DE10159971A1 - Verfahren zum Herstellen nichtflottender farbig gemusterter Gewebeflächen - Google Patents
Verfahren zum Herstellen nichtflottender farbig gemusterter GewebeflächenInfo
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Abstract
Es geht um die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung virtueller echtfarbener textiler Bildpunkte und Gewebeflächen, das unerwünschte flottende Fäden sicher vermeidet und unabhängig davon die frei wählbare Gestaltung der textilen Vorder- und Rückseiten in einem Schritt gestattet. DOLLAR A Dazu werden einfarbige Kettfäden verwendet, die Bildpunkte werden einer digitalisierten farbigen Bildvorlage Farbwerten zugeordnet, alle virtuell farbigen Bindungen der herzustellenden textilen Fläche werden in freiwählbarer Größe aus einer Matrix von m Kettfäden und n Schußfäden gebildet, die Varianten für die möglichen Einbindungen der Schußfäden in die Kette werden in einem Bindungskatalog abgelegt, danach werden die mit den Farbwerten der Bildpunkte übereinstimmenden Bindungsvarianten aus dem Bindungskatalog ausgewählt sowie webtechnisch realisiert. DOLLAR A Die Lösung findet Anwendung beim Herstellen farbig gemusterter Gewebe.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen nichtflottender farbig
gemusterter Gewebeflächen in der Gewebetechnik mit verschiedenfarbigen Kett-
und Schußfäden bei Kombination der Kett- und Schußfäden zu virtuell farbigen
Bindungen, wie es beim Herstellen farbig gemusterter Gewebe benötigt wird.
Zur Herstellung von farbigen Mustergeweben aus echtfarbenen Bildpunkten
wurden bereits technische Lösungen vorgeschlagen. Eine technische Lösung
wird mit der DE 44 38 535 A1 bekannt gemacht. Hierbei wird beim
Jacquardweben eines farbigen Stoffes zunächst das textile Flächengebilde in
Rasterpunkte aus drei Grundfarben sowie Schwarz und Weiß zerlegt, wobei
jeder gewählte Rasterpunkt wenigstens die Größe eines webbaren Punktes
aufweisen muß. Danach wird das textile Flächengebilde nach dem
Jacquardverfahren derart hergestellt, daß die verschiedenen Farben der
gemusterten Darstellung durch Kombinationen verschiedener benachbarter
Webpunkte aus den drei Grundfarben sowie Schwarz und Weiß erreicht werden.
Die bekanntgemachte technische Lösung enthält keine neuen Vorschläge zur
räumlichen Anordnung von Kett- und Schußfäden bzw. der Anordnung von
Bindungen, so daß auch mit dieser Lösung die problematischen
Geweberückseiten mit flottenden Kett- und/oder Schußfäden nicht vermieden
werden können.
Weiterhin beschreibt beispielsweise die WO 00/60151 ein Verfahren zur
Herstellung farbig gemusterter textiler Flächengebilde unter Einsatz von ein
Webfach bildenden Kettfäden und Schußfäden mit wenigstens vier
unterschiedlichen Basisfarben, wobei die farbigen Schußfäden in einer
bestimmten gleichbleibenden Reihenfolge in das Webfach eingetragen werden.
Gemeinsam mit wenigstens einem Kettfaden wird aus den farbigen Schußfäden
eine konstante Zelle gebildet, wobei die Schußfäden mit dem Kettfaden in der
Zelle derart abgebunden werden, daß eine Farbzelle mit einem bestimmten
Farbeindruck erzeugt wird.
Die Nachteile dieses technischen Lösungsvorschlages, der in der praktischen
Anwendung sogar mit wechselnd nebeneinander liegenden weißen und
schwarzen Kettfäden realisiert wird, lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Durch das Anwenden von Schußfäden in den vier Grundfarben Rot, Grün, Blau und Gelb und von Kettfäden in den Farben Weiß und Schwarz sind insgesamt sechs verschiedenfarbige Materialien vorzuhalten und mit entsprechendem apparatetechnischen Aufwand einzusetzen. Die Anzahl der durch das Kombinieren von Schuß- und Kettfadenanordnungen im Sichtbereich erzeugbaren Farbeindrücke ist begrenzt. Das Verfahren kann nicht gewährleisten, daß unerwünschte Flottungen von uneingebundenen Kett- und/oder Schußfäden vermieden werden. Das regelmäßige Abbinden von flottenden Kett- und/oder Schußfäden würde zu unerwünschten Beeinträchtigungen des Farbeindrucks im gemusterten Gewebe führen.
Durch das Anwenden von Schußfäden in den vier Grundfarben Rot, Grün, Blau und Gelb und von Kettfäden in den Farben Weiß und Schwarz sind insgesamt sechs verschiedenfarbige Materialien vorzuhalten und mit entsprechendem apparatetechnischen Aufwand einzusetzen. Die Anzahl der durch das Kombinieren von Schuß- und Kettfadenanordnungen im Sichtbereich erzeugbaren Farbeindrücke ist begrenzt. Das Verfahren kann nicht gewährleisten, daß unerwünschte Flottungen von uneingebundenen Kett- und/oder Schußfäden vermieden werden. Das regelmäßige Abbinden von flottenden Kett- und/oder Schußfäden würde zu unerwünschten Beeinträchtigungen des Farbeindrucks im gemusterten Gewebe führen.
Damit eine virtuelle Farbe durch Mischen der Grundfarben erfolgt, müssen die
farbigen Bindungen auf einer möglichst kleinen m × n-Bindungsmatrix,
vorzugsweise mittels quatratischer Bindungsmatrix, konstruiert werden. Mit
zunehmender Größe der Farbzellen oder der Rasterpunkte erhöht sich einerseits
die Anzahl der erzeugbaren virtuellen Farben und auch der Abstand der hellsten
und dunkelsten Bindung sowie die Farbbrillianz bzw. die Farbsättigung,
andererseits verringert sich jedoch die Abbildungsschärfe infolge der
zunehmenden Größe der virtuellen Bildpunkte. Wie bereits in der WO 00/60151
erwähnt, konnte bisher kein Verfahren zur Konstruktion farbiger Bindungen
entwickelt werden, das ein automatisches Übertragen von digitalisierten
Bildvorlagen in farbige Gewebeflächen mit ausreichender Qualität für die
verschiedensten Mustervorlagen auf der Basis von farbigen Bindungen in den
gewählten Rasterpunkten ermöglicht. Deshalb wurde mit der WO 00/60151 ein
neuer Vorschlag unterbreitet, bei dem man zusätzlich zu den Grundfarben eine
weitere Farbe einführt. Die Ursache unzureichender Mischfarbqualitäten bei der
webtechnischen Umsetzung von digitalisierten Bildvorlagen in farbige
Rasterpunkte des Gewebes liegt jedoch nicht in der Beschränkung auf die
Grundfarben Rot, Gelb und Blau oder deren invertierten Farben Cyan, Magenta
und Yellow sondern in der Konstruktion der Bildpunkte, die im Patent WO
00/60151 als Farbzellen und im Patent DE 44 38 535 A1 als Rasterpunkte
bezeichnet werden, begründet.
Das im Patent WO 00/60151 beschriebene Verfahren wurde derart
weiterentwickelt, daß es in Verbindung mit dem Einsatz eines Regulators in Form
einer zusätzlichen Farbe zufriedenstellende Farbeindrücke liefert.
Jedoch entsteht dabei ein Gewebe mit flottierenden Fäden auf der Rückseite.
Die Flottierung kann zwar durch zusätzliche Hinterbindungen minimiert werden,
was jedoch zu den bereits erwähnten Nachteilen führt. Unabhängig davon
vervielfacht sich die Anzahl der einzutragenden Schußfäden um die Anzahl der
verwendeten Schußgeber im Vergleich zu herkömmlichen Geweben, womit sich
die Kosten für die Herstellung der vorschlagsgemäß erzeugten Gewebe erhöhen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb im Schaffen einer technischen
Lösung, mit deren Hilfe die Mängel des bekannten Standes der Technik
überwunden werden. Insbesondere geht es um die Entwicklung eines Verfahrens
zur Herstellung virtueller echtfarbener textiler Bildpunkte und Gewebeflächen,
das unerwünschte flottende Fäden sicher vermeidet und unabhängig davon die
frei wählbare Gestaltung der textilen Vorder- und Rückseiten in einem Schritt
gestattet. Die Herstellung verschiedenfarbiger Gewebe soll auch bei Einsatz
veränderter Kett- und Schußfadenfarben möglich sein. Das zu entwickelnde
Verfahren soll auch den ausschließlichen Einsatz einfarbiger Kettfäden erlauben.
Weiterhin besteht die Aufgabe in der Erzeugung von Bildpunkten in einer selbst
definierten Größe, wobei auf der Basis von einer geringstmöglichen Anzahl von
Grundfarben alle auf der vordefinierten Bildpunktgröße durch unterschiedliche
Einbindung von Kett- und Schußfäden erzeugbaren Farbnuancen automatisch
erfaßt und die Bildpunkte einer digitalen Mustervorlage in die bindungseitig
definierten textilen Bildpunkte übersetzt werden.
Außerdem soll mit dem zu entwickelnden Verfahren eine wählbare
Gewebestruktur erzeugt werden können. Schließlich gehört auch zur Aufgabe,
wählbare Gewebebereiche mit aus der Bindungsstruktur ablesbaren verdeckten
Informationen auszustatten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Ansprüche 1, 3, 5
und 10 gelöst. Die vorteilhaften Ausgestaltungen werden in den jeweiligen
Unteransprüchen beschrieben.
Danach werden nichtflottende farbige Gewebeflächen in der Gewebetechnik mit
verschiedenfarbigen Kett- und Schußfäden durch Kombination von Kett- und
Schußfäden zu virtuell farbigen Bindungen hergestellt. Als Kettfäden werden
einfarbige Fäden verwendet. Die Bildpunkte einer digitalisierten Bildvorlage
werden zunächst Farbwerten zugeordnet, anschließend erfolgt die Bildung aller
virtuell farbigen Bindungen der herzustellenden textilen Fläche in freiwählbaren
Größen aus einer Matrix von m Kettfäden und n Schußfäden. Die zu wählende
Größe der Matrix hängt dabei von der gewünschten Farbbrillianz der
herzustellenden textilen Fläche, von der verwendeten Fadenstärke, von der
zulässig erscheinenden Flottungslänge der eingesetzten Schuß- und Kettfäden
sowie von weiteren Faktoren ab. Die Varianten für mögliche Einbindungen der
Schußfäden in die Kette für die Herstellung virtuell farbiger Bindungen der
ausgewählten Matrixgröße m × n werden darauffolgend in einem Bindungskatalog
nach unterschiedlichen virtuellen Farbwerten abgelegt. Anschließend erfolgt die
Auswahl der mit den Farbwerten der Bildpunkte der digitalisierten Bildvorlage
übereinstimmenden Bindungsvarianten der gewählten virtuell farbigen Bindung
für die herzustellende textile Fläche aus dem verfügbaren Bindungskatalog. Aus
den im Bindungskatalog abgelegten Bindungsvarianten, deren virtuellen
Farbwerte mit den Farbwerten der digitalisierten Bildvorlage für die webtechnisch
zu realisierende virtuell farbige Bindung übereinstimmen, wird nun eine jener
Bindungsvarianten ausgewählt, die keine größere als die vorgegebene zulässige
Flottungslänge einzelner Schuß- und Kettfäden aufweist. Diese ausgewählte
Bindungsvariante wird schließlich jeweils für die einzelnen virtuell farbigen
Bindungen der textilen Fläche webtechnisch realisiert.
Es ist möglich, die virtuell farbigen Bindungen durch die Variation aller
möglichen Bindungen zwischen den mehrfarbigen Schuß- und Kettfäden und/oder
aus deren Mischungen und/oder mit optisch aktiven Oberflächenschichten
modifizierten Fadensystemen auf einer frei definierbaren m × n Bindungsmatrix
für jeden Webpunkt zu erzeugen.
Eine Variante des entwickelten Verfahrens sieht vor, die Schußfäden
ausschließlich in drei Grundfarben zu wählen, nämlich in Violett (Magenta),
Türkis (Cyan) sowie Gelb (Yellow) und/oder Rot (Red), Grün (Green) sowie
Blau (Blue). Zulässig ist auch eine Kombination der drei gewählten Farben mit
einem weiteren schwarzen oder weißen Schußfaden, um die Farbintensität zu
verbessern.
Die wirklichen Farbwerte der farbigen Schußfäden werden bei der Bestimmung
des virtuellen Farbwertes der virtuell farbigen Bindung berücksichtigt, wenn die
Farbwerte der farbigen Fläche von den Idealwerten der Farben Violett (Magenta),
Türkis (Cyan) sowie Gelb (Yellow) und/oder Rot (Red), Grün (Green) sowie
Blau (Blue) abweichen. Die virtuelle farbigen Bindungen einer digitalisierten
Bildvorlage werden Farbwerten zugeordnet. Dabei erfolgt die Zuordnung der
virtuell farbigen Bindungen nach dem klassischen Patronierverfahren oder bei
Verwendung eines Bindungskataloges, der ausschließlich virtuell farbige
Bindungen einer einheitlichen Matrixgröße m × n enthält, derart, daß für jeden
Bildpunkt der digitalisierten Bildvorlage die farblich entsprechende virtuell
farbige Bindung nach dem Matrixverfahren auf die zu erzeugende textile Fläche
übertragen wird. Bei der Verwendung von virtuell farbigen Bindungen werden
mehrere Strukturklassen im Bindungskatalog der digitalisierten Bildvorlage
Bereichen zugeordnet, in denen ausschließlich eine Strukturklasse der virtuell
gleichfarbigen Bindungen bei der Zuordnung von digitalem Bildpunkt und virtuell
farbiger Bindung mit dem Ziel einer zusätzlichen Strukturierung der farblich
gestalteten textilen Fläche verwendet wird. Zusätzlich oder alternativ dazu
werden mit der Verwendung von Strukturklassen bedarfsweise den farblich
gestalteten textilen Flächen Informationen in verschlüsselter Form mittels der
gewählten Strukturvariante eingewebt.
Das vorgeschlagene Verfahren kann auch derart modifiziert ausgeführt werden,
daß durch die Größe der gewählten m × n Matrices, auf der die virtuell farbigen
Bindungen des Bindungskataloges konstruiert wurden, die höchstzulässige
Flottungslänge der Schuß- und Kettfäden festgelegt wird.
Eine andere Variante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird dadurch realisiert,
daß in einem ersten Arbeitsschritt alle virtuell farbigen Bindungen für einen zu
erstellenden Bindungskatalog auf der Grundlage der vorgegebenen Größe m × n
der Bindungsmatrix erzeugt werde, wobei in dieser Bindungsmatrix in jeder Zeile
und in jeder Spalte wenigstens ein Bindungswechsel vorgenommen wird und mit
denen je übertragene virtuell farbige Bindung auf der textilen Fläche virtuelle
farbige Eindrücke mit unterschiedlichen Farbwerten konstruiert werden.
In einem nachfolgendem Arbeitsschritt werden die konstruierten virtuell farbigen
Bindungen mit jeweils gleichem Farbwert in Strukturklassen aufgeteilt.
Zusätzlich oder alternativ dazu werden die virtuell farbigen Bindungen auf einer
quadratischen Bindungsmatrix n × n durch Auffüllen einer Matrixspalte mit
Einsen (Kettfaden oben), einer weiteren Matrixspalte mit Nullen (Kettfaden
unten) und durch alle Kombinationen in den verbleibenden Spalten sowie mit
einem anschließenden zeilenweisen Verdrehen der Matrixzeilen um einen für jede
Zeile unterschiedlichen Betrag erzeugt. Die jeweiligen Strukturklassen leiten sich
nun aus den Möglichkeiten für das zeilenweise Verdrehen der Matrix ab.
In einem weiteren Arbeitsschritt wird durch die Auswahl einer und/oder mehrerer
Strukturklassen ein Bindungskatalog aus virtuell farbigen Bindungen einer
und/oder verschiedener Matrixgrößen als Basis für die Übertragung der
digitalisierten Bildvorlage in eine Jacquarddatei zusammen gestellt.
In modifizierter Form kann die zuvor beschriebene Verfahrensvariante dadurch
angewendet werden, daß die Übertragung der digitalisierten Bildvorlage in eine
Jacquarddatei auf der Basis des konstruierten Bindungskataloges mit Hilfe des
Patronierverfahrens vorgenommen wird. Im Falle einer einheitlichen Matrixgröße
der im Bindungskatalog enthaltenen Varianten für das Herstellen virtuell farbiger
Bindungen wird die Übertragung der digitalisierten Bildvorlage mit dem
beanspruchten Matrixverfahren vorgenommen.
Auch die modifizierten Verfahrensvarianten lassen sich so ausführen, daß die
systematisch auf einer m × n Matrix erzeugten virtuell farbigen Bindungen des
Bindungskataloges nach Strukturklassen geordnet werden, wobei
unterschiedliche farbige Bindungen mit gleichem virtuellen Farbwert
unterschiedlichen Strukturklassen zugeordnet werden. Unter Nutzung dieser
ausgewählten möglichen Strukturklassen läßt sich ein farbig gemustertes Gewebe
erzeugen, dessen Oberfläche zusätzlich strukturiert ausgeführt ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auch in einer weiteren
Verfahrensvariante realisieren. Dabei werden in einem ersten Arbeitsschritt
zunächst alle virtuell farbigen Bindungen für einen zu erstellenden
Bindungskatalog auf der Basis der vorgegebenen m × n Bindungsmatrix erzeugt.
Die virtuell farbigen Bindungen sehen vor, daß in jeder Zeile und in jeder Spalte
wenigstens ein Bindungswechsel auftritt und daß mit jeder übertragenen virtuell
farbiger Bindung auf der textilen Fläche virtuelle farbige Eindrücke mit
unterschiedlichen Farbwerten konstruiert werden.
Auch hierbei werden in einem weiteren Arbeitsschritt virtuell farbige Bindungen
mit einem gleichen Farbwert in Strukturklassen aufgeteilt. Alternativ dazu oder
zusätzlich werden die virtuell farbigen Bindungen auf einer quadratischen
Bindungsmatrix m × n durch Auffüllen einer Matrixspalte mit Einsen (Kettfaden
oben), einer weiteren Matrixspalte mit Nullen (Kettfaden unten) und durch alle
Kombinationen in den verbleibenden Spalten mit dem anschließenden
zeilenweisen Verdrehen der Matrixzeilen um einen für jede Zeile
unterschiedlichen Betrag erzeugt. Die einzelnen Strukturklassen werden dabei aus
den sich ergebenden Möglichkeiten für das zeilenweise Verdrehen der Matrix
abgeleitet. Nach dieser Verfahrensvariante werden in einem dritten Arbeitsschritt
durch das Auswählen einer oder mehrerer bevorzugter Strukturklassen die
zutreffenden Bindungsvarianten für die benötigten virtuell farbigen Bindungen
einer und/oder verschiedener Matrixgrößen als Basis für das Übertragen einer
digitalisierten Bildvorlage in eine Jacquarddatei zusammengestellt. Schließlich
können mit Hilfe der Wahl von Strukturklassen in definierten Bereichen der
Gewebefläche eines farbig gemusterten Gewebes codierte Informationen
eingewebt werden, beispielsweise Markeninformationen für den Nachweis von
Produktpiraterie.
Alle entwickelten Verfahrensvarianten zeichnen sich dadurch aus, daß sie durch
Einsatz von Schußfäden in drei sich deutlich unterscheidenden Farben sowie mit
Hilfe von weißen und/oder schwarzen Kettfäden realisiert werden können.
Es ist auch möglich, auf der Basis des systematisch erzeugten Bindungskataloges
über das Erzeugen von Doppelgeweben auf jeder der beiden außenliegenden
Gewebeseiten unabhängig voneinander unter Einschluß gleicher und gespiegelter
Farbmotive digitalisierte Bildvorlagen zu übertragen, wobei die beiden
Gewebelagen über zusätzliche Bindungspunkte miteinander verbunden werden.
Für die Verbindung der Doppelgewebe werden im Falle des Einsatzes von
Schußfäden in den Grundfarben Rot, Grün und Blau und eines zusätzlichen
weißen Schußfadens der weiße Faden und im Falle des Einsatzes der invertierten
Grundfarben Türkis, Violett und Gelb sowie eines zusätzlichen schwarzen
Schußfadens der schwarze Faden verwendet.
Möglich ist es auch, auf der Basis des systematisch erzeugten Bindungskataloges
über die Erzeugung eines Doppelgewebes durch die Kombination eines RGB -
Verfahrens, daß auf der Basis der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau und
einem optionalen weißen Schußfaden auf einer schwarzen Kette basiert, und dem
CMY-Verfahren, das auf den inversen Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow
sowie auf einem optionalen schwarzen Schußfaden auf einer weißen Kette
basiert, das additive (RGB) und das substraktive (CMY) Farbmischen
gleichermaßen zu nutzen. Zur Darstellung der hellen Farbtöne auf der Oberseite
des Doppelgewebes werden die virtuellen farbigen Bindungen des
Bindungskataloges auf der Basis der inversen Grundfarben Cyan, Magenta und
Yellow und für die dunklen Farbtöne die virtuellen farbigen Bindungen des
Bindungskataloges auf der Basis der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau
verwendet.
Die Vorteile des Verfahrens bestehen zusammengefaßt in der nun verfügbaren
Möglichkeit, einfach und kostengünstig farbig gemusterte textile Flächengebilde
webtechnisch herzustellen, bei denen durch das vorschlagsgemäße Konstruieren
der einzelnen Webpunkte unerwünschte Flottungen sowohl der Kett- als auch der
Schußfäden sicher vermieden werden. Die dazu vorgeschlagenen Maßnahmen
wirken sich gegenüber dem bekannten Stand der Technik eher vorteilhaft auf die
Qualität der farblichen Wiedergabe einer in die textile Fläche zu übertagenden
Bildvorlage aus. Durch das unnötige Einführen einer Vielzahl verschiedenfarbiger
Schußfäden läßt sich der maschinentechnische und Bedienungsaufwand an den
Webmaschinen auf das unerläßliche Maß minimieren, wobei mit verfügbaren
soft- und hardwaretechnischen Mitteln die erforderlichen verfahrenstechnischen
Prozeduren problemlos zu realisieren sind.
Die Erfindung soll nachstehend mit einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
werden:
In der beigefügten Zeichnung zeigen:
Fig. 1 die schematische Darstellung einer Bindungsmatrix für das
Herstellen einer virtuell farbigen Bindung auf der Basis einer 4 × 4
Matrix mit oberliegenden Kettfäden in der ersten Spalte und
untenliegenden Kettfäden in der letzten Spalte;
Fig. 2 die schematische Darstellung der ersten 15 von 81 Basismatrices zur
Erzeugung von farbigen Bindungen auf der Basis einer 4 × 4 Matrix;
Fig. 3 die schematische Darstellung des zeilenweisen Verdrehens der 4 × 4
Basimatrices zur Erzeugung von virtuell farbigen Bindungen am
Beispiel der Basismatrix 20 und der Strukturklasse 1.
Das aufgeführte Beispiel beschreibt gemäß der Fig. 1 bis 3 das systematische
Erzeugen von virtuell farbigen Bindungen zur farbigen Gestaltung von
flottungsfreien Gewebeflächen auf der Basis von Schußfäden in den drei
Grundfarben für verschiedene Anwendungsbereiche.
Um virtuelle farbige Punkte durch additives Farbmischen mit den Grundfarben
gefärbten Faden ROT (RED = R), GRÜN (GREEN = G) und Blau (BLUE = B) auf
rechtwinklig kreuzenden schwarzen Fäden und/oder durch subtraktives
Farbmischen mit den inversen Grundfarben TÜRKIS (CYAN = C), VIOLETT
(MAGENTA = M) und GELB (YELLOW = Y) auf rechtwinklig kreuzenden
weißen Fäden zu erhalten müssen webtechnische Bindungen konstruiert werden.
Wie in der Drucktechnik wird je nach gewünschtem Kontrast beim additiven
Farbmischen zusätzlich WEIß (WHITE = W) und/oder beim subtraktiven
Farbmischen Schwarz (Black = Key Colour = K) zusammen mit den Grundfarben
wahlweise hinzugezogen. Dabei werden die mit Grundfarben gefärbten Fäden
(RGB) oder (RGBW) in eine schwarze Kette und/oder die mit den inversen
Grundfarben gefärbten Fäden (CMY) oder (CMYK) in eine weiße Kette
eingeschossen. Den gleichen Farbeffekt erzielt man, wenn auf der Grundlage des
additiven Farbmischens ein schwarzer Schuß in einen RGB und/oder RGBW
gestreiften Kettbaum und auf der Grundlage der subtraktiven Farbmischtechnik
ein weißer Schuss in eine CMY und/oder CMYK gestreifte Kette eingeschossen
wird. Unter Verwendung eines Doppelgewebes werden, wenn ein besonders
kontrastreiches Muster erzeugt werden soll, beide Farbmischtechniken
kombiniert. Dabei werden in einen schwarzweiß gestreiften Kettbaum die RGB-
bzw. RGBW-Schussfäden mit den schwarzen Fäden der Kette und die CMY-
bzw. CMYK-Schussfäden mit den weißen Fäden der Kette so kombiniert, dass
ein Doppelgewebe entsteht bei dem entweder die nach dem additiven
Farbmischen oder die nach dem subtraktiven Farbmischen erzeugte Bindung oben
liegt.
Den nach der additiven Farbmischtechnik (RGB-Technik) erzeugten Bindungen
schließen sich die nach der subtraktiven Farbmischtechnik (CMY) erzeugten
Bindungen bezüglich ihrer Helligkeitswerte an, so dass eine Kombination
problemlos möglich ist. Das farbige Doppelgewebe kann wiederum durch
invertieren von Schuß- und Kettfarben, wie bereits für das additive und
subtraktive Farbmischverfahren beschrieben, also durch einschießen eines
schwarzen und weißen Schussfadens in eine RGBCMY und/oder RGBWCMYK
gestreifte Kette, erfolgen.
Damit eine virtuelle Farbe durch Mischen der Grundfarben erfolgt, müssen die
farbigen Bindungen auf einer möglichst kleinen m × n Bindungsmatrix (nach
Möglichkeit quadratischen Bindungsmatrix m = n) konstruiert werden. Mit
zunehmender Bindungsgröße erhöht sich einerseits die Anzahl der erzeugbaren
virtuellen Farben und der hell/dunkel Abstand der hellsten und dunkelsten
Bindung sowie die Farbbrillanz (Farbsättigung) andererseits verringert sich die
Abbildungsschärfe durch zunehmende Rasterung durch die zunehmende Größe
der virtuellen Bildpunkte (virtueller Bildpunkt = eine farbige Bindung = ein
Rasterpunkt). Wie bereits aus der Kritik im Patent WO 00/60151 am Patent
DE 44 38 535 A1 auf Seite 3 deutlich wird, konnte bisher kein Verfahren zur
Konstruktion farbiger Bindungen entwickelt werden, dass ein automatisches
Übertragen von digitalen Bildvorlagen in farbige Gewebeflächen mit
ausreichender Qualität für die verschiedensten Mustervorlagen auf der Basis von
farbigen Bindungen (Rasterpunkten) ermöglicht. Im Patent WO 00/60151 wurde
deshalb ein neues Verfahren entwickelte, bei dem man zu den Grundfarben eine
weitere Farbe hinzuzieht. Die Ursache unzureichender Mischfarbqualitäten liegt
jedoch nicht in der Beschränkung auf die Grundfarben RGB oder deren
invertierten Farben CMY sondern in der Konstruktion der Bindungspalette, die
im Patent WO 00/60151 als Farbzellen und im Patent DE 44 38 535 A1 als
Rasterpunkte bezeichnet werden, begründet.
Das im Patent WO 00/60151 beschriebene Verfahren wurde so optimiert, daß es
in Verbindung mit dem Einsatz des Regulators brillante Resultate liefert. Dabei
entsteht jedoch ein Gewebe mit flottierenden Fäden auf der Rückseite. Die
Flottierung kann zwar durch Hinterbindungen minimiert werden. Unabhängig
davon vervielfacht sich die Anzahl der einzutragenden Schussfäden um die
Anzahl der verwendeten Schussgeber im Vergleich zu herkömmlichen Geweben,
womit sich die Kosten zur Herstellung der Gewebe erhöhen.
Im Folgenden wird eine Lösung beschrieben, die auf dem Farbmischen von
systematisch konstruierten virtuell-farbigen Bindungen basiert und ohne
Regulatoreinsatz zu mit dem Patent WO 00/60151 vergleichbaren farbigen
Bildeindrücken auf Geweben mit minimal flottierenden Fäden führt. Nach dem im
Folgenden vorgestellten Verfahren entsteht auf der Geweberückseite das Negativ
des Motivs. Das im Patent WO OO/60151 beschriebene Verfahren kann
zweckmäßigerweise für die Etikettenweberei eingesetzt werden wogegen das im
Folgenden beschriebene Verfahren für die Herstellung von farbig gemusterten
Stoffe, bei denen beide Seiten gleichmäßig abgebunden sind, geeignet ist.
Um die Qualität des Farbmischwebens auf der Grundlage virtuell farbiger
Bindungen so zu verbessern, dass es tatsächlich eingesetzt werden kann (Patent
von Kaiser wurde fallengelassen), bedarf es einer systematischen Konstruktion
der farbigen Bindungen und einer neuen Übertragungsvorschrift der Bindung auf
das Gewebe um die jeweilige farbige Vorlage mit hoher Qualität abzubilden.
Im Folgenden soll eine solches Konstruktions- und Übertragungsvorschrift
beispielhaft beschrieben werden:
Die Konstruktion farbiger Bindungen erfolgt systematisch auf der Grundlage von m × n Matrices. Bei der Optimierung der Qualität der Übertragung der digitalen Bildvorlage in die Bindungsdatei hat sich gezeigt, dass man sich auf die quadratischen Matrices (n = m) beschränken kann. Bei der Konstruktion farbiger Bindungen können zwei Wege beschritten werden, die das gleiche Resultat liefern.
Die Konstruktion farbiger Bindungen erfolgt systematisch auf der Grundlage von m × n Matrices. Bei der Optimierung der Qualität der Übertragung der digitalen Bildvorlage in die Bindungsdatei hat sich gezeigt, dass man sich auf die quadratischen Matrices (n = m) beschränken kann. Bei der Konstruktion farbiger Bindungen können zwei Wege beschritten werden, die das gleiche Resultat liefern.
- 1. Man verwendet alle möglichen Kombinationen von Einbindungen, die sich auf m × n Matrices ergeben und filtert die, die keine webtechnische Bindung (mindestes ein Bindungswechsel in jeder Zeile und Spalte) mit einem Flottungsfilter heraus. Die verbleibenden farbigen Bindungen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie Bindungen enthalten die bei unterschiedlicher Einbindung gleichen Farbwert besitzen. Man reduziert deshalb die Bindungen ein weiteres Mal und/oder nutzt die gleichfarbenen Bindungen unterschiedlicher Einbindung um mit der farbigen Darstellung zusätzlich Struktureffekte auf dem Gewebe zu erzielen.
- 2. Man konstruiert die Bindungen auf m × n Matrices so, dass nur webtechnisch relevante Bindungen mit einem Bindungswechsel in Schuss- und Kettrichtung erzeugt werden und Bindungen mit gleicher Farbe bereits bei der Konstruktion in Klassen geordnet werden.
Da beide Verfahren zu dem gleichen Resultat führen soll im Folgenden nur die im
Punkt 2 dargestellte Konstruktionsvorschrift an Hand der Matrixgröße 4 × 4,
6 × 6, 9 × 9 und 8 × 8 beschrieben werden. Dabei kommen die Matrixgrößen
3 × 3, 4 × 4 und 8 × 8 beim RGBW- und/oder CMYK-Verfahren und die
Matrices 3 × 3, 6 × 6 und 9 × 9 beim RGB- und CMY-Verfahren zum Einsatz.
Die 8 auf einer 3 × 3 erzeugbaren Mischfarben reichen allein nicht aus um digitale
Bildvorlagen in ein farbiges Gewebe zu übertragen. Hier benötigt man eine
Matrixgröße von mindestens 6 × 6 und oder verwendet sowohl die 3 × 3, 6 × 6, . . .
usw. Bindungen unter Verwendung des Patronierverfahrens gleichzeitig.
Die systematische Konstruktion der Bindungen auf einer n × n Matrix erfolgt, in
dem man zunächst eine Spalte mit 1 und eine mit 0 aufgefüllt. Man verwendet
zweckmäßiger Weise die Spalte 1 und n. Die aus der verbleibende n × (n-2)
Matrix werden nun systematisch alle Variationen eine mit 0 und 1 aufgefüllten
Matrix erzeugt. Für die erste Matrix wird die n × (n-2) Matrix mit Nullen
aufgefüllt. Bei jeder weiteren Matrix kommt in der ersten Zeile eine 1 hinzu. Ist
die Zeile aufgefüllt beginnt man mit der nächsten Zeile wobei die erste Zeile
zunächst wieder mit Nullen aufgefüllt wird. Für jede neue 1 in der zweiten Zeile
erzeugt man alle Matrices, die durch auffüllen der ersten Zeile erzeugt werden
können. Danach geht man auf die nächste Zeile über und wiederholt die Prozedur
für jede neu eingetragenen 1.
Die so erzeugten Matrices werden nachfolgend zeilenweise um einen
unterschiedlichen Betrag so verdreht, dass der zu Beginn festgelegte
Bindungswechsel beim Auffüllen der beiden Spalten mit 1 und 0 in jeder Zeile an
einer anderen Position erscheint. Auf diese Weise entstehen ausschließlich
Matrices, die durch mindestens einen Wechsel 0 auf 1 in jeder Spalte und Zeile
gekennzeichnet sind. Jede dieser Matrices besitzt einen anderen Farbwert.
Die zeilenweise Verdrehung kann auf verschiedene Weise erfolgen wodurch
unterschiedliche Klassen von farbiger Bindungen erzeugt werden können. Die
Klassen unterscheiden sich in der Art der Einbindung enthalten aber alle die
gleiche Anzahl Bindungen die bezüglich ihrer Farbwerte identisch sind.
Am Beispiel der Konstruktion von farbigen 4 × 4 Bindungen soll das
Konstruktionsverfahren im Folgenden veranschaulicht werden:
- 1. Auffüllen der ersten und letzten Zeile mit 1 und 0, wie in Fig. 1 dargestellt.
- 2. Systematisches Auffüllen der verbleibenden n × (n-2) Matrix, wie in Fig. 2 dargestellt, wodurch 81 verschiedene Matrices entstehen.
- 3. Aus den 81 Matrices entstehen durch zeilenweises Verdrehen 81
Bindungen. Da sich für die Verdrehung 24 Möglichkeiten ergeben können
die 81 Bindungen, die 81 Farbwerte repräsentieren, in 24 unterschiedlichen
Oberflächenstrukturklassen erzeugt werden.
- 1. 3.1. Zeilenweises Verdrehen um 0, 1, 2, 3 (Klasse 1 = S-Grat)
- 2. 3.2. Zeilenweises Verdrehen um 0, 1, 3, 2 (Klasse 2)
- 3. 3.3. Zeilenweises Verdrehen um 0, 2, 1, 3 (Klasse 3)
- 4. 3.4. Zeilenweises Verdrehen um 0, 2, 3, 1 (Klasse 4)
- 5. 3.5. Zeilenweises Verdrehen um 0, 3, 2, 1 (Klasse 5)
- 6. 3.6. Zeilenweises Verdrehen um 0, 3, 1, 2 (Klasse 6)
- 7. 3.7. Zeilenweises Verdrehen um 1, 0, 2, 3 (Klasse 7)
- 8. 3.8. Zeilenweises Verdrehen um 1, 0, 3, 2 (Klasse 8)
- 9. 3.9. Zeilenweises Verdrehen um 1, 2, 0, 3 (Klasse 9)
- 10. 3.10. Zeilenweises Verdrehen um 1, 2, 3, 0 (Masse 10)
- 11. 3.11. Zeilenweises Verdrehen um 1, 3, 0, 2 (Klasse 11)
- 12. 3.12. Zeilenweises Verdrehen um 1, 3, 2, 0 (Klasse 12)
- 13. 3.13. Zeilenweises Verdrehen um 2, 1, 0, 3 (Klasse 13)
- 14. 3.14. Zeilenweises Verdrehen um 2, 1, 3, 0 (Klasse 14)
- 15. 3.15. Zeilenweises Verdrehen um 2, 0, 1, 3 (Klasse 15)
- 16. 3.16. Zeilenweises Verdrehen um 2, 0, 3, 1 (Klasse 16)
- 17. 3.17. Zeilenweises Verdrehen um 2, 3, 0, 1 (Klasse 17)
- 18. 3.18. Zeilenweises Verdrehen um 2, 3, 1, 0 (Klasse 18)
- 19. 3.19. Zeilenweises Verdrehen um 3, 1, 2, 0 (Klasse 19)
- 20. 3.20. Zeilenweises Verdrehen um 3, 1, 0, 2 (Klasse 20)
- 21. 3.21. Zeilenweises Verdrehen um 3, 0, 1, 2 (Klasse 21)
- 22. 3.22. Zeilenweises Verdrehen um 3, 0, 2, 1 (Klasse 22)
- 23. 3.23. Zeilenweises Verdrehen um 3, 2, 0, 1 (Klasse 23)
- 24. 3.24. Zeilenweises Verdrehen um 3, 2, 1, 0 (Klasse 24 = Z-Grat)
Das Verschieben der Zeilen der Matrix um unterschiedliche Beträge wird
am Beispiel einer beliebigen Matrix die im Schritt 2 entstanden ist in Fig. 3
dargestellt:
Mit Hilfe der beschriebenen Konstruktionsvorschrift lassen sich auf einer
quadratischen
und allgemein geschrieben
4n × 4n Bindungsmatrix ((n(4n-2))+1)4 Farbtöne in(4n)! Strukturklassen unter Verwendung von 4 Farben RGBW und/oder CMYK
4n × 4n Bindungsmatrix ((n(4n-2))+1)4 Farbtöne in(4n)! Strukturklassen unter Verwendung von 4 Farben RGBW und/oder CMYK
Strukturklassen erzeugen.
Nach dem RGB bzw. CMY-Verfahren lassen sich analog auf einer
und allgemein geschrieben
3n × 3n Bindungsmatrix ((n(3n-2))+1)3 Farbtöne in (3n)! Strukturklassen erzeugen.
3n × 3n Bindungsmatrix ((n(3n-2))+1)3 Farbtöne in (3n)! Strukturklassen erzeugen.
Mit der oben dargestellten Konstruktionsvorschrift erhält man farbige Bindungs-
Sets mit denen man digitale Bildvorlagen auf ein Gewebe übertragen kann. Für
die Zuordnung von digitalem Bildpunkt (Pixel) und Bindung kommen zwei
Verfahren, das Matrix- und das Patronierverfahren in Frage.
Beim Matrixverfahren wird jedem Bildpunkt die farbige Bindung mit dem
geringsten Farbabstand zugeordnet und vollständig auf das Gewebe übertragen.
Voraussetzung ist, dass nur farbige Bindungen die auf einheitlicher Matrixgröße
konstruiert wurden Verwendung finden. Entsprechend der gewünschten Farbtiefe
und Bildschärfe ist folglich die Bindungsmatrix auszuwählen. Das Gewebe kann
dann nach dem RGB- bzw. CMY- oder nach dem RGBW- bzw. CMYK- oder
unter Verwendung eines Doppelgewebes unter Verwendung einer Kombination
von RGB/CMY- oder RGBW/CMYK-Verfahren erzeugt werden.
Praktische Tests mit Kettdichten von 60 cm-1 und Schussdichten von 40 cm-1-
70 cm 1 zeigen, dass eine 8 × 8 Matrix und die Verwendung des RGBW- bzw.
CMYK-Verfahrens die besten Resultate liefert. Durch die 8 × 8 Rasterpunkte mit
28561 Farbtönen wird ein sehr gute farbliche Wiedergabe der Bildvorlage erzielt.
Allerdings stört bei der Wiedergabe kleiner Bilddetails und von Schriften die
grobe Rasterung. Für Bilder mit vielen Details muss man auf Matrixgrößen wie
4 × 4 und 6 × 6 ausweichen. Durch die Verwendung gleichgroßer Bindungen
einer Klasse können sehr gleichmäßig eingebundene farbige Gewebeflächen
gestaltet werden.
Beim Patronierverfahren wird dem jeweiligen Bildpunkt nur die seiner Position
entsprechende Einbindung aus einer der Bildvorlage entsprechenden
Gewebefläche aus der farbigen Bindung mit dem geringsten Farbabstand zum
Bildpunkt übertragen. Das Patronierverfahren kann je nach Bildvorlage längere
Flottierungen aufweisen als sie die Basis Bindungen erlaubt aber die Verwendung
von farbigen Bindungen unterschiedlicher Größe. Zu lange Flottierungen können
in der erzeugten Bindungsmatrix im Nachgang korrigiert werden. Durch die
Möglichkeit Bindungen unterschiedlicher Größe miteinander Kombinieren zu
können, wurde das Patronierverfahren in der Webtechnik zum Verfahren der
Wahl. Beim hier vorgestellten Farbmischweben auf der Basis systematisch
konstruierter farbiger Bindungen, die durch die unterschiedliche Einbindung von
mit Grundfarben gefärbten Fäden gegen weiße und/oder schwarze Fäden einen
virtuellen Farbeindruck vermitteln, bietet das Patronierverfahren die Möglichkeit
farbige Bindungen unterschiedlicher Größe so zusammenzustellen, dass trotz
hoher Farbigkeit, Farbtiefe und Kontrast die Bildschärfe nicht verloren geht. Dies
erreicht man, wenn man Bindungen der größten gewählten Matrixgröße durch
Bindungen mit der nächst kleineren Matrixgröße, deren Farbabstand unter einem
vorgegebenen Wert liegt ersetzt. Über den vorgegebenen Höchstabstand kann so
das Verhältnis von Farbtreue/Kontrasttiefe und Bildschärfe gesteuert werden.
Praktische Tests mit Kettdichten von 60 cm-1 und Schussdichten von 40 cm-1-
70 cm-1 zeigen, dass Bindungen die auf einer 8 × 8 Matrix bei denen die
Bindungen, die einen Farbabstand von kleiner als 10 zu denen auf einer 4 × 4
basierenden Bindungen aufweisen, durch diese ersetzt wurden unter Verwendung
des RGBW- bzw. CMYK-Verfahrens die besten Resultate liefern.
Die Zuordnung der Bildpunkte zu den zugehörigen systematisch erzeugten
Bindungen auf vorgegebener und/oder vorgegebenen Matrixgrößen kann auf zwei
Wegen erfolgen:
- 1. Nach der Bestimmung der RGB-Werte der Bindungen wird für jeden Bildpunkt die Bindung mit dem geringsten Farbabstand zugeordnet.
- 2. Durch die systematische Konstruktion der farbigen Bindungen kann aus den RGB-Werten des Bildpunkts direkt die Nummer der entsprechenden Bindung fBNr der größten verwendeten Matrixgröße 3n × 3n (RGB/CMY) und 4n × 4n (RGBW/CMYK) nach folgenden Formeln
mit
n . . . liefert die Matrixgröße 3n × 3n auf der Basis von drei Grundfarben
b . . . Anzahl der verfügbaren Abstufungen pro Grundfarbe auf der Bindungsmatrix (3 × 3 Matrix entspricht 0. . .1 {b = 1(3.1-2)+ 1 = 2 }, 6 × 6 entspricht 0. . .8 {b = 2(3.2-2)+1 = 9} usw.)
RPixel . . . Rotwert (R-value, 0. . .255, 8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
GPixel . . . Grünwert (G-value, 0. . .255, 8 Bit)des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
BPixel . . . Blauwert (B-Value, 0. . .255, 8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
RBindung . . . Rotwert (R-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
GBindung . . . Grünwert (G-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
BBindung . . . Blauwert (B-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
CBindung . . . Türkiswert (C-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
MBindung . . . Violettwert (M-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung YBindung Gelbwert (Y-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
INT(x) . . . Ganzzahliger Anteil von x
n . . . liefert die Matrixgröße 3n × 3n auf der Basis von drei Grundfarben
b . . . Anzahl der verfügbaren Abstufungen pro Grundfarbe auf der Bindungsmatrix (3 × 3 Matrix entspricht 0. . .1 {b = 1(3.1-2)+ 1 = 2 }, 6 × 6 entspricht 0. . .8 {b = 2(3.2-2)+1 = 9} usw.)
RPixel . . . Rotwert (R-value, 0. . .255, 8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
GPixel . . . Grünwert (G-value, 0. . .255, 8 Bit)des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
BPixel . . . Blauwert (B-Value, 0. . .255, 8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
RBindung . . . Rotwert (R-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
GBindung . . . Grünwert (G-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
BBindung . . . Blauwert (B-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
CBindung . . . Türkiswert (C-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
MBindung . . . Violettwert (M-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung YBindung Gelbwert (Y-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
INT(x) . . . Ganzzahliger Anteil von x
mit
n . . . liefert die Matrixgröße 4n × 4n auf der Basis von drei Grundfarben
b . . . Anzahl der verfügbaren Abstufungen pro Grundfarbe auf der Bindungsmatrix (4 × 4 Matrix entspricht 0. . .2 {b = 1(4.1-2)+1 = 3}, 8 × 8 entspricht 0. . .8 {b = 2(4.2-2)+1 = 13} usw.)
RPixel . . . Rotwert (R-value, 0. . .255,8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
GPixel . . Grünwert (G-value, 0. . .255,8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
BPixel . . . Blauwert (B-Value, 0. . .255,8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
RBindung . . . Rotwert (R-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
GBindung . . . Grünwert (G-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
BBindung . . . Blauwert (B-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
CBindung . . . Türkiswert (C-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
MBindung . . . Violettwert (M-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
YBindung. . . Gelbwert (Y-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
INT(x). . . Ganzzahliger Anteil von x
MAX(x1, . . . xn). . . Maximalwert der Werte x1. . .xn
RNorm, GNorm, BNorm, WNorm CNorm, MNorm, YNorm, . . . Hilfsvariablen
berechnet werden.
n . . . liefert die Matrixgröße 4n × 4n auf der Basis von drei Grundfarben
b . . . Anzahl der verfügbaren Abstufungen pro Grundfarbe auf der Bindungsmatrix (4 × 4 Matrix entspricht 0. . .2 {b = 1(4.1-2)+1 = 3}, 8 × 8 entspricht 0. . .8 {b = 2(4.2-2)+1 = 13} usw.)
RPixel . . . Rotwert (R-value, 0. . .255,8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
GPixel . . Grünwert (G-value, 0. . .255,8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
BPixel . . . Blauwert (B-Value, 0. . .255,8 Bit) des Bildpunktes (Pixel) der Vorlage
RBindung . . . Rotwert (R-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
GBindung . . . Grünwert (G-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
BBindung . . . Blauwert (B-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
CBindung . . . Türkiswert (C-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
MBindung . . . Violettwert (M-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
YBindung. . . Gelbwert (Y-value, 0. . .(b-1)) der Farbbindung
INT(x). . . Ganzzahliger Anteil von x
MAX(x1, . . . xn). . . Maximalwert der Werte x1. . .xn
RNorm, GNorm, BNorm, WNorm CNorm, MNorm, YNorm, . . . Hilfsvariablen
berechnet werden.
Ersetzt man wie beim Patronierverfahren möglich größere Bindungen durch
kleinere, verändert sich die Zuordnung nicht. Man bezieht sich immer auf
die Bindungen die mit größter Matrixgröße erzeugt worden sind.
Beim ersten Verfahren ist der Farbwert des Pixels mit allen Bindungen zu
vergleichen, was eine sehr langsame Übersetzung des Vorlage in die
Bindungsdatei zur Folge hat. Die zweite Methode ist folglich das
Verfahren der Wahl. Es sei den, man stellt sich aus den systematisch
erzeugten Bindungen eine eigene reduzierte Farbpalette zusammen.
Das beschriebene Konstruktionsverfahren virtuell farbiger Bindungen
ermöglicht die systematische Zusammenstellung von Bindungen für
verschiedene Anwendungsbereiche durch:
- - die Wahl zwischen dem RGBW- und/oder CMYK-, dem RGB- und/oder CMY-Verfahren, wobei das und für die Mischung beider Verfahren im Doppelgewebe steht.
- - die Wahl der Farb- und Kontrasttiefe durch die Wahl der Matrixgröße auf der die virtuell farbigen Bindungen konstruiert werden.
- - die Wahl zwischen einem sehr gleichmäßig abgebundenen Gewebe oder einem bei dem der Verlust an Bildschärfe mit zunehmender Farbtiefe durch die Verwendung unterschiedlich großer Bindungen ausgeglichen wird durch die Auswahl zwischen dem Matrix- und Patronierverfahren.
- - die Möglichkeit einer zusätzlichen Strukturierung der Gewebeoberfläche bei gleichem Farbeindruck durch die Wahl zwischen den Oberflächenstrukturklassen. Dabei sind insbesondere die erste Strukturklasse (S-Grat) und die letzte (Z-Grat) bei den verschiedenen Bindungsgrößen von Interesse und erlauben parallel zur farblichen Gestaltung eine zusätzliche gezielte Strukturierung der Oberfläche des Gewebes.
Claims (15)
1. Verfahren zum Herstellen nichtflottender farbig gemusterter
Gewebeflächen in der Gewebetechnik mit verschiedenfarbigen Kett- und
Schußfäden bei Kombination von Kett- und Schußfäden zu virtuell farbigen
Bindungen, dadurch gekennzeichnet,
daß einfarbige Kettfäden verwendet werden,
daß die Bildpunkte einer digitalisierten farbigen Bildvorlage Farbwerten zugeordnet werden,
daß zunächst alle virtuell farbigen Bindungen der herzustellenden textilen Fläche in freiwählbarer Größe aus einer Matrix von m Kettfäden und n Schußfäden gebildet werden,
daß die Varianten für die möglichen Einbindungen der Schußfäden in die Kette für virtuell farbige Bindungen der ausgewählten Größe m × n in einem Bindungskatalog nach unterschiedlichen virtuellen Farbwerten abgelegt werden,
daß danach die mit den Farbwerten der Bildpunkte der digitalisierten Bildvorlage übereinstimmenden Bindungsvarianten der gewählten virtuell farbigen Bindung für die herzustellende textile Fläche aus dem Bindungskatalog ausgewählt werden,
daß anschließend eine bevorzugte Bindungsvariante für die herzustellende virtuell farbige Bindung unter Vermeidung größerer als der vorgegebenen zulässigen Flottungslänge einzelner Schuß- und Kettfäden ausgewählt wird und
daß schließlich die gewählten Bindungsvarianten für die einzelnen virtuell farbigen Bindungen der textilen Fläche webtechnisch realisiert werden.
daß einfarbige Kettfäden verwendet werden,
daß die Bildpunkte einer digitalisierten farbigen Bildvorlage Farbwerten zugeordnet werden,
daß zunächst alle virtuell farbigen Bindungen der herzustellenden textilen Fläche in freiwählbarer Größe aus einer Matrix von m Kettfäden und n Schußfäden gebildet werden,
daß die Varianten für die möglichen Einbindungen der Schußfäden in die Kette für virtuell farbige Bindungen der ausgewählten Größe m × n in einem Bindungskatalog nach unterschiedlichen virtuellen Farbwerten abgelegt werden,
daß danach die mit den Farbwerten der Bildpunkte der digitalisierten Bildvorlage übereinstimmenden Bindungsvarianten der gewählten virtuell farbigen Bindung für die herzustellende textile Fläche aus dem Bindungskatalog ausgewählt werden,
daß anschließend eine bevorzugte Bindungsvariante für die herzustellende virtuell farbige Bindung unter Vermeidung größerer als der vorgegebenen zulässigen Flottungslänge einzelner Schuß- und Kettfäden ausgewählt wird und
daß schließlich die gewählten Bindungsvarianten für die einzelnen virtuell farbigen Bindungen der textilen Fläche webtechnisch realisiert werden.
2. Verfahren nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die virtuell farbigen Bindungen durch die Variation aller möglichen
Bindungen zwischen den mehrfarbigen Schuß- und Kettfäden und/oder aus
deren Mischungen und/oder mit optisch aktiven Oberflächenschichten
modifizierten Fadensystemen auf einer frei definierbaren
m × n-Bindungsmatrix erzeugt werden.
3. Verfahren zum Herstellen nichtflottender farbig gemusterter
Gewebeflächen in der Gewebetechnik mit verschiedenfarbigen Kett- und
Schußfäden bei Kombination von zusammenliegenden Kett- und
Schußfäden zu virtuell farbigen Bindungen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schußfäden ausschließlich in drei Farben Violett (Magenta), Türkis (Cyan) sowie Gelb (Yellow) und/oder Rot (Red), Grün (Green) sowie Blau (Blue) oder einer Kombination der drei Farben mit einem weiteren schwarzen und/oder weißen Schußfaden verwendet werden,
daß weiße und/oder schwarze Kettfäden verwendet werden,
daß die wirklichen Farbwerte der farbigen Schußfäden bei der Bestimmung des virtuellen Farbwertes der virtuell farbigen Bindung berücksichtigt werden, wenn die Farbwerte der farbigen Fäden von den Idealwerten der Farben Violett (Magenta), Türkis (Cyan) sowie Gelb (Yellow) und/oder Rot (Red), Grün (Green) sowie Blau (Blue) abweichen,
daß die virtuell farbigen Bindungen einer digitalisierten Bildvorlage Farbwerten zugeordnet werden,
daß die Zuordnung der virtuell farbigen Bindungen nach dem Patronierverfahren oder bei der Verwendung eines Bindungskatalogs, der ausschließlich virtuell farbige Bindungen einer einheitlichen Matrixgröße m × n enthält, die für jeden Bildpunkt der digitalisierten Bildvorlage die farblich entsprechende virtuell farbige Bindung nach dem Matrixverfahren auf die textile Fläche übertragen wird,
daß bei der Verwendung von virtuell farbigen Bindungen mehrere Strukturklassen im Bindungskatalog der digitalisierten Bildvorlage Bereichen zugeordnet werden, in denen ausschließlich eine Strukturklasse der virtuell gleichfarbigen Bindungen bei der Zuordnung von digitalem Bildpunkt und virtuell farbiger Bindung mit dem Ziel einer zusätzlichen Strukturierung der farblich gestalteten textilen Fläche und/oder der Verschlüsselung von Informationen in farblich gestalteten textilen Flächen verwendet wird.
daß die Schußfäden ausschließlich in drei Farben Violett (Magenta), Türkis (Cyan) sowie Gelb (Yellow) und/oder Rot (Red), Grün (Green) sowie Blau (Blue) oder einer Kombination der drei Farben mit einem weiteren schwarzen und/oder weißen Schußfaden verwendet werden,
daß weiße und/oder schwarze Kettfäden verwendet werden,
daß die wirklichen Farbwerte der farbigen Schußfäden bei der Bestimmung des virtuellen Farbwertes der virtuell farbigen Bindung berücksichtigt werden, wenn die Farbwerte der farbigen Fäden von den Idealwerten der Farben Violett (Magenta), Türkis (Cyan) sowie Gelb (Yellow) und/oder Rot (Red), Grün (Green) sowie Blau (Blue) abweichen,
daß die virtuell farbigen Bindungen einer digitalisierten Bildvorlage Farbwerten zugeordnet werden,
daß die Zuordnung der virtuell farbigen Bindungen nach dem Patronierverfahren oder bei der Verwendung eines Bindungskatalogs, der ausschließlich virtuell farbige Bindungen einer einheitlichen Matrixgröße m × n enthält, die für jeden Bildpunkt der digitalisierten Bildvorlage die farblich entsprechende virtuell farbige Bindung nach dem Matrixverfahren auf die textile Fläche übertragen wird,
daß bei der Verwendung von virtuell farbigen Bindungen mehrere Strukturklassen im Bindungskatalog der digitalisierten Bildvorlage Bereichen zugeordnet werden, in denen ausschließlich eine Strukturklasse der virtuell gleichfarbigen Bindungen bei der Zuordnung von digitalem Bildpunkt und virtuell farbiger Bindung mit dem Ziel einer zusätzlichen Strukturierung der farblich gestalteten textilen Fläche und/oder der Verschlüsselung von Informationen in farblich gestalteten textilen Flächen verwendet wird.
4. Verfahren nach dem Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
durch die Größe der gewählten m × n Matrices, auf der die virtuell farbigen
Bindungen des Bindungskatalogs konstruiert wurden, die höchstzulässige
Flottungslänge der Schuß- und Kettfäden festgelegt wird.
5. Verfahren zum Herstellen nichtflottender farbig gemusterter
Gewebeflächen in der Gewebetechnik mit verschiedenfarbigen Kett- und
Schußfäden bei Kombination der Kett- und Schußfäden zu virtuell farbigen
Bindungen, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem ersten Schritt alle virtuell farbigen Bindungen für einen zu erstellenden Bindungskatalog auf der Basis der vorgegebenen Größe m × n der Bindungsmatrix erzeugt werden, die in jeder Zeile und in jeder Spalte wenigstens einen Bindungswechsel aufweisen und mit denen je übertragener virtuell farbiger Bindung auf der textilen Fläche virtuelle farbige Eindrücke mit unterschiedlichen Farbwerten konstruiert werden,
daß in einem zweiten Schritt virtuell farbige Bindungen mit gleichem Farbwert in Strukturklassen aufgeteilt werden und/oder die virtuell farbigen Bindungen auf einer quadratischen Bindungsmatrix n × n durch Auffüllen einer Matrixspalte mit Einsen (Keiffaden oben), einer weiteren Matrixspalte mit Nullen (Kettfaden unten) und durch alle Kombinationen in den verbleibenden Spalten und einem anschließendem zeilenweisen Verdrehen der Matrixzeilen um einen für jede Zeile unterschiedlichen Betrag erzeugt werden und die Strukturklassen sich aus den Möglichkeiten für das zeilenweise Verdrehen der Matrix ableiten,
daß in einem dritten Schritt durch die Auswahl einer und/oder mehrerer bevorzugter Strukturklassen ein Bindungskatalog aus virtuell farbigen Bindungen einer und/oder verschiedener Matrixgrößen als Basis für die Übertragung einer digitalisierten Bildvorlage in eine Jacquarddatei zusammen gestellt wird.
daß in einem ersten Schritt alle virtuell farbigen Bindungen für einen zu erstellenden Bindungskatalog auf der Basis der vorgegebenen Größe m × n der Bindungsmatrix erzeugt werden, die in jeder Zeile und in jeder Spalte wenigstens einen Bindungswechsel aufweisen und mit denen je übertragener virtuell farbiger Bindung auf der textilen Fläche virtuelle farbige Eindrücke mit unterschiedlichen Farbwerten konstruiert werden,
daß in einem zweiten Schritt virtuell farbige Bindungen mit gleichem Farbwert in Strukturklassen aufgeteilt werden und/oder die virtuell farbigen Bindungen auf einer quadratischen Bindungsmatrix n × n durch Auffüllen einer Matrixspalte mit Einsen (Keiffaden oben), einer weiteren Matrixspalte mit Nullen (Kettfaden unten) und durch alle Kombinationen in den verbleibenden Spalten und einem anschließendem zeilenweisen Verdrehen der Matrixzeilen um einen für jede Zeile unterschiedlichen Betrag erzeugt werden und die Strukturklassen sich aus den Möglichkeiten für das zeilenweise Verdrehen der Matrix ableiten,
daß in einem dritten Schritt durch die Auswahl einer und/oder mehrerer bevorzugter Strukturklassen ein Bindungskatalog aus virtuell farbigen Bindungen einer und/oder verschiedener Matrixgrößen als Basis für die Übertragung einer digitalisierten Bildvorlage in eine Jacquarddatei zusammen gestellt wird.
6. Verfahren nach dem Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Übertragung der digitalen Bildvorlage in eine Jacquarddatei
auf der Basis des konstruierten Bindungskataloges mit Hilfe des
Patronierverfahrens oder im Falle einer einheitlichen Matrixgröße der
virtuell farbigen Bindungen des Bindungskataloges mit dem
Matrixverfahren vorgenommen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die systematisch auf einer m × n Matrix erzeugten virtuell farbigen
Bindungen des Bindungskatalogs nach Strukturklassen geordnet werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß unterschiedliche virtuell farbige Bindungen mit gleichen virtuellen
Farbwert unterschiedlichen Strukturklassen zugeordnet werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß unter Ausnutzung der Strukturklassen die Oberfläche des farbig
gemusterten Gewebes zusätzlich strukturiert wird.
10. Verfahren zum Herstellen nichtflottender farbig gemusterter
Gewebeflächen in der Gewebetechnik mit verschiedenfarbigen Kett- und
Schußfäden bei Kombination der Kett- und Schußfäden zu virtuell farbigen
Bindungen, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem ersten Schritt alle virtuell farbigen Bindungen für einen zu erstellenden Bindungskatalog auf der Basis der vorgegebenen Größen m × n der Bindungsmatrix erzeugt werden, die in jeder Zeile und in jeder Spalte einen Bindungswechsel aufweisen und mit denen je übertragene virtuell farbiger Bindung auf der textilen Fläche virtuelle farbige Eindrücke mit unterschiedlichen Farbwerten konstruiert werden,
daß in einem zweiten Schritt virtuell farbige Bindungen mit gleichem Farbwert in Strukturklassen aufgeteilt werden und/oder die virtuell farbigen Bindungen auf einer quadratischen Bindungsmatrix der Größe n × n durch Auffühlen einer Matrixspalte mit Einsen (Kettfaden oben), einer weiteren Matrixspalte mit Nullen (Kettfaden unten) und durch alle Kombinationen in den verbleibenden Spalten und einem anschließenden zeilenweisen Verdrehen der Matrixzeilen um einen für jede Zeile unterschiedlichen Betrag erzeugt werden und die Strukturklassen aus den Möglichkeiten für das zeilenweise Verdrehen der Matrix abgeleitet werden,
daß in einem dritten Schritt durch die Auswahl einer und/oder mehrerer bevorzugten Strukturklassen ein Bindungskatalog aus virtuell farbigen Bindungen einer und/oder verschiedener Matrixgrößen als Basis für die Übertragung einer digitalisierten Bildvorlage in eine Jacquarddatei zusammengestellt wird,
daß mit Hilfe der Wahl von Strukturklassen in die farbig gemusterte Gewebefläche in definierten Bereichen der Gewebefläche codierte Informationen eingewebt werden.
daß in einem ersten Schritt alle virtuell farbigen Bindungen für einen zu erstellenden Bindungskatalog auf der Basis der vorgegebenen Größen m × n der Bindungsmatrix erzeugt werden, die in jeder Zeile und in jeder Spalte einen Bindungswechsel aufweisen und mit denen je übertragene virtuell farbiger Bindung auf der textilen Fläche virtuelle farbige Eindrücke mit unterschiedlichen Farbwerten konstruiert werden,
daß in einem zweiten Schritt virtuell farbige Bindungen mit gleichem Farbwert in Strukturklassen aufgeteilt werden und/oder die virtuell farbigen Bindungen auf einer quadratischen Bindungsmatrix der Größe n × n durch Auffühlen einer Matrixspalte mit Einsen (Kettfaden oben), einer weiteren Matrixspalte mit Nullen (Kettfaden unten) und durch alle Kombinationen in den verbleibenden Spalten und einem anschließenden zeilenweisen Verdrehen der Matrixzeilen um einen für jede Zeile unterschiedlichen Betrag erzeugt werden und die Strukturklassen aus den Möglichkeiten für das zeilenweise Verdrehen der Matrix abgeleitet werden,
daß in einem dritten Schritt durch die Auswahl einer und/oder mehrerer bevorzugten Strukturklassen ein Bindungskatalog aus virtuell farbigen Bindungen einer und/oder verschiedener Matrixgrößen als Basis für die Übertragung einer digitalisierten Bildvorlage in eine Jacquarddatei zusammengestellt wird,
daß mit Hilfe der Wahl von Strukturklassen in die farbig gemusterte Gewebefläche in definierten Bereichen der Gewebefläche codierte Informationen eingewebt werden.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß Schußfäden in den drei sich deutlich unterscheidenden Farben
verwendet werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet,
daß weiße und/oder schwarze Kettfäden verwendet werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Basis des systematisch erzeugten Bindungskataloges über die
Erzeugung von Doppelgeweben auf jeder der beiden Gewebeseiten
unabhängig voneinander unter Einschluß gleicher und gespiegelter
Farbmotive Bildvorlagen übertragen werden, wobei die beiden
Gewebelagen über zusätzliche Bindepunkte verbunden werden.
14. Verfahren nach dem Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß für die Verbindung der Doppelgewebe im Falle des Einsatzes der
Grundfarben Rot, Grün und Blau und eines zusätzlichen weißen
Schußfadens der weiße Faden und im Falle des Einsatzes der invertierten
Grundfarben Türkis, Violett, Gelb und eines zusätzlichen schwarzen
Schußfadens der schwarze Faden verwendet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Basis des systematisch erzeugten Bindungskataloges über die Erzeugung eines Doppelgewebes durch die Kombination des RGB- Verfahrens, das auf der Basis der drei Grundfarben Rot (R), Grün (G), Blau (B) und einem optionalen weißen Schußfaden auf einer schwarzen Kette basiert, und dem CMY-Verfahren, das zum anderen auf den inversen Grundfarben Türkis (Cyan C), Violett (Magenta M), Gelb (Yellow Y) und einem optionalen schwarzen Schußfaden auf einer weißen Kette basiert, das additive (RGB) und das substraktive (CMY) Farbmischen gleichermaßen genutzt werden,
daß zur Darstellung der hellen Farbtöne auf der Oberseite des Doppelgewebes die virtuellen farbigen Bindungen des Bindungskataloges auf der Basis der inversen Grundfarben Türkis (Cyan C), Violett (Magenta M), Gelb (Yellow Y) und für die dunklen Farbtöne die virtuellen farbigen Bindungen des Bindungskataloges auf der Basis der drei Grundfarben Rot (R) , Grün (G), Blau (B) verwendet werden.
daß auf der Basis des systematisch erzeugten Bindungskataloges über die Erzeugung eines Doppelgewebes durch die Kombination des RGB- Verfahrens, das auf der Basis der drei Grundfarben Rot (R), Grün (G), Blau (B) und einem optionalen weißen Schußfaden auf einer schwarzen Kette basiert, und dem CMY-Verfahren, das zum anderen auf den inversen Grundfarben Türkis (Cyan C), Violett (Magenta M), Gelb (Yellow Y) und einem optionalen schwarzen Schußfaden auf einer weißen Kette basiert, das additive (RGB) und das substraktive (CMY) Farbmischen gleichermaßen genutzt werden,
daß zur Darstellung der hellen Farbtöne auf der Oberseite des Doppelgewebes die virtuellen farbigen Bindungen des Bindungskataloges auf der Basis der inversen Grundfarben Türkis (Cyan C), Violett (Magenta M), Gelb (Yellow Y) und für die dunklen Farbtöne die virtuellen farbigen Bindungen des Bindungskataloges auf der Basis der drei Grundfarben Rot (R) , Grün (G), Blau (B) verwendet werden.
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|---|---|---|---|
| DE10159971A DE10159971A1 (de) | 2000-12-08 | 2001-12-06 | Verfahren zum Herstellen nichtflottender farbig gemusterter Gewebeflächen |
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