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DE1153467B - Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Reaktivitaet eines Kernreaktors - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Regelung der Reaktivitaet eines Kernreaktors

Info

Publication number
DE1153467B
DE1153467B DEC18287A DEC0018287A DE1153467B DE 1153467 B DE1153467 B DE 1153467B DE C18287 A DEC18287 A DE C18287A DE C0018287 A DEC0018287 A DE C0018287A DE 1153467 B DE1153467 B DE 1153467B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plates
shielding
control element
reactor
neutrons
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC18287A
Other languages
English (en)
Inventor
Jacky Weill
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Commissariat a lEnergie Atomique et aux Energies Alternatives CEA
Original Assignee
Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Commissariat a lEnergie Atomique CEA filed Critical Commissariat a lEnergie Atomique CEA
Publication of DE1153467B publication Critical patent/DE1153467B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C7/00Control of nuclear reaction
    • G21C7/06Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section
    • G21C7/08Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section by displacement of solid control elements, e.g. control rods
    • G21C7/18Means for obtaining differential movement of control elements
    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21CNUCLEAR REACTORS
    • G21C7/00Control of nuclear reaction
    • G21C7/30Control of nuclear reaction by displacement of the reactor fuel or fuel elements
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E30/00Energy generation of nuclear origin
    • Y02E30/30Nuclear fission reactors

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Nuclear Reactors (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
C 18287 Vmc/21g
ANMELDETAG: 26. J A N U A R 1959
BEKANNTMACHUNG
OER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIET: 29. AUGUST 1963
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Regelung der Reaktivität eines Kernreaktors durch Relativbewegungen zwischen zumindest einem Regelelement, das die Reaktivität in Abhängigkeit von dem auf das Element auftreffenden Fluß aktiver Neutronen andert, und wenigstens zwei innerhalb des Reaktorkerns gebildeten Zonen mit unterschiedlich großer Flußdichte aktiver Neutronen. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Regelverfahrens.
Die Regelung oder Steuerung eines Kernreaktors, d.h. die regelnde Überwachung der Energieerzeugung, die Änderung des Leistungsniveaus und die Sicherung des einwandfreien Reaktorbetriebes — die eine Aufgabe von entscheidender Bedeutung darstellt — erfolgt im allgemeinen durch Beeinflussung des Neutronenflusses im Reaktorkern; ein bestimmtes Leistungsniveau wird z. B. durch die Einstellung eines dem betreffenden Leistungsmveau proportionalen Neutronenfiusses erzielt.
Man wirkt auf den Neutronenfluß im Reaktorkern meist dadurch ein, daß man einen die Neutronen absorbierenden Stoff tiefer in den Kern einführt oder aus ihm herauszieht. Die hierzu verwendeten Organe werden allgemein »Regelstäbe« genannt. Durch die Bewegungen derartiger Regelstäbe wird der effektive Multiplikationsfaktor der Neutronenerzeugung, d. h. die »Reaktivität« des Reaktors, geändert.
Bei der Ausarbeitung eines Entwurfes für die Regelvorrichtungen eines Kernreaktors ergaben sich zahlreiche Schwierigkeiten, wenn man die zwingenden Forderungen der eigentlichen Regelung oder Steuerung des Reaktors den weiteren technischen Anforderungen an die Ausführung des Kernreaktors anpassen muß. Es sei hierzu nur auf die folgenden Punkte hingewiesen: Unterbringung und zweckmäßige Anordnung einer größeren Zahl von Regelstäben, die den betrieblichen Bedingungen angepaßt werden müssen; Berücksichtigung des für die Regelstäbe benötigten Raumes, wenn sie aus dem Reaktorkern herausgezogen sind; Beachten einer vollkommenen Dichtigkeit der Schutzumhüllungen und eine geeignete Ausbildung von Durchführungen für die Bewegungsmechanismen der Regelstäbe; die Anordnung und Unterbringung von Sicherheitseinrichtungen usw.
Bei einem Kernreaktor, in dem thermische Neutronen wirksam sind, erfolgt die Regelung der Reaktivität des Reaktors üblicherweise mittels Neutronen absorbierender Stäbe, deren Verschiebungsweg in der gleichen Größenordnung legt wie die Abmessungen desjenigen Bereiches des Reaktorkernes, in dem die Vervielfachung der Neutronen erfolgt. Dies bedingt Verfahren und Vorrichtung
zur Regelung der Reaktivität
eines Kernreaktors
Anmelder:
Commissariat ä l'Energie Atomique,
Paris
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Beetz, Patentanwalt,
München 22, Steinsdorfstr. 10
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 29. Januar 1958 (Nr. 756 980)
Jacky Weill, Saint-Could, Seine-et-Oise
(Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
bei Kernreaktoren, die unter Überdruck stehen und in einem druckfesten Behälter untergebracht sind, oft einen Beweguogsraum, der innerhalb des zur Verfügung stehenden Raumes im Druckbehälter nur unter großen Schwierigkeiten unterzubringen ist; weitere Schwierigkeiten ergeben sich hinsichtlich der Ausbildung der Abdichtungen und des Strahlenschutzes.
Um diese Schwierigkeiten zu überwinden, hat man die Neutronen absorbierenden Regelorgane bereits als schwenkbare Scheiben, Arme oder »Säbel« ausgebildet, die bei ihrer Schwenkbewegung in das Innere des Reaktorkernes hinein- oder aus ihm herausbewegt werden. Derartige Regelorgane bedingen das Vorhandensein relativ ausgedehnter Schlitze in dem Reaktorkern, die die mechanische Festigkeit des Reaktorkernaufbaues in unerwünschter Weise beeinträchtigen. Um die Regelorgane oder ihre aktiven Teile möglichst vollständig aus dem Reaktorkern entfernen oder herausschwenken zu können, wird immer noch ein größerer Raum innerhalb des Reaktor-Druckgefäßes benötigt; die notwendigen Steuerbewegungen der Regelorgane haben relativ große Amplitude.
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Nach einem nicht vorveröffentüchten Vorschlag er- das Absorbemiaterial für weitere Spaltungsreaktionen
folgt die Regelung eines Kernreaktors durch zumin- vollkommen verloren wären.
dest ein innerhalb des Reaktorkernes angeordnetes Bei einem Reaktor, in dem die Auslösung der
Regelelement, dessen Relativbewegungen gegenüber Spaltprozesse durch schnelle Neutronen erfolgt, und wenigstens zwei innerhalb des Reaktorkernes gebilde- 5 die Regelelemente aus Kernbrennstoff bestehen, bei-
ten Zonen mit unterschiedlich großer Flußdichte ak- spielsweise aus Uran 235, ändert man die Reaktivität
tiver Neutronen die Reaktor-Reaktivität in Abhängig- des Reaktors, indem man eine mehr oder weniger
keit von dem auf das Element .auftreffenden Fluß große Masse aus »schwarzem« spaltbarem Material
aktiver Neutronen ändert. als Abschirmung vor den Kernbrennstoff des Regel-
Der'diesem älteren Vorschlag entsprechende Regel- io elementes bringt.
mechanismius weist sich überdeckend gegeneinander Der große Vorteil des vorliegenden Verfahrens bewegbare Absorber- oder Moderatorelemente auf, gegenüber den bisher bekannten Regelungsverfahren deren Lageänderung eine Einstellung der Reaktivität besteht darin, daß es sich praktisch bei sämtlichen durch Änderung der Absorption, der Moderierung Reaktortypen anwenden läßt und die für die Regeoder der Leckverluste gestattet. So werden beispiels- 15 lung erforderlichen Zonen unterschiedlich großer weise als Regelorgane zwei ineinanderschiebbare Ab- Flußdichte unmittelbar durch den Kernbrennstoff des sorberrohre vorgesehen, die mit Ausschnitten ver- Reaktors selbst geschaffen werden, der nur derart ansehen sind, welche sich beim axialen Verschieben geordnet oder gestaltet sein muß, daß er für die ak- oder Verdrehen der Rohre gegeneinander Schachbrett- tiven Neutronen, d. h. die im Reaktor Spaltprozesse artig mehr oder weniger überdecken, so daß der so auslösenden Neutronen, weitgehend undurchlässig ist. Durchtritt der Neutronen bzw. ihr Abströmen nach Eine Vorrichtung zur Durchführung des Regelaußen mehr oder weniger gehindert wird. Das Ab- Verfahrens gemäß der Erfindung ist demnach im decken der einzelnen Absorber- oder Moderator- wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß das oder flächen kann auch durch ein gegenseitiges Verdrehen die Abschirmelemente aus im Reaktorkern verwendeder mit Ausschnitten versehenen Rohre erzielt wer- 25 tem Kernbrennstoff bestehen. Das Abschirmelement den. Als Absorbermatierial wird Thorium oder kann zur Verbesserung seiner Kühlung unterteilt, ins-Uran 238 verwendet, so daß durch die eingefangenen besondere blattförmig gespalten sein. Wie bereits Neutronen in diesen Stoffen neues Spaltmaterial er- oben erwähnt, kann das Regelelement beispielsweise zeugt werden kann. An Stelle von zylindrischen Ab- bei Reaktoren mit thermischen Neutronen aus einem sorberelementen können auch plattenartige, gegen- 30 die aktiven Neutronen absorbierendem Material beeinander bewegbare Elemente benutzt werden. stehen; bei Reaktoren mit schnellen Neutronen kann
Bei einer derartigen Ausbildung der Regelorgane das Regelelement selbst aus Kernbrennstoff sein,
genügen relativ kleine Bewegungsamplituden, um eine Durch die Anordnung zahlreicher, mit geringem
Regelwirkung zu erzielen, so daß außerhalb des Re- Abstand nebeneinander angeordneter Abschirmungen
aktorkernes kein größerer Raumbedarf besteht und 35 aus »schwarzem« Kernbrennstoff und eine entspre-
die Betätigungsvorrichtungen ihrerseits ebenfalls chende Unterteilung des Regelelementes lassen sich
kleine Abmessungen erhalten können. die für die Aussteuerung der Reaktor-Reaktivität er-
Die vorliegende Erfindung macht ebenfalls für die forderlichen Bewegungsamplituden auf die Größen-Durchführung der Regelung der Reaktivität Gebrauch Ordnung weniger Zentimeter verringern, so daß sich von Relativbewegungen zwischen zumindest einem 40 die erforderlichen geringen Regelwege mit Hilfe von Regelelement, das die Reaktivität in Abhängigkeit Betätigungsvorrichtungen mit relativ kleinen Abmesvon dem auf das Element auftreffenden Fluß aktiver sungen, beispielsweise mit verformbaren Membranen Neutronen ändert, und wenigstens zwei innerhalb des oder hydraulischen Zylindern beherrschen lassen. Die Reaktorkernes gebildete Zonen mit unterschiedlich Konstruktionen werden einfach. Man kann auch großer Flußdichte aktiver Neutronen; erfindungsge- 45 irgendwelche anderen mechanischen Betätigungsvormäß werden jedoch die Zone oder Zonen mit klei- richtungen verwenden, die wegen der kleinen Bewenerer Neutaonenfhißdichte durch die Abschirmung gungsamplitoden ohne Schwierigkeiten eine Lösung mittels zumindest eines entsprechend angeordneten der Probleme der Abdichtungen der räumlichen An-Eleanentes aus »schwarzem« Kernbrennstoff ge- Ordnung und des ausreichenden Schutzes gestatten,
schaffen. 50 Zur näheren Erläuterung der Erfindung sind in der
Unter »schwarzem« Kernbrennstoff ist nach dem Zeichnung einige Ausführunigsbeispiele von nach dem
üblichen Sprachgebrauch Kernbrennstoff zu ver- neuen Verfahren arbeitenden Regelvorrichtungen in
stehen, der grundsätzlich an den Spaltprozessen in- ganz schematischer Form veranschaulicht; es zeigt
nerhalb des Reaktors teilnimmt, aber entweder wegen Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Anordnung
seiner Dicke oder wegen seiner Dichte verhindert, 55 der Abschirmungen und der wirksamen Teile eines
daß aktive Neutronen durch ihn hindurchdringen. Regelelementes im axialen Längsschnitt, bei der die
Bei einem Reaktor, in dem thermische Neutronen Neutronen absorbierenden Elemente gegenüber dem die Spaltprozesse auslösen, können die Regelelemente fest angeordneten Kernbrennstoff verschoben werden, aus einem Absoribermaterial, d. h. aus nicht spalt- Fig. 2 einen Querschnitt einer anderen Ausfühharen Stoffen bestehen, die Neutronen — Vorzugs- 60 rungsform, bei der die Regelung durch eine Schwenkweise thermische Neutronen — absorbieren, wie Cad- bewegung von Regelelementen durchgeführt wird,
mium und Bor, gegebenenfalls auch aus Thorium Fig. 3 einen Querschnitt durch eine dritte Ausfüh- oder Uran 238, die lediglich Neutronen einfangen, bar gelagert sind. Auf diese Weise hat eine Schwenkaber keine Spaltungsreaktionen zeigen. In der Darstellung der Fig. 1 sind Brennstoff-
Nach dem vorliegenden Verfahren wird die Aktivi- 65 elemente 1, 2, 3 und 4 in Form von Rohren oder
tat des Reaktors dadurch geändert, daß man mittels Ringen aus Uran in regelmäßigen axialen Abständen
der Abschirmung aus Kernbrennstoff mehr oder we- über die gesamte Höhe der (selbst nicht dargestellten)
niger Neutronen abfängt, die bei ihrem Auf treffen auf »aktiven« Reaktorzone verteilt dargestellt, in der
eine Vervielfachung der Neutronen erfolgt, wobei die Abstände zwischen den einzelnen Brennstoffelementen in derjenigen Richtung liegen, in der sich sämtliche Brennstofistäbe erstrecken.
Durch eine Verschiebung, deren größte Weglänge gleich dem lichten Abstand zwischen den Uranelementen 1, 2, 3 und 4 ist, kann das absorbierende Material, das ebenfalls in einzelnen, mit axialem Abstand voneinander bzw. in »Traubenform« angeordneten zylindrischen Elementen 5, 6, 7 und 8 untergebracht ist, aus einer Stellung, in der seine Wirksamkeit beinahe Null ist (bei der Stellung innerhalb der Uranelemente) bis in eine Stellung bewegt werden, in der seine Wirksamkeit ein Maximum erreicht (Zwischenstellung zwischen den Uranelementen).
In der Fig. 2 ist ein anderes Beispiel dargestellt, bei der das Neutronen absorbierende Regelelement aus zylindersektorförmigen Platten 9 und 10 besteht, die um eine parallel zu der allgemeinen Anordnung der Brennstoffelemente liegende Achse 11 geschwenkt werden können. Die Achse 11 fällt ungefähr mit der Achse von zwei halbzylindrischen Brennstoffplatten 12 und 13 zusammen, die aus Kernbrennstoff bestehen, der gegenüber thermischen Neutronen vollständig absorbierend wirkt und »schwarzer« Brennstoff genannt wird.
Bei dieser Anordnung ergibt eine einfache Schwenkung des Regelelementes um 45° eine Veränderung der wirkenden Neutronenabsorption des Regelmaterials von einem Minium bis zu einem Maximum.
In der durch die Fig. 3 veranschaulichten dritten Ausführungsform ist der »schwarze« Brennstoff seinerseits gegenüber dem Neutronen absorbierenden Material beweglich. Die Figur läßt erkennen, daß der Regelstab aus einem fest angeordneten Zylinder 14 besteht, dessen Achse parallel zur allgemeinen Anordnung der Brennstoffelemente des Kernreaktors liegt. Der Kernbrennstoff ist jeweils in vier Zylindersegmente 15, 16, 17 und 18 unterteilt, von denen die beiden ersten fest und die beiden letzteren beweglich bzw. um die Achse der gesamten Anordnung schwenkbar gelagert sind. Auf diese Weise hat eine Schwenkbewegung der Segmente 17 und 18 aus der in der Fig. 3 dargestellten Lage die Wirkung, daß das absorbierende Material allmählich bis zu einem bestimmten Grade freigelegt wird und seine Neutronenabsorption von einem Minimum, bei dem sie fast Null ist, bis zu einem Maximum anwächst.
Die vorliegende Erfindung kann auch für die Regelung oder Steuerung von auf der Wirkung von schneilen Neutronen beruhenden Kernreaktoren verwendet werden, wenn die Neutronen absorbierenden Elemente der oben erläuterten Beispiele durch Elemente aus Kernbrennstoff ersetzt werden, die je nach ihrer jeweiligen Lage mehr oder weniger an den Spaltungsreaktionen beteiligt werden.
Schließlich kann das Problem der Kühlung der aus »schwarzem« Kernbrennstoff bestehenden Elemente, in sehr einfacher Weise dadurch gelöst werden, daß man diese Elemente aufspaltet oder unterteilt, um ihren Wärmeaustausch mit dem Kühlmedium des Kernreaktors zu verbessern.

Claims (11)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Verfahren zur Regelung der Reaktivität eines Kernreaktors durch Relativbewegungen zwischen zumindest einem Regelelement, das die Reaktivität in Abhängigkeit von dem auf das Element auftreffenden Fluß aktiver Neutronen ändert, und wenigstens zwei innerhalb des Reaktorkeirns gebildeten Zonen mit unterschiedlich großer Flußdichte aktiver Neutronen, dadurch gekennzeich net, daß die Zone oder Zonen mit kleinerer Neutronenflußdichte durch die Abschirmung mittels zumindest eines entsprechend angeordneten Elementes aus schwarzem Kernbrennstoff geschaffen werden..
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschirmelement aus im Reaktorkern verwendeten Kernbrennstoff besteht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschirmelement zur Verbesserung seiner Kühlung unterteilt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschirmelement blattförmig gespalten ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelelement aus einem die aktiven Neutronen absorbierenden Material besteht.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelelement aus Kernbrennstoff besteht.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtungen zur Relativbewegung zwischen Regelelement und Abschirmelement für kleine Relativbewegungen ausgelegt sind.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7 dadurch gekennzeichnet, daß das Regelelement aus gleichachsig angeordneten, jeweils mit bestimmten axialen Abständen voneinander angeordneten Zylindern besteht, daß das Abschirmelement aus einer Reihe von gleichachsigen, koaxial zu den Zylindern und in gleichen axialen Abständen wie diese voneinander angeordneten Rohrabschnitten besteht, und daß die Zylinder in Achsenrichtung innerhalb der Rohrabschnitte relativ zu diesen bewegbar sind.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Abschirmelement aus zwei zylinderf örmig gekrümmten Platten besteht, deren konkave Seiten einander zugewendet und deren zugehörige Zylinderachsen parallel zueinander sind, und daß jeweils die beiden einander gegenüberstehenden Ränder der Platten längsgerichtete Durchtrittsöffnungen für plattenförmige, gebogene Teile des Regelelementes begrenzen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelelement aus zwei Platten besteht, welche an zwei Schwenkarmen sitzen, die ihrerseits um eine parallel zu den Achsen der Abschirmungsplatten hegende Achse schwenkbar sind.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Regelelement ein fest angeordneter Zylinder ist, während das Abschirmelement aus zwei einander gegenüberliegenden zylinderförmig in bezug auf die gemeinsame Achse gekrümmten festen Platten und zwei weiteren, ebenfalls einander gegenüberliegenden und in bezug auf die gemeinsame Achse gekrümmten, aber um diese Achse schwenkbaren Platten besteht, die aus einer Stel-
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lung, in der sie den Zwischenraum zwischen den »Proceedings of the International Conference on
Rändern der festen Platten abschirmen, in eine the Peaceful Uses of Atomic Energy«, Bd. 2, 1956,
weitere Stellung bewegbar sind, in der sie diese S. 467 und 468;
Zwischenräume freigeben. »The Engineer«, Bd 200, 1955, S. 190 und 191.
In Betracht gezogene Druckschriften: 1^ Betracht gezogene ältere Patente:
Österreichische Patentschrift Nr. 166 668; Deutsches Patent Nr. 1049 014.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 309 669/229 8.63
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