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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Spannungswandler und ein Verfahren
zur Spannungswandlung.
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Zur
Konversion von Gleichspannungen werden üblicherweise induktive DCDC-Konverter
eingesetzt. Solche Konverter können
beispielsweise nach dem Buck- oder nach dem Boost-Prinzip arbeiten,
je nach dem, ob eine Abwärts-
oder Aufwärtskonversion
einer Eingangsspannung gewünscht
ist.
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Sollen
mehrere Ausgangsspannungen bereitgestellt werden, so ist normalerweise
je ein DCDC-Konverter pro gewünschter
Ausgangsspannung erforderlich. Dies hat jedoch den Nachteil, dass jeder
Konverter eine eigene Induktivität
benötigt.
Diese Induktivität
wird häufig
als externes Bauteil realisiert und hat in jedem Fall einen verhältnismäßig großen Flächenbedarf.
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In
dem Aufsatz "A
pseudo CCM/DCM SIMO Switching Converter with Free Wheel Switching", Dongsheng Ma at
al., IEEE International Solid-State Cercuits Conference 2002, Session
23, Analog Techniques, 23.6, 0-7803-7335-9 ist ein geschalteter Spannungswandler
mit mehreren Ausgängen
und einer einzigen Induktivität
angegeben. Damit können zwei
Spannungen gleicher Polarität
mit verschiedenem Betrag abgegeben werden, im dort beschriebenen
Beispiel eine Ausgangsspannung von 3 Volt und eine weitere Ausgangsspannung
von 2,5 Volt.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen Spannungswandler anzugeben,
der Ausgangsspannungen unterschiedlicher Polarität erzeugt und dabei mit nur
einer Induktivität
auskommt.
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Die
Aufgabe wird bezüglich
der Vorrichtung durch einen Spannungswandler gelöst, aufweisend einen Eingang
zum Zuführen
einer Eingangsspannung, einen ersten Ausgang zum Bereitstellen einer Ausgangsspannung,
einen zweiten Ausgang zum Bereitstellen einer invertierten Ausgangsspannung, Mittel
zum Anschließen
einer Induktivität,
und Schaltmittel, die die Mittel zum Anschließen der Induktivität mit dem
Eingang, dem ersten Ausgang, dem zweiten Ausgang und einem Bezugspotentialanschluss
koppeln.
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Nach
dem vorgeschlagenen Prinzip ist der Spannungswandler dazu eingerichtet,
mit lediglich einer Induktivität
zwei unterschiedliche Ausgangsspannungen, nämlich eine Ausgangsspannung
und eine invertierte Ausgangsspannung bereitzustellen.
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Hierfür sind Schaltmittel
vorgesehen, die Mittel zum Anschließen der Induktivität mit einem
Eingang des Spannungswandlers, einem ersten Ausgang, einem zweiten
Ausgang sowie einem Bezugspotentialanschluss koppeln.
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Die
Schaltmittel sind bevorzugt so ausgeführt, dass der Spannungswandler
bezüglich
des ersten Ausgangs in einem Boost-Betrieb, also als Aufwärtswandler,
arbeitet.
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Bezüglich des
zweiten Ausgangs zum Bereitstellen der invertierten Ausgangsspannung
arbeitet der Spannungswandler bevorzugt als inverting Converter,
also als invertierender Wandler. Das bedeutet, dass das Vorzeichen
der am zweiten Ausgang abgegebenen Spannung bei positiv anliegender
Eingangsspannung negativ ist.
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Bevorzugt
umfasst der Spannungswandler eine Steuereinheit, die die Schaltmittel
ansteuert.
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Die
Steuereinheit umfasst in einer Ausführungsform einen Eingang zum
Zuführen
eines Taktsignals. In einer anderen Ausführungsform umfasst die Steuereinheit
einen internen Taktgenerator. Der Takt dient dabei bevorzugt zum
Steuern des Schaltmittels in periodischer Art und Weise, beispielsweise
zum Betrieb eines getakteten Spannungswandlers.
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Das
Mittel zum Anschließen
einer Induktivität hat
bevorzugt zwei Anschlüsse,
zwischen denen eine Induktivität
anschließbar
ist.
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Das
Schaltmittel umfasst bevorzugt vier Schalter, von denen ein Schalter
den Eingang des Spannungswandlers mit dem ersten Anschluss des Mittels
zum Anschließen
einer Induktivität
koppelt, ein zweiter Schalter den Bezugspotentialanschluss mit dem
zweiten Anschluss des Mittels zum Anschließen einer Induktivität koppelt,
ein dritter Schalter der den ersten Anschluss des Mittels zum Anschließen einer
Induktivität
mit dem zweiten Ausgang des Spannungswandlers koppelt und ein vierter
Schalter den zweiten Anschluss des Mittels zum Anschließen einer
Induktivität
mit dem ersten Ausgang des Spannungswandlers koppelt.
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Es
ist demnach ein Aspekt des vorgeschlagenen Prinzips, dass der erste
Ausgang des Spannungswandlers an einem Anschluss des Mittels zum Anschließen der
Induktivität über einen
Schalter gebildet ist und dass der zweite Ausgang ebenfalls über einen
Schalter an einem anderen Anschluss des Mittels zum Anschließen der
Induktivität
gebildet ist.
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Die
Steuereinheit ist bevorzugt zur Ansteuerung der Schalter mit jeweiligen
Steueranschlüssen der
Schalter verbunden.
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Zur
Realisierung eines so genannten Voltage Mode DCDC-Wandlers sind bevorzugt
der erste und der zweite Ausgang über ein Mittel zur Spannungsmessung
mit der Steuereinheit verbunden.
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Alternativ
oder zusätzlich
können
Mittel zur Stromerfassung vorgesehen sein. Bevorzugt ist ein erstes
Mittel zur Stromerfassung in den Laststromzweig am ersten Ausgang
und ein weiteres Mittel zur Stromerfassung in den mit dem Bezugspotential
verbundenen Stromzweig geschaltet. Hierdurch kann ein so genannter
Current Mode DCDC-Wandler realisiert sein.
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Alternativ
oder zusätzlich
kann ein Mittel zur Spannungsmessung am Eingang des Spannungswandlers
angeschlossen sein zur Erfassung der Eingangsspannung, welches ebenfalls
wie die anderen Mittel zur Spannungsmessung und die Mittel zur Stromerfassung
mit der Steuereinheit verbunden sein kann.
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In
einer Ausführungsform
ist am ersten und am zweiten Ausgang je ein Kondensator angeschlossen.
Unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise wenn eine am Ausgang
angeschlossene Last kapazitiv ist, kann auf den Kondensator verzichtet
werden. Der Kondensator ist jeweils bevorzugt mit einem Bezugspotentialanschluss
verbunden.
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Die
Schalter sind bevorzugt mit jeweiligen Transistoren, beispielsweise
Feldeffekt-Transistoren aufgebaut.
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Einige
der Schalter, beispielsweise der dritte und/oder der vierte Schalter
können
jedoch auch eine Diode umfassen.
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Parallel
zu dem Mittel zum Anschließen
einer Induktivität
ist ein Bypass-Schalter in einer Ausführungsform vorgesehen.
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Der
Bypass-Schalter ist dabei so geschaltet, dass bei angeschlossener
Induktivität
eine Parallelschaltung der Induktivität mit dem Bypass-Schalter gebildet
ist.
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Der
Bypass-Schalter umfasst bevorzugt einen Transistor, beispielsweise
einen Feldeffekt-Transistor. Der Bypass-Schalter ist in einer Ausführungsform
zu seiner Ansteuerung mit der Steuereinheit verbunden.
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Bevorzugt
ist an das Mittel zum Anschließen einer
Induktivität
eine Induktivität
angeschlossen.
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Die
Induktivität
ist bevorzugt mit je einem Anschluss mit einem ersten und einem
zweiten Anschluss des Mittels zum Anschließen einer Induktivität verbunden.
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Während der übrige Spannungswandler
bevorzugt in einer integrierten Schaltung realisiert ist, kann die
Induktivität
eine extern an einen Halbleiterkörper,
umfassend die integrierte Schaltung des Spannungswandlers, anschließbare Induktivität sein. Alternativ
kann die Induktivität
eine On-Chip-Induktivität sein.
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Bezüglich des
Verfahren wird die Aufgabe gelöst
durch Zuführen
einer Eingangsspannung, Konvertieren der Eingangsspannung in eine
Ausgangsspannung mittels einer Induktivität und Kon vertieren der Eingangsspannung
in eine invertierte Ausgangsspannung mittels der Induktivität.
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Bevorzugt
sind die Eingangsspannung und die Ausgangsspannungen DC-Spannungen.
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Das
Umsetzen der Eingangsspannung in die Ausgangsspannung erfolgt in
einer Ausführungsform nach
dem Boost-Prinzip.
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Dem
gegenüber
erfolgt das Konvertieren der Eingangsspannung in eine invertierte
Ausgangsspannung bevorzugt in einem so genannten invertierenden
Betrieb.
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Dabei
ist der Betrieb des Spannungswandlers bevorzugt getaktet.
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Das
Konvertieren der Eingangsspannung in die Ausgangsspannung und das
Konvertieren der Eingangsspannung in die invertierte Ausgangsspannung
können
beim getakteten Betrieb bevorzugt abwechselnd periodisch erfolgen.
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Alternativ
ist es auch möglich,
mehrere aufeinander folgende Taktperioden lang den Boost-Betrieb
durchzuführen
und anschließend
eine oder mehrere Taktperioden lang den Inverting-Betrieb.
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Beispielsweise
kann ein Aufladen der Induktivität
in einer ersten Taktphase erfolgen. Hierfür ist die Induktivität bevorzugt
zwischen den Eingang des Spannungswandlers und einen Bezugspotentialanschluss
geschaltet. Nachfolgend kann die Induktivität in einer zweiten Taktphase
entladen werden, indem der Eingang des Spannungswandlers über die
Induktivität
mit dem ersten Ausgang des Spannungswandlers verbunden ist.
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Nachfolgend
kann wieder die erste Taktphase durchgeführt werden, wie bereits beschrieben. Danach
ist bevorzugt vorgesehen, zum Bereitstellen der invertierten Ausgangsspannung
den Bezugspotentialanschluss über
die Induktivität
mit dem eingangsseitig an der Induktivität angekoppelten zweiten Ausgang
zu verbinden.
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Danach
können
sich die beschriebenen Taktphasen periodisch wiederholen.
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In
einer Ausführung
ist eine weitere Taktphase vorgesehen, in welcher die Induktivität überbrückt beziehungsweise
kurzgeschlossen ist. Dies dient insbesondere dazu, unterschiedliche
Leistungen am ersten und zweiten Ausgang bereitstellen zu können.
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Damit
in allen Taktphasen die erste und zweite Ausgangsspannung bereitgestellt
werden können, ist
es vorteilhaft, die Ausgangsspannung kapazitiv zu stützen.
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Weitere
Einzelheiten und Ausgestaltungen des vorgeschlagenen Prinzips sind
Gegenstand der abhängigen
Patentansprüche.
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Die
Erfindung wird nachfolgend an mehreren Ausführungsbeispielen anhand von
Figuren näher erläutert.
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Dabei
zeigen:
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1 ein
erstes Ausführungsbeispiel
eines Spannungswandlers,
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2 ein
zweites Ausführungsbeispiel
eines Spannungswandlers,
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3 ein
drittes Ausführungsbeispiel
eines Spannungswandlers,
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4 den
Spannungswandler von 3 in einer ersten Taktphase,
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5 den
Spannungswandler von 3 in einer zweiten Taktphase,
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6 entspricht 4,
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7 den
Spannungswandler von 3 in einer dritten Taktphase,
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8 den
Spannungswandler von 2 in einer vierten Taktphase
und
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9 ein
Ausführungsbeispiel
eines Spannungswandlers mit Dioden.
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In
den beschriebenen Ausführungsbeispielen
bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder gleich wirkende Teile.
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1 zeigt
ein erstes Ausführungsbeispiel eines
Spannungswandlers nach dem vorgeschlagenen Prinzip. Ein Eingang 1 dient
zum Zuführen
einer Eingangsspannung Vin. Ein erster Ausgang 2 ist zum Bereitstellen
einer ersten Ausgangsspannung Vout1 eingerichtet, während an
einem zweiten Ausgang 3 eine zweite, invertierte Ausgangspannung
Vout2 abgreifbar ist. Ein Mittel zum Anschließen einer Induktivität 5 umfasst
zwei An schlüsse 4, 4', zwischen denen
die Induktivität 5 angeordnet
ist. Ein erster Schalter S1 verbindet den Eingang 1 mit
dem ersten Anschluss 4 der Induktivität 5. Ein zweiter Schalter
S2 verbindet den zweiten Anschluss 4' der Induktivität 5 mit einem Bezugspotentialanschluss 6,
während
ein dritter Schalter S3 den ersten Anschluss der Induktivität 5 mit
dem zweiten Ausgang 3 koppelt. Ein vierter Schalter verbindet
den zweiten Anschluss der Induktivität 5 mit dem ersten
Ausgang 2 des Wandlers. Alle Schalter S1 bis S4 werden
von einer Steuereinheit 7 angesteuert. Hierfür ist die
Steuereinheit 7 über
jeweilige Steuerleitungen mit jeweiligen Steuereingängen der
Schalter S1 bis S4 verbunden. Darüber hinaus weist die Steuereinheit 7 zwei
Eingänge
auf, von denen einer zur Spannungserfassung mit dem ersten Ausgang 2 und
ein zweiter zur Spannungserfassung mit dem zweiten Ausgang 3 verbunden
ist. Der erste und der zweite Ausgang 2, 3 sind über eine
jeweilige, gegen Bezugspotentialanschluss 6 geschaltete
Kapazität
C1, C2 stabilisiert. Die Kapazität
ist dabei im vorliegenden Ausführungsbeispiel
zugleich jeweils Teil des Spannungswandlers.
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Optional
ist zumindest ein Mittel zur Stromerfassung vorgesehen, das den
Strom in einem stromführenden
Zweig misst. Insbesondere sind mehrere Mittel zur Strommessung positioniert,
um die Ströme durch
mehrere Schalter zu erfassen. Im Ausführungsbeispiel der 1 ist
ein erstes Mittel zur Stromerfassung 8 zwischen den zweiten
Anschluss 4' der Induktivität 5 und
den vierten Schalter S4 geschaltet und gibt einen Strom an einem
Ausgang ab, welcher mit einem Eingang der Steuereinheit 7 verbunden
ist. Ein weiteres Mittel zur Stromerfassung 9 ist zwischen den
zweiten Schalter S2 und den Bezugspotentialanschluss 6 geschaltet
und führt
einen gemessenen Strom der Steuereinheit 7 zu.
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Der
erste Schalter S1, die Induktivität 5, der zweite Schalter
S2 sowie der vierte Schalter S4 und die erste Kapazität C1 sind
von einem Schaltungsteil umfasst, mit dem in einem Boost-Betrieb
eine Spannung am ersten Ausgang abgegeben werden kann, deren Vorzeichen
demjenigen der Spannung am Eingang 1 entspricht, die betragsmäßig aber
größer ist.
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Zugleich
ist mit der gleichen Induktivität
ein invertierender Betrieb möglich.
Hierfür
ist die Induktivität 5 zusammen
mit dem ersten Schalter S1, dem zweiten Schalter S2 und dem dritten
Schalter S3 sowie der zweiten Kapazität C2 Teil eines invertierenden
Converters gemäß dem vorgeschlagenen
Beispiel.
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Demnach
können
die Steuereinheit sowie die Induktivität und der erste und der zweite
Schalter S1, S2 für
die Bereitstellung beider Ausgangsspannungen mit benutzt werden.
Insgesamt ergibt sich mit dem vorgeschlagenen Prinzip ein verringerter
Chipflächenbedarf
und insbesondere der Vorteil, Ausgangsspannungen unterschiedlicher
Polarität
und vorzugsweise gleichen Betrags mit einer DCDC-Wandleranordnung
zu erzeugen, welche lediglich eine Induktivität benötigt.
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Die
Funktionsweise der Schaltung von 1 soll später anhand
der 4 bis 7 näher erläutert werden.
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2 zeigt
eine Weiterbildung der Schaltung von 1. Insoweit
die Schaltung von 2 mit der derjenigen von 1 verwendeten
Bauteilen und deren vorteilhafter Verschaltung übereinstimmt, wird eine Wiederholung
der Beschreibung vermieden. Zusätzlich
ist bei 2 ein Bypass-Schalter S5 vorgesehen,
der zwischen die beiden Anschlüsse 4 des Mittels
zum Anschließen
der Induktivität 5 geschaltet ist.
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Mit
dem zusätzlichen
Schalter ist es möglich, unterschiedliche
Leistungen an den beiden Ausgängen 2, 3 bereitzustellen.
Zur weiteren Erläuterung
der Funktionsweise wird auf 8 mit zugehöriger Beschreibung
verwiesen.
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3 zeigt
eine Weiterbildung der Schaltung von 1, die sich
von jener dadurch unterscheidet, dass die Schalter S1 bis S4 von 1 in 3 durch Transistoren
T1 bis T4 ersetzt sind. Dabei handelt es sich um Feldeffekt-Transistoren
vom selbstsperrenden Typ, deren Gate-Anschlüsse zu ihrer Ansteuerung mit
der Steuereinheit 7 verbunden sind.
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4 zeigt
die Schaltung von 3 in einer ersten Taktphase
A. Die Induktivität
wird mit der Eingangsspannung Vin über den gegen Masse durchgeschalteten
Strompfad aufgeladen.
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5 zeigt
den Umladebetrieb, bei dem die Induktivität wirksam zwischen den Eingang 1 und
den ersten Ausgang 2 geschaltet ist. Diese Taktphase ist mit
B bezeichnet.
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In
einem herkömmlichen
Boost-Betrieb mit nur einer Ausgangsspannung würden sich die Taktperioden
A, B periodisch abwechseln.
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6 und 7 beschreiben
die zur Erzeugung der invertierten Ausgangsspannung am Ausgang 3 benötigten Taktphasen
A, B*. Die Taktphase A von 6 entspricht
der Taktphase A von 4. Die Taktphase B* von 7 zeichnet
sich dadurch aus, dass ein Strompfad zwischen dem zweiten Ausgang 3 über die
Induktivität 5 zum
Bezugspotentialanschluss 6 gebildet ist. Damit ist ein
invertierender Betrieb realisiert.
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Um
nun sowohl am zweiten Ausgang 2 als auch am dritten Ausgang 3 jeweils
unterschiedliche Spannungen bereitzustellen, nämlich die Ausgangsspannung
Vout1 und die Ausgangsspannung in invertierter Form Vout2, sind
mehrere Betriebsarten möglich.
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In
einer ersten Betriebsart werden die vier Taktperioden A, B, A, B*
wie anhand von 4 bis 7 beschrieben,
periodisch wiederholt. Somit ist ein alternierender Betrieb erreicht.
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Alternativ
können
jeweils mehrere gleichartige Taktfolgen hintereinander ausgeführt werden,
beispielsweise in einer Folge A, B, A, B, A, B, A, B*, A, B*, A,
B*. Dies wird auch als Burst-Betrieb bezeichnet.
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Wenn
verschiedene Leistungen an den beiden Ausgangsanschlüssen 2, 3 bereitgestellt
werden sollen, kann der zusätzliche
Schalter 55 von 2 benutzt werden.
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8 beschreibt
den geschlossenen Zustand des Schalters S5. Dadurch bleibt der Strom durch
die Spule 5 bei einem bestimmten unteren Limit. In dieser
Taktphase C, die in 8 gezeigt ist, fließt der Strom
in der Schleife und wird, wenn der On-Widerstand des Schalters 5 ausreichend
klein ist, den Strom durch die Spule konstant halten. Zu Beginn
einer nachfolgenden Phase A, sei es im Boost- oder im Inverting-Betrieb, beginnt
die Spule wieder mit einem Start-Strom, nämlich der Grenze IDCO. Mit diesem
Prinzip werden Laständerungen
an einem der beiden Ausgänge
des DCDC-Konverters von dem anderen Ausgang isoliert.
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In
einer weiteren Betriebsart ist es daher möglich, nach der Sequenz A,
B, A, B* die Taktphase C einzufügen,
was resultiert in der periodischen Wiederholung von A, B, A, B*,
C.
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In
einer vierten Betriebsart kann die Taktphase A gemäß 6 übersprungen
werden, was in der Sequenz A, B, B*, A, B, B* und so weiter resultiert.
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Selbstverständlich kann
auch die Reihenfolge geändert
werden, in einer fünften
Betriebsart, bei der die Sequenz A, B*, B periodisch wiederholt
wird.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
des Steuerverfahrens ist die Summe der Zeitintervalle aller Taktphasen
konstant.
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Um
konstante Spannungen an den Ausgängen 2, 3 zu
erzielen, erfolgt die Ansteuerung der Schalter in Abhängigkeit
der gemessenen Spannungen und gegebenenfalls Ströme wie anhand von 1 erläutert.
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9 zeigt
eine Abwandlung der Schaltung von 3, bei der
der dritte Schalter T3 und der vierte Schalter T4 durch jeweilige
Schottky-Dioden ersetzt sind. Die erste Schottky-Diode D1, die den dritten Transistor
T3 ersetzt, ist dabei zwischen dem ersten Anschluss der Spule 5 und
dem zweiten Ausgang 3 in Sperrrichtung geschaltet, während die
zweite Diode D2 zwischen den zweiten Anschluss der Spule 5 und
den ersten Ausgang 2 in Durchlassrichtung gepolt ist.
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Diese
Ausführung
zeichnet sich dadurch aus, dass die Hochspannungstauglichkeit der
Schaltung verbessert ist. Die Durchbruchspannung der Dioden ist
höher wie
bei einem Stan dard-NMOS-Transistor, dessen Drain eine begrenzte
Spannungsfestigkeit aufweist.
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Die
beiden Schottky-Dioden D1, D2 von 9 sind als
passive Bauteile ausgeführt.
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Zusätzlich ist
ein Widerstand R1 zwischen den zweiten Ausgang 3 und einen
Eingang der Steuereinheit 7 geschaltet. Dieser Widerstand
R1 zusammen mit einer internen Stromquelle I1, die am Eingang der
Steuereinheit und am Widerstand R1 angeschlossen ist, dient dazu,
eine Pegelverschiebung der negativen Ausgangsspannung durchzuführen. Wie
in 9 gezeigt, kann die Spannung am Ausgang 2 direkt
durch die Steuereinheit 7 erfasst werden. Alternativ könnte ein
Widerstandsteiler oder eine Pegel-Verschiebung mit einem Netzwerk,
umfassend einen Widerstand und eine Stromquelle, vorgesehen sein.
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Bei
dem beschrieben Betrieb gemäß 4 bis 7,
der als Alternating Mode bezeichnet werden kann, ist es empfehlenswert,
dass die Spule in einem löckenden
Betrieb gefahren wird und daher zu Beginn jedes Zyklus der Spulenstrom
von Null startet. Dadurch ist die Regelung vereinfacht.
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Im
Burst-Mode, bei dem jeweils mehrere Taktzyklen gleicher Art wiederholt
werden, beispielsweise A, B, A, B, A, B, A, B*, A, B*, A, B*, kann
der Wechsel der Betriebsart beispielsweise dadurch ausgelöst werden,
dass die am ersten und zweiten Ausgang 2, 3 gemessene
Ausgangsspannung jeweils mit einem Sollwert, beispielsweise plus
10 Volt beziehungsweise minus 10 Volt verglichen wird. In diesem Fall
kann die Spule entweder im löckenden
oder im nicht löckenden
Betrieb betrieben werden, da die beiden DCDC-Konverter bezüglich der
Stabilität getrennt
voneinander betrachtet werden können
und der Einfluss des einen auf den anderen vernachlässigbar
ist.
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Das
vorgeschlagene Prinzip ist beispielsweise für die aktive Versorgungsspannungserzeugung von
organischen Leuchtdioden, OLED, geeignet, sowie für jede andere
Anwendung, bei der positive und negative Versorgungsspannungen,
die stabil sind, in Form von Gleichspannungen benötigt werden.
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- 1
- Eingang
- 2
- erster
Ausgang
- 3
- zweiter
Ausgang
- 4
- Anschluss
- 4'
- Anschluss
- 5
- Induktivität
- 6
- Bezugspotentialanschluss
- 7
- Steuereinheit
- 8
- Mittel
zur Stromerfassung
- 9
- Mittel
zur Stromerfassung
- A
- erste
Taktphase
- B
- zweite
Taktphase
- B*
- dritte
Taktphase
- C
- vierte
Taktphase
- C1
- Kondensator
- C2
- Kondensator