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DE1150491B - Verfahren zum Legen der Haare ohne vorhergehende Dauerwellung - Google Patents

Verfahren zum Legen der Haare ohne vorhergehende Dauerwellung

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Publication number
DE1150491B
DE1150491B DES62136A DES0062136A DE1150491B DE 1150491 B DE1150491 B DE 1150491B DE S62136 A DES62136 A DE S62136A DE S0062136 A DES0062136 A DE S0062136A DE 1150491 B DE1150491 B DE 1150491B
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DE
Germany
Prior art keywords
hair
carbon atoms
alkyl radical
general formula
laying
Prior art date
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Pending
Application number
DES62136A
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English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LOreal SA
Original Assignee
LOreal SA
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Publication date
Application filed by LOreal SA filed Critical LOreal SA
Publication of DE1150491B publication Critical patent/DE1150491B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61QSPECIFIC USE OF COSMETICS OR SIMILAR TOILETRY PREPARATIONS
    • A61Q5/00Preparations for care of the hair
    • A61Q5/04Preparations for permanent waving or straightening the hair
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K8/00Cosmetics or similar toiletry preparations
    • A61K8/18Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition
    • A61K8/30Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds
    • A61K8/46Cosmetics or similar toiletry preparations characterised by the composition containing organic compounds containing sulfur

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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

Eine Dauerwellung lebender Haare wird im allgemeinen in bekannter Weise durch zwei aufeinanderfolgende Arbeitsgänge erhalten: Der erste Vorgang besteht in der Imprägnierung der Haare mit einer reduzierenden Lösung, wodurch eine mehr oder weniger vollständige Aufbrechung der Disulfidbrückenbindungen des Keratins bewirkt und den Haaren eine genügende Plastizität verliehen wird, um durch Eindrehen auf Lockenwickler eine gekräuselte Form zu erlangen; bei dem zweiten Vorgang wird das Haar anschließend mit einer neutralisierenden, meist oxydierenden Lösung behandelt, welche dazu bestimmt ist, den Haaren in ihrer neuen Form die Eigenschaften, die sie bei der ersten Operation verloren haben, wiederzugeben, was meist auf eine Wiederherstellung der genannten Disulfidbindungen zurückzuführen ist.
Eine derart hergestellte Dauerwellung stellt jedoch nur die Vorstufe einer vollendeten Frisur dar. Hierfür ist noch eine Haarbehandlung notwendig, die die Frisur der jeweiligen Mode wie auch dem behandelten Haar anpaßt, das sogenannte »Legen« der Haare. Dabei werden die feuchten, vorher dauergewellten Haare nach Belieben in Strähnen aufgewickelt oder gelegt und schließlich getrocknet.
Es wurde bereits versucht, den Sitz (und als Folge auch die Haltbarkeit) der so gelegten Frisur dadurch zu verbessern, daß man die Haare einer Vorbehandlung mit verschiedenen Präparaten auf der Basis von natürlichen oder synthetischen Harzen oder von oberflächenaktiven Stoffen unterzog, wobei die An-Wendung dieser Mittel in Form einer Lotion, durch Spülen oder Zerstäuben, z. B. als Aerosol, erfolgte. Derartige Produkte liefern jedoch keine lang anhaltenden Resultate, da ihre Einwirkung auf das Haar nur eine oberflächliche ist.
Die Erfindung bezweckt den das Wesentliche der Friseurarbeit darstellenden Vorgang des Legens der Haare zu vereinfachen und zu erleichtern, indem sie die vorherige eigentliche Dauerwellung überflüssig macht und es ermöglicht, die Haare in einem einzigen Arbeitsgang zu legen und der Frisur dabei einen so guten Sitz zu verleihen, daß die Haltbarkeit der Frisur wesentlich erhöht wird.
Gemäß der Erfindung gelingt dies durch die Verwendung von Thioglykolsäureamidderivaten der allgemeinen Formel
R'
.R'
Verfahren zum Legen der Haare
ohne vorhergehende Dauerwellung
Anmelder:
L'Oreal, Paris
Vertreter:
Dipl.-Ing. Dipl.-Chem. Dr. phil. Dr. techn. J. Reitstötter, Patentanwalt, München 15, Haydnstr. 5
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 14. März 1958 (Nr. 760 586)
worin R' Wasserstoff oder einen Alkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, R" einen Alkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, einer der Substituenten R und R"' Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, der andere einen hydrophoben aliphatischen Rest mit 8 bis 25 Kohlenstoffatomen bedeutet, wobei η = 2 und X ein Anion einer für die Haut und die Haare unschädlichen Säure ist, wie man sie durch Reaktion von äquimolekularen Mengen eines Thioglykolsäurederivats der allgemeinen Formel
HS — CHR' — COOR1
worin R' die oben angegebene Bedeutung hat und R1 einen niedrigen Alkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen darstellt, und eines Alkylendiamins der allgemeinen Formel
(CH2
NHR
NR"R"
HS-CH-CON(CHa)11-N X';
H \R,„
worin n, R, R" und R'" die oben angegebene Bedeutung haben, und anschließende Behandlung des anfallenden Produkts mit einer für die Haut und das Haar unschädlichen Säure enthält, wobei die Fixierung durch die Wirkung des Luftsauerstoffs erzielt wird.
309 617/244
Das verwendete Mittel nach der Erfindung verleiht den Haaren die erforderliche Elastizität. Außerdem besitzt es die Eigenschaften eines kationaktiven Netzmittels, das die Haare reinigt und eine aliphatische Kette besitzt, die am Haar haftet und dem gereinigten Haar dabei eine das Legen erleichternde Weichheit und Glanz verleiht.
Die Verbindungen, die nach der Erfindung verwendet werden, lassen auf Grund ihrer chemischen Konstitution eine mäßige Reduktionswirkung gegenüber dem Haarkeratin erwarten. Diese Reduktionswirkung, die für eine Dauerwellung im üblichen Sinne nicht ausreichen würde,- eignet sich jedoch ganz besonders für das Legen der Haare.
Die bei Verwendung der oberflächenaktiven Reduktionsmittel nach der Erfindung verhältnismäßig wenigen reduzierten —S—S-Bindungen können durch die alleinige Einwirkung des Luftsauerstoffs im Verlauf des üblichen Trocknungsvorganges in einem Luftstrom unter der Haube wiederhergestellt werden, ohne daß, wie im Falle der üblichen Dauerwellen, eine oxydierende Lösung zur Anwendung zu gelangen braucht.
Da die Verbindungen die Eigenschaften eines kationischen, schäumenden Netzmittels aufweisen, kann bei einer Anwendung einer oder mehrerer dieser Verbindungen wie bei üblichem Schampunieren vorgegangen werden, wie es normalerweise vor dem rein mechanischen Legen der Haare angewendet wird, in dieser Weise kann, zumindest zu Beginn, jede zusätzliche Verdünnung mit Wasser vermieden werden, wonach in üblicher Weise gespült, gelegt und getrocknet wird.
Es ist bereits bekannt, eine Dauerfrisur in einem Arbeitsgang unter Verwendung von schwach wirkenden Reduktionsmitteln für das Keratin herzustellen. Die hierführ verwendeten Mittel sind Sulfite und das Suhlt des Monoäthylamins. Sie dienen zur Herstellung einer Dauerwellung. Als Plastifizierungsmittel besitzen sie nur eine träge Wirkung. Man benutzt diese Suhlte vorzugsweise in Gegenwart von weiteren Mitteln, die die Reaktion verlangsamen. Es ist daher unmöglich, vorauszusehen, daß die nach der Erfindung verwendeten Verbindungen mit einer Merkaptogruppe sich zum Legen der Haare eignen könnten, ohne daß eine Dauerwellung vorhergeht. Dies gilt um so mehr, als man bei der bekannten Verwendung der besagten Mittel nach dem Stand der Technik nicht zu befriedigenden Ergebnissen gelangt, wenn man flüssige Plastifizierungsmittel mit rascher Wirkung wie bisher verwendet, insbesondere auf der Basis von Merkaptanen.
In diesem Zusammenhang ist weiter zu beachten, daß die besagten Sulfite nicht die Eigenschaften eines kationaktiven Reinigungsmittels besitzen und außerdem der Fähigkeit ermangeln, am Haar zu haften und ihm einen gewissen Glanz zu verleihen. Ferner ist bekannt, eine wäßrige Lösung des Sulfites mit einem pH-Wert zwischen 6 und 8 zu verwenden, welche Lösung 15 bis 45 Volumprozent eines in Wasser löslichen Alkohols enthält, der mindestens 2 Kohlenstoffatome enthält. Eine solche Lösung dient dazu, die Sprödigkeit des Haares zu beseitigen. Derartige Lösungen sind ebenfalls nicht zum Legen der Haare in einem Arbeitsgang ohne Dauerwellen geeignet, da auch hier die wichtigen Eigenschaften der Verbindungen nach der Erfindung fehlen, die in dem Kation mit der Merkaptogruppe ruhen.
Nachstehende Beispiele erläutern die Erfindung:
Beispiel 1
Das Laktat des
a-Merkapto-N-lauryl-N-(2-diäthylaminoäthyl)-acetamids 22 g
Milchsäure 2,2 g
Wasser q. s. ρ 100 ecm
Diese Lösung wird wie beim üblichen Schampunieren unmittelbar auf die Haare aufgebracht. Man bringt sie durch leichtes Reiben zum Schäumen, anschließend spült man, dann drückt man die Haare mit einer Serviette aus. Falls erforderlich, wiederholt man diesen Vorgang, wobei man selbstverständlich wiederum spült und in gleicher Weise die Haare ausdrückt.
Die Haare werden dann in üblicher Weise gelegt, entweder indem man sie auf Lockenwickler aufrollt oder die Haarlocken über den Finger legt. Anschließend trocknet man mit warmer Luft unter der Haube, oder man läßt die Haare an der Luft trocknen. Hierbei wird eine Fixierung durch die Wirkung des Luftsauerstoffes erzielt, wobei die Haare ihre Elastizität wiedererhalten.
Man erhält bei solcher Arbeitsweise eine Frisur, die wesentlich dauerhafter ist, als man es erreichen kann, wenn man nach der üblichen Praxis die Haare lediglich mit Wasser anfeuchtet.
Beispiel 2
Man stellt folgende Lösung her;
• Das Laktat des
a-Merkapto-N-(2-meihyl-2-laurylaminoäthyl)-acetamids 24 g
Milchsäure 2,4 g
Wasser q. s. ρ 100 ecm
Diese Lösung wird in der gleichen Weise wie im Beispiel 1 beschrieben angewendet.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verwendung von Thioglykolsäureamiddeiivaten der allgemeinen Formel
    R'
    HS—CH- CON(CHu)n
    ,R'
    © Χθ
    worin R' Wasserstoff oder einen Alkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, R" einen Alkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, einer der Substituenten R und R'" Wasserstoff oder einen niederen Alkylrest mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, der andere einen hydrophoben aliphatischen Rest mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen bedeutet, wobei η — 2 und X ein Anion einer für die Haut und die Haare unschädlichen Säure ist, wie man sie durch Reaktion von äquimolekularen Mengen eines Thioglykolsäurederivates der allgemeinen Formel
    HS—CHR'—COOR1
    worin R' die oben angegebene Bedeutung hat und R1 einen niedrigen Alkylrest mit höchstens
    6 Kohlenstoffatomen darstellt, und eines Alkylendiamins der allgemeinen Formel
    .NHR
    Mittel zum Legen nicht dauergewellter Haare, wobei die Fixierung durch die Wirkung des Luftsauerstoffs erzielt wird.
    NR"R'"
    worin n, R, R" und R"' die oben angegebene Bedeutung haben, und anschließende Behandlung des anfallenden Produkts mit einer für die Haut und das Haar unschädlichen Säure erhält, als In Betracht gezogene Druckschriften:
    Deutsche Auslegeschrift V 7672 IVa/30 h (bekanntgemacht am 5. 7.1956);
    Chemisches Zentralblatt, 1955, S. 7336, 3506;
    1956, S. 13569;
    Seifen, Öle, Fette, Wachse, 1956, S. 783/784, und 1955, S. 643.
    © 309 617/244 6.63
DES62136A 1958-03-14 1959-03-13 Verfahren zum Legen der Haare ohne vorhergehende Dauerwellung Pending DE1150491B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR760586 1958-03-14

Publications (1)

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ID=8705985

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BE (1) BE576566A (de)
CH (2) CH387229A (de)
DE (1) DE1150491B (de)
FR (1) FR1193289A (de)
GB (1) GB891600A (de)
NL (1) NL111194C (de)

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