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DE102007009606A1 - Melkstand - Google Patents

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DE102007009606A1
DE102007009606A1 DE102007009606A DE102007009606A DE102007009606A1 DE 102007009606 A1 DE102007009606 A1 DE 102007009606A1 DE 102007009606 A DE102007009606 A DE 102007009606A DE 102007009606 A DE102007009606 A DE 102007009606A DE 102007009606 A1 DE102007009606 A1 DE 102007009606A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
opening
milking parlor
segment
milking
teat
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102007009606A
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Krone
Magnus Wiethoff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEA Farm Technologies GmbH
Original Assignee
WestfaliaSurge GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WestfaliaSurge GmbH filed Critical WestfaliaSurge GmbH
Priority to DE102007009606A priority Critical patent/DE102007009606A1/de
Publication of DE102007009606A1 publication Critical patent/DE102007009606A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J5/00Milking machines or devices
    • A01J5/017Automatic attaching or detaching of clusters
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J7/00Accessories for milking machines or devices
    • A01J7/02Accessories for milking machines or devices for cleaning or sanitising milking machines or devices
    • A01J7/025Teat cup cleaning, e.g. by rinse jetters or nozzles
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K1/00Housing animals; Equipment therefor
    • A01K1/12Milking stations

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Housing For Livestock And Birds (AREA)

Abstract

Ein Melkstand zum Behandeln von Tieren und insbesondere zum Melken von Tieren mit einer Bodenfläche und mit mehreren Behandlungseinrichtungen, welche durch eine Öffnung dieser Bodenfläche durchführbar sind, wobei eine Behandlungseinrichtung einen Zitzenbecher zum Behandeln einer Zitze aufweist. Die Behandlungseinrichtung ist in eine oberhalb der Bodenfläche angeordnete Arbeitsposition und in eine unterhalb der Bodenfläche angeordnete Ruheposition bringbar. Der Melkstand weist eine um eine vorgegebene, unterhalb der Bodenfläche angeordnete und von der Bodenfläche beabstandete Drehachse schwenkbare Dreheinrichtung auf, die ein Schließsegment aufweist, welches die Öffnung in der Ruheposition im Wesentlichen verschließt.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Melkstand zum Behandeln und insbesondere zum Melken von Tieren, wie z. B. von Kühen, Schafen, Ziegen, Büffeln, Lamas, Kamelen, Dromedaren, Yaks, Elchen, Pferden und dergleichen mehr.
  • Die Erfindung kann zum Beispiel beim maschinellen Melken von Tieren eingesetzt werden. Der Einsatz ist insbesondere in Melkständen möglich, bei denen ein halbautomatisches Behandeln und/oder Melken der Zitzen erfolgt. Das Behandeln der Zitzen kann vor oder auch nach dem Melken erfolgen.
  • Das Melken geschieht heute in der Regel maschinell, sodass ein Zitzenbecher an die Zitze des zu melkenden Tieres angesetzt und anschließend die Milch maschinell entzogen wird.
  • Zum Melken von Tieren sind verschiedene Vorrichtungen und Verfahren aus dem Stand der Technik bekannt geworden. In der Regel werden heutzutage Zitzenbecher nach dem Zweiraumprinzip eingesetzt, bei denen ein zentraler Zitzenraum von einem Pulsraum umgeben ist. Der zentrale Zitzenraum ist mit einer Milchleitung verbunden und wird unter ein bestimmtes Vakuum gesetzt.
  • Der Pulsraum wird über einen Pulsator mit einem pulsierenden Druckverlauf beaufschlagt, der so genannten Pulsation. Dazu wird der Pulsraum periodisch mit zwei unterschiedlichen Druckphasen beaufschlagt, einer Unterdruckphase und einer Druckphase die oftmals atmosphärischen Druck aufweist, aber auch Überdruck oder auch leichten Unterdruck aufweisen kann.
  • Durch die Pulsation wird ein periodisches Öffnen und Schließen des im Zitzenbecher angeordneten Zitzengummi erreicht, der Milchfluss gefördert und die Zitze periodisch entlastet.
  • Neben Melkvorrichtungen, bei denen ein manuelles Ansetzen der Zitzenbecher an die Zitzen erfolgt, sind auch vollautomatische Systeme bekannt geworden, die neben dem automatischen Melkvorgang auch das Ansetzen der Zitzenbecher vollautomatisch durchführen.
  • Aus der DE 36 50 637 T2 ist ein vollautomatisches System zum Melken bekannt, bei dem das Ansetzen des Melkgeschirrs an das Euter automatisch erfolgt. Dabei wird das Melkgeschirr von unten durch den Boden der Standfläche angesetzt. Ein großbauender Halter trägt das Melkzeug und auch ein schalenförmiges Becken zur Reinigung des Euters. Beide befinden sich im angesetzten Zustand über dem Melkstandboden und sind um eine oberhalb des Melkstandbodens angeordnete Drehachse um 180° drehbar aufgenommen.
  • Damit weist das System in der DE 36 50 637 T2 oberhalb der Standfläche eine Vielzahl von Komponenten auf, die bei nervösen oder schlagenden Tieren einer erheblichen Beschädigungsgefahr ausgesetzt sind. Damit müssen bei einer derartigen Ausführungsform die einzelnen den Bewegungen des Tieres ausgesetzten Komponenten sehr stabil ausgeführt sein, um den möglichen Belastungen dauerhaft Stand zu halten. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass das Gewicht von Kühen bis zu 600 kg oder mehr betragen kann. Außerdem können sich die Tiere selbst durch die oberhalb der Standfläche angeordneten Komponenten erheblich verletzen. Deshalb weist dies bekannte System Nachteile auf.
  • Ein erheblicher Nachteil beim automatischen Ansetzen von Zitzenbechern ist außerdem der hohe technische und finanzielle Aufwand für ein zuverlässiges Zitzenortungs- und Ansetzsystem. Weiterhin ist mit solchen Systemen auch heute noch die Ansetzzeit erheblich länger als beim Ansetzen per Hand. Ein Vorteil beim manuellen Ansetzen ist hingegen, dass der Melker bei jedem Melkvorgang das Tier und das Euter in Augenschein nimmt und so Veränderungen oder Erkrankungen frühzeitig erkennt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Melkplatz und ein Verfahren zum Melken von Tieren zur Verfügung zu stellen, wobei dieser Melkplatz in einer Arbeitsposition ein Melken der Tiere erlaubt und in einer Ruheposition das Melkzeug so anordnet, dass es sowohl vor Verschmutzungen geschützt ist, als auch vor Bewegungen der Kühe. Daneben sollen die Zitzenbecher in eine für den Melker günstige Anreichposition bringbar sein. Dabei soll weiterhin der erfindungsgemäße Melkstand im Umgang möglichst sicher sein und insbesondere sollen Verletzungen von Tieren vermieden werden.
  • Dies wird erfindungsgemäß durch einen Melkstand nach Anspruch 1 und durch ein Verfahren zum Melken von Tieren nach Anspruch 14 erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Der erfindungsgemäße Melkstand zum Behandeln von Tieren und insbesondere zum Melken von Tieren weist eine Bodenfläche auf, sowie wenigstens eine Behandlungseinrichtung, welche durch eine Öffnung dieser Bodenfläche durchführbar ist. Dabei weist diese Behandlungseinrichtung wenigstens einen Zitzenbecher zum Behandeln wenigstens einer Zitze des Tieres auf. Die Behandlungseinrichtung ist in eine oberhalb der Bodenfläche angeordnete Arbeitsposition und in eine unterhalb der Bodenfläche angeordnete Ruheposition bringbar.
  • Erfindungsgemäß weist der Melkstand wenigstens ein um eine vorgegebene, unterhalb der Bodenfläche angeordnete und von der Bodenfläche nach unten beabstandete Drehachse schwenkbare Dreheinrichtung auf, welche wenigstens ein Schließsegment umfasst, wobei dieses Schließsegment in der Ruheposition die Öffnung im Wesentlichen vollständig verschließt. Vorzugsweise ist die Drehachse im Wesentlichen parallel zu der Bodenfläche angeordnet.
  • Weiterhin können zwei oder mehr Behandlungseinrichtungen vorgesehen sein, von denen jede einen, zwei oder mehr Zitzenbecher aufweist. Möglich ist auch eine Behandlungseinrichtung mit beispielsweise vier Zitzenbechern, falls die Vorrichtung zum Beispiel zum Melken von Kühen eingesetzt wird. Möglich sind auch zwei Behandlungseinrichtungen mit beispielsweise jeweils zwei Zitzenbechern.
  • Durch die Anordnung des Schließsegments an der Dreheinrichtung, welche um die von der Bodenfläche beabstandete Drehachse schwenkbar ist, kann durch ein Schwenken der Dreheinrichtung bzw. des Schließsegmentes eine im Wesentlichen vollständige Schließung der Öffnung erreicht werden. Dadurch wird einerseits die Verletzungsgefahr für die jeweiligen zu behandelnden oder zu melkenden Tiere minimiert und andererseits auch verhindert, dass Schmutz oder dergleichen im verschlossenen Zustand durch die Öffnung gelangen kann.
  • Wenigstens wenn die Zitzenbecher zum Melken des Tieres dienen ist an jedem Zitzenbecher vorzugsweise eine Ableitung in Form z. B. eines kurzen oder eines langen Milchschlauchs angeordnet, um die ermolkene Milch abzutransportieren. In anderen Ausgestaltungen kann auch ein Zitzenbecher oder es können mehrere oder alle Zitzenbecher zu anderen Behandlungszwecken dienen, wie z. B. zum Vor- oder Nachbehandeln beim Melken oder zu sonstigen Pflegebehandlungen. Dann können unterschiedliche Zu- und/oder Ableitungen vorgesehen sein, um Chemikalien, Pflege- oder Spülmittel zu- und/oder abzuleiten.
  • Vorzugsweise ist insbesondere an der Dreheinrichtung wenigstens ein um die Drehachse angeordnetes Abdecksegment vorgesehen. Zwischen dem Schließsegment und Abdecksegment ist insbesondere ein Öffnungssegment vorgesehen, welches eine derartige Öffnung aufweist, dass in der entsprechenden Drehposition die Öffnung in dem Öffnungssegment die Öffnung in dem Melkstandboden freigibt oder wenigstens im Wesentlichen freigibt, sodass eine Behandlungseinrichtung durchführbar ist.
  • Insbesondere wird insgesamt eine spaltförmige Öffnung in dem Melkstandboden ermöglicht. Diese spaltförmige Öffnung verläuft dabei vorzugsweise in derjenigen Richtung, in der eine Mehrzahl oder eine Vielzahl von Zitzenbechern oder Behandlungseinrichtungen hintereinander angeordnet ist. Vorzugsweise erstreckt sich das Öffnungssegment in Längsrichtung des zu behandelnden Tieres. Dies wird unter Bezugnahme auf die Figuren noch genauer erläutert werden.
  • Vorzugsweise umfasst wenigstens eine Dreheinrichtung ein an das Abdecksegment angrenzendes Gleitsegment mit einer daran angeordneten Öffnung, wobei das Gleitsegment bzw. dessen öffnung in einer Drehposition einen seitlichen Bereich der öffnung im Melkstandboden freigibt, während das Abdecksegment die Mitte der öffnung im Melkstandboden abdeckt. Vorzugsweise ist in dieser Drehposition an dem anderen seitlichen Bereich eine schlitzförmige öffnung vorgesehen, die durch einen Gleitbereich der Öffnungen des Öffnungssegmentes gebildet wird.
  • Vorzugsweise sind das Abdecksegment und das Schließsegment miteinander gekoppelt bzw. mechanisch miteinander verbunden und durch das Öffnungssegment voneinander getrennt, so dass sie sich gemeinsam um die oben erwähnte Drehachse schwenken lassen. Auf diese Weise ist es möglich, in einer gewissen Schwenkstellung lediglich einen Spalt freizugeben, der gerade groß genug ist, um die Zuleitung der Zitzenbecher oder der Behandlungseinrichtungen hindurchzuführen und der damit eine Bewegung der Zitzenbecher zu den Tieren bzw. Kühen hin oder von den Tieren bzw. Kühen weg erlaubt.
  • Das ermöglicht eine besonders vorteilhafte Gestaltung, da in dieser Position, die vorzugsweise der Behandlungsposition entspricht, der wesentliche Teil der Öffnung im Melkstandboden durch das Abdecksegment verschlossen ist, während auf beiden Seiten schmale Spalte verbleiben, durch die z. B. Milchschläuche oder andere Zu- und Ableitungen zu den Zitzenbechern durchlaufen können.
  • Vorzugsweise weist der Melkstand zwei Dreheinrichtungen auf, die gegenläufig bezüglich einander um die Drehachse D schwenkbar sind. Durch diese Gegenläufigkeit kann erreicht werden, dass die den Dreheinrichtungen zugeordneten Behandlungseinrichtungen auch gegenläufig schräg aus der Öffnung heraus ragen und damit eine bequeme Einstellung auf das zu behandelnde bzw. zu melkende Euter erreicht werden kann. Es wird ermöglicht zwei Zitzenbecher für die in Längsrichtung der zu behandelnden Kuh linke Euterhälfte und zwei Zitzenbecher für die in Längsrichtung der zu behandelnden Kuh rechte Euterhälfte bequem zur Verfügung zu stellen.
  • Durch die gegenläufige Bewegung der beiden Dreheinrichtungen wird erzielt, dass in der Behandlungsposition die Mitte der Öffnung im Melkstandboden durch das Abdecksegment abgedeckt wird, während sich z. B. jeweils zwei Zitzenbecher in den seitlichen Schlitzen bewegen können. Jeder Schlitz wird dabei durch einen Gleitbereich der Öffnung eines Öffnungssegments einer Dreheinrichtung und durch die Öffnung des Gleitsegmentes der anderen Dreheinrichtung gebildet, so dass sich die Zitzenbecher nahezu über die Länge beider Dreheinrichtungen bewegen können.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist wenigstens eine Dreheinrichtung und insbesondere auch wenigstens ein Schließsegment eine gekrümmte Oberfläche auf. Dabei ist diese Oberfläche vorzugsweise derart gekrümmt, dass im Wesentlichen alle Bereiche der Oberfläche den gleichen Abstand zu der Drehachse aufweisen, wie es z. B. bei einer zylindersegmentförmigen Gestalt der Fall ist. Auf diese Weise ist eine besonders vorteilhafte Schließung der Öffnung in der Ruheposition möglich. Daneben wird durch die Krümmung ein Betreten der Schließsegmente durch die Tiere erschwert.
  • Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind an der Unterseite der Bodenfläche Spüleinrichtungen für die Zitzenbecher vorgesehen, um ein Zwischenreinigung am Platz (Clean-In-Place bzw. CIP) durchzuführen. Zur Durchführung der Reinigung können die Zitzenbecher von der Ruheposition an diese Spüleinrichtungen in Form von z. B. Spüladaptern herangefahren werden. Möglich ist es aber auch, dass die Spüleinrichtungen zu den Zitzenbechern verfahren werden, wenn die Zitzenbecher in der Ruheposition sind. Durch die Anordnung der Spüleinrichtungen an der Unterseite der Oberfläche sind die Zitzenbecher vor Verschmutzungen gut geschützt. Außerdem ist in mechanisch vorteilhafter Weise ein Spülen der Zitzenbecher möglich.
  • Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform werden die Dreheinrichtungen und damit auch die Schließsegmente bzw. die Schließsegmente durch Hubzylinder betätigt. Bei dieser Ausführungsform bewirken diese Hubzylinder eine Schwenkbewegung der Schließsegmente und bevorzugt auch der einzelnen Behandlungseinrichtungen. Es ist jedoch auch möglich, anstelle von Hubzylindern pneumatische oder elektrische oder hydraulische Antriebe oder Motoren oder auch andere Antriebselemente vorzusehen.
  • Vorzugsweise sind auch die Behandlungseinrichtungen um eine und vorzugsweise um die oben erwähnte Drehachse schwenkbar. Damit können die Behandlungseinrichtungen jeweils gemeinsam mit den Schließsegmenten geschwenkt bzw. gedreht. Dazu können die Behandlungseinrichtungen mit den Schließsegmenten auf einem gemeinsamen um die erwähnte Drehachse schwenkbaren Träger angeordnet sein. Vorzugsweise ist die Schwenkbewegung der Schließsegmente und die Schwenkbewegung der Behandlungseinrichtung mechanisch miteinander gekoppelt.
  • Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind zwei Zitzenbecher einer ersten Behandlungseinrichtung einer ersten Dreheinrichtung und zwei Zitzenbecher einer zweiten Behandlungseinrichtung einer zweiten Dreheinrichtung zugeordnet. In diesem Fall weist die Verschlusseinrichtung für den erfindungsgemäßen Melkstand zwei sich gegenläufig zueinander drehende bzw. schwenkende Dreheinrichtungen mit jeweils zugeordneten Schließsegmenten auf, die um die oben erwähnte Drehachse schwenkbar gelagert sind. Mit den Dreheinrichtungen sind auch die jeweiligen Behandlungseinrichtungen gegenläufig zueinander schwenkbar.
  • Vorzugsweise sind die zwei ersten Zitzenbecher einer in Längsrichtung des Tieres gesehenen seitlichen Euterhälfte und die beiden zweiten Zitzenbecher der anderen Euterhälfte zugeordnet. Z. B. können die zwei ersten Zitzenbecher der linken und die zwei zweiten Zitzenbecher der rechten Euterhälfte zugeordnet sein.
  • Vorzugsweise verschließt in einer ersten Drehposition der Dreheinrichtung das Schließsegement die Öffnung im Melkstandboden. In einer sich daran anschließenden zweiten Drehposition der Dreheinrichtung gibt das Öffnungssegment die Öffnung im Melkstandboden im Wesentlichen frei. In einer dritten Drehposition deckt das Abdecksegment die Mitte der Öffnung im Melkstandboden ab, während ein rechter und ein linker Längsschlitz an der Öffnung im Melkstandboden frei bleiben.
  • Insbesondere wird der eine Längsschlitz durch die Öffnung des Gleitsegmentes der einen Dreheinrichtung und durch den an der Öffnung des Öffnungssegmentes gebildeten Gleitbereich der anderen Dreheinrichtung gebildet und es wird der andere Längsschlitz durch die Öffnung des Gleitsegmentes der anderen Dreheinrichtung und durch den an der Öffnung des Öffnungssegmentes gebildeten Gleitbereich der einen Dreheinrichtung gebildet
  • Dabei ist es möglich, dass die beiden Dreheinrichtungen, deren Bewegungen zusammen wirken, diese Bewegungen unabhängig voneinander ausführen.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weisen die Dreheinrichtungen und auch die Schließsegmente in der Längsrichtung eine unterschiedliche Länge auf. Es wäre jedoch auch möglich, die Länge dieser Schließsegmente gleich auszuführen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Behandeln und insbesondere zum Melken von Tieren wird in einem ersten Verfahrensschritt eine in einer Bodenfläche des Melkstands vorgesehene Öffnung geöffnet. In einem weiteren Schritt wird wenigstens eine Behandlungseinrichtung durch die Öffnung hindurch in eine Arbeitsposition geführt, wobei diese Behandlungseinrichtung wenigstens einen Zitzenbecher zum Behandeln einer Zitze des Tieres aufweist. In einem weiteren Verfahrensschritt wird ein Behandlungsvorgang mit Hilfe dieser wenigstens einen Behandlungseinrichtung durchgeführt. Bei einem weiteren Verfahrensschritt wird die wenigstens eine Behandlungseinrichtung in eine Ruhestellung unterhalb der Bodenfläche rückgeführt.
  • Erfindungsgemäß wird die Öffnung nach dem Durchführen der Behandlungseinrichtung und vor dem Rückführen der Behandlungseinrichtung teilweise geschlossen.
  • Bevorzugt erfolgt das teilweise Schließen der Öffnung derart, dass lediglich noch die Zuleitung bzw. der Milchschlauch durch die verbleibende Öffnung hindurch passt. Auf diese Weise wird erreicht, dass einerseits die Zitzenbecher bis in die Arbeitsposition mitgenommen werden können, andererseits jedoch wird die Verletzungsgefahr für die Tiere verringert.
  • Vorzugsweise wird die Behandlungseinrichtung und insbesondere wenigstens ein Zitzenbecher vollständig durch die Öffnung hindurch geschoben. Das bedeutet, wie oben gesagt, dass auf diese Weise die Öffnung so reduziert werden kann, dass lediglich noch der Milchschlauch durch diese hindurch passt.
  • Vorteilhaft wird die Öffnung durch Schwenkung wenigstens eines um eine vorgegebene, unterhalb der Bodenfläche angeordnete und von der Bodenfläche beabstandete Drehachse schwenkbaren Schließsegments geöffnet und bevorzugt auch geschlossen. Vorteilhaft wird für das erfindungsgemäße Verfahren eine Vorrichtung der oben beschriebenen Art verwendet.
  • Bei einer weiteren vorteilhaften Variante wird die Behandlungseinrichtung nach dem Melkvorgang durch eine unter der Bodenfläche angeordnete Spüleinrichtung gereinigt und während dieses Reinigungsvorgangs ist die Öffnung bevorzugt im Wesentlichen vollständig geschlossen. Bevorzugt wird jedenfalls der Bereich über der Spüleinrichtung während des Spülvorgangs abgedeckt.
  • Weitere vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den dem Ausführungsbeispiel, das nun im Folgenden mit Bezug auf die beigefügten Figuren erläutert wird.
  • In den Figuren zeigen:
  • 1a einen erfindungsgemäßen Melkstand in einem ersten Betriebszustand;
  • 1b den Melkstand aus 1a in einem zweiten Betriebszustand;
  • 1c den Melkstand aus 1a in einem dritten Betriebszustand;
  • 1d den Melkstand aus 1a in einem vierten Betriebszustand;
  • 1e den Melkstand aus 1a in einem fünften Betriebszustand;
  • 2a die Dreheinrichtung des Melkstands in einer stark schematischen Seitenansicht in der Verschlussstellung; und
  • 2b die Dreheinrichtung nach 2a in einer stark schematischen Seitenansicht in der Behandlungsstellung.
  • 1a zeigt den erfindungsgemäßen Melkstand 1 in einem ersten Betriebszustand. Dabei bezieht sich das Bezugszeichen 2 auf eine Bodenfläche des Melkstands 1, auf der ein zu behandelndes und insbesondere ein zu melkendes Tier, beispielsweise eine Kuh, bei der Behandlung bzw. beim Melken steht.
  • Die Bezugszeichen 11 und 12 beziehen sich auf zwei Dreheinrichtungen, die jeweils ein Schließsegment 14 bzw. 14a aufweisen, mit denen eine Öffnung 3 in der Bodenfläche 2 (vgl. 1b) im Wesentlichen vollständig verschlossen wird.
  • In 1a ist der Melkstand in einer Ruheposition gezeigt. In dieser Ruheposition befinden sich unterhalb der Bodenfläche eine erste Behandlungseinrichtungs-Hebeeinrichtung bzw. Zitzenbecher-Hebeeinrichtung 7 und eine zweite Zitzenbecher-Hebeeinrichtung 9, die dazu dienen, die einzelnen Zitzenbecher bzw. die Melkbecher anzuheben. In 1a ist nur ein Zitzenbecher 8 von insgesamt vier Zitzenbechern 4, 8 erkennbar.
  • Das Bezugszeichen 22 kennzeichnet ein Gestell der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die Schließsegemente 14, 14a können durch Drehung um eine Drehachse D verschwenkt werden und damit die Öffnung 3 teilweise oder ganz freigeben. Dabei wird diese Drehung mit Hilfe eines Hubzylinders 30 erreicht, der über ein Gelenk 32 ein Gestänge 31 antreibt und dieses wiederum eine Drehung der Dreheinrichtungen 11 und 12 und somit der Schließsegmente 14, 14a bewirkt.
  • Die Drehachse D ist vorzugsweise über ein (nicht dargestelltes) Gestell oder entsprechende Träger im festen Abstand zu der Bodenfläche 2 angeordnet.
  • Bei der in 1a gezeigten Ausführungsform ist das Schließsegment 14a in der Längsrichtung L (Länge L2) länger als das Schließsegment 14 (Länge L1). Es wäre jedoch hier auch möglich, die beiden Schließsegmente gleich lang auszuführen.
  • Die Drehachse D ist bei der in den Figuren gezeigten Ausführungsform zentral unterhalb der Öffnung 3 angeordnet. Die unterhalb der Bodenfläche 2 angeordnete Drehachse D bietet erhebliche Vorteile, da die schwenkbaren Schließsegmente 14, 14a zu keinem Zeitpunkt oberhalb der Bodenfläche 2 im Bewegungsbereich des Tieres angeordnet sind und so zu keiner Verletzungsgefahr für das Tier führen.
  • 1b zeigt diejenige Situation, in der die Öffnung 3 der Bodenfläche 2 vollständig geöffnet ist. Diese Öffnung wird dadurch erreicht, dass der Hubzylinder 30 einen Kolben bzw. ein Gestänge 33 ausfährt und damit eine Schwenkbewegung der Dreheinrichtung 11 um die Drehachse D bewirken. Ein zweiter – hier nicht sichtbarer – Hubzylinder 30 kann ebenfalls einen Kolben bzw. ein Gestänge 33 ausfahren und damit eine gegenläufige Schwenkbewegung der Dreheinrichtung 12 um die Drehachse D bewirken.
  • Anstelle von zwei Hubzylindern 30 kann auch nur ein Hubzylinder 30 vorgesehen sein, der die gegenläufigen Drehungen beider Dreheinrichtung 11 und 12 um die Drehachse D bewirkt.
  • Das Bezugszeichen 34 bezieht sich auf Umlenkrollen für die (nicht im Detail gezeigten) Melkschläuche. Gleichzeitig mit den Dreheinrichtungen 11 und 12 schwenken auch die einzelnen Zitzenbecher-Hebeeinrichtungen 7, 9, so dass sie, wie in 1c gezeigt, im Wesentlichen gleich zueinander ausgerichtet sind. Die Zitzenbecher-Hebeeinrichtungen sind hier ebenfalls als Hubzylinder ausgeführt, welche die Zitzenbecher zum manuellen Ansetzen durch den Melker in eine für den Melker bequeme Anreichposition anreichen.
  • In den 2a ist ein stark schematisierter Querschnitt der Dreheinrichtung 11 dargestellt, um die einzelnen Segmente 14 bis 19 der Dreheinrichtung 11 zu zeigen und um im Folgenden den Bewegungsablauf zu verdeutlichen. Die Dreheinrichtung 12 ist grundsätzlich gleich aufgebaut, aber um 180° gedreht eingebaut und verfügt über Segmente bzw. Teile 14a bis 19a.
  • Die Öffnung 3 ist in der in 2a dargestellten Ruheposition 26 durch das Schließsegment 14 verschlossen. An das Schließsegment 14 grenzen entlang der im Querschnitt bogenförmigen Dreheinrichtung 11 das Öffnungssegment 15 mit einer genügend großen Öffnung zum Durchführen eines Zitzenbechers und daran anschließend das Abdecksegment 16. Auf das Abdecksegment 16 folgt ein Gleitsegment 17, welches eine schmale Öffnung aufweist bzw. als solche ausgebildet ist, woran sich schließlich das Randsegment 18 anschließt. Das Randsegment 18 kann auch breiter sein als in 2a dargestellt, um in einer entsprechenden Drehposition die Öffnung im Melkstandboden 3 komplett zu verschließen, beispielsweise in einer Reinigungsstellung.
  • In 2b ist die Dreheinrichtung 12 in der Behandlungsposition 27 stark schematisiert dargestellt. Dazu ist die Dreheinrichtung um die Drehachse D um einen Drehwinkel 28 verschwenkt, wodurch ein Teil des Öffnungssegments 15, welches hier als Gleitbereich 19 bezeichnet wird, auf der einen Seite einen Spalt bzw. Längsschlitz 23 neben dem Abdecksegment 16 freilässt, während auf der anderen Seite ein Spalt bzw. Längsschlitz 24 neben dem Abdecksegment 16 durch die Öffnung des Gleitsegmentes 17 frei bleibt.
  • Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 1a1e das erfindungsgemäße Verfahren zum Behandeln von Tieren mit Bezug auf das Melken von Tieren erläutert.
  • Vor dem Melken ist die Öffnung 3 verschlossen, wie in 1a gezeigt.
  • Anschließend werden durch Drehen der beiden Dreheinrichtungen 11 und 12 die Schließsegmente 14 und 14a gedreht, bis die Öffnungssegmente 15 und 15a mittig ein Schlitz bzw. die in 1b gezeigte Öffnung 3 praktisch vollständig frei gegeben.
  • Gleichzeitig mit dieser Drehung der Dreheinrichtungen 11 und 12 werden auch die beiden Zitzenbecher-Hebeeinrichtungen 7 und 9 derart ausgerichtet, dass die Zitzenbecher 4 und 8, wie in 1c gezeigt, durch die Öffnungen gehoben werden können.
  • Dabei sind in der in 1c gezeigten Prozesssituation die vier Zitzenbecher hinsichtlich ihrer Orientierung gleich ausgerichtet. Genauer gesagt ragen bevorzugt die vier Zitzenbecher 4, 8 im Wesentlichen senkrecht oder leicht gegenüber der senkrechten Richtung bezüglich der Bodenfläche geneigt aus der Bodenfläche 2 heraus. Auch werden, wie in 1c gezeigt, die hier als Melkbecher ausgeführten Zitzenbecher 4, 8 vollständig oberhalb der Bodenfläche 2 verbracht.
  • In einem weiteren Verfahrensschritt, der in 1d illustriert ist, werden die beiden Dreheinrichtungen 11 und 12 gegenläufig weiter um die Drehachse D bewegt, so dass jeweils zwei schmale längsgerichtete Schlitze 23 und 24 entstehen. Man erkennt, dass gleichermaßen die beiden Zitzenbecher 4 und die Zitzenbecher 8 jeweils an die gegenüberliegenden Ränder der Öffnung 3 angelegt werden.
  • Die entstehenden schmalen Schlitze 23 und 24 sind so gewählt, dass die jeweiligen Milchschläuche 6 und 10 durch sie hindurchpassen und dass es möglich ist, die Zitzenbecher 4, 8 gegenüber der Bodenfläche 2 zu bewegen. Auf diese Weise ist es für den Melker einfach möglich, die einzelnen Zitzenbecher an die vorderen und hinteren Zitzen anzusetzen, wobei nach dem Ansetzen noch genügend Bewegungsspielraum für die Zitzenbecher verbleibt.
  • Insbesondere können sich die an die linke Euterhälfte des Tieres angelegten Zitzenbecher 8 und auch die an die rechte Euterhälfte des Tieres angelegten Zitzenbecher 4 über der gesamten Länge der Längsschlitze 23 und 24 bewegen, so dass Biegemomente auf die Milchschläuche 6 und 10 vermieden werden.
  • Zur Abdeckung des zentralen Öffnungsbereichs sind Abdecksegmente 16, 16a vorgesehen, die sich hier gemeinsam mit den beiden Dreheinrichtungen 11 und 12 verschwenken lassen.
  • Zwischen dem Abdecksegment 16 und dem Schließsegment 14 bzw. dem Abdecksegment 16a und dem Schließsegment 14a werden die jeweiligen Öffnungssegmente 15 und 15a vorgesehen, die hier genügend große Öffnungen zur Durchführung der Zitzenbecher 4, 8 bereit stellen.
  • In der in 1d gezeigten Behandlungsposition wird der längsgerichtete Schlitz 23 an der einen Dreheinrichtung 11 durch die Öffnung des Gleitsegmentes 17 und an der anderen Dreheinrichtung 12 durch einen in der Öffnung des Öffnungssegments 15a gebildeten Gleitbereich 19a fortgesetzt, so dass sich die Milchschläuche 6 entlang der in dem Gleitsegment 17 und der durch den Gleitbereich 19a gebildeten zusammenhängenden Öffnung bewegen können. Analog dazu wird der andere Schlitz 24 durch die Öffnung in dem Gleitsegment 17a und an der anderen Dreheinrichtung 12 durch den Gleitbereich 19 der Öffnung des Öffnungssegmentes 15a gebildet. Die Gleitbereiche 19 und 19a der Öffnungssegmente 15 und 15a und die Gleitsegmente 17 und 17a stellen jeweils Öffnungen zur Verfügung, durch welche die Milchschläuche verlaufen und in welchen sie geführt werden.
  • Die Breite der Längsschlitze ist dabei so bemessen, dass die Milchschläuche 6, 10 sich gut darin bewegen können, um durch Bewegungen der Kuh ausgelöste Hebelkräfte zu vermeiden.
  • Damit schwenkt bei dieser gezeigten Ausführungsform das Schließsegment 14 noch weiter in der gleichen Schwenkrichtung, was auch durch die Arbeitsposition des Hubzylinders 30 (vgl. 1d) gezeigt ist. Es wäre jedoch in anderen Ausgestaltungen auch möglich, in anderer Weise die Schlitze 23, 24 zu erzeugen, beispielsweise durch eine vorgegebene rückgerichtete Schwenkbewegung der Schließsegmente 14, 14a, wobei sich dann diese sich ergebenden Schlitze nicht über die gesamte Länge L = L1 + L2 erstrecken würden.
  • Ausgehend von der in 1d gezeigten Situation können die Zitzenbecher an das (nicht gezeigte) Euter angesetzt werden. Während des Melkens können sich die Schläuche in den Schlitzen 23, 24 längs zu dem zu melkenden Tier frei bewegen. Auf diese Weise wird erreicht, dass im Wesentlichen keine Hebelkräfte durch die Schläuche auf die Zitzen einwirken, die zu einem Abfallen der Zitzenbecher führen könnten.
  • Bei Melkende, wenn der Milchfluss nachlässt, werden die Zitzenbecher von den Zitzen abgezogen und wieder in die in 1d gezeigte Position verbracht. Dies geschieht dabei bevorzugt so schnell, dass die Zitzenbecher 4, 8 die Bodenfläche 2 nicht berühren, was durch die gewisse Steifigkeit der Milchschläuche unterstützt wird.
  • Anschließend wird die Vorrichtung wieder in die in 1c bzw. 1b gezeigte Situation verfahren bzw. die Schließsegmente werden wieder in die in den 1b und 1c gezeigte Position verbracht.
  • Nach jedem Melkvorgang oder nach einer bestimmten Anzahl an Melkvorgängen werden, wie in 1e gezeigt, die Zitzenbecher gespült und/oder gereinigt und/oder desinfiziert. Zu diesem Zweck werden die Schließsegmente 14 und 14a in die in 1 gezeigte Position verfahren, so dass die Öffnung 3 vollständig verschlossen ist. Anschließend werden mit den Zitzenbecher-Hebeeinrichtungen 7 und 9 die einzelnen Zitzenbecher 4, 8 in die jeweiligen Spülaufnahmen 21 gedrückt und dort gereinigt.
  • Alternativ dazu können die Dreheinrichtungen auch weiter gedreht werden, bis sie in eine Spülposition gelangen, in der die Zitzenbecher 4, 8 in die jeweiligen Spülaufnahmen 21 gedrückt und dort gereinigt werden.
  • Während des eigentlichen Melkvorgangs decken insbesondere die Schließsegmente 14 und 14a die Spülaufnahmen 21 ab, so dass in den Spülpausen kein Ungeziefer bzw. Schmutz in die jeweilige Spülaufnahme gelangen kann. Die Spülaufnahmen bzw. Spüleinrichtungen 21 sind an einer Unterseite 2a der Bodenfläche 2 angeordnet.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung bietet damit den Vorteil, dass keinerlei Verschlusselemente für die Öffnung 3 oberhalb der Bodenfläche 2 angeordnet sind und insoweit keine Verletzungsgefahr für die Tiere vorliegt.
  • Weiterhin sind während des eigentlichen Melkvorgangs nur zwei schmale Längsschlitze 23 und 24 geöffnet (vgl. 1d), durch welche nur die Milchschläuche geführt werden. Diese Schlitze 23, 24 sind nicht breiter als die Schlitze eines Spaltenbodens, so dass insoweit sichergestellt wird, dass es nicht zu Klauenverletzungen der Tiere kommt.
  • Andererseits ist durch die Längsschlitze 23, 24 bzw. durch deren Breite sichergestellt, dass die Schläuche bei Bewegungen der Kuh mitgehen und keine Hebelkräfte auf die Zitzen ausgeübt werden, die zu einem Abfallen der Zitzenbecher führen könnten.
  • Wie in 1c gezeigt, werden vor Beginn des Melkvorgangs alle Zitzenbecher 4, 8 mittig unter dem (nicht gezeigten) Tier hochgefahren, so dass die Gefahr minimiert wird, dass Klauen des Tieres auf dem Bereich der Öffnung 3 stehen.
  • Weiterhin kann durch den leicht gegenüber der Bodenfläche überstehenden gewölbten Bereich der beiden Schließsegmente 14, 14a verhindert werden, dass die Klauen der Tiere auf diesem Bereich stehen. Wie oben gesagt, sind diese Schließsegmente 14, 14a bevorzugt gekrümmt, wobei der Krümmungsradius besonders bevorzugt im Wesentlichen dem Radius der Schwenkbewegung um die Drehachse D entspricht.
  • Durch die Drehbewegung sind zum öffnen und Schließen der öffnung 3 bzw. für die Bewegung der Dreheinrichtungen mit den Schließsegmenten 14 und 14a vergleichsweise geringe Kräfte nötig.
  • Es können Dichtungselemente, insbesondere Gummielemente, vorgesehen sein, die ein besonders effizientes Abdichten der öffnung 3 bewirken. Auch können an den Rändern der öffnung 3 entsprechende Dichtelemente vorgesehen sein.
  • Die Spülstellung der Zitzenbecher 4, 8 ist leicht integrierbar und auch die Spüleinrichtungen 21 können in leichter und andererseits für Verschmutzungen schwer zugänglicher Weise insbesondere an der Unterseite der Bodenfläche 2 angeordnet werden. Weiterhin werden, wie oben gesagt, durch die Schließsegmente 14, 14a die Spülaufnahmen in den Spülpausen abgedeckt, so dass während dieser Zeit keine Verschmutzungen in die Spülaufnahmen 21 gelangen können.
  • Die entgegengesetzte Drehung der einzelnen Spülsegmente bietet insbesondere den Vorteil, dass die Spülelemente hinsichtlich ihrer Richtungen an die Geometrien des Euters eines zu melkenden Tieres, insbesondere einer zu melkenden Kuh, angepasst werden können.
  • Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
  • 1
    Melkstand
    2
    Bodenfläche
    4, 8
    Zitzenbecher
    3
    Öffnung
    6, 10
    Milchschläuche, Zuleitungen
    7, 9
    Zitzenbecher-Hebeeinrichtung
    11, 12
    Dreheinrichtungen
    14, 14a
    Schließsegmente
    15, 15a
    Öffnungssegmente
    16, 16a
    Abdecksegmente
    17, 17a
    Gleitsegmente
    18, 18a
    Randsegmente
    19, 19a
    Gleitbereiche
    21
    Spüleinrichtung
    22
    Gestell
    23
    Längsschlitz
    24
    Längsschlitz
    30
    Hubzylinder
    31
    Gestänge
    32
    Gelenk
    33
    Gestänge
    34
    Umlenkrolle
    D
    Drehachse
    L
    Längsrichtung
    L1, L2
    Teillängen der Schließsegmente
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 3650637 T2 [0008, 0009]

Claims (17)

  1. Melkstand (1) zum Behandeln von Tieren und insbesondere zum Melken von Tieren mit einer Bodenfläche (2) und mit wenigstens einer Behandlungseinrichtung (4, 6, 8 10), welche durch eine Öffnung (3) dieser Bodenfläche (2) durchführbar ist, wobei diese Behandlungseinrichtung wenigstens einen Zitzenbecher (4, 8) zum Behandeln einer Zitze aufweist und wobei die Behandlungseinrichtung (4, 6, 8, 10) in eine oberhalb der Bodenfläche angeordnete Arbeitsposition und in eine unterhalb der Bodenfläche angeordnete Ruheposition bringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Melkstand wenigstens eine um eine vorgegebene, unterhalb der Bodenfläche (2) angeordnete und von der Bodenfläche (2) beabstandete Drehachse (D) schwenkbare Dreheinrichtung (11, 12) aufweist, wobei diese Dreheinrichtung ein Schließsegment (14, 14a) aufweist, welches die Öffnung (3) in der Ruheposition im Wesentlichen verschließt.
  2. Melkstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Melkstand wenigstens zwei Dreheinrichtungen (11, 12) aufweist, die gegenläufig bezüglich einander um die Drehachse (D) schwenkbar sind.
  3. Melkstand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Dreheinrichtung (11, 12) wenigstens ein um die Drehachse (D) angeordnetes Abdecksegment (16, 16a) vorgesehen ist und zwischen dem Schließsegment (14, 14a) und dem Abdecksegment (16, 16a) ein Öffnungssegment (15, 15a) vorgesehen ist.
  4. Melkstand nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreheinrichtung (11, 12) eine an das Abdecksegment (16, 16a) angrenzende als Gleitsegment (17, 17a) ausgebildete Öffnung umfasst.
  5. Melkstand nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Dreheinrichtung (11, 12) eine gekrümmte, z. B. zylindersegmentförmige, Oberfläche aufweist.
  6. Melkstand nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite (2a) der Bodenfläche (2) Spüleinrichtungen (21) für die Zitzenbecher (4, 8) vorgesehen sind.
  7. Melkstand nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreheinrichtungen (11, 12) durch Antriebseinrichtungen und insbesondere durch Hubzylinder (30) betätigt werden.
  8. Melkstand nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zitzenbecher (4, 8) um die Drehachse (D) schwenkbar sind.
  9. Melkstand nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei erste Zitzenbecher (4) einer ersten Dreheinrichtung (11) und zwei zweite Zitzenbecher (8) einer zweiten Dreheinrichtung (12) zugeordnet sind.
  10. Melkstand nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei ersten Zitzenbecher (4) einer in Längsrichtung gesehenen seitlichen Euterhälfte und die beiden zweiten Zitzenbecher (4) der anderen seitlichen Euterhälfte zugeordnet sind.
  11. Melkstand nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer ersten Drehposition der Dreheinrichtung (11, 12) das Schließsegement (14, 14a) die Öffnung (3) im Melkstandboden (2) verschließt und in einer daran anschließenden zweiten Drehposition der Dreheinrichtung (11, 12) das Öffnungssegment (15, 15a) die Öffnung (3) im Melkstandboden (2) freigibt und in einer dritten Drehposition das Abdecksegment (16, 16a) die Mitte der Öffnung (3) im Melkstandboden (2) abdeckt, während ein rechter und ein linker Längsschlitz (23, 24) an der Öffnung (3) im Melkstandboden (2) frei bleiben.
  12. Melkstand nach dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der linke Längsschlitz durch die Öffnung des Gleitsegmentes (17) der einen Dreheinrichtung und durch den an dem Öffnungssegment gebildeten Gleitbereich der anderen Dreheinrichtung gebildet wird.
  13. Melkstand nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 2 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließsegmente (14, 14a) eine unterschiedliche Länge (L1, L2) aufweisen.
  14. Verfahren zum Melken von Tieren mit den Schritten: – Öffnen einer in einer Bodenfläche (2) des Melkstands (1) vorgesehenen Öffnung (3) – Durchführung wenigstens einer Behandlungseinrichtung (4, 6, 8, 10) durch die Öffnung (3) in eine Arbeitsposition, wobei diese Behandlungseinrichtung wenigstens einen Zitzenbecher (4, 8) zum Behandeln einer Zitze aufweist; – Durchführung eines Behandlungsvorgangs mit Hilfe der wenigstens einen Behandlungseinrichtung (4, 8); – Rückführung der wenigstens einen Behandlungseinrichtung (4, 8) in eine Ruhestellung unterhalb der Bodenfläche; dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (3) nach dem Durchführen der Behandlungseinrichtung (4, 6, 8, 10) und vor der Rückführung der Behandlungseinrichtung (4, 6, 8, 10) teilweise geschlossen wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Zitzenbecher (4, 8) vollständig durch die Öffnung (3) hindurch geschoben wird.
  16. Verfahren nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche 14 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung (3) durch Schwenken wenigstens eines um eine vorgegebene, unterhalb der Bodenfläche (2) angeordnete und von der Bodenfläche beabstandete Drehachse (D) schwenkbaren Schließsegments (14, 14a) geöffnet wird.
  17. Verfahren nach wenigsten einem der vorangegangenen Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungseinrichtung (4, 6, 8, 10) nach dem Melkvorgang durch eine unter der Bodenfläche (2) angeordnete Spüleinrichtung (21) gereinigt wird und dass bevorzugt während dieses Reinigungsvorgangs die Öffnung (3) im Wesentlichen geschlossen ist.
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