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Die Erfindung betrifft eine Hydraulik-Anordnung mit vernetzten Hydraulikaggregaten. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Kletterschalung mit einer solchen Hydraulik-Anordnung. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Bewegen der Kletterschalung. Schließlich betrifft die Erfindung ein Hydraulikaggregat einer solchen Hydraulik-Anordnung.
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Es ist bekannt, eine Kletterschalung zum Bau eines Gebäudes einzusetzen. Unter einer Kletterschalung wird dabei in der Regel ein Klettergerüst bzw. Kletterwerk verstanden, auf dem eine Schalung zum Herstellen einer Wand und/oder Decke angeordnet ist. Die Kletterschalung weist mehrere Klettereinheiten auf, die durch Hydraulikzylinder auf und/oder ab bewegt werden.
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Werden diese Klettereinheiten nicht gleichzeitig nach oben bzw. unten bewegt, entstehen Absturzkanten, die aufwändig gesichert werden müssen.
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Werden die Klettereinheiten demgegenüber synchron bewegt, muss gemäß dem Stand der Technik ein großes Hydraulikaggregat zur Versorgung aller Hydraulikzylinder eingesetzt werden. Ein solches Hydraulikaggregat ist beispielsweise unter der Bezeichnung „Hydraulik Unit SKE“ der Doka GmbH bekannt geworden. Die Hydraulikzylinder werden dabei an eine lange hydraulische Ringleitung angeschlossen. Die lange hydraulische Ringleitung weist jedoch einen Druckverlust von ca. 1bar je Meter auf.
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Weist die lange Ringleitung demgegenüber einen großen Innendurchmesser auf, um möglichst geringe Druckverluste zu erzielen, ergibt sich hierdurch ein sehr großes Gesamtpendelvolumen, da sich die Pendelvolumina aller Hydraulikzylinder und der Ringleitung addieren. Das bekannte Hydraulikaggregat muss dann entsprechend groß ausgebildet werden, was sich in einem großen Platzbedarf auf der Kletterschalung niederschlägt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Hydraulik-Anordnung bereit zu stellen, die bei hoher Leistungsfähigkeit signifikant weniger Platzbedarf aufweist. Aufgabe der vorliegenden Erfindung Ist es weiterhin, eine Kletterschalung mit einer solchen Hydraulik-Anordnung, ein Hydraulikaggregat einer solchen Hydraulik-Anordnung sowie ein Verfahren mit einer solchen Kletterschalung bereitzustellen.
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Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Hydraulik-Anordnung gemäß Patentanspruch 1, eine Kletterschalung gemäß Patentanspruch 12, einem Verfahren gemäß Patentanspruch 13 sowie einem Hydraulikaggregat gemäß Patentanspruch 16. Die Unteransprüche geben bevorzugte Weiterbildungen wieder.
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Die erfindungsgemäße Aufgabe wird somit gelöst durch eine Hydraulik-Anordnung mit zumindest zwei Hydraulikzylindern. Die Hydraulik-Anordnung weist zumindest zwei Hydraulikaggregate auf. Jedes Hydraulikaggregat ist vorzugsweise unmittelbar mit maximal vier Hydraulikzylindern verbunden. Jedes Hydraulikaggregat weist zumindest eine Pumpe zur Förderung eines Fluidflusses in den/die Hydraulikzylinder auf. Weiterhin weist jedes Hydraulikaggregat eine Steuereinheit zur Steuerung des Fluidflusses auf. Die Steuereinheit kann dabei zum Steuern eines oder mehrerer Ventile des Hydraulikaggregats und/oder zum Steuern der Pumpe(n) des Hydraulikaggregats ausgebildet sein. Weiterhin weist die Hydraulik-Anordnung eine Datenverbindung zwischen zumindest zwei Steuereinheiten auf, um ein Synchronisieren der Hydraulikaggregate zu ermöglichen. Die Datenverbindung kann zum Austausch von Benutzerbefehlen, Wegesignalen, Drücken und/oder Fehlermeldungen ausgebildet sein.
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Die erfindungsgemäße Hydraulik-Anordnung ermöglicht somit das gleichzeitige und gleichmäßige Anheben und/oder Absenken mehrerer Hydraulikzylinder auf besonders leistungsfähige Art und Weise, ohne ein großes Hydraulikaggregat mit einem großen Pendelvolumen vorsehen zu müssen.
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Vorzugsweise sind mehr als zwei Hydraulikaggregate, insbesondere mehr als drei Hydraulikaggregate, vorzugsweise mehr als vier Hydraulikaggregate, besonders bevorzugt mehr als fünf Hydraulikaggregate, weiter bevorzugt mehr als sechs Hydraulikaggregate, über die Datenverbindung, insbesondere seriell, gekoppelt.
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Der Erfindung liegt somit der Gedanke zugrunde, zur Betätigung mehrerer Hydraulikzylinder anstelle eines einzigen Hydraulikaggregats oder weniger Hydraulikaggregate mehrere Hydraulikaggregate vorzusehen, die jeweils nur wenigen Hydraulikzylindern zugeordnet sind. Hierdurch verkürzen sich die Hydraulikleitungen zwischen Hydraulikaggregat und Hydraulikzylinder signifikant, wodurch sowohl Druckverluste als auch Pendelvolumina deutlich verringert werden.
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Vorzugsweise sind mehrere Hydraulikaggregate jeweils mit maximal drei, insbesondere maximal zwei, besonders bevorzugt mit nur einem Hydraulikzylinder verbunden. In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Hydraulik-Anordnung sind alle Hydraulikaggregate jeweils mit maximal drei, insbesondere maximal zwei, besonders bevorzugt mit nur einem Hydraulikzylinder, verbunden.
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Die maximale Länge der einzelnen Hydraulikleitungen der Hydraulik-Anordnung kann jeweils weniger als 10m, insbesondere weniger als 7m, vorzugsweise weniger als 5m, besonders bevorzugt weniger als 3m, betragen.
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Die Datenverbindung kann kabellos oder kabelgebunden ausgebildet sein. Die Datenverbindung kann ein Netzwerk und/oder einen Zentralserver aufweisen.
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Die Datenverbindung ist vorzugsweise in Form einer BUS-Datenverbindung ausgebildet. Die BUS-Datenverbindung ist dabei vorzugsweise zur Erweiterung der Hydraulik-Anordnung ausgebildet, sodass mehr als zwei, insbesondere mehr als drei, vorzugsweise mehr als vier, besonders bevorzugt mehr als fünf, weiter bevorzugt beliebig viele, Hydraulikaggregate über die BUS-Datenverbindung verbindbar sind. Die BUS-Datenverbindung kann in Form einer CAN-BUS-Datenverbindung, einer Ethernet-BUS-Datenverbindung, einer PROFINET-BUS-Datenverbindung oder in Form einer BUS-Datenverbindung gemäß einem anderen Industriestandard ausgebildet sein.
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Die Steuereinheiten mehrerer, insbesondere aller, Hydraulikaggregate können zum Ansteuern einzelner, dem jeweiligen Hydraulikaggregat zugeordneter, Hydraulikzylinder ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich dazu können die Steuereinheiten mehrerer Hydraulikaggregate, insbesondere aller Hydraulikaggregate, derart miteinander gekoppelt sein, dass ein Ausfahren bzw. Einfahren der Hydraulikzylinder mehrerer, insbesondere aller, Hydraulikaggregate nur dann erfolgt, wenn mehrere, insbesondere alle, Steuereinheiten der Hydraulik-Anordnung das Ausfahren bzw. Einfahren der Hydraulikzylinder anordnen oder gestatten.
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Die Steuereinheiten können für einen Master-Slave-Betrieb ausgebildet sein, in dem eine erste Steuereinheit als Master zumindest eine weitere Steuereinheit der Hydraulik-Anordnung, insbesondere alle weiteren Steuereinheiten der Hydraulik-Anordnung, als Slave steuert. Die Steuereinheiten können zusätzlich dazu für einen Einzelbetrieb ausgebildet sein, in dem die Steuereinheiten der Hydraulik-Anordnung jeweils nur die ihrem Hydraulikaggregat zugeordneten Hydraulikzylinder ansteuern. Die Steuereinheiten können dabei einen Schalter aufweisen, an dem ein Umschalten zwischen der Ansteuerung einzelner, dem jeweiligen Hydraulikaggregat zugeordneter Hydraulikzylinder (Stand-Alone-Betrieb) und der synchronen Ansteuerung mehrerer, insbesondere aller, Hydraulikzylinder erfolgt. Für einen Einrichtbetrieb und/oder eine Fehlerbehebung ist es dadurch möglich, dass nur einzelne Hydraulikzylinder ausgefahren bzw. eingefahren werden.
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Die Hydraulik-Anordnung kann eine erste Fernbedienung aufweisen. Die erste Fernbedienung kann kabelgebunden oder kabellos mit einer ersten Steuereinheit verbunden sein.
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Zusätzlich dazu kann die Hydraulik-Anordnung eine zweite Fernbedienung aufweisen. Die zweite Fernbedienung kann kabelgebunden oder kabellos mit einer zweiten Steuereinheit verbunden sein. Die erste Fernbedienung und die zweite Fernbedienung können gleich ausgebildet sein.
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Vorzugsweise sind die Steuereinheiten der Hydraulik-Anordnung so geschaltet, dass die Bewegung der Hydraulikzylinder gestoppt wird, wenn zwei Steuereinheiten, insbesondere über jeweils eine Fernbedienung, verschieden angesteuert werden. Hierdurch kann das Anheben bzw. Absenken der Hydraulik-Anordnung von zwei Personen, die zueinander keinen Sichtkontakt haben, auf sichere Art und Weise überwacht werden.
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Die Hydraulik-Anordnung kann eine übergeordnete Steuereinheit aufweisen, die mit zumindest einer ersten Steuereinheit der Hydraulik-Anordnung verbunden ist, um die Steuereinheiten mehrerer Hydraulikaggregate, insbesondere aller Hydraulikaggregate, zu steuern.
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In besonders bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung wird die Netzspannung bzw. Versorgungsspannung durch die Hydraulikaggregate „durchgeschleift“. Hierzu ist ein erstes Hydraulikaggregat an die Netzspannung angeschlossen. Eine elektrische Verbindung versorgt zumindest ein zweites Hydraulikaggregat mittelbar mit dieser Netzspannung. Hierdurch müssen nur wenige Hydraulikaggregate, insbesondere nur das erste Hydraulikaggregat, unmittelbar mit der Netzspannung verbunden werden.
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Zumindest ein Hydraulikaggregat, insbesondere mehrere Hydraulikaggregate, vorzugsweise alle Hydraulikaggregate, kann/können einen automatischen Phasenwender aufweisen, um stets das richtige Drehfeld am Motor anlegen zu können.
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Zumindest ein Hydraulikaggregat, insbesondere mehrere Hydraulikaggregate, vorzugsweise alle Hydraulikaggregate, kann/können dazu ausgebildet sein, an ein Spannungsnetz 3L+PE mit 400V/50Hz und/oder 480V/60Hz angeschlossen zu werden. Hierdurch kann die Hydraulik-Anordnung global eingesetzt werden.
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Zumindest ein Hydraulikaggregat kann einen elektrischen Motor aufweisen, der zumindest zwei Pumpen, insbesondere genau zwei Pumpen, auf einer gemeinsamen Welle antreibt. Vorzugsweise ist dabei jede Pumpe einem Hydraulikzylinder zugeordnet.
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Zumindest ein Hydraulikaggregat kann einen elektrischen Motor in Form eines Unter-Öl-Motors aufweisen. Das Hydraulikaggregat ist dadurch besonders leise und effizient betreibbar.
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Mehrere Hydraulikaggregate, insbesondere alle Hydraulikaggregate, können gleich ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich dazu können mehrere Hydraulikzylinder, insbesondere alle Hydraulikzylinder, gleich ausgebildet sein.
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Zumindest ein erstes Hydraulikaggregat kann unmittelbar an einen Hydraulikzylinder angebaut sein. Hierdurch wird eine besonders effektive und platzsparende Hydraulik-Anordnung erzielt.
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Zum ausreichenden Synchronlauf der Hydraulikzylinder, insbesondere bei unterschiedlichem Lastniveau, kann zumindest ein erstes Hydraulikaggregat, insbesondere jeweils mehrere Hydraulikaggregate, vorzugsweise jeweils alle Hydraulikaggregate, ein Volumenstrommessgerät für Hydraulikfluid aufweisen, um das Ausfahren bzw. Einfahren der Hydraulikzylinder präzise zu synchronisieren.
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Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Hydraulik-Anordnung ein Wegemesssystem im Bereich eines oder mehrerer Hydraulikzylinder aufweisen, um das Ausfahren bzw. Einfahren der Hydraulikzylinder präzise zu synchronisieren. Daten aus dem Wegemesssystem können über die Datenverbindung zwischen mehreren Hydraulikaggregaten kommunizierbar sein.
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Die Hydraulik-Anordnung kann eine Druckmesseinrichtung aufweisen, um Drücke an den einzelnen Hydraulikzylindern zu überwachen. Die von der Druckmesseinrichtung gemessenen Daten können über die Datenverbindung zwischen mehreren Hydraulikaggregaten kommunizierbar sein. Im Falle einer Überlast kann die Anlage zum Abschalten ausgebildet sein. Zusätzlich dazu kann die Hydraulik-Anordnung zur Ausgabe einer Fehlermeldung ausgebildet sein, um über Art und Ursprung der Störung zu informieren.
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In weiter bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist die Hydraulik-Anordnung dazu ausgebildet, Hydraulikzylinderpaare, insbesondere beim Ausfahren, alternierend anzusteuern, um den Strombedarf der Hydraulik-Anordnung zu begrenzen. Die sich hierbei ergebenden kleinen Absturzkanten sind sicherheitstechnisch unbedenklich. Da beim Einfahren der Hydraulikzylinder regelmäßig keine Arbeit geleistet wird, können alle Hydraulikzylinder zum gemeinsamen Einfahren ausgebildet sein.
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Die Hydraulik-Anordnung kann einen Diagnosebildschirm aufweisen. Der Diagnosebildschirm ist mittelbar oder unmittelbar mit der Datenverbindung verbunden. Der Diagnosebildschirm kann zur Visualisierung von Betriebsdrücken, Bewegungen der Hydraulikzylinder, Fehlermeldungen und/oder Benutzerbefehlen ausgebildet sein. Der Diagnosebildschirm kann in ein Hydraulikaggregat integriert sein.
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Die Hydraulik-Anordnung kann einen Datenlogger aufweisen. Der Datenlogger ist mittelbar oder unmittelbar mit der Datenverbindung verbunden. Der Datenlogger kann zum Aufzeichnen von Betriebsdaten, wie Betriebsdrücken, Bewegungen der Hydraulikzylinder, Fehlermeldungen und/oder Benutzerbefehlen ausgebildet sein. Der Datenlogger kann so Aufschluss über die Abläufe auf der Baustelle geben.
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Die Hydraulik-Anordnung kann ein Fernwartungsmodul aufweisen. Das Fernwartungsmodul ist mittelbar oder unmittelbar mit der Datenverbindung verbunden. Das Fernwartungsmodul kann zum Auslesen der Betriebsdaten ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Fernwartungsmodul dazu ausgebildet sein, die Steuereinheiten mehrerer Hydraulik-Anordnungen mit einer neuen Software-Version und/oder anderen Daten zu versorgen.
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Die Hydraulik-Anordnung kann ein Freigabemodul aufweisen. Das Freigabemodul ist mittelbar oder unmittelbar mit der Datenverbindung verbunden. Das Freigabemodul kann dazu ausgebildet sein, eine Ansteuerung der Hydraulikzylinder erst nach dem Senden eines Freigabesignals, insbesondere durch die Bauleitung, zu erlauben.
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Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch eine Kletterschalung mit zumindest einer Klettereinheit, insbesondere mit mehreren Klettereinheiten, und einer zuvor beschriebenen Hydraulik-Anordnung. Jede Klettereinheit weist zumindest ein Hydraulikaggregat, insbesondere genau ein Hydraulikaggregat, und maximal vier an das Hydraulikaggregat angeschlossene Hydraulikzylinder auf.
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Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zum Bewegen einer zuvor beschriebenen Kletterschalung. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden zwei Klettereinheiten synchron bewegt, wobei jede Klettereinheit ein Hydraulikaggregat aufweist, deren Steuerungen über die Datenverbindung miteinander verbunden sind.
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Bei dem Verfahren können die Klettereinheiten gestoppt werden, wenn zumindest zwei Steuereinheiten unterschiedlich angesteuert bzw. betätigt werden.
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Vorzugsweise steuert die Steuereinheit eines ersten Hydraulikaggregats oder eine übergeordnete Steuereinheit die Steuereinheiten von mehr als einem weiteren Hydraulikaggregat, insbesondere von mehr als zwei Hydraulikaggregaten, bevorzugt von mehr als drei Hydraulikaggregaten, besonders bevorzugt von mehr als vier Hydraulikaggregaten.
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Das Verfahren kann so durchgeführt werden, dass das Ausfahren bzw. Einfahren der Hydraulikzylinder mehrerer, insbesondere aller, Hydraulikaggregate nur erfolgt, wenn mehrere, insbesondere alle, Steuereinheiten der Hydraulik-Anordnung das Ausfahren bzw. Einfahren der Hydraulikzylinder anordnen oder erlauben.
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Das Verfahren kann so durchgeführt werden, dass die Bewegung der Hydraulikzylinder gestoppt wird, wenn zwei Steuereinheiten, insbesondere über jeweils eine Fernbedienung, verschieden angesteuert werden.
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Mehrere Steuereinheiten der Hydraulik-Anordnung, Insbesondere alle Steuereinheiten der Hydraulik-Anordnung, können über eine übergeordnete Steuereinheit gesteuert werden.
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In einer weiter bevorzugten Variante des Verfahrens werden Hydraulikzylinderpaare alternierend angesteuert, insbesondere ausgefahren, um den Strombedarf der Hydraulik-Anordnung zu begrenzen.
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Bevorzugt werden alle Hydraulikzylinder gemeinsam eingefahren.
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Das Ausfahren und/oder Einfahren der Hydraulikzylinder erfolgt bevorzugt im Master-Slave-Betrieb der Steuereinheiten.
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Die erfindungsgemäße Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Hydraulikaggregat einer zuvor beschriebenen Hydraulik-Anordnung. Das Hydraulikaggregat ist zum Anschluss zumindest eines Hydraulikzylinders ausgebildet. Vorzugsweise ist zum zumindest ein Hydraulikzylinder an das Hydraulikaggregat angeschlossen.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt, sowie aus den Patentansprüchen.
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Die in der Zeichnung schematisch dargestellten Merkmale sind nicht notwendigerweise maßstäblich zu verstehen und derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in der Zeichnung oftmals nur ein Bauteil oder wenige gleiche Bauteile mit einem Bezugszeichen versehen. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein.
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Es zeigen:
- 1 eine Klettereinheit mit zwei Hydraulikzylindern, die von einem Hydraulikaggregat versorgt werden;
- 2 eine Klettereinheit mit zwei Hydraulikzylindern, die jeweils von einem Hydraulikaggregat versorgt werden;
- 3 eine Kletterschalung mit einer Vielzahl an Klettereinheiten;
- 4 eine Kletterschalung mit einer Vielzahl an Klettereinheiten und einer übergeordneten Steuereinheit;
- 5 eine Kletterschalung mit vier gekoppelten Klettereinheiten;
- 6 eine Kletterschalung mit acht gekoppelten Klettereinheiten;
- 7 eine Kletterschalung mit zehn gekoppelten Klettereinheiten;
- 8 eine Kletterschalung mit zwanzig gekoppelten Klettereinheiten;
- 9 eine Kletterschalung mit mehreren Klettereinheiten, wobei die Klettereinheiten eine unterschiedliche Anzahl an Hydraulikzylindern aufweisen;
- 10 eine Kletterschalung mit einer einzigen Klettereinheit mit vier Hydraulikzylindern;
- 11 eine Kletterschalung mit zwei Fernbedienungen;
- 12 eine Kletterschalung mit drei Fernbedienungen; und
- 13 eine Teilansicht einer Klettereinheit mit einem Hydraulikaggregat.
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1 zeigt eine Klettereinheit 10 mit einer Plattform bzw. Bühne 12. Die Bühne 12 kann an Kletterschienen 14a, 14b entlang auf und ab bewegt werden. Das Bewegen erfolgt dabei durch Hydraulikzylinder 16a, 16b. Die Hydraulikzylinder 16a, 16b sind über Hydraulikleitungen 18a, 18b mit einem Hydraulikaggregat 20 verbunden. Da das Hydraulikaggregat 20 nur die beiden Hydraulikzylinder 16a, 16b mit Fluid versorgen muss, können die Hydraulikleitungen 18a, 18b kurz ausgebildet werden. Entsprechend klein ist auch das Pendelvolumen des Hydraulikaggregats 20, sodass das Hydraulikaggregat 20 entsprechend klein dimensioniert werden kann.
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2 zeigt eine Klettereinheit 10 mit zwei Hydraulikzylindern 16a, 16b, bei der jedem Hydraulikzylinder 16a, 16b ein eigenes Hydraulikaggregat 20a, 20b zugeordnet ist. Hierdurch können Hydraulikleitungen zwischen den Hydraulikaggregaten 20a, 20b und den Hydraulikzylindern 16a, 16b sehr kurz ausgebildet werden oder ganz entfallen.
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3 zeigt eine Kletterschalung 22 mit mehreren Klettereinheiten 10a, 10b. Die Klettereinheiten 10a, 10b der Kletterschalung 22 sind mit einer Hydraulik-Anordnung 24 versehen, die dazu ausgebildet ist, alle Klettereinheiten 10a, 10b der Kletterschalung 22 synchron zu bewegen. Die Klettereinheiten 10a, 10b weisen hierzu jeweils ein Hydraulikaggregat 20a, 20b auf, das hydraulisch mit Hydraulikzylindern 16a, 16b verbunden ist.
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Die Hydraulikaggregate 20a, 20b weisen jeweils eine Steuereinheit 26a, 26b auf. Die Steuereinheiten 26a, 26b sind über eine Datenverbindung 28 verbunden. Die Datenverbindung 28 ist in Form einer BUS-Datenverbindung ausgebildet, die das synchrone Ansteuern aller Steuereinheiten 26a, 26b ermöglicht. Das Ansteuern aller Steuereinheiten 26a, 26b erfolgt dabei durch einen Benutzer von einer der Steuereinheiten 26a, 26b, beispielsweise der Steuereinheit 26a. Die Datenverbindung 28 verbindet im Ausführungsbeispiel gemäß 3 alle Steuereinheiten 26a, 26b der Hydraulik-Anordnung 24. Die Datenverbindung 28 ist im vorliegenden Fall in Form einer Ringleitung ausgebildet.
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4 zeigt eine weitere Kletterschalung 22. Steuereinheiten 26a, 26b, 26c, 26d der Kletterschalung 22 werden von übergeordneten Steuereinheiten 30a, 30b gesteuert. Ein Netzspannungsanschluss 32a, 32b für Hydraulikaggregate 20a-20d kann an den übergeordneten Steuereinheiten 30a, 30b vorgesehen sein.
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5 zeigt eine Kletterschalung 22 mit mehreren Klettereinheiten 10a, 10b. Alle Klettereinheiten 10a, 10b der Kletterschalung 22 sind über eine Datenleitung bzw. Datenverbindung 28 verbunden. Die Datenverbindung 28 synchronisiert die Steuereinheiten 26a, 26b der Hydraulikaggregate 20a, 20b. Hierdurch können die Hydraulikaggregate 20a, 20b klein und effektiv ausgebildet werden.
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6 zeigt eine Kletterschalung 22 mit mehreren über eine Datenverbindung 28 in Serie geschalteten Klettereinheiten 10a, 10b. Weiterhin weist die Kletterschalung 22 nur einen einzigen Netzspannungsanschluss 32 auf, der alle Klettereinheiten 10a, 10b mit Netzspannung versorgt. Eine elektrische Verbindung 34 verbindet dabei mehrere Klettereinheiten 10a, 10b, insbesondere alle Klettereinheiten 10a, 10b, seriell mit dem Netzspannungsanschluss 32.
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7 zeigt eine Kletterschalung 22, deren Klettereinheiten 10a, 10b über Netzspannungsanschlüsse 32a, 32b versorgt werden. Hierzu sind elektrische Verbindungen 34a, 34b vorgesehen. Demgegenüber sind alle Klettereinheiten 10a, 10b über eine einzige Datenverbindung 28 verbunden.
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8 zeigt eine Kletterschalung 22 mit einer Steuereinheit 26a, die mit einer Fernbedienung 36a verbunden ist. Die Fernbedienung 36a ist zur Steuerung der Steuereinheit 26a ausgebildet. Sind die weiteren Steuereinheiten 26b-26d der Kletterschalung 22 auf einen Synchronbetrieb mit der Steuereinheit 26a geschaltet, so können alle Hydraulikzylinder 16a, 16b der Kletterschalung 22 synchron durch die Fernbedienung 36a gesteuert werden.
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9 zeigt eine Kletterschalung 22 mit einer Klettereinheit 10, die zwei Hydraulikaggregate 20a, 20b aufweist. Das Hydraulikaggregat 20a ist dabei mit zwei Hydraulikzylindern 16a, 16b, das Hydraulikaggregat 20b mit einem Hydraulikzylinder 16c verbunden. Die Hydraulikaggregate 20a, 20b sind gleich ausgebildet und können wahlweise mit einem oder zwei Hydraulikzylindern 16a-16c verbunden werden.
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10 zeigt eine Kletterschalung 22 mit einer einzigen Klettereinheit 10. Die Klettereinheit 10 weist zwei Hydraulikaggregate 20a, 20b auf, deren Steuereinheiten 26a, 26b zur synchronen Steuerung von Hydraulikzylindern 16a, 16b, 16c, 16d ausgebildet sind. Die Abstimmung der Steuereinheiten 26a, 26b wird durch die Datenverbindung 28 ermöglicht. Die Bedienung der Steuereinheit 26a, und somit auch die Beeinflussung der Steuereinheit 26b, erfolgt durch eine Fernbedienung 36a. Ein Netzspannungsanschluss 32a versorgt das Hydraulikaggregat 20a unmittelbar - und über eine elektrische Verbindung 34 das Hydraulikaggregat 20b mittelbar - mit Versorgungsspannung. Die Hydraulik-Anordnung 24 der Klettereinheit 10 kann insbesondere zum Klettern in einem Schacht eingesetzt werden.
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11 zeigt eine Kletterschalung 22, deren Klettereinheiten 10a, 10b über eine Datenverbindung 28 kommunizieren. Die Datenverbindung 28 ist unmittelbar oder, wie in 11 gezeigt, mittelbar über eine Steuereinheit 26a mit einer Fernbedienung 36a verbunden. Die Datenverbindung 28 ist darüber hinaus unmittelbar oder, wie in 11 gezeigt, mittelbar über eine Steuereinheit 26b mit einer Fernbedienung 36b verbunden. Die Hydraulik-Anordnung 24 kann wahlweise mit der Fernbedienung 36a oder der Fernbedienung 36b gesteuert werden. Die jeweils andere Fernbedienung 36a, 36b kann zur Überwachung bzw. Beobachtung eingesetzt werden, z.B. wenn nicht die ganze Kletterschalung 22 von einem Bediener einsehbar ist.
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12 zeigt eine Kletterschalung 22, bei der die Steuereinheiten 26a, 26b der Kletterschalung 22 wahlweise durch eine Fernbedienung 36a, eine Fernbedienung 36b oder eine Fernbedienung 36c steuerbar sind. Die verbleibenden beiden Fernbedienungen 36a-36c können zur Überwachung des Klettervorgangs eingesetzt werden.
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13 zeigt einen Teil einer Klettereinheit 10 mit einem Hydraulikaggregat 20. Das Hydraulikaggregat 20 weist eine Hydraulikeinheit 38 mit einem Hydraulikgehäuse 40 auf. Weiterhin weist das Hydraulikaggregat 20 eine Steuereinheit 26a auf, die in einem Steuergehäuse 42 angeordnet ist. Das Steuergehäuse 42 ist im vorliegenden Fall rahmenförmig ausgebildet. Das Hydraulikgehäuse 40 ist reversibel lösbar am Steuergehäuse 42 angeordnet, sodass das Hydraulikaggregat 20 modular ausgebildet ist. Dies erleichtert die Wartung des Hydraulikaggregats 20. Das Hydraulikaggregat 20 ist zum Aufstellen auf den Boden und/oder zur Befestigung an einem Geländer 44 der Klettereinheit 10 ausgebildet.
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Die Hydraulikeinheit 38 weist einen Motor (nicht gezeigt) in Form eines Unter-Öl-Motors auf. Der Motor betätigt zwei Pumpen (nicht gezeigt) in der Hydraulikeinheit 38. Die Pumpen versorgen Hydraulikleitungen 18a, 18b, mit Fluid, wobei die Hydraulikleitungen 18a, 18b Hydraulikzylinder (nicht gezeigt) versorgen.
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Die Steuereinheit 26a steuert den Motor. Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Steuereinheit 26a Ventile und/oder Drosseln 46 steuern, die mit den Hydraulikleitungen 18a, 18b verbunden sind. Druckmesser 48a, 48b kontrollieren den Druck in den Hydraulikleitungen 18a, 18b, sodass die Steuereinheit 26a eine Druckregelung durchführen kann.
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An die Steuereinheit 26a sind ein Netzspannungsanschluss 32 und eine Datenverbindung 28 angeschlossen. An die Steuereinheit 26a kann weiterhin eine Fernbedienung 36a angeschlossen sein, von der in 13 das Anschlusskabel sichtbar ist.
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Die Steuereinheit 26a kann einen Schalter 50 aufweisen, an dem eine Ansteuerung eines ersten Hydraulikzylinders und/oder eines zweiten Hydraulikzylinders bzw. der Hydraulikleitungen 18a, 18b, wählbar ist. Weiterhin kann am Schalter 50 gewählt werden, dass die Steuereinheit 26a von einer über die Datenverbindung 28 mit der Steuereinheit 26a verbundenen weiteren Steuereinheit (nicht gezeigt) gesteuert wird.
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Unter Vornahme einer Zusammenschau aller Figuren der Zeichnung betrifft die Erfindung zusammenfassend eine Hydraulik-Anordnung 10, 10a, 10b. Die Hydraulik-Anordnung 10, 10a, 10b, weist mehrere Hydraulik-Aggregate 20, 20a-20d auf, deren Steuereinheiten 26a-26d über eine Datenverbindung 28, insbesondere in Reihe, verbunden sind. Die Steuereinheiten 26a-26d sind vorzugsweise dazu ausgebildet, wahlweise nur ihnen unmittelbar zugeordnete Hydraulikzylinder 16a-16d oder mittelbar über die Datenverbindung 28 und die Steuereinheit 26a-26d eines weiteren Hydraulikaggregats 20, 20a-20d auch die diesem Hydraulikaggregat 20, 20a-20d zugeordneten Hydraulikzylinder 16a-16d zu steuern. Die Erfindung betrifft weiterhin eine Kletterschalung 22 mit zumindest einer Klettereinheit 10, 10a, 10b, insbesondere mehreren Klettereinheiten 10, 10a, 10b. Die Hydraulikaggregate 20, 20a-20d sind über die Datenverbindung 28 so vernetzbar, dass ein synchrones Anheben und/oder Absenken aller Klettereinheiten 10, 10a, 10b erfolgen kann bzw. erfolgt. Die Hydraulikaggregate 20, 20a-20d sind vorzugsweise in einer Master-Slave-Anordnung geschaltet bzw. werden vorzugsweise im Master-Slave-Betrieb gesteuert. Weiter bevorzugt sind die Hydraulikaggregate 20, 20a-20d zum Umschalten vom Master-Slave-Betrieb zum Stand-Alone-Betrieb ausgebildet.