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Die
Erfindung/Neuerung betrifft einen Applikator zum Auftragen einer
Flüssigkeit,
insbesondere einer Mascara-Flüssigkeit,
der einen an einem Ende eines Schaftes angeordneten Auftragsbereich,
ein Griffteil, das an dem dem Auftragbereich gegenüberliegenden
Ende des Schaftes angeordnet ist sowie ein Griffteil, das an dem
dem Auftragbereich gegenüberliegenden
Schaftes angeordnet ist, aufweist.
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Die
handelsüblichen
Mascarabürsten
weisen einen meist zylindrischen Griffbereich auf, an den sich koaxial
angeordnet ein Schaft anschließt,
dessen freies Ende ein Auftragsbereich zum Auftragen einer Mascara-Flüssigkeit
an beispielsweise Wimpern umfasst.
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Der
Erfindung/Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, den Auftragvorgang
der Flüssigkeit
vom Auftragsbereich an den Auftragungsort zu verbessern, dies dem
Bediener auf einfache Weise zu ermöglichen sowie den Applikator
in seinem Aufbau relativ einfach zu halten. Eine weitere Aufgabe
der Erfindung ist es, die Aufnahme von Mascara-Flüssigkeit
an den Auftragbereich des Applikators positiv zu beeinflussen.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen 2–20.
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Als
Kern der Erfindung wird es angesehen, dass das Griffteil zumindest
ein Halteteil und wenigstens ein Betätigungsteil umfasst, das Betätigungsteil relativ
zum Halteteil bewegbar ist und das Betätigungsteil derart in Wirkverbindung
mit dem Schaft steht, dass
- – bei Relativbewegung des Halteteils
zum Betätigungsteil
der Schaft eine Drehbewegung ausführt sowie
- – zumindest
ein Teil der Bewegungsenergie der Relativbewegung vom Betätigungsteil
auf den Schaft übertragbar
ist.
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Dies
bedeutet, dass der Bediener des Applikators durch das Ausführen einer
Relativbewegung des Betätigungsteils
zum Halteteil Bewegungsenergie in den Applikator einbringt und diese
derart über beispielsweise
Getriebemittel auf den Schaft übertragen
wird, so dass der Schaft eine Drehbewegung ausführt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist die Relativbewegung des Betätigungsteils
zum Halteteil als Rotationsbewegung ausgelegt. Somit wird durch relative
Verdrehung des Betätigungsteils
zum Halteteil der Schaft ebenfalls in eine Drehbewegung versetzt,
die dazu verwendet werden kann, eine im Auftragbereich des Applikators
anhaftende Mascara-Flüssigkeit
zusätzlich
zum händischen
Entlangstreichen des Auftragsbereichs an beispielsweise Wimpern
eine Drehbewegung auf einfache Weise auszuführen, welche die Abgabe der
Flüssigkeit
an die Wimpern begünstigt.
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Die
Relativbewegung des Betätigungsteils zum
Halteteil kann auch als reine translatorische Bewegung oder als
eine Mischform der Bewegung mit sowohl Rotations- als auch Translationsbestandteilen
ausgelegt sein. Ein Beispiel für
eine derartige translatorische Bewegung könnte so ausgebildet sein, dass
das Betätigungsteil
mit einem nach Art einer Zahnstange ausgebildeten Bereich versehen
ist, der die translatorische Bewegung über ein Zahnrad in eine Rotationsbewegung
umsetzt und an diesem Zahnrad z. B. koaxial der Schaft angeordnet
ist, so dass dieser eine Drehbewegung ausführt. In diesem Zusammenhang
kann darauf hingewiesen werden, dass die Zahnstange sowohl als starre
Zahnstange jedoch aber auch als flexible Zahnstange ausgebildet sein
kann, insbesondere bei der Verwendung einer flexiblen Zahnstange
kann auch eine Bewegung des Betätigungsteils
erreicht werden, die sowohl translatorische als auch Rotationsbewegungsanteile
besitzt.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Achse der
Rotationsbewegung und/oder die Achse (bzw. die Bewegungslinie) der
Translationsbewegung des Betätigungsteils
relativ zum Halteteil parallel zur Längsachse des Applikators verlaufend
ausgelegt. Diese Achse bzw. Bewegungslinie kann in einer besonderen
Ausführungsform
auch koaxial zur Langsachse des Applikators verlaufen. Alternativ
dazu kann die Achse bzw. die Bewegungslinie des Betätigungsteils
relativ zum Halteteil rechtwinklig zur Längsachse oder auch in einem
beliebigen anderen Winkel zur Längsachse
des Applikators und/oder einer Symmetrieachse des Schaftes verlaufen.
Diese angeführten
Ausführungen
erlauben es, dem Bediener des Applikators auf eine besonders einfache
Art und Weise das Betätigungselement
relativ zum Halteteil zu bewegen, so dass sich der Bediener ausreichend
noch auf die Führung
und Bewegung des Applikators relativ zu den Wimpern konzentrieren
kann. Damit wird es erreicht, dass die Ausführung der Relativbewegung selbst
von einem ungeübten
Bediener des Applikators nur eine geringfügige Aufmerksamkeit erfordert.
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Insbesondere
durch eine direkte Kopplung der Relativbewegung des Halteteils zum
Betätigungsteil
und der daraus resultierenden Drehbewegung des Schaftes – ohne Zwischenschaltung
von Energiespeichern, die separat auszulösen sind – wird ein einfaches und intuitives
Verwenden des Applikators ermöglicht.
Die Auswirkungen der Relativbewegung von Betätigungsteil und Halteteil zum
Schaft sind für
den Bediener sofort erkennbar, so dass der Bediener auf einfache
Weise, autodidaktisch die Wirkzusammenhänge der einzelnen Elemente
des Applikators und damit die Verwendung der Vorrichtung erkennen
kann.
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In
einer einfachen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Applikators
ist das Betätigungsteil direkt
mit dem Schaft verbunden und das Betätigungsteil drehbar am Halteteil
gelagert. Hierbei kann der Bediener z. B. mit seinen Mittel-, Ringfinger und/oder
kleinem Finger und gegebenenfalls der Handinnenfläche das
Halteteil halten und mit Daumen und Zeigefinger die Relativbewegung
des Betätigungsteils
zum Halteteil initiieren.
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Je
nach dem ob das Betätigungsteil
zwischen dem Auftragbereich und dem Halteteil oder das Halteteil
zwischen dem Auftragbereich und dem Betätigungsteil angeordnet ist,
muss der Bediener entweder den zum Auftragbereich näheren oder
vom Auftragbereich weiterbeabstandeten Griffbereich verdrehen.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist in der Wirkverbindung
zwischen dem Schaft und dem Halteteil oder zwischen dem Schaft und dem
Betätigungsteil
eine Getriebeeinheit angeordnet. Diese Getriebeeinheit dient dazu,
die eingebrachte Bewegungsenergie zu übersetzen. Damit wird die Bedienung
des Applikators erleichtert, da es über die Getriebeübersetzung
ermöglicht
wird, durch beispielsweise einer halben Relativverdrehung des Betätigungsteils
zum Halteteil eine komplette Verdrehung des Schaftes relativ zum
Halteteil ausführen
zu lassen. Diese Getriebeeinheit kann sowohl wie oben beschrieben
nach Art eines Zahnstangengetriebes oder auch nach Art eines Planetengetriebes
ausgebildet sein. Insbesondere im Falle des Planetengetriebes sollte
dieses ein Sonnenrad, wenigstens ein Planetenrad, zumindest einen
Planetenträger
sowie ein Hohlrad umfassen. Dabei ist in einer bevorzugten Ausführungsform
der Schaft an dem Sonnenrad angebunden und
- – das Halteteil
mit dem Planetenträger
und das Betätigungsteil
mit dem Hohlrad oder
- – das
Halteteil mit dem Hohlrad und das Betätigungsteil mit dem Planetenträger verbunden.
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Durch
die Anordnung eines entsprechenden Getriebes kann es auch ermöglicht werden,
eine Drehbewegungsrichtung des Betätigungsteils oder des Halteteils
gegenlaufend mit einer Drehrichtung des relativ dazu verdrehten
Schafts zu ermöglichen. Dies
ist von Vorteil, um beispielsweise für Rechts- und/oder Linkshänder vorgesehene
Applikatoren zu schaffen, da die motorischen Fähigkeiten der Bediener für die durch
beispielsweise den Daumen und Zeigefinger eingeleiteten Betätigungsbewegung
des Betätigungsteils
relativ zu dem mit der restlichen Hand gehaltenen Halteteils für die rechte
oder linke Hand meist nicht gleich ausgebildet sind.
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Ferner
ist es vorteilhaft, wenn das Halteteil eine Ausnehmung aufweist,
die derart ausgebildet ist, dass das Betätigungsteil durch diese Ausnehmung
relativ zum Halteteil bewegbar/antreibbar ist. Beispielsweise ist
das Halteteil als eine kreiszylindrische Hülse ausgebildet, die an ihrer
Mantelfläche eine
Ausnehmung aufweist, durch die eine innerhalb des Halteteils angeordnete
kreiszylindrische Betätigungsteilhülse drehbar
gelagert ist. So kann durch das Durchgreifen des Daumens und gleichzeitiger Relativverlagerung
des Daumens zur die Halteteilhülse
haltenden restlichen Hand eine Relativverdrehung des Betätigungsteils
zum Halteteil ausgeführt werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausgestaltung des Applikators weist dieser am Griffteil
einen Eingriffbereich auf, der mit einem Gegenelementbereich eines Flüssigkeitsbehälters (Mascara-Behälters) korrespondiert
und in einer Nichtgebrauchsstellung des Applikators dieser derart
mit dem Flüssigkeitsbehälter zusammensetzbar
ist, dass der Auftragbereich des Applikators in einen Innenbereich
des Flüssigkeitsbehälters angeordnet
ist. Der Eingriffsbereich und der Gegenelementbereich sind z. B.
als Gewinde- oder Bajonettverbindung von Applikator und Flüssigkeitsbehälter ausgebildet.
So kann der Flüssigkeitsbehälter als
im Wesentlichen die gleiche Querschnittsform aufweisender Behälter wie
das Griffteil ausgebildet sein und im zusammengesetzten Zustand
von Griffteil bzw.
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Applikator
und Flüssigkeitsbehälter insgesamt
einen stabförmigen
Gesamtkörper
bilden.
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Um
den Auftrag von Mascara-Flüssigkeit
auf den Auftragbereich positiv zu beeinflussen, ist es vorteilhaft,
wenn in Nichtgebrauchsstellung und damit im Eingriffszustand von
Eingriffs- und Gegenelementbereich durch Relativbewegung des Halteteils
zum Befestigungsteil im Innenbereich des Flüssigkeitsbehälters eine
Drehbewegung des Auftragbereichs ausführbar ist. Beispielsweise kann
dies durch die Verwendung eines Planetengetriebes ermöglicht werden,
da hierdurch je nach Anordnung des Halteteils an dem Hohlrad oder
dem Planetenträger
es ermöglicht
wird, selbst im zusammengesetzten Zustand von Griffteil und Flüssigkeitsbehälter eine
Bewegung des Betätigungsteils
relativ zum Halteteil und schließlich hierdurch eine Drehung
des Schaftes zu ermöglichen.
Durch die Drehbarkeit des Schaftes innerhalb des Flüssigkeitsbehälters im
zusammengesetzten Zustand wirkt der Auftragbereich innerhalb der
im Flüssigkeitsbehälter angeordneten
Flüssigkeit als
Mischer. Damit wird sowohl die Aufnahmefähigkeit des Auftragbereichs
positiv beeinflusst als auch die gleichmäßige Verteilung der Flüssigkeitsbestandteile
innerhalb der Flüssigkeit
im Flüssigkeitsbehälter vergleichmäßigt, so
dass das Applikationsergebnis im positiven Sinne vergleichmäßigt wird.
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Die
Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen
in den Zeichnungsfiguren näher
erläutert. Diese
zeigen
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1a eine
maßstäbliche Vollschnittdarstellung
eines erfindungsgemäßen Applikators;
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1b eine
maßstäbliche Vollschnittdarstellung
eines Querschnitts des Applikators gemäß Linie Ia-Ia aus 1a;
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2a eine
maßstäbliche Vollschnittdarstellung
des Applikators aus 1a in einer Seitenansicht von
links;
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2b eine
maßstäbliche Vollschnittdarstellung
eines weiteren Querschnitts des Applikators gemäß Schnittlinie IIb-IIb aus 2a;
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3a eine
schematische perspektivische Darstellung einer alternativen Ausführungsform
des Applikators;
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3b eine
schematische perspektivische Darstellung eines Applikators gemäß 3a in
einer teilweisen Explosionsdarstellung;
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4a eine
schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
des Applikators;
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4b eine
schematische perspektivische Darstellung des Applikators gemäß 4a mit
angehobener Halteschale;
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5a eine
schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
des Applikators;
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5b eine
schematische perspektivische Darstellung des Applikators gemäß 5a ohne Griffschale;
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6a eine
schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
des Applikators;
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6b eine
schematische perspektivische Darstellung eines Applikators gemäß 6a mit
angehobener Abdeckkappe;
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7a eine
schematische perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform
des Applikators;
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7b eine
schematische perspektivische Darstellung des Applikators gemäß 7a in
teilweise explosionsartiger Darstellung;
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8 eine
schematische Halbschnittdarstellung einer weiteren Ausführungsform
des Applikators.
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Vorerst
soll auf die Ausführungsform
gemäß den Zeichnungsfiguren 1a–2b Bezug
genommen und die Funktionsweise des Applikators erläutert werden.
Der Applikator 1 ist zum Auftragen einer Flüssigkeit
(nicht dargestellt), insbesondere einer Mascara-Flüssigkeit
gedacht. Dabei soll der Applikator 1 einen Auftragbereich 2,
der an einem Ende des Schaftes 3 angeordnet ist, aufweisen. Üblicherweise ist
der Auftragbereich 2 als radial abstehende Borsten oder
Lamellen 4 ausgebildet, wobei diese entweder einstückig mit
dem Schaft 3 oder aus einem separaten Material an dem Schaft 3 befestigt
sind. Ferner weist der Applikator 1 ein Griffteil 6 auf,
das dem dem Auftragbereich 2 gegenüberliegenden Ende 7 des
Schaftes 3 angeordnet ist, wobei das Griffteil 6 zumindest
ein Halteteil 8 und wenigstens ein Betätigungsteil 9 umfasst.
Das Betätigungsteil 9 ist
derart angeordnet, dass dieses relativ zum Halteteil 8 drehbeweglich
ist. Das Betätigungsteil 9 ist
derart in Wirkverbindung mit dem Schaft 3 verbunden, dass
bei Relativbewegung des Halteteils 8 zum Betätigungsteil 9 der
Schaft 3 und damit auch die an ihm angeordneten Borsten/Lamellen 4 eine
Drehbewegung D ausführen
und zumindest ein Teil der durch die Relativbewegung R eingebrachten
Bewegungsenergie vom Betätigungsteil 9 auf
den Schaft 3 übertragbar ist.
Mit anderen Worten wird durch die Ausübung einer Relativbewegung
R des Halteteils 8 zum Betätigungsteil 9 der
Schaft 3 in eine Drehbewegung D versetzt.
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In
den Ausführungsformen
gemäß den Zeichnungsfiguren 1a, 1b, 2a, 2b, 3a, 3b, 7a, 7b ist
die Relativbewegung R, also die Bewegung des Betätigungsteils 9 zum
Halteteil 8 eine Rotationsbewegung. Im Falle der Ausführungsformen
gemäß den Zeichnungsfiguren 4a, 4b, 5a, 5b, 6a sowie 6b wird
die Relativbewegung R des Betätigungsteils 9 zum
Halteteil 8 über
eine translatorische, lineare Bewegung ausgeführt.
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Vorzugsweise
verläuft
die Achse 10 der Relativbewegung R (also der Rotations- und/oder Translationsbewegung)
des Betätigungsteils 9 relativ zum
Halteteil 8 parallel und/oder koaxial zur Längsachse 11 des
Applikators 1. Insbesondere im Ausführungsbeispiel gemäß den Zeichnungsfiguren 1a–2b fallen
die Achse 10 sowie die Längsachse 11 koaxial
aufeinander. In den Ausführungsformen
der Zeichnungsfiguren 4a, 4b, 6a und 6b ist
die Achse 10 der Rotation- und/oder Translationsbewegung
des Betätigungsteils 9 relativ zum
Halteteil 10 rechtwinklig zur Längsachse 11 des Applikators 1 und/oder
einer Symmetrieachse des Schaftes 3 verlaufend angeordnet.
Auch von 90° abweichende
Winkel sind für
eine lineare Relativbewegung R erfindungsgemäß.
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Es
kann sowohl vorgesehen werden, das Betätigungsteil 9 zwischen
dem Auftragbereich und dem Halteteil 8, (vgl. 1a–2b)
oder das Halteteil 8 zwischen dem Auftragbereich und dem
Betätigungsteil 9 (vgl. 5a, 5b)
anzuordnen. Zwischen dem Schaft 3 und dem Halteteil 8 kann
eine Getriebeeinheit 12 angeordnet sein. Gemäß der Ausführungsform
der 4a–5b ist
die Getriebeeinheit 12 unter anderem nach Art eines Zahnstangengetriebes 13 ausgebildet.
Hierbei wird die lineare Bewegungskomponente der Relativbewegung
R von einer Zahnstange 14 auf ein Zahnrad 15 übertragen. Das
Zahnrad 15 kann entweder direkt Bestandteil des Schaftes 3 sein
oder aber über
weitere Getriebebestandteile 12 mit dem Schaft wirkverbunden
sein (5b). In Zeichnungsfigur 5b ist
neben dem Betätigungselement 9 ein
weiteres Tastelement 16 vorgesehen. Dieses ist für die letztliche
Drehrichtung D des Schaftes 3 verantwortlich. Je nach dem
ob das Tastelement 16 sich in seiner ersten Endlage, wie
in 5b dargestellt, oder aber in seine zweite (eingedrückte, die
Feder 17 zusammendrückende)
Position befindet, wird die über
die Ritzel 18 des Tastelementes 16 übertragene
Rotationsbewegung zu einem Rechtslauf oder aber zu einem Linkslauf
des letzten Übertragunsgliedes 19,
welches mit dem Schaft 3 direkt verbunden ist, führen.
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Dies
bedeutet, dass wenn der Bediener den Applikator 1 gemäß der Ausführungsform
der Zeichnungen 5a und 5b an
seinem Tastelement 16 gedrückt hält und gleichzeitig das Betätigungselement 9 hineindrückt, wird
ein Rechtslauf und bei lediglichem Hineindrücken des Betätigungsteils 9 ohne gleichzeitiges
Eindrücken
des Tastelementes 16 ein Rechtslauf des Schaftes 3 initiiert.
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Darüber hinaus
kann die Getriebeeinheit 12 ein Planetengetriebe 20 (7a und 7b)
umfassen. Hierbei bedient sich die Konstruktion des Planetengetriebes 20 eines
Sonnenrades 21, das vorzugsweise direkt mit dem Schaft 3 verbunden
ist, wenigstens einem Planetenrad 22, wenigstens einem
Planetenradträger 23 sowie
einem Hohlrad 24. Hierbei ist vorzugsweise der Schaft 3 an
dem Sonnenrad 21 angebunden und das Halteteil 8 mit
dem Planetenradträger 23 und
das Betätigungsteil 9 mit
dem Hohlrad 24 verbunden (vgl. 7b). Grundsätzlich können mit
den dargestellten Ausführungsformen
sowohl eine Rotationsrichtung R des Halteteils 8 oder des
Betätigungsteils 9 gleichlaufend
mit einer Drehrichtung D des Schaftes 3 und/oder eine Rotationsbewegungsrichtung
R des Betätigungsteils 9 oder des
Halteteils 8 im Gegenlaufen mit einer Drehrichtung D des
Schaftes 3 ermöglicht
werden. Dies ist insbesondere bei der Verwendung eines Planetengetriebes 20 über die
Anzahl und Anordnung der Planetenräder 22 und/oder der
Planetenradträger 23 auslegbar.
Die dargestellten Ausführungsformen
sind so ausgelegt, dass sowohl die Relativbewegung R des Betätigungsteils 9 zum
Halteteil 8 als auch gleichzeitig das Halten und/oder Führen des
Applikators 1 durch Einhandbedienung ausführbar ist.
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Ferner
umfasst der Applikator am Griffteil 6 einen Eingriffsbereich 25,
der mit einem Gegenelementbereich 26 eines Flüssigkeitsbehälters 27 korrespondiert.
Dies kann entweder in Form eines Gewindes, eines Bajonettverschlusses
und/oder nach Art von Clipsen oder Presspassungen ermöglicht werden.
Diese Verbindung dient dazu, den Applikator 1 und insbesondere
sein Griffteil 6 samt Schaft 3 fest und sicher
mit einem Flüssigkeitsbehälter 27 lösbar zu
verbinden. In einer Nichtgebrauchsstellung des Applikators (wie
in den Zeichnungsfiguren 1a und 1b dargestellt)
ist dieser derart mit dem Flüssigkeitsbehälter 27 zusammengesetzt,
dass der Auftragbereich 2 des Applikators 1 in
einem Innenbereich 28, der für gewöhnlich mit Mascara-Flüssigkeit befüllt ist,
angeordnet ist. In den Ausführungsformen gemäß der Zeichnungsfiguren 1a, 1b, 2a, 2b, 4a, 4b, 5a, 5b, 6b, 6b, 7b und 7b wird
es ermöglicht,
in Nichtgebrauchsstellung und damit im Eingriffszustand von Eingriffs-
und Gegenelementbereich 25, 26 durch Relativbewegung
R des Halteteils 8 zum Befestigungsteil 9 im Innenbereich 28 des Flüssigkeitsbehälters 27 eine
Drehbewegung D des Auftragbereichs 2 auszuführen. Dies
ermöglicht
es, die im Innenbereich 28 des Flüssigkeitsbehälters 27 angeordnete
Mascara-Flüssigkeit
mittels der Drehbewegung D des Schaftes 3 und der an diesem
angeordneten Borsten/Lamellen 4 zu vermischen.
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Die
in Zeichnungsfiguren 3a–3b dargestellte
Mascarabürste
umfasst ein geneigtes Halteteil 8, das ergonomisch geformt
ist. Die Ausführungsform
in den Zeichnungsfiguren 4a und 4b sieht
vor, dass der Schaft 3 durch Drücken des Betätigungsteils 9 (Druckhebel)
mit Übersetzung gedreht
wird. Durch eine Feder kehrt das Betätigungsteil 9 wieder
in die Ausgangsstellung zurück und
dreht dabei den Schaft 3 gegenläufig. In der Ausführungsform
in den Zeichnungsfiguren 5a und 5b wird
durch Eindrücken
des Betätigungsteils 9 eine
Feder gespannt, die ihre Energie über eine Übersetzung in die Drehbewegung
D des Schaftes 3 abgibt.
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Durch
Eindrücken
der seitlichen Taste 16 wird die Drehrichtung umgedreht.
Die Ausführungsform
gemäß den Zeichnungsfiguren 6a und 6b umfasst
einen Applikator, dessen Bürstenschaft 3 durch
ein als Querhebel ausgebildetes Betätigungselement 9 über eine Übersetzung
gedreht wird. Der Querhebel durchquert die Kappe und tritt auf der
anderen Seite hervor. So kann der Schaft 3 und die an ihm
angeordneten Borsten/Lamellen 4 beliebig vor und zurückgedreht
(Rechts-/Linkslauf) werden. Die Ausführungsform gemäß den 7a und 7b zeigt
ein Halteteil 8 der Kappe (des Griffs 6), das
gegenüber
dem unteren Betätigungsteil 9 verdreht
wird und damit über
eine Übersetzung
den Schaft 3 verdreht.
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In
Zeichnungsfigur 8 ist eine weitere Ausführungsform
des Applikators 1 dargestellt. Das Betätigungsteil 9 ist
dabei drehbar im Inneren des Halteteils 8 angeordnet. Durch
eine Ausnehmung 29 des Halteteils 8 kann das Betätigungsteil 9 durch
den Bediener berührt
und angetrieben (gedreht) werden. Diese Ausführungsform ist insbesondere
auch dazu geeignet, im Nichtgebrauchszustand, d. h. wenn ein Flüssigkeitsbehälter mit
seinem Gegenelementbereich 26 in dieser Ausführungsform
als Gewinde dargestellten Eingriffsbereich 25 eingreift,
sowohl die Drehung des Betätigungsteils 9 gewährleistet
wird, als auch dadurch eine Drehbewegung des Schaftes 3 samt
seinem Auftragbereich 2, die als Borsten oder Lamellen 4 ausgebildet
sind, innerhalb des Innenbereichs 28 des Flüssigkeitsbehälters 27 zu
gewährleisten.
In der dargestellten Ausführungsform
ist der Schaft 3 einstückig
ausgebildet und in eine Ausnehmung des als zylinderähnliches
Bauteil ausgebildeten Betätigungsteils 9 wirkverbunden.
Eine derartige Wirkverbindung kann form-, stoff- und/oder kraftschlüssig erfolgen.
Darüber
hinaus kann aber auch der Schaft 3 einstückig mit
dem Betätigungsteil 9 ausgebildet
sein. Das Betätigungsteil 9 kann
entweder über
entsprechende Öffnungen
des Halteteils 8 in den Innenraum eingeführt werden
und danach mit weiteren Bauelementen verschlossen werden oder aber
das Halteteil 8 kann aus mindestens zwei Schalen bestehen,
die nach Einlegen des Betätigungsteils 9 in
dem Innenbereich des Halteteils 8 verschlossen wird. Darüber hinaus
kann es auch vorgesehen sein, ein linear bewegbares Betätigungsteil 9 innerhalb
eines Halteteils 8 anzuordnen und durch eine Ausnehmung 29 die
lineare Betätigung
des Betätigungsteils 9 vorzusehen.
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- 1
- Applikator
- 2
- Auftragbereich
- 3
- Schaft
- 4
- Borste/Lamelle
- 5
- Ende
v. 3
- 6
- Griffteil
- 7
- Ende
v. 3
- 8
- Halteteil
- 9
- Betätigungsteil
- 10
- Achse
v. R
- 11
- Längsachse
v. 1
- 12
- Getriebeeinheit
- 13
- Zahnstangengetriebe
- 14
- Zahnstange
- 15
- Zahnrad
- 16
- Tastelement
- 17
- Feder
- 18
- Ritzel
- 19
- Übertragungsglied
- 20
- Planetengetriebe
- 21
- Sonnenrad
- 22
- Planetenrad
- 23
- Planetenradträger
- 24
- Hohlrad
- 25
- Eingriffsbereich
v. 6
- 26
- Gegenelementbereich
- 27
- Flüssigkeitsbehälter
- 28
- Innenbereich
v. 27
- 29
- Ausnehmung
v. 8
- D
- Pfeil
für Drehbewegung
v. 3
- R
- Relativbewegung
v. 8 zu 9