DE102009004719B4 - Drehschwingungsdämpfer - Google Patents
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft einen Drehschwingungsdämpfer mit einer Primarschwungmasse, die mit einem primärseitigen Mitnehmerelement gekoppelt ist, das über in Reihe schaltbare Federeinrichtungen mit Hilfe eines primärseitigen und eines sekundärseitigen Flanschelements mit einer Nabe koppelbar ist, die mit einer Sekundärschwungmasse gekoppelt ist.
- Derartige Drehschwingungsdämpfer sind beispielsweise durch die
DE 36 10 735 A1 , dieDE 10 2007 059 409 A1 oder dieDE 698 12 855 T2 bekannt geworden. - Aufgabe der Erfindung ist es, einen Drehschwingungsdämpfer insbesondere im Hinblick auf die Schwingungsisolation und/oder den im Betrieb auftretenden Verschleiß, zu verbessern.
- Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
- Die Aufgabe ist bei einem Drehschwingungsdämpfer mit einer Primarschwungmasse, die mit einem primärseitigen Mitnehmerelement gekoppelt ist, das über in Reihe schaltbare Federeinrichtungen mit Hilfe eines primärseitigen und eines sekundärseitigen Flanschelements mit einer Nabe koppelbar ist, die mit einer Sekundärschwungmasse gekoppelt ist, dadurch gelöst, dass zwischen die Primärschwungmasse und das primärseitige Mitnehmerelement eine drehwinkelbegrenzte Rutschkupplung geschaltet ist, die mehrere vorgespannte Federsegmente umfasst, durch die das primärseitige Mitnehmerelement mit einer Axialkraft beaufschlagt ist. Die Begriffe axial, radial und in Umfangsrichtung beziehen sich auf die Drehachse der Schwungmassen. Axial bedeutet in Richtung oder parallel zu der Drehachse. Radial bedeutet quer zur Drehachse. Die Rutschkupplung dient bei einem Resonanzdurchgang in den Zuständen Start/Stopp zur Amplitudenreduzierung. Die Federsegmente dienen dazu, eine Vorlast zur Reibmomenterzeugung auf das primärseitige Mitnehmerelement aufzubringen. Durch die Verwendung der Federsegmente anstelle einer Tellerfeder können die Herstellkosten reduziert werden.
- Ein erfindungsgemäßer Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfer ist auch dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den vorgespannten Federsegmenten und dem primärseitigen Mitnehmerelement eine Stützeinrichtung eingespannt ist. Die Stützeinrichtung kann als Stahlteil ausgeführt sein und befindet sich in Reibkontakt mit dem primärseitigen Mitnehmerelement. Die Stützeinrichtung kann auch einen Reibring umfassen.
- Ein erfindungsgemäßer Drehschwingungsdämpfer ist weiterhin dadurch gekennzeichnet, dass die Stützeinrichtung mehrere Stützsegmente umfasst, die jeweils einem der vorgespannten Federsegmente zugeordnet sind. Vorzugsweise haben die Stützsegmente und die Federsegmente im Wesentlichen die Gestalt von Kreisbögen.
- Ein erfindungsgemäßer Drehschwingungsdämpfer ist außerdem dadurch gekennzeichnet, dass das primärseitige Mitnehmerelement sich radial nach außen erstreckende Anschlagzungen aufweist, die den Verdrehwinkel des primärseitigen Mitnehmerelements relativ zu der Primärschwungmasse begrenzen. Das primärseitige Mitnehmerelement mit den Anschlagzungen ist vorzugsweise als Stanz-/Biegeteil ausgeführt.
- Ein erfindungsgemäßer Drehschwingungsdämpfer ist ebenfalls dadurch gekennzeichnet, dass die vorgespannten Federsegmente und/oder die Stützsegmente durch Anschlagbolzen an der Primärschwungmasse angebracht sind. Die Anschlagbolzen sind vorzugsweise als Stufenbolzen ausgeführt, die mit einem Ende an der Primärschwungmasse befestigt sind. Das andere Ende der Stufenbolzen dient dazu, die Federsegmente in axialer Richtung in einem definierten Abstand zu der Primärschwungmasse zu halten.
- Ein erfindungsgemäßer Drehschwingungsdämpfer ist auch dadurch gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung zwischen zwei Anschlagzungen jeweils ein Anschlagbolzen angeordnet ist. Durch die Dicke der Anschlagbolzen und den Abstand der zugehörigen Anschlagzungen in Umfangsrichtung voneinander beziehungsweise zu dem Anschlagbolzen wird der Verdrehwinkel des primärseitigen Mitnehmerelements relativ zu der Primärschwungmasse festgelegt.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass radial innen von dem primärseitigen Mitnehmerelement Mitnehmerflügel abgewinkelt sind, die sich durch Fenster, die in dem primärseitigen Flanschelement ausgespart sind, in Fenster hinein erstrecken, die in dem sekundärseitigen Flanschelement ausgespart sind. Die Fenster begrenzen den Verdrehwinkel der Mitnehmerflügel in den Fenstern und ermöglichen eine Drehmomentübertragung zwischen den Mitnehmerflügeln und dem primärseitigen Flanschelement.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass in axialer Richtung zwischen den beiden Flanschelementen ein Zwischenflansch angeordnet ist, der relativ zu den Flanschelementen sowie der Nabe verdrehbar ist und an dem zwei einander zugewandte Enden der Federeinrichtungen anliegen, deren voneinander abgewandte Enden an unterschiedlichen Flanschelementen anliegen. Der Zwischenflansch dient einerseits dazu, die einander zugewandten Enden der Federeinrichtungen zu führen. Darüber hinaus dient der Zwischenflansch dazu, Kräfte zwischen den einander zugewandten Enden der Federeinrichtungen zu übertragen.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenflansch zwei Paar diametral angeordnete Anlagebereiche für jeweils zwei Federeinrichtungen aufweist. Vorzugsweise werden die Anlagebereiche radial außen von Führungsbereichen für die Federeinrichtungen begrenzt.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Sekundärschwungmasse eine sekundärseitige Mitnehmereinrichtung befestigt ist, die mit dem primärseitigen Flanschelement gekoppelt ist. Die sekundärseitige Mitnehmereinrichtung ist vorzugsweise mit Hilfe von Nietelementen an der Sekundärschwungmasse befestigt.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die sekundärseitige Mitnehmereinrichtung Mitnehmersegmente umfasst, von denen radial innen jeweils ein Mitnehmerflügel abgewinkelt ist, die sich durch Fenster, die in dem sekundärseitigen Flanschelement ausgespart sind, in Fenster hinein erstrecken, die in dem primärseitigen Flanschelement ausgespart sind. Die Fenster begrenzen den Verdrehwinkel der Mitnehmerflügel und ermöglichen eine Drehmomentübertragung zwischen den Mitnehmerflügeln und dem primärseitigen Flanschelement. Bei den Fenstern handelt es sich vorzugsweise um die gleichen Fenster, die vorab in Zusammenhang mit dem primärseitigen Mitnehmerelement beansprucht beziehungsweise beschrieben sind.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass von der Nabe insbesondere zwei diametrale Arme ausgehen, deren Enden mit Hilfe von Zentrierbolzen an der Sekundärschwungmasse zentriert und drehfest mit der Sekundärschwungmasse verbunden sind. Alternativ kann die Nabe auch einstückig mit der Sekundärschwungmasse ausgeführt sein. Die zweiteilige Ausführung liefert den Vorteil, dass im Betrieb auftretende Wärmeausdehnungen der Sekundärschwungmasse in radialer Richtung relativ zur Nabe besser kompensiert werden können.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Arme durch vorgespannte Tellerfedern reibschlüssig mit der Sekundärschwungmasse verbunden sind. Dadurch wird ein unerwünschtes Klappern und Ausschlagen an der Schnittstelle zwischen Nabe und Sekundärschwungmasse im Betrieb verhindert. Die radiale Wärmeausdehnung der Sekundärschwungmasse relativ zur Nabe wird jedoch durch die vorgespannten Tellerfedern nicht behindert.
- Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Drehschwingungsdämpfers ist dadurch gekennzeichnet, dass die vorgespannten Tellerfedern in axialer Richtung an den Zentrierbolzen abgestützt sind. Die Zentrierbolzen sind vorzugsweise jeweils zwischen zwei halbkreisförmigen Ausnehmungen aufgenommen, die an der Nabe und der Sekundärschwungmasse vorgesehen sind.
- Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgen Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Drehschwingungsdämpfers von vorne; -
2 eine perspektivische Darstellung des Drehschwingungsdämpfers aus1 von hinten; -
3 den Drehschwingungsdämpfer aus den1 und2 in einem Halbschnitt; -
4 den Drehschwingungsdämpfer aus den1 und2 in einem weiteren Halbschnitt; -
5 ein kartesisches Koordinatendiagramm, in dem ein Drehmoment M über dem Drehwinkel a in Form einer Kennlinie aufgetragen ist; -
6 ein Prinzipschaltbild des Drehschwingungsdämpfers aus den1 bis4 ; -
7 eine Explosionsdarstellung des Drehschwingungsdämpfers aus den1 bis4 in Hauptgruppen unterteilt; -
8 eine perspektivische Darstellung der Primärseite des Drehschwingungsdämpfers; -
9 eine Explosionsdarstellung der Primärseite; -
10 einen Hauptschnitt der Primärseite; -
11 einen weiteren Hauptschnitt der Primärseite; -
12 eine perspektivische Darstellung der Sekundärseite des Drehschwingungsdämpfers von vorne; -
13 eine perspektivische Darstellung der Sekundärseite des Drehschwingungsdämpfers von hinten; -
14 eine Explosionsdarstellung der Sekundärseite; -
15 einen Halbschnitt der Sekundärseite; -
16 einen weiteren Halbschnitt der Sekundärseite; -
17 eine perspektivische Darstellung des Dämpfers der Drehschwingungsdämpfungseinrichtung von vorne; -
18 eine perspektivische Darstellung des Dämpfers der Drehschwingungsdämpfungseinrichtung von hinten; -
19 einen Querschnitt durch den Dämpfer; -
20 einen Längsschnitt durch den Dämpfer; -
21 eine Explosionsdarstellung des Dämpfers; -
22 den gleichen Querschnitt wie in19 im Zugbetrieb und -
23 den gleichen Querschnitt wie in19 im Schubbetrieb. - In den
1 bis4 und7 ist ein erfindungsgemäßer Drehschwingungsdämpfer1 in verschiedenen Ansichten und Schnitten dargestellt. Der Drehschwingungsdämpfer1 umfasst ein Primärschwungrad2 , das drehfest mit einer (nicht dargestellten) Antriebseinheit, insbesondere einer Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine, verbindbar ist. Ein Sekundärschwungrad3 ist mit Hilfe einer Lagereinrichtung4 drehbar zu dem Primärschwungrad2 gelagert. Bei der Lagereinrichtung4 handelt es sich um ein Gleitlager. Alternativ kann zur Lagerung der beiden Schwungräder auch ein Wälzlager verwendet werden. Das Sekundärschwungrad3 ist mit dem Eingangsteil einer (nicht dargestellten) Kupplung drehfest verbunden, die dazu dient, ein Drehmoment von der Brennkraftmaschine auf die Getriebeeingangswelle zu übertragen. Das Sekundärschwungrad3 ist durch ein axiales Sicherungselement5 in axialer Richtung an dem Primärschwungrad2 gehalten. An dem Primärschwungrad2 ist ein Geberring7 befestigt. Zwischen das Primärschwungrad2 und das Sekundärschwungrad3 ist ein Dämpfer6 mit Federeinrichtungen geschaltet. - In
5 ist in einem kartesischen Koordinatendiagramm das Drehmoment M über dem Drehwinkel a in Form einer möglichen Torsionsdämpferkennlinie dargestellt. In6 ist das zugehörige Prinzipschaltbild des erfindungsgemäßen Drehschwingungsdämpfers dargestellt, der als Zweimassenschwungrad ausgeführt ist. Die Primärseite des Drehschwingungsdämpfers ist durch einen vertikalen Strich8 angedeutet. Die Sekundärseite des Drehschwingungsdämpfers ist durch einen weiteren vertikalen Strich9 angedeutet. Auf der Primärseite8 ist eine Rutschkupplung mit einem Reibmoment R und einem Freiwinkel a4 angeordnet. Zwischen der Rutschkupplung und dem Dämpfer kann ein Nullverdrehspiel mit einem Freiwinkel a0 vorgesehen werden, um das Leerlaufverhalten zu verbessern. Der Dämpfer ist durch drei Federn mit unterschiedlichen Federsteifigkeiten c1, c2, und c3 angedeutet. Der Feder mit der Federsteifigkeit c2 ist ein Freiwinkel α1 zugeordnet. Der Feder mit der Federsteifigkeit c3 ist ein Freiwinkel a2 zugeordnet. Der Gesamtdämpferwinkel a3 wird über Anschläge begrenzt. - In
8 ist die Primärseite des Drehschwingungsdämpfers1 mit einer Primärschwungmasse11 perspektivisch dargestellt. Radial außen an der Primärschwungmasse11 ist ein Anlasserzahnkranz12 befestigt. An der Primärschwungmasse11 ist mit Hilfe von vier Halteeinrichtungen13 ,14 ,15 ,16 ein primärseitiges Mitnehmerelement18 angebracht. Von dem primärseitigen Mitnehmerelement18 sind radial innen vier Mitnehmerflügel21 ,22 ,23 ,24 abgewinkelt. - In den
9 bis11 sieht man, dass der Geberring7 mit Hilfe zweiter Befestigungsnieten26 ,27 an der Primärschwungmasse11 befestigt ist. Das primärseitige Mitnehmerelement18 hat im Wesentlichen die Gestalt einer Kreisringscheibe, von der radial innen die Mitnehmerflügel21 bis24 abgewinkelt sind. Radial außen gehen Anschlagzungen28 ,29 ,30 von dem Mitnehmerelement18 aus. In Umfangsrichtung zwischen zwei benachbarten Anschlagzungen28 ,30 ;30 ,29 ist jeweils ein Freiraum31 ,32 ausgebildet. Durch die Freiräume31 ,32 erstreckt sich jeweils ein Anschlagbolzen33 ,34 hindurch, der mit einem Ende an der Primärschwungmasse11 befestigt ist. An den anderen Enden der Anschlagbolzen33 ,34 ist ein Federsegment35 befestigt. - Zwischen dem Federsegment
35 und den Anschlagzungen28 bis30 des primärseitigen Mitnehmerelements18 ist ein Stützsegment36 angeordnet, das zusammen mit dem Federsegment35 so an den Anschlagbolzen33 ,34 angebracht ist, dass das Stützsegment36 durch das Federsegment35 in Reibkontakt mit dem primärseitigen Mitnehmerelement18 gehalten wird. Die Anschlagbolzen33 ,34 stellen zusammen mit dem Stützsegment36 und dem Federsegment35 die Halteeinrichtung14 für das primärseitige Mitnehmerelement18 dar. Die weiteren Halteeinrichtungen13 ,15 ,16 sind genauso aufgebaut wie die Halteeinrichtung14 und bilden zusammen eine Rutschkupplung. In10 sieht man, dass zwischen dem Anschlagbolzen33 und den Anschlagzungen28 ,30 jeweils ein Freiwinkel möglich ist, dessen Größe der Hälfte des Freiwinkels a4 aus den5 und6 entspricht. In11 sieht man, dass der Anschlagbolzen33 als Stufenbolzen ausgeführt ist. - In den
12 bis16 ist die Sekundärseite des Drehschwingungsdämpfers1 in verschiedenen Ansichten und Schnitten dargestellt. Die Sekundärseite umfasst eine Sekundärschwungmasse42 , an der eine Nabeneinrichtung44 mit Hilfe von Zentrierbolzen45 ,46 befestigt ist. Die Nabeneinrichtung44 umfasst eine Nabe48 , die einstückig mit einem Befestigungskranz49 verbunden ist, der die Nabe48 umgibt. Von dem Befestigungskranz49 erstrecken sich zwei diametrale Arme51 ,52 radial nach außen. Die Enden der Arme51 ,52 sind mit Hilfe der Zentrierbolzen45 ,46 und mit Hilfe von Tellerfedern53 ,54 an der Sekundärschwungmasse42 befestigt. - Die Tellerfedern
53 ,54 sind so vorgespannt, dass eine reibschlüssige Verbindung zwischen der Nabeneinrichtung44 und der Sekundärschwungmasse42 geschaffen wird, die jedoch eine radiale Wärmeausdehnung der Sekundärschwungsmasse42 relativ zu der Nabeneinrichtung44 nicht behindert. An der Verbindungsstelle zwischen den Armen51 ,52 und der Sekundärschwungmasse42 sind Absätze vorgesehen, die durch einen Formschluss ein Abfangen von Vorlast- und Ausrückkräften ermöglichen. Die Zentrierbolzen45 ,46 dienen zur tangentialen Zentrierung und zur Aufnahme von Lagerreibkräften. Der durch die Tellerfedern53 ,54 erzeugte Reibschluss verhindert ein Klappern und Ausschlagen der Zentrierung. - An der Sekundärschwungmasse
42 ist eine sekundärseitige Mitnehmereinrichtung60 befestigt, die vier Mitnehmersegmente61 bis64 umfasst. Die Mitnehmersegmente61 bis64 haben jeweils die Gestalt eines Kreisbogens und sind gleich ausgeführt. Jedes Mitnehmersegment61 bis64 ist mit Hilfe von vier Befestigungsbolzen65 an der Sekundärschwungmasse42 befestigt. Von jedem Mitnehmersegment61 bis64 ist ein Mitnehmerflügel66 abgewinkelt. Die Mitnehmerflügel66 erstrecken, ebenso wie die von dem primärseitigen Mitnehmerelement18 abgewinkelten Mitnehmerflügel21 bis24 , in axialer Richtung. - In
14 sieht man, dass am Ende des Arms51 der Nabeneinrichtung44 eine halbkreisförmige Ausnehmung68 vorgesehen ist. An der Sekundärschwungmasse42 ist eine zugehörige halbkreisförmige Ausnehmung69 vorgesehen. Die beiden halbkreisförmigen Ausnehmungen68 ,69 begrenzen gemeinsam einen im Wesentlichen kreiszylinderförmigen Raum, der zum Durchführen des zugehörigen Zentrierbolzens45 dient. - In den
17 bis21 ist der Dämpfer6 der Drehschwingungsdämpfungseinrichtung1 in verschiedenen Ansichten und Schnitten dargestellt. Der Dämpfer umfasst ein primärseitiges Flanschelement71 und ein sekundärseitiges Flanschelement72 . Die beiden Flanschelemente71 ,72 sind vorzugsweise als Gleichteile ausgeführt. Zwischen die beiden Flanschelemente71 ,72 ist ein Zwischenflansch74 geschaltet, in den zur Zentrierung auf der Nabe48 der Sekundärseite eine Reibhülse75 eingepresst ist. In den Flanschelementen71 ,72 sind jeweils mehrere Fenster77 ,78 ausgespart, die zum Durchführen beziehungsweise zur Aufnahme der Mitnehmerflügel21 bis24 ;66 dienen, die von dem primärseitigen Mitnehmerelement18 beziehungsweise der sekundärseitigen Mitnehmereinrichtung60 abgewinkelt sind. Die Flanschelemente71 ,72 und der Zwischenflansch74 sind über insgesamt vier Federeinrichtungen81 ,82 ,83 ,84 miteinander gekoppelt. Zur Energieaufnahme umfasst jede Federeinrichtung81 bis84 eine Außenfeder85 und eine Innenfeder86 . Im Inneren der Innenfeder86 sind zwei miteinander gekoppelte Kopplungselemente87 ,88 angeordnet, die durch eine Kopplungsfeder89 voneinander weg vorgespannt sind. Im Betrieb der Drehschwingungsdämpfungseinrichtung1 sind mindestens zwei der Federeinrichtungen81 bis84 in Reihe zueinander geschaltet. Das primärseitige Mitnehmerelement18 stellt das Eingangsteil des Dämpfers dar. Die sekundärseitigen Mitnehmersegmente61 bis64 stellen das Ausgangsteil des Dämpfers dar. - Von dem Zwischenflansch
74 erstrecken sich zwei diametrale Zwischenflanscharme91 ,92 radial nach außen. An dem Zwischenflanscharm91 sind Anschlag- und Führungsbereiche für jeweils ein Ende der Federeinrichtungen82 und85 vorgesehen. In gleicher Weise sind an dem Zwischenflanscharm92 Anschlag- und Führungsbereiche für jeweils ein Ende der Federeinrichtungen83 ,84 vorgesehen. Die anderen Enden der Federeinrichtungen84 ,82 liegen an Anschlag- und Führungsbereichen96 ,94 an, die an dem sekundärseitigen Flanschelement72 ausgebildet sind. Die anderen Enden der Federeinrichtungen83 ,85 liegen an Anschlag- und Führungsbereichen95 ,97 an, die an dem primärseitigen Flanschelement71 ausgebildet sind. - In
22 ist der Kraftfluss innerhalb des Dämpfers im Zugbetrieb mit der Zugrichtung100 durch Pfeile101 bis108 angedeutet. Das Drehmoment wird über die die Federsegmente35 und die Stützsegmente36 umfassende Rutschkupplung mit den Anschlagbolzen33 ,34 von der Primärschwungmasse11 auf das primärseitige Mitnehmerelement18 übertragen. Von dem primärseitigen Mitnehmerelement18 wird das Drehmoment über die abgewinkelten Mitnehmerflügel21 bis24 , wie durch die Pfeile101 und102 angedeutet ist, auf das sekundärseitige Flanschelement72 übertragen. Das sekundärseitige Flanschelement72 betätigt, wie durch den Pfeil103 angedeutet ist, die Federeinrichtung84 , die sich, wie durch die Pfeile104 ,105 angedeutet ist, über den Zwischenflanscharm92 und die Federeinrichtung83 an dem primärseitigen Flanschelement71 abstützt, wie durch den Pfeil106 angedeutet ist. Von dem primärseitigen Flanschelement71 erfolgt die Drehmomentweiterleitung, wie durch die Pfeile107 ,108 angedeutet ist, auf die Mitnehmerflügel66 ,110 ,111 ,112 , die von der sekundärseitigen Mitnehmereinrichtung60 abgewinkelt sind. Von der sekundärseitigen Mitnehmereinrichtung60 wiederum wird das Drehmoment über die Befestigungsbolzen65 auf die Sekundärschwungmasse42 übertragen. - In
23 ist der Kraftfluss im Schubbetrieb, wobei die zugehörige Schubdrehrichtung durch einen Pfeil120 angedeutet ist, durch Pfeile121 bis128 angedeutet. Im Schubbetrieb wird das Drehmoment ebenfalls über die von dem primärseitigen Mitnehmerelement18 abgewinkelten Mitnehmerflügel21 bis24 eingeleitet, wie durch die Pfeile121 ,123 angedeutet ist. Im Schubbetrieb wird das Drehmoment jedoch auf das primärseitige Flanschelement71 weitergeleitet. Das primärseitige Flanschelement71 betätigt im Schubbetrieb, wie durch den Pfeil122 angedeutet ist, die Federeinrichtung85 , und über den Zwischenflanscharm91 , wie durch den Pfeil125 angedeutet ist, die Federeinrichtung82 , die, wie durch den Pfeil126 angedeutet ist, an dem Anschlag- und Führungsbereich94 des sekundärseitigen Flanschelements72 abgestützt ist. Von dem sekundärseitigen Flanschelement72 erfolgt die Momentenweiterleitung, wie durch die Pfeile127 und128 angedeutet ist, auf die axial herausgebogenen Mitnehmerflügel66 ,110 bis112 der sekundärseitigen Mitnehmereinrichtung60 . - Die für Fremdreibung und Verschleiß maßgebliche Übernahme/Übergabe der Federeinrichtungen
81 bis84 , die auch als Druckfederpakete bezeichnet werden, wird durch den Anlagewechsel zwischen dem primärseitigen Mitnehmerelement18 und den Flanschelementen71 ,72 beziehungsweise den sekundärseitigen Mitnehmersegmenten61 bis64 und den Flanschelementen71 ,72 ersetzt. Somit wird eine verschleißfreie Federführung ermöglicht. Die zusätzliche Kombination mit einer Reihenschaltung von mindestens zwei Federpaketen81 bis84 ermöglicht gegenüber herkömmlichen Konzepten mit nicht gefetteten, geraden Federn eine deutliche Reduzierung der Federrate. Die Erfindung ermöglicht insbesondere die Verwendung von trocken laufenden, in Reihe geschalteten Druckfedern mit einer radialen Position innerhalb der Reibfläche. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Drehschwingungsdämpfer
- 2
- Primärschwungrad
- 3
- Sekundärschwungrad
- 4
- Lagereinrichtung
- 5
- axiales Sicherungselement
- 6
- Dämpfer
- 7
- Geberring
- 8
- Primärseite
- 9
- Sekundärseite
- 11
- Primärschwungmasse
- 12
- Anlasserzahnkranz
- 13
- Halteeinrichtung
- 14
- Halteeinrichtung
- 15
- Halteeinrichtung
- 16
- Halteeinrichtung
- 18
- primärseitiges Mitnehmerelement
- 21
- Mitnehmerflügel
- 22
- Mitnehmerflügel
- 23
- Mitnehmerflügel
- 24
- Mitnehmerflügel
- 26
- Befestigungsniet
- 27
- Befestigungsniet
- 28
- Anschlagzunge
- 29
- Anschlagzunge
- 30
- Anschlagzunge
- 31
- Freiraum
- 74
- Zwischenflansch
- 75
- Reibhülse
- 77
- Fenster
- 78
- Fenster
- 81
- Federeinrichtung
- 32
- Freiraum
- 33
- Anschlagbolzen
- 34
- Anschlagbolzen
- 35
- Federsegment
- 36
- Stützsegment
- 42
- Sekundärschwungmasse
- 44
- Nabeneinrichtung
- 45
- Zentrierbolzen
- 46
- Zentrierbolzen
- 48
- Nabe
- 49
- Befestigungskranz
- 51
- Arm
- 52
- Arm
- 53
- Tellerfeder
- 54
- Tellerfeder
- 60
- Mitnehmereinrichtung
- 61
- Mitnehmersegment
- 62
- Mitnehmersegment
- 63
- Mitnehmersegment
- 64
- Mitnehmersegment
- 65
- Befestigungsbolzen
- 66
- Mitnehmerflügel
- 68
- halbkreisförmige Ausnehmung
- 69
- halbkreisförmige Ausnehmung
- 70
- primärseitiges Flanschelement
- 71
- sekundärseitiges Flanschelement
- 120
- Pfeil
- 121
- Pfeil
- 122
- Pfeil
- 123
- Pfeil
- 124
- Pfeil
- 82
- Federeinrichtung
- 83
- Federeinrichtung
- 84
- Federeinrichtung
- 85
- Außenfeder
- 86
- Innenfeder
- 87
- Kopplungselement
- 88
- Kopplungselement
- 89
- Kopplungsfeder
- 91
- Zwischenflanscharm
- 92
- Zwischenflanscharm
- 94
- Anschlag- und Führungsbereich
- 95
- Anschlag- und Führungsbereich
- 96
- Anschlag- und Führungsbereich
- 97
- Anschlag- und Führungsbereich
- 100
- Zugrichtung
- 101
- Pfeil
- 102
- Pfeil
- 103
- Pfeil
- 104
- Pfeil
- 105
- Pfeil
- 106
- Pfeil
- 107
- Pfeil
- 108
- Pfeil
- 110
- Mitnehmerflügel
- 111
- Mitnehmerflügel
- 112
- Mitnehmerflügel
- 125
- Pfeil
- 126
- Pfeil
- 127
- Pfeil
- 128
- Pfeil
Claims (8)
- Drehschwingungsdämpfer mit einer Primärschwungmasse (11), die mit einem primärseitigen Mitnehmerelement (18) gekoppelt ist, das über in Reihe schaltbare Federeinrichtungen (81-84) mit Hilfe eines primärseitigen (71) und eines sekundärseitigen (72) Flanschelements mit einer Nabe (48) koppelbar ist, die mit einer Sekundärschwungmasse (42) gekoppelt ist, wobei zwischen die Primärschwungmasse (11) und das primärseitige Mitnehmerelement (18) eine drehwinkelbegrenzte Rutschkupplung geschaltet ist, die mehrere vorgespannte Federsegmente (35) umfasst, durch die das primärseitige Mitnehmerelement (18) mit einer Axialkraft beaufschlagt ist, wobei zwischen den vorgespannten Federsegmenten (35) und dem primärseitigen Mitnehmerelement (18) eine Stützeinrichtung eingespannt ist, wobei die Stützeinrichtung mehrere Stützsegmente (36) umfasst, die jeweils einem der vorgespannten Federsegmente (35) zugeordnet sind, wobei das primärseitige Mitnehmerelement (18) sich radial nach außen erstreckende Anschlagzungen (28-30) aufweist, die den Verdrehwinkel des primärseitigen Mitnehmerelements (18) relativ zu der Primärschwungmasse (11) begrenzen, wobei die vorgespannten Federsegmente (35) und/oder die Stützsegmente (36) durch Anschlagbolzen (33,34) an der Primärschwungmasse (11) angebracht sind.
- Drehschwingungsdämpfer nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung zwischen zwei Anschlagzungen (28,30;29,30) jeweils ein Anschlagbolzen (33,34) angeordnet ist. - Drehschwingungsdämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass radial innen von dem primärseitigen Mitnehmerelement (18) Mitnehmerflügel (21-24) abgewinkelt sind, die sich durch Fenster (77), die in dem primärseitigen Flanschelement (71) ausgespart sind, in Fenster (78) hinein erstrecken, die in dem sekundärseitigen Flanschelement (72) ausgespart sind.
- Drehschwingungsdämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Sekundärschwungmasse (42) eine sekundärseitige Mitnehmereinrichtung (60) befestigt ist, die mit dem primärseitigen Flanschelement (71) gekoppelt ist.
- Drehschwingungsdämpfer nach
Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet, dass die sekundärseitige Mitnehmereinrichtung (60) Mitnehmersegmente (61-64) umfasst, von denen radial innen jeweils ein Mitnehmerflügel (66,110-112) abgewinkelt ist, die sich durch Fenster (78), die in dem sekundärseitigen Flanschelement (72) ausgespart sind, in Fenster (77) hinein erstrecken, die in dem primärseitigen Flanschelement (71) ausgespart sind. - Drehschwingungsdämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass von der Nabe (48) zwei diametrale Arme (51,52) ausgehen, deren Enden mit Hilfe von Zentrierbolzen (45,46) an der Sekundärschwungmasse (42) zentriert und drehfest mit der Sekundärschwungmasse (42) verbunden sind.
- Drehschwingungsdämpfer nach
Anspruch 6 , dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der Arme (51,52) durch vorgespannte Tellerfedern (53,54) reibschlüssig mit der Sekundärschwungmasse (42) verbunden sind. - Drehschwingungsdämpfer nach
Anspruch 7 , dadurch gekennzeichnet, dass die vorgespannten Tellerfedern (53,54) in axialer Richtung an den Zentrierbolzen (45,46) abgestützt sind.
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