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DE1114330B - Verfahren zur kathodischen Abscheidung von Natrium durch Elektrolyse von natriumhaltigen organischen Aluminiumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur kathodischen Abscheidung von Natrium durch Elektrolyse von natriumhaltigen organischen Aluminiumverbindungen

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Publication number
DE1114330B
DE1114330B DEZ7315A DEZ0007315A DE1114330B DE 1114330 B DE1114330 B DE 1114330B DE Z7315 A DEZ7315 A DE Z7315A DE Z0007315 A DEZ0007315 A DE Z0007315A DE 1114330 B DE1114330 B DE 1114330B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sodium
electrolysis
electrolyte
anode
compounds
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ7315A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Dr E H Karl Ziegler
Dipl-Chem Dr Herbert Lehmkuhl
Dipl-Chem Dr Wolfram Grimme
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
E H KARL ZIEGLER DR DR
Original Assignee
E H KARL ZIEGLER DR DR
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by E H KARL ZIEGLER DR DR filed Critical E H KARL ZIEGLER DR DR
Priority to DEZ7315A priority Critical patent/DE1114330B/de
Priority to GB1515260A priority patent/GB955252A/en
Publication of DE1114330B publication Critical patent/DE1114330B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C1/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions
    • C25C1/02Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of solutions of light metals
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/02Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of alkali or alkaline earth metals

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  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur katholischen Abscheidung von Natrium durch Elektrolyse von natriumhaltigen organischen Aluminiumverbindungen Die Gewinnung von metallischem Natrium durch katholische Abscheidung des Metalls im Rahmen einer Elektrolyse natriumhaltiger Verbindungen ist bekannt. Hierbei sind zwei verschiedene Typen der Natriumgewinnung zu unterscheiden. In der einen Ausführungsform werden Schmelzflußelektrolysen mit Natriumhydroxyd oder Kochsalz, dessen Schmelzpunkt durch Zusatz von Calciumchlorid erniedrigt wird, durchgeführt. Diese Arbeitsweise erforderte naturgemäß verhältnismäßig hohe Elektrolysetemperaturen, und zwar insbesondere die Kochsalzelektrolyse.
  • Nach der anderen elektrolytischen Natriumgewinnung wird zunächst durch Elektrolyse warmer Kochsalzlösung metallisches Natrium in einer Quecksilberkathode zum Amalgam gelöst. Dieses Amalgam muß in einer Sekundärelektrolyse, bei der es als Anode geschaltet ist, von seinem Natriumgehalt befreit und hierbei das metallische Natrium katholisch abgeschieden werden. In dieser Sekundärelektrolyse kann man nicht in Gegenwart von Wasser arbeiten. Als Elektrolyt wird vielmehr eine Schmelze aus Natriumhydroxyd, Natriumjodid und Natriumbromid verwendet. Die Badtemperatur beträgt etwa 250° C. Bei dieser hohen Temperatur läßt es sich nicht vermeiden, daß Quecksilber in das ,metallische Natrium eingeht, und zwar wahrscheinlich deswegen, weil bei der erforderlichen hohen Temperatur der Dampfdruck des Quecksilbers schon sehr hoch ist. Der geschmolzene Elektrolyt sättigt sich mit diesem Quecksilberdampf, und das Natrium an der Kathode nimmt dann diese Quecksilberanteile wieder auf. Das abgeschiedene Natrium aus der Sekundärelektrolyse muß anschließend vom Quecksilber befreit werden, und zwar nicht nur wegen der Verwendbarkeit des Natriums, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen, da sonst die Quecksilberverluste nicht tragbar wären. Diese Reinigung gelingt durch eine zusätzliche Behandlung mit etwas metallischem Calcium. Hierbei bindet das Calcium das Quecksilber zu einem festen Calciumamalgam, von dem man das geschmolzene quecksilberfreie Natrium abgießen kann. Aus dem Calciumamalgam kann dann z. B. durch Zersetzen mit Säuren das Quecksilber wiedergewonnen werden. Insgesamt sind diese Verfahrensmaßnahmen kompliziert, und es bedarf vieler Verfahrensgänge.
  • Bereits F. Hein und Mitarbeiter haben die Elektrolyse von Natriumaluminiumtetraäthyl beschrieben (Zeitschr. anorg. allg. Chemie, 141 [1924], S. 161 ff.). Untersucht man die bei der Elektrolyse erhaltenen katholischen Reaktionsprodukte, die von F. Hein nicht charakterisiert wurden, so findet man, daß man stets schwammige Mischungen von Natrium und Aluminium erhält und daß das Verhältnis von Natrium zu Aluminium von der Stromdichte und der Elektrolysedauer abhängt. Betrachtet man den Reaktionsmechanismus der elektrolytischen Zerlegung des NaAl (C2 H5)4, so wird dieser Befund leicht verständlich: Natriumaluminiumtetraäthyl schmilzt bei 130°C; unter den Bedingungen der Schmelzflußelektrolyse bei mindestens 130° C reagiert aber das katholisch gebildete Natrium rasch mit dem sich im Natriumaluminiumtetraäthyl lösenden, nicht komplex gebundenen Aluminiumtriätyhl - es lösen sich bei 130° C etwa 16 % Al Et" im Na Al Et4 - unter Rückbildung von Natriumaluminiumtetraäthyl und Al: 3 Na -I- 4 Al (C2 H5)3 --> 3 Na Al (CIH5)4 -[- Al Das Aluminium schlägt sich an der Kathode nieder. Das Verhältnis von Natrium und Aluminium an der Kathode ist nur von der Geschwindigkeit der Nachdiffusion von AlEt. zur Kathode und damit von der Stromdichte und der Rührung im Elektrolyten abhängig. Es gelingt aber in keinem Fall, ohne besondere Maßnahmen nur Natrium oder auch nur überwiegend Natrium abzuscheiden. Im allgemeinen erhält man Mischungen von Natrium und Aluminium im Molverhältnis 1:1. Diese Tatsache folgt aus dem Reaktionsmechanismus der Elektrolyse: d. h., es entstehen 3/4 Na und 3/4 Al auf der Kathode. Die Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren zur elektrolytischen Abscheidung von Natrium, das gegenüber dem Stand der Technik in vielfacher Hinsicht Vereinfachungen und Erleichterungen bringt. Das Verfahren ist insbesondere zur kathodischen Abscheidung von reinem Natrium geeignet, das nur Spuren von Fremdstoffen (maximal 1 ), Fremdmetall je Gramm Natrium) enthält.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur kathodischen Abscheidung von Natrium durch Elektrolyse von natriumhaltigen organischen Aluminiumverbindungen in inerter Atmosphäre, das dadurch gekennzeichnet ist, daß eine Schmelze von Komplexverbindungen der allgemeinen Formel MeAIR.W, in der Me Natrium oder eine Mischung von Natrium und Kalium, R Alkylreste und R' Wasserstoff, einen Alkyl-, einen Alkoxy- und/oder einen gegebenenfalls substituierten Aroxyrest bedeutet, elektrolysiert und eine Reaktion von anodisch gebildeten, nicht komplexgebundenen Metallalkylen mit dem kathodisch abgeschiedenen Natrium, z. B. durch Verwendung eines Diaphragmas, durch Elektrolyse im Vakuum oder durch Zugabe von Verbindungen der allgemeinen Formel Me A1 R3 O R" verhindert wird, wobei in dieser allgemeinen Formel Me und R die angegebene Bedeutung haben und R" einen Alkyl-, einen Cycloalkyl-, einen Phenyl- oder einen alkylsubstituierten Phenylrest bedeutet.
  • Als Elektrolyte zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind insbesondere solche Komplexverbindungen der allgemeinen angegebenen Formel geeignet, in denen R geradkettige Alkylreste mit vorzugsweise 2 bis 6, insbesondere 2 Kohlenstoffatomen und R' Wasserstoff, einen geradkettigen Alkylrest mit vorzugsweise 2 bis 6, insbesondere 2 Kohlenstoffatomen oder einen organischen Rest O R" bedeutet, in dem R" ein Alkyl-, ein Cycloalkyl-, ein Phenyl- oder ein alkylsubstituierter Phenylrest ist. Elektrolyte, in denen R' Wasserstoff bedeutet, werden zweckmäßigerweise nur in bestimmten Ausführungsformen der Erfindung, auf die später eingegangen wird, verwendet.
  • Es wurde gefunden, daß eine der wesentlichen Voraussetzungen für die Abscheidung von reinem Natrium an der Kathode die Bedingung ist, daß man als Elektrolyte Aluminiumkomplexverbindungen verwendet, die in der Schmelze bei der Badtemperatur ausreichend beständig sind, d. h. hier nicht so weit in ihre Einzelbestandteile (freie Aluminiumalkylverbindung und Komplexbildner) zerfallen, daß die Abscheidung von reinem Natrium gestört wird, und bzw. oder bei den verwendeten Elektrolysetemperaturen nicht mit dem Natrium reagieren. Diese Grundvoraussetzung für das erfindungsgemäße Verfahren wird von den angegebenen Verbindungen der allgemeinen Formel MeAIR.,W erfüllt.
  • Wegen der Luft und Wasserempfindlichkeit der Elektrolyte sind alle Operationen unter Ausschluß von Feuchtigkeit in einer Inertgasatmosphäre von z. B. Stickstoff oder Argon durchzuführen.
  • In einer der einfachsten zu verwendenden Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens führt man die Elektrolyse an Elektroden durch, die sich an den chemischen Umsetzungen bei der Elektrolyse nicht beteiligen, d. h., sowohl Kathode als auch Anode bestehen aus indifferenten Metallen, z. B. also aus Kupfer, Eisen, Nickel oder anderen indifferenten Metallen. Aber auch Legierungen, z. B. Messing, sind verwendbar. Hierbei wird kathodisch Natrium abgeschieden, während an der Anode die gasförmigen Zersetzungsprodukte des Äthylrestes erscheinen. Wird als Elektrolyt die Komplexverbindung Me A1 R4 verwendet, d. h. eine Aluminiumtetraalkylkomplex verbindung, entsteht an der Anode gleichzeitig je abgeschiedenes Metalläquivalent ein Aluminiumtrialkyl. Würde man nun eine Vermischung dieses gebildeten Aluminiumtrialkyls mit dem kathodisch abgeschiedenen Natrium nicht verhindern, so würde dieses durch den Elektrolyten zur Kathode herüberdiffundieren und hier nach kurzer Zeit die Abscheidung von Natrium unter gleichzeitiger Aluminiumabscheidung stören.
  • Erfindungsgemäß wird dementsprechend eine Vermischung der anodisch gebildeten freien Metallalkyle mit dem kathodisch abgeschiedenen Natrium verhindert. Hierzu sind grundsätzlich zwei verschiedene Möglichkeiten gegeben, und zwar die Anwendung mechanischer bzw. physikalischer Hilfsmittel, die eine solche unerwünschte Vermischung ausschließen, und eine bewußte Steuerung der chemischen Vorgänge in dem Elektrolyten, die ebenfalls eine unerwünschte Rückreaktion unter Beteiligung des abgeschiedenen Natriums unmöglich machen.
  • Die mechanischen bzw. physikalischen Hilfsmittel sind insbesondere a) das Zwischenschalten eines Diaphragmas zwischen Anode und Kathode oder b) das Ausführen der Elektrolyse im Vakuum, und zwar in einem solchen Vakuum, daß die anodisch gebildeten Metallalkyle, bevor sie durch den Elektrolyten zur Kathode wandern können, unmittelbar aus der Elektrolytflüssigkeit herausdestillieren. In dieser Ausführungsform werden zweckmäßig indifferente Anoden nicht verwendet, da hierbei eine zu große an der Anode gebildete Gasmenge ständig abgepumpt werden müßte. Diese Form ist geeignet für die Verwendung von Anoden, an denen der Äthylrest nicht zersetzt, sondern zu Metallalkylverbindungen gebunden wird.
  • Arbeitet man mit einem Diaphragma zwischen Kathode und Anode, so kann es zweckmäßig sein, einen insbesondere schwachen Flüssigkeitsstrom von dem Kathodenraum in den Anodenraum aufrechtzuerhalten. Dieses wird z. B. auf einfache Weise dadurch erreicht, daß das Flüssigkeitsniveau in dem Kathodenraum etwas höher gehalten wird als in dem Anodenraum, so daß durch den natürlichen Flüssigkeitsausgleich durch das Diaphragma hindurch diese erwünschte ständige Strömung aufrechterhalten wird. Gegebenenfalls kann auch mit mehreren, z. B. zwei Diaphragmen gearbeitet werden.
  • Als Diaphragmenmaterial eignen sich z. B. gepreßte faserige Materialien, wie Asbest, Glaswolle und Quarzwolle, oder auch Diaphragmen aus porösen Celluloseprodukten, z. B. aus zur Porenverkleinerung verdichtetem oder chemisch imprägniertem Filtrierpapier, das zwischen Geweben aus z. B. Baumwolle eingespannt verwendet werden kann.
  • Wird dagegen die Elektrolyse in einer Vakuumzelle betrieben, so sind im allgemeinen sehr niedrige Drücke in der Zelle erforderlich. Zum Beispiel kann bei Drücken unter 1 mm Hg befriedigend gearbeitet werden. Wie sich herausgestellt hat, muß das Abdestillieren der gebildeten freien Metallalkylverbindung so rasch vor sich gehen, daß bestimmte Maximalkonzentrationen dieser Alkylverbindungen in dem Elektrolyten nicht überschritten werden. Bei Alurniniurntriäthyl liegt diese bei etwa 3%, vorzugsweise bei etwa 1%. Elektrolysevorrichtungen, mit denen das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt werden kann und in denen sowohl die Verwendung der erwähnten Diaphragmen als auch der Betrieb unter Vakuum erläutert ist, sind z. B. in den französischen Patentschriften 1139 719, 1208 430 und 1223 643 beschrieben.
  • Auch die andere Möglichkeit der Unterbindung der unerwünschten Rückreaktion durch Steuerung der chemischen Vorgänge in dem Elektrolyten ist auf verschiedenen Wegen zu verwirklichen. Wird z. B. während der Elektrolyse an der Anode Aluminiumtriäthyl frei, so kann dieses nach einer Verfahrensform des erfindungsgemäßen Verfahrens durch Zugabe von Alkoxy- bzw. Aroxykomplexverbindungen der allgemeinen Formel Me AI R3 O R", in der Me, R und R" die angegebene Bedeutung haben, der Umsetzung mit dem Natrium entzogen werden. Das freie Aluminiumtrialkyl wird hierbei nämlich in die Natriumaluminiumtetraalkylverbindung übergeführt, d. h. in einen erfindungsgemäß z. B. zu verwendenden Elektrolyten, während gleichzeitig freie Aluminiumverbindungen der allgemeinen Formel A1 R2 O R" gebildet werden. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß bei dieser Verfahrensform eine unerwünschte Rückzersetzung nicht stattfindet. Während sich freies Aluminiumtrialkyl mit Natrium schon bei Temperaturen von etwa 100° C zersetzt, tritt eine solche Zersetzung zwischen einem Alkoxy- oder Aroxyaluminiumdialkyl und metallischem Natrium in dem Temperaturbereich, der für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist, nicht ein, d. h. bei Temperaturen bis etwa 150 bis 160° C. Erst wenn man mit der Temperatur über diese Grenze hinausgeht, tritt eine unerwünschte Umsetzung ein. Die Zugabe der Komplexverbindung MeAlR30R" kann dabei absatzweise also z. B. zum Beginn der Elektrolyse in ausreichender Menge oder vorzugsweise kontinuierlich während der Elektrolyse in dem erforderlichen Betrag erfolgen.
  • Wenn man also durch vorzugsweise kontinuierliche Zugabe der Me A1 R3 O R"-Verbindungen etwa gebildete Anteile von freiem Aluminiumtrialkyl ständig in die entsprechenden Alkoxy- oder Aroxyaluminiumdialkylverbindungen umwandelt, so kann man auch ohne Verwendung mechanischer Hilfsmittel bis zu etwa 150° C kathodisch reines Natrium abscheiden. Zur Durchführung dieser Ausführungsform der Erfindung ist es neben der Verwendung von MeA1R4 als Hauptelektrolyt unter Zugabe wenigstens der erforderlichen Mengen MeAI R3 O R" auch möglich, diese zweite Komplexverbindung auch als alleinigen Elektrolyten zu verwenden. Auf Grund der verhältnismäßig schlechten elektrischen Leitfähigkeit der Alkoxykomplexverbindungen wird jedoch die Verwendung der Tetraalkylkomplexe als Hauptelektrolyt bevorzugt.
  • Werden anodisch noch andere Metallalkylverbin-Jungen gebildet, die sich nicht mit der Aluminiumalkoxykomplexverbindung umsetzen, so ist die Verwendung mechanischer Hilfsmittel zur Trennung des anodischen Reaktionsproduktes von dem kathodisch abgeschiedenen Metall unerläßlich.
  • Von den erfindungsgemäß als Elektrolyt zu verwendenden Verbindungen der allgemeinen Formel Me A1 R3 R' haben die Verbindungen, in denen Me Kalium bedeutet, eine erheblich bessere Leitfähigkeit als die entsprechenden Natriumverbindungen. Gleichzeitig hat es sich gezeigt, daß, wenn man eine Mischung der Kalium- und Natriumtetraalkylkomplexverbindungen der Elektrolyse unterwirft, so lange reines Natrium abgeschieden wird, als der Kaliumanteil etwa 80% des Alkalimetalls nicht übersteigt. Aus diesem Grunde wird es bevorzugt, als Elektrolyte Mischungen von Natrium- und Kaliumkomplexverbindungen der allgemeinen Formel MeAIR3W zu verwenden. Während der Elektrolyse verarmt dieser Elektrolyt an Natriumverbindung. Diese muß dann in entsprechendem Maße absatzweise oder kontinuierlich nachgegeben werden, und zwar so, daß der Kaliumanteil etwa 80% nicht übersteigt.
  • Auch wenn ohne Kaliumverbindung gearbeitet wird, muß zur Durchführung einer kontinuierlichen Arbeitsweise der während der Elektrolyse zersetzte Anteil an Natriumaluminiumkomplexverbindung absatzweise oder kontinuierlich ersetzt werden. Arbeitet man mit mechanischen Hilfsmitteln zur Beseitigung des anodisch gebildeten freien Aluminiumtrialkyls, so kann dieses zweckmäßigerweise für die Herstellung der Natriumaluminiumtetraalkylverbindung wieder verwendet werden. Hierzu wird es zusammen mit frischem Natrium in einen Druckreaktor übergeführt und durch Behandlung mit Wasserstoff und anschließend mit dem entsprechenden Olefin in die Elektrolytverbindung zurückverwandelt. Geeignet für diese Umsetzung ist z. B. das in der deutschen Patentschrift 917 006 beschriebene Verfahren. Auf diese Weise können Kreisprozesse, z. B. zur Raffination von Natrium, durchgeführt werden, wobei das zu reinigende Natrium jeweils bei der Regenerierung des Elektrolyten in den Verfahrenskreislauf eingebracht und das gereinigte Metall kathodisch abgezogen wird.
  • Auch wenn man die gebildeten freien Aluminiumtrialkylverbindungen innerhalb des Elektrolyten durch den Zusatz von Me Al R3 O R" in die freien Alkoxy-oder Aroxyalumimumdialkylverbmdungen umwandelt, können solche Kreisprozesse durchgeführt werden. Hierfür werden dann die Verbindungen der Formel AIR" O R" außerhalb der Elektrolysezelle in die Verbindungen Me AIR" O R" zurückverwandelt und diese dann aufs neue als Elektrolyt oder zur Umsetzung mit den Aluminiumtrialkylverbindungen in den Elektrolyten zurückgegeben. Die beste Möglichkeit, die Verbindungen der allgemeinen Formel MeAIR30R" zu regenerieren, besteht darin, daß man die Verbindungen der Formel R2 A1 O R" zusammen mit Alkalimetallhydrid mit den entsprechenden Olefinen, z. B. Äthylen, umsetzt. Die Behandlung mit den Olefinen kann bei 130 bis 220° C, vorzugsweise bei 150 bis 200° C, und Drücken bis 100 at, vorzugsweise 1 bis 20 at, erfolgen.
  • Die Abscheidung von reinem Natrium über einen beliebig langen Elektrolysezeitraum ist aber auch nach einer anderen und besonders bevorzugten Verfahrensform möglich. Nach dieser bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Elektrolytschmelze aus Verbindungen der allgemeinen Formel Me Al R3 R'an einer Kathode aus einem indifferenten Metall und einer natriumhaltigen Anode elektrolysiert. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß es hierdurch in einfachster Weise möglich ist, die Bedingungen für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens über einen beliebig langen Zeitraum aufrechtzuerhalten.
  • Während an einer indifferenten Anode neben dem frei werdenden Aluminiumtrialkyl die Zersetzungsprodukte des übrigbleibenden Elektrolytrestes erscheinen, löst unter den gleichen Bedingungen, jedoch unter Verwendung einer natriumhaltigen Anode, dieser freie Rest ein anodisch in Lösung gehendes Natrium, z. B. unter Bildung von Natriumalkyl. Da gleichzeitig in äquivalenter Menge Aluminiumtrialkyl an der Anode frei wird und sich dieses sofort mit der anodisch eben gebildeten Natriumverbindung zu der Natriumaluminiumkomplexverbindung umsetzt, wird auf diese Weise ständig eine gleichbleibende Elektrolytzusammensetzung aufrechterhalten. Die Anwendung irgendwelcher mechanischer Hilfsmittel zur Verhinderung unerwünschter Rückzersetzungen erübrigt sich somit vollständig, ebenso die absatzweise oder kontinuierliche Ergänzung des verbrauchten Elektrolyten.
  • Als Anodenmaterial können hierbei die verschiedensten natriumhaltigen Materialien verwendet werden. Geeignet ist beispielsweise geschmolzenes Rohnatrium. Hier liegt dann bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens die einfachste Form der elektrolytischen Natriumraffination vor. Aber auch andere Anodenmaterialien sind verwendbar.
  • Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Natriumamalgam als Anodenmaterial. Dieses Natriumamalgam fällt z. B. bei der technisch heute in weitem Umfang durchgeführten Elektrolyse wäßriger Kochsalzlösungen in großer Menge an. Wie bereits angegeben, ist die Gewinnung von reinem Natrium hieraus bisher verhältnismäßig schwierig und umständlich. Das erfindungsgemäße Verfahren eröffnet nunmehr insbesondere durch die Verwendung der neuartigen Elektrolyte einen neuen Weg zur Direktgewinnung von reinem Natrium aus diesem Natriumamalgam. Durch die Möglichkeit, die Elektrolyse bei erheblich niedrigeren Temperaturen als bisher, jedoch mindestens unter den gleich günstigen Bedingungen in bezug auf die Stromausnutzung durchzuführen, gelingt es erfindungsgemäß, in einmaligem Verfahrensgang reines Natrium zu erhalten, das weiteren umständlichen Reinigungsoperationen nicht mehr unterworfen werden muß. Durch die Möglichkeit, die Badtemperatur verhältnismäßig niedrig halten zu können, wird der Reinheitsgrad des kathodisch abgeschiedenen Natriums weiterhin verbessert. Als Natriumamalgam wird in dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens insbesondere ein Amalgam verwendet, das bei der elektrolytischen Herstellung von Alkylen der Metalle der 1I. Gruppe und III. bis V. Hauptgruppe des Periodischen Systems durch Elektrolyse aluminiumorganischer Verbindungen anfällt, so wie es in der belgischen Patentschrift 590 573 geschildert ist.
  • Bei einer solchen Elektrolyse wird kathodisch Natriumamalgam gebildet, und zwar wird es dabei bevorzugt, einen Natriumgehalt in dem Amalgam von etwa 1,5 Gewichtsprozent nicht zu überschreiten, da hierdurch eine einfache Entnahme des dann noch flüssigen Natriumamalgams möglich ist. Damit das Quecksilber aufs neue für die Metallalkylherstellung verwendet werden kann, muß es wenigstens teilweise von seinem Natriumgehalt befreit werden. Dieses kann durch das erfindungsgemäße Verfahren erreicht werden.
  • Es muß als außerordentlich überraschend bezeichnet werden, daß die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens unter Bildung von Natriumäthyl aus Natriumamalgam überhaupt möglich ist. Bekanntlich zählt Quecksilber zu den Metallen, die als Anodenmetall bei der Elektrolyse von aluminiumorganischen Komplexverbindungen flüchtige Metallalkyle bilden. Da nun die Reaktionsfähigkeit des Natriums in dem Amalgam gegenüber der des reinen Natriums erheblich gesenkt ist, war nicht vorherzusehen, daß es gelingt, tatsächlich das Natrium aus dem Amalgam heraus in Natriumäthyl überzuführen, ohne gleichzeitig Quecksilberalkyle zu bilden, zumal es bekannt ist, daß man durch Schütteln von Lithium alkylen mit Quecksilber Lithiumamalgam und Quecksilberalkyle herstellen kann: 2LiR + Hg #z-h HgR2 -I- Li Hierbei handelt es sich um eine Gleichgewichtsreaktion; wenn also eine derartige Umsetzung auch bei dem Natrium stattfinden würde, dann würde das glatte Herauslösen des Natriums aus dem Amalgam nicht möglich sein.
  • Der Angriff des Athylradikals findet an der Oberfläche der Amalgam schicht statt. Hier wird also das Natrium verbraucht, so daß sich die Oberfläche mehr und mehr an Quecksilber anreichert.
  • Arbeitet man nun mit Elektrolyten Me A1 R3 R', in denen R' Alkyl, Alkoxy oder Aroxy bedeutet, und so hohen Stromdichten, daß die Bildung von Natriumalkyl schneller verläuft als die Nachdiffusion des Natriums aus dem Inneren an die Amalgamoberfiäche, so kann eine unerwünschte Bildung von Quecksilberalkylen stattfinden. Es wird daher bevorzugt, nach oben beschränkte Stromdichten zu verwenden, und zwar wird der Bereich insbesondere bis etwa 80 A/dm2 bevorzugt. Besonders geeignet ist der Bereich von etwa 10 bis etwa 50 A/dm2. Zusätzlich kann man die unerwünschte Bildung von Quecksilberalkylen durch Bewegen des Natriumamalgams verhindern.
  • Wenn weiterhin das Amalgam während der Elektrolyse an Natrium mehr und mehr verarmt, wird die Gefahr der unerwünschten Quecksilberalkylbildung größer. Diese wird mit Sicherheit dann eintreten, wenn der letzte Natriumrest aus dem Quecksilber entfernt ist.
  • Es wird daher erfindungsgemäß bevorzugt, die Elektrolyse nicht bis zur vollständigen Entfernung des Natriums durchzuführen, sondern stets noch einen ausreichenden Natriumrestgehalt in dem Amalgam zu belassen. Dieser kann aber unterhalb 1 0/a liegen und beträgt z. B. etwa 0,2 bis etwa 0,5010 Natrium. Hierdurch wird die Anwendbarkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens nicht beschränkt, da das Quecksilber ohnehin in einem Kreislaufverfahren als Aufnahmemittel für das primär abgeschiedene Natrium dient und für ein solches Kreislaufverfahren ein eventueller Natriumrestgehalt selbstverständlich gleichgültig ist.
  • Bei der Verwendung von natriumhaltigen Anoden kann die Elektrolyse besonders vorteilhaft mit Elektrolyten der allgemeinen Formel Me Al R3 R' durchgeführt werden, in der R die angegebene Bedeutung hat und R' Wasserstoff bedeutet. Bei der Elektrolyse dieser Verbindungen wird anodisch nicht ein Äthylrest, sondern der Wasserstoffrest an ein in Lösung gehendes Natrium gebunden. Solange aber diese Reaktion des Wasserstoffes der entsprechenden Reaktion des Äthylrestes bevorzugt ist, ist die Gefahr einer unerwünschten Bildung von Quecksilberverbindungen ausgeschlossen, da zwar Natriumhydrid und hierdurch die entsprechende Elektrolytkomplexverbindung (durch Umsetzung mit der gleichzeitig anodisch frei werdenden aluminiumhaltigen Verbindung aus der Zersetzung des Elektrolyten), nicht aber Quecksilberhydrid gebildet werden kann. Die hydridhaltigen Elektrolyte können auch mit Vorteil an indifferenten Anoden elektrolysiert werden. Solange diese gegenüber dem Wasserstoff keine solche Überspannung zeigen, daß die Entladung der Athylreste leichter vonstatten geht, wird dann anodisch anstatt der gasförmigen Zersetzungsprodukte des Äthylrestes Wasserstoff gebildet. Dieser kann in einfacher Weise bei der Regeneration des Elektrolyten mitverwendet werden. Im Falle der Verwendung von Anodenmetallen aus der II. bis V. Gruppe des Periodischen Systems, die sich während der Elektrolyse in die entsprechenden Alkylverbindungen umwandeln, ist die Verwendung der hydridhaltigen Komplexe weniger geeignet, da hier sonst unerwünschte Rückumsetzungen in dem Elektrolyten eintreten können.
  • In einer besonders einfachen und bevorzugten Ausführungsform dieser Verfahrensmodifikation wird die Elektrolyse als ein »Dreischichtenverfahren« durchgeführt. Hierbei ist das schwere Natriumamalgam die untere Schicht, der geschmolzene Elektrolyt die mittlere Schicht, während an der Oberfläche des Elektrolyten eine beliebige indifferente Metallkathode, etwa in Form eines Netzes, angebracht ist. Um diese herum scheidet sich das Natrium ab. Nun hat sich allerdings gezeigt, daß das Natrium spezifisch schwerer ist als der geschmolzene Elektrolyt, so daß, wenn die Elektrolyse bei Temperaturen durchgeführt wird, bei denen das Natrium als geschmolzenes Metall vorliegt, diese Metallschmelze durch den Elektrolyten nach unten auf die Amalgamanode fallen würde und hierdurch das Verfahren erschweren könnte. Dieser Schwierigkeit wird nach einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens auf folgende Weise begegnet: Die Dichtedifferenzen zwischen dem geschmolzenen Elektrolyten und dem Natrium sind nicht sehr groß. Sie liegen schätzungsweise bei 0,05 bis 0,1, d. h., das Natrium hat im Elektrolyten nur etwa ein Zwanzigstel bis ein Zehntel seines wirklichen Gewichtes. Weiterhin ist die Oberflächenspannung des geschmolzenen Natriums in dem geschmolzenen Elektrolyten sehr groß. Es treten somit an den Grenzflächen zwischen Natrium und Elektrolyt sehr starke Oberflächen-bzw. Kapillarkräfte auf. Dies hat zur Folge, daß bereits ein ganz grobmaschiges Netz aus einem geeigneten isolierenden Material, z. B. waagerecht im i Elektrolyten einige Millimeter über der Quecksilberoberfläche angebracht, vollkommen genügt, um eine sogar mehrere Zentimeter dicke Natriumschicht völlig in der Schwebe zu halten und am Untersinken zu hindern. Die Oberflächenspannung verhindert den Durchtritt des Natriums durch das Netz. Das Netz selber kann dabei aus Cellulosefäden oder, besser, aus einem Glasfasergewebe bestehen. Hierbei kann dann mit Spannungen von etwa 1 V oder auch darunter gearbeitet werden.
  • Entsprechende Vorrichtungen können auch im erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden. Grundsätzlich wird es bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bevorzugt, bei Temperaturen zu arbeiten, bei denen das Natrium an der Kathode als Flüssigkeit abgeschieden wird. Da der Schmelzpunkt des Natriums bei etwa 97° C liegt, so sind Temperaturen von wenigstens etwa 100° C, und zwar insbesondere der Temperaturbereich von etwa 100 bis etwa 150° C, bevorzugt. Die niedrigeren Temperaturen werden für die Herstellung besonders reinen Natriums verwendet, so daß schon beim Arbeiten über 100° C bei einmaliger Elektrolyse ein Natrium erhalten werden kann, das nur 0,03 bis 0,05% Quecksilber enthält. Im Bereich der Erfindung liegt aber auch die Verwendung von Temperaturen unter 100° C, bei denen z. B. der Quecksilbergehalt des abgeschiedenen Natriums noch weiter gesenkt werden kann. Da aber Temperaturen über 100° C die Verfahrensdurchführung erleichtern und die Stromausbeute begünstigen, wird der angebene Temperaturbereich besonders vorteilhaft eingesetzt.
  • Wenn eine besonders große Reinheit des kathodisch abgeschiedenen Natriums gewünscht wird, so kann man dieses auch- durch Wiederholung der beschriebenen Elektrolyse erreichen. Hierbei wird dann in einer zweiten Elektrolyse das in der ersten Elektrolyse kathodisch abgeschiedene Natrium als Anode geschaltet und in der zweiten Elektrolyse einer noch weiter gehenden Raffination unterworfen. In einfacher Weise kann eine solche doppelte Elektrolyse in nur einer Zelle durchgeführt werden, indem zwischen Kathode und Anode der bisher beschriebenen Dreischichtenelektrolyse noch ein zweites Netz eingebracht wird, das eine Natriumschicht trägt. Der Raum unterhalb und oberhalb dieser mittleren Natriumschicht ist mit Elektrolyten erfüllt, so daß beim Stromfluß die Unterseite dieser Natriumzwischenschicht als Kathode und die Oberseite als Anode wirkt. Auf diese Weise wird in der Zwischenschicht zunächst das aus dem Natriumamalgam stammende Rohnatrium abgeschieden und an der oberen Kathode schließlich reines Natrium mit etwa 1 y Fremdmetall je Gramm Natrium, das durch nochmalige elektrische Raffination der mittleren Rohnatriumschicht anfällt. Da die Abstände zwischen Kathode und Anode jeweils nur wenige Millimeter zu betragen brauchen, wird der Strombedarf einer solchen doppelten Zelle gegenüber einer einfachen Zelle praktisch kaum erhöht. In dem Verfahren können verhältnismäßig niedrige Spannungen, z. B. solche von etwa 0;5 bis etwa 5 V, verwendet werden.
  • Werden in dem erfindungsgemäßen Verfahren indifferente Elektroden verwendet, d. h. werden also anodisch kein Natriumäthyl oder auch keine anderen Metallalkyle gebildet, kann die Durchführung des Verfahrens in jeder beliebigen Elektrolysezelle erfolgen, sofern nur darauf geachtet wird, daß eine metallisch leitende Verbindung zwischen Kathode und Anode z. B. durch das sich abscheidende Natriummetall nicht entsteht. Eine Vorrichtung, in der das erfindungsgemäße Verfahren unter Verwendung von Anoden aus metallalkylbildenden Metallen der 1I. bis V. Gruppe des Periodischen Systems durchgeführt werden kann, zeigt die Zeichnung. Die hier gezeigte Elektrolysezelle enthält eine öfnungl, durch die der Elektrolyt vorzugsweise im geschmolzenen Zustand eingeführt werden kann. Durch die öffnung 2 kann das Metall, z. B. in Form von Kügelchen oder als Granulat, eingefüllt werden, dessen Metallalkyle gleichzeitig gebildet werden. Während der Elektrolyse scheidet sich an der zylinderförmigen Kathode 8, z. B. aus Kupfer, in der Mitte des Elektrolysegefäßes das Natrium in einer dünnen Schicht ab, läuft nach unten und kann dort durch Öffnung 3 aus der Elektrolysezelle abgezogen werden. Der Kathodenraum ist von dem Anodenraum durch einen perforierten Zylinder 7 aus isolierendem Material und ein darübergelegtes Diaphragma abgetrennt. Dieses kann z. B. aus gehärtetem Filtrierpapier oder aus einem feinen Tuch- oder Glasfiltergewebe bestehen. Außen befindet sich der Anodenraum, der mit den Metallkügelchen 11 gefüllt ist und entsprechend der bei der Elektrolyse aufgelösten Metallmenge ständig mit frischem Metall beschickt werden kann. Dieser Anodenraum besitzt zwei Entnahmeöffnungen 4 und 6, durch die das gebildete Metallalkyl entnommen werden kann, je nachdem ob es in dem Elektrolyten untersinkt oder nach oben steigt. Im Innenraum des perforierten Zylinders 7 befindet sich die Kathodenflüssigkeit, die z. B. durch den Überlauf 5 aus der Apparatur entnommen werden kann. Der Kathodenzylinder 8 kann innen mit einer Heiz- oder Kühlflüssigkeit gefüllt sein, deren Temperatur durch das Heizelement 9 reguliert wird. Hierdurch ist es möglich, die Temperatur der Kathodenflüssigkeit in erwünschter Weise zu regulieren, während die Temperatur der Anodenflüssigkeit durch das Heizelement 10, hier als Flüssigkeitsumlaufheizung ausgebildet, eingestellt werden kann. Beispiel 1 In einer Elektrolysezelle mit der Form eines geschlossenen Kessels aus emailliertem Stahlblech befinden sich in der Mitte eine Kathode aus Kupferblech, die bis zum Boden des Kessels verlängert ist, und beiderseits in etwa 1 bis 2em Abstand davon Anoden aus ebenfalls Kupferblech, die mindestens 10 bis 20 cm kürzer sind als die Kathode. Man füllt in den Kessel unter Stickstoff eine geschmolzene Mischung von 8004 Kahumaluminiumtetraäthyl und ZOm/o Natriumaluminiumtetraäthyl ein. Außerdem stellt man gemäß französischer Patentschrift 1223 643 eine größere Menge Natriumbutoxyaluminiumtriäthyl her.
  • Die Elektrolyse wird bei 140° C und einer Stromdichte von etwa 30 A/dm2 durchgeführt. Ehe man den Strom einschaltet, läßt man eine kleine Menge des geschmolzenen Butoxykomplexes in den Elektrolyten einfließen, bis dessen Gehalt in der Mischung etwa 5'% beträgt. Nun schaltet man den Strom ein und läßt 7,85g Natriumbutoxyaluminiumtriäthyl je Ah kontinuierlich in den Elektrolyten einfließen. An der Kathode scheidet sich das geschmolzene Natrium in der richtigen Menge, d. h. 0,86 g/Ah ab. Es fließt an der Kathode herunter und sammelt sich als eine zusammenhängende Schicht am Boden des Gefäßes und kann von dort abgezogen werden. An der Anode entwickelt sich ein 1:1-Gemisch aus Äthylen und Athan, und über dem Elektrolyten sammelt sich eine Schicht, die aus reinem Butoxyaluminiumdiäthyl besteht. Diese kann man leicht abtrennen und wieder, wie in der französischen Patentschrift 1223 643 beschrieben, mit Natriumhydrid und Äthylen in Natriumbutoxyaluminiumtriäthyl zurückverwandeln und kontinuierlich dem Elektrolyten zuführen. Bei der Elektrolyse ist zu beachten, daß im Elektrolyten stets eine gewisse Menge des komplexen Natriumbutoxyaluminiumtriäthyls erhalten bleibt. An sich genügt ein ganz geringer stationärer Gehalt. Da aber die Dosierung wegen gelegentlicher Stromschwankungen nicht immer genau äquivalent dem Stromdurchgang einzustellen ist, ist es zweckmäßig, mit einem Gehalt von einigen Prozenten der Alkoxyverbindung im Elektrolyten zu arbeiten.
  • Beispiel 2 3320 g (= 20 Mol) Natriumaluminiumtetraäthyl werden mit 740 g (10 Mol) Kaliumchlorid 5 Stunden bei 150° C gerührt. Nach dem Absitzen des gebildeten Natriumchlorids wird die gebildete äquimolare Mischung von Natriumaluminiumtetraäthyl und Kaliumaluminiumtetraäthyl in der Apparatur gemäß der Figur mit einer Bleianode elektrolysiert. Die Kathode ist ein Kupferzylinder, im Abstand von 1 cm befindet sich ein perforierter Zylinder aus einem gegen den Elektrolyten beständigen, elektrisch nichtleitenden Material, wie Porzellan, oder durch Gewebe verstärktem Bakelit. Um diesen Zylinder ist ein Diaphragma aus gehärtetem Filtrierpapier oder aus einem feinen Tuch- oder Glasfiltergewebe gespannt. Hinter dem Diaphragma befindet sich der Anodenraum, der mit Bleikügelchen gefüllt ist und entsprechend dem bei der Elektrolyse aufgelösten Blei kontinuierlich mit Bleikügelchen beschickt werden kann. Die Rufheizung des Elektrolyten bzw. die Abführung der entstehenden Stromwärme während der Elektrolyse erfolgt durch Umpumpen einer etwa 100° C heißen Flüssigkeit im Inneren des geschlossenen Kathodenzylinders. Die Wärmezufuhr bzw. -abfuhr am äußeren Zylindermantel wird so gesteuert, daß die Temperatur im Anodenraum 70° C nicht übersteigt. Während der Elektrolyse beträgt die Temperatur im Kathodenraum zweckmäßig etwa 100° C, die im Anodenraum etwa 70° C. Die Leitfähigkeit der verwendeten Mischung beträgt 4,5. 10-2 (Q - cm)-' bei 100° C. Die Stromstärke wird auf 20 A eingestellt, entsprechend einer Zellenspannung von 2 V.
  • Das katholisch gebildete Natrium fließt in einem dünnen Film an der Oberfläche der Kathode ab in den unteren Kathodenraum, von wo es von Zeit zu Zeit geschmolzen abgezogen werden kann. Der Abfluß aus dem Anodenraum wird so eingestellt, daß eine Reaktionsmischung mit 10'% Bleitetraäthyl abläuft, was der Fall ist, wenn stündlich etwa 500 cm3 Flüssigkeit aus dem Anodenraum abgezogen werden. Der Zufluß von Natriumaluminiumtetraäthyl in den Kathodenraum ist so zu regulieren, daß das Flüssigkeitsniveau im Kathodenraum 4 bis 5 cm höher liegt als im Anodenraum. Die Ausbeute an Natrium beträgt je 26,8 Ah 23 g Natrium (= 100% der Theorie).
  • Beispiel 3 Geschmolzenes Natriumaluminiumtetrabutyl wird in der im Beispie12 beschriebenen Apparatur unter Verwendung von Aluminiumgranalien als Anodenmaterial bei 120°C elektrolysiert. Das katholisch gebildete Natrium sammelt sich auf dem Boden des Kathodenraumes und kann dort von Zeit zu Zeit abgelassen werden. Im übrigen verfährt man analog, wie im Beispiel 2 beschrieben, mit dem Unterschied, daß man aus dem Anodenraum eine Reaktionsmischung mit 10% Aluminiumtributyl abzieht, die man im Vakuum bei 100° C und 0,1 Torr vom Aluminiumtributyl befreit.
  • Die Ausbeute an Natrium beträgt je 26,8 Ah 23 g (= 100% der Theorie). Beispiel 4 Man elektrolysiert in der in der Figur dargestellten und im Beispiel 2 beschriebenen Apparatur, füllt aber den Anodenraum nicht mit Metallgranulat, sondern befestigt im Anodenraum einen Zylinder aus Metalldraht, z. B. Kupfer. Die Elektrolysetemperatur beträgt l00° C. Als Elektrolyt verwendet man eine Schmelze der Komplexverbindung Natriumaluminiumtriäthylhydrid. Mit einer Klemmenspannung von 6 V wird eine Stromstärke von 15 A eingestellt. Je Stunde scheiden sich dann katholisch 12,8 g Natrium (= 100% der Theorie) ab, und anodisch bilden sich 6,31 Wasserstoffgas. Der Zulauf an Natriumaluminiumtriäthylhydrid in den Kathodenraum wird so mit dem Ablauf aus dem Anodenraum abgestimmt, daß eine Niveaudifferenz zwischen den Flüssigkeitsspiegeln im Kathodenraum und im Anodenraum von 4 bis 5 cm bestehenbleibt.
  • Der Ablauf aus dem Anodenraum wird gesammelt, bei einem Vakuum von 1 mm Hg und 100° C von Aluminiumtriäthyl befreit. Der Destillationsrückstand kann wieder in die Elektrolysezelle zurückgegeben werden. Der anodisch gebildete Wasserstoff kann in der Regenerierung des Aluminiumtriäthyls zum komplexen Na Al (C2 H5)3 H verwendet werden. Das Aluminiwmtriäthyl wird mit Na H bei 100° C in Natriumaluminiumtriäthylhydrid verwandelt, das wieder in die Elektrolyse eingesetzt werden kann.
  • Beispiel 5 Als Elektrolysezelle verwendet man einen zylindrischen, innen emaillierten Stahlkessel, auf dessen Boden sich das zu raffinierende Rohnatrium als Schmelze befindet. In den Kessel ist ein beiderseits offener Zylinder von etwas kleinerem Durchmesser aus emailliertem Stahlblech eingehängt, dessen untere Öffnung mit einem grobmaschigen Netz aus Glasfasergewebe mit einem Abstand der Maschen von 1 bis 3 mm stramm waagerecht überspannt ist. Das Netz liegt im Abstand von 3 bis 5 mm oberhalb der Oberfläche des flüssigen Natriums. Dicht oberhalb des Netzes befindet sich ein Netz aus Kupfer- oder Eisendraht als Kathode. Elektrolysetemperatur 150° C. Als Elektrolyten verwendet man Natriumaluminiumtetraäthyl. Die Elektrolytschmelze muß bis über den oberen Rand des eingehängten Zylinders stehen, so daß das katholisch abgeschiedene Natrium oben und unten vom Elektrolyten umgeben ist. Eine Elektrodenstromdichte von 20 A/dm2 läßt sich mit einer Klemmenspannung von 2,0 V aufrechterhalten. Das kathcdisch gebildete Natrium sammelt sich oberhalb des Glasiasernetzes an und kann aus diesem Raum von Zeit zu Zeit abgelassen werden. Durch Zugabe von Rohnatrium während der Elektrolyse sorgt man dafür, daß der Abstand von Anode und Kathode gleichbleibt.
  • Die Ausbeute an Natrium beträgt je 26,8 Ah 23 g, anodisch wurden durch die gleiche Strommenge 23 g Na aufgelöst. Die Ausbeute ist 100'°/o.
  • Beispiel 6 Man verfährt, wie im Beispiel s beschrieben, verwendet aber als Elektrolyten eine Mischung aus 20'0% Natriumaluminiumtetraäthyl und 80'0/a Kaliumalurniniumtetraäthyl und ersetzt das flüssige Rohnatrium durch ein gleiches Volumen 1%igen Natriumamalgams. Man elektrolysiert bei 150° C mit einer Stromdichte von 30 A/dm2 bei einer Klemmenspannung von 1,5 V; das katholisch abgeschiedene Natrium sammelt sich als zusammenhängende flüssige Schicht oberhalb des Netzes aus Glasfasergewebe. Zur Abführung der Stromwärme und zur Durchmischung des Elektrolyten läßt man einen größeren Elektrolytvorrat unter Konstanthalten der Höhe des Flüssigkeitsspiegels in der Elektrolysezelle im Kreislauf durch die Elektrolysezelle strömen. Dieses kann man leicht erreichen, wenn man aus einem Vorratsgefäß pro Zeiteinheit ein gleiches Volumen Elektrolyt in den Raum zwischen Anode und Kathode einfließen läßt wie das, welches man an der der Eintrittsöffnung gegenüberliegenden Stelle wieder in das Vorratsgefäß zurückpumpt. Nach 185 Ah haben sich katholisch 160 g Natrium abgeschieden, die flüssig aus dem oberen Teil der Elektrolysezelle abgelassen werden.
  • Das so erhaltene Natrium enthält noch etwa 0,03 0/0: Hg. Der Quecksilbergehalt geht noch weiter herunter, wenn man während der Elektrolyse eine Temperatur von 120° C einhält. Man erreicht dann leicht 0,01% Hg und weniger. Dies ist derjenige Quecksilbergehalt, der bei der Gewinnung von Natrium aus Natriumamalgam mit einem Elektrolyten aus geschmolzenem Natriumbromid, -jodid oder -hydroxyd erst nach einer zusätzlichen Behandlung mit metallischem Calcium erreicht wird. Der Primär-Natriumgehalt bei diesem bekannten Verfahren liegt in der Größenordnung von 1'0/a. Auch die letzten Spuren von Quecksilber lassen sich beseitigen, wenn man die Elektrolyse gemäß Beispiel 5 wiederholt.
  • Das ursprünglich f%ige Na-Amalgam ist bis auf etwa 0,20/a Na im Quecksilber verarmt. Es wird zweckmäßig aus der Zelle ausgefüllt und kann, nachdem es wieder bis auf 1% Na konzentriert ist, für eine neue Elektrolyse verwandt werden.
  • Die Ausbeute an Natrium beträgt je 26,8 Ah 23 g Na (= 100% der Theorie).

Claims (18)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur katholischen Abscheidung von Natrium durch Elektrolyse von natriumhaltigen organischen Aluminiumverbindungen in inerter Atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schmelze von Komplexverbindungen der allgemeinen Formel Me A1 R3 R', in der Me Natrium oder eine Mischung von Natrium und Kalium, R Alkylreste und R' Wasserstoff, einen Alkyl-, einen Alkoxy- und/oder einen gegebenenfalls substituierten Aroxyrest bedeutet, elektrolysiert und eine Reaktion von anodisch gebildeten, nicht komplexgebundenen Metallalkylen mit dem kathodisch abgeschiedenen Natrium z. B. durch Verwendung eines Diaphragmas, durch Elektrolyse im Vakuum oder durch Zugabe von Verbindungen der allgemeinen Formel MeA1 R3 O R" verhindert wird, wobei in dieser allgemeinen Formel Me und R die angegebene Bedeutung haben und R" einen Alkyl-, einen Cycloalkyl , einen Phenyl- oder einen alkylsubstituierten Phenylrest bedeutet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse mit Komplexverbindungen der allgemeinen Formel Me Al R, R' durchgeführt wird, in der R geradkettige Alkylreste mit 2 bis 6, insbesondere 2 Kohlenstoffatomen und R' Wasserstoff, einen geradkettigen Alkylrest mit 2 bis 6, insbesondere 2 Kohlenstoffatomen oder den organischen Rest O R" bedeutet.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung eines Elektrolyten aus Mischungen von Natrium- und Kaliumkomplexverbindungen der allgemeinen Formel Me Al R3 R' während der Elektrolyse dem an Natrium verarmenden Elektrolyten die Natriumkomplexverbindung kontinuierlich oder absatzweise in solchen Mengen zugegeben wird, daß der Kaliumanteil im Elektrolyten etwa 80 % nicht übersteigt.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Elektroden aus Kupfer, Messing, Eisen, Nickel oder anderen indifferenten Metallen oder Legierungen verwendet werden.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse bei Verwendung nicht indifferenter Anodenmetalle unter Vakuum durchgeführt wird, wobei anodisch etwa gebildete freie Metallalkylverbindungen aus dem Elektrolyten unmittelbar abdestilliert werden.
  6. 6. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beim Arbeiten unter Vakuum mit Drücken von vorzugsweise unter 1 mm Hg gearbeitet wird.
  7. 7. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß anodisch gebildetes freies Aluminiumtrialkyl durch vorzugsweise kontinuierliche Zugabe von Komplexverbindungen der allgemeinen Formel Me A1 R3 O R" zu Alkoxy-oder Aroxyaluminiumdialkylverbindungen und Komplexverbindungen der Formel MeAIR, umgesetzt wird. B.
  8. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mit einer natriumhaltigen Anode, z. B. aus geschmolzenem Rohnatrium, insbesondere aber mit einer Natriumamalgamanode elektrolysiert wird, wobei insbesondere Natriumamalgame mit einemAnfangsgehalt bis etwa 1,5 Gewichitsprozent Natrium eingesetzt werden.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse mit Natriumamalgam als Anode zu einem Zeitpunkt abgebrochen wird, bei dem in dem Anodenmaterial noch so viel Natrium vorliegt, daß eine Bildung von z. B. Quecksilberalkylen ausgeschlossen ist.
  10. 10. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3 und 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle von natriumhaltigen oder indifferenten Anoden mit Komplexverbindungen der Formel Me Al R3 R' als Elektrolyt gearbeitet wird, in denen R' Wasserstoff bedeutet.
  11. 11. Verfahren nach Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß auf anodische Natriumrestgehalte unter 1-%; z. B. von etwa 0,2 bis etwa 0,511/o Natrium elektrolysiert wird.
  12. 12. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromdichten bis etwa 80 A/dm2 während der Elektrolyse in Abhängigkeit von der Diffusionsgeschwindigkeit des Natriums im Anodenmaterial so beschränkt werden, daß an der Anodenoberfläche jeweils ausreichend Natrium für die Natriumalkylbildung zur Verfügung steht.
  13. 13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß bei Stromdichten im Bereich von 10 bis 50 A/dm2 elektrolysiert wird.
  14. 14. Verfahren nach Ansprüchen 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolyse mit Natriumamalgam als unterer Schicht, dem geschmolzenen Elektrolyten als mittlerer Schicht und dem kathodisch abgeschiedenen, durch ein grobmaschiges Netz aus isolierendem Material, z. B. Glasfaser- und Cellulosefasergewebe, in der Schwebe gehaltenen Natrium als oberer Schicht durchgeführt wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß mit einem nur einige Millimeter über der Quecksilberoberfläche angebrachten grobmaschigen Netz zur Verhinderung des Untersinkens der Natriumschicht in der Elektrolysevorrichtung gearbeitet wird.
  16. 16. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei Temperaturen oberhalb der Schmelztemperatur des Natriums und bis zu etwa 150 bis 160° C elektrolysiert wird.
  17. 17. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß zur Gewinnung von sehr reinem Natrium bei niedrigeren Temperaturen, insbesondere im Bereich von 100 bis 120° C, und insbesondere mit einer indifferenten Metallanode gearbeitet wird, während der an Natrium verarmende Elektrolyt durch kontinuierliche oder absatzweise Zugäbe von frischer Natriumkomplexverbindung in der gewünschten Zusammensetzung gehalten wird.
  18. 18. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß bei Spannungen im Bereich von 0,5 bis 5 V elektrolysiert wird.
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