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Die
Erfindung betrifft ein Pulversprühbeschichtungs-Steuergerät
und seine Kombination mit einer Pulverfördervorrichtung
oder mit einer Pulversprühbeschichtungsvorrichtung gemäß den
Patentansprüchen.
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Die
Erfindung betrifft sowohl solche Pulverfördervorrichtungen
und Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen, welche einen
Injektor als Pulverpumpe enthalten, als auch solche, welche eine
Pulverdichtstrompumpe (dense Phase powder pump) enthalten.
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Pulverdichtstrompumpen
(dense Phase powder Pumps) enthalten mindestens eine Förderkammer,
welche mit einem Pulvereinlassventil und einem Pulverauslassventil
versehen ist. Die Förderkammer ist alternativ während
einer Saugphase mit einer Vakuumquelle oder während einer
Abgabephase mit einer Transportdruckluftquelle verbindbar. Mittels
des Vakuums der Vakuumquelle wird Pulver durch das offene Pulvereinlassventil
in die Förderkammer eingesaugt, während das Pulverauslassventil
geschlossen ist. Mittels der Transportdruckluft der Transportdruckluftquelle
wird das in der Förderkammer befindliche Pulver durch das
offene Pulverauslassventil abgegeben, während das Pulvereinlassventil
geschlossen ist. Die Pulverdichtstrom pumpen haben meistens zwei
Förderkammern, welche zeitlich phasenversetzt arbeiten,
so dass wechselweise jeweils in eine Förderkammer Beschichtungspulver eingesaugt
wird, während aus der betreffenden anderen Förderkammer
Beschichtungspulver abgegeben wird.
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Verschiedene
Arten von Beschichtungspulver-Fördervorrichtungen, welche
eine Pulverdichtstrompumpe enthalten, sind beispielsweise aus folgenden
Schriften bekannt:
JP
09/071325 A ,
DE 196 11
533 64 ,
US
2006/0193704 A1 (=
EP
1 644 131 A2 ),
US
7,150,585 B2 (=
WO 2004/087331 A1 ) und die
US 2005/0178325 A1 (=
EP 1 566 352 A2 ).
Ein Vakuumeinlass der mindestens einen Förderkammer, bei
einigen Ausführungsformen auch der Drucklufteinlass der
Förderkammer, ist mit einem Filter versehen, welcher für
Luft durchlässig, jedoch für Beschichtungspulver
undurchlässig ist. Als Filtermaterial wird vorzugsweise
Sintermaterial verwendet. Das Pulvereinlassventil und das Pulverauslassventil
sind meistens Quetschventile (pinch valves).
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Die
von einer Pulverdichtstrompumpe pro Zeiteinheit geförderte
Pulvermenge ist insbesondere abhängig von der Größe
(Volumen) der Förderkammer, von der Frequenz, mit welcher
Beschichtungspulver in die Förderkammer eingesaugt und
dann wieder abgegeben wird, von der Stärke des Vakuums,
von der Öffnungszeitdauer des Pulvereinlassventils während
der Saugphase und von den Strömungswiderständen
in den Pulverleitungen stromaufwärts und insbesondere stromabwärts
der Pulverdichtstrompumpe. Die Strömungswiderstände
sind insbesondere von der Länge und dem Innenquerschnitt
der Pulverleitungen, meistens Pulverschläuche, abhängig.
Die Transportdruckluft vermischt sich nur wenig mit dem Beschichtungspulver
und schiebt das Beschichtungspulver vor sich her aus der Förderkammer
durch das Pulverauslassventil.
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Andere
Verhältnisse sind bei der Pulverdünnstromförderung
gegeben, bei welcher ein Injektor als Pulverpumpe zur Förderung
von Beschichtungspulver verwendet wird. In den Injektor wird mittels
eines Transportdruckluftstromes ein Unterdruck erzeugt. Mittels
des Untedruckes wird Beschichtungspulver in den Transportdruckluftstrom
eingesaugt. Das Gemisch aus Transportdruckluftstrom und Pulver strömt dann
vom Injektor zu einer Zielstelle, beispielsweise einem Behälter
oder einem Sprühgerät. Die vom Injektor geförderte
Pulvermenge pro Zeiteinheit ist abhängig von der pro Zeiteinheit
durch den Injektor strömenden Transportdruckluftmenge. Eine
Pulversprühbeschichtungsvorrichtung mit einem Injektor
ist beispielsweise aus der
US
4,284,032 bekannt. Die
US
4,357,900 zeigt eine Pulversprühbeschichtungsvorrichtung,
bei welcher zu beschichtende Objekte durch eine Kabine transportiert
und in der Kabine mittels automatischen Sprühgeräten
in Abhängigkeit von Sensoren beschichtet werden, von welchen
ein Sensor dazu dient, an die Steuereinrichtung zu melden, wann
ein zu beschichtendes Objekt in die Kabine hineintransportiert wird,
damit das Sprühgerät aktiviert wird, wenn das
Objekt in den Sprühbereich des Sprühgerätes
gelangt. Ein anderer Sensor dient zur Erkennung der Art des Objektes, wobei
in Abhängigkeit von elektrischen Signalen dieses Sensors
automatisch die Pulvermenge pro Zeiteinheit eingestellt werden kann,
die auf das Objekt gesprüht wird. Die
EP 0 412 289 B1 zeigt eine
elektrostatische Pulversprühbeschichtungseinrichtung mit
einem Injektor und mit einer Einrichtung zur Konstanthaltung der
Gesamtluftmenge, welche dem Sprühgerät zugeführt
wird und aus der Transportdruckluft sowie Zusatzdruckluft besteht,
welch Letztere dem Pulverstrom hinzugefügt wird. Die
EP 0 636 420 A2 zeigt
eine Pulversprühbeschichtungsvorrichtung mit einem Steuergerät,
an welchem die Pulverfördermenge pro Zeiteinheit einstellbar
ist und welches abhängig von dieser Einstellung und anhand von
gespeicherten Funktionen die für die Pulverfördermenge
erforderliche Transportdruckluftmenge pro Zeiteinheit und eine Zusatzdruckluftmenge
pro Zeiteinheit einstellt. Die Funktionen sind in Form eines Diagrammes
hinterlegt.
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Beim
Stand der Technik werden für Injektoren enthaltende Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen
andere computerisierte Steuergeräte verwendet als für
Pulverdichtstrompumpen enthaltende Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen.
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Durch
die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, eine Möglichkeit
zu schaffen, durch welche die Anzahl der erforderlichen Bauelemente
reduziert werden kann.
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Diese
Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die Merkmale
von Anspruch 1 gelöst.
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Das
Sprühbeschichtungs-Steuergerät der Erfindung ist
derart programmiert, dass es alternativ zum Betrieb einer Pulversprühbeschichtungsvorrichtung,
die einen Injektor als Pulverpumpe enthält, oder zum Betrieb
einer Pulversprühbeschichtungsvorrichtung, die eine Pulverdichtstrompumpe
enthält, verwendbar ist.
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Dadurch
braucht nur noch eine Art von Pulversprühbeschichtungs-Steuergerät
produziert und gelagert zu werden. Ferner hat der Kunde den Vorteil,
dass er nur noch für ein Pulversprühbeschichtungs-Steuergerät
Ersatzteile benötigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass das
Steuergerät vom Kunden in gleicher Weise bedienbar ist
sowohl für eine Pulversprühbeschichtungsvorrichtung
mit einem Injektor als Pulverpumpe als auch für eine Pulversprühbeschichtungsvorrichtung
mit einer Pulverdichtstrompumpe als Pulverpumpe. Durch die erfindungsgemäße
vorteilhafte Ausbildung des Steuergeräts sowohl für
die eine als auch für die andere Art von Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen
können im Steuergerät enthaltene Bauelemente sowohl
für die eine Art als auch für die andere Art von
Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen verwendet werden.
Dadurch wird die Anzahl der erforderlichen Bauelemente reduziert.
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Weitere
Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
und aus den Unteransprüchen.
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Das
erfindungsgemäße Pulversprühbeschichtungs-Steuergerät
ist vorzugsweise eine Baueinheit. Diese ist vorzugsweise auch mit
einem Gehäuse versehen.
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Die
Erfindung wird im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen
anhand von bevorzugten Ausführungsformen als Beispiele
beschrieben. In den Zeichnungen zeigen
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1 schematisch
ein Pulversprühbeschichtungs-Steuergerät gemäß der
Erfindung in Kombination mit einer einen Injektor als Pulverpumpe
enthaltenden Pulversprühbeschichtungsvorrichtung und in
Kombination mit einer eine Pulverdichtstrompumpe als Pulverpumpe
enthaltende Pulversprühbeschichtungsvorrichtung,
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2 schematisch
eine besondere Ausführungsform einer Pulversprühbeschichtungsvorrichtung
gemäß der Erfindung mit einer Dichtstrompumpe
als Beispiel für eine mögliche Ausführungsform, ohne
dass jedoch die Erfindung auf diese Ausführungsform beschränkt
ist.
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In
den Zeichnungen sind gleiche Teile jeweils mit gleichen Bezugszahlen
versehen.
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Das
in 1 schematisch dargestellte Pulversprühbeschichtungs-Steuergerät 100 ist
eine Baueinheit mit einem Gehäuse. Es ist zur alternativen
Steuerung einer Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 oder
einer Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 ausgebildet.
Beide Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen 102 und 104 können
das gleiche Sprühgerät 26 oder verschiedene
Sprühgeräte enthalten. Die Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 enthält
einen Injektor 106 zur Förderung von Beschichtungspulver 17 aus
einem Pulverbehälter 18 zu dem Sprühgerät 26.
Der Injektor 106 enthält einen Unterdruckbereich 108,
welcher mittels einer Pulverzufuhrleitung 16 (Pulveransaugleitung)
mit dem Pulverbehälter 18 verbindbar ist zum Ansaugen von
Pulver in einen Transportdruckluftstrom. Der Transportdruckluftstrom
ist dem Injektor 106 mittels einer Transportdruckluftleitung 122 zuführbar.
Er saugt Pulver 17 aus dem Pulverbehälter 18 an
und fördert das angesaugte Beschichtungspulver über eine
Pulverabgabeleitung 22 zu dem Sprühgerät 26, aus
welchem es aus einer Sprühöffnung 29 in
Form eines Sprühstrahles ausströmt.
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Das
Steuergerät 100 hat vorzugsweise eines oder mehrere
Anzeigefelder 101 zur optischen Anzeige von Betriebswerten,
beispielsweise Sollwerten und/oder Istwerten.
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Das
Sprühgerät 26 enthält vorzugsweise
einen Hochspannungserzeuger 30, welcher gemäß anderen
Ausführungsformen auch extern vom Sprühgerät 26 angeordnet
sein kann, zur Erzeugung von Hochspannung für mindestens
eine Hochspannungselektrode 28, die im oder benachbart
zum Strömungsweg des Beschichtungspulvers 17 angeordnet ist,
zur elektrostatischen Aufladung des Beschichtungspulvers.
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Das
Steuergerät 100 enthält eine computerisierte
Gerätesteuereinrichtung 112 zum Betrieb alternativ
der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 oder
der Pulversprühbeschichtung 104. Die Gerätesteuereinrichtung 112 ist
zum alternativen Betrieb entweder der einen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 und
der anderen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 programmiert.
Dadurch können Elemente der Gerätesteuereinrichtung 112 sowohl für
den Betrieb der einen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung
mit dem Injektor 106 als auch für den Betrieb
der anderen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung mit der
Pulverdichtstrompumpe 10 ausgebildet und angeordnet werden.
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Die
Gerätesteuereinrichtung 112 ist umschaltbar zwischen
einem Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 oder
einem Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104.
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Das
Steuergerät 100 enthält einen elektrischen
Energieeingang 118 (Stromanschluss, Spannungsanschluss)
zur Versorgung des Steuergeräts 100 mit elektrischer
Energie.
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Das
Steuergerät 100 ist mit einem elektrischen Energieausgang 6 versehen
zur Abgabe einer Niederspannung an den Hochspannungserzeuger 30 des
Sprühgeräts 26. Die Niederspannung am
Niederspannungsausgang 6 wird von der Gerätesteuereinrichtung 112 von
der elektrischen Energie des Energieeingangs 118 in Abhängigkeit
von der Einstellung der Hochspannung an einem Hochspannungseinstellelement 6° des
Steuergeräts 100 erzeugt.
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Das
Anschlussende 6' eines Niederspannungskabels 126 ist
an den Energieausgang 6 des Steuergeräts 100 anschließbar
zur Zufuhr von Niederspannung an den Hochspannungserzeuger 30.
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Das
Steuergerät 100 enthält einen an eine Druckluftquelle 48 anschließbaren
Drucklufteingang 114 und kann auch einen mit dem gleichen
Druck beaufschlagbaren Druckluftausgang 116 aufweisen.
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Das
Steuergerät 100 enthält ein Pulvereinstellelement 2°,
an welchem die Sollwerte der Pulverströmungsmenge pro Zeiteinheit
eingestellt werden können, die dem Sprühgerät 26 von
der einen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102,
welche den Injektor 106 als Pulverpumpe enthält,
und von der anderen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104, welche
die Pulverdichtstrompumpe 10 enthält, zugeführt
werden soll. An das Steuergerät 100 ist alternativ
die eine Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 oder
die andere Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 anschließbar.
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An
einem Transportdruckluftausgang 2 des Steuergeräts 100 kann
Transportdruckluft abgenommen werden in Abhängigkeit von
dem am Pulvereinstellelement 2° einstellbaren
Sollwert der Pulverströmungsmenge pro Zeiteinheit. Die
Gerätesteuereinrichtung 112 berechnet in Abhängigkeit
von dem am Pulvereinstellelement 2° eingestellten
Sollwert der Pulverströmungsmenge pro Zeiteinheit den Sollwert für
die dafür erforderliche Transportdruckluftströmungsmenge
pro Zeiteinheit für die beiden Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen 102 und 104.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung berechnet die
Gerätesteuereinrichtung 112 in Abhängigkeit
von dem am Pulvereinstellelement 2° eingestellten
Sollwert auch die Pumpfrequenz der Pulverdichtstrompumpe 10.
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Das
Pulvereinstellelement 2° ist sowohl zur Einstellung
des Sollwerts für die Pulverströmungsmenge pro
Zeiteinheit der einen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 als
auch der anderen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 vorgesehen.
Gemäß anderer Ausführungsform können
für beide Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen 102 und 104 jeweils
getrennte Pulvereinstellelemente vorgesehen werden.
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Ein
Anschlussende 2' der Transportdruckluftleitung 122,
welche mit einem Transportlufteingang des Injektors 106 verbunden
ist, oder ein Anschlussende 2' einer anderen Transportdruckluftleitung 122,
welche mit einer pneumatischen Schaltung 134 der Pulverdichtstrompumpe 10 der
anderen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 verbunden
ist, ist alternativ an den Transportdruckluftausgang 2 des Steuergeräts 100 anschließbar.
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Wenn
das Sprühgerät 26 derart ausgebildet ist,
dass die Zerstäubung des Beschichtungspulvers mit Hilfe
von Zerstäuberluft erfolgt, kann das Steuergerät 100 mit
einem Zerstäuberluftauslass 4 versehen sein, an
welchen das Anschlussende 4' einer Zersäuberluftleitung 124 zur
Zuführung von Zerstäuberdruckluft zum Sprühgerät 26 anschließbar
ist. Der Sollwert der Zerstäuberdruckluft wird von der
Gerätesteuereinrichtung 112 bestimmt und ist vorzugsweise durch
ein Zerstäuberlufteinstellelement 4° variabel einstellbar.
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Wenn
das Sprühgerät 26 mit einem Elektrodenspülluftkanal
zur Spülung der Elektrode 28 versehen ist, um
ein Anhaften von Beschichtungspulver an der mindestens einen Elektrode
zu verhindern, dann kann das Gerät 100 mit einem
Zerstäuberdruckluftauslass 5 versehen sein, welchem
von der Gerätesteuereinrichtung 112 definierte
Elektrodendruckluft abnehmbar ist, indem an den Elektrodenluftanschluss
das Anschlussende 5' einer Eletrodenspülluftleitung 125 angeschlossen
wird. Zur Einstellung der Elektrodenspülluft kann ein Elektrodenspülluft-Einstellelement 5° am
Steuergerät 100 vorgesehen sein.
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Wenn
das Sprühgerät 26 mit einem oder mehreren
Formungsdruckluftkanälen zur Formung des Sprühstrahls
mittels Formungsdruckluft versehen ist, dann kann auch das Steuergerät 100 mit
einem Formungsdruckluftauslass 7 versehen werden, an welchen
das Anschlussende 7' einer Formungsdruckluftleitung 127 des
Sprühgeräts 26 anschließbar
ist. Die Formungsdruckluft wird von der Gerätesteuereinrichtung 112 definiert.
Vorzugsweise ist das Steuergerät mit einem Formungslufteinstellelement 7° versehen
zur Einstellung der Formungsdruckluft.
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Wie 1 zeigt,
können die beiden Pulversprühbeschichtungsvorrichtungen 102 und 104 mittels
der Leitungen 122, 124, 125, 126 und/oder 127 an
die entsprechenden Anschlusselemente 2, 4, 5, 6 bzw. 7 des
gleichen Steuergeräts 100 alternativ angeschlossen
werden, um von diesem Steuergerät 100 betrieben
zu werden.
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Vorzugsweise
ist das Steuergerät 100 mit einem Zusatzdruckluftauslass 3 versehen,
an welchem ein von der Gerätesteuereinrichtung 112 einstellbarer Zusatzdruckluftstrom
pro Zeiteinheit entnehmbar ist. Das Steuergerät 100 kann
mit einem Zusatzdrucklufteinstellelement 3° versehen
werden zur Einstellung des Sollwerts des Zusatzdruckluftstroms pro Zeiteinheit.
Gemäß bevorzugter Ausführungsform der
Erfindung ist jedoch an Stelle des Zusatzdrucklufteinstellelements 3° ein
Gesamtlufteinstellelement 3° am Steuergerät 100 vorgesehen
zur Einstellung eines Sollwerts für den Gesamtdruckluftstrom
bestehend aus Transportdruckluftstrom pro Zeiteinheit und Zusatzdruckluftstrom
pro Zeiteinheit. Hierfür kann die Gerätesteuereinrichtung 112 derart
ausgebildet sein, dass sie in Abhängigkeit von den Einstellungen
am Pulvereinstellelement 2° die Transportdruckluftströmungsmenge
pro Zeiteinheit errechnet und am Transportdruckluftauslass 2 zur
Verfügung stellt, und in Abhängigkeit von dieser
Transportdruckluftströmungsmenge pro Zeiteinheit und der
Einstellung am Gesamtlufteinstellelement 3° die
Zusatzdruckluftströmungsmenge pro Zeiteinheit berechnet
und am Zusatzdruckluftauslass 3 derart einstellt, dass
die Gesamtdruckluftströmungsmenge pro Zeiteinheit stets dem
Sollwert entspricht, der am Gesamtlufteinstellelement 3° eingestellt
ist.
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Am
Zusatzdruckluftauslass 3 des Steuergeräts 100 kann
das Anschlussende 3' einer Zusatzdruckluftleitung 123 angeschlossen
werden zur Zufuhr von Zusatzdruckluft bei der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 in
den Pulverstrom stromabwärts des Unterdruckbereichs 108 des
Injektors 106 oder bei der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 in
den Pulverströmungsweg an einer Stelle zwischen der Pulverdichtstrompumpe 10 und der
Sprühöffnung 29 des Sprühgeräts 26,
beispielsweise und vorzugsweise am Pulvereingang 131 am hinteren
Ende des Sprühgeräts 26, wo die Pulverabgabeleitung 22 an
das Sprühgerät 26 angeschlossen ist.
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Bei
der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 besteht
die Pulverfördervorrichtung im Wesentlichen nur aus dem
Injektor 106 und Elementen, z. B. Druckregler und/oder
Ventile, in dem Steuergerät 100.
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Bei
der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 kann
die Pulverfördervorrichtung 132 aus der Pulverdichtstrompumpe 10 und
einer pneumatischen Schaltung 134 bestehen, welche eine
Vielzahl von Steuerventilen und einen oder mehrere Druckregler enthält.
Die pneumatische Schaltung 134 wird von dem Steuergerät 100 durch
Steuersignale der Gerätesteuereinrichtung 112 gesteuert,
welche von dem Steuergerät 100 an die pneumatische
Schaltung 134 übertragen werden, beispielsweise
drahtlos oder über ein Kabel oder über ein BUS-System,
zum Beispiel ein CAN-System, ein Profi-BUS-System oder ein anderes
System, wofür in 1 symbolisch
eine Signalleitung 136 dargestellt ist. Hierfür
gibt es mehrere Möglichkeiten.
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Gemäß einer
Möglichkeit ist die Signalleitung 136 direkt an
die Gerätesteuereinrichtung 112 anschließbar.
In diesem Fall ist vorzugsweise dann die Gerätesteuereinrichtung 112 von
einem Umschalter 138 umschaltbar zwischen einem Betrieb der
Pulersprühbeschichtungsvorrichtung 102 oder einem
Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104.
Gemäß anderen Ausführungsformen ist die Gerätesteuereinrichtung 112 derart
ausgebildet, dass sie das Anschließen der Signalleitung 136 automatisch
erkennt und dabei automatisch von einem Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 auf
einen Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 umschaltet,
und beim Abtrennen der Signalleitung 136 dann wieder zurückschaltet
von einem Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 auf
einen Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102.
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Gemäß der
in 1 gezeigten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist ein Adapter 140 vorgesehen, welcher einen
Signalausgang 142 aufweist, an welchen die Signalleitung 136 (oder
ein BUS-System oder ein anderes System) anschließbar ist.
Der Adapter 140 ist an dem Gerät 100 befestigbar oder,
gemäß bevorzugter Ausführungsform, in
das Gerät 100 einbaubar, und mit der Gerätesteuereinrichtung 112 verbindbar.
Anstatt eine Signalleitung 136 oder einen BUS zu verwenden,
kann der Adapter 140 als drahtloser Sender ausgebildet
sein zur drahtlosen Übertragung der Steuersignale an einen
Empfänger der pneumatischen Schaltung 134.
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Gemäß bevorzugter
Ausführungsform der Erfindung ist die Gerätesteuereinrichtung 112 derart ausgebildet,
dass sie erkennt, ob der Adapter 140 an sie angeschlossen
ist oder nicht, wobei die Gerätesteuereinrichtung 112 in
Abhängigkeit von dieser Erkennung beim Anschluss des Adapters 140 automatisch
auf den Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 schaltet,
welche die Pulverdichtstrompumpe 10 enthält, und
bei nicht angeschlossenem Adapter 140 automatisch auf den
Betrieb der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 schaltet, welche
den Injektor 106 als Pulverpumpe enthält.
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Gemäß anderer
Ausführungsform der Erfindung ist der alternativ einbaubare
Adapter 140 vorgesehen, jedoch die Gerätesteuereinrichtung 112 nicht zur
automatischen Umschaltung ausgebildet zwischen der einen und der
anderen Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 102 bzw. 104,
sondern durch einen Umschalter 138 umschaltbar.
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Die
Transportdruckluftleitung 122 der Pulverdichtstrompumpe 10 der
Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 ist an
die pneumatische Schaltung 134 angeschlossen.
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Die
Pulverdichtstrompumpe 10 der Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 enthält
mindestens eine, vorzugsweise zwei Förderkammern 12 und 14,
welche wechselweise Beschichtungspulver 17 aus dem Pulverbehälter 18 ansaugen
und wechselweise angesaugtes Beschichtungspulver über die Pulverabgabeleitung 22 zum
Sprühgerät 26 fördern. Jede
Förderkammer 12 und 14 enthält
ein Pulvereinlassventil Q1 bzw. Q2 und ein Pulverauslassventil Q3 bzw.
Q4. Diese Pulverventile Q1, Q2, Q3 und Q4 sind vorzugsweise Quetschventile
(pinch valves). Sie werden von dem Steuergerät 100 über
die pneumatische Schaltung 134 gesteuert in Abhängigkeit
von den Steuersignalen der Gerätesteuereinrichtung 112. Die
Förderkammern 12 und 14 werden von der
pneumatischen Schaltung 134 in Abhängigkeit von
den Steuersignalen der Gerätesteuereinrichtung 112 alternativ
mit Vakuum oder mit Transportdruckluft beaufschlagt.
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Zur
Erzeugung des Vakuums kann vorzugsweise die pneumatische Schaltung 134 eine
Vakuumquelle 44 enthalten, wie dies z. B. 2 zeigt.
Gemäß einer anderen Ausführungsform könnte
eine andere Vakuumquelle vorgesehen sein. Ferner besteht die Möglichkeit,
am Steuergerät 100 einen Vakuumanschluss 1 vorzusehen,
an welchem ein Vakuum entnehmbar ist.
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Die
Stärke des Vakuums kann vorzugsweise an einem Vakuumeinstellelement 1° am
Steuergerät 100 einstellbar sein.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das Steuergerät 100 zusätzlich
oder anstatt einem oder mehreren oder allen der Einstellelemente 1° bis 7° Signaleingänge
zum Empfangen von entsprechenden Einstellsignalen aufweisen, welche
von einer übergeordneten Steuervorrichtung zugeleitet werden,
z. B. über Kabel oder drahtlos oder ein BUS-System, beispielsweise
ein CAN-System oder ein Profi-BUS-System oder ein anderes System.
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Das
Sprühgerät 26 kann eine manuell bedienbare
Sprühpistole oder ein automatisch steuerbares Sprühgerät
sein.
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Eine
besondere Ausführungsform einer Pulversprühbeschichtungsvorrichtung 104 mit
einer Pulverdichtstrompumpe 10 ist in 2 dargestellt, ohne
dass jedoch die Erfindung darauf beschränkt ist. Anstatt
einer jeweils einzigen Luftaustauschöffnung 12.3 bzw. 14.3,
kann für die alternative Beaufschlagung der Förderkammern 12 und 14 jeweils eine
getrennte Vakuumanschlussöffnung und Druckluftanschlussöffnung
vorgesehen werden.
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Die
Pulverdichtstrompumpe 10 (dense Phase powder pump) enthält
mindestens eine, vorzugsweise zwei Förderkammern 12 bzw. 14 jeweils
in einem Pumpenteil oder Zylinder A bzw. B. Ein Pulvereinlassventil
Q1 bzw. Q2 ist jeweils an einem Pulvereinlass 12.1 bzw. 14.1 der
Förderkammern 12 bzw. 14 angeordnet.
Pulverauslassventile Q3 und Q4 sind jeweils an einem Pulverauslass 12.2 bzw. 14.2 der Förderkammern 12 bzw. 14 angeordnet.
Die Pulvereinlassventile Q1 und Q2 und die Pulverauslassventile
Q3 und Q4 sind vorzugsweise direkt an oder in dem Pulvereinlass 12.1 bzw. 14.1 bzw.
dem Pulverauslass 12.2 bzw. 14.2 angeordnet. Sie
sind nur der deutlichen Übersicht wegen in 2 mit
Abstand von dem Pulvereinlass bzw. dem Pulverauslass dargestellt.
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Pulverzufuhrleitungen 16.1 und 16.2 sind
an die Eingangsseite der Pulvereinlassventile Q1 und Q2 angeschlossen
und können separat zu einem oder zwei Pulverbehältern 18 führen
oder, wie in 1 gezeigt, über ein
Zweigelement 20 an die gemeinsame Pulverzufuhrleitung 16 angeschlossen sein,
die in den Pulverbehälter 18 führt.
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Jede
Förderkammer 12 bzw. 14 ist alternativ während
einer Saugphase mit einer Vakuumquelle 44 oder während
einer Abgabephase mit einer Transportdruckluftquelle 48 verbindbar.
Mittels des Vakuums der Vakuumquelle 44 wird Beschichtungspulver 17 durch
das offene Pulvereinlassventil Q1 bzw. Q2 in die Förderkammer 12 bzw. 14 eingesaugt,
während das Pulverauslassventil Q3 bzw. Q4 geschlossen
ist. Mittels der Transportdruckluft der Druckluftquelle 48 wird
das in der Förderkammer 12 bzw. 14 befindliche
Pulver durch das offene Pulverauslassventil Q3 bzw. Q4 abgegeben,
während das Pulvereinlassventil Q1 bzw. Q2 geschlossen
ist. Die beiden Förderkammern 12 und 14 arbeiten
zeitlich phasenversetzt zueinander, so dass wechselweise jeweils
in die eine Förderkammer 12 oder 14 Beschichtungspulver
eingesaugt wird, während aus der anderen Förderkammer 14 bzw. 12 Beschichtungspulver
abgegeben wird.
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2 zeigt
die Förderkammer 12 während der Saugphase,
während welcher ihr Pulvereinlassventil Q1 offen und ihr
Pulverauslassventil Q3 geschlossen ist. Die andere Förderkammer 14 ist
in ihrer Pulverabgabephase, bei welcher ihr Pulvereinlassventil
Q2 geschlossen und ihr Pulverabgabeventil Q4 offen ist.
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Die
Pulvereinlassventile Q1 und Q2 sind über Steuerventile 1.1 und 1.2 alternativ
mit Druckluft der Druckluftquelle 48 versorgbar oder in
die Außenatmosphäre entlüftbar (oder
an Vakuum anschließbar). Die Pulverauslassventile Q3 und
Q4 sind über Steuerventile 1.3 und 1.4 alternativ
mit der Druckluft der Druckluftquelle 48 beauschlagbar
oder entlüftbar (oder an Vakuum anschließbar).
Zwischen den Steuerventilen 1.1., 1.2, 1.3 und 1.4 und
der Druckluftquelle 48 befindet sich vorzugweise ein Druckregler 2.2.
Gemäß der bevorzugten Ausführungsform
von 2 ist dem Druckregler 2.2 ein zweiter
Druckregler 2.1 parallel geschaltet und es ist jeweils
einer von ihnen durch ein weiteres Steuerventil 1.9 mit
den Steuerventilen 1.1, 1.2, 1.3 und 1.4 verbindbar.
Dadurch kann den Pulverventilen Q1, Q2, Q3 und Q4 alternativ Druckluft
mit dem Druck des einen Druckreglers 2.2 oder mit dem Druck
des anderen Druckreglers 2.1 zugeführt werden.
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Zur
Beaufschlagung der Förderkammer 12 bzw. 14 alternativ
mit Vakuum oder mit Druckluft ist eine Luftaustauschöffnung 12.3 bzw. 14.3 in
einem Gehäuse 12.6 bzw. 14.6 vorgesehen,
die über eine Ringkammer 12.5 bzw. 14.5 und
einen Filter 12.4 bzw. 14.4 mit der Förderkammer 12 bzw. 14 in
Verbindung steht. Der Filter 12.4 bzw. 14.4 ist
für Gas, insbesondere Druckluft, durchlässig,
jedoch nicht für die Partikel des Beschichtungspulvers.
Der Filter 12.4 bzw. 14.4 bildet vorzugsweise
die Umfangswand der Förderkammer 12 bzw. 14.
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Die
Luftaustauschöffnungen 12.3 und 14.3 sind über
Steuerventile 1.5 und 1.6 alternativ mit der Druckluftquelle 48 oder
mit der Vakuumquelle 44 verbindbar.
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Ferner
kann ein Steuerventil 1.8 vorgesehen sein, um die Luftaustauschanschlüsse 12.3 bzw. 14.3 direkt
mit der Druckluftquelle 48 zu verbinden, anstatt durch
einen Druckregler.
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Die
Transportdruckluftleitung 122 verbindet das Steuergerät 100 mit
den Steuerventilen 1.5 und 1.6. Druckluftleitungen 46 verbinden
die Druckluftquelle 48 mit den Druckreglern 2.1 und 2.2.
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Die
Vakuumquelle 44 kann beispielsweise einen Injektor aufweisen,
in welchem durch einen Druckluftstrom ein Vakuum an einem Vakuumanschluss 50 erzeugt
wird. Der Druckluftstrom kann dem Vakuum-Injektor 44 beispielsweise über
einen Druckregler 2.3 und ein Steuerventil 1.7 zugeleitet
werden. Der Druckregler 2.3 ist über die Druckluftleitung 46 mit
der Druckluftquelle 48 verbunden. Alle Steuerventile 1.1, 1.2, 1.3, 1.4, 1.5, 1.6, 1.7, 1.8 und 1.9 werden
von dem Steuergerät 100 gesteuert.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 09/071325
A [0004]
- - DE 1961153364 [0004]
- - US 2006/0193704 A1 [0004]
- - EP 1644131 A2 [0004]
- - US 7150585 B2 [0004]
- - WO 2004/087331 A1 [0004]
- - US 2005/0178325 A1 [0004]
- - EP 1566352 A2 [0004]
- - US 4284032 [0006]
- - US 4357900 [0006]
- - EP 0412289 B1 [0006]
- - EP 0636420 A2 [0006]