DE1028111B - Verfahren zur Herstellung von basischen Diarylaldehyden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von basischen DiarylaldehydenInfo
- Publication number
- DE1028111B DE1028111B DER19162A DER0019162A DE1028111B DE 1028111 B DE1028111 B DE 1028111B DE R19162 A DER19162 A DE R19162A DE R0019162 A DER0019162 A DE R0019162A DE 1028111 B DE1028111 B DE 1028111B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- basic
- preparation
- lower alkyl
- phenyl radicals
- primary
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
- C07D295/00—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms
- C07D295/04—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms
- C07D295/10—Heterocyclic compounds containing polymethylene-imine rings with at least five ring members, 3-azabicyclo [3.2.2] nonane, piperazine, morpholine or thiomorpholine rings, having only hydrogen atoms directly attached to the ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals attached to ring nitrogen atoms substituted by doubly bound oxygen or sulphur atoms
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von basischen Diarylaldehyden Nach Yandik und Larsen (J. Am. Chem. Soc., 73, S.3534) lassen sich basische Diaryl-aldehyde der allgemeinen Formel worin Ar, und Are Phenylreste, gegebenenfalls substituierte Phenylreste, sein können, die Alkylgruppe [C]. eine geradlinige (R1 = R2 = H) oder verzweigte (R1 = H, R2 = niedriger Alkylrest oder R1 und R2 niedriger Alkylrest) Kette - vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen - darstellt und der basische Substituent X, der seinen Sitz an einem der Alkylkohlenwasserstoffatome hat [C]n, als primäres, sekundäres bzw. tertiäres oder cyclisches Amin vorliegt, durch Reduktion der entsprechenden "basischen Nitrile" mittels Lithiumaluminiumhydrid gewinnen. Allerdings verlaufen diese Umsetzungen lediglich mit Ausbeuten von etwa 25 °/o an entsprechendem Aldehyd. Darüber hinaus gestaltet sich eine Reindarstellung an Aldehyd ziemlich schwierig, da die Siedepunkte der Ausgangsstoffe und der Reaktionsprodukte sehr nahe beieinander liegen und außerdem die genannten Aldehyde infolge starker sterischer Hemmung mit den gewöhnlichen Aldehydreagenzien keine Derivate geben (vgl. a. a. O.).
- Die Überführung von primären Alkoholen in die Aldehyde durch Oxydation mit Selendioxyd oder Chromtrioxyd ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen gewesen (Houben-Weyl, Bd. VII, 1. Teil, S. 171 bis 177 und 179, 180 [1954]). In der deutschen Patentschrift 634 501 wird die Oxydation von a-Methyl-allylalkohol zu a-Methyl-acrolein mittels Selendioxyd beschrieben.
- Bisher nicht bekannt war jedoch die Darstellung von basischen Aldehyden aus den entsprechenden Alkoholen bzw. deren Salzen unter Verwendung von Selendioxyd oder Chromtrioxyd als Oxydationsmittel.
- Es wurde nun gefunden, daß basische Diaryl-aldehyde auf einfache und glatte Weise in guten Ausbeuten durch Oxydation ihrer entsprechenden primären basischen Alkohole gewonnen werden können. Obwohl Selendioxyd alipathische Alkoholgruppen im allgemeinen nicht angreift, wurden mit diesem Oxydationsmittel bei Anwendung erhöhter Reaktionstemperaturen, etwa 80 bis 120°C, gute Resultate erzielt. Auch Chromtrioxyd erwies sich bei niedrigen Temperaturen, etwa 25 bis 50°C, als geeignetes Oxydationsmittel.
- Als wesentliche Voraussetzung für die Erreichung von günstigen Ausbeuten an basischen Aldehyden muß jedoch die Verwendung der Salze der primären basischen Alkohole, vorzugsweise des schwefelsauren Salzes, an Stelle der freien Base und die Blockierung der Aldehydgruppe während der Reaktion, z. B. mittels Essigsäureanhydrid, angesehen werden. Die Reinigung des Aldehyds kann durch Destillation gegebenenfalls vorgenommen werden, was zusätzlich noch einen entscheidenden Fortschritt gegenüber anderen Darstellungsweisen darstellt.
- Beispiel 1 50 g 2,2-Diphenyl-4-dimethylamino-pentanol-(1) 1/z H2 SO4, gelöst in 500m1 Essigsäureanhydrid, wurden, versetzt mit 15 g Selendioxyd, unter Rühren 2 Stunden auf 80 bis 90°C erwärmt und anschließend 1 Stunde zum Sieden erhitzt.
- Nach Filtration des Reaktionsproduktes dampft man das Filtrat im Vakuum auf dem Wasserbad auf etwa i/3 seines Volumens ein, versetzt mit Eis und Salzsäure und extrahiert mit Äther. Die wäßrig-sauren Anteile werden abgetrennt, filtriert, mit Ammoniak alkalisiert und mit Äther ausgeschüttelt. Die vereinigten Ätherauszüge wäscht man mit gesättigter Natriumchloridlösung neutral, trocknet mit Natriumsulfat und entfernt das Lösungsmittel.
- Der Rückstand ergibt bei der fraktionierten Hochvakuumdestillation 23 bis 27 g 2,2-Diphenyl-4-dimethylamino-pentanal-(1) vom Sdp.o,3 = 144 bis 149°C, das sind 55 bis 64 °/o der Theorie.
- Beispiel 2 50 g 2,2-Diphenyl-4-dimethylamino-pentanol-(1) 1/z' H, SO" gelöst in 300 ml Essigsäureanhydrid, wurden unter Rühren mit einer Lösung von 16 g Chromtrioxyd in 200 ml Essigsäureanhydrid bei Raumtemperatur innerhalb von 3 Stunden versetzt. Das Reaktionsgemisch läßt man über Nacht stehen und tropft am nächsten Tag nochmals eine Lösung von 8 g Chromtrioxyd in 140 ml unter Rühren zu; anschließend wird noch 3 Stunden auf 30 bis 40°C erwärmt.
- Nach Filtration des Reaktionsgutes engt man 1,'3 des Volumens ein, versetzt mit Eis und Salzsäure und extrahiert mit Äther. Die wäßrig-sauren Anteile werden abgetrennt, mit Ammoniak alkalisiert und anschließend wiederholt mit Äther ausgezogen, am besten durch kräftiges Rühren. Die vereinigten Ätherauszüge wäscht man mit Kochsalzlösung neutral, trocknet über Natriumsulfat und entfernt das Lösungsmittel.
- Der Rückstand wird der fraktionierten Ölvakuumdestillation unterworfen und liefert 23 g 2,2-Diphenyl-4-dimethylamino-pentanal-(1) vom Sdp.o,3 = 144 bis 149°C, das sind 55 °/o der Theorie.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH. Verfahren zur Herstellung von basischen Diaryla,ldehyden der allgemeinen Formel worin Arr und Are Phenylreste, gegebenenfalls substituierte Phenylreste, sein können, die Alkylgruppe [C]" eine geradlinige (R1 = R2 = H) oder verzweigte (R1 = H, R2 = niedriger Alkylrest oder R1 und R2 niedriger Alkylrest) Kette - vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen - darstellt und der basische Substituent X, der seinen Sitz an einem der Alkylkohlenwasserstoffatome [C]" hat, als primäres, sekundäres bzw. tertiäres oder cyclisches Amin vorliegt, dadurch gekennzeichnet, daß man die Salze der entsprechenden primären, basischen Alkohole, vorzugsweise das schwefelsaure Salz, bei Gegenwart von die Aldehydgruppe blockierenden Agenzien, wie Essigsäureanhydrid, mit Selendioxyd oder Chromtrioxyd bei geeigneten Temperaturen behandelt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 634 501; Houben-Weyl, Bd. VII, Teil 1 (1954), S. 171 bis 177 und 179, 180.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER19162A DE1028111B (de) | 1956-06-30 | 1956-06-30 | Verfahren zur Herstellung von basischen Diarylaldehyden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER19162A DE1028111B (de) | 1956-06-30 | 1956-06-30 | Verfahren zur Herstellung von basischen Diarylaldehyden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1028111B true DE1028111B (de) | 1958-04-17 |
Family
ID=7400371
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER19162A Pending DE1028111B (de) | 1956-06-30 | 1956-06-30 | Verfahren zur Herstellung von basischen Diarylaldehyden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1028111B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE634501C (de) * | 1935-05-19 | 1936-08-28 | Roehm & Haas Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von ª‡-Methylacrolein |
-
1956
- 1956-06-30 DE DER19162A patent/DE1028111B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE634501C (de) * | 1935-05-19 | 1936-08-28 | Roehm & Haas Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von ª‡-Methylacrolein |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1028111B (de) | Verfahren zur Herstellung von basischen Diarylaldehyden | |
| CH417630A (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen cyclischen 2,3-O-Acetalen und 2,3-O-Ketalen von Butantetrolestern | |
| DE1918253A1 (de) | Verbessertes Verfahren zur Herstellung von 3-Hydroxyisoxazolverbindungen | |
| DE679711C (de) | Verfahren zur Herstellung von AEthersaeuren | |
| DE1670196C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,2-Benzisothiazolen | |
| DE2502332A1 (de) | Verfahren zur herstellung von trimethylbenzochinon | |
| DE2055494A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Thiobisphenolen | |
| DE859311C (de) | Verfahren zur Darstellung von 1, 3-Dimethyl-4-amino-5-formylamino-2, 6-dioxypyrimidin aus 1, 3-Dimethyl-4-amino-5-nitroso-2, 6-dioxypyrimidin | |
| DE857501C (de) | Verfahren zur Herstellung von Disulfiden | |
| DE894994C (de) | Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Quecksilberketon-verbindungen | |
| AT249048B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Benzimidazolonderivaten | |
| DE404175C (de) | Verfahren zur Herstellung von Sulfocyanverbindungen | |
| DE847005C (de) | Verfahren zur Herstellung von hoechstens eine alkoholische Hydroxylgruppe enthaltenden Polyacetylenabkoemmlingen | |
| AT249052B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Benzimidazolonderivaten | |
| AT259562B (de) | Verfahren zur Herstellung von Benzodiazepin-Derivaten | |
| AT265286B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonamiden | |
| DE1670214B2 (de) | Verfahren zur herstellung von tris- (n-beta-hydroxyalkyl)-isocyanursaeuren | |
| AT225680B (de) | Verfahren zur Herstellung neuer tertiärer Amine | |
| AT225684B (de) | Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus α, α, γ- und α, γ, γ-Trimethyladipinsäure | |
| AT238161B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Acylhydrazonen | |
| AT212301B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen Anilindisulfonsäurechlorid-Derivaten | |
| AT230882B (de) | Verfahren zur Herstellung von 6-Aminochrysen | |
| DE1291329B (de) | Verfahren zur Herstellung von Naphthalin-dicarbonsaeure-(1, 4) | |
| DE1695893B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-5-acylamidomethylpyrimidinen | |
| DE1568184A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von gegebenenfalls im Kern substituierter Zimtsaeure |