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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
sowie eine Vorrichtung zur Beeinflussung und/oder Überwachung
des sich in einem der Behandlung einer Materialbahn dienenden verlängerten
Pressspalt in Bahnlaufrichtung und/oder Querrichtung ergebenden Pressdruckprofils.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
verbessertes Verfahren sowie eine verbesserte Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen. Dabei soll das Verfahren bzw. die Vorrichtung
möglichst
weitgehend automatisierbar sein.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch
ein Verfahren zur Beeinflussung und/oder Überwachung des sich in einem
der Behandlung einer Materialbahn dienenden verlängerten Pressspalt in Bahnlaufrichtung
und/oder Querrichtung ergebenden Pressdruckprofils, bei dem Zustandsdaten
einer der Pressdruckprofileinstellung dienenden Profiliereinheit
bezogen auf ein jeweiliges, sich bei einem betreffenden Zustand
der Profiliereinheit ergebendes Pressdruckprofil in einem Datenspeicher
abgespeichert und die abgespeicherten Zustandsdaten zur gezielten
Beaufschlagung der Profiliereinheit wieder abgerufen werden.
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Aufgrund dieser Ausbildung ist eine
weitgehende Automatisierung bzw. eine noch zuverlässigere
Steuerung- und/oder Regelung der betreffenden Vorgänge möglich.
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Gemäß einer bevorzugten praktischen
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden für
mehrere unterschiedliche Pressdruckprofile die betreffenden Zustandsdaten
der Profiliereinheit in den Datenspeicher abgespeichert.
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Zur Einstellung eines jeweiligen
Pressdruckprofils können
die diesem zugeordneten Zustandsdaten der Profiliereinheit aus dem
Datenspeicher abgerufen und die Profiliereinheit entsprechend beaufschlagt
werden.
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Durch Abrufen von Zustandsdaten der
Profiliereinheit aus dem Datenspeicher kann beispielsweise auch
eine jeweilige Voreinstellung des Pressdruckprofils vorgenommen
werden. Anschließend kann
dann eine Feineinstellung des Pressdruckprofils erfolgen.
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Gemäß einer bevorzugten praktischen
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird durch Variation der Beaufschlagung der Profiliereinheit ein
jeweiliges vorgebbares Pressdruckprofil eingestellt, und die sich
dabei ergebenden Zustandsdaten der Profiliereinheit werden in dem
Datenspeicher bezogen auf das jeweilige vorgebbare Pressdruckprofil
abgespeichert.
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Vorzugsweise werden in dem Datenspeicher Zustandsdaten
der Profiliereinheit bezogen auf ein jeweiliges sich im Betrieb
und/oder unter dynamischen Bedingungen ergebendes Pressdruckprofil abgespeichert.
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Gemäß einer bevorzugten praktischen
Ausgestaltung werden in dem Datenspeicher Zustandsdaten der Profiliereinheit
bezogen auf ein jeweiliges zur Optimierung wenigstens einer Materialbahneigenschaft
an die jeweiligen Produktionsbedingungen angepasstes Pressdruckprofil
abgespeichert.
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In bestimmten Fällen kann es von Vorteil sein,
wenn in dem Datenspeicher Zustandsdaten der Profiliereinheit bezogen
auf Pressdruckprofile für
unterschiedliche Betriebsphasen wie zum Beispiel den Anlauf, die
Inbetriebnahme und/oder dergleichen abgespeichert werden.
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Bevorzugt wird eine Druckprofilsteuerung und/oder
-regelung vorgenommen. In diesem Fall kann der Datenspeicher beispielsweise
der betreffenden Steuer- und/oder Regeleinrichtung zugeordnet bzw.
Teil dieser Einrichtung sein.
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Insbesondere für eine solche Druckprofilsteuerung
und/oder -regelung und/oder zur Druckprofilüberwachung wird zweckmäßigerweise
das Pressdruckprofil gemessen. Dabei wird dieses Pressdruckprofil
vorzugsweise im Betrieb und/oder unter dynamischen Bedingungen gemessen.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird das sich bei einem jeweiligen vorgebbaren Zustand der Profiliereinheit
ergebende Pressdruckprofil gemessen und auf Änderungen gegenüber einer
vorgebbaren Norm hin überwacht.
Dabei wird vorzugsweise ein sich während des Betriebs der betreffenden
Presseinheit ergebendes Pressdruckprofil entsprechend überwacht.
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Auf der Basis der festgestellten
Pressdruckprofiländerungen
kann dann insbesondere eine auf die betreffende Presseinheit oder
Teile davon bezogene Fehlerdiagnose vorgenommen werden. Eine solche
Fehlerdiagnose kann beispielsweise auf den Zustand zumindest eines
durch den Pressspalt geführten
endlosen Bandes, insbesondere Filzbandes und/oder dergleichen, bezogen
werden, es kann also mittelbar beispielsweise der Zustand eines
betreffenden Filzes überwacht
werden. So kann beispielsweise rechtzeitig erkannt werden, wann
der jeweilige Filz ausgetauscht werden muss.
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Bei der Materialbahn kann es sich
beispielsweise um eine Faserstoffbahn und insbesondere um eine Papier-,
Karton- oder Tissuebahn handeln.
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Der betreffende Pressspalt kann beispielsweise
dem Entwässern
und/oder Kalandrieren der Material- bzw. Faserstoffbahn dienen.
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Erfindungsgemäß wird überdies ein Verfahren zur Überwachung
des sich in einem der Behandlung einer Materialbahn dienenden verlängerten Pressspalt
in Bahnlaufrichtung und/oder Querrichtung ergebenden Pressdruckprofils
angegeben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass das Pressdruckprofil
im Pressspalt gemessen wird.
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Die eingangs angegebene Aufgabe wird
erfindungsgemäß auch gelöst durch
eine Vorrichtung zur Beeinflussung und/oder Überwachung des sich in einem
der Behandlung einer Materialbahn dienenden verlängerten Pressspalt in Bahnlaufrichtung und/oder
Querrichtung ergebenden Pressdruckprofils, mit einer Messeinrichtung
zur Messung des Pressdruckprofils, einer der Pressdruckprofileinstellung
dienenden Profiliereinheit und einem Datenspeicher zum Speichen
von Zustandsdaten der Profiliereinheit bezogen auf ein jeweiliges,
sich bei einem betreffenden Zustand der Profiliereinheit ergebendes Druckprofil.
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Die Erfindung schafft überdies
eine Vorrichtung zur Überwachung
des sich in einem der Behandlung einer Materialbahn dienenden verlängerten Pressspalt
in Bahnlaufrichtung und/oder Querrichtung ergebenden Pressdruckprofils,
insbesondere nach Anspruch 19, mit einer Messeinrichtung zur Messung
des Pressdruckprofils in dem Pressspalt.
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Der Datenspeicher kann, wie bereits
erwähnt,
beispielsweise einer Steuerund/oder Regeleinheit zur Steuerung bzw.
Regelung des Pressdruckprofils bzw. zur Profilüberwachung zugeordnet oder
Teil dieser Einheit sein.
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Bei einer bevorzugten praktischen
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist auf wenigstens einer Seite des Pressspaltes ein von einem Pressband
umschlungener Pressschuh vorgesehen, der zur Messung des Pressdruckprofils
mit in den Bereich zwischen Pressschuh und Pressband mündenden,
der Messeinrichtung zugeordneten Druckmessbohrungen versehen ist.
Es kann also beispielsweise der Öldruck
im Schmierspalt zwischen dem Pressschuh und dem Pressband gemessen
werden. Das Pressband kann insbesondere durch ein flexibles Pressband
bzw. einen flexiblen Walzenmantel gebildet sein.
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Zweckmäßigerweise umfasst die Messeinrichtung
zumindest einen Drucksensor, der insbesondere in einem Pressschuh,
einem Pressmantel, einer einer Schuhpresseinheit gegenüberliegenden
Presseinheit wie z.B. einer Gegenwalze, einer Bespannung, insbesondere
einem Filz, und/oder dergleichen angeordnet ist.
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Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung umfasst
die Profiliereinheit wenigstens einen von einem Pressband umschlungenen
Pressschuh, der zur Einstellung des Pressdruckprofils zumindest
in Bahnlaufrichtung verstellbar ist. Dabei kann wenigstens ein Wegaufnehmer
zur Ermittlung der jeweiligen Pressschuhposition vorgesehen sein.
Die betreffenden im Datenspeicher abzuspeichernden Zustandsdaten
können
dann z.B. den jeweiligen Pressschuhpositionen entsprechend.
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Der Pressschuh kann in Querrichtung
betrachtet sektioniert sein.
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Bei einer bevorzugten praktischen
Ausführungsform
ist der Pressschuh in Querrichtung betrachtet sektionsweise jeweils
in Bahnlaufrichtung beaufschlagbar, wobei über eine entsprechende Beaufschlagung
des Pressschuhs gleichzeitig mehrere sich in Bahnlaufrichtung ergebende
Pressdruckprofile einstellbar sind. Die in dem Datenspeicher abzuspeichernden
Zustandsdaten können
auch im vorliegenden Fall wieder den betreffenden Einstellungen entsprechen.
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Bei einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist auf wenigstens einer Seite des Pressspaltes ein umlaufendes
Pressband vorgesehen, das durch wenigstens zwei in Bahnlaufrichtung
hintereinander angeordnete, getrennt ansteuerbare Anpresselemente beaufschlagbar
ist, über
die das Pressdruckprofil entsprechend beeinflussbar ist. Zwischen
dem Pressband und den Stützelementen
ist vorzugsweise wieder wenigstens ein Pressschuh vorgesehen. Das Pressband
kann insbesondere wieder flexibel sein. Die im Datenspeicher abzuspeichernden
Zustandsdaten können
in diesem Fall insbesondere auch repräsentativ für die jeweilige Beaufschlagung
der Anpresselemente sein. Im übrigen
kann die betreffende Presseinheit insbesondere so ausgeführt sein,
wie dies in der
EP 0 345 501
B2 beschrieben ist, die hiermit durch Bezugnahme in die
vorliegende Offenbarung miteinbezogen wird.
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Bei einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
umfasst die Profiliereinheit wenigstens einen auf einer Seite des
Pressspaltes angeordneten Pressschuh sowie Mittel zum Verändern der
sich in Bahnlaufrichtung und/oder in Querrichtung ergebenden Kontur- des
Pressschuhes. Dabei weist der Schuhkörper vorzugsweise wenigstens
eine Kammer auf, die mit Druck beaufschlagbar und/oder beheiz- und/oder kühlbar ist,
um die Schuhkontur entsprechend zu verändern. Die im Datenspeicher
abzuspeichernden Zustandsdaten können
in diesem Fall repräsentativ
für den
jeweiligen Zustand der betreffenden, die Schuhkontur verändernden
Mittel sein.
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Die Profiliereinheit kann insbesondere
auch wenigstens einen auf einer Seite des Pressspaltes angeordneten
Pressschuh umfassen, der durch wenigstens ein in Bahnlaufrichtung
und/oder Querrichtung verschiebbares Stütz- oder Anpresselement beaufschlagbar
ist.
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Grundsätzlich sind auch beliebige
Kombinationen der verschiedenen Ausführungsformen denkbar. So kann
beispielsweise ein Pressschuh eingesetzt werden, der sowohl verstellbar
als auch in seiner Kontur veränderbar
ist, usw.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient insbesondere
der Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Sie kann also insbesondere wieder dem Entwässern und/oder Kalandrieren
der Material- bzw. Faserstoffbahn dienen. Über die jeweiligen abgespeicherten
Zustandsdaten kann insbesondere auch wieder ein jeweiliger vorgebbarer
Zustand der Profiliereinheit, d.h. zum Beispiel der Pressschuh- und/oder
Stütz-
oder Anpress elementanordnung, eingestellt werden, womit insbesondere
auch wieder eine Überwachung
des Pressdruckprofils auf eventuelle Änderungen hin möglich ist.
Umfasst die Vorrichtung eine Steuer- und/oder Regeleinheit, so kann
der Datenspeicher insbesondere wieder dieser Einheit zugeordnet
oder Teil dieser Einheit sein. Ein bei der Überwachung des Druckprofils
festgestellter Fehler kann optisch und/oder akustisch signalisiert
werden. Grundsätzlich
ist auch denkbar, dass mit dem Erkennen eines entsprechenden Fehlers
die betreffende Maschine automatisch abgeschaltet wird, was beispielsweise
wieder über
die betreffende Steuer- und/oder Regeleinheit erfolgen kann.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand
eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
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1 eine
schematische, teilweise geschnittene Darstellung einer Vorrichtung
zur Beeinflussung und/oder Überwachung
eines sich in Bahnlaufrichtung ergebenden Pressdruckprofils,
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2 eine
schematische Draufsicht eines Teils der Vorrichtung gemäß 1, und
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3 ein
Diagramm, in dem rein beispielhaft drei verschiedene sich bei entsprechend
unterschiedlichen Pressschuhpositionen ergebende Pressdrucklängsprofile
dargestellt sind.
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Die 1 und 2 zeigen in schematischer Darstellung
eine beispielhafte Ausführungsform
einer Vorrichtung 10 zur Beeinflussung des sich in einem der
Behandlung einer Materialbahn dienenden verlängerten Press spalt 12 in
Bahnlaufrichtung L ergebenden Pressdruckprofils. Bei der Materialbahn
kann es sich insbesondere um eine Papier-, Karton- oder Tissuebahn
handeln.
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Die Vorrichtung 10 umfasst
wenigstens einen auf einer Seite des Pressspaltes 12 angeordneten,
in Bahnlaufrichtung L verstellbaren Pressschuh 14. Der
Pressschuh 14 ist von einem Pressband 16 umschlungen,
bei dem es sich insbesondere um den Pressmantel einer sogenannten
Schuhpresswalze handeln kann. Zudem wird der Pressschuh 12 von wenigstens
einem Anpresselement 18 in Richtung einer Gegenfläche 20 beaufschlagt.
Der Pressspalt 12 ist also zwischen dem Pressband 16 und
der Gegenfläche 20 vorgesehen,
die beispielsweise durch eine Gegenwalze 22 gebildet sein
kann.
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Der Pressschuh 14 kann insbesondere
stufenlos in Bahnlaufrichtung L verstellbar sein.
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Die der Pressdruckprofileinstellung
dienende Profiliereinheit umfasst hier also insbesondere den Pressschuh 14 sowie
das wenigstens eine Anpresselement 18.
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Die Vorrichtung 10 umfasst überdies
einen Datenspeicher 23 zum Speichern von Zustandsdaten der
Profiliereinheit 14, 18 bezogen auf ein jeweiliges, sich
bei einem betreffenden Zustand der Profiliereinheit 14, 18 ergebendes
Druckprofil.
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Zur entsprechenden Verstellung des
Pressschuhs 14 ist wenigstens eine sich allgemein quer zur
Bahnlaufrichtung L erstreckende, in Bahnlaufrichtung L betrachtet
hinter dem Pressschuh 14 angeordnete verstellbare Keilstange 24 vorgesehen.
Der Pressschuh- 14 wird infolge der zwischen ihm und dem
umlaufenden Pressband 16 auftretenden Reibung in Bahnlaufrichtung
L gegen die Keilstange 24 gedrängt. Dabei kann der Pressschuh 14 mit
wenigstens einem Anschlag 26 versehen sein, über den
er an dieser Keilstange 24 anliegt.
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Während
des Betriebs der betreffenden Schuhpresse liegt der Pressschuh 14 also
ständig
an der Keilstange 24 an, so dass über diese jederzeit eine jeweilige
Schuhverstellung in Bahnlaufrichtung L möglich ist.
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Wie insbesondere anhand der 2 zu erkennen ist, ist die
Keilstange 24 in Richtung ihrer Längsachse, hier also in einer
Richtung quer zur Bahnlaufrichtung L, verstellbar.
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Zur Verstellung der Keilstange 24 kann
beispielsweise eine antreibbare Spindel 28 vorgesehen sein.
Die Spindel 28 kann beispielsweise durch einen Hydraulikmotor 30 oder
dergleichen angetrieben werden.
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Die Teilstange 24 ist an
einem Tragkörper 32 gelagert,
an dem auch die den Pressschuh 14 in Richtung der Gegenfläche 20 beaufschlagenden
Anpresselemente 18, bei denen es sich beispielsweise um
Zylinder/Kolben-Einheiten handeln kann (vgl. insbesondere 1), abgestützt sind.
Dabei ist die Keilstange 24 durch am Tragkörper 32 vorgesehene
Anschläge 34 in
Bahnlaufrichtung L fixiert. Überdies kann
die Keilstange 24 durch diese Anschläge 34 während einer
jeweiligen Verstellung in Querrichtung geführt sein.
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Wie insbesondere anhand der 2 zu erkennen ist, weist
die Keilstange 24 zumindest eine Keilfläche 38 auf, die mit
einer Keilfläche 40 eines dem
Pressschuh 14 zugeordneten Anschlags 26 so zusammenwirkt,
dass mit einem jeweiligen Verstellen der Keilstange 24 in
Querrichtung der Press schuh 14 in Bahnlaufrichtung L entsprechend
verlagert wird. An der Keilstange 24 können insbesondere mehrere solche
Keilflächen 38 vorgesehen
sein, wobei jede dieser Keilflächen 38 jeweils
mit einem dem Pressschuh 14 zugeordneten Anschlag 26 zusammenwirkt.
Dabei kann beispielsweise eine sich zumindest im Wesentlichen über die
gesamte Pressschuhbreite erstreckende Keilstange 24 vorgesehen
sein.
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Grundsätzlich können jedoch auch mehrere, d.h.
zumindest zwei sich jeweils allgemein in Querrichtung erstreckende
Keilstangen 24 vorgesehen sein. Diese können in Querrichtung betrachtet
zum Beispiel in einer Linie nebeneinander angeordnet sein. Dabei
kann eine jeweilige Keilstange 24 jeweils mit einem oder
mehreren dem Pressschuh 14 zugeordneten Anschlägen 26 zusammenwirken.
Die verschiedenen Keilstangen können
zumindest teilweise getrennt antreibbar sein.
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Die Antriebskraft wird über ein
Bewegungsgewinde 36 von der Spindel 28 auf die
Keilstange 24 übertragen.
Dabei kann dieses Bewegungsgewinde 36 so ausgelegt und
der Keilwinkel so gewählt
sein, dass bei fehlendem Antrieb eine jeweilige Keilstangeneinstellung
und entsprechend eine jeweilige Schuheinstellung durch Selbsthemmung
gesichert ist.
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Die aktuelle Position des Pressschuhs 14 wird über einen
oder mehrere Wegaufnehmer 42 (vgl. 1) gemessen. Es können also beispielsweise über diesen
Wegaufnehmer 42 erhaltene Messwerte als Zustandsdaten in
dem Datenspeicher 23 abgespeichert und zur gezielten Beaufschlagung
der Profiliereinheit 14, 18 wieder abgerufen werden.
Die Verstellung des Pressschuhes 14 kann beispielsweise
von außerhalb
der Schuhpresse gesteuert und/oder geregelt werden, wobei insbesondere
die abgespeicherten Zustandsdaten mit herangezogen werden können.
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Der Pressschuh 14 kann insbesondere über eine
Steuer- und/oder Regeleinrichtung 44 in der jeweils gewünschten
Weise eingestellt werden, indem beispielsweise auf die im Datenspeicher 23 abgespeicherten
Zustandsdaten zurückgegriffen
wird. Wie anhand der 2 zu
erkennen ist, kann der Datenspeicher 23 der Steuer- und/oder
Regeleinheit 44 zugeordnet bzw. Teil dieser Einheit 44 sein.
An den Datenspeicher 23 bzw. die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 44 kann
der Wegaufnehmer 42 angeschlossen sein. Die jeweilige Ist-Position
des Pressschuhs 14 kann in dieser Steuer- und/oder Regeleinrichtung 44 beispielsweise
mit einem jeweiligen Sollwert verglichen werden, um eine Anpassung
an diesen Sollwert zu erreichen. Auch in diesem Fall kann insbesondere
wieder auf die im Datenspeicher 23 abgespeicherten Zustandsdaten
zurückgegriffen
werden.
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Der Pressschuh 14 kann zur
Messung des sich in Bahnlaufrichtung L ergebenden Druckprofils mit
in den Bereich zwischen Pressschuh 14 und Pressband 16 mündenden
Druckmessbohrungen 46 versehen sein. Wie anhand der 2 zu erkennen ist, können mehrere
solche Druckmessbohrungen in Bahnlaufrichtung L hintereinander angeordnet
sein. Durch Variation der Beaufschlagung der Profiliereinheit 14, 18 kann
nun beispielsweise ein jeweiliges vorgebbares Pressdruckprofil eingestellt
werden. Die sich dabei ergebenden Zustandsdaten der Profiliereinheit 14, 18 können dann
in dem Datenspeicher 23 bezogen auf das jeweilige vorgebbare
Pressdruckprofil abgespeichert werden. Dabei werden in dem Datenspeicher 23 vorzugsweise
Zustandsdaten der Profiliereinheit 14, 18 bezogen
auf ein jeweiliges sich im Betrieb und/oder unter dynamischen Bedingungen
ergebendes Pressdruckprofil abgespeichert.
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Grundsätzlich können in dem Datenspeicher 23 insbesondere
auch Zustandsdaten der Profiliereinheit 14, 18 bezogen
auf ein jeweiliges zur Optimierung wenigstens einer Materialbahneigenschaft
an die jeweiligen Produktionsbedingungen angepasstes Pressdruckprofil
abgespeichert werden. Es können insbesondere
auch auf Pressdruckprofile für
unterschiedliche Betriebsphasen wie zum Beispiel den Anlauf der
betreffenden Maschine, insbesondere Papiermaschine, deren Inbetriebnahme
und/oder dergleichen abgespeichert werden.
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Über
die Steuer- und/oder Regeleinrichtung 44 kann zweckmäßigerweise
zumindest ein Soll-Pressdruckprofil vorgegeben werden. Für einen jeweiligen
Angleich des Ist-Profils an das Soll-Profil kann insbesondere wieder
auf die im Datenspeicher 23 abgespeicherten Zustandsdaten
zurückgegriffen werden.
Die Profiliereinheit 14, 18 wird also entsprechend
der abgerufenen Zustandsdaten beaufschlagt, um beispielsweise eine
jeweilige Voreinstellung zu erhalten. Soweit erforderlich kann dann
noch eine jeweilige Feineinstellung erfolgen.
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Es ist also beispielsweise eine solche
Ausführung
der Vorrichtung 10 denkbar, bei der über ein entsprechendes Verstellen
des Pressschuhes 14 das sich in Bahnlaufrichtung L ergebende
Pressdruckprofil steuer- und/oder regelbar ist, wozu insbesondere auch
die jeweiligen abgespeicherten Zustandsdaten mit herangezogen werden
können.
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Alternativ oder zusätzlich ist
auch eine Überwachung
des Pressdruckprofils möglich,
bei der das sich bei einem vorgebbaren Zustand der Profiliereinheit
ergebende Pressdruckprofil gemessen und auf Veränderungen z.B. gegenüber einer
vorgebbaren Norm hin überwacht
wird. Der betreffende Zustand der Profiliereinheit 14, 18 kann
insbesondere wieder dadurch hergestellt werden, dass die betreffenden Zustandsdaten
aus dem Datenspeicher 23 abgerufen werden und die Profiliereinheit 14, 18 entsprechend
beaufschlagt wird. Dabei wird vorzugsweise wieder das sich wäh rend des
Betriebs der Vorrichtung 10 ergebende Pressdruckprofil
entsprechend überwacht.
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Auf der Basis der festgestellten
Pressdruckprofiländerungen
kann dann insbesondere eine auf die Presseinheit oder Teile davon
bezogene Fehlerdiagnose vorgenommen werden. Dabei kann eine solche
Fehlerdiagnose beispielsweise auf den Zustand zumindest eines durch
den Pressspalt 12 geführten endlosen
Bandes, zum Beispiel eines Filzbandes und/oder dergleichen, bezogen
werden. Es kann also beispielsweise rechtzeitig festgestellt werden,
wann ein betreffender Filz ausgewechselt werden muss. Auch dies
kann beispielsweise wieder akustisch und/oder optisch signalisiert
werden.
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Der Pressschuh 14 kann in
Querrichtung betrachtet durchgehend ausgeführt oder sektioniert sein.
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Werden mehrere dem Pressschuh 14 zugeordnete
Anschläge 26 über mehrere
zum Beispiel jeweils durch einen Hydraulikmotor 30 gebildete
Antriebe einzeln angesteuert, so können auch unterschiedliche
Druckprofile gleichzeitig eingestellt werden, um beispielsweise
das Feuchtequerprofil entsprechend zu verbessern. Auch diese Einstellungen können insbesondere
wieder anhand von im Datenspeicher 23 gespeicherten Zustandsdaten
der Profiliereinheit 14, 18 vorgenommen werden.
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Über
im Pressschuh 14 vorgesehene Druckmessbohrungen 48 (vgl.
wieder 2) kann der maximale
Druck des Druckprofils über
jedem Anpresselement 18 gemessen werden. Da das sich in
Bahnlaufrichtung L ergebende Druckprofil an einer oder mehreren
Stellen gemessen wird, kann aufgrund des Maximaldrucks das Druckprofil
an jedem Anpresselement
18 ermittelt werden. Auch hierzu
können
wieder entsprechende Zustandsdaten in dem Datenspeicher 23 abgespeichert
werden.
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Die Einstellung des sich in Bahnlaufrichtung L
ergebenden Pressdruckprofils kann beispielsweise in Abhängigkeit
von bestimmten Betriebsbedingungen wie zum Beispiel der jeweiligen
Filzart, der jeweiligen Papiersorte und/oder dergleichen erfolgen. Auch
dafür können die
betreffenden Zustandsdaten wieder in dem Datenspeicher 23 abgespeichert
sein.
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In Kombination mit der Einstellung
bzw. Steuerung und/oder Regelung des sich in Bahnlaufrichtung L
ergebenden Pressdruckprofils kann insbesondere über die verschiedenen Anpresselemente 18 das
Pressdruckquerprofil in der jeweils gewünschten Weise gesteuert und/oder
geregelt werden. Auch dafür
können
entsprechende Zustandsdaten der Profiliereinheit 14, 18 wieder
in dem Datenspeicher 23 gespeichert werden.
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Das Pressband 18 bzw. der
Pressschuh 14 kann beispielsweise auch über wenigstens zwei in Bahnlaufrichtung
L hintereinander angeordnete, getrennt ansteuerbare Anpresselemente 18 beaufschlagbar
sein, um das Pressdruckprofil entsprechend zu beeinflussen. Es ist
beispielsweise auch eine solche Ausführung denkbar, bei der ein
oder mehrere Anpresselemente 18 insbesondere bei lagestabilem
Anpressschuh 14 zum Beispiel in Bahnlaufrichtung L und/oder
in Querrichtung verschiebbar sind. Auch in diesen Fällen können entsprechende Zustandsdaten
der Profiliereinheit 14, 18 wieder in dem Datenspeicher 23 gespeichert
werden, um später
für eine
entsprechende Beaufschlagung der Profiliereinheit 14, 18 wieder
abgerufen zu werden.
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3 zeigt
ein Diagramm, in dem rein beispielhaft drei verschiedene, sich bei
entsprechend unterschiedlichen Pressschuhpositionen ergebende Pressdrucklängsprofile
dargestellt sind. Dabei sind die in "MPa" angegebenen
Drücke über der
in "Millimeter" angegebenen, sich
in Bahnlaufrichtung von einem Bezugspunkt ergebenden Entfernung
x aufgetragen. Wie anhand der für
drei verschiedene Schuheinstellungen geltenden Kurven A–C zu erkennen
ist, ergibt sich bei der Schuheinstellung A ein höherer maximaler
Druckwert als bei der Schuheinstellung B, und bei der Schuheinstellung
B wieder ein höherer maximaler
Druckwert als bei der Schuheinstellung C.
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Die in dem Diagramm gezeigten Druckprofile können zum
Beispiel für
drei unterschiedliche Produkte vorgesehen und insbesondere zumindest
im Wesentlichen durch im Datenspeicher abgespeicherte Zustandsdaten
für die
betreffende Profiliereinheit vorgegeben sein. Die betreffenden Kurven
können durch
Verschiebung des Pressschuhs 14 in Bahnlaufrichtung L erzeugt
werden.
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- 10
- Vorrichtung
zur Beeinflussung und/oder Überwachung
eines Druckprofils
- 12
- Pressspalt
- 14
- Pressschuh
- 16
- Pressband,
Pressmantel
- 18
- Anpresselement
- 14,
18
- Profiliereinheit
- 20
- Gegenfläche
- 22
- Gegenwalze
- 23
- Datenspeicher
- 24
- Keilstange
- 26
- Anschlag
- 28
- Spindel
- 30
- Hydraulikmotor
- 32
- Tragkörper
- 34
- Anschlag
- 36
- Bewegungsgewinde
- 38
- Keilfläche
- 40
- Keilfläche
- 42
- Wegaufnehmer
- 44
- Steuer-
und/oder Regeleinheit
- 46
- Druckmessbohrung
- 48
- Druckmessbohrung
- L
- Bahnlaufrichtung