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DE1199003B - Verfahren zur Entfernung von Kupfer aus Blei - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Kupfer aus Blei

Info

Publication number
DE1199003B
DE1199003B DEM60954A DEM0060954A DE1199003B DE 1199003 B DE1199003 B DE 1199003B DE M60954 A DEM60954 A DE M60954A DE M0060954 A DEM0060954 A DE M0060954A DE 1199003 B DE1199003 B DE 1199003B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lead
copper
temperature
column
refining
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM60954A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr-In Wladimirowitsch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Group AG
Original Assignee
Metallgesellschaft AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft AG filed Critical Metallgesellschaft AG
Publication of DE1199003B publication Critical patent/DE1199003B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • C22B13/06Refining

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entfernung von Kupfer aus Blei Die Gewinnung von metallischem Blei aus Bleierzen im Schachtofenprozeß ergibt stets ein Werkblei, das durch die bei der Reduktionsarbeit ebenfalls mitreduzierten und im flüssigen Blei bei hohen Temperaturen löslichen Begleitmetalle verunreinigt ist. Diese metallischen Verunreinigungen bestehen hauptsächlich aus den Metallen Cu, As, Sb, Sn, Bi, Ag, Au bzw. deren Legierungen mit dem Blei bzw. anderen Metallen.
  • Da diese Verunreinigungen in den Prozentsätzen, in denen sie gewöhnlich im Werkblei vorliegen, die chemischen und mechanischen Eigenschaften des Bleies ungünstig beeinflussen, muß das Werkblei einer Raffinationsbehandlung unterworfen werden. Bei dieser Raffination des Werkbleies muß das Kupfer zuerst und so weitgehend wie möglich entfernt werden, da es sich sonst in allen Zwischenprodukten der Raffination und Entsilberung in angereichertem Zustand befindet, sich so verzettelt und die Weiterverarbeitung der Zwischenprodukte erschwert und verteuert. Die Nachraffination des Werkbleies mit Schwefel zur Entfernung der letzten Reste des Kupfers gelingt nur dann in befriedigendem Maße, wenn das Blei noch etwas Zinn enthält, weshalb sie stets vor der Entzinnung, d. h. als erste Stufe der Bleiräffination durchgeführt wird.
  • Die Entfernung des Kupfers aus dem Werkblei erfolgt allgemein durch Seigerverfahren, da metallisches Cu und seine Verbindungen, wie z. B. Cu2S, Cu3As und Cu Sb, im geschmolzenen Blei nur beschränkt löslich sind und bei der Erstarrung des Bleies sich ganz oder nahezu quantitativ ausscheiden. Diese sogenannte Entkupferung des Werkbleies erfolgt gewöhnlich in zwei Stufen. In der ersten Stufe wird durch Seigern mit fallender oder steigender Temperatur, d. h. durch langsames Abkühlen des Werkbleies bis nahe an den Schmelzpunkt des Eutektikums der Blei-Kupfer-Legierung - der mit dem Schmelzpunkt des Bleies praktisch zusammenfällt -oder durch langsames Erhitzen des Werkbleies bis kurz oberhalb dieser Temperatur, eine weitgehende Abtrennung des Kupfers bewirkt. Dabei scheidet sich auf dem flüssigen Bleibad der sogenannte Kupferschlicker in einer teigigen Form ab und wird nach eventuellem Trockenrühren, d. h. äußerlicher Befreiung von mechanisch anhaftendem Blei, im allgemeinen mit gelochten Kellen abgenommen. Der Kupferschlicker enthält etwa 10 bis 200,'o Cu und As, Sb, Fe, S in wenigen Prozenten bzw. unter einem Prozent sowie als Rest Pb. Diese Elemente liegen als Legierungen untereinander, Verbindungen mit Schwefel oder als Oxyde vor. In der zweiten Stufe wird der Restgehalt des Kupfers im Werkblei, der noch etwa 0,2 bis 0,04% beträgt, durch Zusatz von Schwefel bis auf etwa 0,1 bis 0,002% entfernt.
  • Diese bekannten Verfahren haben hauptsächlich die Nachteile, daß ihre Durchführung sowohl einen umfangreichen apparativen als auch manuellen Aufwand erfordern, der die Raffination kostenmäßig hoch belastet und daß der anfallende Kupferschlicker infolge seines geringen Kupfergehaltes und des hohen Gehaltes an Begleitmetallen nochmals beträchtliche Kosten zur Gewinnung des Kupfers erfordert.
  • Es ist auch ein Verfahren bekannt, das die erste Stufe der Entkupferung von Werkblei kontinuierlich durchführt. Bei diesem Verfahren fließt das Werkblei in einen Flammofen, der ein Bleibad von 1,3 m Badtiefe enthält. Die Temperatur im oberen Teil des Bleibades beträgt 800 bis 900° C und nimmt zum Boden hin auf 400 bis 500° C ab. Das infolge dieses Temperaturgefälles ausseigernde Kupfer wird durch Zugabe von Schwefel enthaltenden Materialien auf die Oberfläche des Bleibades in Form eines Kupfer-Blei-Steines abgeschieden. Der Bleigehalt dieses Steines kann durch Zugabe von Natriumsulfid verringert werden. Der Kupfeistein enthält etwa 40% Kupfer und das entkupferte Blei etwa 0,3 bis 0,40;o Kupfer.
  • Dieses Verfahren hat hauptsächlich den Nachteil, daß der Kupfergehalt im Blei nach der ersten Entkupferungsstufe mit 0,3 bis 0,4% noch verhältnismäßig hoch liegt und daß schon in der ersten Entkupferungsstufe ein Zusatz von Schwefel enthaltenden Materialien sowie von Natriumsulfid erfolgen muß.
  • Die bekannten Verfahren der Raffination von Werkblei werden auch zur Raffination von Zwischenprodukten der Bleigewinnung, Altblei usw., angewendet, die für sich allein oder als Zusatz zu Werkblei aufgearbeitet werden können.
  • Die Erfindung gestattet, die genannten Nachteile der bekannten Verfahren zu überwinden, d. h. die Entkupferung auch in der ersten Stufe kontinuierlich durchzuführen, wobei nicht nur schon in dieser Stufe eine Entkupferung bis auf 0,1% Restkupfer und darunter gelingt, sondern vor allem die ausgeschiedene Kupferphase in viel höherer Konzentration anfällt als bei bisherigen Verfahren, und zwar mit einer Konzentration an metallischem Kupfer von 800;'o und darüber nach Abpressen des mechanisch anhaftenden Bleies. Diese hohen Kupferkonzentrationen der ausgeschiedenen Kupferphase erleichtern selbstverständlich ihre nachfolgende Aufarbeitung wesentlich.
  • Erfindungsgemäß wird das zu entkupfernde Blei kontinnuierlich mit einer oberhalb 800° C liegenden Temperatur einem aufrechtstehenden und mit einer Bleisäule gefüllten Behälter am Kopf zugeführt. Die Temperaturverteilung der Bleisäule wird so eingestellt, daß sie von der 800 bis 950@ C, vorzugsweise 850'=' C, betragenden Kopftemperatur auf eine der eutektischen Temperatur von 326° C nahekommenden Bodentemperatur abnimmt. Die Einstellung der Bodentemperatur wird dadurch eingestellt, daß auf dem Boden des Behälters eine Kruste von erstarrtem Material aufrechtgehalten wird. Entsprechend dieser Temperaturkurve nimmt auch die Temperatur einer senkrecht zum Gefäß verlaufenden Ebene der Bleisäule bei ihrem Durchgang durch das Gefäß von oben nach unten ab. Dabei erniedrigt sich die Löslichkeit des Kupfers im Blei entsprechend der fallenden Temperatur, und es wird Kupfer aus der Schmel?e ausgeschieden. Das im Verhältnis zum Pb spezifisch leichtere Kupfer schwimmt in der Bleisäule auf und sammelt sich auf der Oberfiliiche der Bleisäule an, wenn die Löslichkeitsgrenze des Bleies für Kupfer bei den entsprechenden Temperaturen überschritten ist. Die im Blei enthaltenen oder gebildeten Kupferverbindungen werden in den Zonen der Bleisäule aufgeschmolzen, in denen die entsprechenden Schmelztemperaturen herrschen, so daß der Kupferanteil dieser Verbindungen aufschwimmt und die andere Legierungskomponente im Blei gelöst wird, da die Löslichkeit aller Verunreinigungen de3 Bleies - mit Ausnahme der von Kupfer - bei der Bodentemperatur noch so hoch liegt, daß keine Aus-Scheidunaen auftreten. Das auf etwa 0,1% Kupfer entkupferte Blei wird durch ein zentral im Behälter angeordnetes Steigrohr vom Boden des Behälters kontinuierlich abgeführt, und zwar entsprechend der Menge des am Kopf aufgegebenen Bleies. Dadurch wird das nahe an den Erstarrungsp unkt abgekühlte Blei beim Hochsteigen durch die Bleisäule wieder erhitzt und verläßt die Kupferfalle durch das Ausfiußrohr mit einer Temperatur, die 100 bis 200° C unter der Temperatur des Eintrittsbleies liegt. Gleichzeitig wird durch dieses System das dem Boden zustrebende Blei durch das in dem Steigrohr aufsteigende Blei gleichmäßig gekühlt. Ferner bildet sich --i:_ em Boden des Gefäßes eine feste Kruste, deren Temperatur unter dem Erstarrungspunkt des Bleies liegt und diese feste Kruste gewährleistet, daß die Temperatur mit der das Blei in das Steigrohr eintritt, so nahe wie möglich am Erstarrungspunkt liegt. Während des Betriebes wandert die feste Kruste auf und nieder, d. h. sie »atmet«. Dieses Erstarren und Wiederaufschmelzen garantiert eine konstante Bodentemperatur, die dem eigentlichen eutektischen Temperaturpunkt entspricht. Der Abstand zwischen der festen Kruste und dem unteren Ende des zentralen Steigrohres soll so klein wie möglich sein und hängt vom Wärmeentzug ab. Dieser Abstand kann durch einen Fühler oder eine Sonde, welche durch das zentrale Steigrohr eingeführt wird, gemessen werden und der Wärmeentzug entsprechend eingestellt werden.
  • Die Verweilzeit des Bleies im Behälter ist abhängig von der Wärmeabfuhr und beträgt bei Anlagen im technischen Maßstab zweckmäßig etwa 6 bis 24 Stunden. Das Wärmegleichgewicht und der Temperaturgradient können sich von selbst einstellen oder durch zusätzliche Erwärmung oderKühlung reguliert werden.
  • Durch die Verwendung von Raffinationsbehältern mit bauchiger Form ist es möglich, die zur Erzielung einer befriedigenden Entkupferung benötigte Verweilzeit des Bleies im Behälter zu verkürzen.
  • Bei Raffinationsbehältern mit großem Durchmesser können auch mehrere Steigrohre vorgesehen werden. Das am Kopf der Bleisäule in feinverteilter Form anfallende metallische Kupfer wird zweckmäßigerweise zum Schutz gegen Oxydation mit einem Schutzgas umgeben. Die ausgeschiedene Kupferphase kann kontinuierlich oder diskontinuierlich abgezogen werden.
  • Die Feinentkupferung des Werkbleies erfolgt zweckmäßigerweise wie bekannt unter Schwefelzugabe. Der dabei anfallende Kupferschlicker kann im Gegensatz zu den bekannten Verfahren ohne Kostensteigerung für die Raffination z. B. wieder in den Bleischachtofen chargiert werden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, den im Blei gelösten Kupfergehalt bis auf einen Restgehalt von etwa 0,1% Cu und darunter durch Seigerung zu entfernen und gleichzeitig eine feste Kupferphase zu gewinnen, die mindestens 80% Kupfer enthält. Außerdem gestattet es das erfindungsgemäße Verfahren, die Entkupferung von Blei kontinuierlich durchzuführen. Die benötigten Vorrichtungen sind verhältnismäßig klein, benötigen nur eine geringe Bodenfläche und im Verhältnis zu den Vorrichtungen der bekannten Verfahren geringe Investitionskosten. Ein weiterer Vorteil besteht in den wesentlich geringeren Betriebskosten.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird an Hand einer Skizze (F i g. 1 und 2) und von Ausführungsbeispielen im Laboratoriumsmaßstab näher und beispielsweise erläutert.
  • Der Raffinationsbehälter 1 bestand aus einem an der Unterseite zugeschweißten Stahlrohr von 680 mm Höhe und 90 mm Durchmesser. Das offene Ende wurde von der Haube 2 abgedeckt. Am oberen Ende des Raffinationsbehälters 1 war der Bleizulauf 3 angeordnet. Das Steigrohr 4 führte in den Bleiauslauf 5. Durch ein Verlängerungsrohr 6 des Steigrohres 4 wurde eine Sonde 7 eingeführt. In der Haube 2 waren eine Zuführungsleitung 8 und eine Abführungsleitung 9 für das Inertgas angeordnet.
  • Das zu entkupfernde Blei wurde über den Bleizulauf 3 dem Raffinationsbehälter 1 in einer Menge von 15 kg/h und einer Temperatur von 1050= C zugeleitet. Das Werkblei enthielt 2,95% Cu, 0,3% As, 1,1% Sb. Da bei diesem Laboratoriumsmodell die Oberfläche des Raffinationsbehälters im Verhältnis zum Volumen der Bleisäule verhältnismäßig groß war und demzufolge auch hohe Wärmeverluste auftraten, wurde dem Raffinationsbehälter durch zwei unabhängige Widerstandheizwicklungen zusätzliche Wärme zugeführt. Die Temperaturkurve hatte vom Boden her gesehen folgenden Verlauf: in 80 mm Höhe 340° C, in 220 mm Höhe 550= C, in 380 mm Höhe 885° C und in 560 mm Höhe (oberhalb des Bleiauslaufes 5) 920° C.
  • Das durch das Eintrittsrohr 3 zugeführte Blei wanderte in der Bleisäule 10 bis auf den mit einer festen Kruste 11 bedeckten Boden des Raffinationsgefäßes 1, wobei es sich entsprechend dem Temperaturverlauf in der Bleisäule 10 abkühlte und der Kupferinhalt ausgeschieden wurde, stieg dann im Steigrohr 4 auf, wurde dabei wieder aufgeheizt und verließ den Raffinationsbehälter durch den Auslauf 5. Das entkupferte Blei enthielt 0,11% Cu, 0,26% As und 0,89% Sb.
  • Das ausgeschiedene Kupfer sammelte sich auf der Oberfläche der Bleisäule in einer Kupferphase 12 an.
  • Nach 20 Stunden und einem Bleidurchsatz von 280 kg wurde die Haube 2 entfernt und 2,6 kg feste Kupferphase abgezogen, die in heißem Zustand zu einem 1,1 kg schweren Kupferkuchen verpreßt wurde, der neben 88% metallischem Kupfer aus metallischem Blei bestand. Der Rest des Kupfers verblieb in der abgeschreckten Bleisäule, die zersägt wurde, um Analysenproben zu ziehen.
  • Durch das Einlaßrohr 8 wurde 1 1 Stickstoff pro Stunde in die Haube 2 eingeleitet und durch das Auslaßrohr 9 abgeleitet. Die Verweilzeit des Bleies betrug 21%z Stunden. Die Bodenkruste löste sich selten auf.
  • Bei einer Verweilzeit des Bleies von 2 Stunden betrug der durchschnittliche Kupfergehalt im ausfließenden Blei 0,14% und bei einer Verweilzeit von 3 Stunden 0,10%.
  • An Hand der folgenden Tabelle wird die Verteilung des Kupfergehaltes in der Bleisäule für die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele aufgezeigt. Die Analysenproben wurden aus der rasch abgekühlten Bleisäule nach Beendigung der Versuche in verschiedenen Höhen ausgemeißelt. Die Höhenlage der mit T 1 bis T 8 bezeichneten Proben und die durchschnittliche Betriebstemperatur an den entsprechenden Stellen ist in der F i g. 2 dargestellt.
  • Außer den in der Tabelle angegebenen Elementen wurden noch folgende Verunreinigungen im Blei bestimmt: Zn 0,005%; TI 0,0005%; Bi 0,0037%; Cd 0,0005% und Ni 0,0010Da sich die Verteilung dieser Elemente praktisch nicht änderte, wurden sie in der Tabelle nicht angegeben.
    Ausführungsbeispiel
    1 I 2 I 3
    Verweilzeit
    2 Stunden 21/z Stunden 3 Stunden
    Cu Sb As Sn Fe Ag I Cu Sb j As I Cu Sb As
    Analyse
    des Einsatzes . . 3,85 0,44 0,17 0,0005 Sp. 0,108 2,95 1,10 0,293 2,63 0,50 0,029
    Einsatz-
    temperatur .... 1050 bis 1150° C 1050 bis 1150° C 1050 bis 1150' C
    Probe T8 ...... 9,85 0,49 0,11 0,0005' 0,20 0,105 44,5 1,01 0,29 49,5 0,50 0,10
    Probe T 7 ...... l5,39 0,64 0,06 0,0005:! 0,l4 0,096 12,6 0,80 0,09 14,6 0,41 0,01
    Probe T6 ...... 2,55 0,24 0,006 0,0005 0,40i 0,116 3,5 0,35 0,06 3,2 0,31 0,01
    Probe T5 ...... 28,84 0,90 0,22 0,0005 0,12 0,088 30,16 1,l8 0,06 31,0 1,90 0,001
    Probe T 4 ...... ' 27,52 0,79 0,61 0,0005 Sp. 0,093 25,01 1,00 1,20 24,01 1,76 0,56
    Probe T3 ...... l0,18 0,57 0,22 0,0005 0,22 0,108 11,10 0.90 1,25 12,01 1,30 0,31
    Probe T 2 ...... n. b. n. b. n. b. n. b. n. b. n. b. 5,06 0,90 0,78 8,07 0,61 0,11
    Probe T 1 .... . . 0,42 0,34 0,002 0,0005 0,13 0,121 0,39 0,70 0,30 0,40 0,52 0,10
    Analyse des aus-
    fließenden Bleies 0,14 0,51 0,013 0,0005 Sp. 0,116 0,11 0,89 0,26 0,10 0,43 0,030
    Verhalten der
    Kruste am Be-
    hälterboden ... löste sich öfters auf löste sich selten auf war während
    I I des ganzen Versuches
    I I vorhanden
    In der F i g. 2 stellt die mit A bezeichnete Zone die Zone dar, in der eine Schlickerbildung erfolgt. Diese Zone erstreckt sich vom Erstarrungspunkt bis zu einer Temperatur von etwa 750° C. In diesem Gebiet arbeiten die bekannten Seigerungs-Raffinationsverfahren. Das Kupfer liegt in dieser Zone in Form intermetallischer Verbindungen mit As, Sb und wahrscheinlich auch anderen Elementen vor und' kann nicht in Form metallischen Kupfers gewonnen werden. Der Gehalt an gebundenem Kupfer steigt bis zu etwa 300/0. Ebenso erhöht sich der Gehalt an As und Sb infolge der Bildung intermetallischer Verbindungen.
  • Die mit B bezeichnete Zone stellt das Gebiet der Schlickerzersetzung dar, das sich von etwa 650 bis 900° C erstreckt und die Zone A teilweise überlappt. In diesem Gebiet werden die intermetallischen Kupferverbindungen zersetzt, wobei das ausgeschiedene metallische Kupfer in der Bleisäule aufsteigt und die anderen Komponenten sich in Blei lösen. Der Kupfer-, Antimon- und Arsengehalt fällt infolge dieser Trennung in diesem Gebiet stark ab.
  • Die mit C bezeichnete Zone stellt das Gebiet der metallischen Kupferanreicherung dar, das sich von etwa 900"C bis zur Schmelztemperatur des Kupfers erstreckt. Der Kupfergehalt steigt in diesem Gebiet stark an, während der Arsen- und Antimongehalt infolge der Laboratoriumsmaßstäbe leicht ansteigen.
  • Bei größeren Raffinationsbehältern und größeren Durchsatzmengen besteht die Möglichkeit, daß die Anreicherung des metallischen Kupfers in der kupferreichen Phase am Kopf der Bleisäule weit über die im Laboratoriummaßstab erzielten Kupfergehalte hinausgeht, so daß nur noch ein leichtes Nachpressen der kupferreichen Phase zur Erzielung eines Gehaltes an metallischem Kupfer von über 80 % notwendig ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur kontinuierlichen Entfernung von Kupfer und Kupferverbindungen aus Blei durch Seigerung in einem Bleibad, in dem ein Temperaturgefälle von oben nach unten besteht, dadurch gekennzeichnet,daßderSeigerprozeß in einer aufrechtstehenden Bleisäule erfolgt, der das verunreinigte Blei am Kopf zugeführt wird, wobei das Temperaturgefälle in der Säule auf eine Kopftemperatur von 800 bis 9S0° C, vorzugsweise 830 bis 860° C, und eine Bodentemperatur von annähernd der eutektischen Temperatur eingestellt wird, das entkupferte Blei unten abgezogen und eine kupferreiche Phase von der Oberfläche der Bleisäule abgenommen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Bleisäule unter Schutzgas gehalten wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die abgezogene Kupferphase in heißem Zustand durch Pressen von anhaftendem metallischem Blei weitgehend befreit und zu einem über 80"/o metallisches Kupfer enthaltenden Kuchen verpreßt wird.
DEM60954A 1963-08-12 1964-05-09 Verfahren zur Entfernung von Kupfer aus Blei Pending DE1199003B (de)

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DE1199003B true DE1199003B (de) 1965-08-19

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DEM60954A Pending DE1199003B (de) 1963-08-12 1964-05-09 Verfahren zur Entfernung von Kupfer aus Blei

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DE (1) DE1199003B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0006832A1 (de) * 1978-06-29 1980-01-09 Boliden Aktiebolag Verfahren zum Reinigen von Rohblei

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0006832A1 (de) * 1978-06-29 1980-01-09 Boliden Aktiebolag Verfahren zum Reinigen von Rohblei

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