Verfahren zum Herstellen von hochwertigem Stahl Gegenstand der Patentanmeldung
T6861 VI/18b ist ein Verfahren zum Herstellen von hochwertigem Stahl aus Roheisen
durch Windfrischen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß beim Frischen des Roheisens
durch Aufblasen gasförmiger Frischmittel auf die Badoberfläche (Oberwindfrischen)
der Frischvorgang so geführt wird, daß in seinem letzten Zeitabschnitt nur noch
Kohlenstoff des Roheisens al,s Verbraucher des Sauerstoffs (im Frischmittel, in
der Schlacke sowie im Metallbad) auftritt und d@aß die zur vorherigen Verschlackung
der übrigen Begleitelemente des Eisens notwendige anfängliche Verzögerung der Kohlenstoffverbrennung
herbeigeführt wird durch Anwendung von Frischgasen., diie eine gegenüber der Temperatur
des Bades nur geringe Temperaturerhöhung bewirken, infolge ihrer Zusammensetzung
(höherer Anteil von gasförmigen Kühlmitteln N2, H20, CO,) und/oder infolge eines
Zusatzes fester Kühlmittel, wie Schrott, Erze, Spate, Kalk, und/oder infolge niedriger
Auftreffgeschwiindiglceit des gasförinigen Frischmittels auf die Badoberfläche (mit
Unberschallgesehwiaidigkeit), gegebenenfalls auch unter Erhöhung des Abstandes zwischen
Blasform und Badbberfläche an der Auftreffstelle, wobei jedoch eine Erhöhung der
Badtemperatur um mehr als 100° C über den Schmelzpunkt des Roheisens, z. B. auf
1400 bis 1500° C, erfolgen soll und zu dem Zeitpunkt, in dem die übrigen Begleitelemente
so weitgehend wie gewünscht verschlackt sind, die Kohlen,stoffverbrennung, z. B.
durch Annäherung der Blasform an die Badoherfläche, durch Zusatz von Zündmitteln,
Rütteln der Schmelze oder Zugabe höherprozentigen Sauerstoffs oder Durchblasen von
Frischmitteln durch das Bad in Gang gebracht und der Kohlenstoff rasch, vorzugsweise
mit sauerstoffangereichertem Wind, auf die gewünschten Stahl-Kdhlenstoff-Gehalte
vermindert wird.Process for the production of high-quality steel the subject of the patent application
T6861 VI / 18b is a process for producing high quality steel from pig iron
by wind refining, which is characterized in that when refining the pig iron
by blowing gaseous fresh agents onto the bath surface (top wind freshening)
the fresh process is carried out in such a way that in its last period of time only
Cast iron al carbon, s consumer of oxygen (in fresh agent, in
the slag as well as in the metal bath) occurs and d @ ate the previous slag formation
of the other accompanying elements of iron, necessary initial retardation of carbon combustion
is brought about by the use of fresh gases, the one against the temperature
of the bath cause only a slight increase in temperature due to their composition
(higher proportion of gaseous coolants N2, H20, CO,) and / or as a result of a
Addition of solid coolants such as scrap, ores, spade, lime, and / or as a result lower
Impact speed of the gaseous fresh agent on the bath surface (with
Non-supersonic audibility), possibly also with increasing the distance between
Blow mold and bath surface at the point of impact, but with an increase in the
Bath temperature by more than 100 ° C above the melting point of the pig iron, e.g. B. on
1400 to 1500 ° C, and at the time when the other accompanying elements
are slagged as much as desired, the coals, fuel combustion, z. B.
by approaching the blow mold to the Badoher surface, by adding ignition agents,
Shaking the melt or adding higher percentage oxygen or blowing through
Freshen up the bath and get the carbon off quickly, preferably
with oxygen-enriched wind, to the desired steel-carbon content
is decreased.
Wie in der Hauptpatentanmeldung beschrieben, gelingt es insbesondere
bei phospho.r4halti,gem Roheisen, beim Frischen von oben zu besonders. eisenoxydularmen
Schlacken dann zu kommen, wein man die Charge so führt, daß die Entkohlung zunächst
zurückgehalten wird, bis der Phosphor soweit wie gewünscht verschlackt ist, daß
anschließend die Entkohlung in Gang gesetzt wird, um das überschüssige, zur Verschlackung
des Phosphors notwendige Eisenoxydul wieder zu reduzieren und die Eisengehalte der
Schlacke auf den niedrigstmöglichen Wert zu senken.As described in the main patent application, it is particularly successful
in the case of phospho.r4halti, like pig iron, too special in the case of freshening from above. iron oxydularmen
Slag then comes when the batch is carried out in such a way that the decarburization takes place first
is retained until the phosphorus is slagged as far as desired that
then the decarburization is started in order to remove the excess, for slagging
of phosphorus to reduce the iron oxide required and the iron content of the
Lower slag to the lowest possible level.
Es hat sich nun gezeigt, daß es bisweilen nicht gelingt, die Entphosphorung
so früh, d. h. bei noch so hohen Kohlenstoffgehalten zu beenden, daß der restliche
Kohlenstoff völlig ausreicht, den Üherschuß an Eisenoxydul in der Schlacke wieder
zu reduzieren. Dieser für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens sehr wichtige Erfolg
wird jedoch ,nach der vorliegenden Erfindung dadurch gewährleistet, daß zum Sc'hluß
der Schmelze Kohlenstoffträger in Form von Graphit oder Koks oder auch Kohlen aller
Art oder auch ki Form von Roheisen zugegeben werden. Es ist zwar bekannt, beim Windfrischen,
sowohl beim Blasen von oben als auch von unten, Kohlenstoffträger der Schmelze zuzugeben.
Dabei sind vorteilhafte Wirkungen hinsichtlich einer Reduktion der Schlacke und
einer Reinigung des .Metallbades bekanntgeworden. Der erfindungsgemäße Kofilezusatz
soll jedoch nur in Verbindung mit der in: der Patentanmeldung T 6861 VI / 181> gekennzeichneten
Arbeitsweise geschützt sein. Die Kohlenstoffträger können in einmaligem Zusatz zugegeben
werden; dann tritt jedoch örtlich, jedenfalls bei sehr hoher Anreicherung der Kohlenstoffgehalte,
die Gefahr auf, daß die zu verschlackenden Eisenbegleiter, insbesondere der Phosphor,
wieder in das Eisen reduziert werden. Es hat sich deshalb als besonders vorteilhaft
herausgestellt, diese Koh.lenstoffträger in möglichst stetigem Fluß oder doch in
kleinen, kurz aufeinanderfolgenden Teilmengen während des Blasens dem Bad zuzufügen.
Bei
der Zugabe dies Kohlenstoffträgers in Form von Koks oder Stein- oder Braunkohle
hat es sich als zweckmäßig 'herausgestellt, ihn zusammen mit Schlackenbildnern.,
beispielsweise mit Kalk oder Flußspat, aufzugeben.It has now been shown that dephosphorization sometimes fails
so early, d. H. at no matter how high the carbon content is to end that the rest
Carbon is completely sufficient to restore the excess of iron oxide in the slag
to reduce. This success, which is very important for the profitability of the process
is ensured, however, according to the present invention, that for closing
the melt carbon carriers in the form of graphite or coke or all coals
Kind or ki form of pig iron can be added. It is known that when the wind is fresh,
When blowing from above as well as from below, add carbon carriers to the melt.
There are advantageous effects in terms of a reduction in slag and
a cleaning of the .Metal bath became known. The cofile additive according to the invention
should, however, only be used in conjunction with that identified in: patent application T 6861 VI / 181>
Be protected. The carbon carriers can be added as a single addition
will; then, however, locally, at least if the carbon content is very high,
the danger that the iron companion to be slagged, in particular the phosphorus,
be reduced back into the iron. It has therefore proven to be particularly beneficial
highlighted, these carbon carriers in as steady a flow as possible or at least in
add small, successive portions to the bath while blowing.
at
the addition of this carbon carrier in the form of coke or hard coal or lignite
has it turned out to be useful 'to use it together with slag formers.,
for example with lime or fluorspar to give up.
Man erreicht auf diese Weise stets den niedrigstmöglichen Eisengehalt
der Schlacke und gewährleistet damit die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens.In this way, the lowest possible iron content is always achieved
the slag and thus ensures the cost-effectiveness of the process.