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DE102008026818A1 - Rückhaltevorrichtung für eine Seitenfläche eines Fahrzeugs - Google Patents

Rückhaltevorrichtung für eine Seitenfläche eines Fahrzeugs Download PDF

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DE102008026818A1
DE102008026818A1 DE102008026818A DE102008026818A DE102008026818A1 DE 102008026818 A1 DE102008026818 A1 DE 102008026818A1 DE 102008026818 A DE102008026818 A DE 102008026818A DE 102008026818 A DE102008026818 A DE 102008026818A DE 102008026818 A1 DE102008026818 A1 DE 102008026818A1
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DE
Germany
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side airbag
retaining device
inflatable
vehicle
tubular
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DE102008026818A
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English (en)
Inventor
Ulrich Rick
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GM Global Technology Operations LLC
Original Assignee
GM Global Technology Operations LLC
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Publication date
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/02Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
    • B60R21/16Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags
    • B60R21/23Inflatable members
    • B60R21/231Inflatable members characterised by their shape, construction or spatial configuration
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B60R21/231Inflatable members characterised by their shape, construction or spatial configuration
    • B60R21/232Curtain-type airbags deploying mainly in a vertical direction from their top edge

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Abstract

Es wird eine Rückhaltevorrichtung (1) für eine Seitenfläche eines Fahrzeuginnenraums mit einem Gasgenerator (7), einem flächigen Seitenairbag (2), der über Fensterflächen von Sitzreihen aufblasbar ist, und einer schlauchförmigen Verstärkungseinrichtung (3) beschrieben, die sich am unteren Ende des flächigen Seitenairbags (2) in Fahrzeuglängsrichtung erstreckt. Um die Fahrzeugsicherheit zu erhöhen, ist die Verstärkungseinrichtung (3) zum Seitenairbag (2) vollständig oder zum Teil integral angeordnet und aufblasbar.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Rückhaltevorrichtung für eine Seitenfläche eines Fahrzeuginnenraums mit einem Gasgenerator, einem flächigen Seitenairbag, der über Fensterflächen von Sitzreihen aufblasbar ist und einer schlauchförmigen Verstärkungseinrichtung, die sich am unteren Ende des flächigen Seitenairbags in Fahrzeuglängsrichtung erstreckt. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Verfahren zum Entfalten einer seitlichen Rückhaltevorrichtung in einem Fahrzeuginnenraum, wobei ein flächiger Seitenairbag über Seitenfenster in einem Auslösevorgang von einem Gasgenerator aufgeblasen wird und von einer sich am unteren Ende des Seitenairbags anschließenden schlauchförmigen Verstärkungseinrichtung stabilisiert wird.
  • Es sind Rückhaltesysteme im Fahrzeuginnenraum für Seitenfenster bekannt. Diese Rückhaltesysteme werden als so genannte Curtain-Airbagsysteme bezeichnet und bieten bei so genannten Rollover-Unfällen keinen ausreichenden Schutz und Halt für die Insassen, da der Insasse aus der Fahrzeugkabine geschleudert werden kann. Es sind aktive Abspannsysteme entwickelt worden, um dem Curtain-Airbag eine entsprechende Steifigkeit zu verleihen, damit der Insasse in der Fahrzeugkabine gehalten wird. Solche Systeme basieren auf dem Seil windenprinzip, einem rotorischen Straffer oder einem translatorischen Prinzip, wie es vom Gurtstraffer bekannt ist. Solche Systeme bedürfen einer separaten Ansteuerung und Elektronik und sind sehr kosten- und gewichtsintensiv. Sie erfordern außerdem zusätzlichen Bauraum.
  • Es ist zudem folgender Stand der Technik bekannt.
  • Die DE 29605897 beschreibt einen bogenförmigen, insbesondere schlauchförmigen, Gassack, der sich beim Aufblasen in Längsrichtung durch quer zur Längsrichtung einschnürende, ringförmige Elemente aus Kunststoff oder Gewebematerial verkürzt. Das Luftkissen ist gleichzeitig als Schlauch ausgeführt und bietet keinen ausreichenden Flächenschutz für den Insassen. Zu große Einschnürungen des schlauchförmigen Gassacks reduzieren die Schutzwirkung und den Schutzbereich.
  • Die EP 0924 122 beschreibt eine als Curtain-Airbag ausgebildete Sicherheitseinrichtung mit einem flächigen Luftsack und einem den Luftsack entfaltenden Element, das aus einem Schlauch besteht, der sich bei Expansion verkürzt.
  • Die DE 19639617 beschreibt eine Airbagvorrichtung entlang eines Dachholms eines Fahrzeugs über mindestens zwei Fahrzeugsitzreihen mit einer schlauchförmigen Spanneinrichtung, deren Länge durch eine Querschnittsausdehnung verkürzbar ist.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Rückhaltevorrichtung und ein Entfaltungsverfahren der Eingangs genannten Art weiterzubilden, so dass die Fahrzeugsicherheit erhöht wird.
  • Die Aufgabe wird durch eine Rückhaltevorrichtung gemäß Anspruch 1 bzw. durch ein Verfahren gemäß Anspruch 17 gelöst. Die nachfolgenden abhängigen Ansprüche geben vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Verstärkungseinrichtung zum Seitenairbag vollständig oder zum Teil integral angeordnet und aufblasbar ist. Dadurch dass die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung sich überwiegend oder auf die ganze Länge am unteren Ende des flächigen Seitenairbags erstreckt, wird eine hohe Spannkraft des Luftkissens vom Seitenairbag und damit eine verbesserte Rückhaltung des Fahrzeuginsassen bei einem Rollover-Unfall erzielt.
  • Die Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Entfaltungsverfahren dadurch gelöst, dass zuerst der Seitenairbag vom Gasgenerator und anschließend die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung in einer vertikalen Entfaltungsrichtung vom Dachrahmen eines Fahrzeugs herab über Gasdurchtrittsöffnungen aus dem Seitenairbag aufgeblasen wird. Somit wird in einem ersten Schritt innerhalb Bruchteilen von Sekunden ein seitlicher Schutz für Fahrzeuginsassen aufgebaut und der seitliche Schutz in einem zweiten Schritt anschließend durch die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung am unteren Ende des Seitenairbags stabilisiert.
  • Die Rückhaltevorrichtung weist somit bevorzugt eine Verstärkungseinrichtung auf, die aus dem Seitenairbag aufblasbar ist. Dadurch lässt sich die Verstärkungseinrichtung flächig, also integral, aufblasen.
  • Da der Seitenairbag mit der schlauchförmigen Verstärkungseinrichtung im Bereich des Dachholms unter der Verkleidung angebracht ist, ist die Einbaulänge aufgrund der gebogenen Dachkontur länger als die resultierende Länge im aufgeblasenen Zustand.
  • Um einen straffen Seitenairbag mit hoher Rückhaltekraft zu erzeugen, ist bevorzugt die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung aus einem höher elastischen Material als dem des Seitenairbags hergestellt. Die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung kann sich somit entsprechend der Fahrzeuggeometrie mehr zusammenziehen als der Seitenairbag. Der Seitenairbag wird dadurch besser gespannt.
  • Damit die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung möglichst elastisch und zudem gut aufblasbar ist, ist die Verstärkungseinrichtung vorzugsweise zumindest zweilagig mit einem inneren Airbagkanal und einem elastischen, spannbaren Überzugsmaterial, insbesondere einem Netzüberzug ausgebildet. Das Überzugsmaterial ist von dem sich entfaltenden und aufblasbaren Airbagkanal dehnbar und verkürzbar, um eine Straffkraft zwischen zwei Befestigungspunkten in Längsrichtung der Fahrzeugkarosserie, an denen die Verstärkungseinrichtung befestigt ist, aufzubauen.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Verstärkungseinrichtung aus sich verengendem Spannmaterial hergestellt. Die Verstärkungseinrichtung verkürzt sich somit über die gesamte Länge einheitlich.
  • Gemäß einer die Erfindung weiterbildenden Ausführungsform weist die Verstärkungseinrichtung Verengungsglieder auf, zwischen denen die Verstärkungseinrichtung kürzende Glieder aufweist, die beim Aufblasen der Verstärkungseinrichtung ihren Querschnitt erhöhen, während sie sich in der Länge zwischen den Verengungsgliedern und damit insgesamt zwischen den Befestigungspunkten verkürzen. Sie erzeugen somit einen straffen und gespannten Seitenairbag.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die Verengungsglieder oder das sich verengende Spannmaterial Webverengungen, Abnähungen und/oder Ringe. Solche Ausgestaltungen sind einfache und preiswerte Mittel, um Verengungsglieder zu erzeugen.
  • Das Überzugsmaterial der schlauchförmigen Verstärkungseinrichtung kann auch neben einem Netzüberzug ein Vlies oder ein Gespinst aus Feinfilamenten sein, die dehnbar sind.
  • Seitliche Ringe in der Verstärkungseinrichtung reduzieren weiter die Länge und verbessern die Spannkraft und somit das Leistungsverhalten hinsichtlich einer Rückhaltung des Seitenairbags.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform weist die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung partial aufblasbare Glieder auf. Die Verstärkungseinrichtung kann somit durch eine Druckaufteilung einen stabilen Aufblasschlauch ausbilden.
  • Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung einstückig und durchgängig aufblasbar. Es können somit örtliche und zeitliche Druckunterschiede beim Aufblasen sofort ausgeglichen werden.
  • Vorteilhafterweise ist die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung in ihrer Spannkraft durch die Ringanzahl, den Ringdurchmesser und eine Elastizität eines Netzmaterials und/oder Netz-/Stumpfdurchmesser festlegbar. Somit ist die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung für jeden Fahrzeugtyp und für verschiedene Fahrzeuggeometrien definierbar, um eine definierte Längenverkürzung zu erzielen.
  • Um den Seitenairbag in der Entfaltungsrichtung möglichst schnell mit Gas zu befüllen, ist der Seitenairbag mit jeweils über die Seitenfenster im Wesentlichen vertikal angeordneten und aufblasbaren Kammern ausgebildet.
  • Gemäß einer alternativen Ausführungsform, um gegebenenfalls einen verstärkten seitlichen Schutz zwischen den Fahrzeugsäulen zum Dachrahmen aufzubauen, kann der Seitenairbag zum abdeckenden Seitenfenster im Wesentlichen horizontal oder auch sternförmig aufblasbare Kammern aufweisen.
  • Vorteilhafterweise, sind die aufblasbaren Kammern zwischen der A-, B- und C- bzw. D-Säule jeweils erstreckbar. Zwischen diesen Säulen befinden sich die Fahrzeuginsassen, die bei einem Unfall geschützt werden sollen.
  • Gemäß einer besonderen Ausführungsform ist mindestens eine, vorzugsweise dem Oberkörper eines zu schützenden, sitzenden Fahrzeuginsassens am nächsten liegende, Kammer mit einer Gasdurchtrittsöffnung zum Aufblasen der Verstärkungseinrichtung ausgebildet. Somit durchströmt ein aufzublasendes Gas die am stärksten belastete Kammer mit einem großen Volumenstrom, da durch diesen auch die Verstärkungseinrichtung aufgeblasen wird.
  • Vorteilhafterweise ist der Gasgenerator im Dachrahmen, vorzugsweise mittig, angeordnet, und mindestens eine Gasdurchtrittsöffnung mittig zum Seitenairbag zur Aufnahme des Gases vom Gasgenerator ausgebildet. Das vom Gasgenerator erzeugte Gas verteilt sich somit im Auslösevorgang gleichmäßig in alle Kammern.
  • Um einen gespannten Seitenairbag und eine gespannte Verstärkungseinrichtung im Falle eines Unfalls über einen etwas längeren Zeitraum sicherzustellen, weisen die Gasdurchtrittsöffnungen zumindest teilweise Rückschlagventile auf.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen verwendbar sind.
  • Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Rückhaltesystems;
  • 2 eine schematische Seitenansicht eines Querschnitts einer Verstärkungseinrichtung;
  • 3 einen Ausschnitt der Verstärkungseinrichtung in einem nicht aufgeblasenen Zustand,
  • 4 einen Ausschnitt der Verstärkungseinrichtung in einem aufgeblasenen Zustand, und
  • 5 eine perspektivische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Rückhaltevorrichtung.
  • Die 1 zeigt eine erfindungsgemäße Rückhaltevorrichtung 1 für eine Seitenfläche eines Fahrzeuginnenraums mit einem aufblasbaren Seitenairbag 2, an dessen unterem Ende sich in Fahrzeuglängsrichtung eine Verstärkungseinrichtung 3 erstreckt. Die 1 zeigt, dass der Seitenairbag 2 und die Verstärkungseinrichtung 3 bogenförmig in der Verkleidung am Dachholm 15 als Rückhaltevorrichtung im Normalzustand eingebaut sind. Die eingebaute Länge 4 ist größer als die Länge, die die Verstärkungseinrichtung 3 nach dem Auslösevorgang einnimmt, wie aus der 1 zu entnehmen ist. Die Länge zwischen den Befestigungspunkten 5 und 6, zwischen denen die Verstärkungseinrichtung 3 an der Karosserie befestigt ist, ist also kürzer als die eingebaute Länge 4. Der Gasgenerator 7 ist mittig am Seitenairbag 2 im Dachrahmen angeordnet. Durch die mittige Anordnung des Gasgenerators 7 verteilt sich der Gasstrom beim Auslösevorgang gleichmäßig über die gesamte Fläche des Seitenairbags 2. Aus dem Seitenairbag 2 wird die Verstärkungseinrichtung 3 über Gasdurchtrittsöffnungen 1619 aufgeblasen. Die Verstärkungseinrichtung 3, die auch als Spannmuskel bezeichnet werden kann, weist mehrere ringförmig ausgebildete Verengungsglieder 8 auf, zwischen denen verkürzende Glieder 9 ausgebildet sind.
  • Die Verstärkungseinrichtung 3 ist, wie in der 2 in einer Querschnittsdarstellung dargestellt, zweilagig aufgebaut. Sie weist einen inneren Airbagkanal 10 auf, der von einem Netzüberzug 12 umgeben ist. Der Airbagkanal 10 kann den Netzüberzug 12 durch eine Gasbefüllung unter Druck ausdehnen.
  • Die 3 zeigt in einer Seitenansicht in einem Ausschnitt ein verkürzendes Glied 9 mit einem kleinen Durchmesser d und einer Länge L, wie sie ohne Gas über die Länge 4 unter einer Verkleidung am Dachholm 15 im Fahrzeuginnenraum untergebracht ist.
  • Die 4 zeigt das verkürzende Glied 9 in einem aufgeblasenen Zustand. Der Durchmesser D hat sich hier vergrößert, die Länge L hat sich auf die Länge l verkürzt, wie sie in der 1 zwischen den Befestigungspunkten 5 und 6 dargestellt ist.
  • Die 5 zeigt eine weitere vorteilhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Rückhaltevorrichtung 1. Der Seitenairbag 2 ist an fünf Befestigungspunkten 21, 23, 25, 27, 29 am Dachholm 15 befestigt. Ungefähr in der Mitte des Seitenairbags 2 ist der Gasgenerator 7 angeordnet, der bei einem Unfall ein expandierendes Gas erzeugt. Das Gas strömt durch eine Gasdurchtrittsöffnung 16 aus dem Gasgenerator 7 in den Seitenairbag 2 und bläst den Seitenairbag 2 und die am unteren Ende anschließende Verstärkungseinrichtung 3 auf. Der Seitenairbag 2 weist in der in 5 gezeigten besonderen Ausführungsform im Wesentlichen sich vom Dachholm 15 in vertikaler Richtung nach unten erstreckende Kammern 20, 22, 24, 26 auf. Zur ersten Sitzreihe sind im Wesentlichen vier parallele Kammern 20, 22 mit einer kleinen dreieckförmigen Kammer im vorderen Rückspiegelbereich ausgebildet.
  • Zu einer dahinter liegenden zweiten, mittleren Sitzreihe sind wiederum vier parallele Kammern 20, 24 ausgebildet. Bei einer dritten Reihe sind drei Kammern 20, 26 vorgesehen. Die Kammern 22, 24, 26, die in einer Seitenansicht zur Rücklehne der jeweiligen Sitzreihe beabstandet sind und einem Oberkörper eines zu schützenden, sitzenden Fahrzeuginsassen am nächsten liegen, weisen am unteren Ende jeweils eine Gasdurchtrittsöffnung 17, 18, 19 auf, durch die das Gas in die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung 3 hineinströmt. Die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung 3 ist als so genannter Spannmuskel bzw. Muskelkanal aus höher elastischem Werkstoff im Gegensatz zum weniger elastischen Werkstoff des Seitenairbags 2 ausgebildet. Die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung 3 ist in der in 5 gezeigten besonderen Ausführungsform im Gegensatz zur 2 nicht mit einem Überzug überzogen, sondern ein einlagiges elastisches Material und an Stelle von Ringen, wie sie in der 1 gezeigt sind, sind Webverengungen bzw. Abnäher ausgebildet, um mindestens zwölf verkürzende Glieder 9 zwischen den Verengungsgliedern 8 auszubilden.
  • Die Verstärkungseinrichtung 3 ist am Befestigungspunkt 5 gesichert. Der Befestigungspunkt 5 befindet sich in der Nähe der Wurzel einer schräggeneigten A-Säule, die in den Dachholm 15 mündet. Die als Spannmuskel ausgebildete Verstärkungseinrichtung 3 ist am gegenüberliegenden Ende am Befestigungspunkt 6 sicher mit der Karosserie verbunden. Der Befestigungspunkt 6 befindet sich hinter der Rücklehne der dritten Sitzreihe an einem unteren Ende des Dachholms 15, der sich unter dem unteren Rand der Fahrzeugfensterreihe befindet.
  • Durch das Aufblasen der Glieder 9 verkürzt sich die Verstärkungseinrichtung 3, die entlang des Dachholms 15 unter einer Verkleidung im Normalzustand mit einer großen maximalen Länge verborgen ist, auf die in der 5 gezeigte kürzere Länge zwischen den Befestigungspunkten 5 und 6. Die Verstärkungseinrichtung 3 strafft den Seitenairbag 2 und verhindert somit, dass bei Rollover-Unfällen der Insasse aus der Fahrzeugkabine geschleudert wird. Die Kammern 20 sind hierfür miteinander fest verbunden und können entgegen der Darstellung der 5 an ihren unteren Enden mit der Verstärkungseinrichtung 3 jeweils verbunden bzw. vernäht sein. Es besteht also neben einer festen, flächigen Verbindung der Kammern 22, 24, 26 mit der Verstärkungseinrichtung 3 zumindest eine weitere Verbindung der Kammern 20 mit den Gliedern 9. Es versteht sich, dass die 5 nur eine besondere Ausführungsform darstellt, so dass auch mehrere Kammern 20 pro Seitenfenster die Verstärkungseinrichtung 3 mit Gas über Gasdurchtrittsöffnungen füllen können. Gemäß dem erfindungsgemäßen Entfaltungsverfahren wird vom Dachholm 15 herab zuerst der Seitenairbag 2 vom Gasgenerator 7 aufgeblasen und anschließend die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung 3 über die Gasdurchtrittsöffnungen 16, 17, 18, 19, die eine Verbindung zwischen den Kammern 22, 24, 26 und der Verstärkungseinrichtung schaffen.
  • Insbesondere wird auf die zeichnerischen Darstellungen für die Erfindung als wesentlich verwiesen. Die Figuren zeigen lediglich schematische nicht maßstabsgerechte Darstellungen.
  • 1
    Rückhaltevorrichtung
    2
    Seitenairbag
    3
    Verstärkungseinrichtung
    4
    Länge
    5
    Befestigungspunkt
    6
    Befestigungspunkt
    7
    Gasgenerator
    8
    Verengungsglied
    9
    Verkürzendes Glied
    10
    Airbagkanal
    12
    Netzüberzug
    15
    Dachholm
    16
    Gasdurchtrittsöffnung
    17
    Gasdurchtrittsöffnung
    18
    Gasdurchtrittsöffnung
    19
    Gasdurchtrittsöffnung
    20
    Kammer
    21
    Befestigungspunkt
    22
    Kammer
    23
    Befestigungspunkt
    24
    Kammer
    25
    Befestigungspunkt
    26
    Kammer
    27
    Befestigungspunkt
    29
    Befestigungspunkt
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 29605897 [0004]
    • - EP 0924122 [0005]
    • - DE 19639617 [0006]

Claims (17)

  1. Rückhaltevorrichtung (1) für eine Seitenfläche eines Fahrzeuginnenraums mit einem Gasgenerator (7), einem flächigen Seitenairbag (2), der über Fensterflächen von Sitzreihen aufblasbar ist und einer schlauchförmigen Verstärkungseinrichtung (3), die sich am unteren Ende des flächigen Seitenairbags (2) in Fahrzeuglängsrichtung erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungseinrichtung (3) zum Seitenairbag (2) vollständig oder zum Teil integral angeordnet und aufblasbar ist.
  2. Rückhaltevorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungseinrichtung (3) aus dem Seitenairbag (2) aufblasbar ist.
  3. Rückhaltevorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung (3) aus höher elastischem Material als der Seitenairbag (2) hergestellt ist.
  4. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung (3) zumindest zweilagig mit einem inneren Airbagkanal (10) und einem elastischen, spannbaren Überzugsmaterial, insbesondere einem Netzüberzug (12), ausgebildet ist.
  5. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungseinrichtung (3) aus sich verengendem Spannmaterial hergestellt ist.
  6. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstärkungseinrichtung (3) Verengungsglieder (8) aufweist.
  7. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verengungsglieder (8) oder das Spannmaterial Webverengungen, Abnähungen und/oder Ringe umfasst.
  8. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung (3) partial aufblasbare, verkürzende Glieder (9) aufweist.
  9. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung (3) einstückig aufblasbar ist.
  10. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung (3) in ihrer Spannkraft durch Ringanzahl, Ringdurchmesser und Elastizität eines Netzmaterials und/oder Netz-/Stumpfdurchmesser festlegbar ist.
  11. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenairbag (2) im Wesentlichen vertikale, aufblasbare Kammern (20) jeweils über die Seitenfenster aufweist.
  12. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenairbag (2) zum abdeckenden Seitenfenster im Wesentlichen horizonta le oder sternförmig aufblasbare Kammern (20) über die Fensterfläche aufweist.
  13. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die aufblasbaren Kammern (20) zwischen der A-, B- und C bzw. D-Säule erstreckbar sind.
  14. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine, vorzugsweise dem Oberkörper eines zu schützenden, sitzenden Fahrzeuginsassen am nächsten liegende, Kammer (22, 24, 26) eine Gasdurchtrittsöffnung (16) zum Aufblasen der Verstärkungseinrichtung (3) aufweist.
  15. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasgenerator (7) mittig im Dachrahmen angeordnet ist und eine Gasdurchtrittsöffnung (16) mittig zum Seitenairbag (2) ausgebildet ist.
  16. Rückhaltevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass Gasdurchtrittsöffnungen (16, 17, 18, 19) zumindest teilweise Rückschlagventile aufweisen.
  17. Verfahren zum Entfalten einer seitlichen Rückhaltevorrichtung (1), insbesondere gemäß einem der Ansprüche 1 bis 16, in einem Fahrzeuginnenraum, wobei ein flächiger Seitenairbag (2) über Seitenfenster in einem Auslösevorgang von einem Gasgenerator (7) aufgeblasen wird und von einer sich am unteren Ende des Seitenairbags (2) anschließenden schlauchförmigen Verstärkungseinrichtung (3) stabilisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass zuerst der Seitenairbag (2) vom Gasgenerator (7) und anschließend die schlauchförmige Verstärkungseinrichtung (3), in einer vertikalen Entfaltungsrichtung vom Dachrahmen eines Fahrzeugs herab über Gasdurchtrittsöffnungen (16) aus dem Seitenairbag (2) aufgeblasen wird.
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CN105235629A (zh) * 2015-10-21 2016-01-13 芜湖金鹏汽车部件有限公司 一种弹簧式柱状汽车安全气囊

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