DE1177565B - Kompressorlose Spritzpistole zur Zerstaeubung von Fluessigkeiten, insbesondere von Farbe - Google Patents
Kompressorlose Spritzpistole zur Zerstaeubung von Fluessigkeiten, insbesondere von FarbeInfo
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BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KI.: B 05
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Auslegetag:
Deutsche Kl.: 85g-3
1177 565
V 14874Ic/85 g
16. August 1958
3. September 1964
V 14874Ic/85 g
16. August 1958
3. September 1964
Es ist eine kompressorlose Spritzpistole zur Zerstäubung von Flüssigkeiten mit Antrieb der Kolbenpumpe
durch einen Wechselstrom-Schwingmagneten bekannt, dessen um ein Ende schwenkbarer Anker
etwa in Höhe der Magnetkörpermitte mit einer in ihrem Ausschwenkbereich einstellbaren, an ihrem
unteren Ende rechtwinklig abgebogenen, am Magnetkörper befestigten Blattfeder kraftschlüssig verbunden
ist, welche entgegen der Kraft der Rückholfeder des Pumpenkolbens wirkt, und damit den Ausschwenk- ίο
winkel des Magnetankers begrenzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Spritzpistolen der vorbezeichneten Art in der Richtung zu
verbessern, daß sowohl eine einfach zu handhabende Mengendosierung der zu zerstäubenden Flüssigkeit
als auch eine Vorrichtung zur Anpassung der Hubhöhe des Ausströmventils an die Viskosität der zu
zerstäubenden Flüssigkeit geschaffen wird.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß der zwischen einem mittels des
Mengendosierungsknopfes verstellbaren unelastischen Aufschlagteil und der dem Pumpenkolben zugewandten
oberen Hälfte des Schwingankers angeordnete Gummipuffer in an sich bekannter Weise vom oberen
Ende der mit dem Schwinganker verbundenen Blattfeder getragen ist und die an sich bekannte axiale
Verschiebung des die Pumpe enthaltenden Führungsrohres mit dem darin befestigten Pumpenzylinder
mittels einer mit ihrem geriffelten Außenumfang aus dem Pistolengehäuse herausragenden Regulierwalze 3c
zwecks Anpassung der Hubhöhe des Ausströmventilkopfes an die Viskosität der aus der Spritzdüse austretenden
Flüssigkeit vorgenommen werden kann. Das dem Schwinganker zugewandte Ende des Führungsrohres
ist mit Außengewinde versehen, welches in das Innengewinde der Regulierwalze eingreift. In
diesem Führungsrohrende ist koaxial zum Pumpenkolben ein Kolbenbolzen gelagert, der die Verbindung
zwischen dem Schwinganker und dem Pumpenkolben herstellt. Sowohl die Regulierwalze als auch der
Mengendosierungsknopf sind mit einer axialen Ausdrehung zur Aufnahme je einer Bremsfeder versehen,
die zur Fixierung der jeweils eingestellten Lage der Regulierwalze bzw. des Mengendosierungsknopfes
dient.
Zur Einstellung der optimalen Zerstäubung einer Flüssigkeit bestimmter Viskosität — insbesondere
von Farbe — ist es erforderlich, sowohl den Mengendosierungsknopf als auch die Regulierwalze in eine
bestimmte Stellung zu bringen. Diese Stellung wird durch Versuchsspritzen festgestellt.
Bei Spritzpistolen ist es bereits bekannt, das die Kompressorlose Spritzpistole zur Zerstäubung
von Flüssigkeiten insbesondere von Farbe
von Flüssigkeiten insbesondere von Farbe
Anmelder:
Vertriebsgesellschaft Ing. Wagner,
Friedrichshafen-Fischbach
Als Erfinder benannt:
Josef Wagnerr Friedrichshafen-Fischbach
Beanspruchte Priorität:
Deutsche Industrie-Messe Hannover 1958
(Technische Messe — Mustermesse),
Hannover vom 27. April 1958
Deutsche Industrie-Messe Hannover 1958
(Technische Messe — Mustermesse),
Hannover vom 27. April 1958
Kolbenpumpe' 'enthaltende Führungsrohr axial zu verschieben. Dabei wird jedoch nicht die Hubhöhe
des Ausströmventilkopfes reguliert.
Es ist auch nicht mehr neu, in einer Spritzpistole zwei Flüssigkeiten oder eine Flüssigkeit mit einem
Puder zu mischen. Das Mischungsverhältnis beider Komponenten ist einregulierbar.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäß ausgebildeten Spritzpistole dargestellt,
und zwar in Form eines teilweise abgebrochenen Längsschnittes durch das Gehäuse der insbesondere
zum Farbspritzen geeigneten Spritzpistole in Richtung der Achse des Pumpenkolbens.
In das Pistolengehäuse 1 mit dem Aufhängehaken 1' ist ein die Pumpe enthaltendes Führungsrohr
4 eingebaut, in welchem der Pumpenzylinder 2 befestigt ist, der den Pumpenkolben 3 aufnimmt. Das
mit Außengewinde versehene Führungsrohr 4 kann in axialer Richtung mittels einer mit Innengewinde ausgerüsteten
Regulierwalze 10 verschoben werden, die mit ihrem geriffelten Außenumfang aus dem Pistolengehäuse
1 herausragt, so daß sie leicht in Umfangsrichtung zu verdrehen ist.
In dem die Regulierwalze 10 tragenden Ende 4' des Führungsrohres 4 ist ein Kolbenbolzen 5 koaxial
zum Pumpenkolben 3 gelagert. Zwischen den beiden letztgenannten Teilen 5 und 3 ist eine auf dem
Pumpenkolben 3 befestigte Pufferkappe 3' eingeschaltet. Auf dieser stützt"sicfe>
eine Spiralfeder 30 ab, die mit ihrem anderen Ende an der in das
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Führungsrohr 4 hineinragenden Stirnwand des Pumpenzylinders 2 anliegt. Der Kolbenbolzen 5 ist
an seinem dem elektrischen Antrieb der Spritzpistole zugewandten, aus dem Führungsrohr 4 herausragenden
Ende mit einem Haltering 5' versehen.
Über die radiale Bohrung 6 des Pumpenzylinders 2 wird die zu zerstäubende Flüssigkeit aus dem
Flüssigkeitsbehälter 8 über den Saugkorb 9' und die Saugleitung 9 in den Pumpenzylinder 2 gesaugt.
Dieses Ansaugen findet dann statt, wenn sich der Pumpenkolben 3 aus seiner in der Zeichnung dargestellten
Lage vom Düsenkopf weg, also nach rechts, bewegt. Der Flüssigkeitsbehälter 8 ist an einem
Teil 7 angeschraubt, welcher an dem Führungsrohr 4 aufgehängt und dort befestigt ist. Die Befestigung
erfolgt mittels der die Bohrung 23' des Rohres 4 durchragenden Schraube 23, die in dem Kopfteil 7'
eingeschraubt und mit der gleichzeitig der Pumpenzylinder 2 im Führungsrohr 4 gehalten ist.
Wenn die Regulierwalze 10, in deren von außen nicht sichtbarer koaxialer Ausdrehung eine Bremsfeder
11 gelagert ist, verdreht wird, dann findet eine axiale Verschiebung des Führungsrohres 4 statt. Eine
solche Verschiebung bewirkt, daß der Kolben 3 während des Spritzbetriebes den Ventilkopf 24 mehr oder
weniger weit von seinem Ventilsitz abhebt, denn der Ventilkopf wird nicht nur durch den Druck der zu
zerstäubenden Flüssigkeit, sondern auch noch durch den Kolben 3 von seinem Ventilsitz abgehoben. Soll
beispielsweise Farbe von dicker Konsistenz zerstäubt werden, dann wird man die Regulierwalze 10 so verdrehen,
daß der Ventilkopf 24 nur wenig angehoben wird. Bei dünnflüssigem Zerstäubungsgut muß eine
größere Abhebung des Ventilkopfes erfolgen. Die Verdrehung der Regulierwalze 10 muß also entsprechend
der Viskosität der zu zerstäubenden Flüssigkeit vorgenommen werden, um eine gute
Zerstäubung zu erreichen.
Der Antrieb der Spritzpistole erfolgt in bekannter Weise mittels des Elektromagneten 12, dessen aufrechtstehender
Schwinganker 13 unten auf einer vorspringenden Lasche abgestützt ist, welche den
Statorteil 12 zusammenhalt. Außerdem ist der Schwinganker 13 noch durch eine L-förmig gebogene
Blattfeder 14 bei 14' -τ- etwa in Höhe der Mitte des
Magnetkörper 12 — gehalten. Die Blattfeder 14 preßt den Schwinganker 13 gegen die vorerwähnte Lasche,
so daß er nicht nach oben auswandern kann. Sie ist bei 12' am Gehäuse des Magnetkörpers 12 befestigt
und trägt an ihrem oberen Ende einen Gummipuffer 16. Dieser prallt beim Saughub auf den verstellbaren
Aufschlagteil 17 und federt damit den Schwinganker 13 ab, den die Feder 30 vom Magnetkörper abhebt.
Die Blattfeder 14 wirkt also der Kolbenfeder 30 entgegen und unterstützt die magnetische Anziehungskraft
des Statorteils 12.
Der Ausschlag des Schwingankers 13 kann durch Verändern der Stellung des Aufschlagteils 17 reguliert
werden. Diese Regulierung wird mittels des Mengendosierungsknopfes 18 - vorgenommen, welcher auf
dem Schaft 17' des Aufschlagteils 17 befestigt ist. Der Schaft 17' ist mit einem Gewinde versehen und innerhalb
des Pistolengehäuses 1 verdrehbar. Genauso wie die Regulierwalze 10 weist auch der Mengendosierungsknopf
18 eine von außen nicht sichtbare axiale Ausdrehung auf, in welcher die Bremsfeder 19 zur
Fixierung der jeweiligen Regulierstellung des Knopfes untergebracht ist.
Bei großem Schwingankerausschlag ist der Flüssigkeitssausstoß am größten. Wird der Schwingankerausschlag
kleiner einreguliert, dann nimmt auch die gepumpte Flüssigkeitsmenge ab. Damit wird der aus
dem Zerstäuberkopf austretende Rundstrahl steiler.
Mit dem Bezugszeichen 20 ist das Zuführungskabel für den Magnetanker 12 versehen. Zur Verbesserung
des Wirkungsgrades des elektrischen Antriebes der Spritzpistole findet ein Kondensator 21 Verwendung,
der im unteren Teil des Handgriffes der Spritzpistole eingebaut ist. Die Betätigung des elektrischen Antriebs
wird mittels des Druckknopfes 22 bewirkt.
In den Pumpenzylinder 2 ist — wie bereits oben gesagt wurde — der Ventilkopf 24 eingebaut.
Dieser wird beim Förderhub des Pumpenkolbens 3 — entgegen der Kraft der Ventil-Schließfeder 25 —
von seinem Ventilsitz abgehoben. Die sich an ihrem anderen Ende auf der Rückseite des Zerstäuberkopfes
abstützende Feder 25 drückt beim Saughub den Ventilkopf 24 in seine Schließstellung zurück. Die
Abschlußkappe 27 der Zerstäubungsvorrichtung ist auf das aus dem Führungsrohr 4 herausragende Ende
des Pumpenzylinders 2 aufschraubbar. Sie weist in ihrer Mitte eine Düsenöffnung 28 auf. Da die konstruktive
Ausführung des Zerstäuberkopfes nicht Gegenstand der Erfindung ist. wird von einer Erläuterung
seines Aufbaues und seiner Wirkungsweise abgesehen.
Claims (3)
1. Kompressorlose Spritzpistole zur Zerstäubung von Flüssigkeiten, insbesondere von Farbe,
mit Antrieb der Kolbenpumpe durch einen Wechselstrom-Schwingmagneten,
dessen um ein Ende schwenkbarer Anker etwa in Höhe der Magnetkörpermitte mit einer in ihrem Ausschwenkbereich
einstellbaren, an ihrem unteren Ende rechtwinklig abgebogenen, am Magnetkörper befestigten
Blattfeder kraftschlüssig verbunden ist, welche entgegen der Kraft der Rückholfeder des
Pumpenkolbens wirkt, und damit den Ausschwenkwinkel des Magnetankers begrenzt, dadurch
gekennzeichnet, daß der zwischen einem mittels des Mengendosierungsknopfes (18) verstellbaren unelastischen Aufschlagteil (17) und
der dem Pumpenkolben (3) zugewandten oberen Hälfte des Schwingankers (13) angeordnete
Gummipuffer (16) in an sich bekannter Weise vom oberen Ende der mit dem Schwinganker
(13) verbundenen Blattfeder (14) getragen ist und die an sich bekannte axiale Verschiebung des
die Pumpe enthaltenden Führungsrohres (4) mit dem darin befestigten Pumpenzylinder (2) mittels
einer mit ihrem geriffelten Außenumfang aus dem Pistolengehäuse (1) herausragenden Regulierwalze
(10) zwecks Anpassung der Hubhöhe des Ausströmventilkopfes (24) an die Viskosität der
aus der Spritzdüse (28) austretenden Flüssigkeit vorgenommen werden kann.
2. Spritzpistole nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Schwinganker (13)
zugewandte Ende (4') des Führungsrohres (4) mit Außengewinde versehen ist, welches in das
Innengewinde der Regulierwalze (10) eingreift, und in diesem Führungsrohrende (4') koaxial
zum Pumpenkolben (3) ein Kolbenbolzen (5) gelagert ist, der die Verbindung zwischen dem
Schwinganker (13) und dem Pumpenkolben (3) herstellt.
3. Spritzpistole nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Regulierwalze
(10) als auch der Mengendosierungsknopf (18) mit je einer axialen Ausdrehung zur Aufnahme
einer Bremsfeder (11 bzw. 19) versehen ist, die zur Fixierung der jeweils eingestellten
Lage der Regulierwalze (10) bzw. des Mengendosierungsknopfes (18) dient.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Gebrauchsmuster Nr. 1708 600,
392, 1725 289;
britische Patentschrift Nr. 566 543; USA.-Patentschrift Nr. 2 811 391.
britische Patentschrift Nr. 566 543; USA.-Patentschrift Nr. 2 811 391.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
409 659/147 8.64 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEV14874A DE1177565B (de) | 1958-08-16 | 1958-08-16 | Kompressorlose Spritzpistole zur Zerstaeubung von Fluessigkeiten, insbesondere von Farbe |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1177565B true DE1177565B (de) | 1964-09-03 |
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Family Applications (1)
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| DEV14874A Pending DE1177565B (de) | 1958-08-16 | 1958-08-16 | Kompressorlose Spritzpistole zur Zerstaeubung von Fluessigkeiten, insbesondere von Farbe |
Country Status (4)
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| CH (1) | CH360625A (de) |
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| FR (1) | FR1216656A (de) |
| GB (1) | GB916901A (de) |
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