelt ist und die präzise zeitliche Lenkung der Entladungen erlaubt.
Claims (4)
1. Hochleistungsgasentladungs-Blitzlampe mit einem innerhalb des Lampengefäßes in Richtung
der Entladung verlaufenden und zu deren Einschnürung dienenden Magnetfeld, dadurch ge
kennzeichnet, daß innerhalb des Lampengefäßes im wesentlichen konzentrisch zur Entladungsstrecke eine Wendel (13) aus elektrisch hochleitfähigem
Metallband vorgesehen ist, die sich im wesentlichen zwischen den Lampenelektroden
(19, 21) erstreckt und an deren Enden eine besondere Stromquelle (24) zur Erzeugung des
Magnetfeldes, deren Spannung kleiner sein muß, als sie zur Erzeugung der Gasentladung erforderlich
ist, anschaltbar ist.
2. Lampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wendel (13) zur Bildung einer
die Entladungsstrecke lückenlos umgebenden metallischen Schirmhülle eine weitere ihr gegenüber
isolierte (17) Metallbandwendel (15) größeren Durchmessers trägt, die die Zwischenräume
zwischen den Windungen der inneren Wendel abdeckt, und daß in der Schirmhülle, vorzugsweise
im äußeren Wendelband (15), eine Lichtöffnung (30) vorgesehen ist.
3. Lampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Lampengefäß (11) aus
einem länglichen beidseitig geschlossenen Zylinder besteht, daß der Zylinder und seine eine Endwand
(11) aus Metall und die andere Endwand (23) aus Isolierstoff besteht, daß die Elektroden
(19,21) an den Endwandungen angebracht sind, daß der Zylinder ein mit der LichtöfiEaung (30)
fluchtendes Fenster (32) aufweist und daß vorzugsweise das Gefäßmetall (11) als Stromzuführung
für die eine Elektrode dient.
4. Lampe nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden
der Innenwendel (13) an die benachbarten Elektroden (19,21) angeschlossen sind und daß die
Innenwendel (13) eine wesentlich höhere Induktivität hat als die Entladungsstrecke.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 716 509, 890 990,
954983,971409;
britische Patentschrift Nr. 592 626.
britische Patentschrift Nr. 592 626.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US689017A US2925512A (en) | 1957-10-08 | 1957-10-08 | High energy gaseous discharge device |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1114587B true DE1114587B (de) | 1961-10-05 |
Family
ID=24766738
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU5619A Pending DE1114587B (de) | 1957-10-08 | 1958-09-19 | Hochleistungsgasentladungs-Blitzlampe |
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| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2925512A (de) |
| BE (1) | BE571603A (de) |
| DE (1) | DE1114587B (de) |
| FR (1) | FR1203419A (de) |
| GB (1) | GB840017A (de) |
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0
- BE BE571603D patent/BE571603A/xx unknown
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- 1957-10-08 US US689017A patent/US2925512A/en not_active Expired - Lifetime
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1958
- 1958-09-19 GB GB30028/58A patent/GB840017A/en not_active Expired
- 1958-09-19 DE DEU5619A patent/DE1114587B/de active Pending
- 1958-09-30 FR FR1203419D patent/FR1203419A/fr not_active Expired
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Also Published As
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| GB840017A (en) | 1960-07-06 |
| FR1203419A (fr) | 1960-01-18 |
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