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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Extrusion viskoelastischer
Massen, insbesondere zur Extrusion von Teig, mit einem Schritt zur Bildung
von Strängen
oder flachen blatt- oder folienartigen Gebilden aus der viskoelastischen
Masse.
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Bekannte
Vorrichtungen zur Extrusion besitzen einen Einfüllbereich zum Einleiten von
Massen oder Bestandteilen der Massen in die Vorrichtung; einen Förderbereich
zum Fördern
und Bearbeiten des durch die Vorrichtung geförderten Massestroms; einen
Verteilerbereich zum Umformen und Verteilen des Massestroms auf
mehrere Masse-Teilströme; und
einen Düsenbereich
mit einer Vielzahl von Düsen
zum Bilden eines Massestrangs oder einer Massefolie aus den jeweiligen
Masse-Teilströmen.
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Beim
Fördern
und Bearbeiten sowie beim Verteilen und Bilden von Strängen, flachen
Gebilden oder dgl. finden im Innern einer viskoelastischen Masse
relative Fliessvorgänge
zwischen verschiedenen Bereichen der Masse statt, und es werden gleichzeitig
Spannungen in der Masse aufgebaut, die sich nur zum Teil durch Ausgleichs-Fliessvorgänge rasch
abbauen, während
ein verbleibender Anteil der Spannungen in die umgeformte Masse,
z.B. in die Stränge
oder die flachen Gebilde, mit eingetragen wird. Insbesondere bei
der Bildung von Strängen oder
(blattartigen bzw. folienartigen) Flachgebilden aus derartigen viskoelastischen
Massen sind aufgrund der starken Umformung und Verteilung der strömenden Masse
die dabei auftretenden Fliessvorgänge und Spannungen im Innern
der Masse sehr hoch, weshalb die entsprechenden Restspannungen in
den Strängen
bzw. Flachgebilden ebenfalls hoch sind. Dies führt bei den umgeformten Gebilden (Stränge bzw.
Flachgebilde) zu inneren Kräften
und ungewollten Verformungen der Gebilde, insbesondere zur Kräuselneigung
bei Strängen
bzw. zu Verzerrungen bei Flachgebilden, d.h. zu ungewollten Abweichungen
von der geradlinigen bzw. ebenen Form.
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Besonders
ausgeprägt
sind diese Probleme bei der Strang-Extrusion von Teig zu speziell
geformten Teigwaren (z.B. Spaghetti), die dann von der geradlinigen
Form abweichen. Dies kann in Extremfällen sogar zu einer vollständigen oder
mehrfachen Kräuselung
der Stränge
führen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, derartige Spannungen in den
extrudierten Strängen bzw.
Flachgebilden aus viskoelastischer Masse weitgehend zu eliminieren
oder zumindest so stark zu reduzieren, dass unter den üblichen
Bedingungen der Strang-Extrusion oder der Folien-Extrusion keine starken
Abweichungen von der Geradlinigkeit bzw. von der ebenen Form auftreten.
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Diese
Aufgabe wird bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs beschriebenen
Bauart erfindungsgemäss
dadurch erreicht, dass die Innenwände des Verteilerbereichs zumindest
in Teilbereichen aus einem ebenfalls viskoelastischen Material gebildet
sind oder in diesen Bereichen ein viskoelastisches Material aufweisen.
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Um
Verwechslungen zu vermeiden, wird im folgenden das umzuformende
Material stets als "viskoelastische
Masse" bezeichnet,
die unter üblichen Betriebsbedingungen
(Temperatur, Pumpleistung) fliesst, während das "viskoelastische Material" in den Wandbereichen
in der Regel ein synthetisches Material ist, das unter den üblichen
Betriebsbedingungen zwar elastisch verformbar ist, jedoch nicht
davon fliessen kann.
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Die
viskoelastischen Bereiche können
als kissenartige Elemente ausgebildet sein, die eine abgeschlossene
flexible Hülle
bzw. Kammer aufweisen, die mit einer Füllung aus viskoelastischem
Material gefüllt
ist. Die Füllung
kann dabei ein beliebiges viskoelatisches Material sein. Ein Extremfall
ist dabei ein rein viskoses Füll-Material
ohne elastische Komponente. In diesem Fall wählt man als Hüll-Material ein
Material mit elastischer und ohne viskoser Komponente. Ein anderer
Extremfall ist ein rein elastisches Füll-Material ohne viskose Komponente.
In diesem Fall erübrigt
sich die Hülle.
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Wichtig
ist dabei, dass die Innenwände
des Verteilerbereichs zumindest in Teilbereichen nachgiebig und
elastisch verformbar sind, jedoch nicht davon fliessen können. Daher
muss zumindest das Hüll-Material
rein elastisch ohne viskose Komponente sein.
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Anstelle
solcher Kissen mit einer elastischen Hülle und einem Füll-Material,
das zumindest eine viskose Komponente aufweist, können auch
massive elastisch verformbare Elemente verwendet werden.
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Die
viskoelastischen Bereiche können
auch eine oder mehrere gasgefüllte
Kammern aufweisen, wobei das die Kammern bildende Hüll-Material
ein flexibles Material ist, dessen Flexibilität durch die Dünnwandigkeit
und/oder die Elastizität
des Hüll-Materials
gegeben ist.
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In
herkömmlichen
Verteilerbereichen mit durchweg starren Innenwänden bilden sich bei der durch
die gekrümmten
Verteilerkanäle
hindurch gepressten viskoelastischen Masse asymmetrische Geschwindigkeitsprofile
aus. Diese Asymmetrie der Geschwindigkeitsprofile ist mit den am
Ende der Verteilerkanäle
angeordneten symmetrischen Düsen
zur Strangbildung bzw. Folienbildung nicht vereinbar und führt zu den
ungewollten Spannungen in den gebildeten Masse-Strängen oder
Masse-Folien.
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Durch
die erfindungsgemässe
Nachgiebigkeit und elastische Verformbarkeit der Innenwände zumindest
in Teilbereichen des Verteilerbereichs erfolgt in diesem Verteilerbereich
mit gekrümmtem
Kanälen,
in welchem eine intensive Umformung (Folien-Extrusion) und ggf. auch Zerteilung
(Strang-Extrusion) der zu bearbeitenden viskoelastischen Masse stattfindet,
ein verbesserter Abbau zumindest der asymmetrischen mechanischen
Spannungen in der sich umformenden viskoelastischen Masse bzw. eine starke
Unterdrückung
der Neigung zur Ausbildung solcher Spannungen. Dies erfolgt, indem
die mit dem Aufbau von zumindest asymmetrischen Materialspannungen
einhergehende Ausbildung asymmetrischer Geschwindigkeitsprofile
in den gekrümmten Bereichen
der Verteilerkanäle
weitgehend vermieden wird und insgesamt die Ausprägung der
verbleibenden, weitgehend symmetrischen Geschwindigkeitsprofile
kleiner wird. Anders gesagt, erzeugt die erfindungsgemässe Vorrichtung
flachere und gleichmässigere
Geschwindigkeitsprofile, deren Symmetrie an die Symmetrie der Düse(n) angepasst
ist/sind.
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Bei
einer besonders vorteilhaften Ausführung der erfindungsgemässen Vorrichtung
sind auch die Innenwände
der Düsen
zumindest in Teilbereichen aus einem viskoelastischen Material gebildet. Diese
Massnahme ermöglicht
es, auch in den Düsen, d.h.
in der letzten Phase der Umformung, eventuelle Restspannungen, vor
allem aber asymmetrische Restspannungen zu vermeiden bzw. abzubauen.
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Die
Ausbildung von parabel-ähnlichen
Geschwindigkeitsprofilen bei weitgehend laminar fliessenden viskoelastischen
Massen ist aufgrund der praktisch immer vorhandenen Wandreibung
zwar nicht vermeidbar. Die vorliegende Erfindung sorgt aber dafür, dass
nach dem Verteilerbereich beim Eintritt in die Düse(n) und vorzugsweise auch
nach dem Durchtritt der Masse durch die Düse(n) weitgehend symmetrische
und flache Geschwindigkeitsprofile vorliegen.
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Das
viskoelastische Material an oder in den Wänden kann ein Elastomer aufweisen.
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Zweckmässigerweise
ist das viskoelastische Material in Innenwand-Vertiefungen (Kavitäten) der Vorrichtung
eingebettet. Im Betrieb wird es dann von der viskoelastischen Masse
kontaktiert und führt
die Ausgleichsbewegungen durch, die zur Vergleichmässigung
bzw. Aufrechterhaltung der Gleichmässigkeit der Geschwindigkeitsprofile
in der fliessenden Masse führen.
Unter "Gleichmässigkeit" versteht man "möglichst flache Geschwindigkeitsprofile,
deren Symmetrie möglichst
gut an die Düsensymmetrie
angepasst ist".
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Bei
einer alternativen Ausführung
wird das viskoelastische Material, das in den Innenwand-Vertiefungen
(Kavitäten)
der Vorrichtung eingebettet ist, durch einen Teil der viskoelastischen
Masse gebildet, die sich in den Innenwand-Vertiefungen (Kavitäten) befindet.
Die Innenwand-Vertiefungen werden hier gezielt als Totzonen für die umzuformende
viskoelastische Masse verwendet, die somit die Funktion des weiter
oben beschriebenen viskoelastischen Materials übernimmt. Dies stellt eine
Ausnahme von der Unterscheidung zwischen "viskoelastischer Masse" und "viskoelastischem
Material" dar.
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Vorzugsweise
sind die Innenwand-Vertiefungen (Kavitäten) an Innenwand-Abschnitten
angeordnet, an denen der viskoelastische Massestrom lokal beschleunigt
wird. Dieser lokalen Beschleunigung der viskoelastischen Masse wird
durch die Ausweichbewegungen des viskoelastischen Materials entgegengewirkt.
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Zweckmässigerweise
sind die gesamten Innenwände
des Verteilerbereichs aus einem viskoelastischen Material gebildet.
In diesem Fall wird eine vollständige
Verteiler-Auskleidung
verwendet.
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Alternativ
oder zusätzlich
können
auch die gesamten Innenwände
der Düse(n)
aus einem viskoelastischen Material gebildet sein. In diesem Fall
wird eine vollständige
Düsen-Auskleidung
verwendet.
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In
den Bereichen dieser Auskleidungen erfolgen im Betrieb Ausgleichsbewegungen
bzw. Ausgleichsverformungen des viskoelastischen Materials ("passive Peristaltik").
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Vorzugsweise
ist der gesamte Verteilerbereich aus einem viskoelastischen Material
gebildet.
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Alternativ
oder zusätzlich
können
auch die gesamten Düsen
aus einem viskoelastischen Material gebildet sein.
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Es
ist vorteilhaft, wenn die Teilbereiche, in denen die das viskoelastische
Material angeordnet ist, Totzonen bzw. Stauzonen des Massestroms
sind.
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Neben
den weiter oben genannten passiven Massnahmen zur Vergleichmässigung
der Geschwindigkeitsprofile können
auch aktive Massnahmen in der erfindungsgemässen Vorrichtung vorgesehen
werden.
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Zwischen
dem Verteilerbereich und den jeweiligen Düsen des Düsenbereichs kann jeweils ein ansteuerbares
Ventil angeordnet sein.
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Vorteilhaft
ist es dabei, wenn die Vorrichtung noch einen Drucksensor stromaufseitig
von dem jeweiligen Ventil aufweist.
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Vorzugsweise
ist das jeweilige Ventil in Abhängigkeit
von Drucksignalen des Drucksensors ansteuerbar.
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Auch
die weiter oben beschriebenen kissenartigen Bereiche können mit
aktiven Elementen versehen sein.
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Die
viskoelastischen Bereiche können
als kissenartige Elemente ausgebildet sein, die eine abgeschlossene
flexible Hülle
bzw. Kammer aufweisen, die mit einer Füllung aus viskoelastischem
Material gefüllt
ist.
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Die
Füllung
der Kissen kann dabei ein beliebiges viskoelatisches Material sein,
das mit einer steuerbaren Druckquelle kommuniziert. Wie weiter oben
bei der Diskussion der kissenartigen Elemente erwähnt, kann
das viskoelastische Füllmaterial
eine Flüssigkeit
oder ein Gas sein, das von einer elastischen Hülle umgeben ist.
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Wichtig
ist dabei auch hier, dass die Innenwände des Verteilerbereichs zumindest
in Teilbereichen nachgiebig und elastisch verformbar bleiben, jedoch
nicht davon fliessen können,
weshalb zumindest das Hüll-Material
rein elastisch ohne viskose Komponente sein muss.
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Anstelle
der Kissen mit einer elastischen Hülle und einem Füll-Material,
das zumindest eine viskose Komponente aufweist, können auch
hier massive elastisch verformbare Elemente verwendet werden, die
durch Stellglieder verbogen, gepresst, gedehnt, verdreht oder anderweitig
verformt werden können.
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Die
Verformung der kissenartigen Bereiche durch die aktiven Elemente,
wie z.B. Druckquelle, Stellglied, etc., erfolgt vorzugsweise in
Abhängigkeit von
Drucksignalen, die durch weitere Drucksensoren im Verteilerbereich
und/oder Düsenbereich
der erfindungsgemässen
Vorrichtung angeordnet sind.
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Weitere
Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung ergeben
sich aus der nun folgenden Beschreibung nicht einschränkend aufzufassender
Ausführungsbeispiele
anhand der beigefügten
Zeichnung, wobei:
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1 eine
Schnittansicht eines Abschnitts (Verteilerbereich und Düsenbereich)
eines ersten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang einer vertikalen Ebene ist, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält;
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2 eine
Schnittansicht eines Abschnitts (Verteilerbereich und Düsenbereich)
eines zweiten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang der vertikalen Ebene ist, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält;
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3 eine
vergrösserte
Schnittansicht eines Abschnitts (nur Düse) des ersten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang der vertikalen Ebene ist, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält;
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4 eine
vergrösserte
Schnittansicht eines Abschnitts (nur Düse) des zweiten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang der vertikalen Ebene ist, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält;
und
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5 eine
Schnittansicht eines Abschnitts (Förderbereich, Verteilerbereich
und Düsenbereich) eines
dritten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang einer vertikalen Ebene ist, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält.
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Im
folgenden wird die zu verarbeitende und umzuformende viskoelastische
Masse nur als "Masse" bezeichnet.
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In 1 ist
eine Schnittansicht eines Verteilerbereichs 20 und eines
Düsenbereichs 30 eines ersten
Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang einer vertikalen Ebene gezeigt, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält.
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Der
Verteilerbereich 20 weist zwei gekrümmte Kanäle 21 und 22 auf,
in denen die Masse M in einen ersten Masse-Teilstrom M1 bzw. einen
zweiten Masse-Teilstrom M2 aufgeteilt wird. Der Verteilerbereich 20 wird
durch ein Gehäuse 23 und
einen Einsatz 24 gebildet, der in das Gehäuse 23 eingesetzt
ist und mehrstückig
ausgebildet sein kann. Das Gehäuse 23 besteht
vorzugsweise aus Metall, während
der Einsatz 24 vorzugsweise aus einem Polymer wie z.B. Teflon,
PEEK oder dgl. besteht.
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Der
Düsenbereich 30 weist
zwei Düsen 31 auf,
die in einer Düsenplatte 33 eingesetzt
sind. Die Düsen 31, 31 schliessen
sich jeweils an einen der gekrümmten
Kanäle 21, 22 an.
Die Düsenplatte
besteht vorzugsweise aus Metall, während die Düsen 31, 31 aus
Metall oder aus einem Polymer wie Teflon, PEEK oder dgl. bestehen.
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Die
gekrümmten
Kanäle 21, 22 sind
mit einer durchgezogenen Linie dargestellt. Dieser Kanalgeometrie
entsprechen die in Strömungsrichtung
der Masse M aufeinanderfolgenden Geschwindigkeitsprofile P1, P2
und P3 der in den gekrümmten Kanälen 21, 22 strömenden Masse-Teilströme M1 bzw.
M2. Diese Profile sind nur für
den oberen gekrümmten
Kanal 21 eingezeichnet. Sie sind jedoch in gleicher Weise
auch in dem unteren Kanal 22 symmetrisch zu denen des oberen
Kanals 21 ausgebildet. An den Stellen, wo die Masse M1
bzw. M2 lokal beschleunigt wird. d.h. an den Wänden in der "Aussenkurve" der gekrümmten Kanäle 21, 22 sind
in den Wänden
der Kanäle 21, 22 Vertiefungen
(Kavitäten) eingearbeitet,
die als gestrichelte Linien 21' bzw. 22' dargestellt sind. Dieser mit den
Vertiefungen 21', 22' ausgestatteten
Kanalgeometrie entsprechen die Geschwindigkeitsprofile P1', P2' und P3' der in den gekrümmten Kanälen 21', 22' strömenden Masse-Teilströme M1 bzw.
M2. Diese modifizierten Geschwindigkeitsprofile, die durch die Wand-Vertiefungen
in den Bereichen lokaler Beschleunigung entstehen, sind viel flacher
als die Profile P1, P2 und P3. Ausserdem sind diese Profile P1', P2' und P3' praktisch genauso
stark vergleichmässigt
wie das Profil P0 des Massestroms M vor dessen Aufteilung in die
Masse-Teilströme
M1 und M2.
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Am
jeweiligen Kanal-Düse-Übergang
von den gekrümmten
Kanälen 21 und 22 zu
der jeweiligen Düse 31 ist
jeweils ein weiterer Einsatz 2B angeordnet, der vorzugsweise
aus demselben Material wie der Einsatz 24 besteht. Die
Einsätze 28 optimieren
den Wand verlauf zwischen dem Kanal 21 oder 22 und
der jeweiligen nachgeschalteten Düse 31. Wesentlich
ist dabei, dass dieser Wandverlauf bzw. das Wandprofil einen Wendepunkt 29 aufweist.
Natürlich können die
Düsen 31 auch
entsprechend länger
gebaut werden, so dass eine derartige Düse aus dem Einsatz 28 und
der Düse 31 einstückig gebildet
ist.
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Durch
die genannten Massnahmen wird gewährleistet, dass trotz Richtungsumlenkung
der Masse-Teilströme
M1 und M2 in den Kanälen 21 bzw. 22 relativ
flache und über
den Kanalquerschnitt vereinheitlichte Geschwindigkeitsprofile P1', P2' und P3' erzeugt werden,
deren Symmetrie an die Düsen-Symmetrie
angepasst ist. Dies führt
dann dazu, dass die aus den Teilströmen M1 und M2 hervorgehenden Masse-Stränge M3 bzw.
M4 oder Masse-Folien M3 bzw. M4 mit insgesamt sehr wenig Spannungen
und vorwiegend zur Strangform bzw. Folienform symmetrischen Spannungen
aus den Düsen 31 nach
ihrer endgültigen
Umformung austreten.
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In 2 ist
eine Schnittansicht eines Verteilerbereichs 20 und eines
Düsenbereichs 30 eines zweiten
Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang einer vertikalen Ebene gezeigt, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält.
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Das
zweite Ausführungsbeispiel
unterscheidet sich von dem ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass
- 1) anstelle der Vertiefungen 21', 22' die Kanäle 21 und 22 jeweils
mit einem Einsatz aus viskoelastischem Material 25 bzw. 26 ausgestattet
sind, der in Vertiefungen der Kanalwand eingesetzt ist;
- 2) anstelle der Einsätze 28 an
den Kanal-Düse-Übergängen jeweils
ein Einsatz 27 aus einem viskoelastischen Material vorgesehen
ist; und
- 3) anstelle der Düsen 31 (siehe 3)
anders ausgebildete Düsen 32 (siehe 4)
vorgesehen sind.
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Die
mit Teilen des ersten Ausführungsbeispiels
identischen Teile sind hier mit denselben Bezugszeichen wie bei
dem ersten Ausführungsbeispiel versehen.
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Die
aus dem viskoelastischen Material gebildeten Einsätze 25 und 26 geben
bei Druck nach, sind aber elastisch. Diese Einsätze sind nachgiebig und können ähnlich wie
die Vertiefungen (Kavitäten)
des ersten Ausführungsbeispiels
beschleunigte Bereiche der Masse-Teilströme M1 und M2 verlangsamen.
Sie führen
eine Art passive Peristaltik durch.
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In 3 ist
eine vergrösserte
Schnittansicht einer Düse 31 des
ersten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang der vertikalen Ebene gezeigt, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält.
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Der
Düsen-Grundkörper 31a enthält einen kelchartig
geformten Durchtritt, der entgegen der Masse-Strömungsrichtung von der Düsenmitte
zum Düsen-Eintritt
hin und in der Masse-Strömungsrichtung
zum Düsen-Austritt
hin aufgeweitet ist, wie man an dem Düsen-Wandprofil 31c erkennt.
Stromauf von dem Düsen-Eintritt
ist der Einsatz 28 angeordnet, dessen Durchtritt in Strömungsrichtung
verjüngt
ist, wie man an dem Einsatz-Wandprofil 31b erkennt. Insgesamt
wird durch den Einsatz 28 und den Düsen-Grundkörper 31a ein Düsen-Durchtritt
gebildet, dessen Innenwand-Profil (31b + 31c)
prinzipiell S-förmig
ist, d.h. einen Wendepunkt 29 aufweist.
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In 4 ist
eine vergrösserte
Schnittansicht einer Düse 32 des
zweiten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen
Vorrichtung entlang der vertikalen Ebene gezeigt, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält.
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Der
Düsen-Grundkörper 32a enthält einen auf
der Seite des Düsen-Eintritts
kelchartig geformten Teilabschnitt des Durchtritts, der entgegen
der Masse-Strömungsrichtung
von der Düsenmitte
zum Düsen-Eintritt
hin aufgeweitet ist, wie man an dem Düsen-Wandprofil 32b erkennt. Auf
der Seite des Düsen-Austritts
ist ein weiterer Teilabschnitt des Durchtritts angeordnet, der im
wesentlichen zylinderförmig, dafür aber adaptiv
ausgebildet ist. Hierzu ist ein rohrartiges bzw. schlauchartiges
Element 32c aus einem hartelastischen oder weichelastischen
Material in den Düsen-Grundkörper 32a einge setzt
und in diesem kraftschlüssig
und/oder formschlüssig
verankert. Im Bereich des Düsen-Austritts
ist der Düsen-Grundkörper 32a stärker ausgespart,
so dass zwischen dem zylinderförmigen
adaptiven Element 32c und dem Grundkörper 32a ein Ringspalt 32d gebildet
ist. Dadurch wird eine grosse Flexibilität des Düsen-Austritts ermöglicht.
Die Flexibilität
des adaptiven Elements wird durch den E-Modul und die Wanddicke
des elastischen Materials des zylinderförmigen Elements 32c,
bei dem es sich vorzugsweise um ein Elastomer handelt, sowie durch
die axiale Länge
und radiale Breite des Ringspaltes 32d bestimmt.
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In 5 ist
eine Schnittansicht eines Förderbereichs 10 und
eines Verteilerbereichs 40 eines dritten Ausführungsbeispiels
der erfindungsgemässen Vorrichtung
entlang einer vertikalen Ebene gezeigt, welche die Längsachse
der Vorrichtung enthält.
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Ein
Teilabschnitt des Förderbereichs 10 ist schematisch
angedeutet und enthält
eine Extruderschnecke 11. Im Verteilerbereich (oder Übergangsbereich
zwischen Förderbereich
und nicht gezeigtem Düsenbereich) 40 befinden
sich mehrere Elemente 41, 42, 43 und 44,
die zur Verstellung des Kanalquerschnitts in dem Verteilerbereich/Übergangsbereich 40 dienen.
Eine in dem Verteilergehäuse 46 drehbar gelagerte
Spindel 41 wirkt mit einem Radialschieber 42 über eine
(nicht gezeigte) Gewindeverbindung zusammen, so dass durch Drehen
der Spindel 41 der Schieber 42 in Radialrichtung
bewegt werden kann. Der Radialschieber 42 wiederum wirkt über eine Gleitverbindung
mit einem Axialschieber 43 zusammen. Diese Gleitverbindung
ist durch eine Gleitfläche 42a des
Radialschiebers 42 und eine Gleitfläche 43a des Axialschiebers 43 gebildet,
die einander kontaktieren. Zwischen einem im Bereich des Schnecken-Endes
mittig angeordneten und sich entlang der Masse-Strömungsrichtung
verjüngenden
Elements 44 und dem Axialschieber 43 befindet
sich ein von der Masse M durchströmter Ringkanal, dessen Querschnitt
durch axiale Verschiebung des Axialschiebers 43 durch Betätigung der
Spindel 41 einstellbar ist.
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Der
Axialschieber 43 hat einen sich in Axialrichtung erstreckenden
Durchtritt, der ähnlich
wie die Düse 31 kelchartig
ausgebildet ist. Zusätzlich
sind in diesem kelchartig geformten Durchtritt des Axialschiebers 43 auch
noch adaptive, d.h. elastomerische Ele mente 45 angeordnet,
die eine ähnlich
Wirkung wie die weiter oben beschriebenen Elemente 25, 26, 27 und 32c haben.
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An
den kelchartigen Durchtritt des Axialschiebers 43 schliesst
sich in der Masse-Strömungsrichtung
ein zylinderförmiger
Durchtritt an, der vorzugsweise mit einer Auskleidung 47 aus
Antihaft-Material versehen ist. Vorzugsweise bestehen auch die Elemente 43 und 44 aus
derartigem Antihaft-Material oder sind mit einem solchen beschichtet.
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- 10
- Förderbereich
- 11
- Extruderschnecke
- 20
- Verteilerbereich
- 21
- Kanal
- 22
- Kanal
- 23
- Gehäuse
- 24
- Einsatz
- 25
- Einsatz/viskoelastischer
Einsatz
- 26
- Wendepunkt/viskoelastischer
Einsatz
- 27
- viskoelastischer
Einsatz
- 28
- Einsatz
- 29
- Wendepunkt
- 29
- Düsenbereich
- 30
- Düse
- 31a
- Düsengrundkörper
- 31b
- Einsatzwandprofil
- 31c
- Düsenwandprofil
- 31
- Düse
- 32a
- Düsengrundkörper
- 32b
- Düsenwandprofil
- 32c
- rohr-/schlauchartiges
Element
- 32d
- Ringspalt
- 32
- Düsenplatte
- 40
- Verteilerbereich
- 41
- Spindel
- 42
- Radialschieber
- 42a
- Gleitfläche
- 43
- Axialschieber
- 43a
- Gleitfläche
- 44
- verjüngendes
Element
- 45
- elastisches
Element
- 46
- Verteilergehäuse
- 47
- Auskleidung
- M
- Masse
- M1
- 1.
Teilstrom
- M2
- 2.
Teilstrom
- M3
- Strang
o. Folie
- M4
- Strang
o. Folie
- P0
- Geschwindigkeitsprofil
- P1
- Geschwindigkeitsprofil
- P2
- Geschwindigkeitsprofil
- P3
- Geschwindigkeitsprofil
- P1'
- Geschwindigkeitsprofil
- P2'
- Geschwindigkeitsprofil
- P3'
- Geschwindigkeitsprofil