DE1193040B - Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von CyclohexanonInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C49/00—Ketones; Ketenes; Dimeric ketenes; Ketonic chelates
- C07C49/385—Saturated compounds containing a keto group being part of a ring
- C07C49/403—Saturated compounds containing a keto group being part of a ring of a six-membered ring
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2601/00—Systems containing only non-condensed rings
- C07C2601/12—Systems containing only non-condensed rings with a six-membered ring
- C07C2601/14—The ring being saturated
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο - 25
Nummer: 1193 040
Aktenzeichen: J19561IV b/12 ο
Anmeldetag: 9. März 1961
Auslegetag: 20. Mai 1965
Bei der Reinigung von durch Dehydrierung von Cyclohexanol erhaltenem Cyclohexanon durch Destillation
fällt ein Destillationsrückstand von höhersiedenden Kondensationsprodukten an, der zum
größten Teil aus Cyclöhexenylcyclohexanon besteht. Dieses zweikernige Nebenprodukt wird üblicherweise
aus wirtschaftlichen Gründen durch Hydrolyse in Cyclohexanon gespalten.
Diese Hydrolyse würde bisher mittels "wäßriger anorganischer und organischer Säuren oder wäßriger
Alkalien durchgeführt Diese Verfahren haben den Nachteil, daß die die Hydrolyse katalysierenden Stoffe
nur zum Teil und nur mit erheblichem Aufwand an Energie regeneriert werden können.
Nach dem Verfahren der deutschen Patentschrift 875 512 wird dabei Cyclohexanon nur mit einer
Ausbeute von 37°/0 der Theorie erhalten. Nach dem Beispiel der deutschen Patentschrift 932 966 werden
aus 400 g Cyclöhexenylcyclohexanon, bei vollständigem Verbrauch des eingesetzten Ausgangsproduktes, neben
100 g eines verharzten Rückstandes 300 g 91%iges Roh-Cyclohexanon erhalten, entsprechend einer Ausbeute
von 62 %, berechnet auf umgesetztes Ausgangsprodukt. Die vorliegende Erfindung betrifft demgegenüber
ein Verfahren, bei dem Ausbeuten weit über 70 %, bezogen auf umgesetztes Ausgangsprodukt, erhalten
werden und außerdem das nicht umgesetzte Ausgangsprodukt zurückgewonnen wird und daher zurückgeführt
werden kann.
Es wurde nun gefunden, daß Cyclöhexenylcyclohexanon durch Hydrolyse mit Wasser in Gegenwart
saurer Mittel bei Temperaturen von über 1000C
vorteilhafter gespalten werden kann, indem man als saures Hydrolysemittel stark saure sulfonierte
Kationenaustauscher auf Polystyrolbasis verwendet.
Dieses Verfahren hat gegenüber den bisher bekannten den Vorteil, daß der als Hydrolysekatalysator
dienende saure Kationenaustauscher nicht verändert wird und nicht regeneriert werden muß.
Außerdem liegen die Ausbeuten an Cyclohexanon auch höher als beispielsweise bei dem Verfahren der deutschen
Patentschriften 875 512 und 932 966.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann diskontinuierlich durchgeführt werden, indem in einem Autoklav
das Cyclöhexenylcyclohexanon zusammen mit Wasser und dem sauren Kationenaustauscher erhitzt
wird. Anschließend wird durch Entspannen das Cyclohexanon zusammen mit Wasserdampf und nicht
umgesetztem Cyclöhexenylcyclohexanon aus dem Reaktionsraum entfernt und das Gemisch durch
Extraktion und Destillation in bekannter Weise zerlegt. Eine kontinuierliche Arbeitsweise soll nach-Verfahren
zur Herstellung von Cyclohexanon
Anmelder:
Inventa A. G. für Forschung
und Patentverwertung, Luzern (Schweiz)
Vertreter:
Dr.-Ing. Dr. jur. H. Mediger, Patentanwalt,
München 9, Aggensteinstr. 13
Als Erfinder benannt:
Dr. Alfred Flam, Chur (Schweiz);
Dr. Kurt Kahr, Hambach (a. d. Weinstraße)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 10. März 1960 (2697)
stehend an Hand der Figur näher erläutert werden. In die Kolonne 2, die mit dem Ionenaustauscher
gefüllt ist und die mit einer aus dem Mantel 4, dem Einlaßrohr 8 und dem Auslaßrohr 7 bestehenden
Dampfheizvorrichtung versehen ist, wird durch die Leitung 1 Cyclöhexenylcyclohexanon eingeführt und
durch die Düse 3 im Ionenaustauscher versprüht.
Gleichzeitig wird durch die Leitung 5 und die Düse 6 Wasserdampf in die Kolonne geblasen. Am Ionenaustauscher
wird das Cyclöhexenylcyclohexanon in Gegenwart von Wasser teilweise zu Cyclohexanon
gespalten. Dieses Cyclohexanon verläßt zusammen mit dem nicht umgesetzten Ausgangsprodukt und Wasserdampf
die Kolonne 2 durch die Leitung 8 und gelangt in den Kühler 9, wo das gasförmige Gemisch kondensiert
wird. Das Kondensat wird über die Leitung 10 in den Wasserabscheider 11 geführt, wo das Wasser
vom Cyclohexanon-Cyclohexenylcyclohexanon-Gemisch
abgetrennt wird. Das Ketongemisch läuft vom Abscheider in die Destillierkolonne 13, wo es einer
fraktionierten Destillation unterworfen wird. Das gasförmige Cyclohexanon verläßt die Kolonne durch
die Leitung 14, wird im Kühler 15 kondensiert und kann durch die Leitung 16 entfernt werden, während
man das höhersiedende Cyclöhexenylcyclohexanon über die Leitung 17 in die Zuführleitung 1 zurückführt.
Als stark saure sulfonierte und vernetzte Kunstharze auf Polystyrolbasis können z. B. die hitzebeständigen
Handelsprodukte, wie »Amberlite JR-120«, »Dowex 50« und »Permutit RS«, verwendet werden.
509 570/431
Die Reaktionstemperatur soll mehr als 1000C betragen,
weil unterhalb von 100° C die Reaktionsgeschwindigkeit zu klein ist. Eine obere Temperaturgrenze
ist durch die begrenzte Wärmestabilität der Ionenaustauscher gegeben. Die obengenannten Austauscher
werden vorteilhaft bei Temperaturen von 105 bis 130° C eingesetzt.
In ein auf 105°C geheiztes und mit 295 g aktiviertem Kationenaustauscher »Amberlite JR-120« (sulfoniertes,
vernetztes Polystyrolharz) gefülltes Rohr werden in dreiviertel Höhe während 100 Minuten 100 g Cyclohexenylcyclohexanon
über einen Verteiler eingespritzt, während gleichzeitig in den unteren Teil des Rohres
auf 105°C erhitzter Wasserdampf eingeblasen wird. Nach beendeter Zugabe wird noch eine Viertelstunde
weiterhin Dampf durchgeblasen. Der verbrauchte Dampf entspricht einer Wassermenge von 4000 cm3.
Das aus dem oberen Ende des Rohres austretende Dampfgemisch wird kondensiert, das Kondensat mit
Kochsalz gesättigt und mit Methylenchlorid extrahiert. Aus dem Extrakt werden durch Destillation 30,8 g
nicht umgesetztes Cyclohexenylcyclohexanon und 55,1 g Cyclohexanon erhalten. Dies entspricht einer
Ausbeute von 72,3%, bezogen auf umgesetztes Ausgangsprodukt.
In das Reaktionsrohr 2 der oben beschriebenen und η der Figur gezeigten Apparatur für eine kontinuierliche
Arbeitsweise werden 300 g aktivierter Kationenaustauscher »Permutit RS« gefüllt. Das Rohr
wird auf 1150C geheizt. Durch die Leitung 1 werden
stündlich 60 g Cyclohexenylcyclohexanon eingeführt und gleichzeitig durch die Leitung 5 stündlich 180 g
auf 115°C erhitzter Wasserdampf eingeblasen. Die
Reaktionsgase werden im Kühler 9 kondensiert, vom Kondensat in Abscheider 11 das Wasser abgetrennt
und die organische Phase in der Kolonne 13 fraktioniert
ίο destilliert. Stündlich werden aus dem Sumpf dieser
Destillationskolonne 10,8 g Cyclohexenylcyclohexanon über die Leitungen 17 und 1 in das Reaktionsrohr 2
zurückgeführt. Gleichzeitig können aus dem Kühler 15 38,1 g Cyclohexanon abgezogen werden, was einer
Ausbeute von 70,5% entspricht, bezogen auf umgesetztes Ausgangsprodukt.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon durch hydrolytisches Spalten von Cyclohexenylcyclohexanon
mit Wasser in Gegenwart eines sauren Mittels bei Temperaturen von über 100° C,
dadurch gekennzeichnet, daß man als saures Hydrolysemittel stark saure sulfonierte
as Kationenaustauscher auf Polystyrolbasis verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Temperaturen von
105 bis 1300C arbeitet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 875 512, 932 966.
Deutsche Patentschriften Nr. 875 512, 932 966.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 570/431 5.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1193040X | 1960-03-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1193040B true DE1193040B (de) | 1965-05-20 |
Family
ID=4562315
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ19561A Pending DE1193040B (de) | 1960-03-10 | 1961-03-09 | Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanon |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1193040B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7833508B2 (en) | 2008-07-18 | 2010-11-16 | Evonik Degussa Gmbh | Reaction vessel and process for its use |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE875512C (de) * | 1951-04-01 | 1953-05-04 | Bayer Ag | Verfahren zur Spaltung von ungesaettigten Ketonen |
| DE932966C (de) * | 1952-05-06 | 1955-09-12 | Hoechst Ag | Verfahren zur Spaltung von Cyclohexenylcyclohexanon |
-
1961
- 1961-03-09 DE DEJ19561A patent/DE1193040B/de active Pending
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE875512C (de) * | 1951-04-01 | 1953-05-04 | Bayer Ag | Verfahren zur Spaltung von ungesaettigten Ketonen |
| DE932966C (de) * | 1952-05-06 | 1955-09-12 | Hoechst Ag | Verfahren zur Spaltung von Cyclohexenylcyclohexanon |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7833508B2 (en) | 2008-07-18 | 2010-11-16 | Evonik Degussa Gmbh | Reaction vessel and process for its use |
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