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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entmineralisierung
von Kohle.
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Hintergrund
der Erfindung
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Es
sind in der Literatur verschiedene Verfahren zur Erzeugung von entmineralisierter
oder aschearmer Kohle für
einen Brennstoff und andere industrielle Anwendungen beschrieben
worden, wobei jedoch keines eine bleibende kommerzielle Anwendung
erreicht hat.
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Ein
Verfahren bzw. Prozess wurde in Deutschland während der vierziger Jahre des
vorigen Jahrhunderts zur Entfernung von Asche bildendem Mineralstoff
aus physikalisch gereinigten Schwarzkohlekonzentraten entwickelt,
umfassend die Erwärmung
der Kohle als Schlamm bzw. Brei mit einer wässrigen Alkalilösung, gefolgt
von einer Feststoff-/Flüssigkeits-Trennung,
Säure-Wasch-
und Wasserwaschschritten. Berichte über dieses Verfahren liefern
detailliert ein praktisches chemisches Entmineralisierungsverfahren.
Die deutsche Praxis zeigte, dass eine entmineralisierte Kohle mit
einem Ascheertrag von 0,28% aus einer physikalisch gereinigten Speisekohle
erzeugt werden konnte, die einen ursprünglichen Ascheertrag von 0,8%
aufwies.
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Der
Kohle-Alkali-Speisebrei wurde 30 Minuten lang bei 40° bis 50°C umgerührt, dann
durch einen Wärmetauscher
in einen kontinuierlich betreibbaren, durch Gas erhitzten rohrförmigen Reaktor
gepumpt, in welchem der Brei 20 Minuten lang einer Temperatur von
250°C unter
einem Druck von 100–200
Atmosphären
(10–20
MPa) ausgesetzt wurde. Das Reaktionsgemisch wurde dann durch den zuvor
erwähnten
Wärmetauscher
geleitet, um Wärme
auf die eintretende Speisung zu übertragen,
dann in einem wassergekühlten
Wärmetauscher
weiter gekühlt.
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Der
gekühlte
Brei wurde mit enthärteten
bzw. weich gemachten Wasser verdünnt,
sodann zentrifugiert, um die alkalische Lösung und die alkalisierte Kohle
abzuscheiden und zurückzugewinnen.
Letztere wurde in 5% Salzsäure
dispergiert, dann zentrifugiert, um die sauer gemachte Kohle und
verbrauchte Säure
zurückzugewinnen
und wieder in Wasser dispergiert. Die Kohle wurde aus diesem Schlamm
gefiltert, erneut in einen weiteren Posten Wasser dispergiert und
zentrifugiert, um die resultierende aschearme Kohle als feuchtes
festes Produkt wiederzugewinnen.
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Amerikanische
und indische Forscher wandten in groben Zügen ähnliche chemische Verfahren mit
Varianten in Verarbeitungseinzelheiten an, um aschearme Kohlen aus
anderen Speisekohlen zu erzeugen, von denen die meisten wesentlich
höheren Ausgangsaschenpegel
bzw. – werte
als die Kohlen besaßen,
welche die Deutschen verwendeten. Eine andere amerikanische Gruppe
(bei Battelle) beanspruchte Vorteile für:
- (a)
gemischte Alkalilaugenmittel, die Kationen von zumindest einem Element
aus der Gruppe IA und zumindest einem Element aus der Gruppe IIA
der periodischen Tabelle enthalten;
- (b) Filtrierung oder Zentrifugierung der alkalisierten Kohle
aus dem verbrauchten alkalischen Laugenmittel, entweder bei der
Reaktionstemperatur oder nach schneller Abkühlung auf weniger als 100°C, um die
Bildung von unerwünschten
Bestandteilen, vermutlich von Sodalit oder ähnlichen Verbindungen zu minimieren;
- (c) Anwendung des Verfahrens bzw. Prozesses auf Kohlen niedriger
Klasse, die sich in Alkali lösen
und die bei einem von dem Mineralstoff verschiedenen pH-Wert wieder
ausgeflockt bzw. ausgefällt
werden können,
was eine Abscheidung und selektive Wiedergewinnung ermöglicht.
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Andere
Forscher hatten wissenschaftliche Aspekte einer alkalischen Extraktion
von Schwefel und Mineralien studiert, einschließlich der relativen Leistungen
von verschiedenen Alkalistoffen. Die meiste amerikanische Arbeit
ist auf die Entfernung von Schwefel anstatt von metallischen Elementen gerichtet
worden, und häufig
wird der Säurebehandlungsschritt
weggelassen. Eine amerikanische Gruppe (bei Alcoa) hat jedoch Kohle
auf einen Aschenertrag von weniger als 0,1% chemisch gereinigt,
und zwar unter gleichzeitiger Erzielung von starken Reduktionen
und geringen Endkonzentrationen an Eisen, Silizium, Aluminium, Titan,
Natrium und Kalzium. Das Ziel bestand darin, sehr reine Kohle zu
erzeugen, die für
eine Umsetzung in Elektrodenkohle für die Aluminiumindustrie geeignet
war. Dies wurde durch Laugung von pulverisierter Kohle mit einer
heißen
wässrigen
alkalischen Lösung
unter Druck (bis zu 300°C),
sodann aufeinanderfolgend mit einer wässrigen Schwefelsäure und
einer wässrigen
Salpetersäure
bei 70°–95°C erreicht.
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Das
australische Patent Nr. 592.640 (und das entsprechende US-Patent
Nr.
4.936.045 ) beschreibt
ein Verfahren für
die Herstellung von entmineralisierter Kohle. Dieses Verfahren enthält die folgenden
Schritte:
- (a) Bilden eines Breis aus Kohlepartikeln,
von denen vorzugsweise zumindest 50 Gewichtsprozent eine maximale
Abmessung von zumindest 0,5 mm aufweisen, mit einer wässrigen
Lösung
aus einem Alkali, welche Lösung
einen Alkaligehalt von 5–30
Gewichtsprozent aufweist, so dass der Brei ein Alkalilösungs-zu-Kohle-Verhältnis auf
einer Gewichtsbasis von zumindest 1:1 besitzt;
- (b) Beibehalten des Breis bei einer Temperatur von 150°C bis 300°C, vorzugsweise
bei 170°C
bis 230°C,
während
einer Zeitspanne von 2 bis 20 Minuten im Wesentlichen unter autogenem hydrothermischen
Druck und schnelles Abkühlen
des Breis auf eine Temperatur von weniger als 100°C;
- (c) Trennen des Breis in alkalisierte Kohle und eine verbrauchte
Alkalilaugenmittellösung;
- (d) Regenerieren der Alkalilaugenmittellösung für eine Wiederverwendung beim
obigen Schritt (a) durch Hinzufügen
von Kalzium- oder Magnesiumoxid oder -hydroxid dazu, um Mineralien
davon auszufällen;
- (e) Ansäuern
bzw. Sauermachen der alkalisierten Kohle durch eine Behandlung mit
einer wässrigen Lösung aus
Schwefelsäure
oder schwefliger Säure,
um einen Brei mit einem pH-Wert von 0,5 bis 1,5 und einer Leitfähigkeit
von 10.000 bis 100.000 μs
hervorzubringen;
- (f) Trennen des Breis in die angesäuerte Kohle und eine verbrauchte
Säure und
eine verbrauchte Säure-Laugenmittellösung; und
- (g) Waschen der angesäuerten
Kohle.
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Obwohl
das in dem australischen Patent Nr. 592.640 beschriebene Verfahren
ein entmineralisiertes Kohleprodukt erzeugen kann, welches einen Aschegehalt
von weniger als 1 Gewichtsprozent und von so wenig wie 0,50 Gewichtsprozent
aufweist, entstehen signifikante Gelegenheiten, falls der Aschegehalt
auf noch niedrigere Pegel verringert werden kann. Falls der Aschepegel
auf Pegel verringert werden kann, die sogar niedriger sind als der
im australischen Patent Nr. 592.640 erzielte, kann das entmineralisierte
Kohleprodukt als Brenn- bzw.
Kraftstoff verwendet werden, der direkt in eine Gasturbine gefeuert
wird. Bei dieser Anwendung könnte
die entmineralisierte Kohle natürliches
Gas als Brennstoff für die
Gasturbine ersetzen. Derart entmineralisierte Kohle könnte außerdem als
eine Alternative für schwere
Brennstofföle
und als hochreine Kohlenstoffquelle für die Erzeugung von metallurgischen Aufkohlungsvorrichtungen
bzw. Rekarbonisierern, Kohleelektroden für die Aluminiumproduktion oder
alternative Reduktionsmittel für
eine hochreine Siliziumherstellung verwen det werden. Die Inhalte
des US-Patents
4.936.045 werden
hier durch Querbezug einbezogen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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In
einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren
zur Entmineralisierung von Kohle bereit, umfassend:
- (a) Bilden eines Breis aus Kohlepartikeln in einer Alkalilösung,
- (b) Beibehalten des Breis bei einer Temperatur von 150–250°C unter einem
hinreichenden Druck zur Verhinderung eines Kochens;
- (c) Trennen des Breis in eine alkalisierte Kohle und eine verbrauchte
Alkalimittellauge;
- (d) Bilden eines angesäuerten
bzw. sauer gemachten Breis aus der alkalisierten Kohle, wobei der
betreffende angesäuerte
Brei einen pH-Wert von 0,5–1,5
besitzt;
- (e) Trennen des angesäuerten
Breis in eine Kohle enthaltende Fraktion und eine im Wesentlichen flüssige Fraktion;
- (f) Unterziehen der Kohle enthaltenden Fraktion einem Waschschritt,
in welchem die Kohle enthaltenden Fraktion mit Wasser und einem
polaren organischen Lösungsmittel
oder Wasser und einer organischen Säure zur Bildung eines Gemisches gemischt
wird; und
- (g) Abscheiden der Kohle aus dem Gemisch beim Schritt (f).
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Die
Kohle, die beim Schritt (a) bereitgestellt wird, ist in geeigneter
Weise eine Kohle mittlerer bis hoher Klasse, am geeignetsten eine
Fett- bzw. Steinkohle.
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Die
Kohle, die beim Schritt (a) bereitgestellt wird, weist vorzugsweise
einen Gesamt-Mineralgehalt von im Allgemeinen im Bereich von 2 bis
15 Gewichtsprozent auf. Bevorzugterweise sollte der Mineralgehalt
der Kohle so niedrig wie möglich
sein. Es hat sich herausgestellt, dass der chemische Verbrauch und
folglich die Verarbeitungskosten für Kohlen von geringem Aschegehalt
niedriger sind, die dem Schritt (a) des Verfahrens zugeführt werden.
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Es
wird bevorzugt, dass die Kohle, die dem Schritt (a) des Verfahrens
der vorliegenden Erfindung zur Verfügung gestellt wird, von solcher
Größe ist, dass
100% kleiner als 1 mm, bevorzugterweise 100% kleiner als 0,5 mm
sind. Die Kohle enthält
außerdem vorzugsweise
ein Minimum an Material von weniger als 20 μm, bevorzugterweise weniger
als 5 Gewichtsprozent, die kleiner sind als 20 μm. Es ist herausgefunden worden,
dass übermäßige Mengen
an feinem Material, beispielsweise von weniger als 20 μm, Schwierigkeiten
in den Feststoff-/Flüssigkeits-Trennschritten
hervorrufen können,
die bei der vorliegenden Erfindung angewandt werden.
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Die
Schritte (a) und (b) des vorliegenden Verfahrens unterziehen der
Kohle einer Alkali-(oder kaustischen)-Aufschließung bzw. -Reifung. Dies führt zu Silikat-Mineralien,
einschließlich
von Ton bzw. Lehm, die mit einigen wieder ausgefällten Mineralien, wie säurelöslichen
Mineralien löslich
gemacht werden.
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Der
beim Schritt (a) gebildete Brei weist in geeigneter Weise eine Kohlekonzentration
von 10 bis 30 Gewichtsprozent auf. Vorzugsweise beträgt die Kohlekonzentration
etwa 25 Gewichtsprozent.
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Die
Alkalikonzentration in der Flüssigkeitsphase
des Breis liegt vorzugsweise im Bereich von 8 bis 20 Gewichtsprozent,
und bevorzugterweise bei 13 bis 15 Gewichtsprozent (berechnet als
NaOH-Äquivalent).
Das Alkalimaterial ist vorzugsweise NaOH, obwohl andere Alkalimaterialien
ebenfalls verwendet werden könnten,
entweder einzeln oder als Gemisch von zwei oder mehr Alkalimaterialien. Der
Brei wird in geeigneter Weise auf eine Temperatur von 150–250°C erwärmt, bevorzugterweise
von 220–250°C. Der Brei
wird vorzugsweise bei dieser Temperatur während einer Dauer von 15–60 Minuten gehalten,
bevorzugterweise während
etwa 20 Minuten.
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Es
hat sich herausgestellt, dass die Erwärmungsrate der Erwärmung des
Breis vorzugsweise bei einer Rate von weniger als 2°C pro Minute
in dem Temperaturbereich von 150°C
bis 250°C
aufrechterhalten werden sollte.
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Bei
den Schritten (a) und (b) wird bevorzugt, dass der kaustische bzw. ätzende Brei
gebildet und dann auf die gewünschte
Temperatur erwärmt
wird.
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Der
Brei beim Schritt (b) wird in geeigneter weise bei dem autogenem
Druck des erwärmten Breis
gehalten, um zu verhindern, dass der Brei kocht.
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Es
wird außerdem
bevorzugt, dass der Brei einem Umrühren, speziell einem milden
bzw. weichen Umrühren
beim Schritt (b) unterzogen wird. Der Grad bzw. das Maß des Umrührens ist
vorzugsweise so, dass eine Niederschlagung von Natrium-Aluminosilikaten,
von denen eine Form Sodalit (Na4Si3Al3O12 (OH))
ist, an den Verfahrensbehälterwänden minimiert
oder vermieden ist. Ein Umrühren kann
durch irgendeine geeignete Rühreinrichtung
erreicht werden, die dem Durchschnittsfachmann bekannt ist. Alternativ
oder in Kombination kann die Anwendung einer recycelten Ätzlösung, welche
kleine Keimkristalle aus Natrium-Aluminosilikaten
enthält, verwendet
werden, um das Natrium-Aluminosilikat-Kristallwachstum
in dem Brei anstatt an den Verfahrensbehälterwänden zu fördern.
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Der
Schritt (c) des Verfahrens der vorliegenden Erfindung trennt den
kaustischen bzw. ätzenden Brei
vom Schritt (b) in alkalisierte Kohle und eine verbrauchte Alkalimittellauge
auf. Dieser Abscheidungs- bzw. Trennschritt findet vorzugsweise
bei einer Temperatur von 30°C
bis 80°C
statt. Es wird insbesondere bevorzugt, dass der Brei vom Schritt
(b) bei bzw. mit einer Abkühlungsrate
von weniger als 20°C/Minute, bevorzugterweise
mit weniger als 5°C/Minute
abgekühlt
wird, und noch bevorzugter mit weniger als 2°C/Minute abgekühlt wird,
während
die Temperatur des Breis im Bereich von 240°C bis 150°C liegt.
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Der
Schritt (c) kann in geeigneter Weise einen Filtrierungsschritt umfassen.
Wie oben erwähnt, wird
der Filtrierungsschritt vorzugsweise bei einer Temperatur von 30°C bis 80°C durchgeführt.
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Das
verbrauchte kaustische/Laugenmittel vom Schritt (c) wird vorzugsweise
behandelt, um das kaustische Mittel zu regenerieren und Mineralien
wiederzugewinnen. So kann das verbrauchte Laugenmittel beispielsweise
mit ausreichendem Kalziumoxid oder Kalziumhydroxid gemischt werden,
um das lösbare
Silikat und Aluminationen als deren unlösliche Kalziumsalze auszufällen, während gleichzeitig
lösbares
Natriumhydroxid gebildet wird, womit das alkalische Laugenmittel
für ein
Recycling regeneriert wird. Anstelle von Kalziumoxid oder -hydroxid
können
die entsprechenden Magnesiumsalze verwendet werden, oder die gemischten
Oxide oder Hydroxide von Kalzium und Magnesium, die aus Dolomit
bzw. Rauhkalk abgeleitet sind, können
verwendet werden.
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Die
vom Schritt (c) wiedergewonnene alkalisierte Kohle wird vorzugsweise
gewaschen, um überschüssiges Alkali
zu entfernen. Die Kohle wird vorzugsweise mit einem Minimum von
drei Gewichtsanteilen Wasser auf je einen Gewichtsanteil trockener Kohle
gewaschen, und bevorzugterweise mit fünf Gewichtsanteilen Wasser
auf je einen Gewichtsanteil trockener Kohle.
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Die
alkalisierte Kohle vom Schritt (c) kann außerdem behandelt werden, um
Natrium-Aluminosilikate, wie Sodalit daraus zu entfernen, bevor
sie zu dem Säuredurchtränkungsschritt übertragen
bzw. geleitet wird. Das Sodalit kann von der alkalisierten Kohle
durch physikalische Verfahren getrennt werden, wie durch selektives
Aussieben, durch Verfahren zum Schwimmen-Sinken von schwerem Mittel oder
durch Schaumschwimmaufbereitung. Die Natrium-Aluminosilikate, wie
Sodalit, können
ein wertvolles Nebenprodukt liefern, während dessen Entfernung die
Menge an Säure
vermindert, die beim Schritt (d) benötigt wird.
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Der
Schritt (d) des Verfahrens der vorliegenden Erfindung kann in geeigneter
Weise das Mischen der Kohle vom Schritt (c), bevorzugterweise von
gewaschener Kohle vom Schritt (c) mit Wasser oder einer Säurelösung umfassen,
um einen Brei zu erhalten. Der Brei weist vorzugsweise eine Kohlekonzentration
auf, die in den Bereich von 5 Gewichtsprozent bis 20 Gewichtsprozent
fällt,
bevorzugterweise etwa 10 Gewichtsprozent beträgt. Generell gilt, je höher der
Aschegehalt der Ausgangskohle ist, umso niedriger ist die Kohlekonzentration
in dem Säurebrei,
wobei 10% Brei geeignet sind für
eine Ausgangskohle mit einem Aschegrad bzw. -pegel von ungefähr 9%. Falls
der Brei durch Mischen mit Wasser gebildet wird, kann er in geeigneter
Weise durch Mischen mit einer Säure
angesäuert
werden.
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Der
Schritt (d) bildet vorzugsweise einen Brei, der eine Mineralsäure, bevorzugterweise Schwefelsäure oder
Salzsäure
enthält.
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Der
angesäuerte
Brei weist einen pH-Wert, der in den Bereich von 0,5 bis 1,5 fällt, bevorzugterweise
einen pH-Wert von etwa 1,0 auf.
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Die
Temperatur des Breis beim Schritt (d) fällt vorzugsweise in den Bereich
von 20°C
bis 90°C, bevorzugterweise
von 30°C
bis 60°C.
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Der
Brei kann in geeigneter Weise in der Säurelösung umgerührt werden.
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Die
Kohle wird vorzugsweise beim Schritt (d) mit der Säurelösung während einer
Zeitspanne von zumindest 1 Minute, bevorzugterweise während zumindest
20 Minuten, sogar weit mehr bevorzugt etwa 60 Minuten in Kontakt
gehalten.
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Bei
einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird die Kohle in dem Brei des Schrittes
(d) nach einer geeigneten Zeitspanne beim Schritt (e) abgeschieden
und zum Schritt (f) geleitet. Bei einer bevorzugteren Ausführungsform
wird die Kohlefraktion vom Schritt (e) wieder mit Wasser und Säure geschlämmt und
auf einen pH-Wert zwischen 0,5 und 1,0, bevorzugterweise auf einen
pH-Wert von etwa 0,5 während
einer weiteren Zeitspanne gebracht, die größer ist als eine Minute. In
der bevorzugteren Ausführungsform
wird die erste Säurebehandlung
mit einem pH-Wert von 1,0–1,5
während
einer minimalen Zeitspanne erfolgen, die ausreicht, um im Wesentlichen
eine vollständige
Natrium-Aluminosilikat-Auflösung
zu erreichen. Die zweite Säurebehandlung
erfolgt vorzugsweise bei einem pH-Wert von 0,5–1,0 während Zeitspannen zwischen
10 Minuten und 3 Stunden.
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Der
Schritt des erneuten Schlämmens
bzw. der erneuten Breibildung der Kohle kann zwischen einmal und
viermal wiederholt werden. Eine frische Säurelösung kann für das Neuschlämmen verwendet werden.
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Alternativ
kann das Neuschlämmen
eine Gegenstrom-Mischstufe umfassen.
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Der
Schritt (e) umfasst die Trennung des angesäuerten Breis in eine Kohle
enthaltenden Fraktion und in eine Flüssigkeitsfraktion. Dies kann
unter Heranziehung irgendeiner geeigneten Feststoffe/Flüssigkeits-Trenneinrichtung
erfolgen, die dem Durchschnittsfachmann bekannt ist. Eine Filtrierung
wird bevorzugt. Falls der Filterkuchen wieder mit Säure geschlämmt bzw.
zu einem Brei verarbeitet wird, erfordert er nicht ein Waschen,
solange die Zeitspanne zwischen dem Schritt (e) und der zweiten
Säurebehandlung
auf einem Minimum, vorzugsweise auf weniger als 5 Minuten gehalten
wird. Nach der letzten Stufe der Säure-Wiederschlämmung kann
dem Filterkuchen eine minimale Wasserwäsche erteilt werden, so dass
dann, wenn der Filterkuchen in frischem Wasser wieder geschlämmt wird,
der pH-Wert der Lösung
vorzugsweise etwa 2 beträgt.
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Die
verbrauchte Säure
kann behandelt werden, um eine Alkalilösung zu regenerieren und um die
gesteuerte Ausfällung
von Mineralien als Nebenprodukte zu erzielen. Die verbrauchte Säure kann beispielsweise
mit Kalziumoxid behandelt werden, um eine kaustische bzw. ätzende Lösung zu
regenerieren und um die Mineralien auszufällen.
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Der
Waschschritt des Schrittes (f) umfasst zwei mögliche Optionen. Eine dieser
besteht darin, die Kohle von dem letzten der Säure-Tränkungsschritte mit einer Lösung aus
Wasser und einem polaren organischen Lösungsmittel zu mischen. Das polare
organische Lösungsmittel
ist in geeigneter Weise mit Wasser mischbar. Das polare organische Lösungsmittel
ist vorzugsweise ein Alkohol, bevorzugterweise Ethanol, obwohl Methanol
und Propanol ebenfalls verwendet werden können.
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Die
Kohle wird vorzugsweise mit der Lösung aus Wasser und polarem
organischen Lösungsmittel gemischt,
so dass ein Brei einen Feststoffgehalt von 10–30 Gewichtsprozent, bevorzugterweise
von etwa 25 Gewichtsprozent aufweist. Die Restsäure von dem/den Säure-Befeuchtungsschritt(en)
ist vorzugsweise so, dass der pH-Wert des Breis von 1,5 bis 2,5 reicht,
bevorzugterweise bei etwa 2,0 liegt.
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Der
Brei wird vorzugsweise auf eine Temperatur von 240°C bis 280°C, bevorzugterweise
auf 260°C
bis 270°C
beim Schritt (f) erwärmt.
Der Brei wird vorzugsweise bei der Temperatur während einer Zeitspanne zwischen
1 Minute und 60 Minuten, bevorzugter etwa 5 Minuten lang gehalten.
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Der
Brei aus Kohle/Wasser/polarem organischen Lösungsmittel wird vorzugsweise
mit einer Erwärmungsrate
zwischen 2°C
pro Minute und 20°C pro
Minute erwärmt.
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Der
Druck des Breis ist so, dass ein Kochen verhindert ist. Der Brei
wird vorzugsweise unter autogenem Druck erwärmt. Bei der bevorzugten Temperatur,
die oben spezifiziert ist, beträgt
der autogene Druck etwa 8 MPa.
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Wie
oben erwähnt,
ist das derzeit bevorzugte polare organische Lösungsmittel Ethanol. Es wird speziell
bevorzugt, dass die mit der Kohle zur Erzeugung des Breis gemischte
Flüssigkeitsphase
50 Gewichtsprozent Ethanol in einer Wasserlösung ist.
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Die
Option 1 der Waschstufe verringert den Pegel des Na, Si, Fe und
Ti; sie ist jedoch hauptsächlich
aktiv in der Verringerung von Na und Si. Falls es erforderlich ist,
lediglich Na zu verringern, kann die in der Waschstufe benutzte
Temperatur so niedrig wie 10°C
sein, wobei der Betrieb bzw. die Operation bei Umgebungstemperatur
besonders geeignet ist.
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Die
zweite Option für
die Waschstufe umfasst das Mischen der Kohle von dem/den Säure-Tränkungsschritt(en)
mit einer wässrigen
Lösung aus
einer organischen Säure.
Zitronensäure
ist derzeit die bevorzugte organische Säure, wobei Chloressigsäure, Malonsäure und
Apfelsäure
ebenfalls geeignet sind, verwendet zu werden.
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Die
Zitronensäurelösung enthält vorzugsweise
zwischen 5 Gewichtsprozent und 20 Gewichtsprozent Zitronensäure (hydratisierte
Basis), bevorzugter etwa 10 Gewichtsprozent. Die Kohlekonzentration
in dem Brei liegt vorzugsweise im Bereich von 10 Gewichtsprozent
bis 30 Gewichtsprozent, bevorzugterweise bei etwa 25 Gewichtsprozent.
Der Brei wird vorzugsweise auf eine Temperatur von 240°C bis 280°C, bevorzugter
zwischen 250°C
bis 270°C
erwärmt.
Der Druck sollte auf einem Pegel gehalten werden, der genügt, um ein
Kochen zu verhindern. Der Druck ist in geeigneter weise der autogene Druck,
der für
den oben spezifizierten Temperaturbereich etwa 8 MPa beträgt. Der
Brei wird vorzugsweise auf der erhöhten Temperatur während einer
Zeitspanne zwischen 1 Minute und 60 Minuten, bevorzugter etwa 5
Minuten lang gehalten. Der Brei wird vorzugsweise auf die erhöhte Temperatur
bei bzw. mit einer Erwärmungsrate
zwischen 2°C
pro Minute und 20°C
pro Minute erwärmt.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
der zweiten Option kann der Brei auf eine Temperatur zwischen 150°C und 160°C erwärmt werden.
Bei dieser Ausführungsform
werden Na und Fe nicht entfernt.
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Wenn
der Schritt (f) bei erhöhter
Temperatur durchgeführt
wird, stellt er einen hydrothermischen Waschschritt dar.
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Ohne
den Wunsch, durch die Theorie gebunden zu sein, haben die vorliegenden
Erfinder postuliert, dass zwei Mechanismen beim Waschschritt stattfinden,
um den Aschegehalt weiter zu reduzieren; dies sind:
- (i) die Restsäure
in der Kohle von dem/den Säure-Tränkungsschritt(en)
führt dazu,
dass der Brei des Schrittes (d) angesäuert ist, beispielsweise mit
einem pH-Wert zwischen 1,5 und 2,5. Dies fördert weiter die Mineralauflösung;
- (ii) es wird geglaubt, dass humine Verbindungen bzw. Humusverbindungen
durch Interaktion zwischen der Kohle und dem Alkali in den Schritten (a)
und (b) gebildet werden. Bei dem/den Säure-Tränkungsschritt(en) „kollabieren" diese Humusverbindungen
und binden einen Teil des Na. Beim Waschschritt, Option 1, ermöglicht der
Alkohol den Huminen zu hydrolisieren, um das Na freizugeben. Das
Na meldet sich bei der Wasserphase, die der Alkohol-/Wassertrennung
folgt. Der Alkohol kann recycelt werden, im Wesentlichen in einem
geschlossenen Schleifen-Recyclingschritt, womit der Alkoholverbrauch
minimiert wird. Bei der Option 2 erleichtert die Zitronensäure die
Freisetzung des Na von den Huminen.
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Weiterhin
besteht ohne den Wunsch, durch eine Theorie gebunden zu sein, ein
durch die Erfinder postulierter alternativer Mechanismus darin,
dass das Na auf funktionale Gruppen verteilt und außerdem in
die Kohlestruktur, besonders die graphitischen Strukturen einbezogen
wird. Dies wird durch das höhere
Rest-Na ausgeführt,
welches in verarbeiteten Kohlen höherer Klasse gefunden wurde,
die weniger humine/funktionale Gruppen, jedoch einen erhöhten Anteil
an graphitischen Strukturen aufweisen.
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Es
wird unterstellt, dass das Na an die Kohlestruktur gebunden wird
und/oder innerhalb der Kohlestruktur eingefangen wird und dass das
Ethanol die Struktur aufquellt und dem Na gestattet, herauszuwandern,
oder im Falle von funktionalen Gruppen (Kohlen niedriger Klasse)
in einer Veresterungsreaktion ausfällt. Organische Säuren, wie
Zitronensäure
würden
eine unvollständige
Dissoziation in Wasser aufweisen, so dass die gelösten, noch
undissoziierten Zitronensäuremoleküle ebenfalls
die Kohle aufquellen. Wärme
hilft außerdem,
dem Na die kinetische Energie zum Verlassen jeglicher Bindungen
zu geben, die es an der Kohle halten. Bezüglich der Diffusion des Na
aus der Kohlestruktur wird außerdem geglaubt,
dass sie eine Rolle spielt.
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Der
Schritt (g) des Verfahrens der vorliegenden Erfindung umfasst die
Abscheidung der Kohle aus der Mischung oder dem Brei beim Schritt
(f). Diese Feststoff-/Flüssigkeits-Trennung
kann durch irgendwelche Einrichtungen erreicht werden, die einem
Durchschnittsfachmann als geeignet bekannt sind. Eine Filtrierung
wird bevorzugt.
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Es
wird bevorzugt, dass die vom Schritt (g) wiedergewonnene Kohle gewaschen
wird. Vorzugsweise verwendet das Waschen ein Minimum an einem Gewichtsanteil
sauberen Wassers auf je einen Gewichtsanteil Kohle.
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Das
Verfahren gemäß dem ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung kann ein entmineralisiertes Kohleprodukt
erzeugen, welches einen Aschegehalt von 0,01 bis 0,2 Gewichtsprozent
aufweist. Das Verfahren entfernt außerdem Na und Si aus der Kohle,
und durch Verringern des Na-Gehalts wird somit durch das Verfahren
in vorteilhafter Weise außerdem die
Ascheschmelztemperatur der in der Kohle verbleibenden Asche erhöht. Die
Ascheschmelztemperatur ist wichtig, falls die entmineralisierte
Kohle als Brenn- bzw. Kraftstoff für Gasturbinen zu verwenden ist,
da diese es erfordern, dass die Ascheschmelztemperatur höher als
1350°C,
bevorzugterweise höher
als 1500°C
ist.
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Das
Verfahren des ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung ist imstande,
entmineralisierte Kohle mit einem Aschegehalt von weniger als 0,2
Gewichtsprozent, vorzugsweise mit 0,01 Gewichtsprozent bis 0,2 Gewichtsprozent
zu erzielen, mittels Versuchen, die einige Kohlen umfassen, einen
Aschegehalt von 0,01 Gewichtsprozent zu erzielen. Die Schritte (a)
bis (e) dieses Verfahrens des ersten Aspekts der Erfindung sind
imstande, eine entmineralisierte Kohle mit einem Aschegehalt von
weniger als 0,3–0,4
Gewichtsprozent zu erzeugen. Für
einige Anwendungen ist dieser Aschegehalt akzeptabel, und die weitere
Verarbeitung des Waschschrittes mag nicht notwendig sein.
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Demgemäß stellt
die vorliegende Erfindung in einem zweiten Aspekt ein Verfahren
zur Entmineralisierung von Kohle bereit, umfassend die Schritte (a)
bis (e) des unter Bezugnahme auf den ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung beschriebenen Verfahrens .
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Die
Waschstufe ist ebenfalls veranschaulicht worden, um den Aschegehalt
der Kohle zu reduzieren. Dies unterstellt außerdem, dass die Waschstufe als
eine Stufe in einem Entmineralisierungsverfahren genutzt werden
kann, der andere Schritte als die unter Bezugnahme auf den ersten
Aspekt der vorliegenden Erfindung beschriebenen Schritte (a) bis
(e) enthält.
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Demgemäß stellt
die vorliegende Erfindung in einem dritten Aspekt ein Verfahren
zur Entmineralisierung von Kohle bereit, umfassend die Schritte
einer Alkali-Aufschließung
bzw. -Reifung, gefolgt von einer Säuretränkung, und bei dem die Kohle
von dem Säuretränkungsschritt
einem weiteren Schritt unterzogen wird, wie er unter Bezugnahme
auf den Schritt (f) des ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung
beschrieben ist.
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Die
entmineralisierte Kohle kann einem bindemittellosen Brickettierungsprozess
unterzogen werden, um ein Endprodukt von verbesserter Handhabbarkeit
zu bilden.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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1 ist
ein Verfahrens-Ablaufbild einer Ausführungsform eines Verfahrens
zur Entmineralisierung von Kohle gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung;
-
2 ist
ein Verfahrens-Ablaufbild einer Ausführungsform des Säure-Tränkungsschritts
von 1;
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3 ist
ein Verfahrens-Ablaufbild einer alternativen Ausführungsform
des Säure-Tränkungsschritt
von 1;
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4 ist
ein Verfahrens-Ablaufbild einer Ausführungsform eines Verfahrens
zur Entmineralisierung von Kohle gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung;
und
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5 ist
ein Verfahrens-Ablaufbild einer Ausführungsform eines Verfahrens
zur Entmineralisierung von Kohle gemäß dem dritten Aspekt der Erfindung.
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Detaillierte
Beschreibung der Zeichnungen
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Unter
Berücksichtigung
der Zeichnungen wird verstanden, dass die Zeichnungen zum Zwecke der
Darstellung von bevorzugten Ausführungsformen der
Erfindung vorgesehen sind. Daher sollte die Erfindung unter Bezugnahme
auf die in den Zeichnungen dargestellten und beschriebenen Merkmale
nicht als beschränkend
angesehen werden.
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Ein
Ablaufbild- bzw. -plan für
ein Entmineralisierungsverfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
ist in 1 dargestellt. In 1 wird ein
Brei 11 aus Kohle und aus einer kaustischen bzw. ätzenden Lösung einem Ätz-Aufschließungs- bzw. -Reifungsbehälter 10 zugeführt. Der Ätz-Aufschließungs- bzw. -Reifungsbehälter 10 ist
in geeigneter Weise ein Autoklav oder ein Druckbehälter, der
den Brei aus der Ätzlösung und
Kohle zu erwärmen
gestattet.
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Die
kaustische Lösung
bzw. die Ätzlösung 12,
die dem Ätz-Reifungsbehälter 10 zugeführt wird, umfasst
eine Natriumhydroxidlösung
mit einer Natriumhydroxidkonzentration von 13 bis 15%.
Die Kohle 11 und die Natriumhydroxidlösung 12 werden dem Ätz-Reifungsbehälter 10 in
solchen Mengen zugeführt,
dass ein 25% Kohle enthaltender Brei erzielt wird.
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Der
Brei aus Kohle und kaustischer Lösung im
Behälter 10 wird
auf eine Temperatur von 150–250°C, bevorzugterweise
auf 220 bis 250°Celcius
erwärmt.
Der Brei wird auf dieser Temperatur während einer Zeitspanne von
1 Minute bis 60 Minuten gehalten, wobei 20 Minuten besonders geeignet sind.
Der Brei wird unter autogenem Druck gehalten, so dass die Lösung nicht
kocht.
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Der
Brei aus kaustischer bzw. ätzender
Lösung
und Kohle wird derart erwärmt,
dass die Steigerungsrate der Zunahme der Temperatur 2°C pro Minute
nicht überschreitet,
wenn die Temperatur der Kohle in den Temperaturbereich von 150 bis
240°C fällt.
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Nachdem
die geforderte Verweilzeit vergangen ist, wird der Brei bei bzw.
mit einer Abkühlungsrate
von weniger als 2°C
pro Minute, bevorzugterweise mit weniger als 5°C pro Minute, sogar noch passender
mit weniger als 2°C
pro Minute abgekühlt, während die
Temperatur im Bereich von 240 bis 150°C liegt. Der Brei wird aus dem Ätz-Reifungsbehälter 10 entfernt
und gelangt durch eine Leitung 15 in eine Filtrierungseinheit 20.
Die Filtrierungseinheit 20 kann irgendeine geeignete Filtrierungseinheit sein,
die eine Abscheidung von Kohle aus der kaustischen Lösung erzielen
kann. Band- bzw. Riemenfilter und Trommelfilter sind besonders brauchbar.
Es wird außerdem
verständlich
sein, dass andere Feststoff-/Flüssigkeits-Abscheidevorrichtungen
anstelle der Filtrierungseinheit 20 verwendet werden können. So
können
beispielsweise Verdicker bzw. Verdickungsbehälter oder Klärgefäße verwendet
werden.
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Die
von der Filtrierungseinheit 20 wiedergewonnene verbrauchte Ätzlösung 22 wird
zur Ätz-Rückgewinnung 24 übertragen
bzw. geleitet. In der Ätz-Rückgewinnung 24 wird
die verbrauchte Ätzlösung regeneriert.
Die verbrauchte Ätzlösung kann beispielsweise
mit Kalziumoxid, Kalziumhydroxid, Magnesiumoxid oder Magnesiumhydroxid
in Kontakt gebracht werden, um Mineralien davon auszufällen und
Natriumhydroxid zu regenerieren. Das regenerierte Natriumhydroxid
kann wiederverwendet werden.
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Die
alkalisierte Kohle 26 wird dann mit Wasser in einem Wasserwaschbehälter 30 gewaschen. Der
Wasserwaschbehälter 30 kann
irgendein geeigneter Behälter
zum Mischen von Flüssigkeiten
und Feststoffen sein. Alternativ und bevorzugt wird die Wasserwaschung 30 durch
Waschen des Filterkuchens auf der Filtrierungseinheit 20 bewirkt.
Wenn in dieser Hinsicht ein Bandfilter verwendet wird, wird ein alkalisierte
Kohle und eine restliche Ätzlösung umfassender
Filterkuchen auf dem Filterband gebildet. Dieser Filterkuchen kann
mit Waschwasser 32 besprüht werden. Da der Filterkuchen
noch mit der Filtrierungseinheit in Kontakt ist, wird das Waschwasser als
entferntes Waschwasser 34 abgeführt. Das Waschwasser 34 kann
auch zur kaustischen Regenerierung bzw. Ätz-Regenerierung 24 geleitet
werden.
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Der
die gewaschene alkalisierte Kohle 36 umfassende gewaschene
Filterkuchen wird dann zu dem Säure-Tränkungsprozess 40 geleitet.
In dem Säure-Tränkungsprozess 40 werden
die alkalisierte Kohle von der Filtrierungseinheit 20 und
der Wasserwaschung 30 mit Wasser gemischt, um eine Breikonzentration
im Bereich von 5 bis 25 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 10 Gewichtsprozent
Kohle zu liefern. Der Brei wird mit einer Säure 42, vorzugsweise mit
Schwefelsäure
angesäuert,
um einen pH-Wert
im Bereich von 0,5 bis 1,5, vorzugsweise einen pH-Wert von 1,0 zu
erhalten. Die Temperatur des Säurebreis wird
im Bereich von 20° bis
90°C, passender
im Bereich von 30°C
bis 60°C
während
einer Zeitspanne gehalten, die größer ist als 1 Minute, bevorzugterweise
größer als
20 Minuten. Es hat sich herausgestellt, dass 60 Minuten eine geeignete
Zeit zur Beibehaltung der Kohle in Kontakt mit der Säurelösung sind. Die
Kohle sollte umgerührt
werden, um die Mischung der Kohle mit der Säurelösung zu fördern.
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Der
Säure-Wasch-
bzw. Tränkungsprozess 40 kann
einen einzigen Kontakt zwischen der Säurelösung und der Kohle umfassen.
Es wird jedoch bevorzugt, dass der Säure-Tränkungsprozess die Berührung der
Kohle mit der Säurelösung mehr
als einmal umfasst. Vorzugsweise wird die Kohle mit der Säurelösung unter
den oben ausgeführten
Bedingungen der Temperatur und Verweilzeit in Kontakt gebracht.
Die Kohle und die Säurelösung werden
dann getrennt, und die Kohle ist ferner mit der Säurelösung bei
einer oder mehreren Gelegenheiten in Kontakt. 2 und 3 zeigen
schematische Diagramme von einigen möglichen Ausführungsformen
des Säure-Tränkungsprozesses 40.
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Nach
dem Säure-Tränkungsprozess 40 werden
die Kohle und die Säurelösung in
der Trenneinheit 50 getrennt. Die Trenneinheit 50 ist
in geeigneter Weise eine Filtrierungseinheit, besonders ein Bandfilter
oder ein Trommelfilter. Die verbrauchte Säurelösung 52 wird entfernt.
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Die
wieder- bzw. zurückgewonnene
Kohle 54 wird dann einer Wasserwaschung 60 unterzogen. Die
Wasserwaschung 60 wird in passender Weise dadurch erreicht,
dass der Filterkuchen des Bandfilters oder des Trommelfilters mit
einem Waschwasser 62 besprüht wird. Das Waschwasser wird
von dem Filterkuchen durch die Filtrierungseinheit entfernt und
das entfernte bzw. abgeführte
Waschwasser ist als bzw. mit dem Bezugszeichen 64 dargestellt.
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Der
gewaschene Filterkuchen 66, der die behandelte Kohle und
eine geringe Menge der restlichen Säurelösung umfasst, wird dann zu
dem hydrothermischen Waschprozess 70 geleitet. Die gewaschene
Kohle 66, die dem hydrothermischen Waschprozess 70 zur
Verfügung
gestellt wird, weist eine Restsäure
auf, die in einer solchen Menge vorhanden ist, dass dann, wenn die
gewaschene Kohle 66 in frischem Wasser erneut geschlämmt wird,
der pH-Wert der Flüssigkeitsphase
etwa 2 betragen wird.
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In
dem hydrothermischen Waschprozess 70 werden Wasser 72 und
Ethanol 74 mit der Kohle gemischt. Vorzugsweise werden
das Wasser und das Ethanol derart gemischt, dass eine Lösung von
50% Ethanol in Wasser erhalten wird. Die Menge an Wasser, Ethanol
und Kohle, die dem hydrothermischen Waschprozess 70 zugeführt wird,
ist so, dass ein Brei erhalten wird, der eine Feststofflast von
25 Gewichtsprozent aufweist. In passender Weise werden das Wasser,
das Ethanol und die Kohle vor der Zuführung zu dem Behälter 70 gemischt.
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In
einer bevorzugtesten Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung wird der Brei in dem hydrothermischen Waschprozess 70 auf
eine Temperatur von 240 bis 280°C,
insbesondere auf 260 bis 270°C
durch Erwärmen
des Breis bei bzw. mit einer Erwärmungsrate
zwischen 2°C
pro Minute und 20°C pro
Minute erwärmt.
Die Erwärmung
wird unter autogenem Druck durchgeführt, so dass ein Kochen verhindert
ist. Bei den maximalen Temperaturen, die bei dem hydrothermischen
Waschprozess 70 erreicht werden, beträgt der autogene Druck etwa
8 MPa. Der Brei wird in geeigneter Weise bei der erhöhten Temperatur
während
einer Zeitspanne zwischen 1 Minute und 60 Minuten, in geeigneter
Weise 5 Minuten lang gehalten. Unter diesen Bedingungen verringert
der hydrothermische Waschprozess den Pegel an Natrium, Silizium,
Eisen und Titan in der Kohle, wobei die Hauptaktivität die Verringerung
der Natrium- und Siliziumpegel ist.
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Falls
lediglich gefordert ist, im bzw. beim hydrothermischen Waschprozess 70 Natrium
zu reduzieren, kann die in der hydrothermischen Waschstufe genutzte
Temperatur so niedrig sein wie 10°C,
und sie ist in geeigneter Weise die Umgebungstemperatur. In diesem
Fall kann die hydrothermische Waschstufe einfach als eine Waschstufe
beschrieben werden.
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Der
Brei von dem hydrothermischen Waschprozess 70 wird durch
eine Leitung 76 zu der Filtrierungseinheit 80 hin
geleitet. In der Filtrierungseinheit 80 wird der Brei von
dem hydrothermischen Waschprozess in eine Kohlefraktion 82 und
in eine Flüssigkeitsfraktion 84 getrennt.
Die Flüssigkeitsfraktion 84 kann
an eine Ethanol-Rückgewinnungseinheit 90 übertragen
werden, die in geeigneter Weise eine Destilliersäule ist. In der Ethanol-Rückgewinnungseinheit 90 wird
die Flüssigkeitsfraktion 84 in
eine wasserreiche Fraktion 92 und in eine ethanolreiche
Fraktion 94 aufgeteilt. Die ethanolreiche Fraktion 94 wird in
geeigneter Weise als Strom 74 zu der hydrothermischen Wascheinheit 70 zurückgeführt.
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Die
Kohlefraktion 82 wird im Waschprozess 100 unter
Heranziehung von frischem Waschwasser 102 gewaschen. Das
Waschwasser wird durch einen Strom 104 entfernt, und ein
wiedergewonnenes ultrasauberes Kohleprodukt 110 ist hergestellt.
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Das
ultrasaubere Kohleprodukt wird vorzugsweise einem bindemittellosen
Brickettierungsprozess unterzogen, um ein Produkt zu erzeugen, welches
verbesserte Lagerungs- und Transporteigenschaften aufweist.
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Das
von dem in 1 dargestellten Prozess hergestellte
ultrasaubere Kohleprodukt wird in typischer Weise einen Aschegehalt
zwischen 0,01 und 0,2 Gewichtsprozent bei einer Asche-Schmelztemperatur
aufweisen, die hinreichend hoch ist, um die Verwendung der ultrasauberen
Kohle als Brennstoff für
Gasturbinen zu ermöglichen.
Wenn die ultrasaubere Kohle dazu herangezogen wird, in Gasturbinen als
Teil eines kombinierten Kreislauf-Gasturbinen-Kraftwerks direkt
gefeuert zu werden, weist die ultrasaubere Kohle das Potential auf,
die Treibhausgasemissionen um 25% zu reduzieren im Vergleich zu
modernen, mit Kohle befeuerten thermischen Kraftwerken. Wenn die
in der Erzielung der ultrasauberen Kohle einbezogene Extraverarbeitung
berücksichtigt
wird, werden die Treibhausgasemissionen noch um nahezu 10% auf einer
gesamten Lebensdauerbasis reduziert.
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Wie
oben erwähnt,
kann der Säure-Tränkungsprozess 40 eine
erste Breibildung der Kohle mit einer Säurelösung, gefolgt von einer Neu-Breibildung der
Kohle zwischen einem und vier Mal umfassen. 2 zeigt
einen möglichen
Ablaufplan für
den Säure-Tränkungsprozess 40.
In 2 wird die alkalisierte Kohle 36 einem
ersten Säure-Tränkungsbehälter 140 zugeführt. Eine
Säurelösung 142 wird
in dem Behälter 140 mit
der alkalisierten Kohle 36 während der gewünschten
Zeitspanne und unter den gewünschten
Temperaturbedingungen gemischt. Der angesäuerte Brei aus der Kohle 144 gelangt
dann zu einer Trenneinrichtung 146. Die verbrauchte Säurelösung 148 wird
entfernt, und die Kohle enthaltende Fraktion 150 wird danach
zu einem zweiten Säure-Tränkungsbehälter 152 geleitet.
Die verbrauchte Säurelösung kann
zu dem kaustischen bzw. Ätz-Rückgewinnungsschritt 24 für eine NaOH-Regenerierung
und Rückgewinnung
von Mineralien geleitet werden. Eine frische Säurelösung 154 wird in dem
Behälter 152 mit
der Kohle enthaltenden Fraktion unter den geforderten Bedingungen
gemischt. Der angesäuerte
Brei 156 wird zu einer zweiten Trenneinrichtung 158 geleitet. Die
Säurelösung 160 wird
entfernt, und die Kohle enthaltende Fraktion 162 wird entweder
zu der Trenneinrichtung 50, wie in 1 dargestellt,
oder in dem Fall, dass ferner Neu-Aufschlämmungsschritte gefordert sind,
zu einem weiteren Säure-Tränkungsbehälter 164 hingeführt. Die
unterbrochenen Linien 165 geben an, dass die Folge des
Tränkens
bzw. Wässerns
mit einer frischen Säurelösung, gefolgt
von einer Trennung, ein oder mehrere Male wiederholt werden kann.
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In
dem Behälter 164 wird
die Kohle enthaltende Fraktion 162 mit einer frischen Säurelösung 166 während der
gewünschten
Zeitspanne und unter den gewünschten
Bedingungen gemischt. Der entfernte Brei 44 (der der in 1 dargestellten
Brei-Linie bzw.
-Leitung 44 entspricht) wird dann zu der Trenneinrichtung 50 und
der Wasserwaschung 60 geleitet, die der Trenneinrichtung 50 und
der Wasserwaschung 60 von 1 entsprechen.
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Die
erneute Aufschlämmung
der Kohle mit einer frischen Säurelösung findet
vorzugsweise ein bis vier Mal statt.
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3 veranschaulicht
eine alternative Ausführungsform
des Säure-Tränkungsprozesses,
bei dem eine Anzahl von Kontakten zwischen der Säurelösung und der Kohlefraktion
erfolgt. In 3 wird der Säure-Tränkungsprozess durch eine mehrstufige Gegenstromberührung zwischen
der Kohle und der Säurelösung erzielt.
Der Prozess umfasst das In-Kontaktbringen der Kohlefraktion mit
der Säurelösung in
einer Anzahl von Kontaktbringungsbehältern 240, 242.
Die unterbrochenen Linien 244 geben an, dass dort mehr
Kontaktbringungsbehälter
als die in 3 dargestellten zwei vorgesehen
sein können. Die
Kohle 36 wird dem In-Kontakt-Bringungsbehälter 240 zugeführt. Die
Kohle enthaltende Fraktion 250 von dem Behälter 240 wird
dem In-Kontakt-Bringungsbehälter 242 zugeführt. Die
Kohle enthaltende Fraktion 252 von dem In-Kontakt-Bringungsbehälter 240 wird
dann entweder zu der Trenneinrichtung 50 (wie in 1 dargestellt)
oder zu einem oder mehreren (nicht dargestellten) weiteren In-Kontakt-Bringungsbehältern geleitet.
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In
entsprechender Weise wird eine frische Säurelösung 260 zu dem stromabwärts liegenden In-Kontakt-Bringungsbehälter (242 in 3)
zugeführt.
Die Flüssigkeitsfraktion
von 262 vom Behälter 242 wird
dann zu dem In-Kontakt-Bringungsbehälter 240 geleitet.
Die Flüssigkeitsfraktion 264 von
dem In-Kontakt-Bringungsbehälter 260 wird
entfernt. Die verbrauchte Säure 264 kann
an die kaustische Regenerierung (z.B. 24 in 1)
geleitet werden, um eine NaOH-Lösung
zu regenerieren und um ausgefällte Mineralien
zurückzugewinnen.
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Das
in 3 dargestellte Verfahren bzw. der in 3 dargestellte
Prozess kann irgendeine Vorrichtung nutzen, die dem Durchschnittsfachmann
als für
einen Gegenstromkontakt zwischen Feststoffen und Flüssigkeiten
geeignet bekannt ist. Eine derartige Vorrichtung wird bekannt sein
und braucht nicht weiter beschrieben zu werden.
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4 zeigt
einen Ablaufplan eines Verfahrens bzw. Prozesses gemäß dem zweiten
Aspekt der vorliegenden Erfindung. Für einige Anwendungen weist
das von der in 1 dargestellten Wasserwaschung 60 erhaltene
Kohleprodukt einen hinreichend niedrigen Aschegehalt auf, um ohne
eine Forderung verwendet zu werden, dem hydrothermischen Waschprozess
unterzogen zu werden. Daher ist der in 4 dargestellte
Prozess im Wesentlichen identisch mit dem in 1 dargestellten,
abgesehen davon, dass die Kohlefraktion 66 von der Wasserwaschung 60 nicht
dem hydrothermischen Waschprozess zugeführt wird, sondern vielmehr
zu der Wasserwaschung 100 geht, bei der es mit Waschwasser 102 gewaschen
wird, um ein ultrareines Kohleprodukt 110 zu erhalten.
Das ultrareine Kohleprodukt 110 von 4 weist
einen etwas höheren
Aschegehalt auf als das ultrareine Kohleprodukt 110 von 1.
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Die übrigen Merkmale
des in 4 dargestellten Verfahrens bzw. Prozesses sind
im Wesentlich identisch mit jenen von 1, und in 4 sind für jene Merkmale
dieselben Bezugszeichen verwendet worden.
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5 zeigt
einen Ablaufplan gemäß dem dritten
Aspekt der Erfindung. In dem in 5 dargestellten
Ablaufplan wird die Kohle 300 einer kaustischen Reifung 302 und
sodann einer Säurewaschung
oder einer Säure-Tränkungsstufe 304 unterzogen.
Die kaustische Reifung 302 und die Säure-Waschstufe 304 von 5 können dieselben
oder verschiedene Stufen wie die entsprechenden unter Bezugnahme
auf 1 beschriebenen Stufen sein. Die Kohlefraktion 66' von der Säure-Tränkung 304 wird
einem hydrothermischen Waschprozess 70' zugeführt, der von der Trennung in
der Filtrierungseinheit 80' in
eine Flüssigkeitsfraktion 84' und in eine Kohle
enthaltende Fraktion 82' gefolgt
wird. Die Flüssigkeitsfraktion 84' wird in eine
Wasser enthaltende Fraktion 92' und in eine zurückgewonnene
Ethanolfraktion 94' fraktioniert.
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Die
Kohle enthaltende Fraktion 82' wird in der Wascheinheit 100' gewaschen,
und ein ultrareines Kohleprodukt 100' wird wiedergewonnen. Die Verarbeitungsschritte
und -bedingungen des in 5 veranschaulichten hydrothermischen
Waschprozesses 70' sind
mit dem hydrothermischen Waschprozess 70 bezüglich der 1 im
Wesentlichen identisch.
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Durchschnittsfachleute
werden anerkennen, dass die hier beschriebene Erfindung Gegenstand von
anderen Abwandlungen und Modifikationen sein kann, die von jenen
verschieden sind welche speziell beschrieben sind. Es wird darauf
hingewiesen, dass der hydrothermische Waschprozess eine organische Säure anstelle
des polaren organischen Lösungsmittels
verwenden kann, wobei Zitronensäure
bevorzugt wird. Falls Zitronensäure
im hydrothermischen Waschprozess verwendet wird, sind die bevorzugten Bedingungen
so, wie sie unter der Beschreibung des ersten Aspekts der vorliegenden
Erfindung ausgeführt
sind, und der Ethanol-Rückgewinnungsprozess kann
weggelassen werden.
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Die
in bzw. bei dem vorliegenden Verfahren verwendete besondere Vorrichtung
enthält
irgendeine geeignete Vorrichtung, die dem Durchschnittsfachmann
bekannt ist. So kann beispielsweise der Ätz-Reifungsbehälter 10 irgendeinen
geeigneten Reaktor umfassen, der rohrförmige Durchströmungsreaktoren,
Rühr-Autoklaven,
die schichtweise oder mit fortlaufender Einströmung und Ausströmung in
Einzel- oder Mehrstufenkonfigurationen arbeiten, oder Gegenstrom-
oder Schrägphasensysteme
enthalten. Da die Vorrichtung, die in dem Prozess der vorliegenden
Erfindung verwendet werden kann, dem Durchschnittsfachmann bekannt
ist, braucht sie nicht weiter beschrieben zu werden.
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Es
dürfte
einzusehen sein, dass die hier angegebene und festgelegte Erfindung
sich auf sämtliche
alternativen Kombinationen von zwei oder mehr Merkmalen der erwähnten oder
aus dem Text oder den Zeichnungen ersichtlichen Merkmale erstreckt. Alle
diese unterschiedlichen Kombinationen bilden verschiedene alternative
Aspekte der Erfindung.
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Zusammenfassung
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Ein
Verfahren zur Entmineralisierung von Kohle enthält die Schritte der Bildung
eines Breis aus Kohlepartikeln in einer Alkalilösung, wobei der Brei 10–30 Gewichtsprozent
Kohle enthält,
der Beibehaltung des Breis bei einer Temperatur von 150–250°C unter einem
Druck, der ausreicht, um ein Kochen zu verhindern, des Aufteilens
des Breis in eine alkalisierte Kohle und ein verbrauchtes Alkali-Laugenmittel, der
Bildung eines angesäuerten
Breis aus der alkalisierten Kohle, wobei der angesäuerte Brei
einen pH-Wert von 0,5–1,5
besitzt, des Aufteilens des angesäuerten Breis in eine Kohle
enthaltende Fraktion und in im Wesentlichen flüssige Fraktion, des Aussetzens
der Kohle enthaltenden Fraktion einem Waschschritt, insbesondere
einem hydrothermischen Waschschritt, in welchem die Kohle enthaltende Fraktion
mit Wasser und einem polaren organischen Lösungsmittel oder mit Wasser
und einer organischen Säure
gemischt wird, um ein Gemisch zu bilden, und des Abscheidens der
Kohle aus dem Gemisch. Die entmineralisierte Kohle weist einen Aschegehalt
von 0,01–0,2
Gewichtsprozent auf und kann als Speisung für eine Gasturbine verwendet
werden.