DE10200865A1 - Vorrichtung zur Referenzierung von Fluoreszenzsignalen - Google Patents
Vorrichtung zur Referenzierung von FluoreszenzsignalenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Referenzierung von Fluoreszenzsignalen und/oder zur Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen, wobei die Vorrichtung einen im Wesentlichen nicht fluoreszierenden Träger umfasst, auf dem in mehreren definierten Bereichen Polymerschichten mit zum Teil unterschiedlicher Dicke und/oder Zusammensetzung aufgebracht sind. Diese Polymerschichten sind derartig auf den Träger aufgebracht, dass sie nach entsprechender Bestrahlung fluoreszieren und die Vorrichtung damit als Fluoreszenzeichstandard verwendet werden kann. Ferner betrifft die Erfindung Verfahren zur Herstellung von solchen Fluoreszenzeichstandards.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die den Vergleich der Abbildungseigenschaften und
Signalempfindlichkeit von Fluoreszenzdetektionssystemen und die testspezifische
Referenzierung von Fluoreszenzsignalen ermöglicht, sowie Verfahren zu ihrer Herstellung.
Biomedizinische Tests basieren häufig auf dem Nachweis einer Wechselwirkung zwischen
einem Molekül bzw. einer Affinitätsmatrix, dessen Identität bzw. deren Beschaffenheit
bekannt ist (Sonde), und einem nachzuweisenden, unbekannten Molekül bzw.
nachzuweisenden, unbekannten Molekülen (Ziel- bzw. Targetmolekül oder Target).
Bei modernen Tests sind die Sonden, so es sich bei ihnen um Moleküle handelt, häufig in
Form einer Substanzbibliothek in bekannter Menge und Position auf Trägern immobilisiert.
Solche Vorrichtungen werden auch Sonden-Arrays oder Chips genannt. Ein Sonden-Array
umfasst charakteristischerweise mehrere so genannte Array-Elemente, bei denen es sich um
die Bereiche eines Sonden-Arrays handelt, in denen eine bestimmte Molekularsonde häufig in
mehrfacher Kopie immobilisiert ist. Die Summe aller belegten Array-Elemente bildet damit
das Sonden-Array.
Die Immobilisierung von molekularen Sonden in Form einer Substanzbibliothek auf Sonden-
Arrays ermöglicht es, eine Probe, die die nachzuweisenden Target-Moleküle enthält, parallel
an mehreren Sonden gleichzeitig zu analysieren, was eine systematische Analyse mit hohem
Durchsatz bei geringem Zeitaufwand ermöglicht (high throughput screening, D. J. Lockhart,
E. A. Winzeler, Genomics, Gene Expression and DNA Arrays, Nature 2000, 405, 827-836).
Für die Herstellung der Sonden-Arrays werden die Sonden üblicherweise in vorgegebener Art
und Weise auf einer geeigneten, beispielsweise in WO 00/12575 beschriebenen Matrix
immobilisiert (siehe z. B. US 5,412,087, WO 98/36827) bzw. synthetisch erzeugt (siehe z. B.
US 5,143,854).
Der Nachweis einer Wechselwirkung zwischen der Sonde und dem Targetmolekül erfolgt
prinzipiell folgendermaßen:
Die Sonde bzw. die Sonden werden in vorgegebener Art und Weise an einer bestimmten Matrix in Form eines Sonden-Arrays fixiert. Die Targets werden dann in einer Lösung mit den Sonden in Kontakt gebracht und unter definierten Bedingungen inkubiert. Weisen die Sonde und das Targetmolekül aufgrund von komplementären Eigenschaften eine Affinität zueinander auf, so findet während der Inkubation zwischen der Sonde und dem Target eine spezifische Wechselwirkung statt. Die dabei auftretende Bindung ist deutlich stabiler als die Bindung von Targetmolekülen an Sonden, die für das Targetmolekül nicht spezifisch sind.
Die Sonde bzw. die Sonden werden in vorgegebener Art und Weise an einer bestimmten Matrix in Form eines Sonden-Arrays fixiert. Die Targets werden dann in einer Lösung mit den Sonden in Kontakt gebracht und unter definierten Bedingungen inkubiert. Weisen die Sonde und das Targetmolekül aufgrund von komplementären Eigenschaften eine Affinität zueinander auf, so findet während der Inkubation zwischen der Sonde und dem Target eine spezifische Wechselwirkung statt. Die dabei auftretende Bindung ist deutlich stabiler als die Bindung von Targetmolekülen an Sonden, die für das Targetmolekül nicht spezifisch sind.
Zum Entfernen von unspezifisch gebundenen Targetmolekülen wird das System mit ent
sprechenden Lösungen gewaschen oder erwärmt bzw. entsprechend restriktiv wirkenden
Maßnahmen unterworfen.
Der Nachweis der spezifischen Wechselwirkung zwischen einem Target und seiner Sonde
kann dann durch eine Vielzahl von Verfahren erfolgen, die in der Regel von der Art des
Markers abhängen, der je nach Aufbau des Experiments vor, während oder nach der Wechsel
wirkung des Targetmoleküls mit dem Sonden-Array in die Targetmoleküle oder in die Son
denmoleküle eingebracht worden ist. Bei solchen Markern kann es sich z. B. um fluores
zierende Gruppen, um radioaktive Markierungen, um Enzyme oder chemolumineszierende
Moleküle handeln, wobei die zu verwendende Nachweismethode sich nach der Art des
Markers richtet (A. Marshall, J. Hodgson, DNA Chips: An Array of Possibilities, Nature
Biotechnology 1998, 16, 27-31; G. Ramsay, DNA Chips: State of the Art, Nature
Biotechnology 1998, 16, 40-44).
Abhängig von der auf dem Sonden-Array immobilisierten Substanzbibliothek und der
chemischen Natur der Targetmoleküle können anhand dieses Testprinzips Wechselwirkungen
zwischen Nukleinsäuren und Nukleinsäuren, zwischen Proteinen und Proteinen sowie
zwischen Nukleinsäuren und Proteinen untersucht werden (zur Übersicht siehe F. Lottspeich,
H. Zorbas, 1998, Bioanalytik, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin).
Als Substanzbibliotheken, die auf Sonden-Arrays oder Chips immobilisiert werden können,
kommen dabei Antikörper-Bibliotheken, Rezeptor-Bibliotheken, Peptid-Bibliotheken und
Nukleinsäure-Bibliotheken in Frage. Die Nukleinsäure-Bibliotheken nehmen die mit Abstand
wichtigste Rolle ein, wobei es sich besonders häufig um DNA-Molekül- oder RNA-Molekül-
Bibliotheken handelt. Die Sonden-Array basierte Analyse von Nukleinsäure-Nukleinsäure-
Wechselwirkungen folgt dabei den Prinzipien der Nukleinsäure-Hybridisierungstechnik (A.
A. Leitch, T. Schwarzacher, D. Jackson, I. J. Leitch, 1994, In vitro-Hybridisierung, Spektrum
Akademischer Verlag, Heidelberg/Berlin/Oxford).
Üblicherweise erfolgt der Nachweis spezifischer Wechselwirkungen zwischen einer Sonde
und einem Target durch fluoreszenzoptische Auswertung, da diese sich durch eine hohe
Empfindlichkeit, durch Vielseitigkeit hinsichtlich der verwendbaren Marker und durch die
Möglichkeit zur orts- und zeitaufgelösten Detektion der Wechselwirkung mit vergleichsweise
geringem Aufwand (vor allem im Vergleich zu massenspektroskopischen Verfahren) sowie
durch die Eliminierung der Strahlenbelastung, wie sie bei der Verwendung von radioaktiven
Markierungsreagenzien auftritt, auszeichnen. Zusätzlich kann abhängig von den zur
Markierung verwendeten Fluorophoren der Anregungs- und Detektionswellenlängenbereich
eingestellt werden.
Allerdings werden qualitative und quantitative fluoreszenzoptische Auswertungen in der
Praxis durch eine Reihe von Faktoren negativ beeinflusst, die in der Fluoreszenzspektroskopie
an sich, in der Art der gewählten Fluoreszenzmarker und in der Art und dem Aufbau der
verwendeten Detektionssysteme begründet sind. Zu diesen Faktoren zählen vor allem
unspezifische Hintergrundsignale (Signalrauschen), die durch intrinsische optische
Eigenschaften der Fluoreszenzmarker (z. B. Bleichen, Quenching bzw. Fluoreszenzlöschung
der verwendeten Farbstoffe), durch die physikalisch-chemischen Eigenschaften der Sonde
bzw. Targets und deren Lösungen (z. B. Autofluoreszenz), durch Schwankungen im optischen
System (z. B. Strahlungsintensität der Lichtquelle und Fremdlicht) und durch Aufbau und Art
der verwendeten Detektionssysteme (z. B. Autofluoreszenz der Assemblierungselemente,
Fähigkeit der Detektoren zur räumlichen und zeitlichen Auflösung, Streuungen, Reflexionen)
zustande kommen.
Zur Beurteilung, ob eine gemessene Fluoreszenzintensität ein Signal darstellt oder lediglich
zum Signalrauschen gehört, müssen daher die Störeinflüsse beseitigt bzw. minimiert werden
und Vorrichtungen und Methoden eingesetzt werden, die eine Referenzierung der gemessenen
Fluoreszenzsignale erlauben. Solche Vorrichtungen werden auch als Fluoreszenzeichstandard
bezeichnet.
Aus dem Bemühen, das gerätebedingte Signalrauschen zu minimieren, resultiert der hohe
technische Aufwand zum Aufbau hochsensitiver Detektoren, die eine qualitative und
quantitative Auswertung von Fluoreszenzsignalen erlauben. Insbesondere für die Auswertung
beim high throughput screening von Sonden-Arrays, das eines gewissen
Automatisierungsgrads bedarf, sind speziell angepasste Detektionssysteme erforderlich.
Beim fluoreszenzoptischen Auslesen von molekularen Sonden-Arrays mittels
Standardepifluoreszenzaufbauten werden z. B. CCD (Charge Coupled Device) basierte
Detektoren verwendet, die zur qualitativen Unterscheidung von optischen Effekten (Streuung,
Reflexion) die Anregung der Fluorophore im Dunkelfeld (durch Auflicht oder
Durchlichtmikroskopie) realisieren (C. E. Hooper et al., Quantitive Photone Imaging in the
Life Sciences using intensified CCD Cameras, Journal of Bioluminescence and
Chemiluminescence 1990, 337-344). Die Abbildung der Sonden-Arrays erfolgt dabei
entweder in einer Belichtung oder durch Rastern unter Verwendung hochauflösender Optiken.
Um auftretende Autofluoreszenz oder systembedingte optische Effekte wie die
Beleuchtungshomogenität über den gesamten Sonden-Array zu minimieren bzw. zu
gewähren, sind komplizierte Beleuchtungsoptiken und Filtersysteme notwendig.
Konfokale Scanning-Systeme (beschrieben in US 5,304,810) erlauben die Auswertung von
Fluoreszenzsignalen aus ausgewählten Ebenen einer Probe. Sie beruhen auf der Selektion der
Fluoreszenzsignale entlang der optischen Achse mittels Lochblenden, woraus sich ein hoher
Justageaufwand für die Proben sowie die Etablierung eines leistungsfähigen
Autofokussystems ergibt. Solche Systeme sind in der technischen Lösung hochkomplex und
die erforderlichen Komponenten, zu denen Laser, Lochblenden, (gekühlte) Detektoren (z. B.
PMT, Avalanche-Dioden, CCD-Systeme), hochgenaue mechanische Translationselemente
und Optiken gehören, müssen mit erheblichem Aufwand integriert und aufeinander optimiert
werden (beschrieben in US 5,459,325, US 5,192,980, US 5,834,758).
Es sind also Detektionssysteme bekannt, mit denen die molekulare Wechselwirkung eines mit
einem Fluoreszenzmarker versehenen Targets und einer spezifischen Sonde, wie sie z. B. bei
Sonden-Array basierten Experimenten auftritt, nachgewiesen werden kann. Trotz des
beschriebenen hohen technischen Aufwands, der je nach Art und Aufbau des verwendeten
Detektionssystems für die Minimierung des Signalrauschens betrieben wird, kann dies nicht
gänzlich beseitigt werden. Daher ist für die qualitative und quantitative Auswertung von
gemessenen Fluoreszenzsignalen nach wie vor eine Referenzierung oder Kalibrierung der
Experimente und der Detektionsgeräte mittels Fluoreszenzeichstandards notwendig. Eine
Kalibrierung von Detektionssystemen mittels Fluoreszenzeichstandards wird durchgeführt,
um u. a. Aussagen hinsichtlich der Sensitivität des räumlichen und zeitlichen
Auflösungsvermögens und der geometrischen Bildfehler, wie z. B. der Bildfeldwölbung des
jeweiligen Systems vornehmen zu können.
Die Kalibrierung von Detektionsgeräten hinsichtlich ihres zeitlichen Auflösungsvermögens ist
notwendig, da zu Unterscheidung des eigentlichen (häufig langlebigen) Fluoreszenzsignals
von (häufig kurzlebigen) Autofluoreszenzsignalen die Messung der Signale über einen
längeren Zeitraum durchgeführt werden muss.
Bei der Verwendung von CCD-Detektoren müssen mit Hilfe von Standards z. B. die Linearität
und Sensitivität des Detektors im verwendeten Fluoreszenzwellenlängenbereich, das
räumliche und zeitliche Auflösungsvermögen sowie die Bildfeldwölbung
(Flatfieldbestimmung) des Detektors bestimmt werden. Konfokale Detektionssysteme müssen
hinsichtlich der Bereiche, die angeregt bzw. zur Gesamtintensität beitragen, kalibriert werden.
Eine Kalibrierung von Experimenten mittels Fluoreszenzeichstandards ist notwendig, da die
als Marker verwendeten Fluorophore hinsichtlich ihrer Fluoreszenzausbeuten aufgrund der
Umgebungsbedingungen, denen sie ausgesetzt sind (z. B. Autofluoreszenz von
Lösungskomponenten, pH-Wert, Temperatur, Bestrahlungszeit), beträchtlichen
Schwankungen unterworfen sind und die absolute Quantifizierung von z. B.
Hybridisierungsausbeuten auf Sonden-Arrays damit nur bedingt möglich ist.
Das Kalibrieren von verschiedenen Fluoreszenzdetektionssystemen mittels
Fluoreszenzeichstandards ist auch deswegen sehr wichtig, da nur eine solche Kalibrierung
einen Vergleich von Fluoreszenzsignalen von Experimenten, die mit unterschiedlichen
Detektionssystemen aber auch Geräten eines Systems gemessen wurden, erlaubt (system-
oder geräteübergreifender Vergleich).
Im Stand der Technik sind unterschiedliche Lehren bekannt, die eine Kalibrierung von
Fluoreszenzdetektionssystemen bzw. Fluoreszenzsignalen ermöglichen sollen.
Zur Kalibrierung von Fluroeszenzdetektionsgeräten können z. B. Chips, die aus einer
fluoreszierenden Plastikschicht bestehen, verwendet werden. Diese Eichstandards haben den
Nachteil, dass sie keine Kalibrierung der Detektionssysteme hinsichtlich deren räumlichen
Auflösungsvermögens oder hinsichtlich deren dynamischen Eigenschaften über einen weiten
Fluoreszenzbereich erlauben. Auch eine Bestimmung der Bildfeldwölbung von z. B. CCD-
Detektoren ist mit diesen Standards nicht möglich, da aufgrund der Dicke des Chips eine
Homogenisierung des Fluoreszenzsignals durch den Chip stattfindet. Damit ist eine
Kalibrierung des Einflusses der geometrischen Verhältnisse auf die Detektion von
Fluoreszenzsignalen, der insbesondere bei unterschiedlichen Detektionssystemen und
Prinzipien eine entscheidende Rolle haben kann, weder geräte- noch systemübergreifend
einstellbar.
Bei der Verwendung von CCD-basierten Fluoreszenzdetektoren und insbesondere bei der
Anregung durch aufgeweitete oder strahlgeformte Laser oder multispektrale Beleuchtungs
systeme wie z. B. Kaltlichtquellen sind zum Abgleich der Beleuchtungshomogenität bei der
Verwendung von z. B. bewegten Streuscheiben aufwändige Berechnungen und
Bildmanipulationen zur Definition des Flatfields nötig. Fluoreszenzeichstandards, die eine
Definition des Flatfields zur Korrektur der Beleuchtungshomogenität bei solchen direkt
abbildenden Systemen ermöglichen, sind aus dem Stand der Technik nicht bekannt.
Weiterhin gibt es Fluoreszenzeichstandards, die auf der Basis von dotierten Gläsern beruhen.
Auch diese Standards haben den Nachteil, dass sie keine Kalibrierung der Detektionssysteme
hinsichtlich deren räumlichen Auflösungsvermögens bzw. hinsichtlich deren geometrischen
Eigenschaften erlauben, da wegen der Dimensionen solcher Standards eine Homogenisierung
der Signale durch das Volumen der Glases stattfindet. Konfokale Systeme, bei denen nur
bestimmte Bereiche und Schichten entlang der optischen Achse angeregt werden bzw. zur
Gesamtintensität beitragen und das Problem von Transmissionsverlusten durch
darüberliegende Strukturschichten besteht, können mit solchen Standards ebenfalls nicht
hinsichtlich ihrer geometrischen Eigenschaften kalibriert werden.
In WO 01/06227 ist die Herstellung eines Fluoreszenzeichstandards auf der Basis von Mikro-
bzw. Nanopartikeln und deren Anwendung zur Kalibrierung sowohl von
Fluoreszenzdetektionssystemen als auch zur Referenzierung von Fluoreszenzintensitäts
signalen in fluorometrischen Assays beschrieben. Diese Standards eignen sich ebenfalls nicht
zur Kalibrierung der Fluoreszenzdetektionssysteme hinsichtlich deren räumlichen
Auflösungsvermögens. Damit ist ein geräteübergreifender Vergleich von aus Sonden-Array
basierten Experimenten gewonnenen Signalintensitätsdaten nur bedingt möglich.
Um die kurzlebige Untergrundfluoreszenz (z. B. von autofluoreszierenden
Lösungsmittelmolekülen) von dem eigentlichen Fluoreszenzsignal zu unterscheiden und das
eigentliche Signal referenzieren zu können, können langlebig emittierende Markerstoffe als
Standard verwendet werden, deren Signal durch zeitaufgelöste Detektionsmethoden
nachgewiesen wird. Dabei handelt es sich häufig um phosphoreszierende Chelate der
Seltenerdmetalle (insbesondere die des Europium oder Terpium). Diese Stoffe besitzen aber
den Nachteil, dass sie nur mit UV-Lichtquellen angeregt werden können. Darüber hinaus sind
die verwendeten Chelate in wässriger Form häufig instabil.
Um eine quantitative Auswertung von molekularen Wechselwirkungen bei Sonden-Array
basierten Experimenten durch Fluoreszenzmessung und eine Normierung solcher Signale zu
erreichen, werden zur Eichung bzw. Referenzierung die Experimente unter zweifacher
Färbung der Sondenmoleküle, z. B. durch kompetative Hybridisierung, durchgeführt (M.
Shena, D. Shalon, R. W. Davis, P. O. Brown, Quantitative monitoring of gene expression
patterns with a complementary DNA microarray, Science, 1995, 220,467-70 und D. Shalon,
S. J. Smith, P. O. Brown, A DNA microarray system for analyzing complex DNA samples
using two-color fluorescent probe for hybridization, Genome Res., 1996, 6, 639-45). Da bei
solchen Eichstandards die durch die Referenzmoleküle erhaltenen Signale stets von den
konkreten experimentellen Bedingungen abhängig sind, ist ein quantitativer, geräte- oder
systemübergreifender Vergleich schwer möglich.
Anhand der Nachteile der aus dem Stand der Technik bekannten Fluoreszenzeichstandards
wird deutlich, dass ein großer Bedarf an Vorrichtungen besteht, die eine Kalibrierung von
Fluoreszenzdetektionssystemen hinsichtlich deren räumlichen und zeitlichen
Auflösungsvermögens sowie hinsichtlich deren geometrischen und dynamischen
Eigenschaften ermöglichen.
Zusätzlich besteht ein großer Bedarf an Vorrichtungen zur Referenzierung von
Fluoreszenzsignalen die den system- und geräteübergreifenden Vergleich und/oder den
testübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignalen von z. B. Sonden-Array basierten
Experimenten ermöglichen.
Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, Vorrichtungen zur Verfügung zu stellen, die eine
Referenzierung von Fluoreszenzsignalen hinsichtlich der gemessenen Intensität und/oder eine
Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen hinsichtlich deren Sensitivität, deren
räumlichen und zeitlichen Auflösungsvermögens und/oder hinsichtlich deren geometrischen
und dynamischen Eigenschaften erlauben. Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es, Vorrichtungen zur Verfügung zu stellen, die leicht einen geräte- und
systemübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignalen aus Experimenten, wobei es sich
z. B. um Sonden-Array basierte Experimente handeln kann, ermöglichen. Ferner ist es eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Fluoreszenzeichstandards zur Verfügung zu stellen, die
einen testübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignaldaten erlauben. Schließlich ist es
eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Vorrichtungen zur Verfügung zu stellen, die eine
Referenzierung bzw. Normierung von Fluoreszenzsignalen unter Berücksichtigung von
Bleich- und Fluoreszenzlöschungseffekten erlauben.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Verfahren zur Herstellung von
solchen Fluoreszenzeichstandards zur Verfügung zu stellen.
Zur Lösung dieser und weiterer Aufgaben, die sich aus der Beschreibung der Erfindung
ergeben, dienen die Merkmale des unabhängigen Patentanspruchs. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert.
Erfindungsgemäß werden die Aufgaben dadurch gelöst, dass auf einem im Wesentlichen nicht
fluoreszierenden Träger in definierten Bereichen mindestens eine Polymerschicht so
aufgebracht ist, dass diese Bereiche nach entsprechender Bestrahlung fluoreszieren, wobei
einige der aufgebrachten Polymerschichten sich hinsichtlich ihrer Dicke und/oder
Zusammensetzung unterscheiden.
Solche erfindungsgemäßen Vorrichtungen, die im Folgenden auch als
Fluoreszenzeichstandard bzw. Standard bezeichnet werden, zeigen in den definierten
Bereichen nach entsprechender Bestrahlung eine Fluoreszenz, deren Intensität vorbestimmbar
und reproduzierbar einstellbar ist. Damit können erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards
zur Kalibrierung von verschiedenen Fluoreszenzdetektionssystemen hinsichtlich deren
räumlichen und zeitlichen Auflösungsvermögens, hinsichtlich deren geometrischen und
dynamischen Eigenschaften sowie hinsichtlich deren Sensitivität verwendet werden.
Da der Wellenlängenbereich der in den definierten Bereichen eines erfindungsgemäßen
Fluoreszenzeichstandards nach entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz
durch Änderung der Zusammensetzung der Polymerschichten vorbestimmbar und
reproduzierbar einstellbar ist, können die erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards zur
Kalibrierung von verschiedenen Fluoreszenzdetektionssystemen hinsichtlich deren
dynamischen Eigenschaften verwendet werden.
Die Polymerschichten von erfindungsgemäßen Vorrichtungen werden in definierten
Bereichen aufgebracht, deren Form und Größe vorbestimmbar und reproduzierbar eingestellt
werden kann. Solche Fluoreszenzeichstandards, die auch als strukturierte
Fluoreszenzeichstandards bezeichnet werden, können zur Kalibrierung von unterschiedlichen
Fluoreszenzdetektionssystemen hinsichtlich deren räumlichen Auflösungsvermögens
verwendet werden.
Da die Fluoreszenzeigenschaften der erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards nur von
der Dicke und/oder der Zusammensetzung der in den definierten Bereichen aufgebrachten
Polymerschichten abhängen und z. B. nicht von Komponenten der Target-Lösungen
beeinflusst werden, eignen sich die erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards zur geräte-
und detektionsübergreifenden und/oder zur testübergreifenden Bewertung und Referenzierung
von Fluoreszenzsignalen, die z. B. bei Sonden-Array basierten Experimenten gemessen
werden.
Bei den in den definierten Bereichen von erfindungsgemäßen Vorrichtungen aufgebrachten
Polymerschichten kann es sich um eine oder mehrere Polymerschichten handeln, die sich in
ihrer Zusammensetzung und/oder Dicke unterscheiden. Die Polymerschichten bestehen aus
mindestens einem fluoreszierenden Polymer oder aus einem Polymergemisch, wobei
mindestens eine Polymerkomponente des Gemischs fluoreszierend ist. Bevorzugte
fluoreszierende Polymere umfassen z. B. Positiv- und/oder Negativ-Photolacke auf Basis von
Epoxidharzen wie z. B. SU8 und Novolacke und/oder PMMA und/oder photosensitives
Polyimid und/oder Benzocyclobuten. Polymere, die für die Herstellung von
erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards geeignet sind, d. h. die nach entsprechender
Bestrahlung eine Fluoreszenz zeigen, sind auch aus US 6,091,488 oder US 4,482,424
bekannt.
Die Polymerschichten von erfindungsgemäßen Vorrichtungen können neben mindestens
einem Polymer zusätzlich fluoreszierende Stoffe enthalten, bei denen es sich nicht um
Polymere handelt. Da diese Stoffe in die Polymerschichten eingebettet sind, werden ihre
Fluoreszenzeigenschaften von Umgebungsfaktoren (z. B. Komponenten der Target-Lösungen)
nicht beeinflusst. Bevorzugt umfassen solche fluoreszierenden Stoffe Chromophore,
organische Farbstoffe wie z. B. Azofarbstoffe, Triphenylmethanfarbstoffe,
Porphyninenfarbstoffe und/oder anorganische Farbstoffe wie z. B. metallische Farbstoffe und
insbesondere Lanthanide.
Bei erfindungsgemäßen Vorrichtungen kann der Wellenlängenbereich der in den definierten
Bereichen nach entsprechender Bestrahlung auftretenden Fluoreszenz durch die Wahl der
Zusammensetzung der Polymerschichten eingestellt werden. In einer bevorzugten
Ausführung der Erfindung sind die auf einem nicht fluoreszierenden Träger in definierten
Bereichen aufgebrachten Polymerschichten durch eine breitbandige Eigenfluoreszenz
gekennzeichnet, so dass sie im sichtbaren Spektralbereich sowie im nahen IR- und UV-
Bereich nach schmalbandiger Anregung Fluoreszenzsignale in einem Wellenlängenbereich
größerer Anregung zeigen. In einer anderen bevorzugten Ausführung der Erfindung zeigen
die Polymerschichten in den definierten Bereichen eine schmalbandige Eigenfluoreszenz,
deren Wellenlängenbereich von der Zusammensetzung der Polymerschichten abhängt.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung bestehen die Polymerschichten nur aus
einem Polymer, so dass der Wellenlängenbereich der Fluoreszenz nur von diesem Polymer
abhängt. In weiteren bevorzugten Ausführungen der Erfindung bestehen die
Polymerschichten aus einem oder mehreren nicht fluoreszierenden Polymeren und/oder einem
oder mehreren zusätzlichen fluoreszierenden Stoffen, so dass der Wellenlängenbereich der
Fluoreszenz dieser erfindungsgemäßen Vorrichtungen von der Art und der Kombination der
Polymere und/oder der fluoreszierenden Stoffe abhängt.
Erfindungsgemäß kann die Intensität der von einer Polymerschicht in einem definierten
Bereich nach entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz auf vielfältige Weise
vorbestimmbar eingestellt werden. Die Intensität der in den definierten Bereichen nach
entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz ist erfindungsgemäß durch die
Zusammensetzung der Polymerschichten und/oder die Dicke der Polymerschichten
einstellbar. Erfindungsgemäß ist unter der Dicke einer Polymerschicht in einem definierten
Bereich sowohl die Dicke der einzelnen Polymerschichten in einem Bereich, wenn in einem
Bereich mehrere Polymerschichten aufgebracht sind, als auch die Dicke, die sich aus der
Summe der Dicke der einzelnen Polymerschichten in einem Bereich ergibt, zu verstehen.
Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung erfolgt die Einstellung der Intensität in
einem definierten Bereich durch das sukzessive Aufbringen von Polymerschichten
einheitlicher Zusammensetzung in diesem Bereich. Die in diesem Bereich entstehende
Polymerschicht zeigt eine einheitliche Zusammensetzung. Entsprechend können
erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards hergestellt werden, die in allen definierten
Bereichen Polymerschichten einheitlicher Zusammensetzung, aber unterschiedlicher
Schichtdicke tragen. In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung können auf
diese Weise Fluoreszenzeichstandards hergestellt werden, bei denen die Intensität der in
einem Bereich nach entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz sich
proportional zu der Dicke der in dem jeweiligen Bereich aufgebrachten Polymerschicht
verhält.
Die Intensität der Fluoreszenz in den definierten Bereichen von erfindungsgemäßen
Eichstandards ist auch durch Änderung der Zusammensetzung der Polymerschichten
einstellbar. Unter Zusammensetzung der Polymerschichten wird dabei erfindungsgemäß die
Art und Anzahl der Polymerkomponenten in einer Polymerschicht und/oder der zusätzlichen
fluoreszierenden Stoffe sowie Menge der Polymerkomponenten und/oder zusätzlichen
fluoreszierenden Stoffe pro Flächeneinheit verstanden.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung werden Polymerschichten einheitlicher Dicke
in verschiedenen definierten Bereichen aufgebracht, wobei die Polymerschichten sich nur
hinsichtlich der Menge der zusätzlichen fluoreszierenden Teilchen pro Flächeneinheit
unterscheiden. Auf diese Weise sind erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards herstellbar,
bei denen die Intensität der in den Bereichen bei entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen
Fluoreszenz sich bei gleicher Schichtdicke proportional zu der Menge der fluoreszierenden
Teilchen in den verschiedenen definierten Bereichen verhält. In einer anderen bevorzugten
Ausführung der Erfindung kann damit bei konstanter Konzentration der fluoreszierenden
Teilchen im Polymer durch Änderung der Schichtdicke quasi linear die resultierende
Intensität eingestellt werden.
Eine weitere Möglichkeit zur Einstellung der Intensität von erfindungsgemäß hergestellten
Fluoreszenzeichstandards besteht darin, während des Herstellungsprozesses die
erfindungsgemäßen Polymerschichten physikalischen Behandlungsmethoden wie Bestrahlung
und Temperaturbehandlung (Tempern) zu unterwerfen. Ohne an eine Hypothese gebunden
sein zu wollen, wird momentan davon ausgegangen, dass durch diese Behandlungsmethoden
der Vernetzungs- bzw. Quervernetzungsgrad der Polymerschichten und entsprechend die
Fluoreszenzeigenschaften der Polymerschichten verändert werden. Der Begriff Vernetzungs-
bzw. Quervernetzungsgrad ist dem Fachmann geläufig. Für die Einstellung der Intensität von
Polymerschichten durch Verfahren zur Veränderung des Vernetzungsgrads, eignen sich
insbesondere Polymere, die eine duroplastische Vernetzung aufweisen wie z. B. die erwähnten
Photolacke wie SU8.
Erfindungsgemäß können durch das sukzessive Aufbringen von Polymerschichten unter
schiedlicher Dicke und/oder unterschiedlicher Zusammensetzung und/oder unterschiedlichen
Quervernetzungsgrads in mehreren definierten Bereichen auf ein und dem selben Träger
Fluoreszenzeichstandards hergestellt werden, die sich durch eine große Bandbreite sowohl
hinsichtlich der Intensitäten als auch der Wellenlängenbereiche der nach entsprechender
Bestrahlung auftretenden Fluoreszenz unterscheiden. Solche erfindungsgemäßen
Fluoreszenzeichstandards sind vielfältig zur Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen
hinsichtlich deren räumlichen und zeitlichen Auflösungsvermögens sowie deren dynamischen
und geometrischen Eigenschaften einsetzbar. Solche erfindungsgemäßen Vorrichtungen
können auch als Fluoreszenzeichstandards verwendet werden, die leicht einen Vergleich von
Fluoreszenzsignalen zwischen unterschiedlichen Detektionssystemen, aber auch Geräten
eines Systems zulassen.
Die Fluoreszenzeigenschaften, wie z. B. die Quantenausbeute der fluoreszierenden Bereiche
sind wegen der chemischen und physikalischen Eigenschaften der verwendeten Polymere und
zusätzlichen fluoreszierenden Stoffe über die Bestrahlungszeit Änderungen unterworfen, so
dass sich die resultierende Intensität nach einer gewissen Zeit der Nutzung verringert
(Bleichen, siehe auch Miehler, 1992, Kunststoff-Mikromechanik: Morphologie,
Deformations- und Bruchmechanismen., Hanser, München/Wien).
Erfindungsgemäß können die in definierten Bereichen abgelegten Polymerschichten durch
geeignete Herstellungsprotokolle (z. B. durch so genannte Temperprotokolle) hinsichtlich
ihrer Intensitätsveränderungen über die Zeit derartig optimiert werden, dass diese
Veränderungen linear sind und demzufolge die Intensitätsverhältnisse der resultierenden
Fluoreszenz der einzelnen definierten Bereiche des strukturierten Standards konstant bleiben.
Solche erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards können für die Kalibrierung von
Fluoreszenzdetektionsgeräten hinsichtlich deren zeitlichen Auflösungsvermögens und zur
Normierung von Experimenten hinsichtlich ihres zeitlichen Verlaufs verwendet werden. Da
bei solchen erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards die Veränderungen der Intensität
über die Zeit linear sind, können diese Standards auch für die Normierung von Experimenten
auf Detektionsgeräten verwendet werden, deren optische Eigenschaften zeitlichen
Änderungen (z. B. Laser- oder Lampenleistung) unterworfen sind.
Als bevorzugte Ausführungsformen können damit auch erfindungsgemäße
Fluoreszenzeichstandards hergestellt werden, deren Fluoreszenzausbeute über die
Bestrahlungsdauer und den Alterungsprozess linear bzw. hinreichend vorbestimmbar
beschrieben werden kann. Solche Fluoreszenzeichstandards können z. B. zur Referenzierung
von Fluoreszenzsignalen von Experimenten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten
durchgeführt wurden, verwendet werden. Außerdem erlauben sie den geräte- und
systemübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignalen.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung werden die Polymerschichten in definierten
Bereichen unterschiedlicher Form und/oder Größe auf einem im Wesentlichen nicht
fluoreszierenden Träger aufgebracht. Bei besonders bevorzugten Ausführungsformen haben
diese definierten Bereiche eine quadratische, rechteckige und/oder kreisförmige Gestalt, deren
Seitenlängen bzw. Durchmesser sich zwischen 500 nm und 5 mm bewegen.
Solche erfindungsgemäßen strukturierten Fluoreszenzeichstandards können zur Kalibrierung
von unterschiedlichen Fluoreszenzdetektionssystemen hinsichtlich deren räumlichen
Auflösungsvermögens verwendet werden. Unter räumlichem Auflösungsvermögen ist dabei
erfindungsgemäß die Separierbarkeit zweier abgebildeter fluoreszierender Punkte zu
verstehen.
Da erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards hergestellt werden können, deren definierte
Bereiche Maßtoleranzen im 10 nm-Bereich aufweisen, können solche
Fluoreszenzeichstandards bei mikroskopischen Techniken, wie z. B. der konfokalen 3-D-
Mikroskopie als Normierungsinstrument für laterale und axiale Distanzen verwendet werden.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die definierten Bereiche in Array-Form
auf dem Träger aufgebracht, d. h. dass mehrere definierte Bereiche gleicher Größe und Form
zu einem Array-Element gruppiert sind, wohingegen Bereiche anderer Form und/oder Größe
zu anderen Array-Elementen gruppiert sind.
In bevorzugten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards kann
die Dicke der Polymerschichten so eingestellt werden, dass die maximale Dicke der
verschiedenen Polymerschichten in einem Bereich deutlich geringer ist als die minimale
Fokustiefe handelsüblicher konfokaler Detektionssysteme. Erfindungsgemäß sollten solche
Fluoreszenzeichstandards eine bevorzugte Schichtdicke zwischen wenigen Nanometern und
maximal 50 Mikrometern aufweisen, bevorzugt sollten die Schichtdicken zwischen einigen
nm und 20 µm, zwischen 100 nm und 10 µm, besonders bevorzugt zwischen 200 nm und
5 µm liegen. Unter Fokustiefe ist erfindungsgemäß der Bereich entlang der optischen Achse zu
verstehen, in dem eine Detektion von Fluoreszenzsignalen möglich ist. Dieser Bereich wird
bei konventioneller Mikroskopie durch die numerische Apertur und bei konfokaler
Scanningmikroskopie durch die Größe der Lochblenden (Pinholes) bestimmt. Solche
erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards können zur Kalibrierung von physikalischen
Aufbauten und Geräten, zur Erfassung von Fluoreszenzsignalen sowie zur Referenzierung
von Fluoreszenzsignalen entsprechend markierte Substanzen und Substanzgruppen verwendet
werden.
Die Polymerschichten werden erfindungsgemäß auf im Wesentlichen nicht fluoreszierenden,
bevorzugt optisch durchlässigen Trägern aufgebracht. Bei bevorzugten Ausführungen der
Vorrichtung bestehen diese Träger aus Glas, besonders bevorzugt aus Quarzglas und
Borofloatglas oder aus optisch durchlässigen, nicht fluoreszierenden polymeren Scheiben,
besonders bevorzugt aus Polycarbonat, PMMA und/oder Folien. Als Träger eignen sich unter
Umständen auch optisch nicht transparente Materialien, die im Wesentlichen keine
Eigenfluoreszenz aufweisen.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die Fluoreszenzeichstandards mit
weiteren Trägersystemen verbunden. Diese Trägersysteme bestehen aus ebenfalls im
Wesentlichen nicht fluoreszierenden Materialien. Bevorzugt handelt es sich dabei um optisch
durchlässige Materialien wie Glas, besonders bevorzugt um Quarzglas, aber auch um optisch
nicht transparente Materialien wie Plastik und/oder Metall, die im Wesentlichen keine
Eigenfluoreszenz aufweisen.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei diesem Trägersystem
um einen handelsüblichen Objektträger, wie er für z. B. für die Immunfluoreszenzmikroskopie
verwendet wird. Auf solchen Trägern können z. B. Zellen oder Gewebeschnitte immobilisiert
und durch Abgleich der Signale gegen den erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandard
direkt ausgewertet werden.
Eine Integration der erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards kann z. B. auch direkt auf
den Trägern erfolgen, auf denen Substanzbibliotheken in Form eines Sonden-Arrays abgelegt
sind oder werden. Solche Fluoreszenzeichstandards erlauben eine unmittelbare
Referenzierung von Fluoreszenzsignalen und ermöglichen so die Bewertung von
testspezifischen Untersuchungen. Zur Anbindung der Substanzbibliotheken kann die
Oberfläche der Träger in mindestens den Bereichen, die die Substanzbibliothek enthalten
sollen, durch Amino-, Carboxy-, Aldehyd- oder Epoxidgruppen funktionalisiert sein. Weitere
funktionelle Gruppen zur Anbindung von Substanzbibliotheken sind dem Fachmann bekannt.
Dabei sind erfindungsgemäß die Träger, auf denen die Fluoreszenzeichstandards bzw. die
Substanzbibliotheken in Form von Sondenarrays abgelegt werden, so zu wählen, dass sie im
Wesentlichen nicht fluoreszierend und, wenn benötigt, optisch durchlässig sind. Bevorzugte
Materialien für die Herstellung von solchen Trägern sind Glas, besonders bevorzugt
Quarzglas, Borofloatglas und/oder Polymere und/oder Silicium. Es können auch Materialien
gewählt werden, die optisch nicht durchlässig sind, aber im Wesentlichen nicht fluoreszierend
sind.
Bei der Integration der erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards in Sondenarrays können
diese Sondenarrays durch Substanzbibliotheken auf Protein-, Peptid- oder Nukleinsäurebasis
funktionalisiert sein. Bevorzugt handelt es sich bei den Proteinsubstanzbibliotheken, mit
denen die erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards funktionalisiert sind, um
Antikörperbibliotheken, um Rezeptorbibliotheken, Rezeptor-Ligand-Bibliotheken und/oder
Hormonbibliotheken.
Bei den Peptidbibliotheken, mit denen erfindungsgemäß Fluoreszenzeichstandards
funktionalisiert sind, handelt es sich üblicherweise um pharmazeutisch oder biologisch aktive
Peptide, um Antigenbibliotheken und/oder um Rezeptor-Ligand-Bibliotheken und/oder um
Hormonbibliotheken.
Bei den Nukleinsäurebibliotheken, mit denen erfindungsgemäß Fluoreszenzeichstandards
funktionalisiert sind, handelt es sich bevorzugt um DNA-Molekül-Bibliotheken und/oder
RNA-Molekülbibliotheken. Besonders bevorzugt handelt es sich um mRNA-Bibliotheken,
um rmA-Bibliotheken, um genomische DNA-Bibliotheken und/oder cDNA-Bibliotheken
und/oder Plasmide.
In einer bevorzugten Ausführungsform können erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards
direkt in die Fluoreszenzdetektionssysteme integriert werden, so dass eine online-Kalibrie
rung der Geräte möglich ist. Da die Eigenschaften der erfindungsgemäßen Fluoreszenzeich
standards durch den Herstellungsprozess und durch die Zusammensetzung und Dicke der
Polymerschicht sowie die Größe und Form der definierten Bereiche, in denen die Polymer
schichten, die nach entsprechender Bestrahlung fluoreszieren, aufgebracht sind,
vorbestimmbar einstellbar sind, können die mit verschiedenen Detektionssystemen
gemessenen Fluoreszenzintensitäten von Sonden-Array basierten Experimenten system- und
geräteübergreifend direkt miteinander verglichen werden.
Die erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards können auch als universelles externes
Werkzeug verwendet werden, um mehrere unterschiedliche Detektionssysteme in der
beschriebenen Weise zu kalibrieren.
Erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards können auch in geschlossene Kammersysteme
(z. B. PCR- und/oder Hybridisierungskammern) integriert sein.
Erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards können nach Verfahren hergestellt werden, bei
denen die nach Bestrahlung fluoreszierenden Schichten gezielt in definierten Bereichen auf
erfindungsgemäßen Träger aufgebracht werden. Solche Verfahren sind z. B. aus der
Halbleitertechnik bekannt (US 6,091,488). Die Polymerschichten von erfindungsgemäßen
Fluoreszenzeichstandards können bevorzugt durch photolithographische Verfahren, durch
Spotten, durch Trockenätzen, durch Ionenimplantation, durch drucktechnische Verfahren,
durch Walzen, durch Spritzgießen oder durch Oberflächenprägung auf den Träger aufgebracht
werden.
Allgemein können die erfindungsgemäßen Polymerschichten, die auch als funktionelle
Polymerschichten bzw. als Funktionsschichten bezeichnet werden, durch chemische und/oder
physikalische Methoden zur Beschichtung auf dem Träger aufgebracht werden. Bei
chemischen Methoden kann die Aufbringung der Polymerschichten dabei aus der Gasphase
(z. B. durch CVD oder Oxidation), aus der Flüssigphase (z. B. durch elektrolytische,
elektrochemische und andere nasschemische Verfahren) oder aus der Festphase (z. B. durch
Oxidation) erfolgen. Bei physikalischen Methoden kann die Aufbringung aus der Gasphase
oder aus dem Plasma (z. B. durch PVD, Sputtern oder Bedampfen), aus der Flüssigphase (z. B.
durch Spin-On-Verfahren, durch Lackieren, Spritzen oder Tauchen) oder aus der Festphase
(z. B. durch Lamination) erfolgen. Es können auch Kombinationen dieser Verfahren oder
nachträgliche Modifikationen wie Ionenimplantation angewandt werden (z. B. PECVD). Die
jeweiligen Methoden und entsprechende Ausgestaltungen sind dem Fachmann bekannt (siehe
z. B. W. Menz, J. Mohr, Mikrosystemtechnik für Ingenieure, VCH, 1997).
Die erfindungsgemäßen Polymerschichten können durch verschiedene Verfahren strukturiert
werden, die dem Fachmann bekannt sind. Dabei kann es sich um biochemische Methoden
handeln, wie z. B. die enzymatisch vermittelte selektive Strukturierung (in WO98/08086
beschrieben), aber auch um chemische und/oder mikrotechnische Verfahren. Zu diesen
gehören selektives Ätzen der Funktionsschicht gegen eine Maskierung, die selbst gegen den
Ätzer unempfindlich ist (z. B. Flüssig- oder Trockenätzen). Ebenfalls anwendbar sind
Verfahren, die selektive Eigenschaftsveränderungen durch Strahlung, wie z. B. durch
Bestrahlung mit UV oder Lasern bewirken. Dazu zählt die Photolithographie. Andere
Methoden umfassen self-assembling layers. Diese Methoden können unter Verwendung einer
Maskierung, aber auch durch "direkt schreibende" Vorrichtungen (Spotten) durchgeführt
werden. Drucktechnische Verfahren wie Spotten oder Offsetdruck oder andere Verfahren wie
Walzen, Stempeln, Spritzgießen oder Oberflächenpräge-Verfahren können ebenfalls
verwendet werden. Unterschiedliche Ausführungsformen der Methoden sind dem Fachmann
bekannt (siehe z. B. W. Menz, J. Mohr, Mikrosystemtechnik für Ingenieure, VCH, 1997).
In einer bevorzugten Ausführungsform werden die Polymerschichten durch negative oder
positive photolithographische Verfahren, besonders bevorzugt durch negative
photolithographische Verfahren aufgebracht. Besonders bevorzugt sind negative
photolithographische Verfahren, bei denen die Polymerschichten nach Bestrahlung im
Entwickler unlöslich werden. Unbelichtete Bereiche bleiben dagegen im Entwickler löslich
und können entfernt werden. Solche photolithographische Verfahren zur Strukturübertragung
mittels eines Photoresists sind dem Fachmann bekannt. Dabei sind chemische und
physikalische Verfahren, die das Aufbringen einer homogenen Funktionsschicht auf dem
Träger erlauben, bevorzugt. Besonders bevorzugte Verfahren umfassen CVD-, PVD- und
Spin-On-Verfahren.
Die Parameter, durch deren Wahl bei photolithographischen Verfahren (aber auch anderen
Verfahren) die Dicke der Polymerschichten eingestellt werden kann, umfassen die
Bearbeitungsparameter (Verfahrensparameter) wie die Umlaufgeschwindigkeit, die Dauer des
Herstellungsprozesses, die Viskosität des Polymers, die Temperatur und/oder die
Luftfeuchtigkeit. Bei der Verwendung von Photopolymeren umfassen die
Bearbeitungsparameter auch die Bestrahlungsdosis, die Parameter des Entwicklungsprozesses
und den Temperprozess.
Bei photolithographischen Verfahren kann die Form und Größe der definierten Bereiche, in
denen die Polymerschichten aufgebracht werden, durch Verwendung einer Maske und/oder
Lochmasken, z. B. durch Verwendung einer Maske im 1 : 1 Maßstab festgelegt werden. Je nach
Aussparung der Maske sind damit erfindungsgemäß verschiedene geometrische Formen und
Größen für die definierten Bereiche einstellbar. Ebenfalls können nach diesem Verfahren
erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards hergestellt werden, bei denen die in
verschiedenen definierten Bereichen abgelegten Polymerschichten eine Array-Form
aufweisen. Als Lochmasken wird bevorzugt strukturiertes Chrom auf Glas und/oder Quarz
verwendet.
Durch Wiederholen des photolithographischen Verfahrens können erfindungsgemäße
Fluoreszenzeichstandards hergestellt werden, bei denen in verschiedenen Bereichen
Polymerschichten mit unterschiedlicher Zusammensetzung und/oder Dicke aufgebracht sind.
Durch Ändern der Temper- und/oder Bestrahlungsprotokolle, die bei photolithographischen
Verfahren verwendet werden, kann zudem der Vernetzungsgrad (und damit die Intensität) der
Polymerschichten in definierten Bereichen gezielt geändert werden. Durch Ändern der
Temperprotokolle können ebenfalls das Bleichverhalten von erfindungsgemäßen
Fluoreszenzeichstandards gezielt eingestellt werden.
Um erfindungsgemäß hergestellte Fluoreszenzeichstandards mit einem z. B. optisch
durchlässigen, im Wesentlichen nicht fluoreszierenden Trägersystem zu verbinden, können
alle Verfahren verwendet werden, die den Eichstandard mit dem Trägersystem verbinden und
die Eigenschaften des Fluoreszenzeichstandards nicht negativ beeinflussen. Zur Montage ist
es notwendig, die Oberfläche der Standards durch geeignete Verfahren und Vorrichtungen in
die Ebene von Probenträgern derart auszurichten, dass eine eindeutige Zuordnung der Lage
der fluoreszierenden Schichten in Höhe und örtlicher Lage bezüglich definierter Bereiche des
Trägers (z. B. Außenkanten) möglich ist. Dazu sind z. B. temporäres Aufkleben oder
Vakuumeinrichtungen geeignet. Bevorzugt wird der Fluoreszenzeichstandard auf dem
Trägersystem durch Kleben, durch Lagejustage oder durch ein Vakuumsystem aufgebracht.
Bei der Herstellung solcher erfindungsgemäßer Fluoreszenzeichstandards ist zu berücksichti
gen, dass die Methoden zur Assemblierung der Fluoreszenzeichstandards und der Sonden-
Arrays die Funktion der Bauelemente nicht negativ beeinflussen. Dementsprechend ist zu
gewährleisten, dass z. B. die verwendeten Klebstoffe keine Autofluoreszenz zeigen und durch
die verwendeten Bauteile keine wesentlichen Streuungen oder Reflektionen auftreten.
Werden die Fluoreszenzeichstandards z. B. mit Substanzbibliotheken als Sonden-Arrays
funktionalisiert, kann der Fluoreszenzeichstandard mit dem Trägersystem, auf dem sich die
Substanzbibliotheken befinden, verbunden sein.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform können die Fluoreszenzeichstandards auf
Trägern zunächst im Waver-Maßstab gefertigt werden und die entsprechend vereinzelten
Fluoreszenzeichstandards dann durch Ablegen von Substanzbibliotheken in Array-Form
funktionalisiert werden.
Die erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards lassen sich in unterschiedlicher Art und
Weise zur Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen einsetzen. Durch die
Verwendung von erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards für gerätespezifische
Kalibrierungen lassen sich die Geräteeigenschaften definieren. Zum Beispiel kann die
entsprechende Form und Größe der definierten Bereiche, in denen die nach entsprechender
Bestrahlung fluoreszierenden Polymerschichten abgelegt sind, zur Bestimmung des
räumlichen Auflösungsvermögens verwendet werden. Erfindungsgemäße Fluoreszenz
eichstandards, die in mehreren definierten geometrischen Bereichen Polymerschichten unter
schiedlicher Dicke, aber einheitlicher Zusammensetzung aufweisen, wodurch die nach
entsprechender Bestrahlung hervorgerufene Intensität der Fluoreszenz in den verschiedenen
Bereichen sich proportional zur Polymerschichtdicke verhält, erlauben eine Kalibrierung
eines entsprechenden Detektionssystems hinsichtlich seiner dynamischen Eigenschaften.
Erfindungsgemäß wird unter dynamischen Eigenschaften der Bereich auswertbarer
Fluoreszenzintensitäten bei einer Messung verstanden. Z. B. lässt sich so der Intensitätsbereich
festlegen, in dem ein CCD-Detektor linear arbeiten soll. Solche erfindungsgemäßen
Fluoreszenzeichstandards können auch für die Einstellung der Sensitivität des
Detektionssystems verwendet werden, d. h. der Festlegung, welche minimalen oder
maximalen Fluoreszenzintensitäten ein Detektionssystem noch als Signal werten soll.
Erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards, bei denen die nach entsprechender Bestrahlung
in verschiedenen geometrischen Bereichen mit Polymerschichten unterschiedlicher Dicken
und/oder Zusammensetzung hervorgerufene Intensität der Fluoreszenz vorbestimmbar und
regulierbar abklingt, können benutzt werden, um Rückschlüsse auf das gerätespezifische
Bleichen von Fluoreszenzsignalen zu ziehen.
Ferner können erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards zur Kalibrierung der
geometrischen Eigenschaften von Detektionssystemen, insbesondere zur Korrektur der
Bildfeldwölbung (Flatfieldbestimmung) bei CCD-Detektoren verwendet werden.
Erfindungsgemäß wird unter geometrischen Eigenschaften allgemein die örtliche Auflösung,
der Abbildungsmaßstab, die Bildfeldwölbung und andere geometrische Fehler, die aus der
optischen Konstruktion resultieren, verstanden.
Da die Fluoreszenzeigenschaften von erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards nicht von
äußeren Faktoren abhängen und vorbestimmbar und reproduzierbar einstellbar sind, können
sie verwendet werden, um verschiedene Geräte des gleichen Detektionsprinzips
(geräteübergreifende Kalibrierung) oder Geräte unterschiedlichen Detektionprinzips
(systemübergreifende Kalibrierung) zu kalibrieren. Die Kalibrierung kann dabei auf
Normwerte, die z. B. in Arbeitsgruppen und Labors verwendet werden, erfolgen, auf die dann
Fluoreszenzsignale aus experimentellen Messungen bezogen werden.
Damit sind die Signale, die bei der Auswertung z. B. eines Sonden-Array basierten
Experiments mit unterschiedlichen Detektionssystemen erhalten werden, direkt vergleichbar
(testübergreifender Vergleich).
Erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards, die eine große Bandbreite hinsichtlich der
Wellenlänge und Intensität der nach Bestrahlung der Polymerschichten in den definierten
Bereichen hervorgerufenen Fluoreszenz zeigen, können auch für testspezifische
Referenzierung von Fluoreszenzsignalen verwendet werden. Dies ist möglich, weil die
testspezifischen Signale z. B auf die Fluoreszenz eines definierten Bereichs bezogen werden
können, deren Eigenschaften in dem Bereich des Testsignals liegen. Damit ist eine
Normierung der Testsignale möglich. Die unter Verwendung von erfindungsgemäßen
Fluoreszenzeichstandards erhaltenen normierten experimentellen Daten sind signifikant der
Fehler, welche aus der Verwendung unterschiedlicher Detektoren bzw. verschiedener
Einstellungen der Detektoren resultieren, behoben. Sie können daher direkt miteinander
verglichen werden. Damit ermöglichen erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards den
testübergreifenden und geräteübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignalintensitäten, die
bei der Durchführung von Sonden-Array basierten Experimenten und Tests erhalten worden
sind.
Üblicherweise werden die Einstellungen von Scannern den entsprechenden Messergebnissen
angepasst. Sind bei einem Sonden-Array basierten Experiment die resultierenden
Fluoreszenzsignale schwach, werden die Laserleistung oder die Sensitivität des Detektors
(z. B. die Vorspannung bei Verwendung eines PMT-Systems oder die Integrationszeit bei
Verwendung eines CCD-Systems) erhöht. Außerdem unterliegen die Geräte
gerätespezifischen Schwanungen. Dies ist insbesondere kritisch, wenn Ergebnisse aus
unterschiedlichen Zeiträumen verglichen werden sollen, da z. B. bei Laserscannern die
Leistung der eingesetzten Laser sich dramatisch ändern kann. Ein Vergleich von
Fluoreszenzintensitätssignalen, die zwar bei der Durchführung von gleichartigen
Sondenarray-basierten Experimenten, aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemessen
wurden, ist mit erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards problemlos möglich ("time to
time"-Vergleich), da über das Bleichverhalten des Standards die altersbedingten
Geräteschwankungen normiert werden können. Damit können mit Hilfe von
erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards Detektionssysteme auch hinsichtlich ihrer
Alterungseigenschaften, wie z. B. der Änderung der Lampenleistungen kalibriert werden.
Sollen die Fluoreszenzsignale, die bei der Durchführung von verschiedenen Sonden-Array
basierten Experimenten gemessen wurden, miteinander verglichen werden, stellen für die
Bewertung der Ergebnisse insbesondere die Inhomogenität der biochemischen und fluidi
schen Prozesse in der Probe sowie die Schwierigkeiten bei der Spoterkennung während der
Auswertung ein erhebliches Problem dar. Diese Probleme erschweren den qualitativen
Vergleich verschiedener Sonden-Arrays. Erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards
erlauben eine erhebliche Einschränkung der Fehler und qualitative Vergleiche von
Ergebnissen, die bei der Durchführung von Experimenten mit verschiedenen Sonden-Arrays
an demselben Gerät, durchgeführt wurden, werden möglich ("test to test"-Vergleich).
Da mit dem dargestellten Fluoreszenzeichstandard auch unterschiedliche Detektionssysteme
kalibriert werden können, können die Ergebnisse von Sonden-Array basierten Experimenten
geräte- und system- und damit auch laborübergreifend analysiert werden.
Vorrichtungen, die dadurch gekennzeichnet sind, dass auf einem im Wesentlichen nicht
fluoreszierenden Träger in einem oder mehreren definierten Bereichen Polymerschichten, die
hinsichtlich ihrer Schichtdicke und Zusammensetzung einheitlich sind, aufgebracht sind,
können ebenfalls zur Referenzierung von Fluoreszenzsignalen verwendet werden. Solche
Vorrichtungen eignen sich insbesondere, wenn sie über mehrere definierte Bereiche verfügen,
zur geräte- und systemübergreifenden Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen
hinsichtlich deren räumlichen Auflösungsvermögens.
Die Polymerschichten solcher Vorrichtungen können erfindungsgemäß die gleiche
Zusammensetzung wie oben ausgeführt aufweisen, d. h. sie können fluoreszierende Polymere,
Polymergemische mit mindestens einem fluoreszierenden Polymer und/oder zusätzliche
fluoreszierende Stoffe enthalten.
Bei diesen Vorrichtungen sind die Intensität und der Wellenlängenbereich der in den
Bereichen nach entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz gleichermaßen
durch die Wahl der Zusammensetzung der Polymerschichten, der Schichtdicke und durch
Veränderungen des Quervernetzungsgrads vorbestimmbar und reproduzierbar einstellbar.
Auch alle anderen Eigenschaften wie Bleichverhalten, Größe und Form der definierten
Bereiche sind auf die oben beschriebene Art und Weise einstellbar. Ebenso können solche
Vorrichtungen durch allen oben dargestellten Verfahren hergestellt werden.
Solche Vorrichtungen können generell zur qualitativen und quantitativen Referenzierung von
Fluoreszenzsignalen, besonders bevorzugt zur Referenzierung von Fluoreszenzsignalen aus
Sonden-Array basierten Tests und/oder zur Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen
verwendet werden.
Besonders bevorzugt können sie zur Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen
hinsichtlich deren räumlichen Auflösungsvermögens verwendet werden. Da die in einem oder
mehreren definierten Bereichen aufgebrachten Polymerschichten hinsichtlich ihrer
Zusammensetzung und Schichtdicke einheitlich sind, eignen sie sich nicht zur Kalibrierung
der dynamischen Eigenschaften von Fluoreszenzdetektionssystemen. Auch eine Kalibrierung
von Detektionssystemen über den Vergleich der Verhältnisse von unterschiedlichen
Intensitäten, die nach Bestrahlung von unterschiedlichen Bereichen auftreten, ist mit diesen
Vorrichtungen nicht möglich.
Solche Vorrichtungen können aber z. B. zum Abgleich von experimentell ermittelten
Fluoreszenzsignaldaten auf Normwerte verwendet werden und erlauben so, den geräte- und
systemübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignalen. Diese Vorrichtungen erlauben
auch die Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen hinsichtlich deren Sensitivität und
deren gerätespezifischen Bleichverhaltens bei denen durch die Zusammensetzung und Dicke
der Polymerschichten festgelegten Intensitäten und Wellenlängenbereichen.
Im Folgenden sind Beispiele dargestellt, die besonders bevorzugte Ausführungsformen bzw.
Verwendungen von erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards darstellen. Die Beispiele
sind in keiner Weise einschränkend zu deuten.
Photolithographische Herstellung eines erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards im
Wafermaßstab (Abb. 1):
Im Beispiel wird gezeigt, wie ein erfindungsgemäßer universeller Fluoreszenzeichstandard auf polymerer Basis durch negative Photolithographie hergestellt wird. Dabei wird ein erfindungsgemäßer Fluoreszenzeichstandard hergestellt, der in unterschiedlichen Bereichen gleicher Form und Größe Polymerschichten unterschiedlicher Dicke, aber im Wesentlichen gleicher Zusammensetzung trägt. Damit sind die Intensitäten der in den Bereichen nach entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz proportional zur Schichtdicke.
Im Beispiel wird gezeigt, wie ein erfindungsgemäßer universeller Fluoreszenzeichstandard auf polymerer Basis durch negative Photolithographie hergestellt wird. Dabei wird ein erfindungsgemäßer Fluoreszenzeichstandard hergestellt, der in unterschiedlichen Bereichen gleicher Form und Größe Polymerschichten unterschiedlicher Dicke, aber im Wesentlichen gleicher Zusammensetzung trägt. Damit sind die Intensitäten der in den Bereichen nach entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz proportional zur Schichtdicke.
Als Träger werden Materialien, die im gewünschten Fluoreszenzspektrum eine hohe Trans
parenz und geringe Eigenfluoreszenz zeigen, benutzt. Im vorliegenden Fall wurde
Borofloatglas40 der Firma Schott (BF 40, Durchmesser: 100 mm, Dicke: 0,7 mm) als
Trägermaterial gewählt. Das eigentliche Funktionsmaterial (dies sind die Polymerschichten)
sollte dagegen eine starke Eigenfluoreszenz aufweisen. Im gewählten Ausführungsbeispiel
wurde als Polymer SU8-10, gelöst in PGMEA (organisches Lösungsmittel der Firma Sigma),
gewählt, das die genannten Eigenschaften erfüllt. SU8-10 ist ein negatives, epoxy-basiertes
Photopolymer, das bei UV-Bestrahlung unter 365 nm polymerisiert (US 4 882 245). Die
Eigenfluoreszenz und die Photostrukturierbarkeit haben den großen Vorteil, dass das
gewählte Polymer durch photolithographische Verfahren strukturiert werden kann.
Zu Beginn des Herstellungsprozesses wurde das Trägermaterial getempert (180°C, 20 min).
Dadurch wurden etwaige Adsorbate (oft H2O) entfernt, die eine gute Haftung der SU8
Polymerschicht auf dem Substrat behindern. Um dies zu verstärken, wurde die Oberfläche des
Substrats mit 3-Glycydoxypropyltrimethoxysilan modifiziert.
Auf das Substrat wurde dann eine erste Schicht mit einer Dicke entsprechend der
gewünschten Fluoreszenz bzw. der gesuchten Sensitivität aufgebracht (siehe Abb. 1).
Dafür wurde das Spin-On-Verfahren verwendet, wobei durch Wahl der Parameter (Dauer:
305, Umdrehungsgeschwindigkeit: 5000 rpm, Beschleunigung: 100 rpm/s für 10 s und
1000 rpm/s für 20 s, Grad der Verdünnung mit PGMEA) die gewünschte Dicke bzw. die
Fluoreszenz eingestellt wurde. Dadurch wurde das Polymer homogen auf dem Substrat
verteilt und das Lösungsmittel ausgetrieben. Die nachfolgende Temperung oberhalb des
Glaspunktes (95°C, 15 min. sogenanntes Pre-Bake) formiert und homogenisiert die Schicht.
Die Polymerschichten wurden danach mittels üblicher Mikrophotolithographie strukturiert.
Dazu wurde durch Bestrahlung des Photopolymers mit UV-Licht (15 min bei ca. 300-450 nm
mit 15 mW/cm2, sogenanntes Exposure) seine Löslichkeit im Entwickler (in diesem Fall
PGMEA) verändert. SU8-10 zeigt ein Tonwert-negatives Verhalten, d. h. die UV-belichteten
Bereiche polymerisieren und unbelichtete Bereiche bleiben im Entwickler lösbar. Die
Bestrahlung erfolgte durch Maskenprojektion mittels Lithographiemasken, die entsprechende
dünne Chrom-Strukturen auf Quarz aufwiesen. Diese Quarz-Maske besaß die gewünschte
laterale Geometrie des Standards, die im Maßstab 1 : 1 in das Polymer abgebildet wurde. Die
kleinsten Strukturen in der Maske bestimmten daher auch die kleinsten Strukturen des
Standards bzw. des zu detektierenden kleinsten Auflösungstests auf dem Standard.
Nachfolgend wurde durch einen Temperschritt die Vernetzung der belichteten Bereiche
vervollständigt (95°C, 15 min. so genanntes Post-Exposure-Bake). Die unbelichteten
Bereiche blieben vom Entwickler noch unberührt. Diese o. g. Prozedur (Spin-On, Pre-Bake,
Exposure, so genanntes Post-Exposure-Bake) wurde nun mehrfach wiederholt, wobei die
zuvor belichteten (und somit vernetzten) Bereiche in nachfolgenden Belichtungsschritten
durch entsprechenden Masken unbelichtet blieben. Im Beispiel wurden aufeinander folgend
die Belackung, Belichtung und Temperung drei Mal durchgeführt (Abb. 1). Die drei
Schichten hatten dabei bezüglich des Polymers die folgende Zusammensetzung:
- 1. Schicht: SU8-10 (Fa. MicroChem Inc.) gelöst in PGMEA (Fa. Sigma) 50% w/w
- 2. Schicht: SU8-10 (Fa. MicroChem Inc.) gelöst in PGMEA (Fa. Sigma) 33% w/w
- 3. Schicht: SU8-10 (Fa. MicroChem Inc.) gelöst in PGMEA (Fa. Sigma) 20% w/w
Das Photopolymer SU8-10 wurde in unterschiedlichen Gewichtsverhältnissen in PGMEA
gelöst. Dadurch haben die Lösungen unterschiedliche Viskositäten, wodurch
Polymerschichten mit unterschiedlicher Dicke herstellbar sind. Das Lösungsmittel wird später
weitestgehend ausgetrieben (zu mehr als 95%), so dass die Polymerschichten eine im
Wesentlichen gleiche Zusammensetzung aufweisen.
Danach wurde die Polymerstruktur durch Eintauchen in PGMEA (Fa. Sigma) entwickelt und
nochmals getempert (120°C, 30 min. sogenannter Hard-Bake). Infolgedessen entstanden
stufenförmige geometrische Strukturen (Abb. 1). Die Stufenhöhen korrespondieren
dann mit einer entsprechenden Fluoreszenz-Intensität, die lateralen Geometrien mit dem
Auflösungsvermögen.
In Abb. 2A ist ein erfindungsgemäßer Fluoreszenzeichstandard in Array-Form gezeigt,
der auf Borofloatglas (Firma Schott) mikrolithographisch gemäß des Verfahrens aus Beispiel
1 hergestellt wurde. Der Standard besteht aus 9 Array-Elementen, die alle fluoreszierende
Polymerschichten in quadratischer Form enthalten. Die Quadrate der 9 Array-Elemente
verfügen über 3 Intensitätsstufen, welche aus 3 verschiedenen Dicken resultieren. Durch
verschiedene Strukturgrößen und Abstände werden verschiedene Integrationsdichten von
molekularen Arrays simuliert. Die Standards wurden im Wafermaßstab erzeugt und in Chips
vereinzelt.
Der Standard eignet sich, um eine Bestimmung des räumlichen Auflösungsvermögens, der
geometrischen Fehler, der abbildenden optischen sowie elektromechanischen und
informationstechnischen Systeme als auch der Sensitivität des jeweiligen Geräts zum
Zeitpunkt der Messung vorzunehmen. Zusätzlich kann der Standard zur geräteübergreifenden
Bewertung der Fluoreszenzsignale von Sonden-Array basierten Experimenten verwendet
werden. Dazu wurde der beschriebene Fluoreszenzstandard in verschiedenen Readersystemen
ausgelesen, als 16 bit-*.tif Bilder exportiert und mittels einer speziellen Software (IconoClust
der Firma Clondiag) analysiert. Die unterschiedlich großen fluoreszierenden Strukturen auf
dem Fluoreszenzeichstandard können verwendet werden, um geometrische Abweichungen
der verschiedenen Detektionssysteme zu korrigieren. So lässt sich beispielsweise die
Bildfeldwölbung eines optischen Systems zur Fluoreszenzdetektion anhand des dargestellten
Fluoreszenzeichstandards durch geeignete Bildverarbeitungsprozesse analysieren und durch
entsprechende Einstellung der optischen oder informationstechnischen Elemente beheben.
Es ist fernerhin möglich, die Einstellungen der Detektionssysteme z. B. hinsichtlich der Laser-
oder Lampenleistung, der Integrationszeit pro Spot/Subarray oder der
Signalverstärkung/Einstellung des Detektors auf einen bestimmten Wert der resultierenden
Fluoreszenz des Standards abzustimmen. Damit kann z. B. der Langzeitdrift eines
Detektionsapparats, welcher durch Alterungsprozesse der verwendeten Laser, Lampen oder
Detektoren hervorgerufen werden kann, bestimmt werden.
Unterschiedliche Fluoreszenzsysteme können also mittels des Fluoreszenzeichstandards hin
sichtlich ihrer leistungsbestimmenden Parameter kalibriert werden. Entsprechend können die
Fluoreszenzsignale, die bei der Auswertung eines Sonden-Array basierten Experiments mit
verschiedenen Detektionssystemen gemessen werden, direkt miteinander verglichen werden.
In Abb. 2B ist ein erfindungsgemäßer Fluoreszenzeichstandard in Array-Form gezeigt,
der auf Borofloatglas (Firma Schott) durch Spotten hergestellt wurde. Zunächst wurden
fluoreszierende Standards auf verschiedenen Trägern erzeugt, indem Polymergemische SU8
(MCC Inc.) und Novolack (AZ 1514 Clariant) im Massenverhältnis 1 : 2, 1 : 3, 1 : 5 hergestellt
und auf die Glassubstrate aufgebracht wurden. Dazu wurden Objektträger gereinigt und
mittels eines Nadelspotters (Microgrid 2 /Biorobotics) mit den Polymergemischen unter
Benutzung einer ungeschlitzten Spotternadel (Solidpins/Biorobotics) bespottet. Alternativ
wurden die Polymergemische mit einem piezogetriebenen Dispenserkopf (Durchmesser 100 µm,
beheizte Düse der Firma microdrop) aufgebracht. Dabei wurde die Dispenserdüse geheizt
(55°C).
Anschließend wurde folgende Behandlung der Proben vorgenommen.
Pre-Bake: 95°C, 15 min
Exposure: 1 min, 15 mW/cm2, Flutbelichtung
Post-Bake: 95°C, 15 min
Hard-Bake: 120°C, 60 min
Exposure: 1 min, 15 mW/cm2, Flutbelichtung
Post-Bake: 95°C, 15 min
Hard-Bake: 120°C, 60 min
Der so hergestellte Standard besteht aus kreisförmigen Bereichen (Spots) einheitlicher
Dimensionen, deren Polymerschichten sich sowohl hinsichtlich der Dicke als auch der
Zusammensetzung unterscheiden. Daher verfügt der Standard über ein breites Spektrum an
Intensitäten und Wellenlängenbereichen der in den Spots hervorrufbaren Fluoreszenz. Der
Standard kann in gleicher Weise wie der in Abb. 4A eingesetzt werden.
In Abb. 3 ist gezeigt, wie ein erfindungsgemäßer Fluoreszenzeichstandard auf einem
Objektträger durch Kleben aufgebracht ist. Als Kleber wurde Polydimethylsiloxan (Sylgard®
der Firma Dow) verwendet. Solche Standards können als externes Werkzeug zur Kalibrierung
von unterschiedlichen Detektionssystemen verwendet werden.
Einstellung der Intensität und des Bleichverhaltens bei erfindungsgemäßen
Fluoreszenzeichstandards - Verwendung von erfindungsgemäßen Fluoreszenzeichstandards
über mehrere Messungen hinweg.
Im Beispiel ist gezeigt, dass bei der mikrolithographischen Herstellung von
Fluoreszenzeichstandards mit Polymerschichten in drei unterschiedlichen Dicken (d1, d2, d3)
ein Temperprotokoll so gewählt werden kann, dass die Intensität der in den definierten
Bereichen nach mehrfacher Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz linear abklingt.
Abb. 4A zeigt das Bleichverhalten der drei Schichten ohne thermische Behandlung. Es
handelt sich um ein nicht-lineares Bleichverhalten. Abb. 4B zeigt das Bleichverhalten
der drei Schichten nach thermischer Behandlung. Es handelt sich um ein lineares
Bleichverhalten. Zu Linearisierung des zeitlichen Verlaufs der Änderung der resultierenden
Fluoreszenzintensitäten wurden die Proben während des Herstellungsprozesses einer
thermischen Behandlung von zwei Stunden bei 180°C im Ofen unterzogen und anschließend
für ca. 40 Minuten bei einer Wellenlänge zwischen 520 und 600 nm mit 40 mW/cm2
bestrahlt. Dabei ändert sich das Intensitätsverhalten dergestalt, dass sich das Dickenverhältnis
nicht mehr direkt proportional dem resultierenden Intensitätsverhältnis verhält, allerdings sind
die Intensitätsverhältnisse der verschieden dicken Strukturen nun bei Bestrahlung konstant
(siehe Abb. 4C).
Man erkennt, dass durch Ändern des Temperprotokolls Fluoreszenzeichstandards herstellbar
sind, die über ein wesentlich weniger ausgeprägtes und wesentlich konstanteres
Bleichverhalten verfügen. Die Messungen erfolgten mit einem konfokalen Biochip-Sanner
Scanarray 4000 (Packard) bei 100% Laserleistung und 85% PMT-gain.
Solche langzeitstabilen Fluoreszenzeichstandards können hervorragend zur Kalibrierung von
Fluoreszenzdetektionssystemen hinsichtlich ihrer alterungsbedingten Eigenschaften
verwendet werden, da die Intensitäten der drei Schichtdicken sich gleichermaßen verändern
und damit das Verhältnis der Intensitäten der verschieden dicken Schichten konstant bleibt
(siehe Abb. 4C).
Es wurden Fluoreszenzeichstandards wie in Beispiel 1 hergestellt, bei denen in den
definierten Bereichen, Polymerschichten mit unterschiedlicher Dicke aufgebracht sind.
Aus Abb. 5 wird deutlich, dass mit diesen Standards die Referenzierung von Messungen
in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen möglich sind (Cy3 und Cy5 absorbieren bei
unterschiedlichen Wellenlängen) und die gemessenen Intensitäten sich proportional zur
Schichtdicke (d1, d2, d3) verhalten. Dieser Fluoreszenzstandard kann daher wegen seines
breitbandigen Fluoreszenzverhaltens in verschiedenen Wellenlängenbereichen zur
Kalibrierung von Readersystemen verwendet werden kann. Mit solchen
Fluoreszenzeichstandards, die über eine breitbandige Eigenfluoreszenz verfügen, ist zudem
eine Referenzierung von Fluoreszenzsignalen in verschiedenen Wellenlängenbereichen
möglich. Darüber hinaus können mit solchen Standards Laserscanner hinsichtlich ihrer
Sensitivität kalibriert werden. Die Messungen erfolgten mit einem konfokalen Biochip-Sanner
Scanarray 4000 (Packard) bei 100% Laserleistung und 85% PMT-gain.
Zur Standardisierung von Sonden-Array basierten Experimenten wurden erfindungsgemäße
Fluoreszenzeichstandards verwendet, die ebenfalls ein Sonden-Array aufwiesen. Der
Fluoreszenzeichstandard kann dann beim Auslesevorgang vor oder nach der Durchführung
der biochemischen Wechselwirkungsreaktion jeweils mitberücksichtigt werden (siehe
Abb. 6A).
Es wurden erfindungsgemäße Fluoreszenzeichstandards auf epoxidierten Objektträgern
(Firma QMT) durch Ultraschallbohrung und Einkleben aufgebracht, die in den definierten
Bereichen Polymerschichten mit gleicher Polymerdicke aber unterschiedlichem Gehalt
bezüglich der Polymerkomponenten aufwiesen. Damit zeigen diese Bereiche nach
entsprechender Bestrahlung unterschiedliche Intensitäten. Auf den Träger wurde dann eine
Reihe von PCR-Produkten (aceA, acs, amiß, ampG, argC, atpA, creß, icdA, napH, rpoA,
rpoH, rpoS) durch Spotting (Firma BioRobotics Microgrid II) aufgebracht. Speziell
aufgereinigte und mit Fluoreszenzfarbstoffen (Cy3 oder Cy5 der Firma Amersham) markierte
spezifsche cDNA wurde durch Hybridisierung an den PCR-Spots immobilisiert.
Anschließend wurden die Proben mittels eines konfokalen Laserscanners (Affymetrix,
Packard) ausgelesen und die Ergebnisse mittels einer speziellen Software (IconoClust der
Firma Clondiag) analysiert. Dabei erfolgte die Bewertung der Ergebnisse unter
Referenzierung auf die verschiedenen Intensitäten der unterschiedlichen Bereiche des
Fluoreszenzeichstandards.
Die drei Balken einer cDNA stehen für die Referenzierung der Signaldaten der
Hybridisierung auf drei verschiedene Bereiche des Standards, die unterschiedliche
Intensitäten aufweisen. Dazu wurden die Ergebnisse auf die verschiedenen Intensitätsstufen
normiert und unter Berücksichtigung des Gehalts der Polymerschichten auf eine Stufe
gerechnet. Die Graphik (Abb. 6B) zeigt, dass eine solche Rückrechnung zulässig ist, da
für jede cDNA gleiche Ergebnisse erhalten werden, unabhängig davon, auf welchen Bereich
die Messung der cDNA bezogen wird. Somit ist es bei bekanntem Gehalt der
Polymerschichten zulässig, jeden Bereich zur Referenzierung zu verwenden, was die
Universalität des Standards erhört. Die Messungen erfolgten mit einem konfokalen Biochip-
Sanner Scanarray 4000 (Packard) bei 100% Laserleistung und 85% PMT-gain.
Abb. 1 Herstellung eines erfindungsgemäßen Fluoreszenzstandards durch mehrstufige
Photolithographie (Negativprozess).
Abb. 2A Erfindungsgemäßer Fluoreszenzstandard in Array-Form, mikrolithographisch hergestellt auf
Borofloatglas.
Abb. 2B Erfindungsgemäßer Fluoreszenzstandard in Array-Form, hergestellt durch Spotten auf
Borofloatglas.
Abb. 3 Fluoreszenzeichstandard auf Objektträger.
Abb. 4A Veränderungen der resultierenden Luminiszenzintensitäten durch Einwirkung von Strahlung
im sichtbaren Bereich (Bleichen oder Bleaching). Die Intensität ist als Grauwert angegeben.
Abb. 4B Änderung der Fluoreszenzintensität über die Anzahl der Messungen in einem Weißlicht/CCD
System nach Durchführung eines angepassten Temperprotokolls. Die Intensität ist als
Grauwert angegeben.
Abb. 4C Durch angepasste Temperprotokolle ist es möglich, das Bleichverhalten der polymeren
Schichten so anzugleichen, dass Veränderungen der Fluoreszenzausbeute über die Anzahl
durchgeführter Messungen keinen Einfluss auf die resultierenden Intensitätsverhältnisse hat.
Die obere Linie gibt das d3/d2-Verhältnis, die untere Linie das d2/d1-Verhältnis aus
Abb. 4A an.
Abb. 5 Messergebnisse eines Scans für verschiedene Farbstoffe. Die Intensität ist als Grauwert
angegeben. Diese Standards sind geeignet zur Normierung von Ergebnissen in verschiedenen
Wellenlängenbereichen.
Abb. 6A Inverser Scan eines gespotteten Sonden-Arrays. Im oberen Teil erkennt man den
Fluoreszenzeichstandard (1). Darunter befindet sich der Sonden-Array (2). Es handelt sich um
gespottete PCR-Produkte nach Hybridisierung mit Cy3/Cy5 markierter cDNA.
Abb. 6B Es wurden verschiedene PCR-Produkte gespottet und mit cDNA hybridisiert. Die Ergebnisse
wurden auf die verschiedenen Intensitätsstufen von verschiedenen Bereichen normiert
(jeweils die drei Balken) und unter Berücksichtigung des Gehalts der Stoffe in den
Polymerschichten auf eine Stufe gerechnet. Die Grafik zeigt, dass eine solche Rückrechnung
zulässig ist. Es ist also bei bekanntem Gehalt egal, welcher Bereich zur Normierung benutzt
wird.
Claims (72)
1. Vorrichtung zur Referenzierung von Fluoreszenz-Signalen,
dadurch gekennzeichnet, dass auf einem im Wesentlichen nicht fluoreszierenden Träger in
definierten Bereichen mindestens eine nach entsprechender Bestrahlung fluoreszierende
Polymerschicht aufgebracht ist und dass mindestens zwei der Polymerschichten sich
hinsichtlich ihrer Dicke und/oder Zusammensetzung unterscheiden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerschichten ein oder mehrere Polymere enthalten,
wobei mindestens eines der Polymere nach entsprechender Bestrahlung fluoresziert.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymere Postiv- und/oder Negativ-Photolacke,
insbesondere auf Basis von Epoxidharzen wie SU8 und/oder Novolacke und/oder PMMA
und/oder photosensitives Polyimid und/oder Benzocyclobuten umfassen.
4. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerschichten neben mindestens einem Polymer
zusätzlich fluoreszierende Stoffe enthalten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die fluoreszierenden Stoffe organische Farbstoffe,
insbesondere Azofarbstoffe, Triphenylmethanfarbstoffe, Porphyninenfarbstoffe und/oder
anorganische Farbstoffe, insbesondere metallische Farbstoffe und/oder Lanthanide umfassen.
6. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Intensität der in den Bereichen bei entsprechender
Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz durch die Wahl der Schichtdicke und/oder der
Zusammensetzung der Polymerschichten einstellbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die Intensität der in den Bereichen bei entsprechender
Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz proportional zu der Dicke der in den Bereichen
aufgebrachten Polymerschichten einstellbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Intensität der in den Bereichen bei entsprechender
Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz durch physikalische Behandlungsmethoden
während der Herstellung, bevorzugt durch Bestrahlung und/oder Temperaturbehandlung
einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Anregungswellenlängenbereich der Polymerschichten
durch die Wahl der Polymere und/oder der zugegebenen fluoreszierenden Stoffe einstellbar
ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bleichverhalten der in den Bereichen nach
entsprechender längerer Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz durch die Wahl der Art
und/oder Menge und/oder Zusammensetzung der Polymere und/oder durch die Wahl der Art
und/oder Menge und/oder Zusammensetzung der zugegebenen fluoreszierenden Stoffe
einstellbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bleichverhalten der in den Bereichen nach
entsprechender längerer Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz durch physikalische
Behandlungsmethoden während der Herstellung, bevorzugt durch Bestrahlung und/oder
Temperaturbehandlung einstellbar ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Dicke der Polymerschichten in mindestens
einem der Bereiche deutlich kleiner als die minimale Fokustiefe der zur Fluoreszenz-Messung
verwendeten Detektionssysteme ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Dicke der Polymerschichten zwischen wenigen
Nanometern und maximal 50 µm liegt, bevorzugt zwischen 100 nm und 10 µm, besonders
bevorzugt zwischen 200 nm und 5 µm liegt.
14. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die definierten Bereiche sich in Form und/oder Größe
unterscheiden.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die definierten Bereiche die Form von Quadraten und/oder
Rechtecken mit Seitenlängen zwischen einigen Nanometern und 5 mm, besonders bevorzugt
zwischen 100 nm und 1 mm aufweisen.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die definierten Bereiche die Form von Kreisen mit
Durchmessern zwischen einigen Nanometern und 5 mm, besonders bevorzugt zwischen 100
nm und 1 mm aufweisen.
17. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die definierten Bereiche in Array-Form auf dem Träger
aufgebracht sind.
18. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus im Wesentlichen nicht fluoreszierenden
Materialien besteht, bei denen es sich bevorzugt um Glas, metallisiertes Glas, Silizium, Metall
und/oder Kunststoffe handelt.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, dass der Träger aus optisch durchlässigen, im Wesentlichen nicht
fluoreszierenden Materialien besteht, bei denen es sich bevorzugt um Glas, besonders
bevorzugt um Quarzglas und/oder Borofloat-Glas und/oder Kunststoffe, besonders bevorzugt
um PMMA und/oder um Polycarbonat handelt.
20. Vorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Fluoreszenzeichstandard mit einem im
Wesentlichen nicht fluoreszierenden Trägersystem verbunden ist, wobei das Trägersystem
bevorzugt aus Glas, metallisiertem Glas, Silizium, Metall, und/oder Kunststoffe besteht.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Fluoreszenzeichstandard mit einem optisch
durchlässigen, im Wesentlichen nicht fluoreszierenden Trägersystem verbunden ist, wobei
das Trägersystem bevorzugt aus Glas, besonders bevorzugt aus Quarzglas und/oder
Borofloat-Glas und/oder aus Kunststoffen, besonders bevorzugt aus PMMA und/oder aus
Polycarbonat besteht.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Trägersystem um einen üblichen Objektträger
handelt.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Träger oder Trägersystem um einen Sonden-
Array handelt, auf dem bevorzugt mindestens eine Substanzbibliothek immobilisiert ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Sonden-Array Substanzbibliotheken in Form von
Peptiden und/oder Proteinen, bevorzugt in Form von Antikörpern, Rezeptoren, Rezeptor-
Ligand-Molekülen, Hormonen oder biologisch aktiven Peptiden immobilisiert sind.
25. Vorrichtung nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Sonden-Array Substanzbibliotheken in Form von
Nukleinsäuremolekülen, bevorzugt in Form von DNA-Molekülen und/oder RNA-Molekülen,
besonders bevorzugt in Form von genomischer DNA, mRNA, cDNA und/oder rmA
immobilisiert sind.
26. Vorrichtung nach Anspruch 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger-System oder Objektträger Zellen,
Gewebeschnitte, pharmazeutisch wirksame Verbindungen und/oder Plasmide immobilisiert
sind.
27. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis
26,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerschichten durch mikrotechnische Verfahren,
bevorzugt durch photolitographische Verfahren, durch Trockenätzen und/oder durch
Ionenimplantation, und/oder durch drucktechnische Verfahren, bevorzugt durch Spotten,
durch Offsetdruck und/oder durch Walzen, durch Spritzgießen oder durch
Oberflächenprägung auf den Träger aufgebracht und/oder strukturiert werden.
28. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerschichten durch positive oder negative
photolithographische Verfahren auf den Träger aufgebracht und/oder strukturiert werden.
29. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung nach Anspruch 27,
dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerschichten als homogene Schichten durch
mikrotechnische Verfahren, bevorzugt durch CVD-, PVD,-, besonders bevorzugt durch Spin-
On-Verfahren auf den Träger aufgebracht werden.
30. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis
29,
dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der Polymerschichten in Abhängigkeit von den
Verfahrensparametern, besonders bevorzugt in Abhängigkeit von der Viskosität des
Polymers, von der Temperatur, von der Luftfeuchtigkeit oder von der
Umlaufgeschwindigkeit, bei photolithographischen Verfahren besonders bevorzugt in
Abhängigkeit von der Bestrahlungs-Dosis, dem Entwicklungsprozess und dem
Temperverfahren eingestellt werden kann.
31. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27 bis
30,
dadurch gekennzeichnet, dass die geometrische Form der bei entsprechender Bestrahlung
fluoreszierenden Bereiche durch entsprechende Aussparungen in einer Maske, bevorzugt in
einer Lochmaske auf Basis von strukturiertem Chrom auf Quarz definiert wird.
32. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27
bis 31,
dadurch gekennzeichnet, dass das Vernetzungsverhalten der Polymerschichten durch
Temper- und/oder Bestrahlungsprotokolle einstellbar ist.
33. Verfahren zum Herstellen einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 27
bis 32,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mit einem im Wesentlichen nicht
fluoreszierenden, bevorzugt optisch durchlässigen Trägersystem durch Kleben, durch
Lagejustage und/oder durch ein Vakuumsystem verbunden wird.
34. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26 zur
Kalibrierung, bevorzugt zur on-line Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen
hinsichtlich ihrer Sensitivität, ihres räumlichen und/oder zeitlichen Auflösungsvermögens
und/oder hinsichtlich ihrer geometrischen und/oder dynamischen und/oder alterungsbedingten
Eigenschaften.
35. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 34 zur Laserleistungsmessung
und/oder -steuerung und/oder zur Lampenleistungsmessung und/oder zum
Integrationszeitabgleich und/oder zur Auflösungsanpassung.
36. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 34 zur Flatfieldbestimmung
und/oder zur Linearisierung von CCD-Readersystemen.
37. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26 zur
Referenzierung und/oder zum system- und geräteübergreifenden und/oder testübergreifenden
Vergleich von Fluoreszenzsignalen, wobei es sich bevorzugt um Fluoreszenzsignale von
Sonden-Array basierten Interaktionsstudien handelt.
38. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 37 zum system- und/oder
geräteübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignalen durch Normierung der
experimentellen Ergebnisse auf resultierende Intensitäten der Polymerschichten.
39. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 37 zur Quantifizierung von
Fluoreszenzsignalen durch Normierung der experimentellen Ergebnisse auf resultierende
Intensitäten der Polymerschichten zur Definition absoluter Ergebnisse oder zur Definition
relativer, auf die Fluoreszenz polymerer Schichten bezogener Ergebnisse.
40. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 37 bis 39, wobei es
sich bevorzugt um Fluoreszenzsignale von Protein-Protein-Interaktionsstudien, besonders
bevorzugt von Antikörper-Antigen- und/oder Rezeptor-Ligand-Interaktionsstudien, und/oder
von Nukleinsäure-Nukleinsäure-Interaktionsstudien, besonders bevorzugt von DNA-RNA-
und/oder DNA-DNA- und/oder RNA-RNA- Interaktionsstudien und/oder von Protein-
Nukleinsäure-Interaktionsstudien handelt.
41. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 26 zum
system- und geräteübergreifenden und/oder testübergreifenden Vergleich von zellulären
Lokalisationsexperimenten und Gewebeschnitten, die durch Fluoreszenz-Mikroskopie
auswertbar sind.
42. Verwendung einer Vorrichtung, umfassend einen im Wesentlichen nicht
fluoreszierenden Träger, auf dem in einem oder mehreren definierten Bereichen eine
hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und Dicke einheitliche Polymerschicht so aufgebracht
ist, dass dieser Bereich oder diese Bereiche nach entsprechender Bestrahlung fluoreszieren,
zur Referenzierung von Fluoreszenzsignalen und/oder Kalibrierung von
Fluoreszenzdetektionssystemen und/oder zum system- und geräteübergreifenden und/oder
testübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignalen.
43. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 42, wobei die
Polymerschichten ein oder mehrere Polymere, von denen mindestens ein Polymer nach
entsprechender Bestrahlung fluoresziert, bevorzugt Postiv- und/oder Negativ-Photolacke,
insbesondere auf Basis von Epoxidharzen wie SU8 und/oder Novolacke und/oder PMMA
und/oder photosensitives Polyimid und/oder Benzocyclobuten umfassen.
44. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 oder 43, wobei
die Polymerschichten mindestens ein Polymer und zusätzliche fluoreszierende Stoffe, bei
denen es sich nicht um Polymere handelt, bevorzugt organische Farbstoffe, insbesondere
Azofarbstoffe, Triphenylmethanfarbstoffe, Porphyninenfarbstoffe und/oder anorganische
Farbstoffe, insbesondere metallische Farbstoffe und/oder Lanthanide enthalten.
45. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 44, wobei die
Intensität der in den Bereichen bei entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz
durch die Wahl der Schichtdicke und/oder der Zusammensetzung der Polymerschichten
einstellbar ist.
46. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 45, wobei die
Intensität der in den Bereichen bei entsprechender Bestrahlung hervorgerufenen Fluoreszenz
durch physikalische Behandlungsmethoden während der Herstellung, bevorzugt durch
Bestrahlung und/oder Temperaturbehandlung einstellbar ist.
47. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 46, wobei der
Anregungswellenlängenbereich der Polymerschichten durch die Wahl der Polymere und/oder
der zugegebenen fluoreszierenden Stoffe einstellbar ist.
48. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 47, wobei
das Bleichverhalten der in den Bereichen nach entsprechender längerer Bestrahlung
hervorgerufenen Fluoreszenz durch die Wahl der Art und/oder Menge und/oder
Zusammensetzung der Polymere und/oder durch die Wahl der Art und/oder Menge und/oder
Zusammensetzung der zugegebenen fluoreszierenden Stoffe einstellbar ist.
49. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 48, wobei
das Bleichverhalten der in den Bereichen nach entsprechender längerer Bestrahlung
hervorgerufenen Fluoreszenz durch physikalische Behandlungsmethoden während der
Herstellung, bevorzugt durch Bestrahlung und/oder Temperaturbehandlung einstellbar ist.
50. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 49, wobei die
maximale Dicke der Polymerschicht deutlich kleiner als die minimale Fokustiefe der zur
Fluoreszenz-Messung verwendeten Detektionssysteme ist.
51. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 50, wobei die maximale Dicke
der Polymerschicht zwischen wenigen Nanometern und maximal 50 µm liegt, bevorzugt
zwischen 100 nm und 10 µm, besonders bevorzugt zwischen 200 nm und 5 µm liegt.
52. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 51, wobei die
definierten Bereiche sich in Form und/oder Größe unterscheiden.
53. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 52, wobei die definierten
Bereiche die Form von Quadraten und/oder Rechtecken mit Seitenlängen zwischen einigen
Nanometern und 5 mm, besonders bevorzugt zwischen 100 nm und 1 mm aufweisen.
54. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 52, wobei die definierten
Bereiche die Form von Kreisen mit Durchmessern zwischen einigen Nanometern und 5 mm,
besonders bevorzugt zwischen 100 nm und 1 mm aufweisen.
55. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 54, wobei die
definierten Bereiche in Array-Form auf den Träger aufgebracht sind.
56. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 55, wobei der
Träger aus im Wesentlichen nicht fluoreszierenden Materialien besteht, bei denen es sich
bevorzugt um Glas, metallisiertes Glas, Silizium, Metall, und/oder Kunststoffe handelt.
57. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 56, wobei der Träger aus
optisch durchlässigen, im Wesentlichen nicht fluoreszierenden Materialien besteht, bei denen
es sich bevorzugt um Glas, besonders bevorzugt um Quarzglas und/oder Borofloat-Glas
und/oder Kunststoffe, besonders bevorzugt um PMMA und/oder um Polycarbonat handelt.
58. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 57, wobei der
Fluoreszenzeichstandard mit einem im Wesentlichen nicht fluoreszierenden Trägersystem
verbunden ist, wobei das Trägersystem bevorzugt aus Glas, metallisiertem Glas, Silizium,
Metall, und/oder Kunststoffe besteht.
59. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 58, wobei der Fluoreszenz
eichstandard mit einem optisch durchlässigen, im Wesentlichen nicht fluoreszierenden
Trägersystem verbunden ist, wobei das Trägersystem bevorzugt aus Glas, besonders
bevorzugt aus Quarzglas und/oder Borofloat-Glas und/oder aus Kunststoffen, besonders
bevorzugt aus PMMA und/oder aus Polycarbonat besteht.
60. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 59,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Trägersystem um einen üblichen Objektträger
handelt.
61. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 60,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Träger oder Trägersystem um einen Sonden-
Array handelt, auf dem bevorzugt mindestens eine Substanzbibliothek immobilisiert ist.
62. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 61,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Sonden-Array Substanzbibliotheken in Form von
Peptiden und/oder Proteinen, bevorzugt in Form von Antikörpern, Rezeptoren, Rezeptor-
Ligand-Molekülen, Hormonen oder biologisch aktiven Peptiden immobilisiert sind.
63. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 61,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Sonden-Array Substanzbibliotheken in Form von
Nukleinsäuremolekülen, bevorzugt in Form von DNA-Molekülen und/oder RNA-Molekülen,
besonders bevorzugt in Form von genomischer DNA, mRNA, cDNA und/oder rRNA
immobilisiert sind.
64. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 59 oder 60,
dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger-System oder Objektträger Zellen,
Gewebeschnitte, pharmazeutisch wirksame Verbindungen und/oder Plasmide immobilisiert
sind.
65. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 64 zur
Kalibrierung von Fluoreszenzdetektionssystemen, wobei die Detektionssysteme hinsichtlich
ihres räumlichen Auflösungsvermögens, ihrer Sensitivität, ihrer geometrischen und/oder ihrer
alterungsbedingten Eigenschaften kalibriert werden.
66. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 64, wobei die
Detektionssysteme hinsichtlich der Laserleistung und/oder -steuerung und/oder
Lampenleistung und/oder Auflösungsanpassung kalibriert werden.
67. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 65 oder 66, wobei
die Kalibrierung der Fluoreszenzdetektionssysteme on-line erfolgt.
68. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 64, wobei die
Referenzierung den system- und geräteübergreifenden und/oder testübergreifenden Vergleich
von Fluoreszenzsignalen, bei denen es sich bevorzugt um Fluoreszenzsignale von Sonden-
Array basierten Interaktionsstudien handelt, umfasst.
69. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 68, wobei der system- und/oder
geräteübergreifenden Vergleich von Fluoreszenzsignalen durch Normierung der
experimentellen Ergebnisse auf resultierende Intensitäten der Polymerschichten erfolgt.
70. Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 68, wobei die Referenzierung
die Quantifizierung von Fluoreszenzsignalen durch Normierung der experimentellen
Ergebnisse auf resultierende Intensitäten der Polymerschichten zur Definition absoluter
Ergebnisse oder zur Definition relativer, auf die Fluoreszenz polymerer Schichten bezogener
Ergebnisse umfasst.
71. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 68 bis 70, wobei es
sich bevorzugt um Fluoreszenzsignale von Protein-Protein-Interaktionsstudien, besonders
bevorzugt von Antikörper-Antigen- und/oder Rezeptor-Ligand-Interaktionsstudien, und/oder
von Nukleinsäure-Nukleinsäure-Interaktionsstudien, besonders bevorzugt von DNA-RNA-
und/oder DNA-DNA- und/oder RNA-RNA- Interaktionsstudien und/oder von Protein-
Nukleinsäure-Interaktionsstudien handelt.
72. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 42 bis 64, wobei es
sich um einen system- und geräteübergreifenden und/oder testübergreifenden Vergleich von
zellulären Lokalisationsexperimenten und Gewebeschnitten, die durch Fluoreszenz-
Mikroskopie auswertbar sind, handelt.
Priority Applications (9)
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|---|---|---|---|
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