DE10230342C1 - Membranmodul zur Wasserstoffabtrennung - Google Patents
Membranmodul zur WasserstoffabtrennungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Membranmodul zur Wasserstoffabtrennung, mit einer Vielzahl von ebenen Membranpaketen (12), die jeweils zwei Membranbaugruppen (2), die jeweils aus einem oder zwei Membranrahmen (6) als Träger für eine wasserstoffselektive ebene Membran (4) bestehen, sowie eine zwischen den Membranbaugruppen (2) liegende Stützkonstruktion (8) umfassen, wobei die Membranpakte (12) einen Stapel bilden, in dem zwischen je zwei Membranpaketen ein Zufuhrraum für Reformatgas liegt. Gemäß der Erfindung wird ein Membranmodul mit geringerem Gewicht und geringerer Wärmekapazität geschaffen, indem die Membranpakete (12) im wesentlichen kräftefrei übereinander liegen und von einer rotationssymmetrischen Druckhülle (20) umschlossen sind.
Description
Die Erfindung betrifft ein Membranmodul zur Wasserstoff
abtrennung.
Brennstoffzellensysteme, insbesondere solche für mobile
Anwendungen, können durch Reformierung von Kohlenwasserstoffen
wie zum Beispiel Methanol, Benzin oder Diesel mit Wasserstoff
versorgt werden. Das in einem Reformierungsprozess entstandene
Produktgas enthält neben Wasserstoff auch Kohlenmonoxid,
Kohlendioxid und Wasserdampf. Insbesondere das Kohlenmonoxid
muss für die Anwendung in der Brennstoffzelle entfernt werden,
da dieses Gas als Katalysatorgift wirkt und zu einer
Leistungseinbuße in der Brennstoffzelle führt.
Für die Wasserstoffabtrennung werden seit langem Membranen
eingesetzt, die aus verschiedenen Materialien wie zum Beispiel
Keramik, Glas, Polymer oder Metall bestehen können. Metall
membranen zeichnen sich durch eine hohe Selektivität für
Wasserstoff und eine hohe Temperaturstabilität aus, haben aber
vergleichsweise niedrige Permeationsraten.
Um eine gewünschte Permeationsrate zu erreichen, verwendet man
eine Vielzahl von Membranzellen mit jeweils einer wasserstoff
selektiven Membran, die entweder nacheinander (seriell) oder
nebeneinander (parallel) vom wasserstoffhaltigen Reformatgas
angeströmt werden. Die Membranzellen werden aufeinander
gestapelt, um ein kompaktes Membranmodul zu bilden.
Membranmodule mit serieller Anströmung sind zum Beispiel in der
US 5 498 278 und der US 5 645 626 beschrieben.
Ein Membranmodul mit paralleler Anströmung, gemäß dem Ober
begriff von Patentanspruch 1, ist aus der WO 01/70376 bekannt
und enthält eine Vielzahl von ebenen Membranpaketen. Jedes
Membranpaket enthält zwei Membranbaugruppen, die jeweils aus
einem oder zwei Membranrahmen als Träger für eine wasserstoff
selektive ebene Membran bestehen, sowie eine Stützstruktur
zwischen den beiden Membranbaugruppen. Eine Vielzahl dieser
Membranpakete sind zu einen kompakten Stapel mit ebenen
Seitenflächen aufeinander gestapelt, wobei Zufuhrräume für
Reformatgas zwischen den einzelnen Membranpaketen durch
zwischengelegte Zufuhrrahmen offengehalten werden. Dieser
Stapel wird oben und unten durch ebene Endplatten
zusammengehalten und abgeschlossen.
Die Endplatten müssen den inneren Gasdruck des Membranmoduls
gegen den Umgebungsdruck auffangen, ohne sich durchzubiegen. Da
das dem Membranmodul zugeführte wasserstoffhaltige Reformatgas,
das in einem vorgeschalteten Reformierungsprozess zum Beispiel
aus Methanol, Benzin oder Diesel gewonnen wird, unter einem
deutlich höherem Druck als dem Atmosphärendruck steht, müssen
die Endplatten sehr stabil sein. Häufig werden sie ebenso wie
viele andere Bestandteile des Membranmoduls aus Metall herge
stellt und sind dementsprechend schwer. Entsprechend hoch ist
ihre Wärmekapazität, so dass zur Erwärmung des Membranmoduls
auf Betriebstemperatur viel Zeit und Leistung benötigt wird.
Außerdem ist bauartbedingt eine vollständige druckfeste Ver
schweißung aller Membranpakete untereinander vonnöten, um die
nötige Gasdichtigkeit zu erreichen. Daher ist das Membranmodul
im Schadensfall irreparabel, da es unmöglich ist, die Schweiß
nähte zu öffnen, um eine defekte Membran zu ersetzen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Membranmodul mit
geringerem Gewicht und geringerer. Wärmekapazität zu schaffen.
Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Membranmodul
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Membranpakete im
wesentlichen kräftefrei übereinander liegen und von einer
rotationssymmetrischen Druckhülle umschlossen sind. Die Druck
hülle muss zwar dem Gasdruck des Reformatgases gegenüber dem
Atmosphärendruck standhalten, wegen ihrer Rotationssymmetrie
kann sie aber sehr viel leichter ausgeführt werden als irgend
welche ebenen Endplatten. Außerdem kann das Reformatgas aus
einem vorgeschalteten Reformierungsprozess besonders einfach
zugeführt werden, da es an irgendeiner geeigneten Stelle in die
Druckhülle eingeleitet werden kann, von wo aus es die Zufuhr
räume zwischen den Membranpaketen direkt erreichen kann.
Ein Membranmodul mit einer rotationssymmetrischen Hülle ist
zwar an sich aus der oben erwähnten US 5 645 626 bekannt. Bei
diesem Membranmodul nimmt die Hülle aber nicht nur den Gasdruck
auf, sondern auch eine Kraft, mit der die kreisrunden und
seriell verbundenen Membranpakete aufeinander gepresst werden,
und muss entsprechend stabiler ausgelegt werden als bei der
vorliegenden Erfindung.
Bei rohrförmigen Membranen ist es überdies bekannt, diese im
wesentlichen kräftefrei in einer rotationssymmetrischen Druck
hülle einzuschließen, wie zum Beispiel in der oben erwähnten US 5 498 278
beschrieben. Ebene Membranen hat man aber bisher
nicht auf diese Weise eingeschlossen, sondern stets entspre
chend stabile ebene Endplatten vorgesehen.
In der bevorzugten Ausführungsform haben die Membranpakete
mindestens eine gerade Kante, mit der sie an einem Membran
pakethalter befestigt sind, der Öffnungen zur Ableitung von
Permeatgas enthält, das heißt des durch die Membranen diffun
dierten Wasserstoffs. Da die Membranpakete im wesentlichen
kräftefrei festgehalten werden, brauchen an die Befestigungen
der Membranpakete am Membranpakethalter keine großen Ansprüche
gestellt werden.
Die Öffnungen im Membranpakethalter können außerhalb der
Druckhülle mit einem gemeinsamen Ableitungsrohr verbunden
werden. Zum Beispiel kann sich auf der von der Druckhülle
abgewandten Seite des Membranpakethalters ein Sammler befinden,
z. B. eine angeflanschte topfförmige Hülle, in der das
Permeatgas aus allen Membranpaketen gesammelt und über eine
Rohrleitung abgeführt wird. Da der Permeatgas-Druck nur wenig
etwas mehr als Atmosphärendruck ist, muss die Hülle des
Sammlers einen wesentlich geringeren Druck aushalten als die
reformatseitige Druckhülle, die z. B. unter einem Druck von 10
bis 125 Atmosphären steht.
Vorzugsweise bildet der Membranpakethalter eine Grundfläche der
rotationssymmetrischen Druckhülle, und im Idealfall ist der
Membranpakethalter kreisförmig und ist die rotationssymmetri
sche Druckhülle zylindrisch.
Das Raffinatgas, das heißt das wasserstoffabgereicherte
Reformatgas, kann zum Beispiel in einer Ringleitung um den
Stapel Membranpakete herum aufgefangen und entweder an
geeigneter Stelle durch die Druckhülle hindurch oder über eine
oder mehrere zusätzliche Öffnungen im Membranpakethalter
abgeleitet werden.
Zur Abstützung der Membranen gegen die transmembrane Druck
differenz und zur Ableitung des Reformatgases aus dem Raum
zwischen den zwei Membranen eines Membranpakets verwendet man
im Stand der Technik gasdurchlässige Stützstrukturen wie z. B.
Drahtnetze oder andere poröse Materialien. Man hat auch Materi
alien mit unterschiedlicher Porosität übereinander geschichtet,
wie z. B. in der oben erwähnten WO 01/70376 beschrieben, um
einerseits möglichst ebene Auflageflächen für die Membranen zu
schaffen und andererseits den Strömungswiderstand der
Stützstruktur klein zu halten.
Einen wesentlich geringeren Strömungswiderstand erreicht man,
wenn man an Stelle von mehr oder weniger unregelmäßigen oder
gewundenen Stützstrukturen wie Drahtnetzen und dergleichen
gelochte Stützfolien vorsieht, die die Membranen gegen die
transmembrane Druckdifferenz abstützen, und zwischen die
Stützfolien der zwei Membranen jeder Membranbaugruppe eine
Stützplatte legt, die eine Vielzahl von geraden Rinnen enthält,
die parallel zueinander und zu den Membranen verlaufen und
zweckmäßigerweise in die Öffnungen im Membranpakethalter
münden.
Auf diese Weise werden die Gasströmung von der Membran weg und
die nachfolgende Gasströmung parallel zur Membran voneinander
getrennt, und die jeweiligen Strömungswege können strömungs
optimiert werden, nämlich als gerade Kanäle und nicht als
gewundene oder unregelmäßige Durchlässe wie im Falle von
Drahtnetzen oder anderen porösen Strukturen.
Der Strömungswiderstand der Stützfolien kann durch geeignete
Anordnung der Löcher optimiert werden, und die Stützplatten
können auf einfache Weise aus Blech hergestellt werden, das mit
Stegen versehen oder vielfach gebogen wird, um die Rinnen zu
bilden.
Für gute Materialausnutzung des teuren Membranmaterials
verwendet man rechteckige Membranen in Membranrahmen, die
sowohl außen als auch innen rechteckig sind. Wenn man die
Membranen entlang ihrer Kanten auf oder zwischen Membranrahmen
schweißt, werden ihre Ecken im Betrieb stärker belastet als die
Kanten. Solche Eckspannungen vermeidet eine Ausführungsform der
Erfindung, bei der der innere Rand jedes Membranrahmens die
Form eines Rechtecks mit gerundeten Ecken hat.
Gegenwärtig wird bevorzugt, jede Membran zwischen zwei
Membranrahmen anzuordnen, um eine Membranbaugruppe zu bilden.
Alternativ besteht die Möglichkeit, jede Membran auf nur einen
Membranrahmen zu schweißen und den anderen Membranrahmen
einzusparen.
Die oben beschriebene Stützkonstruktion kann zwar steifer
gemacht werden als herkömmliche Stützstrukturen auf Basis von
mehr oder weniger unregelmäßig geformten Materialien, jedoch
gibt jede rationell herstellbare Stützkonstruktion ein wenig
nach, wenn die Membranen unter Druck stehen. Dadurch entsteht
eine Kerbbelastung des Membranmaterials an den membranseitigen
Kanten der inneren Ränder der reformatseitigen Membranrahmen.
Um diese Kerbbelastung zu vermindern, werden die genannten
Kanten in einer Ausführungsform der Erfindung abgerundet.
Bei der Herstellung der Membranbaugruppen werden die Membranen
normalerweise bei Raumtemperatur auf bzw. zwischen die Membran
rahmen geschweißt. Das Membranmaterial hat aber einen wesent
lich geringeren Wärmeausdehnungskoeffizienten als Edelstahl,
aus dem die Membranrahmen normalerweise hergestellt werden. Da
das Membranmodul bei ca. 400°C betrieben wird, wird das
Membranmaterial im Betrieb auf Zug belastet.
In einer Ausführungsform der Erfindung wird dies durch eine
Dehnungsreserve vermieden, die dadurch hergestellt wird, dass
die ebene Oberfläche eines der beiden Membranrahmen einer
Membranbaugruppe mit einer Rinne versehen wird, die sich rings
um den inneren Rand des Membranrahmens erstreckt und die für
einen Niederhalter zugänglich ist, mit dem die Membran während
des Schweißens in die Rinne gedrückt wird.
Alternativ kann man die Membranrahmen aus einem rost- und
säurebeständigen Stahl herstellen, der ungefähr den gleichen
oder einen kleineren Wärmeausdehnungskoeffizienten wie das
Membranmaterial hat.
Bei parallel angeströmten Membranpaketen wie hierin beschrieben
ist es wichtig, dass alle Membranpakete möglichst gleichmäßig
mit Reformatgas angeströmt werden, um einen guten Wirkungsgrad
zu erreichen. Damit die ganz außen liegenden Membranen auf
gleiche Weise wie die inneren Membranen angeströmt werden, wird
auf dem obersten und untersten Membranpaket des Stapels
Membranpakete ein ebenso großer Zufuhrraum wie zwischen zwei
benachbarten Membranpaketen vorgesehen, wobei die obersten und
untersten Zufuhrräume durch gasdichte Platten abgegrenzt
werden, die den Stapel Membranpakete nach oben und nach unten
abschließen.
Während der kontinuierlichen Diffusion von Wasserstoff durch
die Membranen stellt sich in den Zufuhrräumen ein Wasserstoff-
Konzentrationsgefälle senkrecht zur Membranoberfläche ein, das
den theoretisch erwarteten Wirkungsgrad vermindert. Diesem
Effekt wird in einer Ausführungsform der Erfindung durch
Einrichtungen zur Gasdurchwirbelung entgegengewirkt, die
vorzugsweise plattenförmige Bauteile aus porösem Material sind,
die die jeweiligen Zufuhrräume im wesentlichen vollständig
ausfüllen. Diese Bauteile macht man so porös, dass der
Wirkungsgradgewinn aufgrund der Wasserstoffdurchmischung quer
zur Folie größer ist als die Einbuße aufgrund des größeren
Strömungswiderstandes.
Membranmodulen ist häufig eine Hochtemperatur-Katalysatorstufe
vorgeschaltet, die aus Kohlenmonoxid und Wasser zusätzlichen
Wasserstoff sowie Kohlendioxid erzeugt. Bei der Erfindung kann
diese Hochtemperatur-Katalysatorstufe vorteilhaft innerhalb der
Druckhülle untergebracht werden.
Die Zwischenräume zwischen dem Stapel Membranpakete und der
rotationssymmetrischen Druckhülle können mit Isoliermaterial
als Wärmedämmung nach der Außenseite gefüllt werden.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung. Darin zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht einer Membranbaugruppe,
Fig. 2 eine perspektivische Explosionsansicht eines Membran
pakets,
Fig. 3 eine schematische Perspektivansicht eines Membranpakets,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Membranpakethalter,
Fig. 5 eine schematische Perspektivansicht eines Membranpakets,
das in einer zylindrischen Druckhülle eingebaut ist,
Fig. 6 eine schematische Schnittansicht einer Membranbaugruppe
und einer zugehörigen Stützfolie,
Fig. 7(a), (b) und (c) verschiedene Möglichkeiten zur
Anordnung der Löcher in der Stützfolie,
Fig. 8(a) eine Draufsicht auf eine Stützplatte zwischen zwei
Membranbaugruppen, wobei Fig. 8(b) und (c) schematische
Schnittansichten von unterschiedlich geformten Stützplatten
sind,
Fig. 9(a) und (b) Skizzen zur Veranschaulichung eines Details
der Membranpakethalter,
Fig. 10 eine Skizze zur Veranschaulichung eines weiteren
Details der Membranpakethalter,
Fig. 11 eine Skizze zur Veranschaulichung noch eines Details
der Membranpakethalter, und
Fig. 12 eine schematische Schnittansicht durch ein Membranmodul
ohne die Druckhülle und den Membranpakethalter.
Wie in Fig. 1 gezeigt, besteht eine Membranbaugruppe 2 aus
einer rechteckigen dünnen Membran 4, die gasdicht zwischen zwei
rechteckigen Membranrahmen 6 aus Metall (in der Regel Edel
stahl) eingeschweißt ist, deren Außenmaße etwas größer und
deren Innenmaße etwas kleiner als die Maße der Membran 4 sind.
Die Membran 4 ist bevorzugt eine Metallfolie aus Palladium,
Palladiumlegierungen oder refraktären Metallen wie Vanadium,
Niob und Tantal und deren Legierungen. Diese gewährleistet eine
nahezu unendliche Selektivität für Wasserstoff und somit eine
zur Versorgung von Brennstoffzellen ausreichende Reinheit des
Permeatgases.
Wie in Fig. 2 und 3 angezeigt, werden zwei Membranbaugruppen
2 mit einer Stützkonstruktion 8 dazwischen bündig aufeinander
gelegt, wobei die Stützkonstruktion 8 aus einem U-förmigen
Stahlrahmen besteht, zwischen dessen Schenkeln sich eine
gasdurchlässige Stützstruktur 10 erstreckt. Die beiden
Membranbaugruppen 2 und die Stützkonstruktion 8 werden an den
drei Seiten, die den Seiten des U-förmigen Stahlrahmens der
Stützkonstruktion 8 entsprechen, unter Spannung miteinander
verschweißt.
Dadurch entsteht eine Schichtstruktur, die im Folgenden als
Membranpaket 12 bezeichnet wird und in Fig. 3 gezeigt ist,
wobei der durch die Membranen 4 diffundierte Wasserstoff an der
offenen Seite des U-förmigen Stahlrahmens der Stützkonstruktion
8 entweichen kann, wie in Fig. 3 mit einem Pfeil angezeigt.
Diese verschweißte Schichtstruktur des Membranpakets 12
gewährleistet mechanische Stabilität und Gasdichtigkeit, ohne
dass irgendwelche Dichtungen vorgesehen werden müssen und das
Membranpaket unter Vorspannung gesetzt werden muss, um die
Dichtungen zu verpressen.
Eine Vielzahl dieser Membranpakete 12 wird in einen Membran
pakethalter 14 eingesetzt, der in Fig. 4 gezeigt ist. Der
Membranpakethalter 14 ist eine runde Stahlplatte, die eine
Vielzahl von parallelen rechteckigen Schlitzen 16 enthält,
deren Dicke der Dicke der Membranpakete 12 entspricht und deren
Länge der Länge der kürzeren Seite der Membranpakete 12 ent
spricht. Jedes Membranpaket 12 wird mit der Seite, an der der
U-förmige Stahlrahmen der Stützkonstruktion 8 offen ist, in
einen Schlitz 16 im Membranpakethalter 14 gesetzt, wobei
Absätze 18 am Boden der Schlitze 16 Anschläge bilden, die ein
Durchrutschen der Membranpakete 12 verhindern.
Die Schlitze 16 sind in regelmäßigen Abständen angeordnet, so
dass zwischen je zwei Membranpaketen 12 ein rechteckiger
Zufuhrraum freigehalten wird, über den wasserstoffhaltiges
Reformatgas die Membranen 4 erreichen kann. Jeder Zufuhrraum
kann im Prinzip drei offene Seiten haben, wenn die Membran
pakete 12 völlig freistehend am Membranpakethalter 14 befestigt
und entsprechend steif sind.
Andererseits werden die Membranpakete 12 möglichst material
sparend konstruiert, da sich die auf sie wirkenden Gasdruck
differenzen ausgleichen und man die Membranpakete 12 nicht
gegen irgendwelche Gasdrücke abstützen muss. Solche relativ
dünnen Membranpakete 12 werden im vorliegenden Ausführungs
beispiel auch an ihren Längsseiten durch geeignete Halterungen
festgehalten, die außerdem die Zufuhrräume seitlich abdichten,
oder die Membranpakete 12 werden an ihren Längsseiten mitein
ander verbunden, um einen selbsttragenden Block zu bilden.
Dabei strömt das Reformatgas in Längsrichtung durch die
Zufuhrräume in Richtung auf den Membranpakethalter 14, wenn es
von der verbleibenden offen Seite her einströmt.
Die Halterungen beziehungsweise seitlichen Verbindungen der
Membranpakete 12 müssen nur unwesentliche Kräfte aufnehmen,
weshalb diese Art der Anbringung der Membranpakete 12 hier als
im wesentlichen kräftefrei bezeichnet wird.
Wie in Fig. 5 gezeigt, wird der Membranpakethalter 14 mit den
darin eingesetzten Membranpaketen 12, von denen in Fig. 5 nur
eines gezeigt ist, von einem Hohlzylinder aus Metall umschlos
sen, der den gleichen Durchmesser wie der Membranpakethalter 14
hat und dessen anderes Ende geschlossen ist. Indem der Membran
pakethalter 14 gasdicht mit dem Rand des Hohlzylinders verbun
den wird, entsteht eine gasdichte Druckhülle 20 um die
Membranpakete 12 herum.
Wenn man den Membranpakethalter 14 nicht durch Schweißen,
sondern über Dichtungen mit dem Hohlzylinder verbindet, kann
man das Membranmodul im Falle von Defekten leicht demontieren
und repariereren. Oder man gestaltet den Hohlzylinder so, dass
er an seinem dem Membranpakethalter 14 entgegengesetzten Ende
durch einen abnehmbaren Deckel mit Dichtungen verschlossen ist.
Die häufigste Art von Defekt ist, dass eine einzelne Membran 4
undicht ist, was einen Gasdurchbruch zur Permeatseite zur Folge
hat. Nach dem Öffnen des Membranmoduls kann man die vor der
defekten Membran 4 liegenden Gaseintrittsflächen gasdicht
verschweißen und das Membranmodul nach dem Wiederzusammenbau
ohne große Leistungseinbuße weiterverwenden. Unter Umständen
kann man auch den entsprechenden Raffinataustrittsschlitz 16
außen am Membranpakethalter 14 zuschweißen, ohne die Druckhülle
20 des Membranmoduls zu öffnen.
Im Betrieb wird wasserstoffhaltiges Reformatgas, das in einem
vorgeschalteten Reformierungsprozess zum Beispiel aus Alkoholen
und Kohlenwasserstoffen gewonnen wird, unter einem Druck von
zum Beispiel 12 bar und mit einer Temperatur von zum Beispiel
400°C über ein angeschweißtes Rohr oder irgendeine andere
gasdichte Durchführung im Hohlzylinder in die Druckhülle 20
geleitet. Das Reformatgas gelangt zwischen die Membranpakete
12, wo es die Membranen 4 beaufschlagt.
Der durch die Membranen 4 diffundierte Wasserstoff passiert die
gasdurchlässigen Stützkonstruktionen 8 in den Membranpaketen 12
in Richtung auf die Schlitze 16 im Membranpakethalter 14 und
wird auf der anderen Seite des Membranpakethalters 14 gesammelt
und abgeleitet, z. B. in einem Sammler, der eine an den Membran
pakethalter 14 angeflanschte topfförmige Hülle ist, in die alle
Schlitze 16 im Membranpakethalter 14 münden und die mit einer
Rohrleitung zur Weiterleitung des gesamten gewonnenen Permeat
gases verbunden ist.
Während das Reformatgas die Membranen 4 passiert, vermindert
sich sein Wasserstoffgehalt, und es wird als wasserstoff
abgereichertes Raffinatgas wieder nach außen geleitet. Hierfür
sind in der Nähe des Membranplattenhalters 14 Öffnungen an den
Längsseiten der Zufuhrräume vorgesehen, die zum Beispiel durch
einen Ringkanal um den Stapel Membranpakete herum miteinander
verbunden sind. Der Ringkanal oder dergleichen ist mit einer
Rohrleitung verbunden, die durch die Druckhülle 20 oder den
Membranpakethalter 14 hindurch zur Außenseite des Membranmoduls
führt.
Anhand von Fig. 6, 7 und 8 wird nun die Stützkonstruktion 8
zwischen je zwei Membranbaugruppen 2 näher beschrieben. Abwei
chend von diesem Ausführungsbeispiel kann man als Stützkons
truktion auch andere übereinander geschichtete gasdurchlässige
Strukturen verwenden bzw. kombinieren, z. B. ein Drahtnetz,
Gewebe, Vlies oder einen Schaum (z. B. Metallschaum oder poröse
Keramik) zwischen zwei Lochfolien, auf denen die Membranen
einer Membranbaugruppe aufliegen, wobei die Zwischenschicht die
Lochfolien abstützt und die Gasableitung aus der Membranbau
gruppe ermöglicht, oder eine Zwischenschicht mit der unten
beschriebenen, z. B. durch Stege gebildeten Kanalstruktur und
beidseitigen Schichten aus Gewebe, Vlies oder Schaum oder
dergleichen, auf der die Membranen aufliegen, oder irgendwelche
anderen geeigneten Kombinationen solcher gasdurchlässigen
Materialien.
Wie in Fig. 6 gezeigt, liegt die Membran 4 jeder Membranbau
gruppe 2 reformatseitig auf einer Stützfolie 22 auf, die eine
Vielzahl von winzigen Löchern 23 enthält, die auf verschiedene
Arten über die Stützfolie 22 verteilt sein können. Fig. 7
(a) und (b) zeigen eine parallele bzw. eine versetzte Anordnung
von runden Löchern 23, und Fig. 7(c) zeigt ein Wabenmuster mit
sechseckigen Löchern 23', deren Stege die geringste Abdeckung
der Membranfläche verursachen, so dass die Diffusionsleistung
möglichst wenig beeinträchtigt wird. In Fig. 7(c) wird die
Membran 4 zwar nicht von kreisförmigen Strukturen gestützt,
welche die günstigste Spannungsverteilung liefern, jedoch
erfolgt die Membranabstützung zumindest ungefähr entlang von
Kreisen, so dass die Spannungsverteilung ebenfalls sehr günstig
ist.
Gegenüber einem Drahtnetz oder einer unstrukturiert porösen
Trägerschicht hat die gelochte Stützfolie 22 den Vorteil, dass
die Membran so weitgehend wie möglich auf ebenen Flächen
abgestützt wird und dass das Gas geradlinig und auf einem
möglichst großen Querschnitt, d. h. mit minimalem Druckverlust,
durch die Stützfolie 22 strömt.
Übrigens kann es aufgrund des direkten Kontakts zwischen der
Membran 4 und der Stützfolie 22 intermetallische Diffusion
geben, durch die intermetallische Phasen in der Membran 4
gebildet werden, die die Diffusionsleistung der Membran 4
beeinträchtigen können. Bei den oben beschriebenen Lochanord
nungen geschieht dies allenfalls so nahe an den Rändern der
Löcher 23, dass auf eine zusätzliche nicht reaktive Trenn
schicht zwischen der Membran 4 und der Stützfolie 22 verzichtet
werden kann, die man andernfalls verwenden muss.
Zur Materialersparnis und für einen möglichst geringen Strö
mungswiderstand wird die Stützfolie 22 relativ dünn ausgeführt.
Sie muss daher ebenfalls abgestützt werden, und außerdem muss
das Permeatgas parallel zur Stützfolie 22 abgeleitet werden.
Diese beiden Funktionen erfüllt eine Stützplatte 24 zwischen
den Stützfolien 22 zweier Membranen 4 einer Membranbaugruppe 2,
die nachfolgend beschrieben wird.
Die in Fig. 8 in Draufsicht gezeigte Stützplatte 24 enthält
eine Vielzahl von geraden Rinnen 26, die parallel zueinander
und zu den Membranen 4 verlaufen. Die Rinnen 26 münden an einem
Ende der Stützplatte 24 in den entsprechenden Schlitz 16 im
Membranpakethalter 14, wenn das Membranmodul zusammengebaut
ist. Die Stützplatte 24 kann z. B. aus Blech hergestellt werden,
das mit Stegen 28 versehen (wie in der Schnittansicht von Fig.
8(b)) oder vielfach gebogen ist (wie in der Schnittansicht von
Fig. 8(c)), wodurch die Rinnen 26 gebildet werden.
Die Stege 28 können sehr dünn bzw. spitz gemacht werden, so
dass die Löcher 24 in der Stützfolie 22 so wenig wie möglich
abgedeckt werden. Das durch die Löcher 24 geströmte Permeatgas
strömt mit minimalem Druckverlust durch die geraden Rinnen 26
zum Permeatgasauslass, wie in Fig. 4 mit einem Pfeil angezeigt.
Die Membranen 4 werden in rechteckiger Form aus Bandmaterial
ausgeschnitten und jeweils gasdicht auf einen Membranrahmen 6
geschweißt oder zwischen zwei Membranrahmen 6 eingeschweißt, je
nachdem, ob ein oder zwei Membranrahmen 6 pro Membranbaugruppe
14 verwendet werden. Ein bevorzugtes Schweißverfahren ist
Widerstands-Rollnahtschweißen, bei dem die zusammenzuschwei
ßenden Metallteile zwischen zwei Rollen durchgeführt werden,
die gegeneinander gepresst werden und zwischen denen ein
elektrischer Strom fließt. Alternative Schweißverfahren sind
Elektronenstrahlschweißen, Laserstrahlschweißen oder Ultra
schallschweißen, oder die Membranen 4 können aufgelötet werden.
Wenn die Membranen 4 entlang Schweißnähten 30 mit außen und
innen rechteckigen Membranrahmen 6 verschweißt sind, wie in
Fig. 9(a) gezeigt, und im Betrieb von unter Druck stehendem
Reformatgas belastet werden, gibt auch die oben beschriebene
Stützkonstruktion 8 ein wenig nach, wobei die Membran 4 durch
Spannungsüberlagerung im Bereich der Ecken stärker gespannt
wird als an den Seiten, wie in Fig. 9 durch Kraftvektoren
veranschaulicht. Um diese Eckspannungen zu vermindern, werden
die Membranrahmen 6 oder zumindest alle reformatseitigen
Membranrahmen 6 innen mit gerundeten Ecken 31 versehen, wie in
Fig. 9(b) gezeigt.
Aufgrund der nachgebenden Stützkonstruktion 8 werden außerdem
die Membranen 4 im Betrieb auf und hinter die membranseitigen
Kanten der inneren Ränder der reformatseitigen Membranrahmen 6
gedrückt, wodurch hier eine Kerbbelastung entsteht. Um dies zu
vermeiden, werden diese Kanten gerundet, wie in Fig. 10
gezeigt, die ein Teilquerschnitt durch einen Membranrahmen 6
ist. Die Rundungen 32 können durch Schleifen und/oder Polieren
und/oder durch elektrische Abtragungsverfahren hergestellt
werden.
Bei der Herstellung der Membranbaugruppen werden die Membranen
normalerweise bei Raumtemperatur geschweißt. Das Membran
material hat aber einen wesentlich geringeren Wärmeausdehnungs
koeffizienten als Edelstahl, aus dem die Membranrahmen
normalerweise hergestellt werden. Da das Membranmodul bei ca.
400°C betrieben wird, wird das Membranmaterial im Betrieb auf
Zug belastet.
In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 11 wird dies dadurch ver
mieden, dass die Membran beim Schweißen mit einer Dehnungs
reserve versehen wird. Diese wird dadurch hergestellt, dass die
membranseitige Oberfläche jedes raffinatseitigen Membranrahmens
6 mit einer Rinne 34 versehen wird, die sich rings um den
inneren Rand dieses Membranrahmens 6 erstreckt, und dass der
permeatseitige Membranrahmen 6' innen etwas größer als der
raffinatseitige Membranrahmen 6 gemacht wird, wie in Fig. 11
gezeigt, die ein Teilquerschnitt durch die zwei Membranrahmen
6, 6' und die Membran 4 dazwischen ist. Da der permeatseitige
Membranrahmen 6' größer ist, ist die Rinne 34 für einen
Niederhalter 36 zugänglich, mit dem die Membran 4 während des
Schweißens in die Rinne 34 gedrückt wird.
Alternativ kann man die Membranrahmen 6 aus einem rost- und
säurebeständigen Stahl herstellen, der ungefähr den gleichen
oder einen kleineren Wärmeausdehnungskoeffizienten wie das
Membranmaterial hat.
Wenn die Wärmeausdehnungskoeffizienten des Membranmaterials und
der Membranrahmen 6 verschieden sind, muss man davon ausgehen,
dass bei der Inbetriebnahme des Membranmoduls Verschiebungen
zwischen der Membran 4 und der Stützkonstruktion 8 auftreten.
Daher wird für eine Inbetriebnahme vorgeschlagen, dass das
Membranmodul bis zur Betriebstemperatur ohne Differenzdruck
aufgeheizt wird, damit sich die Membran 4 auf der Stützkon
struktion 8 verschieben kann. Da sich erst in diesem Tempera
turbereich die gewünschte Abtrennfähigkeit der Membranen 4 für
Wasserstoff einstellt, soll das Aufheizen möglichst schnell
erfolgen.
Dies wird unterstützt durch die runde Bauform der Druckhülle
20, wie anhand von Fig. 5 beschrieben, wodurch gegenüber ebenen
Endplatten ca. 50% Masse eingespart werden kann. Außerdem wird
durch den oben beschriebenen Aufbau des Membranmoduls erreicht,
dass sich die Membranen 4 in der Aufheizphase, in der sie von
heißem Reformatgas beaufschlagt werden, besonders schnell
erwärmen, da der Membranpakethalter 14 mit den Schlitzen 16,
der die mechanische Fassung der Membranpakete 12 und damit eine
Wärmebrücke bildet, stromabwärts liegt.
In den Zwischenräumen zwischen dem quaderförmigen Stapel der
Membranpakete 12 und der runden Druckhülle 20 können
Isoliermaterialstücke mit halbmondförmigem Querschnitt
angeordnet werden, die die Zwischenräume im wesentlichen
ausfüllen und zur Wärmedämmung nach außen genutzt werden. Als
Isoliermaterialstücke sind zum Beispiel Presslinge aus einem
leichten mikroporösen Dämmmaterial oder Formteile aus
Isoliermatten geeignet.
Fig. 12 ist eine Schnittansicht durch einen Stapel Membran
pakete 12, wobei der Membranpakethalter 14 und die Druckhülle
20 weggelassen sind. In dieser schematischen Ansicht sind nur
drei Membranpakete 12 mit je einer Membran 4 gezeigt; in der
Praxis enthält ein Membranmodul sehr viele Membranpakete 12.
Die Membranpakete 12 werden durch die voneinander beabstandeten
Schlitze 16 im Membranpakethalter 14 (Fig. 4) bzw. durch
zusätzliche Bleche 38 in einem Abstand voneinander gehalten, um
die Zufuhrräume für das Reformatgas abzugrenzen. Die Bleche 38
können sich außerdem entlang der Längsseiten der Membranpakete
12 erstrecken, oder man verschweißt diese an ihren Längsseiten
direkt miteinander, um die Reformatgas-Strömung zwischen den
Membranpaketen 12 zu halten.
Damit die ganz außen liegenden Membranen 4 auf gleiche Weise
wie die innen liegenden Membranen 4 angeströmt werden, befindet
sich in Fig. 12 links und rechts der zwei äußersten Membranpa
kete 12 jeweils eine gasdichte Platte 40, und zwar im gleichen
Abstand wie die Abstände zwischen benachbarten Membranpaketen
12, welche die Dicke der Zufuhrräume definieren. Die Platten
40, die aufgrund der umgebenden Druckhülle 20 keine wesentli
chen Kräfte aufnehmen müssen, sorgen für gleiche Geometrien bei
der Zufuhr von Reformatgas.
Dennoch ist es schwierig, eine wirklich gleichmäßige Aufteilung
aller Teilströme auf die einzelnen Membranen 4 zu erreichen,
wenn die Zufuhrräume zwischen den Membranpaketen 12 und
zwischen den äußersten Membranpaketen 12 und den gasdichten
Platten 40 leer sind. Dies liegt daran, dass die hier auf
tretenden Druckdifferenzen klein sind, so dass sich bereits
geringe Maß- und Lageungenauigkeiten der Bauteile auf die
Strömungsverteilung auswirken.
Um die Teilströme zu vergleichmäßigen, kann man die Zufuhrräume
mit plattenförmigen Bauteilen 42 aus porösem Material aus
füllen, wie in Fig. 12 gezeigt. Die plattenförmigen porösen
Bauteile 42 sorgen nicht nur für genau definierte Strömungs
widerstände in den einzelnen Teilströmen, sondern bewirken
außerdem eine Gasdurchwirbelung, während sie von Gas durch
strömt werden. Der Vorteil dieser Gasdurchwirbelung wird
nachfolgend erläutert.
Aufgrund der an der Membran 4 ablaufenden Permeation
(Diffusion) findet eine Wasserstoffverarmung statt, d. h. eine
Wasserstoff-Partialdruckverminderung. Dabei entstehen zwei
Konzentrationsgefälle: eines parallel zur Membran 4 in
Strömungsrichtung und eines senkrecht auf der Membran 4. Diese
Konzentrationsgefälle verringern die theoretisch mögliche
Permeationsleistung.
Das Konzentrationsgefälle parallel zur Membran 4 kann durch
geeignete Strömungsführung vermindert werden. Das Konzentra
tionsgefälle senkrecht auf der Membran 4 wird im vorliegenden
Ausführungsbeispiel dadurch abgebaut, dass das Gas automatisch
auch quer zu den Membranen 4 durchmischt wird, während es die
plattenförmigen porösen Bauteile 42 durchströmt, so dass lokale
Konzentrationsgefälle vermieden werden.
Als Material für die plattenförmigen porösen Bauteile 42 kommen
zum Beispiel Drahtgestricke oder Schäume aus Metall oder
Keramik in Betracht.
In Fig. 12 sind Reformatgas-Teilströme in die einzelnen Zufuhr
räume mit Pfeilen 44 eingezeichnet, und Permeatgas-Teilströme
aus den Räumen, in denen sich die hier nicht eingezeichneten
Stützkonstruktionen 8 befinden, sind mit Pfeilen 46 eingezeich
net. Die Permeatgas-Teilströme 46 treten durch die Schlitze 16
im Membranpakethalter 14 nach außen.
Raffinatgas-Teilströme treten an einem dem Reformatgas-Einlass
entgegengesetzten Ende des Membranmoduls aus, wie für die
beiden äußersten Zufuhrräume schematisch mit Pfeilen 48 ange
deutet. Im Detail kann die Raffinatgasableitung z. B. über eine
Ringleitung erfolgen, die sich nahe am Membranpakethalter 14
oder darin integriert um den Stapel Membranpakete 12 herum
erstreckt und die Zufuhrräume miteinander und mit einer
Rohrleitung verbindet, die durch die Druckhülle 20 oder den
Membranpakethalter 14 hindurch zur Außenseite des Membranmoduls
führt.
Membranmodulen wird häufig eine Hochtemperatur-Katalysatorstufe
vorgeschaltet, die aus Kohlenmonoxid und Wasser zusätzlichen
Wasserstoff sowie Kohlendioxid erzeugt. Eine solche Hoch
temperatur-Katalysatorstufe 50, die in Fig. 12 schematisch
eingezeichnet ist, kann in der gleichen Druckhülle 20 wie das
Membranmodul untergebracht werden, so dass eine separate
Druckhülle für die Hochtemperatur-Katalysatorstufe 50
eingespart wird.
Aufgrund der runden Druckhülle 20 hat man die Wahl, ob man die
Hochtemperatur-Katalysatorstufe 50 rechteckig oder rund ausle
gen möchte. Durch geeignete Auslegung der Hochtemperatur-
Katalysatorstufe 50, zum Beispiel mit einem Auslass, der sich
gleichmäßig über die gesamte Breite des Stapels Membranpakete
12 erstreckt, kann außerdem die Gleichverteilung der in den
Stapel Membranpakete 12 eintretenden Permeatgas-Teilströme 44
gefördert werden.
Claims (18)
1. Membranmodul zur Wasserstoffabtrennung, mit einer Vielzahl
von ebenen Membranpaketen, die jeweils zwei Membranbaugruppen,
die jeweils aus einem oder zwei Membranrahmen als Träger für
eine wasserstoffselektive ebene Membran bestehen, sowie eine
zwischen den Membranbaugruppen liegende Stützkonstruktion
umfassen, wobei die Membranpakete einen Stapel bilden, in dem
zwischen je zwei Membranpaketen ein Zufuhrraum für Reformatgas
liegt, dadurch gekennzeichnet, dass die Membranpakete (12) im
wesentlichen kräftefrei übereinander liegen und von einer
rotationssymmetrischen Druckhülle (20) umschlossen sind.
2. Membranmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Membranpakete (12) mindestens eine gerade Kante haben, mit
der sie an einem Membranpakethalter (14) befestigt sind, der
Öffnungen (16) zur Ableitung von Permeatgas enthält.
3. Membranmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Membranpakethalter (14) eine Grundfläche der rotations
symmetrischen Druckhülle (20) bildet.
4. Membranmodul nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Membranpakethalter (14) kreisförmig ist und die rotations
symmetrische Druckhülle (20) zylindrisch ist.
5. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stützkonstruktion (8) gelochte
Stützfolien (22), die die Membranen (4) jeder Membranbaugruppe
(2) gegen die transmembrane Druckdifferenz abstützen, und eine
Stützplatte (24) zwischen den zwei Stützfolien (22) jeder
Membranbaugruppe (2) umfasst, wobei die Stützplatte (24) eine
Vielzahl von geraden Rinnen (26) enthält, die parallel
zueinander und zu den Membranen (4) verlaufen.
6. Membranmodul nach Anspruch 2 und Anspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rinnen (26) in die Öffnungen (16) im
Membranpakethalter (14) münden.
7. Membranmodul nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass jede Stützplatte (24) aus Blech besteht,
das mit Stegen (28) versehen oder vielfach gebogen ist, um die
Rinnen (26) zu bilden.
8. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der innere Rand jedes Membran
rahmens (6) die Form eines Rechtecks mit gerundeten Ecken (31)
hat.
9. Membranmodul nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
jede Membran (4) entlang ihrer Ränder gasdicht zwischen zwei
Membranrahmen (6) oder auf einen Membranrahmen (6) geschweißt
ist.
10. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass alle membranseitigen Kanten der
inneren Ränder aller reformatseitigen Membranrahmen gerundet
(32) sind.
11. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die ebene Oberfläche eines der
beiden Membranrahmen (6) einer Membranbaugruppe (2) eine Rinne
(34) enthält, die sich rings um den inneren Rand dieses
Membranrahmens erstreckt und die für einen Niederhalter (36)
zugänglich ist, der die Membran (4) während des Schweißens in
die Rinne (34) drückt.
12. Membranmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass die Membranrahmen (6) aus Stahl bestehen,
der ungefähr den gleichen oder einen kleineren Wärmeausdeh
nungskoeffizienten wie das Membranmaterial hat.
13. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem obersten und untersten
Membranpaket des Stapels Membranpakete (12) ein ebenso großer
Zufuhrraum wie zwischen zwei benachbarten Membranpaketen
vorgesehen ist, wobei die obersten und untersten Zufuhrräume
durch gasdichte Platten (40) abgegrenzt werden, die den Stapel
Membranpakete nach oben und nach unten abschließen.
14. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass jeder Zufuhrraum eine Einrichtung
zur Gasdurchwirbelung (42) enthält.
15. Membranmodul nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass
die Einrichtung zur Gasdurchwirbelung (42) ein plattenförmiges
Bauteil aus porösem Material ist, das den Zufuhrraum im
wesentlichen ausfüllt.
16. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass es eine den Membranpaketen (12)
vorgeschaltete Hochtemperatur-Katalysatorstufe (50) enthält,
die innerhalb der Druckhülle (20) untergebracht ist.
17. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenräume zwischen dem
Stapel Membranpakete (12) und der rotationssymmetrischen
Druckhülle (20) mit Isoliermaterial ausgefüllt sind.
18. Membranmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass sich auf der von der Druckhülle
(20) abgewandten Seite des Membranpakethalters (14) ein
Gassammler über alle Öffnungen (16) im Membranpakethalter (14)
erstreckt.
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