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Die vorliegende Erfindung bezieht
sich ein Laderaumbodensystem für
ein Fahrzeug zum Abdecken eines zwischen einer verstellbaren hinteren Sitzanordnung
und zumindest einem Laderaumboden befindlichen Spaltes.
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Aus der Fahrzeugtechnik sind Laderaumbodensysteme
bekannt, welche jeweils eine Klappe aufweisen, mit der ein durch
eine längsverstellbare und
neigungsverstellbare hintere Sitzanordnung verursachter Spalt abgedeckt
wird.
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Aus den Druckschriften
DE 100 12 590 A1 und
DE 198 38 734 A1 sind
derartige Laderaumbodensysteme bekannt. Insbesondere wird durch
die
DE 100 12 590
A1 eine vor einem Laderaum eines Kraftfahrzeuges angeordnete
Sitzanordnung mit einer Klappe zum Abdecken eines zwischen der Sitzanordnung
und einem Laderaumboden befindlichen Spaltes offenbart. Auch die
DE 198 38 734 A1 offenbart
eine hintere Sitzanordnung für
ein Kraftfahrzeug, wobei zum Schließung des durch die Verstellung
der Sitzanordnung gebildeten Spaltes eine in der Ebene des Laderaumbodens
liegende Abdeckung vorgesehen ist.
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Die bekannten Laderaumbodensysteme
haben den Nachteil, dass immer zusätzliche Bauteile, wie z. B.
Klappen oder Abdeckungen erforderlich sind, welche an der Sitzanordnung
oder an den Spalt zwischen der Sitzanordnung und dem Laderaumboden
abdecken.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Laderaumbodensystem der eingangs genannten Gattung vorzuschlagen,
welches ohne die Verwendung von zusätzlichen Bauteilen in einer
beliebigen Position der Sitzanordnung einen durchgehenden ebenen
Laderaumboden realisiert.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
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Demnach wird ein erfindungsgemäßes Laderaumbodensystem
für ein
Fahrzeug zum Abdecken eines zwischen einer verstellbaren hinteren Sitzanordnung
und zumindest einem Laderaumboden befindlichen Spaltes vorgeschlagen,
bei dem der Laderaumboden in Fahrzeuglängsrichtung zumindest einen
vorderen der Sitzanordnung zugewandten Deckelabschnitt und einen
hinteren der Ladekante zugewandten Deckelabschnitt aufweist. Die
Deckelabschnitte des variablen Laderaumbodens sind derart in Fahrzeuglängsrichtung
zueinander verschiebbar ausgebildet sind, dass der zwischen der
Sitzanordnung und dem Laderaumboden jeweils entstehende Spalt abgedeckt
wird. Auf diese Weise wird ein variabler Laderaumboden für verschiebbare
hintere Sitzanordnungen realisiert. Dadurch wird eine erhöhte Variabilität des Kofferraums
bzw. des Laderaums eines Fahrzeuges ermöglicht.
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Das vorgeschlagene Laderaumbodensystem
sieht quasi eine durch den Laderaumboden selbst gebildete Spaltabdeckung
vor, welche automatisch je nach Verstellung der Sitzanordnung den entstehenden
Spalt abdeckt, sodass in vorteilhafter Weise keine Gegenstände in den
Spalt fallen können und
zudem eine durchgehende Ladefläche
realisiert wird.
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Eine Weiterbildung der Erfindung
kann vorsehen, dass der hintere Deckelabschnitt mehrere Gleitleisten
oder dergleichen aufweist, welche in korrespondierende Aufnahmeabschnitte
des vorderen Deckelabschnittes zum Längsverschieben bzw. zum Teleskopieren
eingreifen. Es ist auch möglich,
dass andere zum Längsverschieben
geeignete Mechanismen verwendet werden.
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Um den variablen Laderaumboden beim Längsverschieben
entsprechend zu führen,
kann zumindest der hintere Deckelabschnitt in einer fahrzeugseitig
befestigten Führung
gehalten werden. Beispielsweise können als Führung parallel zur Fahrzeuglängsrichtung
verlaufende Auflageschienen, Gleitschienen, Rollschienen oder dergleichen
vorgesehen sein. Es ist denkbar, auch andere Schubladenführungen
bei dem erfindungsgemäßen Laderaumbodensystem
zu verwenden. Um eine Höhenverstellung
des Laderaumbodens zu gewährleisten,
können in
jeder vorhandenen Ebene derartige Führungen vorgesehen sein. Möglicherweise
können
dieselben oder auch separate Führungen
für den
vorderen Deckelabschnitt verwendet werden. Vorzugsweise kann auch
der vordere Deckelabschnitt auf eine tiefere Ladeebene versenkt
werden. In vorteilhafter Weise hat der vordere Deckelabschnitt noch
eine zusätzliche Scharnierung,
welche bevorzugt nur ein Ausweichen in die senkrechte Richtung ermöglicht.
Wenn z. B. Gegenstände
in entstehende Spalte fallen, kann der vordere Deckelabschnitt beim
Zurückschieben
der Sitzanordnung nach oben ausweichen.
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Im Rahmen einer Ausgestaltung der
Erfindung kann vorgesehen sein, dass zumindest der hintere Deckelabschnitt
um das vordere Ende der Führungen
bzw. Auflageschienen als Drehpunkt schwenkbar gehalten ist. Der
vordere Deckelabschnitt kann beispielsweise schwenkbar an der hinteren
Sitzanordnung befestigt sein. Dazu kann an der hinteren Sitzanordnung
eine Befestigungsstange oder dergleichen vorgesehen sein, an der
mehrere Halteklammern oder dergleichen des vorderen Deckelabschnittes
eingreifen. Alternativ können
auch mehrere Befestigungspunkte anstatt einer durchgehenden Befestigungsstange
vorgesehen sein.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn
der aus dem vorderen Deckelabschnitt und dem hinteren Deckelabschnitt
bestehende Laderaumboden als schwenkbare Multifunktionsklappe ausgebildet
ist. Die beispielsweise mehrteilig ausgebildete Multifunktionsklappe
kann derart teleskopierbar sein, dass unabhängig von der Stellung der hinteren
Sitzanordnung eine durchgehende, ebene Ladefläche realisiert wird. Erfindungsgemäß kann bei
der Verwendung einer geteilten Sitzanordnung auch durch Umklappen
einzelner Sitzsegmente eine Tisch- oder Durchladefunktion ermöglicht werden,
indem mehrere Multifunktionsklappen nebeneinander verwendet werden.
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Im Rahmen einer Weiterbildung der
Erfindung kann vorgesehen sein, dass z. B. der der Ladekante zugewandte
Abschnitt der Multifunktionsklappe formschlüssig mit der Ladekante verbunden
ist. Dies kann vorzugsweise durch zumindest einen Fixierstift oder
dergleichen realisiert werden.
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Es ist denkbar, dass z. B. unterhalb
der Multifunktionsklappe ein weiterer Laderaumboden vorgesehen ist.
Der als Multifunktionsklappe ausgebildete Laderaumboden kann gemäß einer
Weiterbildung der Endung mehrere Elemente aufweisen, welche z. B.
durch zumindest eine Profilführung
oder dergleichen miteinander gekoppelt sind, um eine Längsverschiebung
der Elemente zueinander zu realisieren. Mit der Profilführung wird
die Multifunktionsklappe derart versteift, dass ein Durchbiegen
in vorteilhafter Weise vermieden wird.
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Vorzugsweise können für die Multifunktionsklappe
z. B. seitliche Führungsschienen
oder dergleichen vorgesehen sein, welche z. B. parallel zur Fahrzeuglängsrichtung
ausgerichtet sind. Die Führungsschienen
können
auch zusätzlich
zur Profilführung vorgesehen
sein. Es ist denkbar, dass die Führungsschienen
zur bessern Verschiebbarkeit Gleitlager, Wälzlager oder sonstige Schubladenführungstechniken
aufweisen.
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Eine nächste Weiterbildung der Erfindung kann
vorsehen, dass als einzelne Elemente der Multifunktionsklappe mehrere
Gliedersegmente oder dergleichen vorgesehen sind. Beispielsweise
können Filmscharniere
verwendet werden. Zur besseren Führung
können
für die
Gliedersegmente zusätzliche Führungen
vorgesehen sein.
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Im Rahmen einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung kann vorgesehen sein, dass als Spaltabdeckung zwischen
der Multifunktionsklappe und der hinteren Sitzanordnung zumindest
eine Abdeckplatte oder dergleichen vorgesehen ist. Je nach Verstellung
der hinteren Sitzanordnung kann somit ein entstandener Spalt abgedeckt
werden. Es ist auch möglich,
dass als Spaltabdeckung zumindest ein Rollo oder Gliedersegmente
verwendet werden, welche beispielsweise an der hinteren Sitzanordnung befestigt
sind.
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Um auch eine Höhenverstellung des variablen
Laderaumbodens zu ermöglichen,
können
mehrere Aufnahmen oder dergleichen zum Halten des vorderen Deckelabschnittes
und des hinteren Deckelabschnittes in mehreren verschiedenen übereinander
angeordneten Ebenen angeordnet sein, sodass der Laderaumboden in
den verschiedenen Ebenen gehalten wird. Der hintere Deckelabschnitt
kann dabei bevorzugt im Bereich der Ladekante gelagert sein.
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Zum Anpassen des Laderaumbodens an eine
geteilte Sitzanordnung können
quer zur Fahrzeuglängsrichtung
mehrere vordere Deckelabschnitte und/oder mehrere hintere Deckelabschnitte
vorgesehen sein, wobei die genaue Anzahl der Deckelabschnitte in
Abhängigkeit
der Teilung der Sitzanordnung bestimmt wird.
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Bei dem erfindungsgemäßen Laderaumbodensystem
können
z. B. die vorderen Deckelabschnitte zumindest eine Handhabe oder
dergleichen zur Entnahme bzw. zum Tiefsetzen des Laderaumbodens
aufweisen.
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Im Rahmen einer vorteilhaften Ausgestaltung
kann vorzugsweise an jedem vorderen Deckelabschnitt zumindest ein
mit der jeweiligen Aufnahme korrespondierendes Halteprofil oder
dergleichen befestigt sein. Auf diese Weise werden die vorderen Deckelabschnitte
crashsicher z. B. mit der hinteren Sitzanordnung verbunden. Die
Aufnahmen können bevorzugt
als Rundprofile ausgebildet sein, welche bezüglich ihrer Abmessungen und
ihrer Formgebung beliebig ausgestaltet sein können.
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Besonders vorteilhaft für eine sichere
Befestigung des Laderaumbodens ist es, wenn jedes an den vorderen
Deckelabschnitten befestigtes Halteprofil im wesentlichen von oben
mit dem jeweiligen Rundprofil verrastet wird. Jedoch ist es bei
dem erfindungsgemäßen Laderaumbodensystem
auch denkbar, dass zum Befestigen der vorderen Deckelabschnitte
zumindest ein Scharnier oder dergleichen verwendet wird. Dabei kann
es gemäß einer
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Rundprofile
z. B. jeweils als Scharnierzapfen und die korrespondierenden Halteprofile
jeweils als Scharnierhülse
oder dergleichen ausgebildet sind, wobei jeder Scharnierzapfen z.
B. von der Fahrzeugmitte aus in die jeweilige Scharnierhülse eingeführt wird. Um
eine absolut crashsichere Befestigung zu erreichen, kann zusätzlich jeder
Scharnierzapfen mit der jeweiligen Scharnierhülse verrastet werden.
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Eine nächste Ausgestaltung der Erfindung kann
vorsehen, dass bei dem vorgeschlagenen Laderaumbodensystem die oberen
Aufnahmen z. B. mit dem Sitzgestell oder mit der Sitzlehne verbunden sind,
wobei die unteren Aufnahmen vorzugsweise zumindest mit dem Sitzgestell
befestigt sind.
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Zur besseren Handhabung des Laderaumbodens
des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems
kann vorzugsweise zumindest der hintere Deckelabschnitt wenigstens
eine Griffmulde oder dergleichen zum Betätigen aufweisen.
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Weitere Vorteile und vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
den Zeichnungen. Es zeigen:
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1 eine
dreidimensionale Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems;
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2a und 2b dreidimensionale Teilansichten
gemäß 1 mit zwei zueinander schwenkbaren und
längsverstellbaren
Deckelabschnitten als Laderaumboden;
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3 eine
Draufsicht auf den Laderaumboden in einer hinteren Position der
Sitzanordnung gemäß 1;
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4 eine
Draufsicht auf den Laderaumboden in einer vorderen Position der
Sitzanordnung gemäß 1;
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5a bis 5e schematische Teilansichten des
hinteren Deckelabschnittes des Laderaumbodens gemäß 1, welche die Höhenverstellung verdeutlichen;
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6 eine
dreidimensionale Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels mit einer Drehachse zum
separaten Schwenken des hinteren Deckelabschnittes;
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7 eine
schematische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems;
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8 eine
schematische Ansicht des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems gemäß 7 in einer vorderen Position
der Sitzanordnung;
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9 eine
schematische Ansicht des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems in
einer umgeklappten Position der Sitzanordnung gemäß 7;
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10 eine
dreidimensionale Teilansicht der seitlichen Führung des Laderaumbodens gemäß 7;
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11 eine
dreidimensionale Ansicht des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems gemäß 7 mit einer Profilführung mit
einem eingesteckten Segment;
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11a eine
vergrößerte Schnittansicht
entlang der Schnittlinie A-A gemäß 11;
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12 eine
schematische Ansicht des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems gemäß 7 mit als Filmscharniersegmente
ausgebildeten vorderen Deckelabschnitt;
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13 eine
dreidimensionale Ansicht des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems gemäß 7 mit eingeschobener axialer
Profilführung;
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14 eine
schematische Ansicht eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems
mit Aufnahmen zum Halten des vorderen Deckelabschnittes und des
hinteren Deckelabschnittes in mehreren verschiedenen übereinander
angeordneten Ebenen;
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15 eine
Draufsicht auf das erfindungsgemäße Laderaumbodensystem
gemäß 14 in einer umgeklappten
Position der Sitzanordnung;
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16 eine
schematische Teilansicht eines vorderen Deckelabschnittes;
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17 eine
schematische Teilansicht einer Scharnierverbindung zwischen einem
Halteprofil an dem vorderen Deckelabschnitt und einer Aufnahme an
der hinteren Sitzanordnung; und
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18 eine
mögliche
schematische Teilansicht einer als Rundprofil ausgebildeten Aufnahme.
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In 1 ist
ein erstes mögliches
Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems
für ein
Fahrzeug mit einer längsverstellbaren
hinteren Sitzanordnung 3 dargestellt. Das erfindungsgemäße Laderaumbodensystem
zum Abdecken eines zwischen der verstellbaren hinteren Sitzanordnung 3 und
einem Laderaumboden befindlichen Spaltes weist als Laderaumboden
zumindest einen in Fahrzeuglängsrichtung
vorderen der Sitzanordnung 3 zugewandten Deckelabschnitt 1 und
einen hinteren der Ladekante zugewandten Deckelabschnitt 2 auf.
Der vordere Deckelabschnitt 1 und der hintere Deckelabschnitt 2 sind
derart in Fahrzeuglängsrichtung
zueinander verschiebbar ausgebildet, dass der Spalt zwischen der
Sitzanordnung 3 und dem Laderaumboden abgedeckt ist.
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Die Sitzanordnung 3 ist
längsverstellbar
und die Rücksitzlehne 4 ist
neigungsverstellbar. Das vorgeschlagene Laderaumbodensystem kann
sowohl bei durchgehenden Sitzanordnungen als auch bei beliebig geteilten
Sitzanordnungen 3, wie z. B. 2/3 zu 1/3, verwendet werden.
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Erfindungsgemäß kann der hintere Deckelabschnitt 2 mehrere
Gleitleisten 5 aufweisen, welche in korrespondierende Aufnahmeabschnitte 6 des
vorderen Deckelabschnittes 1 zum Längsverschieben eingreifen.
Auf diese Weise kann in beliebigen Positionen der Sitzanordnung
stets ein durchgehender ebener Laderaumboden bis zur Ladekante 7 realisiert
werden.
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In den 2a und 2b ist das Teleskopieren und
das Verschwenken der beiden Deckelabschnitte 1, 2 angedeutet.
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In 3 ist
die Sitzanordnung 3 in ihrer hinteren Position dargestellt,
wobei die beiden Deckelabschnitte 1, 2 des Laderaumbodens
vollständig
ineinander geschoben sind. 4 zeigt
dagegen die Sitzanordnung 3 in ihrer vorderen Position,
wobei die beiden Deckelabschnitte 1, 2 des Laderaumbodens entsprechend
auseinander gezogen sind.
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Das Bewegungsprinzip wird somit in
den Draufsichten auf das erfindungsgemäße Laderaumbodensystem gemäß den 3 und 4 verdeutlicht. Der vordere Deckelabschnitt 1 gleitet
bei der x-Bewegung auf dem hinteren Deckelabschnitt 2.
In der hinteren Position der Sitzanordnung 3 ergibt sich
eine völlig
ebene Fläche
als Laderaumboden. In der vorderen Position der Sitzanordnung verläuft zwischen dem
vorderen Deckelabschnitt 1 und dem hinteren Deckelabschnitt 2 des
variablen Ladebodens eine Fuge. Damit sich der vordere Deckelabschnitt 1 des variablen
Ladebodens auch dann noch einwandfrei bewegen lässt, wenn der Laderaumboden beladen ist
und sich darüber
hinaus die entstehende Fuge nicht negativ bemerkbar macht, sind
bevorzugt erhabene Gleitleisten 5 vorgesehen, die sich über den ganzen
Laderaumboden erstrecken. Die Gleitleisten 5 sind fest
mit dem hinteren Deckelabschnitt 2 verbunden. Der vordere
Deckelabschnitt 1 hat Aussparungen bzw. Aufnahmeabschnitte 6,
in die die erhabenen Gleiter bzw. Gleitleisten 5 einlaufen
können. Die
jeweils gegenüber
den Deckelabschnitten 1, 2 erhabenen Gleiter tragen
somit das Ladegut. Der vordere Deckelabschnitt 1 kann sich
daher frei in x-Richtung bewegen.
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Als Verschlussriegel dient eine Griffmulde 9 an
dem hinteren Deckelabschnitt 2. Der hintere Deckelabschnitt 2 lässt sich
auf einfache Weise an der Griffmulde 9 entriegeln und um
die Drehachse 10 aufstellen, wie dies insbesondere in 6 angedeutet ist. Zum Höhenverstellen
des hinteren Deckelabschnittes 2 kann der hintere Deckelabschnitt 2 weiter zur
Schlossträgerabdeckung
bzw. Ladekante 7 gezogen werden und quasi wie ein „Kuchenblech" auf die untere Ebene
gelegt werden, wie dies in den 5a bis 5e gezeigt ist.
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An die Laderaum-Innenverkleidung
kann seitlich jeweils eine Auflageschiene 8 befestigt werden,
um den hinteren Deckelabschnitt 2 zu halten. Bei aus Kunststoff
gefertigten Auflageschienen 8 kann diese Idealerweise angespritzt
werden. Jede Auflageschiene 8 hat an ihrem vorderen Ende
eine Aufnahme, die als Drehpunkt des hinteren Deckelabschnittes
des variablen Ladebodens dient. Der Drehpunkt bzw. die Drehachse
10 zum separaten Schwenken des hinteren Deckelabschnittes 2 ist
insbesondere in 6 gezeigt.
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An die Sitzanordnung 3 ist
eine Befestigungsstange 11 angebracht, an der der vordere
Deckelabschnitt 1 des variablen Ladebodens über mehrere
Halteklammern 12 schwenkbar befestigt ist. Die Befestigung
ist somit lösbar
ausgebildet.
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In 7 ist
eine schematische Ansicht eines zweiten möglichen Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems
zum Abdecken des zwischen der verstellbaren hinteren Sitzanordnung
und dem Laderaumboden befindlichen Spaltes gezeigt. Bei dem zweiten
Ausführungsbeispiel
umfasst der Laderaumboden ebenfalls den vorderen Deckelabschnitt 1 und
den hinteren Deckelabschnitt 2, wobei der Laderaumboden
als schwenkbare Multifunktionsklappe ausgebildet ist, welche z.
B. drehbar an der Sitzanordnung gelagert ist. Somit wird durch das
erfindungsgemäße Laderaumbodensystem
die Variabilität
des Laderaumes weiter erhöht und
der Laderaumboden an die längsverschiebbare Sitzanordnung 3 angepasst.
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Der Laderaumboden kann sich an der
Ladekante 7 und gegebenenfalls an seitlichen Führungen abstützen, welche
an der seitlichen Laderaum-Innenverkleidung befestigt sind. Die
Multifunktionsklappe wird in der geklappten Position durch einen
Fixierstift 24 formschlüssig
arretiert.
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In 8 ist
das erfindungsgemäße Laderaumbodensystem
in der vorderen Position der Sitzanordnung 3 dargestellt,
wobei die Multifunktionsklappe derart teleskopiert ist, dass kein
Spalt zwischen dem Laderaumboden und der Sitzanordnung 3 vorliegt.
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In verschiedenen geklappten Positionen
der Sitzanordnung 3 kann der Laderaumboden beim Umklappen
teleskopiert werden, sodass in jeder Position ein ebener geschlossener
Laderaumboden auf Höhe der
Ladekante 7 bis zum Vordersitz realisiert wird, welches
in 9 gezeigt ist, wobei
sich die Multifunktionsklappe in einer vollständig umgeklappten Position
der hinteren Sitzanordnung 3 auf dieser abstützen kann.
Bei einer mehrteiligen Sitzanordnung 3 kann auch eine Tisch-
und/oder Durchladefunktion ermöglicht
werden.
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In 10 sind
als Führungen
für den
vorderen Deckelabschnitt 1 und den hinteren Deckelabschnitt 2 Profilführungen 13 vorgesehen,
welche parallel zur Fahrzeuglängsrichtung
ausgerichtet sind. Durch die gemeinsame seitliche Führung der
einzelnen Elemente der Multifunktionsklappe kann in vorteilhafter
Weise eine Durchbiegung des gesamten Laderaumbodens auch bei einer
Beladung verhindert werden.
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Es ist auch denkbar, dass zum Verbinden
der beiden Deckelabschnitte 1 und 2 eine einteilige
oder mehrteilige Verbindung 14 vorgesehen ist, wie dies
in 11 näher gezeigt
ist. Dabei kann der vordere Deckelabschnitt 1 mit einem
oder mehreren Segmenten 15 in den hinteren Deckelabschnitt 2 eingesteckt
werden. Eine vergrößerte Schnittansicht
entlang der Schnittlinie A-A gemäß 11 ist in 11a dargestellt. In dieser Figur ist
eine Art Nut-Feder-Verbindung dargestellt, wobei auch andere Verbindungen, wie
z. B. Schwalbenschwanz-Verbindungen oder dergleichen, verwendet
werden können.
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In 12 weist
der vordere Deckelabschnitt 1 mehrere Filmscharniersegmente 16 auf,
welche sowohl an der hinteren Sitzanordnung 3 als auch
an dem hinteren Deckelabschnitt 2 derart geführt sind, dass
ein bei dem Verschieben der Sitzanordnung 3 auftretender
Spalt abgedeckt wird.
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Als Profilführungen können auch axial verlaufende
Rohrelemente 17 oder dergleichen verwendet werden, welche
in beiden Deckelabschnitten 1,2 in Fahrzeuglängsrichtung
geführt
sind, wie dies in 13 gezeigt
ist.
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In den 14 und 15 sind schematische Ansichten
eines dritten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Laderaumbodensystems
zum Abdecken des zwischen der verstellbaren hinteren Sitzanordnung
und dem Laderaumboden befindlichen Spaltes dargestellt. Auch bei
dem dritten Ausführungsbeispiel
umfasst der Laderaumboden ebenfalls den vorderen Deckelabschnitt 1 und
den hinteren Deckelabschnitt 2, welche zueinander verschiebbar ausgebildet
sind. Dabei sind mehrere Aufnahmen 18, 18' zum Halten
des vorderen Deckelabschnittes 1 und des hinteren Deckelabschnittes
in verschiedenen übereinander
angeordneten Ebenen vorgesehen, wobei der hintere Deckelabschnitt 2 bevorzugt im
Bereich der Ladekante 7 gehalten wird.
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15 zeigt
eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Laderaumbodensystem in einer
geklappten Position der hinteren Sitzanordnung 3, wobei
eine geteilte Sitzanordnung 3 vorgesehen ist. Aus dieser
Figur ist ersichtlich, dass die beiden vorderen Deckelabschnitte 1 jeweils
eine Handhabe 19, 19' zur Entnahme bzw. zum Tiefsetzen
des Laderaumbodens aufweisen.
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In 16 ist
eine schematische Teilansicht des vorderen Deckelabschnittes 1 gezeigt,
an dem ein Halteprofil 20 befestigt ist. Das Halteprofil 20 ist mit
der als Rundprofil 21 ausgebildeten Aufnahme 18 verrastet,
wobei die Verrastung im wesentlichen durch ein Federstahlabschnitt 22 oder
dergleichen von oben erfolgt.
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Eine andere Befestigungsmöglichkeit
ist in 17 dargestellt.
Bei dieser Ausgestaltung wird eine Scharnierverbindung verwendet.
Dabei wirkt das Rundprofil 21 als Scharnierzapfen, welcher
waagerecht ausgerichtet ist, und das Halteprofil 20 als Scharnierhülse, wobei
jeder Scharnierzapfen von der Fahrzeugmitte aus in die jeweilige
Scharnierhülse eingeführt wird.
Somit können
die Deckelabschnitte z. B. oben und/oder unten von der Fahrzeugmitte nach
außen
wie eine Tür
eingehängt
werden. Zusätzlich
ist auch eine Verrastung vorgesehen. Die Verrastung wird auch hier
durch ein Federstahlabschnitt 22 an dem Halteprofil 20 realisiert,
wobei an dem Rundprofil 21 eine korrespondierende umlaufende
Nut 23 vorgesehen ist, in die der Federstahlabschnitt einrastet.
Eine mögliche
konstruktive Ausgestaltung des Rundprofils 21 ist in 18 gezeigt.
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Auf diese Weise kann der Laderaumboden direkt
den Verschiebungen der Sitzanordnung folgen und ist somit drehbar
an der Sitzanordnung befestigt. Der als Spaltabdeckung ausgebildete
Laderaumboden kann auch aus dem Laderaum des Fahrzeuges entnommen
werden.
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- 1
- Vordere
Deckelabschnitt
- 2
- Hintere
Deckelabschnitt
- 3
- Hintere
Sitzanordnung
- 4
- Rücksitzlehne
- 5
- Gleitleisten
- 6
- Aufnahmeabschnitte
- 7
- Ladekante
- 8
- Auflageschiene
- 9
- Griffmulde
- 10
- Drehachse
- 11
- Befestigungsstange
- 12
- Halteklammern
- 13
- Profilführung
- 14
- Verbindung
- 15
- Segmente
- 16
- Filmscharniersegmente
- 17
- Rohrelemente
- 18,
18'
- Aufnahmen
- 19,
19'
- Handhabe
- 20
- Halteprofil
- 21
- Rundprofil
- 22
- Federstahlabschnitt
- 23
- umlaufende
Nut
- 24
- Fixierstift