-
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Regallagersystem mit einem dreidimensionalen Regallager und mindestens einem Fahrzeug zur Einlagerung und Auslagerung von Ladungsträgern in das und aus dem Regallager nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft darüber hinaus ein Verfahren zur Einlagerung und Auslagerung von Ladungsträgern in und aus einem Regallager nach dem Oberbegriff des Anspruchs 14.
-
Ein solches Regallagersystem weist ein dreidimensionales Regallager oder Hochregallager auf, und besitzt in der Regel mehrere Fahrzeuge, die zur Einlagerung und Auslagerung von Ladungsträgern mit darauf angeordneten Waren oder Fördergütern in das Regallager und aus dem Regallager heraus ausgebildet sind. Ein solches Regallagersystem kann verwendet werden, um schwere Fördergüter platzsparend in dem Hochregallager vertikal übereinander zu lagern.
-
Es sind bereits Regallagersysteme bekannt geworden, welche eine metallische Konstruktion als Hochregallager aufweisen und zur Einlagerung und Auslagerung der Fördergüter auf oder in den Ladungsträgern ausgebildet sind. Bei den Ladungsträgern kann es sich beispielsweise um Paletten oder Europaletten und auch um Aufnahmebehälter handeln, welche in dem Hochregallager eingelagert und aus diesem wieder ausgelagert werden können.
-
Ein Beispiel eines solchen Regallagersystems ist anhand der
EP 2 962 962 B1 bekannt geworden, welches Fahrzeuge in der Form von Robotern besitzt, die auf an der Oberseite des Regallagers vorgesehenen Schienen verfahren werden können und zwar in senkrecht zueinander stehenden Richtungen. Hierzu besitzen die Roboter oder Fahrzeuge zwei Sätze von Laufrädern, mit denen sie in eine erste Richtung und in eine zur ersten Richtung rechtwinkligen oder senkrechten zweiten Richtung in den Schienen oder Fahrschienen verfahren werden können.
-
Der anhand des bekannten Regallagersystems bekannt gewordene Roboter weist auch eine Ladungsträgerhubvorrichtung auf, mittels der Ladungsträger in der Form von Behältern oder Boxen in Aufnahmeschächte des Regallagers abgesenkt werden können, sodass sich in einem Aufnahmeschacht mehrere übereinander angeordnete Behälter oder Boxen befinden, mit jeweils darin befindlichen Waren oder Fördergütern.
-
Die Behälter oder Boxen besitzen standardisierte Abmessungen dergestalt, dass alle in den jeweiligen Aufnahmeschacht aufzunehmenden Behälter oder Boxen eine gleiche Grundfläche aufweisen und auch eine gleiche Höhenerstreckung besitzen, also quaderförmig oder würfelförmig ausgebildet sind.
-
Dies führt dazu, dass der in vertikaler Richtung des Aufnahmeschachts zur Verfügung stehende Aufnahmeraum oder Nutzraum für die auf oder in den Ladungsträgern aufgenommenen Fördergüter von der Grundfläche des Ladungsträgers und der in vertikaler Richtung des Aufnahmeschachts gemessenen Höhe oder Abmessung des Ladungsträgers abhängt. Im Fall der genannten Behälter oder Boxen führt dies dazu, dass dann, wenn sich in übereinander angeordneten Behältern oder Boxen jeweils nur wenig Fördergüter oder Waren befinden, welche die Behälter oder Boxen nicht in vollständiger Höhe ausfüllen, sehr viel nutzbarer Aufnahmeraum oder Nutzraum verschenkt wird, da gleichsam viel in der Box oder im Behälter verbliebener Leerraum im Aufnahmeschacht gelagert wird und somit aufgrund der Tatsache, dass unbenutzter Stauraum oder Lagerraum im Behälter verbleibt, das Nutzungsverhältnis oder der Nutzungsgrad des Regalvolumens und somit des Regallagers erheblich abnimmt.
-
Auch dann, wenn statt der Box oder des Behälters Paletten als Ladungsträger genutzt werden, werden diese Paletten auf in Richtung der Höhe des Aufnahmeschachts fixen Höhenrastern zwischen den Stützprofilen aufgenommen, sodass zwischen übereinander angeordneten Paletten wieder Leerraum entsteht, welcher als wertvoller Nutzraum oder Aufnahmeraum für Fördergüter verloren ist. Dieses fixe Höhenraster führt insbesondere dann, wenn Waren oder Fördergüter oder Nutzlasten mit geringeren Höhen in den Aufnahmeschächten eingelagert werden sollen, aufgrund der Leerräume im Regallagersystem der Nutzungsgrad der Anlage erheblich abnimmt, da die Verdichtung im Lager gering ist.
-
Anhand der
DE 10 2009 017 241 A1 ist ein Lagersystem zur Unterbringung von Gütern in von Bedienensfahrzeugen erreichbaren Lagerpositionen bekannt geworden mit einem Lager mit in Horizontalebenen angeordneten Lagerpositionen, welche über, welche über Bedienebenen mit vertikalem Zugriff von Bedienungsgeräten beaufschlagbar sind.
-
Anhand der
DE 20 2013 012 882 U1 ist eine Handhabungsvorrichtung zum Anheben eines Behälters eines Lagersystems und Anlagesystem umfassend eine Handhabungsvorrichtung bekannt geworden.
-
Anhand der
DE 10 2019 111 709 A1 ist ein Regallagersystem zum Lagern von Waren in einem dreidimensionalen Lager bekannt geworden.
-
Ausgehend hiervon liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Regallagersystem bereitzustellen, welches den Nutzungsgrad im Regallager erhöht und daher eine wesentlich effizientere Auslastung des im Regallager zur Verfügung stehenden Aufnahmeraums oder Nutzraums oder Lagerraums ermöglicht. Auch soll ein Verfahren zur Einlagerung und Auslagerung von Ladungsträgern in das und aus dem Regallager heraus bereitgestellt werden, wobei sich auf den Ladungsträgern Nutzlasten oder Waren oder Fördergüter mit nur geringer Höhe befinden können.
-
Die Erfindung weist zur Lösung dieser Aufgabe hinsichtlich des Regallagersystems die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale auf. Vorteilhafte Ausgestaltungen hiervon sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben. Darüber hinaus weist die Erfindung hinsichtlich des zu schaffenden Verfahrens die im Anspruch 14 angegebenen Merkmale auf.
-
Die Erfindung schafft ein Regallagersystem mit einem dreidimensionalen Regallager und mindestens einem Fahrzeug zur Einlagerung und Auslagerung von Ladungsträgern in das und aus dem Regallager, wobei das Regallager eine dreidimensionale Aufnahmestruktur für die Ladungsträger und eine Vielzahl von im Abstand zueinander und in einer rechtwinkligen Anordnung angeordnete Stützprofile besitzt, welche zur Abstützung der Ladungsträger ausgebildet sind, wobei zwischen den Stützprofilen Aufnahmeschächte für die Ladungsträger ausgebildet sind und an einer Oberseite der Aufnahmestruktur erste Fahrschienen in einer ersten Richtung und zweite Fahrschienen in einer zur ersten Richtung rechtwinkligen zweiten Richtung entsprechend einem zweidimensionalen Raster angeordnet sind und die Fahrschienen zur Aufnahme des mindestens einen Fahrzeugs ausgebildet sind und das Fahrzeug einen ersten Satz von Laufrädern zur Bewegung in die erste Richtung und einen zweiten Satz von Laufrädern zur Bewegung in die zweite Richtung sowie eine Ladungsträgerhubvorrichtung besitzt, wobei die Ladungsträgerhubvorrichtung erste verschwenkbar ausgebildete Tragarme aufweist und die Ladungsträgerhubvorrichtung zweite verschwenkbar ausgebildete Tragarme aufweist, welche unabhängig von den ersten Tragarmen verschwenkbar ausgebildet sind.
-
Die Erfindung schafft also eine Regallagersystem mit einem dreidimensionalen Regallager oder Hochregallager, wobei das Regallagersystem mindestens ein Fahrzeug zur Einlagerung von Ladungsträgern in das Regallager und auch wieder aus dem Regallager heraus aufweist. Die Ladungsträger können mit Waren oder Fördergütern oder Nutzlasten in zur Fläche des Ladungsträgers senkrechter Höhe gemessen unterschiedlicher Abmessung aufweisen, sodass sich auf den Ladungsträgern Waren oder Fördergüter oder Nutzlasten mit von Ladungsträger zu Ladungsträger ganz unterschiedlichen Höhenabmessungen befinden können.
-
Das Regallager weist ganz allgemein eine dreidimensionale Aufnahmestruktur für die Ladungsträger auf und besitzt eine Vielzahl von im Abstand zueinander und in einer rechtwinkligen Anordnung angeordnete Stützprofile, an denen Abstützungen für die Ladungsträger ausgebildet sind. Zwischen den so angeordneten Stützprofilen sind also Aufnahmeschächte für die Ladungsträger ausgebildet, sodass die Ladungsträger in die Aufnahmeschächte abgesenkt und übereinander mehrere Ladungsträger in einem Aufnahmeschacht angeordnet werden können. Die Ladungsträger können dabei, wie dies vorstehend bereits erläutert wurde, mit ganz unterschiedlichen Waren oder Fördergütern oder Nutzlasten mit ganz unterschiedlichen in Hochachsrichtung des jeweiligen Aufnahmeschachtes unterschiedlichen Höhenabmessungen versehen sein, sich also an den Ladungsträgern angeordnet befinden.
-
An der Oberseite der dreidimensionalen Aufnahmestruktur befinden sich erste Fahrschienen in einer ersten Richtung und zweite Fahrschienen in einer zur ersten Richtung rechtwinkligen zweiten Richtung angeordnet, die Fahrschienen bilden also ein zweidimensionales Raster aus und sind zur Aufnahme des vorstehend bereits erwähnten mindestens einen Fahrzeugs ausgebildet.
-
Das Fahrzeug kann einen ersten Satz von Laufrädern zur Bewegung in die erste Richtung und einen zweiten Satz von Laufrädern zur Bewegung in die zweite Richtung aufweisen. Bei einem beispielsweise in der Form eines Roboters ausgebildeten Fahrzeug befinden sich also auf zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Fahrzeugs jeweils ein erster Satz von Laufrädern zur Bewegung des Fahrzeugs in die erste Richtung des Rasters oder der Fahrschienen angeordnet und auf den beiden anderen gegenüberliegenden Seiten des Fahrzeugs befindet sich jeweils zweiter Satz von Laufrädern zur Bewegung des Fahrzeugs in die zur ersten Richtung orthogonalen Richtung angeordnet.
-
Die jeweils ersten Sätze von Laufrädern und jeweils zweiten Sätze von Laufrädern können also wahlweise auf die jeweiligen Fahrschienen oder in die jeweiligen dazu rechtwinkligen Fahrschienen abgesenkt werden, sodass sich das Fahrzeug mittels der beiden ersten Sätze an Laufrädern - und dabei angehobener zweiter Laufräder - in die erste Richtung bewegen kann und sich das Fahrzeug mittels der beiden zweiten Sätze an Laufrädern - und dabei angehobener erster Laufräder - in die zweite Richtung bewegen kann.
-
Das Fahrzeug kann auch eine Ladungsträgerhubvorrichtung aufweisen mit der das Fahrzeug den jeweiligen Ladungsträger mit darauf angeordneten Waren oder Fördergütern oder Nutzlasten in den jeweiligen Aufnahmeschacht absenken kann und den jeweiligen Ladungsträger aus dem Aufnahmeschacht auch wieder herausheben kann.
-
Die Ladungsträgerhubvorrichtung besitzt dabei nach der Erfindung erste verschwenkbar ausgebildete Tragarme und auch zweite verschwenkbar ausgebildete Tragarme, welche unabhängig von den ersten Tragarmen verschwenkbar ausgebildet sind. Die ersten verschwenkbar ausgebildeten Tragarme können dabei beispielsweise mit einer jeweiligen Unterseite des entsprechenden Ladungsträgers in einen lösbaren Eingriff gebracht werden, sodass der Ladungsträger in den jeweiligen Aufnahmeschacht abgesenkt werden kann, wenn sich der Ladungsträger auf den ersten verschwenkbar ausgebildeten Tragarmen der Ladungsträgerhubvorrichtung angeordnet befindet.
-
An der Ladungsträgerhubvorrichtung sind auch verschwenkbar ausgebildete zweite Tragarme vorgesehen, welche unabhängig von den ersten Tragarmen relativ zur Ladungsträgerhubvorrichtung und auch relativ zu den ersten verschwenkbar ausgebildeten Tragarmen verschwenkt werden können. Auf diese Weise können auch die ersten verschwenkbar ausgebildeten Tragarme unabhängig von den zweiten verschwenkbar ausgebildeten Tragarmen relativ zur Ladungsträgerhubvorrichtung und auch relativ zum Ladungsträger verschwenkt werden.
-
So können die ersten Tragarme bei nicht verschwenkten zweiten Tragarmen relativ zum Ladungsträger verschwenkt werden und auch die zweiten verschwenkbar ausgebildeten Tragarme können bei nicht verschwenkten ersten Tragarmen relativ zum Ladungsträger verschwenkt werden. Auf diese Weise können also beispielsweise dann, wenn sich der Ladungsträger an vier ersten Tragarmen angeordnet befindet, von diesen also von unten her abgestützt wird, die zweiten Tragarme unabhängig von den ersten Tragarmen relativ zum Ladungsträger und auch relativ zur Ladungsträgerhubvorrichtung und auch relativ zum Aufnahmeschacht und auf relativ zum jeweiligen Stützprofil des Aufnahmeschachtes verschwenken.
-
Diese Konfiguration ermöglicht es, wie dies nachfolgend noch näher erläutert werden wird, dass mittels der zweiten verschwenkbaren Tragarme Tragprofile relativ zu den Ladungsträgern in einen Bereich innerhalb des Aufnahmeschachtes verlagert werden können, sodass der jeweilige Ladungsträger an dem Tragprofil oder den Tragprofilen abgelegt oder abgesetzt werden kann. Der Ladungsträger kann also mittels der ersten Tragarme, an denen sich der Ladungsträger von den ersten Tragarmen abgestützt angeordnet befindet, in den jeweiligen Aufnahmeschacht befördert werden und die Tragprofile können an einer in Längsrichtung oder Hochachsrichtung des jeweiligen Aufnahmeschachtes für die Einlagerung des Ladungsträgers geeigneten Höhe mittels der verschwenkbar ausgebildeten zweiten Tragarme in einen Bereich unterhalb der Unterseite des Ladungsträgers verschwenkt werden oder bewegt werden oder relativ zur Unterseite des Ladungsträgers oder ganz allgemein relativ zum Ladungsträger bewegt werden, sodass der Ladungsträger an dem Tragprofil oder den Tragprofilen abgesetzt werden kann und die ersten Tragarme von der lösbaren Eingriffsstellung beispielsweise an der Unterseite des Ladungsträgers gelöst werden können. Danach befindet sich der Ladungsträger an dem Tragprofil oder den Tragprofilen, welche mittels der zweiten Tragarme in den Erfassungsbereich unterhalb der Unterseite des Ladungsträgers bewegt worden sind, angeordnet und liegt beispielsweise am Tragprofil oder an den Tragprofilen auf.
-
Wenn dann der Ladungsträger mittels der Ladungsträgerhubvorrichtung wieder aus dem Aufnahmeschacht heraus befördert werden soll, werden die ersten Tragarme in den Bereich unterhalb der Unterseite des Ladungsträgers befördert und relativ zur Unterseite des Ladungsträgers so verschwenkt, dass der Ladungsträger mittels der ersten Tragarme von dem Tragprofil oder den Tragprofilen gelöst werden kann, also von diesen angehoben werden kann, sodass dann das Tragprofil oder die Tragprofile mittels der zweiten verschwenkbar ausgebildeten Tragarme wieder aus dem Aufnahmeschacht heraus befördert werden kann, also beispielsweise relativ zur Längsachse oder Hochachse des Aufnahmeschachtes in Richtung zur Seite befördert werden kann und somit der Aufnahmeschacht zum Einlagern eines nächsten Ladungsträgers wieder bereitsteht.
-
Es ist dabei nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass erste und zweite Tragarme jeweils um eine gemeinsame Achse herum verschwenkbar an der Ladungsträgerhubvorrichtung angeordnet sind und mittels einer am Fahrzeug oder einer an der Ladungsträgerhubvorrichtung vorgesehenen Einrichtung um die Achse schwenkbar betätigbar sind.
-
Es ist also beispielsweise eine Konfiguration möglich, nach der einem ersten Tragarm ein zweiter Tragarm zugeordnet ist und beide Tragarme um eine gemeinsame, beispielsweise vertikale Achse verschwenkbar sind und zwar unabhängig voneinander, sodass die beiden Tragarme zwar an der gemeinsamen Achse verschwenkt werden können, aber unabhängig voneinander verschwenkt werden können.
-
Mit dieser Konfiguration wird erreicht, dass der zweite Tragarm relativ zum ersten Tragarm verschwenkt werden kann, während sich dieser beispielsweise an einer Unterseite eines Ladungsträgers angeordnet befindet, um diesen von unten her zu unterstützen oder zu tragen.
-
So können an der Ladungsträgerhubvorrichtung mehrere einander zugeordnete Paare von ersten und zweiten Tragarmen vorgesehen sein, also beispielsweise vier Paare von Tragarmen, welche jeweils an der Ladungsträgerhubvorrichtung so angeordnet sind, dass die ersten Tragarme den Ladungsträger in einem solchen Bereich von unten her unterstützen können, dass der Ladungsträger mit den darauf angeordneten Waren oder Fördergütern oder Nutzlasten von den ersten Tragarmen sicher und stabil gehalten und abgestützt werden kann.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass die ersten Tragarme zur lösbaren Eingriffsstellung mit Ladungsträgern und/oder Ladungsträger aufnehmenden Tragmitteln ausgebildet sind, wobei die Tragmittel Halteelemente aufweisen, die von den zweiten Tragarmen verschwenkbar und mit zu den Stützprofilen weitgehend quer verlaufend angeordneten Stützträgern der Aufnahmestruktur in lösbaren Eingriff bringbar ausgebildet sind.
-
Damit können die ersten Tragarme an den Ladungsträgern direkt in eine lösbare Eingriffsstellung mit diesen gebracht werden oder auch mit Palettenträgern oder dergleichen, welche ihrerseits wiederum Ladungsträger abstützen. Die Tragmittel in der Form der Palettenträger oder dergleichen können ihrerseits wiederum Halteelemente in der Form von beispielsweise anhebbaren Halteträgern aufweisen, die von den zweiten Tragarmen verschwenkt werden können und in einen lösbaren Eingriff mit Stützträgern gebracht werden, welche an der Aufnahmestruktur angeordnet sind.
-
Damit können die zweiten Tragarme die Halteträger in einen lösbaren Eingriff mit den Stützträgern gebracht werden, beispielsweise dazu, dass die Ladungsträger im Aufnahmeschacht vertikal bewegt werden können, ohne mit den Halteträgern zu kollidieren und dann, wenn der Ladungsträger in einer Höhe im Aufnahmeschacht angekommen ist, welcher der bestimmungsgemäßen Höhe oder Stellung oder Platzierung im Aufnahmeschacht entspricht, können die Halteträger von den zweiten verschwenkbaren Tragarmen von den Stützträgern gelöst oder relativ zu den Stützträgern verschoben werden und zwar in eine Position, die es ermöglicht, das die Ladungsträger dann an den Halteträgern abgesetzt werden können und zwar mittels der ersten Tragarme.
-
Auf diese Weise wird es erreicht, dass die Halteträger relativ zur Erstreckung der Aufnahmeschächte in Hochachsrichtung an einer in Hochachsrichtung oder vertikaler Richtung der Aufnahmeschächte beliebigen Stelle oder Position des Aufnahmeschacht angeordnet werden können und von den zweiten verschwenkbaren Tragarmen so positioniert werden können, dass der Ladungsträger dann an den Halteträgern abgesetzt werden kann. Auf diese Weise kann die Aufnahmekapazität des jeweiligen Aufnahmeschacht in Hochachsrichtung betrachtet beliebig fein unterteilt werden, sodass oberhalb des im Aufnahmeschacht entsprechend positionierten Ladungsträgers der bei der bekannten Konfiguration des Regallagersystems anzutreffende Leerraum oder Totraum minimiert wird, da mit der erfindungsgemäßen Konfiguration Halteträger in den Bereich oberhalb des positionierten Ladungsträgers beziehungsweise positionierten Ladungsträgers mit daran angeordneten Waren oder Nutzlasten verschoben werden können, und zwar mittels der zweiten verschwenkbaren Tragarme und an diesen dann so verschobenen Halteträgern ein nächster Ladungsträger mit darauf angeordneten Waren im Aufnahmeschacht positioniert werden kann, und der Zwischenraum zwischen der Unterseite des nächsten Ladungsträgers und des direkt darunter angeordneten vorher positionierten Ladungsträgers minimiert ist und somit die Ladungsträgerdichte im Aufnahmeschacht erhöht werden kann und damit der Nutzungsgrad des Aufnahmeschachts und damit der Nutzungsgrad des gesamten Regallagersystems beträchtlich erhöht werden kann.
-
Bei dem eingangs beschriebenen bekannten Regallagersystem mit im Aufnahmeschacht übereinander angeordneten Boxen oder Behältern kann die Situation eintreten, dass sich in der unteren Box in Hochachsrichtung der Box betrachtet nur sehr wenig Ware angeordnet befindet und daher viel Leerraum oder ungenutzter Laderaum im Zwischenraum oberhalb der Ware und der Unterseite der über der Box angeordneten nächsten Box verbleibt. Der Nutzungsgrad des jeweiligen Aufnahmeschacht wird daher beschränkt, da sich im Aufnahmeschacht viel ungenutzter Laderaum befinden kann.
-
Die Erfindung löst dieses Problem, da mit der in Hochachsrichtung des Aufnahmeschachts variablen Ausnutzung beziehungsweise Veränderung des Abstands zwischen übereinander angeordneten Ladungsträgern der ungenutzte Leerraum oberhalb eines Ladungsträgers minimiert werden kann. In Abhängigkeit der Teilung der Anordnungsstellen oder Aufnahmestellen in Hochachsrichtung des Aufnahmeschachts für die Halteelemente oder Halteträger kann der Nutzungsgrad des jeweiligen Aufnahmeschachts weiter erhöht werden. So kann die Teilung beispielsweise in einem ersten Aufnahmeschacht höher sein als im benachbarten zweiten Aufnahmeschacht, sodass sich im ersten Aufnahmeschacht in seiner Hochachsrichtung betrachtet mehr verschiebbare oder verlagerbare Halteträger oder Halteelemente befinden können als im benachbarten zweiten Aufnahmeschacht. In dem ersten Aufnahmeschacht werden dann vorwiegend Ladungsträger eingelagert, welche in Hochachsrichtung des Aufnahmeschachts betrachtet unterschiedliche Waren mit geringer Höhe aufnehmen, während im benachbarten zweiten Aufnahmeschacht Ladungsträger eingelagert werden, welche unterschiedliche Waren mit größerer Höhe aufnehmen.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass die Stützprofile in einer Hochachsrichtung des Regallagers verlaufend angeordnet sind und quer zu den Stützprofilen Stützprofiltragarme angeordnet sind, wobei zwischen einander gegenüberliegenden Stützprofiltragarmen beidseits der Stützprofil ein jeweiliges Tragprofil angeordnet ist, das relativ zu den Stützprofiltragarmen an diesen mittels der zweiten Tragarme verschiebbar angeordnet ist und der Ladungsträger an dem Tragprofil absetzbar ist.
-
Das Regallager besitzt also Stützprofile, welche in Hochachsrichtung des Regallagers angeordnet sind und beispielsweise innerhalb einer Anordnung von vier rechteckig zueinander angeordneten Stützprofilen ein Aufnahmeschacht für die Ladungsträger ausgebildet ist. Quer zu den Stützprofilen erstrecken sich Stützprofiltragarme und es können beidseits eines jeweiligen Stützprofils Stützprofiltragarme angeordnet sein. An den Stützprofiltragarmen können Tragprofile in der Form von beispielsweise verschiebbaren Querträgern angeordnet sein. Die vorstehend erwähnten Halteträger können solche Querträger darstellen. Die Tragprofile können mittels der zweiten verschwenkbaren Tragarme verschoben werden und zwar so, dass die an den Stützprofiltragarmen verschiebbar angeordneten Tragprofile mittels der unabhängig von den ersten verschwenkbaren Tragarmen verschwenkbar ausgebildeten zweiten Tragarme verschoben werden.
-
Hierzu können die zweiten Tragarme mittels der Ladungsträgerhubvorrichtung relativ zu den Tragprofilen abgesenkt werden und sodann unter die Tragprofile verschwenkt werden, mit diesen in einen lösbaren Eingriff gebracht werden und dann mittels einer Verschwenkbewegung der zweiten verschwenkbar ausgebildeten Tragarme die Tragprofile an den Stützprofiltragarmen verschoben werden und zwar bis in einen Bereich unterhalb des Ladungsträgers, sodass der Ladungsträger dann mittels der ersten verschwenkbar ausgebildeten Tragarme an den Tragprofilen abgesetzt werden kann, die dann den Ladungsträger an den Stützprofiltragarmen abstützen, welche wiederum an den Stützprofilen abgestützt sind und sich so der abgesetzte Ladungsträger im Aufnahmeschacht angeordnet befindet, beispielsweise oberhalb eines darunter angeordneten anderen Ladungsträgers, der sich in in Hochachsrichtung des Aufnahmeschachts minimalem vertikalen Abstand zum dann darüber angeordneten Ladungsträger befindet. Auf diese Weise können im Aufnahmeschacht mehrere Ladungsträger übereinander angeordnet werden und zwar mit jeweils minimalem Abstand zwischen der Unterseite des oberen Ladungsträgers und der Oberseite des unteren Ladungsträgers beziehungsweise der darauf angeordneten Waren oder Fördergüter oder Nutzlasten.
-
Der Leerraum zwischen dem unteren Ladungsträger und dem darüber angeordneten, oberen Ladungsträger wird so minimiert und auf diese Weise der Nutzungsgrad des Aufnahmeschachts erhöht und somit auch der Nutzungsgrad des Regallagersystems beträchtlich erhöht.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass das Tragprofil eine langestreckte Konfiguration aufweist mit einem rechteckförmigen Träger und an den Endbereichen des Trägers eine den jeweiligen Stützprofiltragarm zumindest abschnittsweise formschlüssig übergreifendes oder umgreifendes Profil vorgesehen ist, an dem sich das Tragprofil am Stützprofiltragarm abstützt.
-
Damit können die Tragprofile an den Stützprofiltragarmen mittels der zweiten verschwenkbaren Tragarme verschoben werden, also quer zum Aufnahmeschacht aus dem Aufnahmeschacht heraus verschoben werden, damit ein Ladungsträger in dem Aufnahmeschacht abgesenkt werden kann und auch quer zum Aufnahmeschacht in diesen hinein verschoben werden, damit ein Ladungsträger an den Tragprofilen abgesetzt werden kann, wie dies vorstehend erläutert wurde.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass die Ladungsträgerhubvorrichtung mit einem Betätigungsmittel versehen ist, welches mit den ersten und/oder zweiten Tragarmen kraftschlüssig gekoppelt ist und das Betätigungsmittel zur Betätigung durch am Fahrzeug oder an der Ladungsträgerhubvorrichtung vorgesehenen Antriebsmitteln ausgebildet ist.
-
Damit wird erreicht, dass an der Ladungsträgerhubvorrichtung Antriebsmittel in der Form beispielsweise eines Elektromotors oder dergleichen die Betätigungsmittel antreiben können, bei denen es sich beispielsweise um einen Zahnriementrieb handeln kann, der wiederum den jeweiligen ersten und/oder zweiten Tragarm zur Verschwenkbewegung antreiben kann.
-
Auf diese Weise können die ersten und/oder zweiten Tragarme jeweils unabhängig voneinander zu einer Schwenkbewegung betätigt werden beispielsweise so, dass der genannte Elektromotor einen ersten Zahnriementrieb antreibt, der mit einer Kraftübertragungsvorrichtung zur Übertragung von Antriebskraft auf den ersten Tragarmen gekoppelt ist. Der Elektromotor kann auch einen zweiten Zahnriementrieb antreiben, mit dem dann der zweite verschwenkbar ausgebildete Tragarm unabhängig vom ersten verschwenkbar ausgebildeten Tragarm verschwenkt wird.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass die Ladungsträgerhubvorrichtung zur vertikalen Bewegung relativ zum Aufnahmeschacht ausgebildet ist und einen Grundrahmen aufweist, an dem die ersten und/oder zweiten Tragarme relativ zum Grundrahmen verschwenkbar angeordnet sind und einen zum Grundrahmen beabstandeten Abdeckrahmen aufweist, wobei am Grundrahmen und Abdeckrahmen Führungsrollen angeordnet sind, welche an den Stützprofilen in Anlage bringbar sind, wobei die Tragarme insbesondere im Eckbereich des Grundrahmens angeordnet sind.
-
Der Grundrahmen kann komplementär zur Querschnittsform des Aufnahmeschachts ausgebildet sein, also beispielsweise rechteckförmig ausgebildet sein und an den Eckbereichen jeweils ein Paar von ersten und/oder zweiten Tragarmen aufweisen, welche unabhängig voneinander verschwenkbar ausgebildet sind und unabhängig voneinander relativ zum Grundrahmen verschwenkbar ausgebildet sind.
-
Die Ladungsträgerhubvorrichtung kann einen im Abstand zum Grundrahmen angeordneten Abdeckrahmen aufweisen, welcher ebenfalls wieder komplementär zur Querschnittsform des Aufnahmeschachts ausgebildet ist und der Grundrahmen sowie der Deckrahmen können über Zugstäbe oder andere Profile miteinander verbunden sein. Der Deckrahmen kann mit dem Fahrzeug über beispielsweise Zugseile oder Zahnriemen verbunden sein, sodass der Deckrahmen und damit die Ladungsträgerhubvorrichtung mittels des Fahrzeugs in den Aufnahmeschacht abgesenkt und relativ zu diesem in Hochachsrichtung des Aufnahmeschachts bewegt werden kann.
-
Damit wird auch der Grundrahmen relativ zum Aufnahmeschacht in Hochachsrichtung bewegt und auch ein Ladungsträger, der beispielsweise an den ersten verschwenkbar ausgebildeten Tragarmen aufliegt.
-
Die Ladungsträgerhubvorrichtung wird mittels am Grundrahmen und am Deckrahmen angeordneter Führungsrollen, welche an den Stützprofilen abrollen können, also mit den Stützrollen in Anlage bringbar sind, im Aufnahmeschacht geführt.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Fahrzeug modular aufgebaut ist und ein Fahrmodul mit einem kastenförmigen Grundrahmen mit dem ersten und dem zweiten Satz an Laufrädern aufweist, welche am Grundrahmen anhebbar und auf die Fahrschienen absenkbar und mit einem Antriebsmotor antreibbar angeordnet sind und das Fahrzeug ein Hubmodul mit antreibbaren Zugmitteln in der Form von beispielsweise Hubzahnriemen aufweist, mittels deren die Ladungsträgerhubvorrichtung anhebbar und absenkbar ist.
-
Das zur Bewegung auf den Fahrschienen an der Oberseite der Aufnahmestruktur des Regallagers vorgesehene Fahrzeug besitzt also ein Fahrmodul mit einem Grundrahmen, welcher kastenförmig ausgebildet sein kann. An dem Grundrahmen können an zwei gegenüberliegenden Längsseiten jeweils ein erster Satz von Laufrädern angeordnet sein und an den beiden anderen, einander gegenüberliegenden Längsseiten kann jeweils ein zweiter Satz von Laufrädern angeordnet sein. Es werden dann immer diejenigen Laufräder auf die Fahrschienen abgesenkt, an denen das Fahrzeug in die jeweilige Richtung verfahren soll.
-
Das Fahrzeug kann auch ein Hubmodul aufweisen, welches zur Aufnahme von antreibbaren Hubzahnriemen oder anderen Hubmitteln ausgebildet ist, sodass die Ladungsträgerhubvorrichtung mit den Hubmitteln oder Zahnriemen relativ zum Aufnahmeschacht bewegt werden kann, also in den Aufnahmeschacht abgesenkt werden kann oder im Aufnahmeschacht angehoben werden kann.
-
Das Hubmodul kann ebenso einen kastenförmigen Grundrahmen aufweisen, an dessen Unterseite beispielsweise der kastenförmige Grundrahmen des Fahrmoduls angeordnet ist. Es ist nach der Erfindung auch vorgesehen, dass die Hubzahnriemen oder anderen Hubmittel in einem Speichermodul aufgenommen sind, welches beispielsweise Rollen zur umschlingenden Aufnahme der Hubmittel oder Hubzahnriemen besitzt, sodass die Hubmittel oder Hubzahnriemen je nachdem, welche Länge davon zum Absenken der Ladungsträgerhubvorrichtung in den Aufnahmeschacht benötigt wird, an den Rollen aufgewickelt oder abgewickelt werden. Das Speichermodul kann ebenso einen kastenförmigen Grundrahmen aufweisen und sich oberhalb des Fahrmoduls und unterhalb des Hubmoduls angeordnet befinden.
-
Durch den jeweiligen kastenförmigen Grundrahmen wird auch erreicht, dass das Fahrzeug innerhalb der Innenabmessungen des kastenförmigen Grundrahmens einen Aufnahmeraum aufweist, in den hinein die Ladungsträgerhubvorrichtung gehoben werden kann, sodass das Fahrzeug mit innerhalb der jeweiligen Grundrahmen angeordneter Ladungsträgerhubvorrichtung an den Fahrschienen verfahren kann.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass das Fahrzeug das soeben erläuterte Speichermodul aufweist, welches zur Aufnahme der Hubzahnriemen ausgebildet ist und Rollen besitzt, welche von den Hubzahnriemen umschlungen sind derart, dass die in Richtung der Tiefe der Aufnahmeschächte vorgesehene Länge der Hubzahnriemen veränderbar ist. Anstelle der Hubzahnriemen können auch Zugmittel oder Seile oder dergleichen zum Anheben und/oder Absenken der Ladungsträgerhubvorrichtung in den jeweiligen Aufnahmeschacht eingesetzt werden.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass an der Ladungsträgerhubvorrichtung eine Antriebseinrichtung zur unabhängig voneinander ablaufenden Schwenkbetätigung der ersten und/oder zweiten Tragarme vorgesehen ist und die Antriebseinrichtung eine einem jeweiligen Paar von ersten und zweiten Tragarmen zugeordnete drehbetätigbare Koaxialwelle antreibt.
-
Die Koaxialwelle kann zwei drehbetätigbare Wellen oder Rohre aufweisen, welche ineinander angeordnet sind, sodass beispielsweise der erste Tragarm über eine Drehbetätigung der inneren Welle oder des inneren Rohrs verschwenkt werden kann, während der zweite Tragarm über eine Drehbetätigung der zur inneren Welle oder des inneren Rohres koaxialen äußeren Welle oder äußeren Rohres verschwenkt werden kann.
-
Bei der Antriebseinrichtung kann es sich beispielsweise um einen jeweiligen Elektromotor handeln, der am Hubmodul angeordnet ist und über einen jeweiligen Zahnriemen die jeweilige Rolle des Speichermoduls zur Drehbetätigung antreibt, an der ein Hubzahnriemen oder anderes Hubmittel angeordnet ist, mit dem die Ladungsträgerhubvorrichtung angehoben oder abgesenkt wird.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass die ersten Tragarme um einen Winkel von weitgehend 90 Grad verschwenkbar ausgebildet sind und die zweiten Tragarme um einen Winkel von weitgehend 135 Grad verschwenkbar ausgebildet sind.
-
Über eine Verschwenkbetätigung der ersten Tragarme können diese relativ zum Ladungsträger verschwenkt werden, also beispielsweise so verschwenkt werden, dass der Ladungsträger an der jeweiligen Oberseite der ersten Tragarme aufliegt. Wenn der Ladungsträger dann zur Auflage an den vorstehend erwähnten Tragprofilen oder Querträgern abgesenkt worden ist, können die ersten Tragarme um 90 Grad relativ zum Ladungsträger verschwenkt werden, sodass die Ladungsträgerhubvorrichtung angehoben werden kann.
-
Wenn die Ladungsträgerhubvorrichtung mit dem Ladungsträger, der auf den ersten verschwenkbaren Tragarmen aufliegt, in den Aufnahmeschacht abgesenkt worden ist, können die zweiten verschwenkbaren Tragarme noch dann, wenn sich der Ladungsträger an den ersten Tragarmen auffliegend angeordnet befindet, verschwenkt werden, und zwar beispielsweise bis unterhalb der Tragprofile oder Querträger. Eine Hubbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung um einen vorbestimmten Weg in Hochachsrichtung des Aufnahmeschachts führt dann dazu, dass die zweiten Tragarme in einen lösbaren Eingriff mit den Tragprofilen oder Querträgern gelangen und durch eine Verschwenkbewegung der zweiten Tragarme in den Bereich unterhalb des Ladungsträgers geschoben oder gezogen werden können, sodass dann eine Absenkbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung mit dem daran angeordneten Ladungsträger dazu führt, dass der Ladungsträger auf der Oberseite der Tragprofile oder der Querträger zur Auflage kommt und sich dadurch von der Oberseite der ersten verschwenkbaren Tragarme löst. Die ersten Tragarme und auch die zweiten Tragarme werden dann aus dem Bereich unterhalb des Ladungsträgers heraus geschwenkt, sodass eine Hubbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung im Aufnahmeschacht dazu führt, dass diese mit verschwenkten ersten und zweiten Tragarmen in Richtung nach oben gehoben werden kann, während der Ladungsträger an den Tragprofilen oder Querträgern auffliegend im Aufnahmeschacht verbleibt.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass die Ladungsträgerhubvorrichtung zur gleichzeitigen Förderung von mindestens zwei übereinander angeordneten Ladungsträgern ausgebildet ist. Die Ladungsträgerhubvorrichtung kann also zwei oder mehr übereinander angeordnete Ladungsträger mit auf einem oder beiden oder mehreren Ladungsträgern befindlicher Waren oder Fördergütern oder Nutzlasten in den Aufnahmeschacht befördern oder diese wiederum aus dem Aufnahmeschacht heraus befördern. Bei einer solchen Konfiguration kann der in Hochachsrichtung des Aufnahmeschachts gesehene untere Ladungsträger an den ersten verschwenkbaren Tragarmen aufliegen und ein darüber angeordneter zweiter Ladungsträger kann beispielsweise mittels Abstandshaltern am darunter angeordneten Ladungsträger an dessen Oberseite aufliegen und ein oberhalb des zweiten Ladungsträgers angeordneter dritter Ladungsträger usw. kann über Abstandshalter an dem zweiten Ladungsträger an dessen Oberseite aufliegen, sodass die Ladungsträgerhubvorrichtung den so gebildeten Stapel an Ladungsträgern in den Aufnahmeschacht absenken kann und aus dem Aufnahmeschacht wieder herausheben kann.
-
Wenn ein solcher Stapel an Ladungsträgern in den Aufnahmeschacht abgesenkt werden soll, wird der Ladungsträgerstapel mit dem unteren, an den ersten verschwenkbaren Tragarmen aufliegenden Ladungsträger in den Aufnahmeschacht abgesenkt und sodann kann der Ladungsträgerstapel an zwei Querträgern oder Tragprofilen abgesenkt werden, die mittels der zweiten verschwenkbaren Tragarme in den Aufnahmeschacht geschoben oder gezogen worden sind, wie dies vorstehend ausführlich erläutert wurde. Der Ladungsträgerstapel liegt dann an den Querträgern oder Tragprofilen auf und oberhalb des Ladungsträgerstapels kann dann ein weiterer Ladungsträgerstapel oder auch ein einzelner Ladungsträger in den Aufnahmeschacht abgesenkt und an zwei weiteren Querträgern oder Tragprofilen abgelegt werden.
-
Es ist nach einer Weiterbildung der Erfindung auch vorgesehen, dass das Hubmodul einen dem jeweiligen Hubzahnriemen zugeordneten Antriebsmotor aufweist und eine Steuereinrichtung aufweist, welche zur synchronen Steuerung des Vorgangs des Anhebens und/oder Absenkens des Ladungsträgers oder des Ladungsträgerstapels ausgebildet ist.
-
Jedem Hubzahnriemen oder Zugmittel oder Hubmittel kann daher ein Antriebsmotor zugeordnet sein, sodass die Ladungsträgerhubvorrichtung an den Führungsrollen geführt in den Aufnahmeschacht abgesenkt werden kann und zwar zusammen mit den an der Ladungsträgerhubvorrichtung angeordneten ersten und/oder zweiten Tragarmen und der Betätigungsvorrichtung für die Verschwenkbetätigung der Tragarme, wobei auch ein Ladungsträger oder ein Ladungsträgerstapel an der Ladungsträgerhubvorrichtung angeordnet sein kann, wie dies vorstehend ausführlich erläutert wurde.
-
Die Erfindung sieht auch ein Verfahren vor zur Einlagerung und Auslagerung von Ladungsträgern in ein und aus einem Regallager, welches eine dreidimensionale Aufnahmestruktur für die Ladungsträger und eine Vielzahl von im Abstand zueinander und in einer rechtwinkligen Anordnung angeordnete Stützprofile besitzt, welche zur Abstützung der Ladungsträger ausgebildet sind, wobei zwischen den Stützprofilen Aufnahmeschächte für die Ladungsträger ausgebildet sind und an einer Oberseite der Aufnahmestruktur erste Fahrschienen in einer ersten Richtung und zweite Fahrschienen in einer zur ersten Richtung rechtwinkligen zweiten Richtung entsprechend einem zweidimensionalen Raster angeordnet sind und die Fahrschienen zur Aufnahme des mindestens einen Fahrzeugs ausgebildet sind und das Fahrzeug einen ersten Satz von Laufrädern zur Bewegung in die erste Richtung und einen zweiten Satz von Laufrädern zur Bewegung in die zweite Richtung sowie eine Ladungsträgerhubvorrichtung besitzt, wobei mittels der Ladungsträgerhubvorrichtung ein von an der Ladungsträgerhubvorrichtung angeordneten ersten Tragarmen abgestützter Ladungsträger in einen Aufnahmeschacht abgesenkt wird und mittels zweiter an dem Ladungsträger angeordneter und relativ zu den ersten Tragarmen verlagerbarer Tragarme relativ zu den Stützprofilen verlagerbare Tragprofile relativ zu einer Unterseite der Ladungsträgerhubvorrichtung verlagert werden und der Ladungsträger an den Tragprofilen angeordnet wird.
-
Es ist also nach der Erfindung auch ein Verfahren vorgesehen, nach dem Ladungsträger in einer dreidimensionalen Aufnahmestruktur eines Regallagers eingelagert und ausgelagert werden können und zwar mittels einer Ladungsträgerhubvorrichtung. Die Ladungsträgerhubvorrichtung weist erste Tragarme auf, an denen der Ladungsträger abgestützt werden kann und mittels der Ladungsträgerhubvorrichtung in den Aufnahmeschacht des dreidimensionalen Regallagers abgesenkt und auch aus dem Aufnahmeschacht wieder herausgehoben oder heraus befördert werden kann.
-
Der Ladungsträger ist an den ersten Tragarmen der Ladungsträgerhubvorrichtung angeordnet und wird von diesen abgestützt und an der Ladungsträgerhubvorrichtung befinden sich auch zweite Tragarme verschwenkbar angeordnet, welche unabhängig von den ersten verschwenkbar angeordneten Tragarmen verschwenkt werden können und zwar so, dass diese zweiten Tragarme relativ zu den Stützprofilen der dreidimensionalen Aufnahmestruktur verlagerbare Tragprofile oder Querträger relativ zu einer Unterseite der Ladungsträgerhubvorrichtung verlagern können und sodann der Ladungsträger an den Tragprofilen angeordnet oder abgesenkt werden kann. Wenn der Ladungsträger so auf den von den zweiten verschwenkbaren Tragarmen verschobenen oder verlagerten Tragprofilen abgesetzt worden ist, werden sowohl die ersten verschwenkbaren Tragarme als auch die zweiten verschwenkbaren Tragarme so relativ zum Ladungsträger verschwenkt, dass die Ladungsträgerhubvorrichtung angehoben werden kann und die ersten und zweiten Tragarme während des Hubvorgangs an den Außenabmessungen des Ladungsträgers vorbeigeführt werden und so zur Aufnahme eines nächsten Ladungsträgers bereitstehen.
-
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in:
- 1 eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Regallagers mit einer dreidimensionalen Aufnahmestruktur für Ladungsträger mit auf der Aufnahmestruktur angeordneten ersten und zweiten Fahrschienen;
- 2 eine schematische perspektivische Darstellung der Fahrschienen der Darstellungen nach 1 mit einem daran angeordneten Fahrzeug zur Einlagerung und Auslagerung von Ladungsträgern;
- 3 eine perspektivische Darstellung eines dreidimensionalen Regallagers mit einem exemplarisch darin eingelagerten Ladungsträger;
- 4 eine perspektivische Darstellung des Fahrzeugs aus 2 in einer vergrößerten Darstellung;
- 5 eine perspektivische Darstellung einer Ladungsträgerhubvorrichtung;
- 6 drei Darstellungen zur Erläuterung der Handhabung der Ladungsträgerhubvorrichtung durch das Fahrzeug;
- 7 eine weitere perspektivische Darstellung der Ladungsträgerhubvorrichtung mit daran angeordnetem Ladungsträger in einer Ansicht schräg von oben;
- 8 eine perspektivische Darstellung der Unterseite der Ladungsträgerhubvorrichtung nach 7 in einer Ansicht schräg von unten;
- 9 eine vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts der 7 zur Erläuterung der Führungsrollen;
- 10 eine perspektivische Darstellung des Ausschnitts A nach 8 der Zeichnung in einer Ansicht schräg von oben unter Weglassung des Ladungsträgers und zwar in einer Stellung mit eingefahrenen ersten und zweiten Tragarmen;
- 11 eine Darstellung ähnlich derjenigen nach 10 mit zum Tragen des Ladungsträgers verschwenkten Tragarmen;
- 12 eine Darstellung ähnlich derjenigen nach 11 mit zur Verlagerung der Querträger verschwenkten zweiten Tragarmen;
- 13 eine Darstellung der Position der ersten und zweiten Tragarme im eingefahrenen Zustand entsprechend 10;
- 14 eine Darstellung der Position der ersten und zweiten Tragarme in einer zum Tragen des Ladungsträgers verschwenkten Stellung entsprechend 11;
- 15 eine Darstellung der Position ähnlich derjenigen nach 12 zur Erläuterung der zur Verlagerung der Querträger verschwenkten zweiten Tragarme;
- 16 eine Darstellung einer Ansicht von oben auf die ersten und zweiten Tragarme mit der Stellung der zweiten Tragarme zur Vorbereitung der Verlagerung der Querträger;
- 17 eine Darstellung ähnlich derjenigen nach 16 in einer Ansicht von unten;
- 18 eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Regallagers mit im Aufnahmeschacht positionierter Ladungsträgerhubvorrichtung;
- 19 eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit B nach 18;
- 20 eine perspektivische Darstellung eines Fahrzeugs nach einer Ausführungsform;
- 21 eine perspektivische Darstellung der Ladungsträgerhubvorrichtung;
- 22 eine vergrößerte Darstellung einer Einzelheit C nach 21 mit einer Stellung der ersten und zweiten Tragarme zum Tragen eines Ladungsträgers;
- 23 eine vergrößerte Darstellung einer Einzelheit D nach 21; und
- 24 eine perspektivische Darstellung ähnlich derjenigen nach 1.
-
1 der Zeichnung zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Regallagers 2 mit einer dreidimensionalen Aufnahmestruktur 3 mit auf der Aufnahmestruktur 3 angeordneten ersten Fahrschienen 4 und zweiten Fahrschienen 5, wobei dies Komponenten oder Bestandteile eines Regallagersystems 1 sind, wie es ausschnittsweise in 2 der Zeichnung dargestellt ist.
-
Das Regallager 2 ist zur Aufnahme von Ladungsträgern 6 ausgebildet, von denen ein Ladungsträger 6 in 3 der Zeichnung ersichtlich ist.
-
Der Erleichterung der Darstellung und der besseren Visualisierung halber ist in 3 der Zeichnung das Regallager 2 ohne die Fahrschienen 4 und 5 dargestellt, um visuell in das Regallager 2 Einblick zu bekommen. Bei einem Regallagersystem 1 mit einem Fahrzeug 7, wie es anhand von 2 der Zeichnung ersichtlich ist, befindet sich an der Oberseite 8 der Aufnahmestruktur 3 die Mehrzahl an ersten Fahrschienen 4 und zweiten Fahrschienen 5 angeordnet, wie dies anhand des Ausschnitts nach 1 ersichtlich ist. Das in 2 der Zeichnung ersichtliche Fahrzeug 7 kann an den ersten Fahrschienen 4 und zweiten Fahrschienen 5 in eine erste Richtung 9 und in eine zweite Richtung 10 verfahren und zwar mittels zweier jeweils erster Sätze von Laufrädern 11 und zweiter Sätze von Laufrädern 12, mittels der das Fahrzeug 7 an den einem zweidimensionalen Raster 13 entsprechenden Fahrschienen 4, 5 verfahren kann und zwar derart, dass die jeweiligen zwei Sätze von Laufrädern 11 oder 12 auf die Fahrschienen 4 oder 5 abgesenkt werden und das Fahrzeug 7 so in die erste Richtung 9 oder in die zweite Richtung 10 verfahren kann.
-
1 der Zeichnung zeigt zwei Stützprofile 14 welche sich von der Oberseite 8 der dreidimensionalen Aufnahmestruktur 3 des Regallagersystems 1 in Richtung des Pfeils 15 nach unten erstrecken und an der Unterseite beispielsweise an einem Hallenboden 16 oder dergleichen fixiert sind. Wie es anhand von 3 der Zeichnung ersichtlich ist, sind eine Vielzahl von Stützprofilen 14 in einer rechtwinkligen Anordnung zur Bildung des dreidimensionalen Regallagers 2 vorgesehen und zwischen den Stützprofilen sind jeweils beidseits eines jeweiligen Stützprofils 14 Stützprofiltragarme 17 vorgesehen.
-
An der Oberseite 8 des dreidimensionalen Regallagers 8 können mehrere Fahrzeuge 7 an den ersten Fahrschienen 4 und zweiten Fahrschienen 5 verfahren werden, da jedes Fahrzeug 7 jeweils nur ein Feld 18 zwischen zwei einander gegenüberliegenden Fahrschienenpaaren aus Fahrschienen 4 und Fahrschienen 5 belegt. Ein in 2 der Zeichnung nicht dargestelltes - aber beispielsweise in 24 dargestelltes - zweites Fahrzeug 7 kann also an dem in der Zeichnung nach 2 ersichtlichen Fahrzeug 7 vorbeifahren, beispielsweise in Richtung des Pfeils 9, also in die erste Richtung oder auch in die zweite Richtung nach dem Pfeil 10, ohne mit dem dargestellten Fahrzeug 7 zu kollidieren.
-
Die jeweiligen Fahrschienen 4 und 5 sind jeweils so breit ausgebildet, besitzen also jeweils ein so breites Fahrprofil, dass die beiden Fahrzeuge, also das Fahrzeug 7 und das in 24 dargestellte Fahrzeug aneinander vorbei fahren können, ohne sich zu berühren.
-
Diese Konfiguration sorgt dafür, dass der Nutzungsgrad des Regallagersystems 1 deutlich erhöht werden kann, da die Fahrzeuge im Rahmen eines sogenannten schwarmintelligenten Systems auf der Oberseite 8 des Regallagers 2 fahren oder verfahren können und somit mehrere Aufnahmeschächte 19, von denen in 1 der Erläuterung halber nur einer dargestellt ist, gleichzeitig bedient werden können, d. h. beispielsweise ein Ladungsträger 6 in einen ersten Aufnahmeschacht 19 eingelagert werden kann und gleichzeitig ein Ladungsträger 6 in einen zweiten Aufnahmeschacht 19 eingelagert werden kann oder auch aus diesem ausgelagert werden kann, wobei die Aufnahmeschächte 19 auch direkt benachbart zueinander liegen können.
-
Jedem der in 2 der Zeichnung ersichtlichen Felder 18 ist ein jeweiliger Aufnahmeschacht 19 zugeordnet, das jeweilige Feld 18 begrenzt also einen jeweiligen Aufnahmeschacht 19 an der Oberseite 8 des Regallagers 2 und der Aufnahmeschacht 19 erstreckt sich in Richtung des Pfeils 15 nach 1 beispielsweise bis zum Hallenboden 16.
-
Die Ladungsträgerhubvorrichtung ist beispielsweise anhand von 5 der Zeichnung ersichtlich. Diese weist bei der dargestellten Ausführungsform einen rechteckförmigen Grundrahmen 21 auf und besitzt im Abstand zum Grundrahmen 21 einen Deckrahmen, wie dies ebenfalls anhand von 5 der Zeichnung ersichtlich ist. Der Deckrahmen ist dabei mit Trägern oder Abstandshaltern 23 mit dem Grundrahmen 21 verbunden.
-
Wie es anhand der 6 der Zeichnung ersichtlich ist, welche in der linken Darstellung das Fahrzeug 7 zeigt, befindet sich die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 vollständig im Innenraum 24 des Fahrzeugs 7 angeordnet. Die mittlere Darstellung der 6 zeigt, dass die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 aus dem Innenraum 24 bereits etwas abgesenkt worden ist und zwar, um in einen Aufnahmeschacht 19 des Regallagers 2 abgesenkt zu werden. Die rechte Darstellung der 6 zeigt, dass die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 bereits vollständig aus dem Innenraum 24 heraus abgesenkt wurde.
-
4 der Zeichnung zeigt die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 vollständig im Innenraum 24 des Fahrzeugs 7 aufgenommen, dies entspricht der Stellung, mit der das Fahrzeug 7 mit der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 im Innenraum 24 an den ersten und zweiten Fahrschienen 4, 5 auf der Oberseite 8 des Regallagers 2 verfahren werden kann.
-
Wie es anhand der perspektivischen Darstellung der 7 ersichtlich ist, sind sowohl am Grundrahmen 21 als auch am Deckrahmen 22 jeweils Führungsrollen 25 angeordnet, mittels derer die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 während der Verlagerungsbewegung an den Stützprofilen 14 abrollen kann, sodass die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 während der gesamten Verlagerungsbewegung innerhalb des Aufnahmeschachts 19 über die Führungsrollen 25 an den Stützprofilen 14 geführt wird und zwar so, dass die Führungsrollen 25 sowohl an einer Stirnseite als auch an den beiden Querseiten des jeweiligen Stützprofils 14 mit den anhand von 9 der Zeichnung näher ersichtlichen Führungsrollen 25 abrollen können.
-
8 der Zeichnung zeigt eine perspektivische Ansicht der Unterseite der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 in einer Ansicht schräg von unten. Der Grundrahmen 21 weist an allen vier Eckbereichen jeweils einen ersten verschwenkbar angeordneten Tragarm 26 und jeweils einen zweiten verschwenkbar angeordneten Tragarm 27 auf. Wie dies nachfolgend noch näher anhand von 10 bis 15 der Zeichnung erläutert werden wird, sind die ersten Tragarme 26 unabhängig von den zweiten Tragarmen 27 verschwenkbar und die zweiten Tragarme 27 sind unabhängig von den ersten Tragarmen 26 verschwenkbar.
-
Das jeweilige Paar an Tragarmen 26, 27 ist an einer gemeinsamen Achse 28 verschwenkbar am Grundrahmen 21 angeordnet, d. h. der jeweilige erste Tragarm 26 und der jeweilige zweite Tragarm 27 kann an der jeweiligen Achse 28 verschwenkt werden, wie dies nachfolgend noch näher erläutert werden wird, wobei jeder erste Tragarm 26 eines jeweiligen Tragarmpaares 29 bestehend aus erstem Tragarm 26 und zweitem Tragarm 27 unabhängig vom zweiten Tragarm 27 des Tragarmpaares 29 verschwenkt werden kann. Genauso kann jeder zweite Tragarm 27 unabhängig vom jeweiligen Tragarm 26 an der Achse 28 verschwenkt werden.
-
10 der Zeichnung zeigt eine perspektivische Darstellung des Ausschnitts A nach 8 der Zeichnung und zwar in einer Ansicht schräg von oben, wobei der in 8 der Zeichnung dargestellte Ladungsträger 6 in der Form der dort ersichtlichen Palette 30 weggelassen wurde.
-
10 zeigt einen Teil des Grundrahmens 21 und den ersten Tragarm 26 sowie den zweiten Tragarm 27 an der gemeinsamen Achse 28 angeordnet und zwar in einer eingefahrenen Stellung, bei der sich die Tragarme 26, 27 in den Grundrahmen 21 verschwenkt angeordnet befinden, sodass die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 mit dem Grundrahmen 21 an einer Palette 30 vorbei gehoben werden kann, also beispielsweise von oben her kommend über der Palette 30 abgesenkt werden kann und sich somit die Palette 30 dann innerhalb des Innenraums 24 der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 angeordnet befindet.
-
Bei der Absenkbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 über die Palette 30 kollidieren die Tragarme 26, 27 nicht mit der Palette 30. 13 der Zeichnung zeigt eine Darstellung der Position oder Stellung der beiden Tragarme 26, 27 im eingefahrenen Zustand entsprechend 10 in einer Darstellung von oben, also einer Draufsichtansicht.
-
In dem Zwischenraum 31 zwischen den Tragarmpaaren 29 mit den Tragarmen 26, 27 kann die Palette 30 aufgenommen werden. Befindet sich die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 relativ zur Palette 30 oder dem Ladungsträger 6 so angeordnet, dass der Ladungsträger 6 oder die Palette 30 in dem Zwischenraum 31 aufgenommen ist, dann können die Tragarme 26, 27 in die in 11 der Zeichnung dargestellte Stellung oder Position verschwenkt werden, bei der sich sowohl die Tragarme 26 als auch die Tragarme 27 in einer um 90 Grad relativ zur Position nach 10 verschwenkten Stellung angeordnet befinden, wie dies auch näher anhand von 14 der Zeichnung ersichtlich ist.
-
Wenn in der Stellung der Tragarme 26, 27 nach 11 und 14 die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 entgegen der Richtung des Pfeils 15 nach 1 angehoben wird, führt diese Hubbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 dazu, dass die Tragarme 26 mit ihrer jeweiligen Oberseite 32 an der Unterseite 33 der Palette 30 zur Anlage kommen und die Palette 30 so relativ zum Regallager 2 angehoben oder auch weiter abgesenkt werden kann und zwar im Aufnahmeschacht 19 und auf diese Weise eine Einlagerung oder Auslagerung des Ladungsträgers in das Regallager 2 oder aus dem Regallager 2 heraus stattfinden kann.
-
12 und 15 zeigen eine Darstellung der Position oder Stellung der Tragarme 26, 27 mit zur Verlagerung von in den 11 und 12 nur schematisch dargestellten Tragprofilen oder Querträgern 34.
-
18 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Regallagers 2 mit im Aufnahmeschacht 19 positionierter Ladungsträgerhubvorrichtung 20, an der sich ein Ladungsträger 6 in der Form einer Palette 30 angeordnet befindet, d. h. die Palette 30 wird mit ihrer Unterseite 33 von der Oberseite 32 der jeweiligen ersten verschwenkbaren Tragarme 26 abgestützt oder getragen.
-
Die Tragprofile 34 oder Querträger 34, welche in 19 der Zeichnung ersichtlich sind, die eine vergrößerte Darstellung der Einzelheit B nach 18 der Zeichnung zeigt, können in Richtung des Doppelpfeils 35 verschoben oder verlagert werden und zwar mittels der verschwenkbaren zweiten Tragarme 27 und zwar an den Stützprofiltragarmen 17, wie dies anhand von 19 der Zeichnung ersichtlich ist. 3 zeigt eine Vielzahl von Tragprofilen 34 oder Querträgern 34 im Regallager 2 und macht deutlich, dass jedes Tragprofil 34 beziehungsweise jeder Querträger 34 an den Stützprofiltragarmen 17 des Regallagers 2 verschoben oder verlagert werden kann und zwar in Richtung des Doppelpfeils 35, der in 3 ebenfalls dargestellt ist. 19 der Zeichnung zeigt in Verbindung mit der eine Vielzahl von Tragprofilen oder Querträger 34 zeigenden 3, auch, dass das jeweilige Tragprofil 34 oder Querträger 34 eine langestreckte Konfiguration aufweist mit einem rechteckförmigen Träger 59, an dessen jeweiligen Endbereichen 60 eine den Stützprofiltragarm 17 formschlüssig umgreifendes Profil 61 aufweist, an dem sich das Tragprofil 34 am Stützprofiltragarm 17 abstützt.
-
Zur Verlagerung der Tragprofile 34 oder Querträger 34 werden die zweiten verschwenkbaren Tragarme 27 aus der in 11 und 14 der Zeichnung ersichtlichen Stellungen in die in 12 und 15 der Zeichnung ersichtlichen Stellungen in Richtung nach außen verschwenkt. Mit den so in Richtung nach außen verschwenkten verschwenkbar ausgebildeten zweiten Tragarmen 27 wird die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 mit der an den Tragarmen 26 aufliegenden Palette 30 entgegen der Richtung des Pfeils 15 nach 1 um einen vorbestimmten Weg oder Hub in Richtung nach oben gehoben und diese Hubbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 führt dazu, dass die zweiten verschwenkbaren Tragarme 27 in einen lösbaren Eingriff mit dem jeweiligen Querträger oder Tragprofil 34 kommen. An den zweiten Tragarmen 27 kann am Endbereich 36, der der gemeinsamen Drehachse 28 jeweils gegenüberliegt, ein Stift oder Pin 37 (siehe 15) angeordnet sein.
-
Bei dieser Hubbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 kommt der zweite Tragarm 27 mit dem jeweiligen Eingriffsende 38, an dem der Pin oder Stift 37 angeordnet ist, mit dem Tragprofil 34 oder Querträger 34 in einen lösbaren Eingriff, der Pin oder Stift 37 kann also beispielsweise mit einer Unterseite des U-förmigen Tragprofils oder Querträgers 34 in einen lösbaren Eingriff kommen. Eine Verschwenkbewegung der zweiten verschwenkbaren Tragarme 27 führt dann, während sich diese mit dem Tragprofil oder dem Querträger 34 weiterhin in der lösbaren Eingriffsstellung befinden, dazu, dass die Querträger 34 unter die Unterseite 33 des Ladungsträgers 6 beziehungsweise der Palette 30 verlagert oder verschoben oder gezogen werden. Wird dann die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 mit der daran angeordneten Palette 30 oder dem Ladungsträger 6 in Richtung des Pfeils 15 nach 1 um einen vorbestimmten Abstand abgesenkt, dann kommt die Unterseite 33 an der Oberseite 39 (siehe 19) der jeweiligen Querträger oder Tragprofile 34 zur Auflage und wird von den Querträgern oder Tragprofilen 34 gehalten.
-
Wenn die Tragarme 27 aus der in 15 der Zeichnung ersichtlichen Stellung in Richtung nach innen verschwenkt werden, sich also die in 14 der Zeichnung ersichtliche Stellung der Tragarme 27 einstellt, sind die Querträger oder Tragprofile 34 relativ zur Palette 30 in Richtung nach innen verlagert worden und die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 kann entgegen der Richtung des Pfeils 15 nach 1 abgesenkt werden, wie dies soeben besprochen wurde. Der Ladungsträger 6 beziehungsweise die Palette 30 liegt nun an den quer verschobenen Tragprofilen oder Querträgern 34 auf und die Ladungsträgerhubvorrichtung kann in Richtung des Pfeils 15 nach 1 weiter abgesenkt werden. Sodann werden die Tragarme 26, 27 in die eingefahrene Stellung nach 10 beziehungsweise 13 der Zeichnung verschwenkt und die Ladungsträgerhubvorrichtung kann in der eingefahrenen Stellung der Tragarme 26, 27 entgegen der Richtung des Pfeils 15 im Regallager 2 nach oben gehoben werden, die soeben eingelagerte Palette 30 beziehungsweise der soeben eingelagerte Ladungsträger 6 verbleibt im Regallager 2 beziehungsweise der dreidimensionalen Aufnahmestruktur 3 des Regallagers 2 eingelagert.
-
Wenn der Ladungsträger 6 beziehungsweise die Palette 30 mit daran angeordneten oder darauf befindlichen Waren oder Fördergütern, die jeweils völlig unterschiedliche Höhen aufweisen können, wie dies vorstehend bereits erläutert wurde, aus dem Regallager 2 wieder ausgelagert werden soll, dann wird die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 mit der Stellung der Tragarme nach 10 beziehungsweise 13 der Zeichnung in Richtung des Pfeils 15 nach 1 im Aufnahmeschacht 19 abgesenkt und zwar so weit, bis sich die ersten Tragarme 26 mit ihrer Oberseite 32 unterhalb der Unterseite 33 der Palette 30 oder des Ladungsträgers 6 angeordnet befindet. Die Tragarme 26 werden dann in die in 11 der Zeichnung oder 14 der Zeichnung ersichtliche Stellung verschwenkt, die Palette 30 oder der Ladungsträger 6 kommt mit der Unterseite 33 an der Oberseite der Tragarme 26 zur Auflage und wird von der Oberseite 39 der Tragprofile oder Querträger 34 abgehoben. Bei dieser Hubbewegung kommen die zweiten Tragarme 27 mit dem Eingriffsende 38 und den daran angeordneten Stiften 37 wieder in einen lösbaren Eingriff mit der Unterseite 40 (siehe 19 der Zeichnung). In dieser Stellung können dann die zweiten verschwenkbaren Tragarme 27 aus der in 14 der Zeichnung ersichtlichen Stellung in die in 15 der Zeichnung ersichtlichen Stellung in Richtung nach außen verschwenkt werden und ziehen bei dieser Verschwenkbewegung die Querträger oder Tragprofile 34 an den Stützprofiltragarmen 17 wieder in Richtung nach außen, sodass die Querträger oder Tragprofile 34 aus dem Aufnahmeschacht 19 des Regallagers 2 in Richtung nach außen verschoben oder verlagert werden und somit der Aufnahmeschacht 19 für die Hubbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 frei ist.
-
16 der Zeichnung zeigt eine Darstellung von oben auf die ersten und zweiten Tragarme 26, 27 mit der Stellung der zweiten Tragarme 27 zur Vorbereitung der Verlagerung der Querträger oder Tragprofile 34.
-
Wie es ohne weiteres ersichtlich ist, sind die ersten Tragarme 26 in einem Winkel von etwa 90 Grad an der gemeinsamen Achse 28 der beiden Tragarme 26, 27 verschwenkbar zwischen der eingefahrenen Stellung nach 10 der Zeichnung und der zum Tragen der Palette 30 oder des Ladungsträgers 6 verschwenkten Stellung nach 11 oder 14 der Zeichnung. Die zweiten Tragarme 27 sind um einen Schwenkwinkel oder Verschwenkbereich von etwa 135 Grad verschwenkbar und zwar an der Achse 28, nämlich zwischen der eingefahrenen Stellung nach 10 oder 13 der Zeichnung und der zur Verlagerung der Tragprofile oder Querträger 34 verschwenkten Stellung nach 12 oder 15 der Zeichnung.
-
Die zweiten Tragarme 27 werden also zur Verlagerung der Tragprofile oder Querträger 34 in die verschwenkte Stellung nach 12 oder 15, die auch in 16 der Zeichnung ersichtlich ist, verschwenkt und die Hubbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 führt dazu, dass das jeweilige Eingriffsende 38 der zweiten verlagerbaren oder verschwenkbaren Tragarme 27 mit der Unterseite 40 des jeweiligen Tragprofils oder Querträgers 34 in einen lösbaren Eingriff kommt. Eine Verlagerung oder Verschwenkbewegung der zweiten Tragarme 27 um etwa 45 Grad in Richtung des Pfeils 41 nach 16 der Zeichnung führt dazu, dass die Querträger oder Tragprofile 34 in den Aufnahmeschacht 19 in Richtung nach innen verlagert werden und so die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 mit der daran angeordneten Palette 30 oder dem daran angeordneten Ladungsträger 6 in Richtung des Pfeils 14 nach 1 abgesenkt werden kann, wodurch die Unterseite 33 der Palette 30 des Ladungsträgers 6 an der Oberseite 39 des jeweiligen Tragprofils oder Querträgers 34 zur Auflage kommt. Bei dieser Absenkbewegung löst sich die Unterseite 33 der Palette 30 oder des Ladungsträgers 6 dann von der Oberseite 32 des jeweiligen ersten Tragarms 26 und die Palette 30 oder der Ladungsträger 6 liegt an dem Tragprofil 34 oder dem Querträger auf. Sodann können die beiden Tragarme 26, 27 aus der beispielsweise in 14 der Zeichnung ersichtlichen Stellung in die in 10 der Zeichnung ersichtliche eingefahrene Stellung verschwenkt werden und die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 kann im Aufnahmeschacht 19 angehoben oder abgesenkt werden, der Ladungsträger 6 oder die Palette 30 verbleibt an den Querträgern oder Tragprofilen 34 angeordnet.
-
17 der Zeichnung zeigt eine Darstellung ähnlich derjenigen nach 16 der Zeichnung in einer Ansicht von unten. Die Tragarme 26 und 27 sind in der Stellung gezeigt, bei der die Palette 30 oder der Ladungsträger 6 an den Tragarme 26 aufliegt, von den Tragarmen 26 also getragen wird und die Tragarme 27 in die Stellung verschwenkt worden sind, in der sie die Tragprofile 34 oder Querträger 34 in die Tragestellung nach 14 der Zeichnung verlagern können oder die Tragprofile 34 oder Querträger 34 aus dem Aufnahmeschacht 19 bereits wieder heraus verlagert haben.
-
20 der Zeichnung zeigt eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform eines Fahrzeugs 7 des erfindungsgemäßen Regallagersystems.
-
Wie es ohne weiteres ersichtlich ist, ist das Fahrzeug 7 modular aufgebaut und besitzt ein Fahrmodul 42 mit einem kastenförmigen Grundrahmen 43, an dem jeweils zwei erste Sätze 11 von Laufrädern und zwei zweite Sätze 12 von Laufrädern vorgesehen sind, welche auf die jeweiligen Fahrschienen 4 und 5 abgesenkt werden können, damit das Fahrzeug in die erste Richtung 9 oder zurück und in die zweite Richtung 10 oder zurück verfahren werden kann und zwar an der Oberseite der dreidimensionalen Auflagestruktur 3 entlang der ersten und zweiten Fahrschienen 4, 5 und zwar mit im Innenraum 24 des Fahrzeugs 7 aufgenommener Ladungsträgerhubvorrichtung 20, an der ein Ladungsträger 6 oder eine Palette 30 angeordnet sein kann oder auch die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 bei der Verfahrbewegung keinen Ladungsträger aufweist.
-
Neben dem Fahrmodul 42 besitzt das Fahrzeug auch ein Hubmodul für 44 mit daran angeordneten Antriebsmotoren 45, welche über Hubzahnriemen 46 verfügen. Die Antriebsmotoren 45 werden mittels einer am Hubmodul 44 vorgesehenen Steuerung 62 zur synchronen Betätigung angesteuert. Mittels der Hubzahnriemen 46 oder Antriebsriemen können Rollen 47 eines zwischen dem Fahrmodul 42 und dem Hubmodul 44 angeordneten Speichermoduls 48 angetrieben werden, an denen Hubmittel auf- und abgerollt werden können, mittels deren die Ladungsträgerhubvorrichtung 20 in den Aufnahmeschacht 19 abgesenkt und aus dem Aufnahmeschacht 19 herausgehoben werden kann. An den Rollen 47 können also eigenständige Hubmittel angeordnet sein oder auch die von den Antriebsmotoren 45 angetriebenen Hubzahnriemen oder Antriebsriemen 46 aufgerollt und abgerollt werden, das Speichermodul 48 ist also zur Aufnahme der für die Hubbewegung der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 entlang der kompletten Höhe des Aufnahmeschachts 19 benötigten Länge des Zugmittels oder Hubmittels vorgesehen.
-
21 der Zeichnung zeigt eine perspektivische Darstellung der Ladungsträgerhubvorrichtung 20 mit einer Antriebseinrichtung 49 zur unabhängig voneinander ablaufenden Schwenkbetätigung der ersten 26 und zweiten 27 Tragarme. Wie es anhand der schematischen Darstellung nach 21 und 23 der Zeichnung ersichtlich ist, besitzt die Antriebseinrichtung 49 eine anhand von 23 der Zeichnung näher ersichtliche Drehbetätigungseinrichtung 50 mit einer ersten Riemenscheibe 51 und einer zweiten Riemenscheibe 52, welche zur Drehbetätigung einer Koaxialwelle 53 ausgebildet sind. Mittels der ersten Riemenscheibe 51 kann ein Antriebsriemen 54 betätigt werden, der das äußere Wellenprofil 55 der Koaxialwelle 53 antreibt, die zur Schwenkbetätigung der ersten Tragarme 26 vorgesehen ist. Eine Drehbetätigung der Riemenscheibe 51 führt also zu einer Drehbetätigung des äußeren Wellenprofils 55 der Koaxialwelle 53, mittels der die ersten Tragarme 26 verschwenkt werden können. In ähnlicher Weise führt eine Drehbetätigung der Riemenscheibe 52 zu einer Drehbetätigung des inneren Wellenprofils 56 der Koaxialwelle 53, mittels deren Betätigung die zweiten verschwenkbaren Tragarme 27 verschwenkt werden können, eine Drehbetätigung des zweiten Wellenprofils 56 führt also zu einer Verschwenkbetätigung der zweiten Tragarme 27 und letztlich zu einer Verlagerungsbewegung der Tragprofile oder Querträger 34 relativ zum Aufnahmeschacht 19.
-
22 zeigt eine vergrößerte Darstellung einer Einzelheit C nach 21 der Zeichnung und dient der Erläuterung der Konfiguration der beiden Tragarme 26 und 27. Wie es ohne weiteres ersichtlich ist, können die beiden Tragarme 26, 27 an der gemeinsamen Drehachse 28 unabhängig voneinander schwenkbetätigt werden, also unabhängig voneinander verschwenkt werden und der zweite Tragarm 27 besitzt eine Wand 57, mit der der zweite Tragarm 27 an der Stirnfläche 58 des ersten Tragarms 26 zur Anlage kommt, wenn der zweite Tragarm 27 aus der in 15 der Zeichnung ersichtlichen Stellung in die in 14 der Zeichnung ersichtliche Stellung verschwenkt wird. Diese Konfiguration dient der Drehwinkelbegrenzung des Verschwenkbereichs des jeweiligen zweiten Tragarms 27. Die Palette 30 liegt an dem Tragarm 26 auf und die Begrenzung des Verschwenkwinkels sorgt dafür, dass der verschobene Querträger 34 automatisch unterhalb der Unterseite 33 der Palette 30 zu liegen kommt und somit die Palette 30 an den Querträgern 34 abgesenkt werden kann.
-
24 der Zeichnung zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Regallagers 2 mit einer dreidimensionalen Aufnahmestruktur 3 mit auf der Aufnahmestruktur 3 angeordneten ersten Fahrschienen 4 und zweiten Fahrschienen 5, ähnlich derjenigen nach 1, wobei bei der Darstellung nach 24 mehrere Fahrzeuge 7 an der Oberseite 8 des Regallagers 2 angeordnet sind. Damit wird deutlich, dass an der Oberseite 8 mehrere Fahrzeuge 7 verfahren werden können, um gleichzeitig mehrere Aufnahmeschächte 19 bedienen zu können, um also Waren in die Aufnahmeschächte 19 einzulagern oder aus diesen auszulagern. Lediglich der Vereinfachung der Darstellung halber ist in 24 der Zeichnung nur ein Aufnahmeschacht 19 dargestellt. Tatsächlich kann jedem Feld 18 ein Aufnahmeschacht 19 zugeordnet werden, sodass das Regallager 2 eine Vielzahl von Aufnahmeschächten 19 besitzt und über die Vielzahl der an der Oberseite 8 bewegten Fahrzeuge 7 eine Vielzahl von Aufnahmeschächten auch gleichzeitig bedient werden können.
-
Mittels der erfindungsgemäßen Konfiguration des Regallagersystems wird der Nutzungsgrad eines dreidimensionalen Regallagers beträchtlich erhöht. In Abhängigkeit der jeweiligen Höhe der Beladung der Palette oder des Ladungsträgers mit Waren oder Fördergütern oder Nutzlasten kann in Hochachsrichtung des Aufnahmeschachts betrachtet an unterschiedlicher Höhe eine Verlagerung der Querträger oder Tragprofile stattfinden, sodass das Problem der ungenutzten Leerräume im Aufnahmeschacht gelöst ist. Wenn Waren mit unterschiedlicher Abmessung in Höhenrichtung des Aufnahmeschachts eingelagert werden sollen, werden nach der Erfindung Querträger oder Tragprofile oberhalb des mit Waren versehenen Ladungsträgers mit unterschiedlicher Abmessung in den oder aus dem Aufnahmeschacht verschoben oder verlagert und somit kann der Abstand zwischen der Aufnahme für einen nächsten Ladungsträger und dem oberen Abschlussende der Waren des darunterliegenden Ladungsträgers minimiert werden, der Nutzungsgrad des erfindungsgemäßen Regallagersystems ist wesentlich höher als der Nutzungsgrad des bekannten Regallagersystems.
-
Hinsichtlich vorstehend im Einzelnen nicht näher erläuterter Merkmale der Erfindung wird im Übrigen ausdrücklich auf die Patentansprüche und die Zeichnung verwiesen.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Regallagersystem
- 2
- Regallager
- 3
- Aufnahmestruktur
- 4
- erste Fahrschienen
- 5
- zweite Fahrschienen
- 6
- Ladungsträger
- 7
- Fahrzeug
- 8
- Oberseite
- 9
- erste Richtung
- 10
- zweite Richtung
- 11
- erster Satz von Laufrädern
- 12
- zweiter Satz von Laufrädern
- 13
- zweidimensionales Raster
- 14
- Stützprofile
- 15
- Pfeil
- 16
- Hallenboden
- 17
- Stützprofiltragarm
- 18
- Feld
- 19
- Aufnahmeschacht
- 20
- Ladungsträgerhubvorrichtung
- 21
- Grundrahmen
- 22
- Deckrahmen
- 23
- Träger
- 24
- Innenraum
- 25
- Führungsrolle
- 26
- erste Tragarme
- 27
- zweite Tragarme
- 28
- Achse
- 29
- Tragarmpaar
- 30
- Palette
- 31
- Zwischenraum
- 32
- Oberseite des ersten Tragarms
- 33
- Unterseite des Ladungsträgers oder der Palette
- 34
- Tragprofil, Querträger
- 35
- Doppelpfeil
- 36
- Endbereich
- 37
- Stift, Pin
- 38
- Eingriffsende
- 39
- Oberseite
- 40
- Unterseite
- 41
- Pfeil
- 42
- Fahrmodul
- 43
- Grundrahmen
- 44
- Hubmodul
- 45
- Antriebsmotor
- 46
- Hubzahnriemen
- 47
- Rollen
- 48
- Speichermodul
- 49
- Antriebseinrichtung
- 50
- Drehbetätigungseinrichtung
- 51
- Riemenscheibe
- 52
- Riemenscheibe
- 53
- Koaxialwelle
- 54
- Antriebsriemen
- 55
- Wellenprofil
- 56
- Wellenprofil
- 57
- Wand
- 58
- Stirnfläche
- 59
- Träger
- 60
- Endbereich
- 61
- Profil
- 62
- Steuerung