[go: up one dir, main page]

DE102006058673A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern Download PDF

Info

Publication number
DE102006058673A1
DE102006058673A1 DE102006058673A DE102006058673A DE102006058673A1 DE 102006058673 A1 DE102006058673 A1 DE 102006058673A1 DE 102006058673 A DE102006058673 A DE 102006058673A DE 102006058673 A DE102006058673 A DE 102006058673A DE 102006058673 A1 DE102006058673 A1 DE 102006058673A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reactor
gas
transport device
coke
oxidizing agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102006058673A
Other languages
English (en)
Inventor
Ingo Dipl.-Ing. Purr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
PURR KATJA
Purr Katja Dipl-Ing
Original Assignee
PURR KATJA
Purr Katja Dipl-Ing
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by PURR KATJA, Purr Katja Dipl-Ing filed Critical PURR KATJA
Priority to DE102006058673A priority Critical patent/DE102006058673A1/de
Publication of DE102006058673A1 publication Critical patent/DE102006058673A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels
    • C10J3/02Fixed-bed gasification of lump fuel
    • C10J3/20Apparatus; Plants
    • C10J3/30Fuel charging devices
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J2200/00Details of gasification apparatus
    • C10J2200/15Details of feeding means
    • C10J2200/158Screws
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J2300/00Details of gasification processes
    • C10J2300/09Details of the feed, e.g. feeding of spent catalyst, inert gas or halogens
    • C10J2300/0903Feed preparation
    • C10J2300/0909Drying
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P20/00Technologies relating to chemical industry
    • Y02P20/10Process efficiency
    • Y02P20/129Energy recovery, e.g. by cogeneration, H2recovery or pressure recovery turbines

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Abstract

Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern. Bei der Energiegewinnung durch Vergasung, insbesondere bei Biomasse, weisen die Techniken eine hohe Empfindlichkeit bezüglich der Brennstoffeigenschaften auf. Zudem treten Probleme bei der Gasqualität in Bezug auf Teer- und Staubgehalt auf. Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Angabe einer Vorrichtung und eines Verfahrens, die beim Einsatz verschiedener organischer Einsatzstoffe stabil und energetisch effizient arbeitet und dabei eine gute Gasqualität ermöglicht. Dies wird durch ein Verfahren gelöst, bei dem der Koks aus der partiellen Oxidation des Energieträgers intern als Wärmeträger zur Wärmerückgewinnung genutzt wird. Der Koks wird mit dem frischen Brennstoff vermischt, in folgender Wärmeabgabe wird der Einsatzstoff getrocknet und pyrolysiert. Anschließend erfolgt die Teiloxidation. Durch ständiges Bewegen des Materials und mechanische Beräumung der Austrittsöffnungen des Oxidationsmittels wird eine Verschlackung verhindert. Das Gas durchströmt einen heißen Bereich, in dem die Teere gespalten werden. Die Erfindung beinhaltet dazu apparative Gestaltungen eines Reaktors, um diesen thermochemischen Prozess zu realisieren. Der Gasaustritt ist so angeordnet, dass das Gas in einer Wirbelströmung zum Austritt hin strömt, wodurch auf Grund der zentrifugalen Kräfte eine Abreinigung des Gases von Partikeln erfolgt. Die Vorrichtung und das Verfahren beziehen sich auf das Gebiet der ...

Description

  • Technisches Umfeld
  • Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Energiegewinnung und des Apparatebaus und betrifft eine Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus Energieträgern insbesondere biogenen Materialien, welches zur Gewinnung von Elektroenergie und Wärme verwendet werden kann. Mit Hilfe dieser Vorrichtung bzw. des Verfahrens wird durch unterstöchiometrische Zugabe eines Oxidationsmittels, wie Luft, Wasserdampf oder reiner Sauerstoff, ein Schwachgas erzeugt, welches motorisch zur kombinierten Breitstellung von Strom und Wärme eingesetzt werden kann.
  • In „Energie aus Biomasse" von M. Kaltschmitt (Springer Verlag, 2001) wird ein Überblick über den Stand der Technik und die bekannten Verfahren und Vorrichtungen zur thermischen Nutzung von Biomasse zur Bereitstellung von Strom und Wärme abgebildet. Neben klassischen Technologien der Verbrennung und Vergasung werden auch moderne Technologien mit nachgeschalteter motorischer Nutzung benannt. Zudem werden die technischen Herausforderungen bei der thermischen Nutzung von biogenen Energieträgern auf Grund ihrer spezifischen Eigenschaften abgebildet.
  • Im Festbettvergaser wird der zu vergasende Brennstoff in einer Schüttschicht, die sich vom Eintragsort bis zum Ascheaustrag hin bewegt, dem Vergasungsmittel ausgesetzt. Das Brennstoffbett sinkt auf Grund der Schwerkraft und der kontinuierlichen Zersetzung in den einzelnen Zonen langsam nach unten ab. In Relation zu der sich nach unten bewegenden Schüttung wird das Oxidationsmittel im Gleich-, Gegen-, oder Querstrom zugegeben. Problematisch bei diesen Ausführungen ist vor allem die gleichmäßige Verteilung des Vergasungsmittels über den Reaktor und die Empfindlichkeiten hinsichtlich der Brennstoffstückigkeit. Zu dem werden hierbei nur geringe energetische Wirkungsgrade erzielt.
  • Bei den Wirbelschichtverfahren unterscheidet man in stationäre und zirkulierende Wirbelschichten. Die Wirbelschicht entsteht, wenn das Vergasungsmittel mit einer ausreichend hohen Geschwindigkeit durch den Reaktor strömt und das Bettmaterial und den Brennstoff aufwirbelt. Die Brennstoffteilchen sind typischer Weise deutlich kleiner als in Festbettreaktoren. Im Vergleich zu Festbettvergasern werden in solchen Reaktoren auch keine Temperatur- und Reaktionszonen ausgebildet, so dass die einzelnen Reaktionen parallel ablaufen. Vorteilhaft ist hier der intensive Wärmeaustausch zwischen Bettmaterial, in der Regel Quarzsand, und dem Energieträger. Nachteilig sind die hohe Partikelbeladung des Gases und die erzeugte Gasqualität hinsichtlich höherer Kohlenwasserstoffe. Weitere Nachteile der Wirbelschichtvergasung liegen bei den hohen technischen Aufwendungen und den geringen Kaltgaswirkungsgraden.
  • Zudem weisen die bekannten Technologien der Vergasung hohe Empfindlichkeiten bezüglich der Brennstoffart auf. Dabei unterscheiden sich die Heizwerte biogenen Brennstoffe im wesentlichem nur durch den Wassergehalt und sind weniger durch die Art der Biomasse beeinflusst und liegen in einem engen Bereich von 16,4 bis 19,2 MJ/kgTS. Andere Stoffeigenschaften weisen dagegen erhebliche Unterschiede auf. Aus Sicht der thermochemischen Prozesse ist dabei besonders auf den Aschegehalt, Chlor- und Schwefelgehalt und das Ascheschmelzverhalten zu achten.
  • Auf Grund der hohen Prozesstemperaturen kommt es zu physikalischen Veränderungen der Asche, so kann es zum Versintern bis hin zum völligen Schmelzen kommen. Liegt ein niedriger Sinterbeginn vor, kann es schnell zu Anbackungen im Feuerungsraum kommen, was zu veränderten Strömungs- und Reaktionsbedingungen und letztlich zur Störungen des stationären Anla genbetriebes führen kann. Das Risiko solcher Versinterungen ist vor allem an Stellen hoher Temperaturen also im Bereich der Sauerstoffzuführung hoch.
  • Die Bestandteile Kalium, Calcium und Magnesium charakterisieren im wesentlichem dieses Verhalten. So führen hohe Kalium- und Magnesiumgehalte zu einer Absenkung des Sinterbeginns, während durch die Zugabe von calciumhaltigen Materialien der Gefahr der Verschlackung durch Anhebung der kritischen Temperaturen reduziert werden kann. Beim Einsatz von holzartiger Biomasse ist die Versinterungsgefahr auf Grund des niedrigen Aschegehaltes und des relativ hohen Sinterbeginn bei ca. 1200°C gering. Stroh als Reststoff aus der Landwirtschaft weist dagegen höhere Aschegehalte und einen niedrigeren Sinterbeginn auf. Problematisch stellen sich vor allem Getreidekörner als Brennstoff dar, hier können bereits ab 650°C Versinterungen auftreten.
  • Aus diesem Grund bevorzugen alle bekannten Technologien überwiegend Holz mit einem Wassergehalt um 20% als Energieträger.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Technisches Problem
  • Die bekannten Techniken zur Schwachgaserzeugung weisen eine hohe Empfindlichkeit bezüglich der Brennstoffeigenschaften, insbesondere dem Wassergehalt, Stückigkeit und Sinterverhalten, auf. Zu dem treten Probleme bei der Gasqualität in Bezug auf Teer- und Staubgehalt auf. Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Darstellung einer Vorrichtung und eines Verfahrens zur Schwachgaserzeugung aus verschiedensten Energieträgern, welches einen stabilen Betrieb und eine hohe energetische Effizienz sowie eine gute Gasqualität beim Einsatz verschiedenster Energieträger ermöglicht.
  • Technische Lösung
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung beinhaltet die Nutzung des bei der partiellen Oxidation von Energieträgern anfallenden Koks intern als Wärmeträger zur Wärmerückgewinnung. Durch diese interne Wärmenutzung kann eine Steigerung des energetischen Wirkungsgrades und damit eine effektivere Nutzung von vorhandenen Energieressourcen ermöglicht werden. Die Erfindung beinhaltet dazu apparative Gestaltungen, um dieses im Reaktor, in dem der thermochemische Prozess abläuft, zu realisieren. Des Weiteren beinhaltet die Erfindung eine spezielle apparative Gestaltung am Gasaustritt des Reaktors zur Verbesserung der erzeugten Schwachgasqualität. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht damit bei der Schwachgaserzeugung eine bessere Gasqualität.
  • Die Erfindung besteht aus einem Reaktor mit einem Transportsystem und einem am oberen Ende speziell angeordneten Gasaustritt. In dem Reaktor wird mit Hilfe einer Transporteinrichtung der Energieträger in den unteren Bereich hinein transportiert. Über einen Fallschacht gelangt zusätzlich heißer Koks aus der Oxidationszone zu dem frischen Material. Bei dem weiteren Transport erfolgt auf Grund der Durchmischung beider Materialien die Abkühlung des Koks durch Wärmeabgabe an den neuen Energieträger. Dieser wird erwärmt, getrocknet und teilweise oder auch vollständig pyrolysiert. Der Transport des Materials erfolgt bis zur Mitte des Reaktors. Die Transportvorrichtung reicht über den gesamten Querschnitt des Reaktors und transportiert von beiden Reaktorrändern Material zur Mitte hin. Hier ist eine zweite Transportvorrichtung oder ein Rührelement in einem abgegrenzten Raum angeordnet. Das Materialgemisch wird in diesem hoch transportiert. Am oberen Ende erfolgt die Zugabe des Oxidationsmittels und das Material wird bei hohen Temperaturen thermochemisch umgesetzt und ein Schwachgas wird erzeugt. Die Transport- oder Rühreinrichtung ermöglicht in diesem Bereich die ständige mechanische Beräumung der Zuführungsstellen des Oxidationsmittels, um so Verschlackungen und Ablagerungen entgegen zu wirken. Das Gas durchströmt einen darüber befindlichen großen Gasraum. Der unvollständig umgesetzte Koks gelangt in den trogförmig ausgebildeten unteren Bereich des Reaktors hin zu den Fallschächten am Rand des Reaktors. Hier erfolgt auf der einen Seite die Zumischung zu dem neuen Energieträger und auf der anderen Seite der partielle Rücktransport wieder hin zur Mitte des Reaktors, wo er sich mit dem anderen Koks und dem bereits pyrolysierten neuen Material mischt und ermöglicht damit eine weitere Aufheizung des neuen Materials. Das gesamte Gemisch wird anschließend wieder zur Oxidationszone befördert.
  • Des Weiteren beinhaltet die Erfindung eine weitere Transportvorrichtung, welche den Abtransport von eventuell kokshaltiger Asche aus dem Reaktor und deren vollständigen Umsatz ermöglicht. Diese Transportvorrichtung ist in einer höheren Ebene als die erste Transportvorrichtung angeordnet und ermöglicht damit eine Regulierung des Füllstandes der Koksschüttung im Reaktor. Gleichzeitig wird in dieser unter Zugabe von Oxidationsmittel das Material vollständig thermisch umgesetzt, wobei auch hier die Transportvorrichtung oder Rührelemente eine ständige mechanische Beräumung der Austrittsöffnungen des Oxidationsmittels gewährleisten. Die entstandene Asche wird im Weitern in einen Behälter abtransportiert und das entstandene Abgas gelangt über die Transportvorrichtung in den Reaktor. Die Anordnung der Transportvorrichtung kann waagerecht oder in einem Winkel von bis zu 45° zur Matellinie des Reaktors erfolgen.
  • Das bei der partiellen Oxidation der Energieträger erzeugte Gas durchströmt einen großen heißen Gasraum und tritt am oberen Ende aus. Um die motorische Nutzbarkeit zu gewährleisten, ist der Gasaustritt am Reaktor so angeordnet, dass das Gas in einem Gaswirbel nach oben steigt und durch die zentrifugalen Kräfte bereits im Reaktor Schmutzpartikel abgetrennt werden.
  • Der Gasaustritt ist dabei tangential, aber nach Innen in den Reaktor hinein versetzt angeordnet, so dass die Innenkante des Gasaustrittes sich allseitig von der Reaktorinnenwand abhebt. Das Gas wird dadurch zu einer Wirbelströmung gezwungen, in der auf Grund der wirkenden zentrifugalen Kräfte die Partikel zur Reaktorwand hin befördert werden. Durch den in das Reaktorinnere hineinragenden Gasaustritt, tritt nicht der mit Partikeln beladene Gasstrom der wandnahen Strömung sondern ein Gasstrom mit geringerer Partikelbeladung aus dem Reaktor aus.
  • Vorteilhafterweise ist der Reaktor stehend rohrförmig, mit rundem, ovalem, quadratischem oder rechteckigem Querschnitt ausgebildet. Im unteren Bereich erfolgt eine Querschnittsverkleinerung, vorzugsweise kanal-, halbrohr- oder trogförmig. Hier ist die erste Transportvorrichtung angeordnet, welche über den gesamten Querschnitt des Reaktors Material hin zur Mitte befördert. Diese Vorrichtung ist vorteilhafter Weise ein Schneckenförderer mit einer Neigung zwischen 0 und 45°.
  • Die Zumischung des frischen Materials zu dem heißen Koks kann auch über einen Fallschacht von oben in den Reaktor hinein erfolgen.
  • Die interne Rückführung des Kokses als Wärmeträger erfolgt aus dem Reaktorraum in die erste Transportschnecke über eine schachtartige Zuführung, welche mit rundem, ovalem, quadratischem oder rechteckigem Querschnitt ausgebildet sein kann. Die erste Transporteinrichtung muss so aufgebaut sein, dass sie nach der Zumischung des Kokses den Abtransport dieses größeren Massenstromes im Vergleich zum Brennstoffmassenstrom ermöglicht. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, diese als Schneckenförderer auszuführen und am Reaktoreintritt im Querschnitt zu vergrößern.
  • Die erste Transportvorrichtung fördert vorteilhafter Weise von beiden Seiten hin zur Reaktormitte. Hier ist ein rohrförmiger Schacht mit der zweiten Transportvorrichtung angeordnet. In diesem Segment wird das Materialgemisch nach oben befördert. Am oberen Ende des Schachtes befinden sich die Zuführung des Oxidationsmittels, wie Luft, Sauerstoff, Wasserdampf oder Gemische dieser. Die zweite Transportvorrichtung ermöglicht weiterhin die ständige mechanische Beräumung dieser Öffnungen. Aus diesem Grund kann die Transportvorrichtung als Schneckenförderer, aber auch als einfaches Rührelement ausgeführt werden.
  • Weiterhin ist es von Vorteil die erste Transportvorrichtung als peforierten Kanal oder Rohr auszuführen. Hiermit wird ermöglicht, dass Pyrolysegase durch die Koksschüttung in den Gasraum des Reaktors gelangen und nur der gebundene feste Kohlenstoff in direkten Kontakt mit dem Oxidationsmittel kommt.
  • Diese erfindungsgemäße interne Rückführung des heißen Kokses zur Wärmebereitstellung für die Trocknung und Pyrolyse des frischen Energieträgers kann auch vorteilhafter Weise über eine schachtartige Zuführung in eine Transportvorrichtung erfolgen, in der es die notwendige Wärme für die Trocknungs- und Pyrolyseprozesse abgibt und über die gesamte Länge des Reaktors hin zu einer weitern Transportvorrichtung befördert wird. Diese liegt vorteilhafter Weise über der ersten Transportvorrichtung und transportiert das Gemisch wieder hin zur Mitte des Reaktors. Dort wird wie oben beschrieben Oxidationsmittel zugegeben und die Austrittsöffnungen noch durch das Transportelement mechanisch beräumt. Die beschriebenen Transportvorrichtungen sind vorteilhafter Weise Schneckenförderer mit einer Neigung zwischen 0 und 45°.
  • Vorteilhafter Weise wird das Oxidationsmittel regenerativ vorgewärmt in den Reaktor unter einem im Vergleich zum Reaktor geringen Überdruck geleitet. Dabei erfolgt die Zuführung über einen Verteilungsring am Ende der Transportvorrichtung. Über den Verteilungsring wird das über ein oder mehrere Rohre in den Reaktor geleitete Oxidationsmittel gleichmäßig verteilt.
  • Das erzeugte Schwachgas folgt einer nach oben zum Gasaustritt hin gerichteten Strömung, die sich im Verlauf als Wirbelströmung ausbildet. Auf Grund der speziellen Anordnung des Gasaustrittes, der tangential jedoch nach innen in den Reaktor versetzt erfolgt, wird bereits im Reaktor eine Verbesserung der Gasqualität durch Abtrennen von Partikeln erreicht. Aus diesem Grund ist die Gasaustrittsöffnung vorteilhafterweise schlitz-, kanal- oder rohrförmig.
  • Alle Transport- und Rührvorrichtungen des Reaktors sind vorteilhafter Weise aus hochtemperaturbeständigen Werkstoffen ausgeführt.
  • Durch die Erfindung können Energieträger nahezu vollständig umgesetzt werden bei einer Reaktorleistung bis vorzugsweise 2 MW. Auch höhere Leistungen sind nicht grundsätzlich ausgeschlossen
  • Das erfindungsgemäße Verfahren beinhaltet die Resttrocknung und Pyrolyse der Energieträger im untersten Bereich des Reaktors mit anschließender Vergasung bei hohen Temperaturen bis zu 1200°C unter Zugabe eines Oxidationsmittels.
  • Durch die Zumischung von heißem Koks zum frischen organischen Material und die beim weiteren Transport entstehende intensive Durchmischung wird Wärmeenergie für die Trocknung und im weiteren für die pyrolytische Zersetzung bereitgestellt. Dabei wird in einem Temperaturbereich des frischen Materials bis 200°C der Wasserdampf ausgetrieben. Anschließend erfolgt die Pyrolyse des Materials bei Temperaturen bis 700°C. Die dabei entstehenden Produkte, bestehend aus Pyrolysekoks und den gasförmigen Bestandteilen, wie Kohlendioxid, Wasserdampf, Wasserstoff, Kohlenmonoxid sowie kurz- und langkettige Kohlenwasserstoffe werden weiter mit heißem Koks aus der Oxidationszone vermischt. Die Vollständigkeit der pyrolytischen Zersetzung kann in Abhängigkeit der spezifischen Brennstoffanforderungen durch die Verweilzeit und durch Änderung der konkreten Abmessungen der Transportvorrichtung angepasst werden. Auf Grund der spezifischen Gesaltung der Transportvorrichtung in einem perforierten Rohr können die gasförmigen Pyrolyseprodukte durch die Koksmischung in den Gasraum des Reaktors strömen, so dass das entstandene Gemisch aus festen Pyrolysematerialien und dem heißen Koks zur Austrittsöffnung des Oxidationsmittels hin befördert wird. Das Oxidationsmittel wird über ein oder mehrere Zuführungsleitungen hin in ein Verteilsystem gefördert und dann gleichmäßig über einen Verteilungsring in Kontakt mit dem Material gebracht. Diese Zuführung kann je nach Lage der zweiten Transportvorrichtung seitlich oder von oben angeordnet sein und ermöglicht eine Gasströmung in den oberen Teil des Reaktors. Dies kann dadurch realisiert werden, dass das Oxidationsmittel unter Druck durch mehrere Öffnungen zugeführt wird und/oder das entstandene Schwachgas im oberen Bereich abgesaugt wird. Da an den Austrittsstellen des Oxidationsmittels lokal sehr hohe Temperaturen entstehen können, besteht damit die Gefahr von Versinterungen und Ascheschmelzen bis hin zu Ablagerungen und Behinderungen des stationären Betriebes. Aus diesem Grund werden diese Gefahrenstellen von der zweiten Transporteinrichtung ständig mechanisch beräumt. Wird das Material nicht vollständig in Gaskomponenten umgewandelt, entsteht Koks. Dieser Koks gelangt mit Temperaturen bis 800°C in den unteren Teil des Reaktors zurück und stellt die Wärmeenergie für die Trocknung und Pyrolyse des frischen Brennstoffes bereit. Das entstandene Gas gelangt auf Grund der Strömung im Reaktor in den oberen Bereich, hier erfolgt bei Temperaturen bis zu 1200°C und durch hohe Verweilzeit die Umsetzung von höheren Kohlenwasserstoffen. Zudem erfolgt auf Grund der Anordnung des Gasaustritts eine Gaswirbelströmung, die die Verweilzeit vergleichmässigt und daneben die Gasreinigung hinsichtlich mitgerissener kleiner Kokspartikel auf Grund der Zentrifugalwirkung ermöglicht. Die abgetrennten Partikel gelangen auf Grund der Schwerkraft wieder zurück in die Koksschüttung. Die Regulierung des Füllstandes dieser Schüttung und den Austrag von Inertstoffen bzw. Asche wird mit einer weiteren Transporteinrichtung realisiert. Um einen vollständigen Umsatz zu gewährleisten wird hier wieder ein Oxidationsmittel, wie Luft, Wasserdampf, Sauerstoff, sauerstoffhaltiges Abgas oder Kombinationen dieser Stoffe hinzugegeben. Auch hier wird die Gefahr der Versinterung durch ständige mechanische Bewegung des Materials an den Austrittsöffnungen realisiert. Das entstandene Abgas gelangt wieder in den unteren Reaktorteil und folgt der Hauptgasströmung zum Gasaustritt.
  • In Abhängigkeit vom Durchsatz bzw. von der Verweilzeit wird der Brennstoff im wesentlich in den gasförmigen Zustand überführt. Den Reaktor verlässt so ein teerarmes, partikelarmes Schwachgas mit den Hauptenergieträgern Kohlenmonoxid, Wasserstoff und in geringem Maße Methan und den anderen nichtbrennbaren Bestandteilen Stickstoff, Kohlendioxid und Wasserdampf.
  • Auf Grund der hohen Gasaustrittstemperatur kann das abgesaugte Schwachgas zur regenerativen Vorwärmung des Oxidationsmittels oder zu einer anderen Wärmenutzung verwendet werden. Das erzeugte Gas ermöglicht gegebenenfalls nach einer weiteren Reinigung die motorische Nutzung zur Bereitstellung von Elektroenergie und Wärme.
  • Als vorteilhaft für die Transportvorrichtungen sind Förderschnecken, welche durch Anpassen der jeweiligen Drehzahlen die Temperaturen und die Geschwindigkeiten bzw. Verweilzeiten der Energieträger in den einzelnen Re aktorteilen aktiv beeinflussen können.
  • Kurze Beschreibung von Zeichnungen
  • Die Zeichnungen stellen zwei Möglichkeiten zur Realisierung der beschriebenen Vorrichtung und des Verfahrens dar. Die Beschreibung erfolgt an hand eines folgenden Ausführungsbeispiel.
  • Die beste Art und Weise, die Erfindung auszunutzen
  • Die Funktionsweise des Verfahrens in der Vorrichtung soll an einer Beispielausführung erläutert werden.
  • Der Reaktor zur Schwachgaserzeugung hat eine Gesamthöhe (ohne Füße) von 2,5 m und einen Innendurchmesser von 1 m. Der Schneckenförderer (1) ist waagerecht am Reaktorboden angeordnet. Der in den Reaktor eingetragene Brennstoff beträgt 158 kg/h mit einer durchschnittlichen Kantenlänge von 30 mm und maximal 100 mm. Am Reaktorrand wird über einen Fallschacht (6) mit der Breite von 100 mm heißer Koks zu dem frischen Material zugemischt. Während des Transports des Gemisches wird der Koks abgekühlt und die Wärme für die Trocknung und die pyrolytische Zersetzung des Brennstoffes genutzt. Der Schneckenförderer geht von der Materialeinführung bis zum gegenüberliegenden Ende des Reaktors. Hier wird das Material in einem kurzen runden Schacht nach oben geschoben und durch die dort befindliche zweite Transportvorrichtung ausgeführt als Schneckenförderer (2) in den Reaktorraum zurück gefördert. Die Schachtöffnungen zum Transport des Gemisches sind dabei so gewählt, dass ein freier Durchtritt gewährleistet ist. Die entstehenden gasförmigen Pyrolyseprodukte gelangen in den Gasraum des Reaktors. Dies wird ermöglicht, in dem die beiden übereinander liegenden Schnecken in perforierten Rohren geführt werden, so dass die Gase in den Reaktor strömen können und nur die festen Pyrolyseprodukte zum Eintritt des Oxidationsmittels (4) befördert werden. Am Ende der zweiten Schnecke befindet sich eine ovale sattelförmige Öffnung des Führungsrohres nach oben zum Reaktor mit einem Durchmesser von 300 mm, hier wird über den gesamten Umfang verteilt das Oxidationsmittel nach unter in die Schnecke gerichtet zugeführt. Als Oxidationsmittel wird regenerativ vorgewärmte Luft verwendet, welche über eine Rohrleitung zum Verteilungsring geführt wird. Das entstandene Gas strömt nach oben zum Gasaustritt (5).
  • Der nicht umgesetzte Koks fällt über die obere Rohrkante in die darunter befindliche Schüttung und wird dem frischem Brennstoff zugemischt.
  • Der Füllstand wird über eine dritte Schnecke (3) reguliert, welche tangential im Reaktor angeordnet ist. Dieser Schneckenförderer befindet sich über der unteren Transportschnecke aber unterhalb der Oberkante der zweiten Schnecke. Zudem ist diese Schnecke in einem Winkel von 90° zu den beiden anderen Schnecke angeordnet.
  • In dieser Schnecke wird ein geringer Volumenstrom Oxidationsmittel zugeführt, um den vollständigen Ausbrand zu gewährleisten.
  • Die Stellen, an denen lokal hohe Temperaturen auftreten können, also im Reaktor am Ende des senkrechten Rohres, wo die vorgewärmte Luft zudosiert wird und in der Schnecke, in der der Ausbrand der Asche realisiert wird, werden mechanisch durch die Schneckenförderer bzw. Rührer selbst beräumt. Somit werden Verschlackungen und Versinterungen verhindert.
  • Der heiße Gasraum mit einer Höhe von 1,8 m wird von dem erzeugten Schwachgas durchströmt und weist Temperaturen bis 1200°C auf.
  • Im Reaktor ist die Gasaustrittsöffnung schlitzartig mit einer Höhe von 300 mm und einer Breite von 100 mm angeordnet, so dass ein Gaswirbel entsteht und das Gas auf Grund der Zentrifugalkraft von mitgerissenen Partikeln befreit wird. Die Mitte des Gasaustritts befindet sich dabei in einem Abstand von 350 mm zur Reaktormitte. Dadurch werden die zur Wand trans portierten Partikel nicht mit ausgetragen sondern fallen an der zylindrischen Wand zurück in die Koksschüttung.
  • Die Gasmenge von 480 Nm3/h wird mit einem Gebläse abgesaugt, die thermische Energie des Gases wird zur regenerativen Luftvorwärmung und für andere Wärmenutzung verwendet und die chemische Gasleistung von 400 kW wird in einem Zündstrahlmotor zur Erzeugung von Strom und Wärme genutzt.
  • 1
    Transportvorrichtung zur Materialzuführung
    2
    zweite Transportvorrichtung
    3
    dritte Transportvorrichtung bzw. Ausbrandschnecke
    4
    Austrittsöffnung des Oxidationsmittels
    5
    Gasaustritt
    6
    Schachtöffnungen
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - „Energie aus Biomasse" von M. Kaltschmitt (Springer Verlag, 2001) [0002]

Claims (30)

  1. Vorrichtung zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern bei welcher der beim Vergasungsprozess anfallende Koks zur internen Wärmrückgewinnung für die Trocknung und Pyrolyse des Energieträgers verwendet wird, wobei der Energieträger über eine untere Transportvorrichtung in den Reaktor transportiert wird und in diese Transportvorrichtung über Schachtöffnungen Koks zugeführt und mit dem Brennstoff vermischt wird und in dieser Transportvorrichtung durch die Wärmeabgabe des Kokses an den Energieträger zumindest die Trocknung aber auch die weitere pyrolytische Zersetzung ermöglicht wird, und das Gemisch in eine höhere Ebene transportiert und dort die Zugabe des Oxidationsmittels erfolgt, wobei die Öffnungen bzw. Austritte des Oxidationsmittels durch die Transportvorrichtungen ständig mechanisch beräumt werden, und sich über der Oxidationszone ein großer heißer Gasraum ausbildet, durch welchen das Gas mit einer Wirbelströmung, verursacht durch die spezielle tangentiale angeschnitte Anordnung und Geometrie des Gasaustritts am oberen Bereich des Reaktors zur Gasaustrittsöffnung strömt, wodurch bereits im Reaktor eine Gasreinigung hinsichtlich der Partikelbeladung erfolgt, zur Regulierung des Füllstandes der Koksschüttung und zum Abtransport von eventuell kohlenstoffhaltiger Asche ist in der Vorrichtung im unteren Bereich eine weitere Transportvorrichtung angeordnet, in welcher der vollständige Ausbrand durch Zugabe eines zweiten Oxidationsmittels ermöglicht wird, wobei auch hier die Öffnung durch die Transportvorrichtung mechanisch beräumt wird, dabei sind die Transporteinrichtungen und die Innenwände des Reaktors aus entsprechenden, für die in den jeweils stattfindenden thermischen Prozessen erreichbaren Maximaltemperaturen geeigneten, Materialien ausgeführt und das austretende erzeugte Schwachgas wird zur Energiegewinnung verwendet.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Reaktor mit rundem, ovalem, quadratischem oder rechteckigem Querschnitt ausgebildet ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die untere Transportvorrichtung eine Neigung zwischen 0 und 45° aufweist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Schachtöffnung bzw. Schachtöffnungen zur Kokszumischung einen kreisförmigen, rechteckigen, quadratischen oder ovalen Querschnitt aufweisen.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die untere Transportvorrichtung im Reaktor im Querschnitt vergrößert wird.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Transportvorrichtung im Reaktor nicht vergrößert wird, sondern bereits in dem nicht Koks führenden Teil so groß dimensioniert ist, dass die Zumischung des Kokses gewährleistet ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die zweite Transportvorrichtung, mit der das Gemisch zum Oxidationsmittel befördert wird, in einem Winkel von 0 bis 90° zur Reaktorachse angeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die zweite Transportvorrichtung nur als Rührelement ausgeführt wird.
  9. Vorrichtungen nach Anspruch 1, bei der die untere Transportvorrichtung beidseitig über je einen Fallschacht zum Reaktor hin verbunden ist und den Transport zur Reaktormitte hin realisiert.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die untere Transportvorrichtung durch den Reaktor fördert und an dem gegenüberliegenden Reaktorrand das Materialgemisch in die zweite Transportvorrichtung übergibt.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Reaktor im unteren Bereich zur unteren Transportvorrichtung hin kanalartig oder kegelartig ausgebildet ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Transportvorrichtungen im Reaktor in perforierten Rohren geführt werden.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Mischung des frischen Brennstoffes mit dem Koks so erfolgt, dass das Material von oben in den Reaktor zugeführt wird, sich in der Reaktorschüttung bereits mischt und anschließend über eine Transportvorrichtung zum Oxidationsmittel transportiert wird.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Transportvorrichtungen gleichzeitig ein ständiges Bewegen des Materials direkt an den heißen Stellen der Oxidationsmittelzuführung realisieren.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Aufgabe der ersten und zweiten Schnecke in einer anderen Transportvorrichtung realisiert wird.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 1, in der die Zuführung des Oxidationsmittels über einen Verteilerring nach unten in Richtung der Materialzuführung realisiert ist und eine Gasströmung nach oben durch einen Gasraum zum Gasaustritt erfolgt.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der das Verteilsystem des Oxidationsmittels in einem Ring oder rechteckigen Kanal realisiert ist.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Gasaustrittsöffnung im oberen Bereich des Reaktors über einem Gasraum angeordnet ist und einen tangential angeschnittenen schlitzartigen, rechteckigen, runden oder ovalen Querschnitt aufweist.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die Gasaustrittsöffnung senkrecht vom Deckel aus in den Reaktor hineinführt und einen tangentialen Eintritt aufweist.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die dritte Transportvorrichtung waagerecht oder in einem Winkel von bis zu 45° angeordnet ist.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die dritte Transportvorrichtung eine Regulierung des Reaktorfüllstandes ermöglicht.
  22. Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern bei welcher der beim Vergasungsprozess anfallende Koks zur internen Wärmrückgewinnung zumindest für die Trocknung aber auch für die Pyrolyse des Energieträgers verwendet wird, wobei der frische Brennstoff mit dem heißen Koks vermischt wird und dieses Gemisch über ein Transportsystem zum Austritt des Oxidationsmittels hin transportiert wird, wobei durch die apparative Gestaltung überwiegend die festen Pyrolyseprodukte mit dem Oxidationsmittel umgesetzt werden, die entstandenen Pyrolysegase überwiegend durch die im Reaktor befindliche Schüttung strömen und so eine teilweise Umsetzung des Kokses und der Pyrolysegase ermöglichen, und die entstandenen Gase aus der darüberliegenden Oxidationszone und aus der Pyrolyse einen heißen Gasraum durchströmen, wodurch eine Zersetzung von höheren Kohlenwasserstoffen ermöglicht wird, und das entstandene Gas eine nach oben gerichtete Wirbelströmung aufweist, welche in Verbindung mit der speziellen apparativen Gestaltung des Gasaustritts eine Grobabreinigung des Gasstromes von Partikeln bewirkt, welche wiederum direkt in die Koksschüttung zurück gelangen und umgesetzt werden können, und die Koksschüttung im Reaktor durch einen Abzug reguliert wird und vollständig durch weiter Oxidation umgesetzt wird, so dass das entstandene Schwachgas zur Energiegewinnung verwendet werden kann.
  23. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem als organische Energieträger nachwachsende Rohstoffe, landwirtschaftliche Reststoffe oder andere energiehaltige organische Stoffe eingesetzt werden.
  24. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem als Oxidationsmittel in den Reaktor Luft, Sauerstoff, Wasserdampf oder Gemische dieser verwendet werden.
  25. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem durch die Mischung von unvollständig umgesetztem Material aus dem partiellen Oxidationsprozess und frischem Energieträger eine Wärmeenergierückgewinnung erfolgt.
  26. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem durch die interne Wärmerückgewinnung die teilweise oder vollständige Trocknung und/oder die teilweise oder vollständige Pyrolyse realisiert werden.
  27. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem der vollständige Ausbrand der abgezogenen kohlenstoffhaltigen Asche mit Luft, Wasserdampf oder sauerstoffhaltigen Abgas oder Gemischen dieser realisiert wird.
  28. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem das Oxidationsmittel mit einem höheren Druck im Vergleich zum Reaktor zugeführt wird.
  29. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem die Gasströmung nach oben gerichtet realisiert wird.
  30. Verfahren nach Anspruch 22, bei dem im oberen Reaktor eine Separierung von Partikel erfolgt und diese in den Reaktionsprozess zurückgeführt werden.
DE102006058673A 2006-12-13 2006-12-13 Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern Withdrawn DE102006058673A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102006058673A DE102006058673A1 (de) 2006-12-13 2006-12-13 Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102006058673A DE102006058673A1 (de) 2006-12-13 2006-12-13 Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102006058673A1 true DE102006058673A1 (de) 2008-08-14

Family

ID=39597342

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102006058673A Withdrawn DE102006058673A1 (de) 2006-12-13 2006-12-13 Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102006058673A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010012487A1 (de) 2010-03-24 2011-09-29 Schwarzwald Bioenergie Technik Gmbh Vorrichtung und Verfahren zur Nutzenergiegewinnung aus Bioenergieträgern und anderen organischen Stoffen
DE102015215143A1 (de) 2015-08-07 2017-02-09 Hochschule Merseburg Verfahren und Vorrichtung zur Schwachgaserzeugung durch thermochemische vollständige oder partielle Oxydation fester Biomasse

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
"Energie aus Biomasse" von M. Kaltschmitt (Springer Verlag, 2001)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010012487A1 (de) 2010-03-24 2011-09-29 Schwarzwald Bioenergie Technik Gmbh Vorrichtung und Verfahren zur Nutzenergiegewinnung aus Bioenergieträgern und anderen organischen Stoffen
EP2380951A2 (de) 2010-03-24 2011-10-26 Schwarzwald Bioenergie Technik GmbH Vorrichtung und Verfahren zur Nutzenergiegewinnung aus Bioenergieträgern und anderen organischen Stoffen
DE102015215143A1 (de) 2015-08-07 2017-02-09 Hochschule Merseburg Verfahren und Vorrichtung zur Schwachgaserzeugung durch thermochemische vollständige oder partielle Oxydation fester Biomasse
DE102015215143B4 (de) 2015-08-07 2018-06-14 Hochschule Merseburg Verfahren und Vorrichtung zur Schwachgaserzeugung durch thermochemische partielle Oxydation fester Biomasse

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1192234B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur pyrolyse und vergasung von organischen stoffen oder stoffgemischen
EP1226222B1 (de) Verfahren zur vergasung von organischen stoffen und stoffgemischen
EP0309387A2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen von Generatorgas und aktivierter Kohle aus festen Brennstoffen
DE102010012487A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Nutzenergiegewinnung aus Bioenergieträgern und anderen organischen Stoffen
DE2640180B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vergasen fester Brennstoffe
DE3335544A1 (de) Reaktorvorrichtung zur erzeugung von generatorgas aus brennbaren abfallprodukten
AT519471B1 (de) Verkohlungsanlage
DE60033782T2 (de) Verfahren zur vergasung von kohlenstoffhaltigen treibstoffen in einem festbettvergaser
DE102016121046B4 (de) Duplex-TEK-Mehrstufen-Vergaser
EP2356200B1 (de) Verfahren zum thermochemischen vergasen fester brennstoffe
EP2281864B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung fester Brennstoffe
WO2011006789A2 (de) Reaktor und verfahren zur vergasung von biomasse
DE102008027858A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung eines teerfreien Brenngases
DE112007003339B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Vergasung von Vergasungsbrennstoff
DD202176A5 (de) Verfahren und einrichtung zur kontinuierlichen erzeugung von brenngas aus organischen abfallstoffen
DE102018117674B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzeugung von Aktivkohle
EP3214155B1 (de) Verfahren zur produktion von synthesegas zum betreiben eines verbrennungsmotors
DE102006058673A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Schwachgaserzeugung aus organischen Energieträgern
DE102023209789A1 (de) Verfahren und Anlage zum Vergasen eines festen kohlenstoffhaltigen Rohstoffs
EP0431077B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur thermischen behandlung von vergasungsgut
DE102015215143B4 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Schwachgaserzeugung durch thermochemische partielle Oxydation fester Biomasse
EP2875102A1 (de) Gegenstrom-/gleichstrom-vergasung von kohlenstoffreichen substanzen
DE2736493A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum verbrennen von kohle
DE202016106184U1 (de) Duplex-TEK-Mehrstufen-Vergaser
DE102005046347B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Energiegewinnung aus Bioenergieträgern und anderen organischen Stoffen

Legal Events

Date Code Title Description
8122 Nonbinding interest in granting licenses declared
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20110701