DE10218525A1 - Unterspannungsauslöseeinrichtung für Schaltgerät - Google Patents
Unterspannungsauslöseeinrichtung für SchaltgerätInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Unterspannungsauslöseeinrichtung mit einem voreilenden
Hilfsschalter, die als externe Zubehöreinrichtung für Vielzweck-Schaltgeräte geringer Kapazität
verwendet wird, zum Beispiel für kunststoff-gekapselte Leitungsschutzschalter (Selbstschalter) im
Stromkreis eines elektrischen Motors.
Für die erwähnten kunststoff-gekapselten Leitungsschutzschalter gibt es verschiedene optionale
Zubehöreinrichtungen einschließlich der genannten Unterspannungsauslöseeinrichtung. Diese wird
an einer Seite des Schaltgerätgehäuses montiert und mit einem internen Mechanismus im Schaltge
rätgehäuse so gekuppelt, daß das Schaltgerät ausgelöst wird, wenn die Spannung des Hauptstrom
kreises während des Einschaltzustands übermäßig abfällt. Es ist solch eine Unterspannungsauslö
seeinrichtung mit voreilendem Hilfsschalter bekannt, bei der ein Unterspannungsauslösemechanis
mus aus einem Elektromagneten und einem Auslösehebel, kombiniert mit dem Hilfsschalter, der im
Stromkreis des Elektromagneten liegt und mit einem Handgriff des Schaltgeräts gekoppelt ist, in
eine einzige Gehäuseeinheit eingebaut ist. Wenn dabei der Handgriff betätigt wird, um die Haupt
schaltkontakte des Schaltgeräts zu schließen, nachdem dieses ausgelöst wurde, kann der Hilfs
schalter eingeschaltet werden, um das Schaltgerät zurückzusetzen. Diese Unterspannungsauslöse
einrichtung mit voreilendem Hilfsschalter dient dem gleichzeitigen Unterbrechen des Hauptstrom
kreises und des Stromkreises für die Unterspannungsauslöseeinrichtung, wenn das Schaltgerät bei
einer Notstoppschaltung für Lasten an einem elektrischen Motor oder dergleichen eingesetzt wird.
Bevor die Unterspannungsauslöseeinrichtung mit Hilfsschalter beschrieben wird, soll der Aufbau
eines Schaltgeräts (zum Beispiel eines Selbstschalters) anhand der Fig. 6 und 7 erläutert
werden. In Fig. 6 ist das Schaltgerät mit 1 bezeichnet. 1a ist das Gehäuse des Schaltgeräts, 2 ist ein
Unterbrecherabschnitt mit Hauptschaltkontakten und einer Lichtbogenlöschkammer, 3 ist ein
Schaltschloß für die Hauptschaltkontakte, 4 ist eine Überstromauslöseeinrichtung und 5 ist ein Dreh-
Handgriff, der an der Oberseite eines Deckels des Gehäuses 1a angeordnet ist. Der Handgriff 5 ist
Teil eines Handantriebsmechanismus und ist mit einem Zahnradmechanismus 6 verbunden, der den
Handgriff 5 mit dem Schaltschloß 3 kuppelt. Auf der Welle des Handgriffs sitzt ein Rücksetznocken
zur Steuerung eines Antriebshebels für den Hilfsschalter der Unterspannungsauslöseeinrichtung,
soweit eine angebracht ist.
Die Öffnungs- und Schließoperationen des Schaltgeräts 1 sind bekannt. Wenn der Handgriff 5 aus
einer Stellung "AUS" in eine Stellung "EIN" gedreht wird, arbeitet ein Kniegelenkmechanismus 3a
des Schaltschlosses 3 über den Zahnradmechanismus 6, um die Hauptschaltkontakte des Unterbre
cherabschnitts 2 mittels einer Schaltfeder 3b und eines Schalthebels 3c zu schließen. Wird der
Handgriff 5 dagegen aus der Position EIN in die Position AUS gedreht, arbeiten der Kniegelenkme
chanismus 3a und der Schalthebel 3c umgekehrt, um die Hauptschaltkontakte des Unterbrecherab
schnitts 2 zu öffnen. Wenn ein Überstrom durch den Hauptstromkreis fließt und bewirkt, daß die
Überstromauslöseeinrichtung 4 einen Verriegelungsmechanismus 3d des Schaltschlosses 3 auslöst,
öffnet das Schaltschloß 3 die Hauptschaltkontakte, um den Strom zu unterbrechen. Dabei folgt der
Handgriff 5 dieser Auslöseoperation und stoppt in einer Stellung "TRIP" in der Mitte zwischen der
Stellung EIN und der Stellung AUS, um damit anzuzeigen, daß der Schaltgerät ausgelöst wurde.
Wenn das Schaltgerät, nachdem es ausgelöst wurde und danach der Hauptstromkreis wieder in den
Normalzustand versetzt wurde, wieder eingeschaltet werden soll, wird der Handgriff 5 aus der
Position TRIP zunächst in eine Position "RESET" (die gleiche wie die Position AUS) gebracht, um
den Verriegelungsmechanismus 3d des Schaltschlosses 3 zurückzusetzen. Der Handgriff 5 wird
dann in die Position EIN gedreht, um die Hauptschaltkontakte zu schließen und das Schaltgerät
wieder einzuschalten.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 8 und 9 sollen nun der grundlegende Aufbau und die Arbeits
weise der Unterspannungsauslöseeinrichtung mit voreilendem Hilfsschalter, der als Zubehöreinrich
tung an einer Seite des Schaltgeräts angebracht ist, beschrieben werden. Der Montageaufbau gibt
vor, daß die Unterspannungsauslöseeinrichtung 10 an einer Seite des Gehäuses 1a des Schaltge
räts 1 als unabhängiges (zur Unterscheidung nachfolgend als Einheitsgehäuse bezeichnetes)
Gehäuse 11 installiert wird, das Einheitsgehäuse 11 (das so bemessen ist, daß es nicht über Kontur
des Schaltgerätgehäuses vorsteht) externe Anschlußklemmen (Schraubanschlußklemmen) 12a bis
12d aufweist, die an seinen beiden seitlichen Enden in verschiedenen Höhen angeordnet sind, und
das Einheitsgehäuse einen Unterspannungsauslösemechanismus enthält, der sich aus einer
Kombination eines Elektromagneten 13 mit einem mit dem Elektromagneten verbundenen Auslöse
hebel 15 und einem voreilenden Hilfsschalter 14 zusammensetzt, welcher den Stromkreis für den
Elektromagneten 13 in Verbindung mit einer Betätigung des Handgriffs 5 am Schaltgerät öffnet und
schließt. Die externen Anschlußklemmen 12a bis 12d sind in verschiedenen Höhen angeordnet, um
die Verdrahtungsarbeit zu erleichtern, die zur Installation dieser Anschlußklemmen an einer
Verteilertafel oder einer Steuertafel erforderlich ist, wenn sie mit Sammelschienen oder Zweigschie
nen der Hauptschaltung verbunden werden, in dem Fall, wo diese Schienen in der Tafel liegen.
Ein Ende des Auslösehebels 15 ist mit einem Anker 13a des Elektromagneten 13 verbunden, und
ein Antriebsstift 15a, der seitlich vom oberen Ende des Auslösehebels 15 absteht und aus dem
Einheitsgehäuse 11 herausgeführt ist, ist mit einer Auslöseplatte des Schaltschlosses 3 gekoppelt.
Die Bezugszahl 15b bezeichnet eine Rückholfeder, die den Auslösehebel 15 nach unten spannt. Der
Hilfsschalter 14 umfaßt zwei vertikale Sätze voreilender Hilfsschaltkontakte, von denen jeder Satz
ein Paar fester Kontakte 14a und einen brückenartigen beweglichen Kontakt 14b zur Überbrückung
der festen Kontakte 14a aufweist. Ein Kontakthalter 14c, der die beweglichen Kontakte 14b
zusammen mit Kontaktfedern trägt, ist an seinem unteren Ende drehbar gelagert ist. Ein Betäti
gungshebel 14d, der sich im Bereich des oberen Endes des Hilfsschalters 14 befindet und in
Verbindung mit dem Kontakthalter 14c arbeitet, ist mit einem Antriebshebel 16 gekuppelt, welcher
Teil des Handantriebsmechanismus des Schaltgeräts ist. Der Antriebshebel 16 wird in Verbindung
mit dem Rücksetznocken 17 betätigt, welcher mit dem Handgriff 5 verbunden ist. Antriebshebel 16
und Rücksetznocken 17 werden später noch näher erläutert.
Innerhalb des Einheitsgehäuses der Unterspannungsauslöseeinrichtung 10 sind die oben beschrie
benen externen Anschlußklemmen 12a bis 12d wie folgt verdrahtet. Die Anschlußklemme 12a ist mit
der Anschlußklemme 12c über die oberen Hilfsschaltkontakte des Hilfsschalters 14 und die Spule
des Elektromagneten 13 verbunden, während die Anschlußklemme 12b mit der Anschlußklemme
12d über die unteren Hilfsschaltkontakte des Hilfsschalters 14 verbunden ist. Im Betrieb, wenn die
Unterspannungsauslöseeinrichtung am Schaltgerät 1 angebracht ist, sind die Anschlußklemmen 12a
und 12b mit der Speiseseite des Hauptschaltungskreises verbunden, während die Anschlußklemmen
12c und 12d direkt miteinander verbunden sind, wie in Fig. 10 dargestellt.
Wenn bei dem beschriebenen Aufbau der Handgriff 5 des Schaltgeräts 1 in die Position EIN gedreht
wird, wird der Hilfsschalter 14 der Unterspannungsauslöseeinrichtung 10 über den Antriebshebel 16
eingeschaltet, um den Elektromagneten 13 des Auslösemechanismus vom Hauptschaltungskreis mit
Strom zu versorgen und einen Stromfluß durch den Elektromagneten 13 zu ermöglichen. Wenn die
Spannung des Hauptschaltungskreises normal ist, bewirkt das Anziehen des Elektromagneten 13,
daß der Auslösehebel 15 gegen die Federkraft der Rückholfeder 15b nach oben gedrückt wird und
sich der Antriebsstift 15a von der Auslöseplatte des Schaltschlosses des Schaltgeräts weg bewegt,
um die Hauptschaltkontakte im eingeschalteten Zustand zu lassen. Wenn andererseits die Span
nung im Hauptschaltungskreis erheblich abfällt, wird die Federkraft der Rückholfeder 15b größer als
die Anzugskraft des Elektromagneten 13, so daß der Auslösehebel 15 nach unten gestoßen wird.
Dabei stößt der Auslösehebel 15 die Auslöseplatte nach unten uni löst den Verriegelungsmecha
nismus des Schaltschlosses. Dies bewirkt, daß das Schaltgerät eine, Auslösevorgang ausführt.
Wenn das Schaltgerät 1 nach einem Auslösevorgang manuell zurückgesetzt werden soll, wird der
Handgriff 5 zunächst aus der Position TRIP in die Position AUS zurückgedreht und dann in die
Position EIN gedreht. Dabei wird der Hilfsschalter 14 über den Antriebshebel 16, der mit dem
Handgriff 5 gekoppelt ist, eingeschaltet, so daß der Stromkreis für den Elektromagneten 13 wieder
geschlossen wird. Daraufhin zieht der Anker 13a den Auslösehebel 15 an und zieht ihn von der
Auslöseplatte zurück. Somit wird das Schaltschloß 3 des Schaltgeräts zurückgesetzt. Bei der sich
anschließenden Drehung des Handgriffs 5 in die Position EIN werden die Hauptschaltkontakte des
Unterbrecherabschnitts 2 geschlossen.
Die beschriebene Unterspannungsauslöseeinrichtung ist mit dem Hauptschaltungskreis des
Schaltgeräts 1 verbunden, um die Spannung vom Hauptschaltungskreis an den Elektromagneten 13
anzulegen, wie in Fig. 10 gezeigt. Wenn bei dieser Verdrahtung die Spannung im Hauptschaltungs
kreis hoch ist, muß die Spule des Elektromagneten 13 für eine entsprechend hohe Spannung
ausgelegt sein. Damit eine Unterspannungsauslöseeinrichtung mit Standardspezifikation bei einem
Hochspannungs-Schaltgerät eingesetzt werden kann, muß ein Transformator 18 zwischen den
Hilfsschalter 14 und den Elektromagneten 13 geschaltet werden, um die hohe Spannung des
Hauptstromkreises abzusenken, bevor sie an den Elektromagneten 13 angelegt wird, wie in Fig. 11
gezeigt.
Wenn die in Fig. 11 gezeigte Verdrahtungsmethode bei einer Unterspannungsauslöseeinrichtung 10,
die der Standardspezifikation entspricht, wie sie anhand der Fig. 8 und 9 beschrieben wurde,
eingesetzt wird, dann ergeben sich die folgenden Verdrahtungsprobleme. Die Unterspannungsaus
löseeinrichtung der Fig. 8 und 9 umfaßt vier Anschlußklemmen 12a bis 12d, die alle an einem
der beiden seitlichen Enden des Einheitsgehäuses 11 als externe Anschlußklemme angeordnet sind,
und der Elektromagnet 13 und der voreilende Hilfsschalter 14 sind intern in Reihe geschaltet.
Dementsprechend kann der Transformator 18 ohne Änderungen nicht außen angeschlossen werden.
Um die in Fig. 11 gezeigte Verdrahtungsmethode einsetzen zu können, werden einige Produkte mit
einer internen Verdrahtung geliefert, bei der zusätzliche externe Anschlußklemmen (Schrauban
schlußklemmen) 12e und 12f am Einheitsgehäuse der Unterspannungsauslöseeinrichtung 10
unterhalb der zuvor beschriebenen Anschlußklemmen 12a bis 12d angeordnet sind. Anschlußleitun
gen 13b sind von der Spule des Elektromagneten 13, welcher innerhalb des Einheitsgehäuses
angeordnet ist, herausgeführt und mit den Anschlußklemmen 12e und 12f verbunden, wie in Fig. 12
gezeigt. Auf der anderen Seite ist ein Satz Hilfsschaltkontakte des Hilfsschalters 14 mittels eines
Verbindungsleiters 19 zwischen die Anschlußklemmen 12a und 12c geschaltet, während der andere
Satz über einen Verbindungsleiter 20 die Anschlußklemmen 12b und 12d verbindet.
Mit diesem Aufbau kann die Fig. 11 gezeigte Verdrahtungsmethode dadurch angewendet werden,
daß die Primärwicklung des Transformators 18 (siehe Fig. 11) zwischen die Anschlußklemmen 12c
und 12d geschaltet wird, während die Sekundärwicklung an die Anschlußklemmen 12e und 12f
angeschlossen wird.
Bei der Abwandlung nach Fig. 12 erhöhen die zusätzlichen Anschlußklemmen 12e und 12f die
äußere Höhe H des Einheitsgehäuses 11 verglichen mit dem der Standard-Unterspannungsauslöse
einrichtung von Fig. 9. Dies führt zu keinem Problem, wenn die Unterspannungsauslöseeinrichtung
bei einem großen Schaltgerät eingesetzt wird, während bei einem kleinen Schaltgerät die Tatsache,
daß die Höhe größer als die äußere Höhe des Schaltgeräts ist, den Einsatz der Unterspannungs
auslöseeinrichtung verhindert.
Mit anderen Worten, wenn eine Vielzahl von Schaltgeräten an einer Verteilertafel oder einer
Schalttafel installiert ist, sind sie auf über der Tafel ausgelegten Stützschienen angeordnet und
werden von diesen getragen, und ihre Handgriffe erstrecken sich aus einer Tür der Tafel nach
außen. Dies macht es ziemlich unmöglich, große Unterspannungsauslöseeinrichtungen bei kurzen
Schaltgeräten einzusetzen.
Aufgabe der Erfindung ist es, dieses Problem zu lösen und eine Unterspannungsauslöseeinrichtung
mit einem voreilenden Hilfsschalter zu schaffen, die die gleiche Größe wie existierende Standard-
Unterspannungsauslöseeinrichtungen und ferner eine verbesserte Verdrahtungsstruktur aufweist,
um sowohl die Verdrahtungsmethode gemäß Fig. 10 als auch diejenige gemäß Fig. 11 zuzulassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Unterspannungsauslöseeinrichtung gelöst, wie sie
in den Ansprüchen 1, 2 bzw. 3 gekennzeichnet ist.
Die Lösungen gemäß den Ansprüchen 1 und 2 verwenden Anschlußleitungen, die von der Spule des
sich innerhalb des Einheitsgehäuses befindenden Elektromagneten ausgehen oder vom Anschluß
block, der sich an der Seite des Einheitsgehäuses befindet uni mit diesen Anschlußleitungen
verbunden ist. Mit dieser Ausgestaltung kann die in Fig. 11 gezeigte Verdrahtungsmethode dadurch
eingesetzt werden, daß ein Transformator zwischen die externen Anschlußklemmen an einem Ende
des Einheitsgehäuses sowie die externen Anschlußklemmen am anderen Ende des Einheitsgehäu
ses geschaltet wird. Ohne Transformator können die Anschlußleitungen von der Spule des Elektro
magneten extern mit den externen Anschlußklemmen an den jeweiligen Enden des Einheitsgehäu
ses verbunden werden.
Bei der Ausgestaltung des Anspruchs 3 ist die Unterspannungsauslöseeinrichtung mit dem Hilfs
schalter in zwei Einheiten unterteilt, der Unterspannungsauslösemechanismus und der Hilfsschalter
sind einzeln in ein jeweiliges Einheitsgehäuse eingebaut, dessen Form der äußeren Kontur des
Schaltgerätgehäuses angepaßt ist und das externe Anschlußklemmen an jedem seiner entgegenge
setzten Enden aufweist, wobei die Einheiten aufeinander an einer Seite des Schaltgeräthauptkörpers
montiert sind. In diesem montierten Zustand arbeiten die Unterspannungsauslösemechanismusein
heit und die Hilfsschaltereinheit in Verbindung mit dem Schaltgerät.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 den Aufbau einer Unterspannungsauslöseeinrichtung mit voreilendem Hilfsschalter
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wobei Fig. 1(a)
eine Frontansicht des internen Aufbaus der Unterspannungsauslöseeinrichtung in Verbin
dung mit einem Schaltgerät ist, Fig. 1(b) eine Seitenansicht hiervon ist und Fig. 1(c) eine
Draufsicht darauf ist,
Fig. 2 den Aufbau einer Unterspannungsauslöseeinrichtung mit voreilendem Hilfsschalter
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung, wobei Fig. 2(a)
eine Frontansicht des internen Aufbaus ist, Fig. 2(b) eine Seitenansicht davon ist und Fig.
2(c) eine Draufsicht darauf ist,
Fig. 3 eine Seitenansicht des internen Aufbaus einer Unterspannungsauslöseeinrichtung mit
voreilendem Hilfsschalter gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung, wobei die Einheiten der Einrichtung aufeinander gesetzt sind,
Fig. 4 eine Detailansicht des Aufbaus der Einheit I in Fig. 3, wobei die Fig. 4(a) bis 4(c) eine
Frontansicht, eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht auf diesen Aufbau darstellen,
Fig. 5 eine Detailansicht des Aufbaus der Einheit II in Fig. 3, wobei die Fing. 5(a) bis Fig. 5(c)
eine Frontansicht, eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht auf diesen Aufbau darstellen,
Fig. 6 eine schematische Darstellung des Aufbaus eines Schaltgeräts mit angesetzter Unter
spannungsauslöseeinrichtung gemäß der Erfindung,
Fig. 7 eine Detailansicht des Aufbaus des Schaltschlosses in Fig. 6,
Fig. 8 eine Draufsicht auf eine herkömmliche Standard-Unterspannungsauslöseeinrichtung mit
voreilendem Hilfsschalter, die an einem Schaltgerät montiert ist,
Fig. 9 eine Frontansicht des internen Aufbaus der Unterspannungsauslöseeinrichtung von Fig.
8,
Fig. 10 ein Verdrahtungsdiagramm, das eine generelle Verdrahtungsmethode für eine Unterspan
nungsauslöseeinrichtung mit voreilendem Hilfsschalter zeigt, die an einem Schaltgerät
montiert ist,
Fig. 11 ein Verdrahtungsdiagramm, das eine von Fig. 10 verschiedene Verdrahtungsmethode
zeigt, und
Fig. 12 den internen Aufbau einer herkömmlichen Unterspannungsauslöseeinrichtung mit
voreilendem Hilfsschalter, die für die Anwendung der Verdrahtungsmethode von Fig. 11
hergestellt wurde.
In allen Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder einander entsprechende Teile.
Die Fig. 1(a) bis 1(c) zeigen ein Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 1. Eine Unterspannungs
auslöseeinrichtung 10 mit voreilendem Hilfsschalter gemäß diesem Ausführungsbeispiel hat einen
Aufbau, der mit Ausnahme der internen Verdrahtung dem der Standard-Unterspannungsauslöseein
richtung, die in Verbindung mit den Fig. 8 und 9 beschrieben wurde, im wesentlichen gleicht. Ein
einziges Einheitsgehäuse 11, das nach Maßgabe der äußeren Kontur eines Schaltgeräts 1 geformt
ist, beinhaltet einen Elektromagneten 13, einen voreilenden Hilfsschalter 14 und einen Auslösehebel
15. Externe Anschlußklemmen 12a bis 12d sind an einem jeweiligen der beiden seitlichen Ende des
Einheitsgehäuses 11 (rechts und links in Fig. 1) in unterschiedlichen Stufen angeordnet. Die interne
Verdrahtungsstruktur im Einheitsgehäuse 11 ist wie folgt. Der Stromkreis für den Elektromagneten
13 ist von dem Hilfsschalter 14 getrennt. Anschlußleitungen 13b von den jeweiligen Enden der Spule
des Elektromagneten 13 sind direkt an der oberen Mitte des Einheitsgehäuses 11 herausgeführt
extern angeschlossen. Die Anschlußklemmen 12a und 12c sind durch einen Verbindungsleiter 19
über einen Satz Hilfsschaltkontakte des Hilfsschalters 14 verbunden, und die Anschlußklemmen 12b
und 12d sind durch einen Verbindungsleiter 20 über den anderen Satz Hilfsschaltkontakte des
Hilfsschalters 14 verbunden.
Im Betriebszustand, wenn die Unterspannungsauslöseeinrichtung 10 am Schaltgerät 1 montiert ist
und gemäß Verdrahtungsmethode von Fig. 11 ein Transformator 18 eingesetzt und zwischen den
Hilfsschalter 14 und den Elektromagneten 13 geschaltet werden soll, werden die rechtsseitigen
Anschlußklemmen 12a und 12b mit dem Hauptschaltungskreis verbunden, die Primärspule des
Transformators 18 wird zwischen die linksseitigen Anschlußklemmen 12c und 12d geschaltet und die
Sekundärwicklung des Transformators 18 wird mit den Anschlußleitungen 13b, die vom Elektro
magneten 13 aus dem Einheitsgehäuse herausgeführt sind, verbunden, wie in Fig. 1(c) gezeigt.
Wenn dagegen die Verdrahtungsmethode von Fig. 10 angewendet werden soll, die ohne Transfor
mator (18) auskommt, werden die Anschlußleitungen 13b vom Elektromagneten 13 direkt mit den
Anschlußklemmen 12c und 12d, die sich beide am linksseitigen Ende des Einheitsgehäuses 11
befinden, verbunden.
Der obige Aufbau macht keine größere Höhe H des Einheitsgehäuses 11 der Unterspannungsauslö
seeinrichtung nötig, um Raum für externe Anschlußklemmen 12e und 12f nur für den Elektro
magneten 13 vorzusehen, wie dies bei der herkömmlichen Einrichtung gemäß Fig. 12 der Fall ist.
Folglich kann die Unterspannungsauslöseeinrichtung 10 äußere Abmessungen ähnlich denen der
Standardeinrichtung von Fig. 9 aufweisen, was die Installation an einem kleinen Schaltgerät 1
geringer Kapazität ermöglicht, so daß die beiden Verdrahtungsmethoden der Fig. 10 und 11
ermöglicht werden.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 2 und stellt eine Verbesserung des ersten
Ausführungsbeispiels dar. Bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel sind Steckverbinderbuchsen
13b-1 an den freien Enden der Anschlußleitungen 13b angebracht, die von der Spule des Elektro
magneten 13 innerhalb des Einheitsgehäuses 11 herausgeführt sind. Ein abnehmbarer Anschluß
block 21 ist an dem oberen Teil einer Seite des Einheitsgehäuses 11 angebracht und mit den
Steckverbinderbuchsen 13b-1 gekoppelt, die vermittels dieses Anschlußblocks extern verschaltet
sind.
An dem Anschlußblock 21 sind Steckverbinderstecker 21a und Schraubanschlußklemmen 21b
angebracht. Die Steckverbinderstecker 21a werden durch Schlitze in der Seite des Einheitsgehäu
ses der Unterspannungsauslöseeinrichtung 10 in dieses eingesteckt und in die Steckverbinderbuch
sen 13b-1 an den Anschlußleitungen 13b eingesteckt. Die externe Verdrahtung wird dann an den
Schraubanschlußklemmen 21b des Anschlußblocks 21 angeschlossen. Obwohl somit die Unter
spannungsauslöseeinrichtung äußere Abmessungen ähnlich denen des Schaltgeräts 1 besitzt,
ähnlich wie beim ersten Ausführungsbeispiel, kann es für beide Verdrahtungsmethoden der Fig. 10
und 11 eingesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel gemäß Anspruch 3 wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 3 bis 5
beschrieben. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Unterspannungsauslöseeinrichtung 10 mit dem
voreilenden Hilfsschalter in zwei Einheiten 22 und 23 unterteilt. Eine Einheit (Einheit I) enthält den
Hilfsschalter 14, während die andere Einheit (II) einen Unterspannungsauslösemechanismus enthält,
der aus einer Kombination des Elektromagneten 13 mit dem Auslösehebel 15 besteht. Die Einheiten
22 und 23 besitzen Einheitsgehäuse 22a bzw. 23a, die so geformt sind, daß sie der äußeren Kontur
des Schaltgeräts 1 angepaßt sind. Wie in Fig. 3 gezeigt, werden die Einheiten I und II aufeinander
bzw. aneinander an einer Seite des Schaltgeräts 1 angebracht.
Die Einheit I, die den Hilfsschalter 14 enthält, besitzt externe Anschlußklemmen 22b, 22c, 22d und
22e, von denen die Anschlußklemmen 22b und 22c an dem einen seitlichen Ende des Einheitsge
häuses 22a in verschiedenen Höhen angeordnet sind, während die Anschlußklemmen 22d und 22e
an dem anderen seitlichen Ende des Einheitsgehäuses 22a in verschiedenen Höhen angeordnet
sind. Innerhalb des Einheitsgehäuses sind die Anschlußklemmen 22b und 22d durch den Verbin
dungsleiter 19 über den einen Satz Hilfsschaltkontakte des Hilfsschalters 14 miteinander verbunden,
während die Anschlußklemmen 22c und 22e mittels des Verbindungsleiters 20 über den anderen
Satz Hilfsschaltkontakte des Hilfsschalters 14 miteinander verbunden sind.
Die den Unterspannungsauslösemechanismus enthaltende Einheit II besitzt externe Anschlußklem
men 23b und 23c, die an einem jeweiligen der seitlichen Ende des Einheitsgehäuses 23a angeord
net sind. Die von den jeweiligen Enden der Spule des Elektromagneten 13, der sich innerhalb des
Einheitsgehäuses 23a befindet, herausgeführten Anschlußleitungen 13b sind mit den Anschluß
klemmen 23b bzw. 23c verbunden, wie in den Fig. 5a bis 5c gezeigt.
Wenn die Einheit I gemäß Darstellung in Fig. 3 an der Innenseite und die Einheit II an der Außen
seite liegt, kann die Spitze eines Vorsprungs, der horizontal vom oberen Ende des Auslösehebels
15, der sich innerhalb der Einheit II befindet, absteht, in das Schaltgerätgehäuse eingesetzt werden.
Ein rechteckiger Schlitz ist in einer Seitenwand der Einheit I ausgebildet, um zu erlauben, daß der
Auslösehebel 15 das Einheitsgehäuse 22a durchsetzt.
Wenn die in Fig. 10 gezeigte Verdrahtungsmethode verwendet wird, werden die Anschlußklemmen
22b und 22c der Einheit I, die den Hilfsschalter 14 enthält, mit dem Hauptstromkreis verbunden.
Andere Drähte werden dazu verwendet, die Anschlußklemmen 23b und 23c der Einheit II, die den
Unterspannungsauslösemechanismus enthält, mit den Anschlußklemmen 22d und 22e der Einheit I
zu verbinden. Wenn dagegen die Verdrahtungsmethode von Fig. 11 eingesetzt wird, um den
Transformator 18 mit dem Hauptstromkreis zu verbinden, wird die Primärwicklung des Transforma
tors 18 zwischen die Anschlußklemmen 22d und 22e der Einheit 1 geschaltet, während die Sekun
därwicklung zwischen die Anschlußklemmen 23b und 23c geschaltet wird.
Wie bei dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel können problemlos die beiden Verdrah
tungsmethoden der Fig. 10 und 11 eingesetzt werden, während die Einheiten I und II, die die
Unterspannungsauslöseeinrichtung 10 bilden, in einer Weise installiert werden, die sicherstellt, daß
sie nicht über die äußere Kontur des Schaltgeräts 1 hinausragen. Außerdem kann ohne die Einheit I,
die den Hilfsschalter 14 enthält, die Einheit II direkt mit dem Hauptstromkreis des Schaltgeräts ver
bunden werden.
Wie voranstehend beschrieben, zeichnet sich die Erfindung durch die folgenden Merkmale aus:
- 1. Bei den Ausführungsformen gemäß den Ansprüchen 1 und 2 kann eine existierende Unterspan nungsauslöseeinrichtung, die Standardspezifikationen entspricht und einen voreilenden Hilfsschalter aufweist, als Basis verwendet werden, und es braucht lediglich ein Teil der internen Verdrahtung der Einrichtung geändert zu werden, um dadurch zu ermöglichen, daß die vorliegende Erfindung nicht nur in Verbindung mit der Verdrahtungsmethode von Fig. 10, sondern auch der Verdrahtungsme thode von Fig. 11 eingesetzt werden kann, bei der zusätzlich ein Transformator verwendet wird. Ferner kann die Unterspannungsauslöseeinrichtung mit voreilenden Hilfsschalter in einem kleinen Schaltgerät, wie etwa einem Selbstschalter zur Steuerung eines elektrischen Motors installiert werden, der in eine Verteilertafel oder ähnliches eingebaut werden kann. Demgemäß kann die vorliegende Erfindung eine sehr praktische Unterspannungsauslöseeinrichtung mit einem voreilen den Hilfsschalter schaffen.
- 2. Die Ausgestaltung der Erfindung gemäß Anspruch 3 besitzt ähnliche Merkmale wie die der Ansprüche 1 und 2. Da ferner die Einrichtung in die Einheit I mit dem voreilenden Hilfsschalter und die Einheit II und mit dem Unterspannungsauslösemechanismus unterteilt ist, braucht nur die Einheit II am Schaltgerät montiert zu werden, um Funktionen ähnlich denen einer typischen Unterspan nungsauslöseeinrichtung zu ermöglichen.
Claims (3)
1. Unterspannungsauslöseeinrichtung mit voreilendem Hilfsschalter (14) zur optionalen
Montage an einer Seite des Hauptkörpers (1a) eines Schaltgeräts (1), bei der ein elektromagneti
scher Unterspannungsauslösemechanismus und der Hilfsschalter (14), durch den der Stromkreis für
den Elektromagneten (13) des Unterspannungsauslösemechanismus in Verbindung mit der
Betätigung eines Handgriffs des Schaltgeräts (1) zu öffnen und zu schließen ist, in einem einzigen
Einheitsgehäuse (11) integriert sind, welches externe Anschlußklemmen (12a-12d) an zwei
entgegengesetzten Enden aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Einheitsgehäuse (11) so
geformt ist, daß es der äußeren Kontur des Hauptkörpers (1a) des Schaltgeräts (1) angepaßt ist,
daß der Stromkreis Hilfsschalters (14) und der des Elektromagneten (13) innerhalb des Einheitsge
häuse (11) voneinander getrennt sind, daß der Hilfsschalter (14) zwischen eine oder mehrere
Anschlußklemmen (12a, 12b) an einem Ende des Einheitsgehäuses und eine oder mehrere
Anschlußklemmen (12c, 12d) am anderen Ende geschaltet ist, und daß Anschlußleitungen (13b) des
Elektromagneten (13) direkt aus dem Einheitsgehäuse (11) herausgeführt und extern anschließbar
sind.
2. Unterspannungsauslöseeinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Einheitsgehäuse (11) so geformt ist, daß es der äußeren Kontur des
Hauptkörpers (1a) des Schaltgeräts (I) angepaßt ist, daß der Stromkreis des Hilfsschalters (14) und
der des Elektromagneten (13) innerhalb des Einheitsgehäuse (11) voneinander getrennt sind, daß
der Hilfsschalter (14) zwischen eine oder mehrere Anschlußklemmen (12a, 12b) an einem Ende des
Einheitsgehäuses und eine oder mehrere Anschlußklemmen (12c, 12d) am anderen Ende geschaltet
ist, und daß Anschlußleitungen (13b) des Elektromagneten (13) über einen an einer Seite des
Einheitsgehäuses (11) installierbaren Anschlußblock (21) extern anschließbar sind.
3. Unterspannungsauslöseeinrichtung mit voreilendem Hilfsschalter (14) zur optionalen
Montage an einer Seite des Hauptkörpers (1a) eines Schaltgeräts (1), bei der ein elektromagneti
scher Unterspannungsauslösemechanismus und der Hilfsschalter (14), durch den der Stromkreis für
den Elektromagneten (13) des Unterspannungsauslösemechanismus in Verbindung mit der
Betätigung eines Handgriffs des Schaltgeräts (1) zu öffnen und zu schließen ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Unterspannungsauslöseeinrichtung in zwei Einheiten (22, 23) unterteilt ist, wobei
der Unterspannungsauslösemechanismus und der Hilfsschalter (14) separat in ein jeweiliges
Einheitsgehäuse (22a, 23a) eingebaut sind, die so geformt sind, daß sie der äußeren Kontur des
Hauptkörpers (1a) des Schaltgeräts (1) angepaßt sind und externe Anschlußklemmen (22b- 22e,
23b, 23c) aufweisen, die an zwei entgegengesetzten Enden des jeweiligen Einheitsgehäuses
angeordnet sind, wobei die Einheiten (22, 23) auf- bzw. aneinander an einer Seite des Hauptkörpers
(1a) des Schaltgeräts (I) montierbar sind und im montierten Zustand als Unterspannungsauslöse
mechanismuseinheit und Hilfsschaltereinheit in Verbindung mit dem Schaltgerät (1) arbeiten.
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