DE10203612C1 - Brennstoffzellenpaket sowie dafür geeignete bipolare Platte - Google Patents
Brennstoffzellenpaket sowie dafür geeignete bipolare PlatteInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Bipolarplatte (1) sowie ein Brennstoffzellenpaket (2). Die Bipolarplatte weist zwei elektrisch miteinander verbundene Außenflächen (3a, 3b) zur elektrischen Kontaktierung sowie Ab- und Zufuhr von Gasen und/oder Flüssigkeiten zu an die Außenflächen benachbarten Flächen von Brennstoffzellen auf. Die Bipolarplatte weist einen im Zentralbereich (6) offenen Rahmen (7) sowie ein im Zentralbereich angeordnetes Innenteil (3) auf, wobei Rahmen und Innenteil elastisch miteinander verkoppelt sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Brennstoffzel
lenpaket (auch "Brennstoffzellenstack" genannt) bzw.
eine bipolare Platte für Brennstoffzellenpakete.
Bei PEM-Brennstoffzellen (Polymerelektrolytmembran
brennstoffzellen) werden üblicherweise mehrere Brenn
stoffzellen aufeinander geschichtet zu einem Brenn
stoffzellenpaket. Die Abtrennung zwischen den einzel
nen Zellen erfolgt durch Bipolarplatten, die folgende
Funktionen übernehmen:
- - Elektrische Kontaktierung der Elektroden der Brennstoffzellen und Weiterleitung des Stroms zur benachbarten Zelle (Serienschaltung der Zellen),
- - Versorgung der Zellen mit Reaktionsgasen und Ab transport des erzeugten Wassers über eine entspre chende Kanalstruktur,
- - Weiterleiten der bei der Reaktion in der Brenn stoffzellen entstehenden Abwärme, sowie
- - Abdichten der verschiedenen Gas- bzw. Kühlkammern gegeneinander und nach außen.
Es ist bekannt, Bipolarplatten aus graphitischen
Werkstoffen im wesentlichen einstückig herzustellen.
Der Vorteil graphitischer Werkstoffe liegt in ihrer
hohen Korrosionsbeständigkeit und im Hinblick auf mo
bile Anwendungen auch auf ihrer geringen Material
dichte. Die Anfälligkeit auf Zugspannungen und die
damit verbundene Sprödigkeit von graphitischen Werk
stoffen engen jedoch die Wahl des Formgebungsverfah
rens für die Strukturierung stark ein. Die spanende
Formgebung stellt dabei keine Option für eine kosten
günstige Massenproduktion dar.
Als Alternative ist auch versucht worden, metallische
Bipolarplatten aus Metallen wie Edelstahl, Titan her
zustellen. Hierbei ergeben sich Nachteile in bezug
auf Korrosion sowie bezüglich der Kosten. Die Her
stellung komplizierter Kanalstrukturen mit metalli
schen Platten erfordert sehr aufwendige Formgebungs
verfahren, welche den Bau von Bipolarplatten stark
verteuern.
Unabhängig vom eingesetzten Material steht außerdem
die Anforderung an die Bipolarplatte, dass diese nur
sehr geringe Toleranzmaßabweichungen aufweisen darf.
Dies liegt daran, dass einerseits die Dichtigkeit im
Bereich von Durchflußöffnungen für Gase bzw. Flüssig
keiten, welche durch die Bipolarplatte strömen und
sich an andere Bauteile anschließen, gegeben sein
muß. Außerdem ist es notwendig, dass über die Bipo
larplatten ein gleichmäßiger Anpressdruck auf Elekt
roden benachbarter Brennstoffzellen ausgeübt wird, um
somit eine gleichmäßige flächige Medienversorgung und
außerdem einen über die Fläche gleich verteilten
Stromfluß zu ermöglichen.
Die DE 43 09 976 A1 zeigt eine bipolare Platte für
eine elektrochemische Mehrzellenbatterie, die aus
zwei stromleitenden Platten und einem Rahmen, in dem
Kanäle zur Gas- und Kühlmittelversorgung integriert
sind, besteht. Die Abdichtung zwischen Rahmen und den
innen angeordneten stromleitenden Platten erfolgt mit
Hilfe einer elastischen Dichtungs- oder Klebstoffmas
se.
Die EP 09 33 826 A1 zeigt den Aufbau eines Brenn
stoffzellenpakets mit Hilfe einer die Brennstoffzel
len des Brennstoffzellenpakets rahmenförmig umschlie
ßenden Elastomer-Dichtung mit adhäsiver Oberflächen
schicht.
Ausgehend hiervon stellt sich für die vorliegende Er
findung die Aufgabe, eine Bipolarplatte für Brenn
stoffzellenpakete zu schaffen, welche einerseits kos
tengünstig herstellbar ist und andererseits trotzdem
höchste Anforderungen in bezug auf Dichtheit und
gleichmäßigen Anpressdruck erfüllt.
Diese Aufgabe wird durch eine Bipolarplatte nach An
spruch 3 gelöst, mit einem Brennstoffzellenpaket nach
Anspruch 1 werden diese Vorteile genutzt.
Dadurch, dass die Bipolarplatte einen im Zentralbe
reich offenen Rahmen sowie einen im Zentralbereich
angeordnetes Innensteil aufweist, wobei Rahmen und
Innenteil elastisch miteinander gekoppelt sind und
das Brennstoffzellenpaket für den Zentralbereich und
den Bereich des Rahmens separate Mittel zur axialen
Kompression des Brennstoffzellenpakets vorsieht, wird
diese Aufgabe gelöst.
Hierbei ist besonders günstig, dass Rahmen und Innen
teil elastisch miteinander gekoppelt sind. Hierdurch
wird es ermöglicht, dass die Toleranzanforderungen
gegenüber einteiligen Bipolarplatten sich völlig an
ders darstellen. So ermöglicht die elastische Kopp
lung von Rahmen und Innenteil, einerseits die Rahmen
und andererseits die Innenteile benachbarter Bipo
larplatten miteinander zu verspannen. Somit ist es
nicht mehr notwendig, über die gesamte Fläche der Bi
polarplatte strengste Toleranzen zu erfüllen, da in
dieser Beziehung Rahmen und Innenteil quasi entkop
pelt sind. Außerdem ist dies von der Praxistauglich
keit bzw. Langlebigkeit eines Brennstoffzellenpakets
sehr wesentlich, da Setzeffekte von Dichtungen bzw.
im Zentralbereich angeordneter Gasdiffusionslagen e
benfalls voneinander entkoppelt ausgeglichen werden,
so dass sich nicht Setzeffekte in einem Bereich nega
tiv auf einen anderen Bereich der Brennstoffplatte
auswirken können.
Das erfindungsgemäße Brennstoffzellenpaket macht von
erfindungsgemäßen Bipolarplatten insofern Gebrauch
als das für den Zentralbereich und den Bereich des
Rahmens separate Mittel zur axialen Kompression des
Brennstoffzellenpaketes vorgesehen werden, d. h. dass
diese Mittel jeweils isoliert den Zentralbereich bzw.
den Rahmenbereich axial aufeinanderpressen.
Mit der mindestens zweiteiligen Anordnung der Bipo
larplatte (also Rahmen und Innenteil) wird auch er
möglicht, dass teure Materialien nur dort verbaut
werden müssen, wo sie tatsächlich notwendig sind. Es
kann eine angepasste Materialwahl stattfinden. So
kann z. B. im Rahmenbereich, welcher mit Durchfluss
öffnungen für korrosive Medien ausgestattet ist, auf
kostengünstige korrosionsbeständige Kunststoffe zu
rückgegriffen werden. Im Bereich des Innenteils, wo
es auf elektrisch leitfähige Flächen ankommt, können
Metalle oder graphitische Werkstoffe zur Anwendung
kommen.
Vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Er
findung werden in den abhängigen Ansprüchen angege
ben.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform sieht
vor, dass das Innenteil und der Rahmen durch ein zu
der Bipolarplatte gehörendes elastisches Element ver
bunden und somit elastisch miteinander gekoppelt
sind. Dies ermöglicht es, dass ein im wesentlichen
starres Innenteil und ein starrer Rahmen trotzdem
noch elastisch zueinander verschiebbar sind. Das e
lastische Element kann hierbei als Elastomerumsprit
zung im Grenzbereich von Rahmen und Innenteil ausge
führt sein. Es ist auch möglich, dass das elastische
Element mit dem Innenteil bzw. dem Rahmen verklebt
ist oder dass es formschlüssig mit Innenteil und/oder
Rahmen verbunden ist. Hier sind sämtliche Anordnungen
denkbar, wichtig ist jedoch, dass einerseits die e
lastische Kopplung von Rahmen und Innenteil gegeben
ist und andererseits eine flüssigkeits- und gasdichte
Abschottung gewährleistet ist, d. h. dass im Grenzbe
reich zwischen Innenteil und Rahmen keine Flüssigkei
ten bzw. Gase hindurchtreten können. Der Gas- bzw.
Flüssigkeitsdurchtritt quer zur Bipolarplatte soll
lediglich durch die hierfür vorgesehen Durchgangsöff
nungen geschehen.
Eine weitere besonders vorteilhafte Ausführungsform
sieht vor, dass der Rahmen Durchgangsöffnungen für
Gase, Flüssigkeiten bzw. Befestigungsmittel (wie etwa
Spannbolzen) aufweist. Der Bereich um diese Durch
gangsöffnungen herum kann hierbei durch besondere
Dichtungen abgedichtet werden. Hier kommen neben ein
gelegten Fertigdichtungen insbesondere im Siebdruck
verfahren aufgebrachte Dichtungen in Frage. Diese
Dichtungen sind stellenweise ausgespart, so dass sich
ein Fluß von Medien von den Durchgangsöffnungen hin
zum Zentralbereich ergeben kann. Dies ist z. B. not
wendig, um eine Oberfläche eines Innenteils mit einem
Versorgungsmedium wie etwa molekularen Wasserstoff zu
versorgen bzw. um den Abtransport von Reaktionswasser
zu ermöglichen.
Es kann aber auch vorgesehen werden, dass das Innen
teil einen hohlen Innenraum aufweist und dieser mit
einer Durchgangsöffnung des Rahmens verbindbar ist.
Auf diese Weise ist ein Kühlmittel in den Innenraum
des Innenteils einleitbar, so dass sich eine beson
ders effektive Kühlung und somit eine direkte Tempe
raturregelung im Inneren des Brennstoffzellenpakets
ermöglicht. Bei sämtlichen Kanälen, welche von den
Durchgangsöffnungen hin zu dem Innenteil gegeben
sind, ist jedoch darauf zu achten, dass hierbei das
elastische Element, ohne dessen Dichtwirkung zu be
einträchtigen, unter Umständen zu überbrücken ist.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform sieht
vor, dass der Rahmen aus Kunststoff ist. Dies ermög
licht eine besonders kostengünstige Herstellung des
Rahmens, es bestehen praktisch keine Korrosionsprob
leme. Insbesondere ist eine komplizierte Geometrie
von Durchgangsöffnungen einfach im Spritzgußverfahren
herzustellen, es sind auch keine aufwendigen Maßnah
men zur elektrischen Isolierung vonnöten.
Es ist aber auch möglich, den Rahmen aus einem E
lastomermaterial zu fertigen. In diesem Falle ist
kein gesondertes elastisches Element nötig. Die Ei
genelastizität des Rahmens reicht somit für das elas
tische Spiel zwischen Innenteil und Restrahmen aus.
Hierdurch wird außerdem ermöglicht, dass auf Zusatz
dichtungen im Bereich der Durchgangsöffnungen unter
Umständen verzichtet werden kann.
Bezüglich des Innenteils kann ebenfalls auf die An
forderungen entsprechender Werkstoffe zurückgegriffen
werden. So ist es besonders vorteilhaft, diese Innen
teile aus korrosionsbeständigen Metallen, Graphit o
der Graphitkomposit vorzusehen. Aufwendige Formge
bungsverfahren sind hierbei nicht vonnöten, insbeson
dere bei metallischen Werkstoffen ist es aber trotz
dem möglich, auf einfach Weise ein Flowfield flächi
gen Gasverteilung auf einer Außenfläche des Innen
teils aufzuprägen.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden
Erfindung werden in den übrigen abhängigen Ansprüchen
beschrieben.
Die vorliegende Erfindung wird nun anhand mehrerer
Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1a einen erfindungsgemäßen Rahmen
einer Bipolarplatte in der Drauf
sicht,
Fig. 1b einen Schnitt gemäß A-A durch den
erfindungsgemäßen Rahmen nach
Fig. 1a,
Fig. 1c einen Schnitt gemäß B-B durch den
Rahmen nach Fig. 1a mit einge
setztem elastischem Element und
Innenteil,
Fig. 2a und 2b Detailschnitte weiterer Ausfüh
rungsformen der erfindungsgemäßer
Rahmen sowie
Fig. 3 eine schematische Darstellung ei
nes erfindungsgemäßen Brennstoff
zellenpakets.
Fig. 1a zeigt die Draufsicht auf den Rahmen einer
erfindungsgemäßen Bipolarplatte. Der Rahmen 7 ist im
wesentlichen mittig angeordneten Zentralbereich 6 of
fen. Ein in Fig. 1a nicht gezeigtes Innenteil kann
in diesem Zentralbereich angeordnet werden bzw. die
sen überdecken. Dieses Innenteil und der Rahmen 7
sind dann elastisch miteinander gekoppelt.
Der Rahmen weist Durchgangslöcher 10a, 10b sowie 10c
auf. Die Durchgangslöcher 10c sind zur Durchführung
von z. B. Spannbolzen geeignet. Hiermit wird dann in
Richtung senkrecht zur Blattebene in Fig. 1a ein a
xialer Anpressdruck auf Bipolarplatten bzw. einen
diesen Bipolarplatten enthaltendes Brennstoffzellen
paket ausgeübt. Außerdem sind weitere Durchgangslö
cher vorgesehen. Die Durchgangslöcher 10a dienen der
Zufuhr von molekularem Wasserstoff von den Durch
gangslöchern zu einer Außenfläche eines in dem Zent
ralbereich unterzubringenden Innenteils. Auf nähere
Einzelheiten wird später bei der Beschreibung des
Schnitten A-A in Fig. 1b eingegangen.
Außerdem sind noch Durchgangsöffnungen 10b für Kühl
flüssigkeit vorgesehen. Auf nähere Einzelheiten wird
in Fig. 1c, welches den Schnitt B-B beschreibt, ein
gegangen.
Sämtliche Durchgangslöcher, welche flüssige bzw. gas
förmige Medien führen, sind von einer Dichtung 9 um
geben. Diese dient zur Abdichtung der Durchgangslö
cher, wenn die Bipolarplatte auf benachbarte Bauteile
aufgepresst wird. Die Dichtung 9 ist im Siebdruckver
fahren auf den Rahmen aufgebracht. Die dichtende Wir
kung der Dichtung 9 setzt ein, wenn der Rahmen 7 der
Bipolarplatte in Richtung senkrecht zur Blattebene
axial verpresst wird und somit ein Druck auf die
Dichtungen 9 aufgebracht zur Abdichtung der Durch
gangslöcher. Der Rahmen in Fig. 1a ist ein Kunst
stoff-Spritzgußteil. Dies hat den Vorteil, dass die
Durchgangsöffnungen sowie eventuelle Kanäle von den
Durchgangsöffnungen zu dem Zentralbereich hin einfach
im Spritzgußverfahren hergestellt werden können.
Selbstverständlich ist es aber auch möglich, den Rah
men 7 aus anderen Materialien, wie z. B. aus Metallen
oder graphitischen Werkstoffen zu fertigen.
Fig. 1b zeigt einen Schnitt durch den Rahmen 7 gemäß
A-A. In dem Schnitt wurde auf die Darstellung der
Dichtung 9 verzichtet. Gezeigt ist eine Durchgangs
öffnung 10a, welche molekularen Wasserstoff durch ei
nen Zuführkanal 14 zu einem Flowfield an der Außen
seite eines Innenteils bringen kann (siehe hierzu
Fig. 1c). In Fig. 1b ist außerdem eine Einfassung 12
zu sehen, in welche ein Innenteil zur Bedeckung des
Zentralbereiches 6 bzw. ein elastisches Element, wel
ches dieses Innenteil elastisch hält, einbringbar
ist.
Fig. 1c zeigt einen Schnitt gemäß B-B durch den Rah
men aus Fig. 1a. Zur besseren Anschaulichkeit sind
in diesem Schnitt noch weitere im Zentralbereich an
geordnete Elemente einer erfindungsgemäßen Bipo
larplatte gezeigt. In Fig. 1c ist eine Durchgangs
öffnung 10b zur Durchleitung von Kühlflüssigkeit ge
zeigt. Die Durchgangsöffnung 10b ist mit einem Kühl
kanal 15, welcher zum Zentralbereich des Rahmens 7
hin offen ist, verbunden. In der umlaufenden Einfas
sung 12 ist ein elastisches Element 8 eingebracht,
welches umlaufend ein Innenteil 3 elastisch innerhalb
des Rahmens 7 trägt. Das elastische Innenteil weist
zwei Außenflächen 3a sowie 3b auf. Die Außenfläche 3a
hat nach oben hin ein aufgeprägtes Flowfield 11 zur
flächigen Verteilung von Wasserstoff auf der Außen
fläche 3a. Die untere Außenfläche 3b weist ebenfalls
ein Flowfield auf. Die Außenflächen 3a und 3b sind
jeweils elektrisch leitend und miteinander elektrisch
verbunden. Im vorliegenden Falle sind sie aus Metall
(z. B. Titan). Es ist jedoch auch möglich, diese aus
anderen Metallen herzustellen oder auch aus Graphit
oder auch einem Graphitkomposit. Möglich ist auch ein
elektrisch leitfähiger Kunststoff. Auf dem Flowfield
der Außenfläche 3a ist in Fig. 1c eine Gasdiffusi
onslage aus einem Carbonfaservlies aufgelegt. Ober
halb dieser Gasdiffusionslage 16 ist dann eine ionen
leitfähige Polymerelektrolytmembran 17 einer Brenn
stoffzelle aufgelegt.
Im folgenden wird die Funktion der erfindungsgemäßen
Bipolarplatte näher erläutert. Da diese dazu dient,
eine Kathoden- sowie eine Anodenseite von Brennstoff
zellen gas- und flüssigkeitsdicht gegeneinander abzu
grenzen, ist in axialer Richtung 18 (außer durch da
für vorgesehenen Durchgangsöffnungen) kein Medium
durch die Bipolarplatte 1 durchführbar. Hierzu ist
das aus einem Elastomer bestehende elastische Element
8 fest mit dem Rahmen 7 sowie dem Innenteil 3 gas
dicht verbunden, etwa durch Verkleben. Das Innenteil
3 ist im Inneren hohl, so dass durch das Durchgangs
loch 10b zugeführte Kühlflüssigkeit durch den Kühlka
nal 15 in den Innenraum 19 des Innenteils eindringen
kann. Durch diese sehr direkte Art der Kühlung ist
ein präzises Temperaturmanagement für das Brennstoff
zellenpaket möglich.
Die Versorgung des Flowfields der Außenfläche 3a er
folgt über die in Fig. 1b gezeigte Anordnung aus
Durchgangsöffnung 10a sowie sich daran anschließendem
Zuführkanal 14, welcher zum Flowfield der Außenfläche
3a hin offen ist. Durch die Ausprägung des Flowfiel
des kommt es zu einem flächigen Verteilen des zuge
führten Reaktionsgases auf dem Flowfield, die
Feinstdiffusion zur Membran 17 hin wird durch die
Gasdiffusionslage 16 erreicht. Das Ableiten über
schüssigen Reaktionsgases erfolgt durch die in Fig.
1a zu sehende, diagonal entfernte Anordnung um die
Durchgangsöffnung 10a' herum, welche über einen in
der Geometrie dem Zufuhrkanal 14 entsprechenden Ab
führkanal 20 verfügt. Für die Verhältnisse auf der
Außenfläche 3b gelten die Ausführungen zu der Außen
fläche 3a des Innenteils 3 entsprechend.
Die Bipolarplatte ist nun so aufgebaut, dass in Rich
tung 18 für den Bereich des Rahmens 7 sowie für den
Zentralbereich 6 (also alles, was innerhalb des Rah
mens 7 liegt) getrennt axialer Anpressdruck in Rich
tung 18 aufbringbar ist. Hierbei dient der Druck auf
den Rahmen 7 in Richtung 18 primär dazu, die die
Durchgangsöffnungen 10a bzw. 10b umgebenden Dichtun
gen 9 zu verpressen, so dass keine Leckage im Bereich
der Dichtungsöffnungen auftritt. Eine Verspannung für
den Zentralbereich dient dazu, eine gleichmäßige Auf
lage bzw. einen gleichmäßigen Anpressdruck von Memb
ran sowie Gasdiffusionslage auf das Flowfield zu er
reichen. Hierdurch wird dann eine gleichmäßige Gas
verteilung über das Flowfield und somit zu der Memb
ran 17 hin sowie eine homogene Stromverteilung ermög
licht. Die bewirkt dann gute Wirkungsgrade des erfin
dungsgemäßen Brennstoffzellenpakets. Insbesondere in
teressant ist hierbei, dass bei Setzeffekten der
Dichtung 9 bzw. z. B. der Gasdiffusionslage 16 im Dau
erbetrieb des Brennstoffzellenpakets eine Nachstel
lung unabhängig möglich ist.
Die hierzu notwendige mechanische Entkopplung von In
nenteil 3 sowie Rahmen 7 wird hierbei durch das elas
tische Element 8 erreicht, welches ein Bewegen des
Innenteils 3 bezüglich des Rahmens 7 in einem be
grenzten Maße zuläßt. Das elastische Element, welches
elastisch und dichtend den Bereich zwischen Rahmen 7
und Innenteil 3 abdeckt, kann hierbei mit diesen bei
den Teilen verklebt sein oder formschlüssig mit die
sen verbunden sein.
Fig. 2a zeigt eine weitere Ausführungsform einer er
findungsgemäßen Bipolarplatte. Hierbei ist ein im we
sentlichen flaches Innenteil 3' vorgesehen, welches
in seinem Inneren nicht hohl ist. Der Rahmen 7' weist
umlaufend einen herausstehenden Arm 21 auf. Dieser
Arm 21 sowie die äußere Umrandung des Innenteils 3'
sind umlaufend mit einem Elastomer 8' umspritzt, wel
ches, wie in Fig. 2a gezeigt, im Querschnitt im we
sentlichen knochenförmig ist.
Fig. 2b zeigt eine weitere Variante einer erfin
dungsgemäßen Bipolarplatte. Hierbei ist der Rahmen
7" aus einem Elastomermaterial. Dieser Rahmen 7"
weist an seiner dem Zentralbereich zugewandten Seite
umlaufend einen Arm 22 auf, welcher mit dem Außenrand
eines Innenteils 3" verklebt ist. Der Rahmen 7" hat
hierbei einen so hohe Eigenelastizität, dass das e
lastische Spiel zwischen Innenteil und Rahmen allein
durch diese Eigenelastizität bewirkt wird. Es ist
kein zusätzliches elastisches Element zur Zwischen
schaltung zwischen den Rahmen 7" und das Innenteil
3" nötig. Der Rahmen 7" weist außerdem an seiner
Oberseite eine hügelartige und umlaufende Lippe 23
auf, welche in eine korrespondierende Vertiefung ei
nes benachbarten Bauteiles (diese Vertiefung ent
spricht z. B. der Vertiefung 24) eingreift und somit
eine Dichtwirkung zeigt.
Fig. 3 zeigt noch einmal zusammenfassend schematisch
die Kräfteverhältnisse in einem erfindungsgemäßen
Brennstoffzellenpaket. Hierbei sind der Zentralbe
reich 6 sowie der Bereich des Rahmens 13 getrennt
voneinander axial in Richtung 18 verspannbar. Eine
Kraft F2 ist z. B. mittels Spannbolzen oder Spannbän
dern auf Endplatten eines Brennstoffzellenpaket auf
bringbar, so dass eine axiale Belastung und Rahmen
von Bipolarplatten 1 aufgebracht wird. Unabhängig da
von ist eine Kraft F1 auf den Zentralbereich 6 der
Bipolarplatten 1 aufbringbar. Dies ist z. B. mittels
Spannbändern oder einer schraubzwingenmäßigen Press
anordnung möglich, ohne dass die Bipolarplatten 1
hierfür in axialer Richtung 18 perforiert werden müs
sen.
Claims (15)
1. Brennstoffzellenpaket, welches in axialer
Schichtung zwischen einzelnen Brennstoffzellen
Bipolarplatten enthält, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bipolarplatten einen im Zentralbereich
(6) offenen Rahmen (7) sowie ein im Zentralbe
reich angeordnetes Innenteil (3) aufweisen, wo
bei Rahmen und Innenteil elastisch miteinander
gekoppelt sind und das Brennstoffzellenpaket für
den Zentralbereich (6) und den Bereich (13) des
Rahmens separate Mittel zur axialen Kompression
des Brennstoffzellenpakets vorsieht.
2. Brennstoffzellenpaket nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Kompressionsmittel
Spannbolzen, Spannbänder oder Spannjoche sind.
3. Bipolarplatte (1) zur Verwendung in Brennstoff
zellenpaketen (2) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, welche zwei elektrisch miteinander
verbundene Außenflächen (3a, 3b) zur elektri
schen Kontaktierung sowie Ab- und Zufuhr von Ga
sen und/oder Flüssigkeiten zu an die Außenflä
chen benachbarte Flächen (5) von Brennstoffzel
len aufweist, wobei die Bipolarplatte einen im
Zentralbereich (6) offenen Rahmen (7) sowie ein
im Zentralbereich angeordnetes Innenteil (3)
aufweist, wobei Rahmen und Innenteil elastisch
miteinander gekoppelt sind.
4. Bipolarplatte nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass das Innenteil (3) und der Rahmen
(7) durch ein zu der Bipolarplatte gehörendes e
lastisches Element (8) verbunden sind.
5. Bipolarplatte nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass das elastische Element als E
lastomerumspritzung (8') von Rahmen und/oder In
nenteil ausgeführt ist (Fig. 2a).
6. Bipolarplatte nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass das elastische Element mit dem
Innenteil und/oder dem Rahmen verklebt ist oder
formschlüssig mit Innenteil und/oder Rahmen ver
bunden ist.
7. Bipolarplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) zum
flüssigkeitsdichten Abschluß zu benachbarten
Bauteilen hin mit Dichtungen (9) versehen ist.
8. Bipolarplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7)
Durchgangsöffnungen (10a, 10b, 10c) für Gase
und/oder Flüssigkeiten sowie Befestigungsmittel
aufweist.
9. Bipolarplatte nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Durchgangsöffnungen (10a;
10b) des Rahmens (7) zum Zentralbereich (6) hin
offen sind.
10. Bipolarplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (3)
einen hohlen Innenraum aufweist und dieser mit
mindestens einer Durchgangsöffnung (10b) des
Rahmens verbindbar ist.
11. Bipolarplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) aus
Kunststoff ist.
12. Bipolarplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7 ")
aus einem Elastomermaterial ist.
13. Bipolarplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil (3)
aus Metall, Graphit oder Graphitkomposit ist o
der mit einer Metallschicht überzogen ist oder
aus einem leitfähigen Kunststoff besteht.
14. Bipolarplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass das Innenteil ein
aufgeprägtes Flowfield (11) zur flächigen Gas
verteilung auf einer Außenfläche (3a) des Innen
teils (3) aufweist.
15. Bipolarplatte nach einem der Ansprüche 4 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (7) zum
Zentralbereich (6) hin umlaufend eine Einfassung
(12) zum Halten des Innenteils (3) oder des e
lastischen Elements aufweist.
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| DE10203612A DE10203612C1 (de) | 2002-01-23 | 2002-01-23 | Brennstoffzellenpaket sowie dafür geeignete bipolare Platte |
| US10/502,039 US7405017B2 (en) | 2002-01-23 | 2003-01-22 | Bipolar plate |
| AU2003210175A AU2003210175A1 (en) | 2002-01-23 | 2003-01-22 | Bipolar plate |
| PCT/EP2003/000623 WO2003063264A2 (de) | 2002-01-23 | 2003-01-22 | Bipolare platte |
Applications Claiming Priority (1)
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