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DE1168125B - Verfahren zur Ermittlung von Rechenwerten fuer eine quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Fluessigkeitsgemisches und Geraete fuer quantitative destillative Analysen einer Komponente eines Fluessigkeitsgemisches - Google Patents

Verfahren zur Ermittlung von Rechenwerten fuer eine quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Fluessigkeitsgemisches und Geraete fuer quantitative destillative Analysen einer Komponente eines Fluessigkeitsgemisches

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Publication number
DE1168125B
DE1168125B DEE21703A DEE0021703A DE1168125B DE 1168125 B DE1168125 B DE 1168125B DE E21703 A DEE21703 A DE E21703A DE E0021703 A DEE0021703 A DE E0021703A DE 1168125 B DE1168125 B DE 1168125B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boiling
vessel
liquid mixture
vessels
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEE21703A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Dr Techn Heinri Ebner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ENENKEL O H G fur CHEMISCHE F
Original Assignee
ENENKEL O H G fur CHEMISCHE F
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ENENKEL O H G fur CHEMISCHE F filed Critical ENENKEL O H G fur CHEMISCHE F
Publication of DE1168125B publication Critical patent/DE1168125B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/14Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by using distillation, extraction, sublimation, condensation, freezing, or crystallisation

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Ermittlung von Rechenwerten für eine quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Flüssigkeitsgemisches und Geräte für quantitative destillative Analysen einer Komponente eines Flüssigkeitsgemisches Für die quantitative Bestimmung einer Komponente eines Flüssigkeitsgemisches sind verschiedene Verfahren bekannt. Meist wird zuerst, beispielsweise durch Destillation, Extraktion, Fällung, Adsorption, Chromatographie oder andere Methoden, eine Trennung vorgenommen, worauf dann die zu analysierende Komponente auf Grund ihrer besonderen chemischen oder physikalischen Eigenschaften quantitativ bestimmt wird. Handelt es sich z. B. um die Bestimmung von Äthylalkohol in Mischungen mit Wasser, organischen Säuren, Extraktstoffen und anderen Bestandteilen, wie sie insbesondere die Roh-, Zwischen-und Fertigprodukte der Alkohol-, Hefe-, Essig-, Wein- und Getränkeindustrie darstellen, so muß nach den bisherigen Verfahren der Alkohol nach erfolgter Neutralisation der Maische abdestilliert werden, worauf der Alkoholgehalt des Destillates pyknometrisch, aerometrisch oder titrometrisch bestimmt wird. Alle diese Verfahren sind ziemlich zeitraubend und können dann nicht herangezogen werden, wenn die Aufgabe gestellt ist, die Analyse des Flüssigkeitsgemisches halb- oder vollautomatisch durchzuführen, da die Anzahl der notwendigen zu automatisierenden Arbeitsschritte zu groß und letztere zu kompliziert sind, um eine verläßlich arbeitende, nicht zu kostspielige Apparatur zu ermöglichen.
  • Es ist auch schon bekannt, den Alkoholgehalt einer Flüssigkeitsmischung durch Siedepunktsvergleich gegen Wasser zu ermitteln. Dabei muß in der gleichen Apparatur unmittelbar hintereinander einmal der Siedepunkt der Flüssigkeitsmischung und das andere Mal der sogenannte Wasserwert, also der Siedepunkt von reinem Wasser, bestimmt werden, was erforderlich ist, weil die Siedepunkte vom Luftdruck abhängen. Aus der Differenz der Siedepunkte der Flüssigkeit und des Wasserwertes wird dann der Prozentgehalt Alkohol an Hand einer entsprechend geeichten Skala errechnet. Die Messung wird üblicherweise in einer kleinen, mit einem Quecksilberthermometer ausgerüsteten Apparatur vorgenommen, wobei das Thermometer eine verschiebbare, in Prozent Alkohol geeichte Skala aufweist, deren Nullpunkt jeweils auf den Siedepunkt des Wassers eingestellt wird. Die Brauchbarkeit dieser an sich schon ungenauen Bestimmungsart wird dadurch noch wesentlich eingeschränkt, daß die meisten alkoholhaltigen Flüssigkeitsgemische der Alkohol-, Hefe-, Essig-, Wein- und Getränkeindustrie nicht nur aus Alkohol und Wasser bestehen, was bei der beschriebenen Bestimmungsmethode Voraussetzung ist. Die vielen Beimengungen, insbesondere die organischen Säuren und Extraktstoffe, verschieben den Siedepunkt so stark, daß diese Methode für die industrielle Praxis zu ungenau wird. Auch plötzliche, zwischen der Bestimmung des Siedepunktes der Flüssigkeitsmischung und des Wasserwertes auftretende Luftdruckschwankungen können beachtliche Fehler nach sich ziehen.
  • Es ist schließlich bekannt, den Sättigungsgrad von Lösungen fester Stoffe, beispielsweise Zucker, in Lösungsmitteln dadurch zu bestimmen, daß bei gleichem Sie de druck der Siedepunkt der Lösung mit dem Siedepunkt des reinen Lösungsmittels mit Hilfe von Widerstandsthermometem verglichen wird, wobei beigemengte Verunreinigungen in der Lösung durch Verstellung des Nullpunktes der Brückenschaltung von Hand aus ausgeglichen werden können. Es war bisher aber nicht möglich, die Methode des Siedepunktvergleiches auf die quantitative analytische Bestimmung einer Flüssigkeitskomponente in einem Gemisch zweier oder mehrerer Flüssigkeiten mit verschiedenen Siedepunkten auszudehnen und dabei zugleich eine verläßliche selbsttätige Ausschaltung des Einflusses der übrigen Flüssigkeiten, Verunreinigungen und beigemengten Stoffe sowie der Luftdruckschwankungen zu erreichen.
  • Durch das effindungsgemäße Verfahren, das gestattet, Rechenwerte für eine quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Flüssigkeits- gemisches durch Messen der Tempiraturdifferenz der Siedepunkte des Gemisches und einer Vergleichsflüssigkeit zu ermitteln, werden alle diese Schwierigkeiten beseitigt.
  • Erfindungsgemäß wird so vorgegangen, daß das Flüssigkeitsgemisch auf zwei getrennte Siedegefäße aufgeteilt wird, wobei das eine Siedegefäß mit einem Rückflußkühler versehen ist und das zweite Siedegefäß mit einer einen Kondensator und Rücklaufteiler enthaltenden Fraktionierkolonne versehen ist daß die Proben in beiden Siedegefäßen gleichzeitig zum Sieden gebracht werden und daß nach dem Abdestillieren der zu analysierenden Komponente aus dem zweiten Siedegefäß die Siedetemperaturen der in den Siedegefäßen enthaltenen Gemische gemessen werden.
  • Die Differenz der Siedepunkte stellt ein Maß für die Menge der zu analysierenden Flüssigkeit dar und wird am einfachsten an Hand einer Eichkurve umgerechnet.
  • Eine andere Vorgangsweise besteht erfindungsgemäß darin, daß das Flüssigkeitsgemisch einem Siedegefäß, das mit einem Überlauf und einem Rückflußkühler versehen ist, kontinuierlich zugeleitet und dort zum Sieden gebracht wird; daß das gleiche Flüssigkeitsgemisch gleichzeitig einer mit einem Kondensator und Rücklaufteiler versehenen, über einem zweiten geheizten und mit Überlauf versehenen Siedegefäß angeordneten Fraktionierkolonne zugeleitet wird; daß der Inhalt beider Siedegefäße dauernd auf Siedetemperatur gehalten wird und daß die Siedetemperaturen der in den Siedegefäßen enthaltenen Gemische kontinuierlich gemessen werden. Es wird dadurch eine kontinuierliche Analyse ermöglicht, wobei in der Fraktionierkolonne die zu analysierende, niedriger bzw. niedrigst siedende Flüssigkeitskomponente sofort laufend abdestilliert wird und nur das von dieser Flüssigkeitskomponente befreite Flüssigkeitsgemisch in das zweite Siedegefäß gelangt und von dort durch den Überlauf abfließt. Im ersten Siedegefäß stellt sich demnach dauernd die Siedetemperatur des unveränderten Gesamtflüssigkeitsgemisches und im zweiten Siedegefäß die Siedetemperatur des von der zu analysierenden Flüssigkeit befreiten Flüssigkeitsgemisches ein. Die Differenz dieser beiden Siedetemperaturen kann daher kontinuierlich gemessen und entsprechend umgerechnet werden.
  • Das Verfahren zur kontinuierlichen Ermittlung der Rechenwerte kann nach der Erfindung einfacher auch so gestaltet werden, daß das Flüssigkeitsgemisch einem Siedegefäß, das mit einem Überlauf und einem Rückflußkühler versehen ist, kontinuierlich zugeleitet und dort zum Sieden gebracht wird; daß das siedende Flüssigkeitsgemisch aus dem ersten Siedegefäß durch einen Überlauf einer mit einem Kondensator und Rücklaufteiler versehenen, über einem zweiten geheizten und mit Überlauf versehenen Siedegefäß angeordneten Fraktionierkolonne zugeleitet wird; daß der Inhalt beider Siedegefäße dauernd auf Siedetemperatur gehalten wird und daß die Siedetemperaturen der in den Siedegefäßen enthaltenen Gemische kontinuierlich gemessen werden. Auch hier stellt sich im ersten Siedegefäß dauernd die Siedetemperatur des unveränderten Gesamtflüssigkeitsgemisches und im zweiten Siedegefäß die Siedetemperatur des von der zu analysierenden Flüssigkeit befreiten Flüssigkeitsgemisches ein. Die Differenz dieser beiden Siedepunkte wird kontinuierlich gemessen und umgerechnet.
  • Es ist auch denkbar, auf das erste Siedegefäß über haupt zu verzichten und die Flüssigkeit kontinuierlich, allenfalls nach Vorwärmung, unmittelbar in den oberen Teil der Fraktionierkolonne einzuführen, wo bei sich der Siedepunkt des unveränderten Flüssigkeitsgemisches am Eintrittsboden einstellt. Die Temperaturmessung, die sonst im ersten Siedegefäß vorgenommen wird, muß dann in den oder in die Nähe des Eintrittsbodens der Fraktionierkolonne verlegt werden, so daß die Messung der Temperaturdifferenz zwischen dem Eintrittsboden der Fraktionierkolonne und dem unter der Kolonne angeordneten Siedegefäß erfolgt. Falls die Messung auf diese Weise ausgeführt wird, ist allerdings besondere Sorgfalt auf die Konstanthaltung des Flüssigkeitstromes und der Heizung des Siedegefäßes zu verwenden, da jede Schwankung dieser Größen die Temperatur der Meßstelle in der Fraktionierkolonne verändert.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren hat jedenfalls den Vorteil, daß die Siedepunkte zweier Flüssigkeiten bzw. Flüssigkeitsgemische, verglichen werden, die sich nur im Gehalt an der zu bestimmenden Komponente, also beispielsweise nur im Äthylalkoholgehalt unterscheiden, wogegen sie alle anderen Stoffe, Verunreinigungen oder Beimengungen in gleicher Weise enthalten, so daß die Bestimmungsgenauigkeit durch solche Beimengungen od. dgl. nicht leidet. Zufolge der gleichzeitigen Messung der Siedepunkte wird auch der Einfluß plötzlicher Luftdruckschwankungen mit Sicherheit vermieden.
  • Anordnungen bzw. Geräte zur Ausübung und Durchführung der erfindungsgemäßen Verfahren werden an Hand der Zeichnungen näher beschrieben.
  • Es zeigt F i g. 1 ein Gerät für Einzelanalysen und F i g. 2 und 3 Geräte zur kontinuierlichen Analyse jeweils im Schema.
  • Das Gerät nach Fig. 1 besteht aus zwei im wesentlichen gleichgeformten Siedegefäßen 1, 2, von denen das erste Siedegefäß 1 mit einem Rückflußkühler 3 und das zweite Siedegefäß 2 mit einer Fraktionierkolonne 4, einem Rücklaufteiler 5 und einem Kondensator 6 versehen ist. Die beiden Siedegefäße 1 und 2 werden von außen mittels elektrischer Heizmäntel 7, die über die Leitungen 8 mit Schalter 9 an das Stromnetz angeschlossen sind, beheizt. Die beiden Siedegefäße 1 und 2 sind durch eine Leitung 21, die ein Absperrorgan 22 aufweist, miteinander verbunden. Das Einfüllen des Flüssigkeitsgemisches erfolgt über ein Zulaufgefäß 23 durch eine Leitung 24 mit Absperrorgan 25. Das Siedegefäß 2 besitzt eine mit einem Absperrorgan 26 versehene tJberlaufleitung 27. Jedes Siedegefäß 1, 2 ist mit einer Entleerungsleitung 28, 29 und mit Absperrorganen 30, 31 ausgerüstet. In jedem der beiden Siedegefäße 1, 2 ist eine Temperaturmeßeinrichtung angeordnet, deren Meßgrößeaufnehmer in Wärmekontakt mit dem Inhalt der Siedegefäße steht.
  • Um Meßfehler, die durch Überhitzung des Flüssigkeitsgemisches in den Siedegefäßen entstehen können, zu verringern, können die beiden Siedegefäße 1 und 2 mit je einem innerhalb derselben angeordneten Meßgefäß 11, 12 versehen werden, innerhalb welcher sich dann die Temperaturmeßstellen befinden. Die Meßgefäße 11, 12 sind durch die Öffnungen 10 mit den Siedegefäßen 1, 2 verbunden. Um eine destillative Auftrennung des Flüssigkeitsgemisches im Siedegefäß 1 bzw. im Meßgefäß 11 zu verhindern, müssen die aus den beiden Gefäßen in den Rückflußkühler 3 eintretenden Dämpfe getrennt so kondensiert werden, daß das Kondensat in das gleiche Gefäß, aus dem es verdampfte, zurückfließt. Es ist daher das Meßgefäß 11 getrennt vom Siedegefäß 1 mit dem Rückflußkühler 3 verbunden. Im Siedegefäß 2 bzw.
  • Meßgefäß 12 besteht diese Gefahr einer destillativen Auftrennung nicht, weil die zu analysierende Flüssigkeitskomponente bereits abdestilliert wurde. Das Meßgefäß 12 und das Siedegefäß 2 besitzen daher eine gemeinsame Verbindung zur Fraktionierkolonne 4, so daß die verdampfenden Flüssigkeitsmengen gemeinsam in die Fraktionierkolonne eintreten können und auch der Rückfluß aus der Fraktionierkolonne zu den beiden Gefäßen gemeinsam erfolgen kann. Bei dieser Anordnung wird erfindungsgemäß die im Siedegefäß befindliche Flüssigkeit als Flüssigkeitsheizbad für die gleiche innerhalb des Meßgefäßes befindliche Flüssigkeit verwendet. Da sich die Temperaturmeßstellen innerhalb der Meßgefäße befinden, werden durch diese Anordnung eventuell in den Siedegefäßen auftretende Überhitzungen mit großer Sicherheit von den Temperaturmeßstellen ferngehalten. Der Einfluß von Überhitzungen kann auch auf andere Weise ausgeschaltet werden, beispielsweise durch Messung der Siedetemperaturen im Dampfraum über den siedenden Flüssigkeiten. Beide Anordnungen- sind bei entsprechend sorgfältiger Ausführung gleichwertig.
  • Um eine direkt ablesbare Anzeige des Analysenwertes zu erhalten, wird nach einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gerätes ein Thermoelement als Temperaturmeßeinrichtung verwendet, wobei als Meßgrößeaufnehmer an den in den beiden Siedegefäßen angeordneten Meßstellen wenigstens je zwei Lötstellen 13, 14 und 15, 16 des Thermoelementes dienen. Die Lötstellen sind in der Reihenfolge 13, 15, 14, 16 in Serie geschaltet. Das Thermoelement, dessen Lötstellen auch vermehrt sein können, ist mit seinen freien Enden an einen Verstärker 17 angeschlossen, der über die Leitungen 18 samt Schalter 19 mit Netzstrom gespeist wird. Dem Verstärker ist ein Anzeigeinstrument 20 nachgeschaltet, an dem die Siedepunktsdifferenz in Millivolt, Milliampere oder direkt in Prozent zu analysierende Flüssigkeitskomponente, beispielsweise in Volumprozent Alkohol, abgelesen werden kann. Für die Drähte des Thermoelementes werden zweckmäßigerweise Kupfer und Konstantan verwendet, die zum Korrosionsschutz mit Kunststoff oder Glas so überzogen werden, daß ein guter Wärmeübergang gewährleistet ist.
  • Durch das Hintereinanderschalten der Lötstellen wird die an sich niedrige Thermospannung vervielfacht und hierauf durch den Verstärker für ein direktes Anzeigeinstrument verwendbar gemacht.
  • Gegebenenfalls kann dieser Wert an ein Steuerorgan weitergeleitet werden. Es ist auch möglich, als Meßgrößeaufnehmer der Temperaturmeßeinrichtungen zwei Widerstandsthermometer zu verwenden, deren Meßwertdifferenz über Brückenschaltungen dem Verstärker und Anzeigeinstrument zugeleitet wird.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung zur Durchführung von Punktanalysen kann auch so weiter ausgestaltet werden, daß nach dem Verstärker ein Punktschreiber geschaltet wird, dessen Auslösemechanismus mit einer Schaltuhr verbunden wird, die überdies einen Signalgeber angeschlossen hat. Es kann dann mit diesem Gerät das Einfüllen des Flüssigkeits- gemisches, die Betätigung der Absperrorgane, die Einstellung der Kühlwassermenge und das Einschalten der Heizung sowie des Verstärkers wie in den übrigen Anordnungen von Hand aus erfolgen, während die Schaltuhr nach einer von Hand einzustellenden Zeitspanne, die der Dauer der Destillation der zu analysierenden Flüssigkeit entspricht, das Schreiben des Analysenpunktes und die Abgabe eines optischen und/oder akustischen Signal auslöst. Es ist auch möglich, das Gerät so auszugestalten, daß die diskontinuierliche Zufuhr des Flüssigkeitsgemisches, die Bewegung der Absperrorgane, das Anheizen, das Einschalten des Verstärkers und des Schreibgerätes, die Messung und Aufzeichnung der Siedepunktsdifferenz nach beendetem Abdestillieren der zu analysierenden Flüssigkeit, das Entleeren und Abschalten der Heizung und des Schreibgerätes und die Wiederholung des gesamten Vorganges in vorbestimmten Zeiträumen selbsttätig erfolgen.
  • Zur Durchführung von Punktanalysen an dem Gerät gemäß Fig. 1 wird zunächst bei geschlossenem Absperrorgan 25 eine bestimmte Menge Flüssigkeitsgemisch in das Zulaufgefäß 23 eingefüllt. Dann werden bei geschlossenen Absperrorganen 30, 31 die Hähne 26, 22 und 25 geöffnet. Das Flüssigkeitsgemisch durchspült und füllt beide Siedegefäße bis zur vorgesehenen Höhe, wobei der Überschuß durch die Überlaufleitung 27 abfiießt. Nun werden die Hähne 25, 22 und 26 wieder geschlossen und dann mittels der Schalter 19 und 9 der Verstärker 17 und die Heizungen 7 eingeschaltet. Der Rückflußkühler 3 und der Kondensator 6 sind über eine Zuleitung 32, die ein Regelorgan 33 und einen Strömungsmesser 34 enthält, an eine Kühlwasserleitung 35 angeschlossen.
  • An dem Regelorgan 33 wird nunmehr unter Ablesung am Strömungsmesser 34 die notwendige Kühlwassermenge eingestellt. Die Fraktionierkolonne 4 ist mit Raschigringen oder anderen Füllkörpern gefüllt bzw. nach anderen bekannten Konstruktionen ausgeführt.
  • Die in den beiden Siedegefäßen 1 und 2 enthaltene Flüssigkeitsmenge kommt nach kurzer Zeit zum Sieden und erwärmt gleichzeitig die Flüssigkeit in den Meßgefäßen 11 und 12 bis zum Sieden. Die Flüssigkeit im Siedegefäß 1 und im Meßgefäß 11 siedet unverändert am Rückflußkühler 3, wobei sich schnell ein konstanter Siedepunkt einstellt. Im Siedegefäß 2 und Meßgefäß 12 beginnt nach entsprechend fortgeschrittener Erhitzung die niedriger bzw. niedrigst siedende Flüssigkeitskomponente, beispielsweise Äthylalkohol, bei entsprechend voreingestelltem Rücklaufteiler 5 ziemlich rein abzudestillieren. Sobald die zu bestimmende Flüssigkeit aus dem Siedegefäß 2 und Meßgefäß 12 zur Gänze entfernt ist, erreicht der langsam ansteigende Siedepunkt im Meßgefäß 12 sein Maximum und wird konstant. Zu diesem Zeitpunkt wird das Anzeigeinstrument 20 mittels des Schalters 36 eingeschaltet und die Anzeige abgelesen.
  • Nach durchgeführter Analyse werden die Schalter 9 und 36 sowie die Entleerungshähne 30 und 31 geöffnet, wodurch die Apparatur für eine neue analytische Bestimmung bereit ist.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung wird zur Ermöglichung der kontinuierlichen quantitativen destillativen Analyse derart mit einer Einrichtung zur kontinuierlichen Zufuhr des Flüssigkeitsgemisches ausgestaltet, daß gemäß Fig. 2 an eine das Gemisch fördernde Pumpe 37 eine sich gabelnde Leitung anschließt, wobei die eine Zweigleitung 42 über ein Regelorgan 38 und einen Durchflußmesser 40 in die Fraktionierkolonne 4 mündet, wogegen die zweite Zweigleitung 43 über ein Regelorgan 39 und einen Durchflußmesser 41 in das Siedegefäß 1 führt. Die Siedegefäße 1 und 2 besitzen zwei in der Höhe ihres Flüssigkeitsspiegels anschließende Überlaufleitungen 44 und 45.
  • Die kontinuierliche Zufuhr des Flüssigkeitsgemisches kann gemäß F i g. 3 einfacher so erfolgen, daß die das Flüssigkeitsgemisch fördernde Pumpe 37 dieses durch die Leitung 43 über ein Regelorgan 39 und einen Durchflußmesser 41 in das Siedegefäß 1 drückt. Am Siedegefäß 1 schließt in Höhe seines Flüssigkeitsspiegels eine Leitung 44 an, welche unterhalb dieses Spiegels in die Fraktionierkolonne 4 mündet. Am Siedegefäß 2 befindet sich eine in der Höhe seines Flüssigkeitsspiegels anschließende tSberlaufleitung.
  • Zur selbsttätigen Durchführung der kontinuierlichen Analyse wird das Gerät in weiterer Ausgestaltung mit einer Einrichtung zur kontinuierlichen Registrierung der Analysenwerte ausgerüstet, in dem an den Verstärker ein selbsttätiger Linienschreiber 46 angeschlossen wird. Auf diese Weise ist es möglich, den zu analysierenden Bestandteil des Flüssigkeitsgemisches über längere Zeiträume automatisch lückenlos aufzuzeichnen.
  • Falls mit größeren Schwankungen des Gehaltes des Flüssigkeitsgemisches an der zu analysierenden Komponente gerechnet werden muß und deshalb die Aufhebung der sonst nicht wesentlichen zeitlichen Verschiebung zwischen Entnahme der Probe durch die Pumpe 37, beispielsweise aus einem Gärgerät, und der Beendigung der Analyse erwünscht ist, wird das Gerät mit einer Einrichtung ausgestattet, die eine schnelle kontinuierliche Zufuhr des Flüssigkeitsgemisches ermöglicht. Sie besteht aus einem oder zwei zwischen der Pumpe 37 und den Regelorganen 38 und 39 zu schaltenden Vorwärmern.
  • Zur Durchführung von kontinuierlichen Analysen an dem Gerät nach Fig. 2 wird das Flüssigkeitsgemisch durch die Pumpe 37 kontinuierlich in das Meßgefäß 1 und in die Fraktionierkolonne 4 gedrückt. Mit Hilfe der Regelorgane 38 und 39 wird an den Strömungsmessern 40 und 41 ein langsamer konstanter Zufluß eingeregelt. Durch die Leitung 43 tritt das Flüssigkeitsgemisch in das Siedegefäß 1 und von dort über die Öffnung 10 in das Meßgefäß 11 ein und verläßt diesen Teil der Apparatur durch den Überlauf 44. Die Leitung 42 mündet in den oberen Teil der Fraktionierkolonne 4. Die Heizungen 7 der Siedegefäße bleiben mittels des Schalters 9 dauernd eingeschaltet. Im Meßgefäß 11 stellt sich sehr schnell die konstante Siedetemperatur des unverändert am Rückflußkühler 3 siedenden Flüssigkeitsgemisches ein. Die zu bestimmende Flüssigkeitskomponente destilliert laufend durch den Rücklaufteiler 5 ab, während das von dieser Flüssigkeitskomponente befreite restliche Flüssigkeitsgemisch durch die Fraktionierkolonne 4 in das Siedegefäß 2 und Meßgefäß 12 gelangt, wo sich die dieser Zusammensetzung entsprechende Siedetemperatur einstellt. Das restliche Flüssigkeitsgemisch tritt durch den Überlauf 45 kontinuierlich aus diesem Teil der Apparatur aus. Mittels der Lötstellen 13, 14 und 15, 16 des Thermoelementes wird die Siedepunktsdifferenz zwischen dem unveränderten Flüssigkeitsgemisch und dem von der zu analysierenden Komponente befreiten Flüssigkeitsgemisch fortlaufend gemessen und als Thermospannung kontinuierlich über den Verstärker 17 dem selbsttätigen Linienschreiber 46, der ebenso wie der Verstärker 17 dauernd eingeschaltet ist, zugeleitet. Das Gerät kann zur kontinuierlichen Analyse gemäß Fig. 3 vereinfacht werden. In diesem Falle wird das von der Pumpe 37 kommende Flüssigkeitsgemisch nach Einstellung der Menge am Strömungsmesser 41 über die Leitung 43 nur dem Siedegefäß 1 zugeleitet. Das siedende Gemisch fließt aus dem Meßgefäß 10 durch den Überlauf 44 selbsttätig in den oberen Teil der tiefer aufgestellten Fraktionierkolonne 4 weiter. Dort erfolgt die Abtrennung der zu analysierenden Flüssigkeitskomponente in der beschriebenen Weise. Das davon befreite Flüssigkeitsgemisch verläßt die Apparatur durch den am Siedegefäß 2 angeordneten Überlauf 45. Die Messung und Aufzeichnung der Temperaturdifferenz erfolgt in der gleichen Weise wie nach F i g. 2. Das Gerät hat den Vorteil eines geringeren Verbrauchs an Flüssigkeit für die Analyse.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. Gerät gibt die für die industrielle Praxis besonders wertvolle Möglichkeit, in einem chemischen oder biochemischen Prozeß die ihrer Menge nach wechselnde, niedriger bzw. niedrigst siedende Flüssigkeitskomponente laufend von Hand oder selbsttätig zu bestimmen, wodurch die Überwachung des Prozesses wesentlich vereinfacht wird. Das Analysenergebnis kann zu einer automatischen Steuerung des Prozesses herangezogen werden. So kann beispielsweise sowohl bei der Essiggärung auf Spanbildnern als auch bei der submersen Essiggärung der Alkoholgehalt in der gärenden Maische entweder intermittierend oder kontinuierlich ermittelt und die Erreichung eines vorgegebenen Alkoholgehaltes von etwa 0,2 Volumprozent zur Auslösung des Abzuges des fertigen Essigs mit anschließendem Neueinstoß frischer Maische verwendet werden. Bei einer im Durchflußsystem arbeitenden kontinuierlichen submersen Essiggärung ist es möglich, den Alkoholgehalt des abfließenden Essigs kontinuierlich zu bestimmen und aufzuzeichnen und den ermittelten Wert zur Steuerung der Durchflußgeschwindigkeit der zu vergärenden Maische durch den Gärapparat derart heranzuziehen, daß der Alkoholgehalt des ablaufenden Essigs zwischen 0,01 und 0,30 Volumprozent liegt. Damit wird einerseits eine Schädigung der Bakterien durch Alkoholmangel verhindert und damit eine Störung der Gärung vermieden und anderseits werden unnötige Alkoholverluste durch schlechte Ausbeute ausgeschlossen.
  • Bei der Hefeproduktion kann ebenfalls der Alkoholgehalt der Würze laufend selbsttätig bestimmt und registriert und das Analysenergebnis zur Steuerung der Luftmenge und des Würzezulaufes verwendet werden. Ferner ist es bei jeder industriellen alkoholischen Gärung, beispielsweise bei der Erzeugung von Bier, möglich, die Zunahme des Alkoholgehaltes selbsttätig zu bestimmen und zu registrieren und das Analysenergebnis zur gewünschten Steuerung des Prozesses, z. B. durch Veränderung der Gärtemperatur, heranzuziehen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. Gerät ist aber nicht auf die vorstehenden Anwendungsbeispiele beschränkt, sondern kann zur intermittierenden oder kontinuierlichen Analyse der niedriger bzw. niedrigst siedenden Flüssigkeitskomponente in einem beliebigen Flüssigkeitsgemisch benutzt werden. So gelingt es beispielsweise, Methylalkohol, Propylalkohol, Azeton oder Methyläthylketon in Mischungen mit Wasser zu bestimmen. Es ist ferner möglich, Wasser in Mischung mit Essigsäure, Benzol in Mischung mit Toluol oder Xylol, Chloroform in Mischung mit Benzol, Benzol in Mischung mit Essigsäure, Athylacetat in Mischung mit Essigsäure und viele andere Flüssigkeiten analytisch halb- oder vollautomatisch zu erfassen.
  • Es ist selbstverständlich auch möglich, in einem aus mehreren Flüssigkeitskomponenten bestehendem Flüssigkeitsgemisch nach dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht nur die niedrigst siedende Komponente, sondern auch die nächst niedriger siedenden Komponenten zu bestimmen. Dabei werden die Siedepunkte des jeweils von einer, zwei oder mehreren Komponenten befreiten Flüssigkeitsgemisches und des unveränderten, ursprünglichen Flüssigkeitsgemisches gemessen. Aus den Differenzwerten können dann die Einzelkomponenten einfach rechnerisch ermittelt werden.
  • Beispiel 1 In einem Gerät zur diskontinuierlichen Analyse gemäß Fig. 1 mit zwei Kupfer-Konstantan-Lötstellen pro Meßstelle und einem lichtelektrischen Verstärker soll der Gehalt gärenden Biers an Äthylalkohol bestimmt werden. Das Volumen der Siedegefäße 1 und 2 beträgt je 150 ml. Es werden 200 ml Probe über das Zulaufgefäß 23 in die Apparatur eingebracht. Nach Durchspülen und Überlauf verbleiben in jedem Siedegefäß etwa 70 ml. Die Heizung wird auf 120 Watt pro Siedegefäß abgestimmt und das Kühlwasser auf etwa 30 ph eingestellt. Die Flüssigkeiten beginnen nach etwa 6 Minuten zu sieden, und nach 10 Minuten fängt der Alkohol beim Rücklaufteiler 5 an abzudestillieren. Nach etwa 15 Minuten vom Einschalten der Apparatur an gerechnet ertönt ein akustisches Signal. An dem sich einschaltenden Milliamperemeter 20 kann ein Strom von 1930 Mikroampere abgelesen werden. Aus einer vorher bestimmten Eichkurve errechnet sich der iithylalkohol der Probe mit 2,00 Volumprozent. Bei einer Genauigkeit des Anzeigeinstrumentes von 1 0/o des Endausschlages ergibt sich bei einem Bereich von 3 Milliampere eine Genauigkeit der Anzeige auf 0,03 Volumprozent Alkohol.
  • Beispiel 2 In die gleiche Apparatur werden 200 ml einer Mischung aus Azeton und Wasser eingefüllt. Nach etwa 15 Minuten zeigt das Instrument einen konstanten Ausschlag von 2130 Mikroampere. Aus einer vorher bestimmten Eichkurve ergibt sich ein Gehalt der Mischung von 1,00 Gewichtsprozent Azeton mit einer Genauigkeit von 0,01 O/o.
  • Beispiel 3 Bei der industriellen submersen Essiggärung verändert sich der Alkoholgehalt in der gärenden Maische in jeder Gärperiode von etwa 5 Volumprozent unmittelbar nach dem Zustoß frischer Maische bis etwa 0,2 Volumprozent beim Abzug des fertigen Essigs. Wenn ein Gerät zur kontinuierlichen Analyse gemäß F i g. 3 und mit den gleichen Größenverhältnissen wie im Beispiel 1 an einen solchen Gärapparat angeschlossen wird, kann der Fortschritt der Gärung am Schreibgerät46 lückenlos verfolgt wer- den. Das Erreichen von 0,2 Volumprozent löst automatisch den Abzug des fertigen Essigs mit anschließendem Neuzustoß frischer Maische aus. 0,2 Volumprozent Alkohol ergeben noch einen eingeprägten Strom von 190 Mikroampere, der zur Steuerung ausreicht. Wenn das Schreibgerät auf ein Maximum von 6 Volumprozent eingestellt wird, beträgt die Genauigkeit der Anzeige 0,06 Volumprozent Alkohol, welche ausreichend ist, um zu verhindern, daß der Alkoholgehalt im gärenden Essig auf Null läuft.
  • Beispiel 4 Bei der industriellen Konzentrierung eines Gemisches aus Äthylacetat, Wasser und Esssigsäure, wie ein solches beispielsweise bei der Extraktion von Essigsäure aus Rohessig mit Äthylacetat anfällt, müssen, um die Essigsäure wasserfrei zu erhalten, Wasser und Äthylacetat azeotrop ab destilliert werden. Der am Schluß noch übergehende Überschuß an Äthylacetat muß verläßlich aus der Essigsäure entfernt werden. Mit Hilfe eines Gerätes zur kontinuierlichen Analyse gemäß F i g. 2 gelingt es, eine einfache dauernde Kontrolle zu erzielen, indem man das Gerät an den Blaseninhalt der Konzentrierungskoloune anschließt. Zweckmäßigerweise werden in diesem Fall je Meßstelle 4 Lötstellen Kupfer-Konstantan verwendet. 0,10 Gewichtsprozent Äthylacetat in der Essigsäure ergeben dann einen Ausschlag von etwa 100 Mikroampere. Dieser Wert kann benutzt werden, um den Dampfzutritt zur Konzentrierungskolonne automatisch so zu öffnen, daß das Äthylacetat aus dem Blaseninhalt vollkommen entfernt wird.

Claims (11)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Ermittlung von Rechenwerten für eine quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Flüssigkeitsgemisches durch Messen der Temperaturdifferenz der Siedepunkte des Gemisches und einer Vergleichsflüssigkeit, erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitsgemisch auf zwei getrennte Siedegefäße aufgeteilt wird, wobei das eine Siedegefäß mit einem Rückflußkühler versehen ist und das zweite Siedegefäß mit einer einen Kondensator und Rücklaufteiler enthaltenden Fraktionierkolonne versehen ist; daß die Proben in beiden Siedegefäßen gleichzeitig zum Sieden gebracht werden und daß nach dem Abdestillieren der zu analysierenden Komponente aus dem zweiten Siedegefäß die Siedetemperaturen der in den Siedegefäßen enthaltenen Gemische gemessen werden.
  2. 2. Verfahren zur Ermittlung von Rechenwerten für eine kontinuierliche quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Flüssigkeitsgemisches durch Messen der Temperaturdifferenz der Siedepunkte des Gemisches und einer Vergleichsflüssigkeit, erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitsgemisch einem Siedegefäß, das mit einem Überlauf und einem Rückflußkühler versehen ist, kontinuierlich zugeleitet und dort zum Sieden gebracht wird; daß das gleiche Flüssigkeitsgemisch gleichzeitig einer mit einem Kondensator und Rücklaufteiler versehenen, über einem zweiten geheizten und mit Überlauf versehenen Siedegefäß angeordneten Fraktionierkolonne zugeleitet wird; daß der Inhalt beider Siedegefäße dauernd auf Siedetemperatur gehalten wird und daß die Siedetemperaturen der in den Siedegefäßen enthaltenen Gemische kontinuierlich gemessen werden.
  3. 3. Verfahren zur Ermittlung von Rechenwerten für eine kontinuierliche quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Flüssigkeitsgemisches durch Messen der Temperaturdifferenz der Siedepunkte des Gemisches und einer Vergleichsflüssigkeit, erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitsgemisch einem Siedegefäß, das mit einem Überlauf und einem Rückflußkühler versehen ist, kontinuierlich zugeleitet und dort zum Sieden gebracht wird; daß das siedende Flüssigkeitsgemisch aus dem ersten Siedegefäß durch einen Überlauf einer mit einem Kondensator und Rücklaufteiler versehenen, über einem zweiten geheizten und mit Überlauf versehenen Siedegefäß angeordneten Fraktionierkolonne zugeleitet wird; daß der Inhalt beider Siedegefäße dauernd auf Siedetemperatur gehalten wird und daß die Siedetemperaturen der in den Siedegefäßen enthaltenen Gemische kontinuierlich gemessen werden.
  4. 4. Gerät zur Ausübung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit zwei geschlossenen, mit Heizungen versehenen Siedegefäßen, die Füll- und Entleervorrichtungen samt Absperrorganen besitzen, erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß das erste Siedegefäß (1) einen Rückflußkühler (3) trägt und das zweite Siedegefäß (2) mit einer Fraktionierkolonne (4) samt Kondensator (6) und Rücklaufteiler (5) versehen ist, wobei innerhalb jedes der beiden Siedegefäße eine Temperaturmeßeinrichtung angeordnet ist, deren Meßgrößeaufnehmer in Wärmekontakt mit dem Inhalt der Siedegefäße steht.
  5. 5. Gerät nach Anspruch 4 mit einer Einrichtung zur Verminderung von Meßfehlern, erfindungsgemäß gekennzeichnet durch je ein innerhalb der beiden Siedegefäße (1, 2) angeordnetes, mit einer Öffnung (10) versehenes Meßgefäß (11, 12), wobei das im ersten Siedegefäß (1) angeordnete Meßgefäß (11) getrennt vom Siedegefäß (1) mit dem Rückflußkühler (3) verbunden ist, wogegen das im zweiten Siedegefäß (2) angeordnete Meßgefäß (12) eine mit dem Siedegefäß (2) gemeinsame Verbindung zur Fraktionierkolonne (4) besitzt.
  6. 6. Gerät nach den Ansprüchen 4 oder 5 mit direkter Anzeige des Analysenwertes unter Verwendung eines Thermoelementes als Temperaturmeßeinrichtung, erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß als Meßgrößeaufnehmer an den in den beiden Siedegefäßen angeordneten Temperaturmeßstellen wenigstens je zwei Lötstellen (13, 14 und 15, 16) eines Thermoelementes vorgesehen sind, dessen Enden mit einem Verstärker verbunden sind, dem ein in Millivolt, Milliampere oder Prozent zu analysierende Substanz geeichtes Anzeigeinstrument nachgeschaltet ist.
  7. 7. Gerät nach Anspruch 6 mit einer automatischen Zeichengebung und Registrierung des Analysenwertes, wobei eine Schaltuhr nach einer von Hand einzustellenden Zeitspanne ein optisches und/oder akustisches Signal an einem Signalgeber und das Schreiben des Analysenpunktes auslöst, erfindungsgemäß gekennzeichnet durch Schaltung eines Punktschreibers nach dem Verstärker und Verbindung des Auslösemechanismus des Punktschreibers mit der Schaltuhr, die überdies mit einem Signalgeber verbunden ist.
  8. 8. Gerät nach den Ansprüchen 4, 5 oder 6 mit einer Einrichtung zur kontinuierlichen Zufuhr des Flüssigkeitsgemisches, erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine das zu untersuchende Gemisch fördernde Pumpe (37) und eine anschließende sich gabelnde Leitung, wobei die eine Zweigleitung (42) über ein Regelorgan (38) und einen Durchflußmesser (40) in die Fraktionierkolonne (4) mündet, wogegen die zweite Zweigleitung (43) über ein Regelorgan (39) und einen Durchflußmesser (41) in das erste Siedegefäß (1) führt, sowie durch zwei an die Siedegefäße (1 und 2) in der Höhe deren Flüssigkeitsspiegels anschließende Überlaufleitungen (44) und (45).
  9. 9. Gerät nach den Ansprüchen 4, 5 oder 6 mit einer Einrichtung zur kontinuierlichen Zufuhr des Flüssigkeitsgemisches, erfindungsgemäß gekennzeichnet durch eine das zu untersuchende Gemisch fördernde Pumpe (37), eine von dieser über ein Regelorgan (39) und einen Durchflußmesser (41) in das erste Siedegefäß (1) führende Leitung (43) eine am ersten Siedegefäß (1) in Höhe seines Flüssigkeitsspiegels anschließende Leitung (44), welche unterhalb dieses Spiegels in die Fraktionierkolonne (4) mündet, sowie durch eine am zweiten Siedegefäß (2) in der Höhe seines Flüssigkeitsspiegels anschließende Überlaufleitung (45).
  10. 10. Gerät nach den Ansprüchen 8 oder 9 mit einer Einrichtung zur kontinuierlichen Registrierung der Analysenwerte, dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeigeinstrument für die Temperaturmeßeinrichtungen ein selbsttätiger Linienschreiber vorgesehen ist.
  11. 11. Gerät nach den Ansprüchen 8, 9 oder 10 mit einer Einrichtung zur schnellen kontinuierlichen Zufuhr des Flüssigkeitsgemisches, erfindungsgemäß gekennzeichnet durch einen oder zwei zwischen der Pumpe (37) und den Regelorganen (38 und 39) eingeschalteten Vorwärmer.
    In Betracht gezogene Druckschriften: E. Krell, »Handbuch der Laboratoriums-Destillation«, Berlin, 1958, Kap. 8, S. 265 bis 431.
DEE21703A 1960-12-14 1961-09-22 Verfahren zur Ermittlung von Rechenwerten fuer eine quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Fluessigkeitsgemisches und Geraete fuer quantitative destillative Analysen einer Komponente eines Fluessigkeitsgemisches Pending DE1168125B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1264108B (de) * 1965-03-12 1968-03-21 Frings Fa Heinrich Geraet fuer die quantitative destillative Analyse einer Komponente eines Fluessigkeitsgemisches
DE3514634A1 (de) * 1984-04-23 1985-11-07 Nakano Vinegar Co., Ltd., Handa, Aichi Verfahren und vorrichtung zur herstellung von essig

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