-
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum gerichteten Ausstoß eines Duftstoffs. Die Erfindung betrifft ferner ein Auslasselement, das zum gerichteten Ausstoß eines Duftstoffs verwendet werden kann. Außerdem wird ein System zum gerichteten Ausstoß eines Duftstoffs beschrieben.
-
Es kann erwünscht sein, dass die Luft in einem Raum, beispielsweise einem Fahrzeuginnenraum, mit einem Duftstoff versetzt wird. Zum Beispiel können Duftstoffe dem Fahrzeuginnenraum über ein Belüftungssystem zugeführt werden. Es ist außerdem möglich, dass in dem Fahrzeuginnenraum Parfümzerstäuber angeordnet sind. Somit verteilt sich der Duftstoff mehr oder weniger gleichmäßig in dem Fahrzeuginnenraum. In der Folge können auch Fahrzeuginsassen den Duftstoff wahrnehmen, die dessen Verteilung nicht angefordert haben oder den Duftstoff eventuell als unangenehm empfinden. Ferner muss dem Fahrzeuginnenraum eine vergleichsweise große Menge an Duftstoff zugeführt werden, sodass dieser wahrgenommen werden kann.
-
Aus der Druckschrift
FR 2893539 A1 ist ein Belüftungselement für Fahrzeuge bekannt. Das Belüftungselement ist mit einer Duftstoffkartusche ausgestattet. Bei einer Durchströmung des Belüftungselements wird ein Duftstoff aus der Duftstoffkartusche über mittig angeordnete Öffnungen des Belüftungselements abgegeben. Ferner weist das Belüftungselement eine außenliegend angeordnete Öffnung auf, aus der ein Luftstrom austreten kann. Aufgrund einer gekrümmten Innengeometrie des Belüftungselements ist der austretende Luftstrom turbulent, sodass der Duftstoff sich bereits kurz nach Abgabe durch das Belüftungselement in einem größeren Bereich verteilt.
-
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bereitzustellen, mit dem sich ein Duftstoff gezielt in einen lokal begrenzten Bereich befördern lässt. Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Abgabe eines Duftstoffs bereitzustellen, bei dem eine vergleichsweise geringe Menge an Duftstoff benötigt wird. Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, ein Auslasselement bereitzustellen, das zur Durchführung des Verfahrens verwendet werden kann. Ferner ist es eine Aufgabe der Erfindung, ein System bereitzustellen, mit dem das Verfahren durchgeführt werden kann.
-
Die Aufgaben werden gelöst durch Angabe des Verfahrens nach Patentanspruch 1, des Auslasselements nach Patentanspruch 14 und des Systems nach Patentanspruch 19. Die abhängigen Patentansprüche geben optionale Ausgestaltungsformen der Erfindung an. Es ist darauf hinzuweisen, dass die in den unabhängigen und den abhängigen Patentansprüchen aufgeführten Merkmale in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden können, soweit dies technisch sinnvoll ist. Dies gilt auch über die Grenzen der Anspruchskategorien hinweg und auch dann, wenn ein Patentanspruch nicht von einem anderen Patentanspruch abhängig ist. Die Beschreibung charakterisiert und spezifiziert die Erfindung insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren zusätzlich. In der Beschreibung angegebene Merkmale des Verfahrens, des Auslasselements und des Systems können frei miteinander kombiniert werden, soweit dies technisch sinnvoll ist.
-
Es sei ferner darauf hingewiesen, dass eine zwischen zwei Merkmalen stehende und diese miteinander verknüpfende Konjunktion „und/oder“ stets so auszulegen ist, dass in einer ersten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gegenstands lediglich das erste Merkmal vorhanden sein kann, in einer zweiten Ausgestaltung lediglich das zweite Merkmal vorhanden sein kann und in einer dritten Ausgestaltung sowohl das erste als auch das zweite Merkmal vorhanden sein können. Der Begriff „umfassend“ kennzeichnet nicht abschließende Aufzählungen von Merkmalen, nicht aufgeführte Merkmale sind somit nicht ausgeschlossen.
-
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum gerichteten Ausstoß eines Duftstoffs angegeben. Das Verfahren umfasst ein Versetzen eines ersten Luftstroms mit dem Duftstoff, einen Ausstoß des ersten Luftstroms aus einem Auslasselement und einen Ausstoß eines zweiten Luftstroms, der nicht mit dem Duftstoff versetzt ist, in Form einer laminaren Strömung aus dem Auslasselement, wobei der Ausstoß des zweiten Luftstroms zeitgleich zum Ausstoß des ersten Luftstroms erfolgt, und wobei der zweite Luftstrom in einer den ersten Luftstrom umhüllenden Anordnung aus dem Auslasselement ausgestoßen wird, sodass der zweite Luftstrom nach dem Ausstoß aus dem Auslasselement einen laminaren Mantelstrom des ersten Luftstroms bildet.
-
Der durch den zweiten Luftstrom gebildete laminare Mantelstrom ist über eine gewisse Wegstrecke hin beständig und dient zur Führung des ersten Luftstroms, der mit dem Duftstoff versetzt ist. Somit kann der Duftstoff zielgerichtet auf längerem Weg entlang einer geraden Strecke transportiert werden. Auf diese Weise ermöglicht es das erfindungsgemäße Verfahren, den Duftstoff in einen bestimmten Bereich oder zu einem Gesicht einer bestimmten Person zu transportieren. Es wird somit auch weniger Duftstoff benötigt. Das erfindungsgemäße Verfahren kann bevorzugt in Innenräumen angewendet werden, besonders bevorzugt in einem Fahrzeuginnenraum.
-
Unter einer laminaren Strömung im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ein gasförmiges Fluid zu verstehen, das in Schichten strömt, die sich nicht miteinander vermischen. Die Schichten können, müssen aber nicht mit unterschiedlicher Geschwindigkeit fließen. Unter einer laminaren Mantelströmung soll im Sinne der vorliegenden Erfindung eine laminare Strömung verstanden werden, die eine innenliegend fließende Strömung umhüllt beziehungsweise umgibt. Ein Querschnitt des ersten Luftstroms und des zweiten Luftstroms, der senkrecht zu einer Strömungsrichtung des zweiten Luftstroms verläuft, zeigt, dass der zweite Luftstrom den ersten Luftstrom umschließt, beispielsweise kreisringförmig oder aber auch in einer anderen umschließenden Form.
-
Unter dem ersten Luftstrom beziehungsweise dem zweiten Luftstrom ist im Sinne der vorliegenden Erfindung jeweils ein in Strömung befindliches Gasgemisch zu verstehen. Das Verfahren kann optional eine Erzeugung des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms umfassen. Dies kann erfindungsgemäß mittels eines Lüfters, beispielsweise eines Ventilators, oder aber auch auf andere Weise erfolgen. Es ist erfindungsgemäß möglich, dass der erste Luftstrom getrennt von dem zweiten Luftstrom erzeugt wird, beispielsweise durch eine Verwendung zweier Lüfter. Es ist alternativ möglich, dass der erste und der zweite Luftstrom erzeugt werden, indem ein Ausgangsluftstrom erzeugt wird und in den ersten Luftstrom und den zweiten Luftstrom aufgetrennt wird. Es ist erfindungsgemäß möglich, dass der erste Luftstrom und der zweite Luftstrom eine übereinstimmende Strömungsgeschwindigkeit aufweisen. Alternativ können aber auch Luftströme mit unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten genutzt werden.
-
Der erste Luftstrom und/oder der zweite Luftstrom können erfindungsgemäß kontinuierlich ausgestoßen werden. Es ist ferner möglich, dass eine Strömungsgeschwindigkeit des ersten und/oder des zweiten Luftstroms zeitabhängig oder in Abhängigkeit von Mess- oder Datenwerten eingestellt oder angepasst wird. Eine solche Einstellung oder Anpassung kann erfindungsgemäß erfolgen, indem eine Leistung mindestens eines Lüfters, der den ersten und/oder den zweiten Luftstrom erzeugt, geändert wird. Die Einstellung oder Anpassung kann alternativ oder zusätzlich mittels einer Anpassung des Durchflusses des ersten und/oder zweiten Luftstroms durch einen Kanal erfolgen, beispielsweise mit Hilfe eines Ventils.
-
Der erste Luftstrom und der zweite Luftstrom werden erfindungsgemäß zeitgleich ausgestoßen, um eine zielgerichtete Ausbringung des Duftstoffs zu ermöglichen. Gleichwohl kann der Ausstoß des ersten Luftstroms gemäß einer Variante der Erfindung gepulst erfolgen. Das heißt, dass zu einem ersten Zeitpunkt lediglich der zweite Luftstrom ausgestoßen wird, zu einem zweiten Zeitpunkt mit dem Ausstoß des ersten Luftstroms begonnen wird, sodass der erste Luftstrom und der zweite Luftstrom gleichzeitig ausgestoßen werden, und zu einem dritten Zeitpunkt der Ausstoß des ersten Luftstroms beendet wird, sodass wiederum nur der zweite Luftstrom ausgestoßen wird.
-
Der zweite Luftstrom wird als eine laminare Strömung aus dem Auslasselement ausgestoßen. Der zweite Luftstrom bildet somit zumindest außerhalb des Auslasselements eine laminare Strömung. Der zweite Luftstrom bildet innerhalb des Auslasselements, also vor Ausstoß, gegebenenfalls noch keine laminare Strömung oder nur abschnittsweise eine laminare Strömung. Gemäß möglicher Ausgestaltungsformen der Erfindung erzeugen in dem Auslasselement angeordnete Mittel die laminare Strömung. Es ist erfindungsgemäß möglich, aber nicht erforderlich, dass der erste, innenliegend angeordnete Luftstrom ebenfalls eine laminare Strömung bildet. Bei einer solchen Variante der Erfindung wird also auch der erste Luftstrom als eine laminare Strömung aus dem Auslasselement ausgestoßen. Der erste Luftstrom bildet dann zumindest außerhalb des Auslasselements eine laminare Strömung. Der erste Luftstrom bildet bei einer solchen Ausführungsform innerhalb des Auslasselements, also vor Ausstoß, gegebenenfalls noch keine laminare Strömung oder nur abschnittsweise eine laminare Strömung.
-
Es ist vorteilhaft, wenn der erste Luftstrom in einer Strömungsrichtung parallel zu dem zweiten Luftstrom aus dem Auslasselement ausgestoßen wird. Somit wird einem Vermischen des ersten Luftstroms mit dem zweiten Luftstrom entgegengewirkt. Ein paralleler Ausstoß kann insbesondere mittels einer geeigneten Geometrie des Auslasselements hervorgerufen werden.
-
Der erste Luftstrom kann gemäß einer Ausführungsform der Erfindung mittels eines Zerstäubers mit dem Duftstoff versetzt werden. Bei dem Zerstäuber handelt es sich vorzugsweise um einen piezoelektrischen Zerstäuber. Gemäß anderer Varianten der Erfindung kann der Duftstoff jedoch auch auf andere Weise in den ersten Luftstrom eingebracht werden. Der Duftstoff kann gemäß Varianten der Erfindung kontinuierlich, periodisch oder zu speziell festgelegten Zeitpunkten in den ersten Luftstrom eingebracht werden.
-
Der zweite Luftstrom weist nach dem Ausstoß aus dem Auslasselement vorzugsweise eine größere Querschnittsfläche senkrecht zu einer Strömungsrichtung des ersten Luftstroms und des zweiten Luftstroms auf als der erste Luftstrom. So weist der erste Luftstrom bevorzugt einen recht geringen Durchmesser auf, während ein Außendurchmesser des zweiten Luftstroms vergleichsweise groß sein sollte. Bei einer größeren Querschnittsfläche des zweiten Luftstroms wird eine Ausbreitung des Duftstoffs in Querrichtung zum zweiten Luftstrom über längere Strecken begrenzt. Der erste Luftstrom weist nach Austritt oder im Zeitpunkt des Austritts bevorzugt einen kreisförmigen Querschnitt auf und der zweite Luftstrom weist nach Austritt oder im Zeitpunkt des Austritts bevorzugt einen kreisringförmigen Querschnitt auf. Der Ausstoß des ersten Luftstroms und des zweiten Luftstroms erfolgt vorzugsweise um einen gemeinsamen Mittelpunkt. Erfindungsgemäß können eine erste Öffnung und eine zweite Öffnung des Auslasselements, die zum Auslass des ersten Luftstroms beziehungsweise des zweiten Luftstroms vorgesehen sind, einen gemeinsamen Mittelpunkt aufweisen.
-
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung umfasst das Verfahren einen ablaufgeführten Parfümierungsvorgang, der durch eine Benutzereingabe, einen Sensor- oder Datenwert und/oder eine Anforderung aus einem Videospiel ausgelöst wird. Der Parfümierungsvorgang kann beispielsweise ausgelöst werden, wenn ein Benutzer einen Schalter betätigt oder einen Sprachbefehl gibt. Spezifische Sensor- oder Datenwerte können überwacht werden und auf dieser Grundlage kann der Parfümierungsvorgang gestartet werden. Ein Videospiel kann beispielsweise in bestimmten Spielsequenzen eine Anforderung erzeugen, sodass dem Spielgeschehen entsprechende Duftstoffe ausgestoßen werden. Unter einer Ablaufführung im Sinne der vorliegenden Erfindung ist zu verstehen, dass der Parfümierungsvorgang gemäß einem Ablaufplan oder einem Programm, insbesondere einem Computerprogramm, beeinflusst und/oder kontrolliert wird.
-
Der Parfümierungsvorgang kann bevorzugt maschinell gestützt erfolgen, zum Beispiel gestützt durch eine Rechnereinheit wie einen Computer oder einen Mikrocontroller. Insbesondere kann es sich bei der Rechnereinheit um ein integriertes Rechnersystem eines Fahrzeugs handeln. Dieses kann mit Sensoren und/oder Aktoren des Fahrzeugs verbunden sein. Der Sensor- oder Datenwert ist bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einem Ausgabewert einer elektronischen Nase, einem Kamerasignal, einem Audiosignal und einem GPS-Signal.
-
Vorzugsweise werden situationsabhängige Dufteinstellungen auf Grundlage der mindestens einen Benutzereingabe, des Sensor- oder Datenwerts, der Anforderung aus dem Videospiel und/oder auf Grundlage von Fahrzeugmessdaten ermittelt. Die situationsabhängigen Dufteinstellungen können Parameter zur Ausbringung des Duftstoffs enthalten, die der Situation auf Grundlage der vorliegenden Daten und Informationen angepasst sind. So kann gemäß einer Ausführungsform aus der Benutzereingabe abgeleitet werden, welcher Duftstoff und in welcher Intensität dieser Duftstoff gewünscht ist. Die Auswertung von Fahrzeugmessdaten erlaubt es, bei einem Fahrzeug verschiedenste Messwerte zu berücksichtigen (z.B. eine Geschwindigkeit, eine Fahrtdauer und/oder eine Umgebungshelligkeit). So kann beispielsweise vorgesehen werden, dass bei gewissen Fahrsituationen kein Duftstoff ausgestoßen wird. Hingegen kann bei anderen Situationen ein Duftstoff ausgegeben. So kann es erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass ein Duftstoff mit einem Blumenduft abgegeben wird, wenn ermittelt wird, dass das Fahrzeug durch eine naturbelassene Landschaft fährt. Mit Hilfe der situationsabhängigen Dufteinstellungen wird eine situationsabhängige Ausbringung des Duftstoffs ermöglicht.
-
Es ist vorteilhaft, wenn ein Zeitpunkt, zu dem mit dem Versetzen des ersten Luftstroms mit dem Duftstoff begonnen wird, ein Zeitpunkt, zu dem das Versetzen des ersten Luftstroms mit dem Duftstoff beendet wird, eine Sorte des Duftstoffs und/oder eine Menge des Duftstoffs in Abhängigkeit von den situationsabhängigen Dufteinstellungen festgelegt wird.
-
Gemäß einer Variante der Erfindung kann das Verfahren ferner eine Ermittlung einer Zielkoordinate für eine Geruchswirkung umfassen. Es ist folglich zu ermitteln, wo die Geruchswirkung erzeugt werden soll. Die Zielkoordinate kann beispielsweise danach bestimmt werden, wo sich eine Nase einer Person befindet, bei der die Geruchswirkung hervorgerufen werden soll. Die Zielkoordinate kann beispielsweise eine zweidimensionale Koordinate oder eine dreidimensionale Koordinate sein.
-
Bevorzugt wird die Zielkoordinate auf Grundlage eines Kamerasignals, einer aus dem Kamerasignal abgeleiteten Position eines Gesichts, Audiosignalen eines Mikrofonarrays, einer aus den Audiosignalen des Mikrofonarrays abgeleiteten Position eines Gesichts und/oder einer Nutzereingabe bestimmt. Die Ermittlung der Zielkoordinate erfolgt bevorzugt mittels einer Rechnereinheit. Mittels der Auswertung der Audiosignale des Mikrofonarrays kann erfindungsgemäß eine Koordinate eines Mundes einer Person ermittelt werden. Diese Koordinate kann als die Zielkoordinate verwendet werden. Optional kann aus der Koordinate des Munds eine Position einer Nase der Person abgeleitet und als Zielkoordinate eingesetzt werden.
-
Vorzugsweise wirkt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ein Antrieb so auf das Auslasselement ein, dass dieses den ersten Luftstrom und den zweiten Luftstrom auf die Zielkoordinate richtet. Somit wird ein Ausstoß des Duftstoffs genau in Richtung der Zielkoordinate ermöglicht. Bei dem Antrieb kann es sich bevorzugt um einen Elektromotor oder einen sonstigen Motor handeln. Der Antrieb ist bevorzugt ein 3D-Aktuator, der eine räumliche Ausrichtung des Auslasselements oder eines Teils des Auslasselements ändern kann.
-
Es ist als vorteilhaft anzusehen, wenn bei der Durchführung des Verfahrens eine Strömungsgeschwindigkeit des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms in Abhängigkeit von der Zielkoordinate eingestellt wird. Durch eine entsprechende Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms kann eine Duftwirkung speziell im Bereich der Zielkoordinate verstärkt werden.
-
Vorzugsweise wird ein Startzeitpunkt zur Erzeugung des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms, ein Endzeitpunkt zur Erzeugung des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms und/oder eine Strömungsgeschwindigkeit des ersten und/oder des zweiten Luftstroms in Abhängigkeit von den situationsabhängigen Dufteinstellungen festgelegt. Dementsprechend kann eine Erzeugung des ersten und/oder des zweiten Luftstroms zu dem Startzeitpunkt einsetzen oder die Erzeugung des ersten und/oder des zweiten Luftstroms setzt zu dem Endzeitpunkt aus. Die Strömungsgeschwindigkeit des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms kann in Abhängigkeit der situationsabhängigen Dufteinstellungen auf einen festen Wert eingestellt werden, allerdings können auch für unterschiedliche Zeitpunkte unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten festgelegt werden. Im Hinblick auf die vorangehenden Ausführungen gilt, dass die Strömungsgeschwindigkeit des ersten Luftstroms und die Strömungsgeschwindigkeit des zweiten Luftstroms unabhängig voneinander eingestellt werden können.
-
Es versteht sich, dass diejenigen vorangehend beschriebenen Verfahrensschritte, die eine Ablaufführung, eine Regelung und/oder eine Auswertung von Daten betreffen, erfindungsgemäß durch eine Rechnereinheit bzw. ein elektronisches Ablaufführungs- und/oder Regelsystem durchgeführt werden können.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Auslasselement zum gerichteten Ausstoß eines Duftstoffs angegeben. Das Auslasselement weist einen ersten Kanal zur Führung eines ersten Luftstroms und einen zweiten Kanal zur Führung eines zweiten Luftstroms auf, wobei der zweite Kanal Mittel zur Erzeugung einer laminaren Strömung aufweist, wobei der erste Kanal eine erste Öffnung zum Austritt des ersten Luftstroms bildet, wobei der zweite Kanal eine zweite Öffnung zum Austritt des zweiten Luftstroms bildet und wobei die zweite Öffnung so angeordnet ist, dass sie die erste Öffnung umschließt. Wird das Auslasselement mit dem ersten und dem zweiten Luftstrom beaufschlagt, dann wird der zweite Luftstrom in einer den ersten Luftstrom umhüllenden Anordnung aus dem Auslasselement ausgestoßen, sodass der zweite Luftstrom nach dem Ausstoß aus dem Auslasselement einen laminaren Mantelstrom des ersten Luftstroms bildet.
-
Der erste Kanal und der zweite Kanal sind in einem der ersten Öffnung und der zweiten Öffnung unmittelbar vorgeordneten Bereich vorzugsweise so ausgebildet, dass in dem unmittelbar vorgeordneten Bereich der erste Luftstrom in einer Richtung parallel zu dem zweiten Luftstrom geführt wird. Insbesondere können der erste Kanal und der zweite Kanal in dem unmittelbar vorgeordneten Bereich so ausgerichtet sein, dass der erste Luftstrom in einer Richtung parallel zu dem zweiten Luftstrom geführt wird. Auf diese Weise kann erreicht werden, dass der erste Luftstrom und der zweite Luftstrom nach Ausstoß aus dem Auslasselement in paralleler Richtung strömen, was einem Vermischen des ersten Luftstroms mit dem zweiten Luftstrom entgegenwirkt.
-
Die erste Öffnung und die zweite Öffnung sind bevorzugt um einen gemeinsamen Mittelpunkt angeordnet. Die erste Öffnung weist bevorzugt einen kreisförmigen Querschnitt auf und die zweite Öffnung weist bevorzugt einen kreisringförmigen Querschnitt auf. Erfindungsgemäß kann auch der erste Kanal zumindest in einem an die erste Öffnung angrenzenden Bereich einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen und/oder der zweite Kanal kann zumindest in einem an die zweite Öffnung angrenzend Bereich einen kreisringförmigen Querschnitt aufweisen.
-
Es ist erfindungsgemäß möglich, dass sich die erste Öffnung und die zweite Öffnung in Strömungsrichtung auf gleicher Höhe befinden. Es ist alternativ möglich, aber nicht erforderlich, dass eine Außenwand des zweiten Kanals in Strömungsrichtung länger geführt ist als eine Außenwand des ersten Kanals, was zu einer zusätzlichen Stabilisierung der erzeugten Luftströme führen kann.
-
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung handelt es sich bei den Mitteln zur Erzeugung der laminaren Strömung um Lamellen, die parallel zu der Strömungsrichtung des zweiten Luftstroms ausgerichtet sind. Diese teilen den zweiten Luftstrom in eine Vielzahl laminarer Luftschichten. Es ist erfindungsgemäß auch möglich, dass sonstige Mittel zur Erzeugung der laminaren Strömung Einsatz finden.
-
Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass ein die erste Öffnung und die zweite Öffnung aufweisender Abschnitt des Auslasselements beweglich ausgebildet ist, sodass eine Ausrichtung des ersten Luftstroms und des zweiten Luftstroms veränderlich ist. Vorzugsweise weist das Auslasselement einen Antrieb zur Änderung der Ausrichtung auf. Bei dem Antrieb kann es sich bevorzugt um einen Elektromotor oder einen sonstigen Motor handeln. Bevorzugt ist der Antrieb ein 3D-Aktuator, der eine räumliche Ausrichtung des Auslasselements oder eines Teils des Auslasselements ändern kann. Der Antrieb kann erfindungsgemäß direkt oder indirekt auf das Auslasselement einwirken. Gemäß einer möglichen Ausführungsform ist der die erste Öffnung und die zweite Öffnung aufweisende Abschnitt des Auslasselements teilweise elastisch bzw. biegbar ausgebildet, sodass er beweglich bzw. verschwenkbar ist. Eine Ausrichtung dieses Abschnitts kann mithilfe des Antriebs eingestellt werden. Es ist insbesondere möglich, dass der die erste Öffnung und die zweite Öffnung aufweisende Abschnitt des Auslasselements eine rohrförmige Form aufweist und den ersten sowie den zweiten Kanal führt.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein System zum gerichteten Ausstoß eines Duftstoffs vorgeschlagen. Das System umfasst mindestens ein Mittel zur Erzeugung eines ersten und/oder eines zweiten Luftstroms, ein Abgabemittel zur Versetzung des ersten Luftstroms mit dem Duftstoff und ein Auslasselement. Das Auslasselement ist wie vorangehend beschrieben ausgebildet. Das System ist bevorzugt in ein Fahrzeug integriert, wobei das Auslasselement ganz besonders bevorzugt in einem Fahrzeuginnenraum angeordnet ist.
-
Bei dem mindestens einen Mittel zur Erzeugung des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms kann es sich erfindungsgemäß um einen Lüfter, beispielsweise um einen Ventilator handeln, oder aber auch um eine andere Einrichtung, mit der sich ein Luftstrom erzeugen lässt. Es ist erfindungsgemäß möglich, dass das System sowohl ein Mittel zur Erzeugung des ersten Luftstroms als auch ein Mittel zur Erzeugung des zweiten Luftstroms aufweist. Es ist alternativ möglich, dass das System lediglich ein Mittel zur Erzeugung eines Ausgangsluftstroms aufweist, wobei das System den Ausgangsluftstrom in den ersten Luftstrom und den zweiten Luftstrom aufteilt. So kann der Ausgangsluftstrom beispielsweise in einen ersten Kanal und einen zweiten Kanal eingeleitet werden, wobei der erste Kanal zur Führung des ersten Luftstroms vorgesehen ist und der zweite Kanal zur Führung des zweiten Luftstroms vorgesehen ist. Das mindestens eine Mittel zur Erzeugung des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms kann erfindungsgemäß in das Auslasselement integriert sein. Es ist jedoch auch möglich, dass das mindestens eine Mittel zur Erzeugung des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms außerhalb des Auslasselements angeordnet ist.
-
Bei dem Abgabemittel zum Versetzen des ersten Luftstroms mit dem Duftstoff handelt es sich vorzugsweise um einen Zerstäuber und besonders bevorzugt um einen piezoelektrischen Zerstäuber. Das System kann erfindungsgemäß aber auch einen Zerstäuber anderer Art oder eine sonstige Vorrichtung aufweisen, die den ersten Luftstrom mit dem Duftstoff beaufschlagen kann. Das Abgabemittel kann erfindungsgemäß innerhalb des Auslasselements angeordnet sein. Es ist alternativ jedoch auch möglich, dass das Abgabemittel außerhalb des Auslasselements angeordnet ist.
-
Das System weist bevorzugt eine Rechnereinheit auf, die Aufgaben zur Ablaufführung, zur Regelung und/oder zur Auswertung von Daten übernehmen kann, die beim Betrieb des Systems und insbesondere dann anfallen können, wenn das System zur Durchführung des vorangehend beschriebenen Verfahrens genutzt wird. Dabei kann die Rechnereinheit dazu eingerichtet sein, eine Benutzereingabe, einen Sensor- oder Datenwert und/oder eine Anforderung aus einem Videospiel zu erhalten, auszuwerten und in Abhängigkeit eines Auswertungsergebnisses den Parfümierungsvorgang auszulösen, dessen Ablauf zu führen und/oder diesen zu regeln. Die Rechnereinheit kann ferner dazu eingerichtet sein, situationsabhängige Dufteinstellungen auf Grundlage der mindestens einen Benutzereingabe, des Sensor- oder Datenwerts, der Anforderung aus dem Videospiel und/oder von Fahrzeugmessdaten zu ermitteln.
-
Die Rechnereinheit kann insbesondere dazu eingerichtet sein, einen Zeitpunkt, zu dem mit dem Versetzen des ersten Luftstroms mit dem Duftstoff begonnen wird, einen Zeitpunkt, zu dem das Versetzen des ersten Luftstroms mit dem Duftstoff beendet wird, eine Sorte des Duftstoffs und/oder eine Menge des Duftstoffs in Abhängigkeit von den situationsabhängigen Dufteinstellungen festzulegen. Die Rechnereinheit kann erfindungsgemäß dazu eingerichtet sein, in Abhängigkeit von den situationsabhängigen Dufteinstellungen das Abgabemittel zur Versetzung des ersten Luftstroms mit dem Duftstoff zu beeinflussen oder einzustellen.
-
Es ist vorteilhaft, wenn die Rechnereinheit dazu eingerichtet ist, eine Ermittlung einer Zielkoordinate für eine Geruchswirkung durchzuführen. Es ist besonders vorteilhaft, wenn die Rechnereinheit dazu eingerichtet ist, die Zielkoordinate auf Grundlage eines Kamerasignals, einer aus dem Kamerasignal abgeleiteten Position eines Gesichts, Audiosignalen eines Mikrofonarrays, einer aus den Audiosignalen des Mikrofonarrays abgeleiteten Position eines Gesichts und/oder einer Nutzereingabe zu bestimmen.
-
Die Rechnereinheit kann erfindungsgemäß ferner dazu eingerichtet sein, einen Antrieb so zu beeinflussen oder einzustellen, dass der Antrieb den ersten Luftstrom und den zweiten Luftstrom des Auslasselements auf die Zielkoordinate richtet. Die Rechnereinheit kann optional dazu eingerichtet sein, eine Strömungsgeschwindigkeit des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms in Abhängigkeit von der Zielkoordinate einzustellen. Es ist ferner möglich, dass die Rechnereinheit dazu eingerichtet ist, einen Startzeitpunkt, einen Endzeitpunkt und/oder eine Strömungsgeschwindigkeit des ersten und/oder des zweiten Luftstroms in Abhängigkeit von den situationsabhängigen Dufteinstellungen festzulegen. Die Rechnereinheit kann erfindungsgemäß dazu eingerichtet sein, das mindestens eine Mittel zur Erzeugung des ersten und/oder des zweiten Luftstroms entsprechend zu beeinflussen oder einzustellen und/oder die Strömungsgeschwindigkeit des ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms auf andere Weise zu regeln, beispielsweise durch Einstellung eines Ventils.
-
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen beispielhaft erläutert. Dabei zeigt:
- 1 ein Auslasselement zum gerichteten Ausstoß eines Duftstoffs in einer Schnittansicht,
- 2 eine simulierte Darstellung eines ersten Luftstroms und eines zweiten Luftstroms zu einem ersten Zeitpunkt,
- 3 eine simulierte Darstellung des ersten Luftstroms und des zweiten Luftstroms zu einem zweiten Zeitpunkt,
- 4 eine simulierte Darstellung des ersten Luftstroms und des zweiten Luftstroms zu einem dritten Zeitpunkt und
- 5 ein Ablaufdiagramm eines ablaufgeführten Parfümierungsvorgangs.
-
1 zeigt ein Auslasselement 1 zum gerichteten Ausstoß eines Duftstoffs 2 in einer Schnittansicht. Das Auslasselement 1 weist einen ersten Kanal 3 zur Führung eines ersten Luftstroms 4 und einen zweiten Kanal 5 zur Führung eines zweiten Luftstroms 6 auf. Der erste Kanal 3 verläuft in einem Endbereich des Auslasselements 1 vollständig innerhalb des zweiten Kanals 5 und weist mit diesem einen gemeinsamen Mittelpunkt auf. In dem ersten Kanal 3 ist ein Abgabemittel 7 angeordnet, das den Duftstoff 2 in den ersten Luftstrom 4 abgibt. Bei dem Abgabemittel 7 handelt es sich um einen Piezozerstäuber. Der Duftstoff 2 wird dem Abgabemittel 7 aus einem extern angeordneten Behältnis 8 zugeführt. Der erste Luftstrom 4 und der zweite Luftstrom 6 werden durch Ventilatoren 9 erzeugt, die in dem ersten Kanal 3 und dem zweiten Kanal 5 angeordnet sind.
-
Der erste Kanal 3 bildet eine erste Öffnung 10 des Auslasselements 1, aus der der erste Luftstrom 4, versetzt mit dem Duftstoff 2, austritt. Der zweite Kanal 5 bildet eine zweite Öffnung 11 des Auslasselements 1, aus der der zweite Luftstrom 6 austritt. Eine erste Außenwand 12 des ersten Kanals 3 ist etwas kürzer geführt als eine zweite Außenwand 13 des zweiten Kanals 5, sodass ein kombinierter Luftstrom, gebildet durch den ersten Luftstrom 4 und den zweiten Luftstrom 6, zusätzlich stabilisiert wird. In dem zweiten Kanal 5 sind Lamellen 14 angeordnet, die dafür sorgen, dass der zweite Luftstrom 6 bei Austritt aus der zweiten Öffnung 11 eine laminare Strömung ausbildet. Somit bildet der zweite Luftstrom 6 nach Austritt aus dem Auslasselement 1 eine laminare Mantelströmung, die den ersten Luftstrom 4 umhüllt. Erfindungsgemäß wird eine zielgerichtete Abgabe des Duftstoffs 2 über eine längere Strecke ermöglicht.
-
An dem Auslasselement 1 ist ein nicht dargestellter 3D-Aktuator befestigt, der einen Endabschnitt 15 des Auslasselements 1 in unterschiedliche Richtungen ausrichten kann, sodass der erste Luftstrom 4 bzw. der zweite Luftstrom 6 auf eine Zielkoordinate gerichtet werden kann. Um eine entsprechende Ausrichtung des Endabschnitts 15 zu ermöglichen, sind Teile des Auslasselements 1 als elastische Kanalabschnitte 16 ausgebildet. Der 3D-Aktuator, das Abgabemittel 7 sowie die Ventilatoren 9 sind zur Ablaufführung mit einer nicht dargestellten Rechnereinheit verbunden.
-
2 zeigt eine simulierte Darstellung eines ersten Luftstroms 4 und eines zweiten Luftstroms 6 zu einem ersten Zeitpunkt. Der erste Luftstrom 4 wird aus einem ersten Kanal 3 ausgestoßen und der zweite Luftstrom 6 wird aus einem zweiten Kanal 5 ausgestoßen. Der erste Kanal 3 hat einen kreisförmigen Querschnitt und der zweite Kanal weist einen kreisringförmigen Querschnitt auf. Der erste Kanal 3 weist einen Außendurchmesser von 1 cm auf und ein Außendurchmesser des zweiten Kanals 5 beträgt 15 cm. Der zweite Luftstrom 6 bildet nach Austritt aus dem zweiten Kanal 5 eine laminare Strömung. Der erste Luftstrom 4 weist in dem ersten Kanal 3 eine Strömungsgeschwindigkeit von 2,7 m/s auf. Der zweite Luftstrom 6 weist in dem zweiten Kanal 5 eine Strömungsgeschwindigkeit von 2,2 m/s auf.
-
3 zeigt eine simulierte Darstellung des ersten Luftstroms 4 und des zweiten Luftstroms 6 zu einem zweiten Zeitpunkt, der nach dem ersten Zeitpunkt liegt. Die Abgabe des ersten Luftstroms 4 wurde beendet. Wie zu erkennen ist, breitet sich der erste Luftstrom 4 im Wesentlichen geradlinig aus und breitet sich nur geringfügig in seitlicher Richtung aus. Der erste Luftstrom 4 und der zweite Luftstrom 6 sind nach Austritt über eine Wegstrecke von 1,5 Metern dargestellt. Wie sich erkennen lässt, treten nach ungefähr einer Hälfte der Wegstrecke erste Verwirbelungen 39 des zweiten Luftstroms 6 auf. Der erste Luftstrom 4, der einen Duftstoff mit sich führen könnte, zeigt hingegen noch keine Verwirbelungen.
-
4 zeigt eine simulierte Darstellung des ersten Luftstroms 4 und des zweiten Luftstroms 6 zu einem dritten Zeitpunkt, der nach dem zweiten Zeitpunkt liegt. Erst nach einer Wegstrecke von ca. 1,2 Metern beginnen erste Verwirbelungen des ersten Luftstroms 4 aufzutreten, sodass erst in einem dahinterliegenden Bereich eine lokalisierte Ausbringung des Duftstoffs nicht mehr gewährleistet ist.
-
5 zeigt ein Ablaufdiagramm eines ablaufgeführten Parfümierungsvorgangs. Es versteht sich, dass sämtliche nachfolgenden Schritte durch eine Rechnereinheit durchgeführt werden können. Der hier beschriebene Ablauf ist lediglich beispielhaft zu verstehen; bei seiner praktischen Ausführung können gegebenenfalls Schritte ausgelassen, in ihrer Reihenfolge verändert und/oder zeitgleich ausgeführt werden.
-
Ein Startfeld 17 markiert einen Beginn des Parfümierungsvorgangs. Es erfolgt ein erster Einlesevorgang 18, bei dem eine Benutzereingabe 19 eingelesen wird. Bei der Benutzereingabe 19 kann es sich beispielsweise um einen Knopfdruck, einen Sprachbefehl oder eine sonstige Eingabe handeln. In einem ersten Prüfschritt 20 wird die Benutzereingabe 19 ausgewertet und demgemäß entschieden, ob ein Duftstoff abgegeben werden soll. Soll kein Duftstoff abgegeben werden, erfolgt ein zweiter Einlesevorgang 21. Bei dem zweiten Einlesevorgang 21 werden Sensor- und/oder Datenwerte 22 eingelesen. Die Sensor- und/oder Datenwerte können einen Ausgabewert einer elektronischen Nase, ein Kamerasignal, ein Audiosignal und/oder ein GPS-Signal umfassen. Die Sensor- und/oder Datenwerte 22 werden in einem zweiten Prüfschritt 23 ausgewertet. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob der Duftstoff nun abgegeben werden soll.
-
Falls kein Duftstoff abgegeben werden soll, erfolgt ein dritter Einlesevorgang 24. Dabei kann eine Anforderung 25 von einem Videospiel eingelesen werden. Die Anforderung 25 wird in einem dritten Prüfschritt 26 ausgewertet und in Abhängigkeit davon bestimmt, ob der Duftstoff abgegeben werden soll. Falls dies der Fall ist, werden zunächst in einem Einstellungsschritt 27 situationsabhängige Dufteinstellungen festgelegt. Die situationsabhängigen Dufteinstellungen werden auf Grundlage von Fahrzeugdaten 28, der Benutzereingabe 19, der Sensor- und/oder Datenwerte 22 und/oder der Anforderung 25 festgelegt. In einem nachfolgenden Zeitstellschritt 29 wird ein Wert in einer Zeituhr festgelegt und die Zeituhr gestartet. Der Wert wird auf Grundlage der situationsabhängigen Dufteinstellungen festgesetzt.
-
Nun wird in einem Zielschritt 30 eine Zielkoordinate für eine Geruchswirkung ermittelt. Dies erfolgt auf Grundlage von Zieldaten 31. Die Zieldaten 31 können ein Kamerasignal, Audiosignale eines Mikrofonarrays und/oder eine Nutzereingabe umfassen. In einem Ausrichtungsschritt 32 wird ein Antrieb so eingestellt, dass ein Auslasselement auf die Zielkoordinate gerichtet wird. In einem Strömungseinstellschritt 33 wird eine Strömungsgeschwindigkeit eines ersten Luftstroms und/oder des zweiten Luftstroms in Abhängigkeit von der Zielkoordinate und/oder den Dufteinstellungen festgelegt. Dies kann beispielsweise durch eine Einstellung mindestens eines Ventilators oder eines Ventils erfolgen. Der erste und/oder der zweite Luftstrom strömen nun durch das Auslasselement und treten gerichtet aus diesem aus. In einem Duftabgabeschritt 34 wird eine Abgabe des Duftstoffs in den ersten Luftstrom durch eine Auslösung eines Zerstäubers veranlasst. Ein Zeitpunkt und eine Intensität der Duftabgabe bestimmt sich in Abhängigkeit von den Dufteinstellungen.
-
In einem Zeitprüfschritt 35 wird überprüft, ob der in der Zeituhr voreingestellte Wert abgelaufen ist. Falls der Wert noch nicht abgelaufen ist, werden die Schritte 30 bis 34 erneut durchlaufen. Falls der Wert abgelaufen ist, wird in einem ersten Abbruchschritt 36 die Abgabe des Duftstoffs gestoppt, indem der Zerstäuber deaktiviert wird. In einem zweiten Abbruchschritt 37 erfolgt eine Einstellung mindestens eines Ventilators und/oder Ventils so, dass der erste Luftstrom und der zweite Luftstrom wieder eine Strömungsgeschwindigkeit annehmen, die sie ursprünglich hatten. Ein Endfeld 38 wird erreicht, woraufhin der Parfümierungsvorgang jedoch wieder von neuem beginnen kann, indem zu dem Startfeld 17 zurückgekehrt wird.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Auslasselement
- 2
- Duftstoff
- 3
- Erster Kanal
- 4
- Erster Luftstrom
- 5
- Zweiter Kanal
- 6
- Zweiter Luftstrom
- 7
- Abgabemittel
- 8
- Behältnis
- 9
- Ventilator
- 10
- Erste Öffnung
- 11
- Zweite Öffnung
- 12
- Erste Außenwand
- 13
- Zweite Außenwand
- 14
- Lamelle
- 15
- Endabschnitt
- 16
- Elastischer Kanalabschnitt
- 17
- Startfeld
- 18
- Erster Einlesevorgang
- 19
- Benutzereingabe
- 20
- Erster Prüfschritt
- 21
- Zweiter Einlesevorgang
- 22
- Sensor und/oder Datenwerte
- 23
- Zweiter Prüfschritt
- 24
- Dritter Einlesevorgang
- 25
- Anforderung
- 26
- Dritter Prüfschritt
- 27
- Einstellungsschritt
- 28
- Fahrzeugdaten
- 29
- Zeitstellschritt
- 30
- Zielschritt
- 31
- Zieldaten
- 32
- Ausrichtungsschritt
- 33
- Strömungseinstellschritt
- 34
- Duftabgabeschritt
- 35
- Zeitprüfschritt
- 36
- Erster Abbruchschritt
- 37
- Zweiter Abbruchschritt
- 38
- Endfeld
- 39
- Verwirbelung
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-