DE10157467A1 - Former - Google Patents
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Abstract
Ein Former einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, aus einer Faserstoffsuspension umfasst wenigstens ein Sieb und Formierelemente, über die jeweils zumindest ein Sieb geführt ist, wobei zumindest zwei in Sieblaufrichtung aufeinander folgende Formierelemente oder -zonen vorgesehen sind, die wahlweise mit unterschiedlichem Druck, vorzugsweise mit Unterdruck bzw. Überdruck, beaufschlagbar sind.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Former einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, aus einer Faserstoffsuspension mit wenigstens einem Sieb und Formierelementen, über die jeweils zumindest ein Sieb geführt ist.
- Derartige Former sind beispielsweise aus den Druckschriften DE-A-30 14 321 und DE-A-31 42 054 bekannt.
- Bei Doppelsiebformern verursachen Formierwalzen und Formierschuhe oft Druckstellen im Karton bzw. Papier und führen zu Verdrückungen bzw. Einbußen in der Spaltfestigkeit und Glätte. Die betreffenden Einbußen sind häufig durch Vakua in der Schuh- bzw. Walzenformierung bedingt. Die Einbußen können hinsichtlich der Spaltfestigkeit häufig zwischen 10 bis 30% und bezüglich der Glätte bis zu 50% betragen. Dabei kommt es bei schwierig zu entwässernden Rohstoffen eher zu solchen Verdrückungen bzw. Einbußen als bei leichter entwässerbaren Rohstoffen.
- Ziel der Erfindung ist es, einen verbesserten Former der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem die zuvor genannten Nachteile beseitigt sind.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Former einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn, insbesondere Papier- oder Kartonbahn, aus einer Faserstoffsuspension, mit wenigstens einem Sieb und Formierelementen, über die jeweils zumindest ein Sieb geführt ist, wobei zumindest zwei in Sieblaufrichtung aufeinander folgende Formierelemente oder -zonen vorgesehen sind, die jeweils zumindest zwei Zonen umfassen, die wahlweise mit unterschiedlichem Druck, vorzugsweise mit Unterdruck bzw. Überdruck, beaufschlagbar sind.
- Aufgrund der Wechselwirkung von Unterdruck und Gegendruck wird die zur Blattbildung benötigte wirksame Druckdifferenz über der Fasermatte verringert, da die eingebrachten Impulse die Bildung des Faservlieses in Z-Richtung vergleichmäßigen. Das Papiervlies wird durchlässiger, und es treten verringert Strömungen in der Suspension auf, die die Z-Festigkeit beeinträchtigen und die Faserstoffbahn zerstören könnten (Verdrückungen, Löcher, etc.). Indem die Formierelemente zumindest teilweise insbesondere mit Überdruck beaufschlagt werden, wird ein durchlässiges und lockeres Blattgefüge erreicht, durch das die Entwässerung weniger behindert wird. Dabei entsteht ein "sanfter" Impuls, der zum Beispiel im Gegensatz zu Impulsen der Leistenentwässerung das Blattgefüge nicht zerstört. Damit kann zum Beispiel in den Folgezonen der Unterdruckbehandlung mehr Wasser durchgesetzt werden. Das sogenannte "Sheet sealing" wird verringert, und der Einsatz teurer, umweltschädlicher Chemikalien wird reduziert. Da in einem jeweiligen Formierelement Überdruck gefahren werden kann, kann zum Beispiel bei bestimmten Sorten ein möglicher störender Einfluss der Leistenentwässerung auf technologische Werte wie zum Beispiel Festigkeiten ausgeschaltet werden.
- Ein jeweiliges Formierelement kann beispielsweise durch eine Formierwalze, einen Formierschuh, einen Formierkasten bzw. einen Formierschuh mit zugeordnetem Kasten oder dergleichen gebildet sein.
- Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Formers umfassen die betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente eine Formierwalze und zumindest einen in Sieblaufrichtung darauf folgenden Formierschuh mit zugeordnetem Kasten.
- Vorzugsweise umfasst zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente wenigstens eine mit Überdruck beaufschlagbare Zone.
- Insbesondere im Fall einer Formierwalze kann der Überdruck beispielsweise durch Verdrängen von Luft nach innen erzeugt werden. Der Überdruck kann insbesondere auch extern, vorzugsweise durch einen Abluftventil oder dergleichen erzeugt sein.
- Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform umfasst zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente wenigstens eine mit Vakuum beaufschlagbare und/oder wenigstens eine auf Null gesetzte Zone.
- Von Vorteil ist auch, wenn in zumindest einer Zone eines betreffenden Formierelements ein Druck in einem Bereich von etwa +2 bis etwa +0,05 mWS erzeugbar ist.
- Zweckmäßigerweise umfasst zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente einen Formierkasten, dessen in Sieblaufrichtung gemessene Breite in einem Bereich von etwa 0,1 bis etwa 2 m liegt, vorzugsweise in einem Bereich von etwa 0,1 m bis etwa 1,0 m.
- Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Formers ist zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente durch eine Formierwalze gebildet, deren Durchmesser in einem Bereich von etwa 0,8 bis etwa 2,5 m liegt. Es kann beispiels-Weise eine Formierwalze mit einer Siebumschlingung in einem Bereich von etwa 0,1 bis etwa 2,5 m eingesetzt werden.
- Von Vorteil ist auch, wenn zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente durch eine Formierwalze mit einer offenen Oberfläche gebildet ist. Dabei kann die offene Oberfläche zum Beispiel gerillt und/oder gebohrt sein und/oder mit Noppen oder dergleichen aufweisen. Grundsätzlich kann die betreffende Formierwalze auch einen sogenannten Wabenaufbau besitzen. Die Waben sollten bis auf den Zylinder reichen und sollen keine Belüftung von außen zulassen.
- Eine jeweilige mit Unterdruck beaufschlagbare Zone eines betreffenden Formierelements kann zum Beispiel eine Unterdruckkammer aufweisen, die mit zumindest einer Drosselbohrung versehen und/oder der zumindest eine ein Drosselorgan aufweisende Leitung zugeordnet ist. Durch die Drosselbohrung bzw. die mit einem entsprechenden Drosselorgan versehene Leitung kann ein Teil der selbsttätig eingebrachten Luft entweichen.
- Von Vorteil ist auch, wenn zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente einen Formschuh umfasst, deren Oberflächen zumindest teilweise foilartig abgeschrägt, und/oder stufenartig abgeschrägt und/oder wellenartig ausgeführt sind.
- Bei einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform umfasst zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente einen Formierschuh, der mit Einzelleisten auf einer Schwalbenschwanzführung versehen ist. Es ist beispielsweise auch ein Formierschuh mit Leisten in Verbundform denkbar. Es kann beispielsweise auch jeweils ein Formschuh eingesetzt werden, dessen einzelne Leisten zumindest teilweise unterschiedlich und/oder verschiebbar angeordnet sind. Die betreffenden Leisten können also unterschiedlich angeordnet sein.
- Grundsätzlich sind auch unterschiedliche Leistenkonturen im Schuh denkbar.
- So kann gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente beispielsweise einen Formierschuh umfassen, dessen Leisten zumindest teilweise eine gerade Gesamtkontur und/oder zumindest teilweise eine gekrümmte Gesamtkontur besitzen. Die jeweiligen Leisten können beispielsweise auch eine durchgehend gekrümmte Gesamtkontur besitzen.
- Von Vorteil ist auch, wenn zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formelemente einen Formierschuh umfasst, bei dem die zwischen den Leisten vorgesehenen Schlitze eine Breite in einem Bereich von etwa 10 bis etwa 50 mm besitzen.
- Die Leistenbreite kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 10 bis etwa 500 mm liegen.
- Als jeweiliges Formierelement kann beispielsweise ein Formierschuh mit oder ohne Gegenleisten vorgesehen sein.
- Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform umfasst zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente einen Formierschuh, dessen in Sieblaufrichtung betrachtete erste Zone mit Überdruck beaufschlagbar ist.
- Vorzugsweise umfasst zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente eine Mehrzahl von Zonen, die abwechselnd mit unterschiedlichem Druck beaufschlagbar sind.
- Der Former kann insbesondere als Doppelsiebformer ausgeführt sein, d. h. als Former mit zwei umlaufenden endlosen Sieben, die unter Bildung eines Stoffeinlaufspaltes zusammenlaufen.
- Der Former kann insbesondere als Gapformer oder Hybridformer ausgeführt sein.
- Grundsätzlich kann der Former auch als Mehrschicht- und/oder Mehrlagenformer ausgeführt sein.
- Es ist also beispielsweise ein Former denkbar, der aus einer Formierwalze und zumindest einem darauf folgenden Formierschuh mit Kasten und mehreren Zonen und/oder einer weiteren Formierwalze besteht. Die Zonen in der Formierwalze und im Formierwinkel können ein Vakuum aufweisen oder auf Null gesetzt sein. Bevorzugt ist zumindest eine Zone der Formierwalze und/oder des Formierschuhs mit Überdruck beaufschlagt. Die Überdruckerzeugung kann beispielsweise im Fall einer Formierwalze dadurch erfolgen, dass Luft nach innen verdrängt wird, also kein externer Druck vorliegt (also wie Stauzone bei Saugformern). Sowohl bei Formierwalzen als auch bei Formierschuhen ist grundsätzlich aber auch eine externe Überdruckerzeugung beispielsweise mittels eines Abluftventilators möglich. Bei den betreffenden Formierschuhen kann es sich insbesondere um geschlossene Schuhe handeln.
- Die Erfindung wird im folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Mehrschicht-/Mehrlagenformers,
- Fig. 2 eine schematische Querschnittsdarstellung einer Formierwalze,
- Fig. 3 eine schematische, teilweise geschnittene Darstellung eines Formierschuhes,
- Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Gapformers mit einer anfänglich mit Überdruck beaufschlagten Formierwalze und einem darauf folgenden in einer Zone ebenfalls mit Überdruck beaufschlagten Formierkasten,
- Fig. 5 eine schematische Darstellung eines Gapformers vom Typ "Roll-Blade-Roll" und
- Fig. 6 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform eines Gapformers vom Typ "Roll-Roll".
- Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung einen Doppelsiebformer 10 einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn aus einer Faserstoffsuspension. Bei der herzustellenden Faserstoffbahn kann es sich insbesondere um eine Papier- oder Kartonbahn handeln.
- Der Former 10 umfasst eine primäre Formereinheit 10' mit einem primären Stoffauflauf 12 zur Erzeugung einer im vorliegenden Fall z. B. mehrschichtigen Primärlage der Faserstoffbahn und eine mit einem Sekundärstoffauflauf 14 versehene sekundäre Formereinheit 10" zur Erzeugung einer auf der Primärlage aufzubringenden Sekundärlage.
- Die beiden Formereinheiten 10', 10" umfassen jeweils eine Doppelsiebzone, in deren Einlaufspalt der Suspensionsstrahl des jeweiligen Stoffauf- Iaufs 12 bzw. 14 eingespritzt wird. Die Doppelsiebzonen sind jeweils durch zwei endlose Siebbänder 16, 18 bzw. 20, 22 gebildet, die im Anschluss an den Einlaufspalt über eine zugeordnete Formierwalze 24 bzw. 26 geführt werden. Das äußere Siebband 18 bzw. 22 kann im Bereich des Einlaufspaltes beispielsweise über eine Brustwalze 26 bzw. 28 geführt sein.
- Im Anschluss an die Formierwalze 24 bzw. 26 ist innerhalb der Schlaufe des über die jeweilige Brustwalze 26 bzw. 28 geführten Außensiebes 18 bzw. 22 jeweils ein Formierschuh 30 bzw. 32 mit zugeordnetem Kasten vorgesehen. Dabei können insbesondere sogenannte geschlossene Schuhe bzw. Kästen eingesetzt werden.
- Die beiden durch die Formierwalze 25 bzw. den Formierschuh 30 gebildeten, in Sieblaufrichtung aufeinander folgenden Formierelemente der primären Formereinheit 10' umfassen jeweils zwei Zonen, die wahlweise mit unterschiedlichem Druck, hier Überdruck (+) bzw. Unterdruck (-) beaufschlagbar sind.
- Wie anhand der Fig. 1 zu erkennen ist, wird die Formierwalze 24 in der ersten Zone 34 mit Überdruck und in der in Sieblaufrichtung darauf folgenden zweiten Zone 36 mit Unterdruck beaufschlagt.
- Auch der Formierschuh 30 wird in einer ersten Zone 38 wieder mit Überdruck (+) und in einer in Sieblaufrichtung darauf folgenden zweiten Zone 40 mit Unterdruck (-) beaufschlagt.
- In der zweiten Formereinheit 10" ist der Formierschuh 32 in drei Zonen 42, 44 und 46 aufgeteilt, von denen die ersten beiden Zonen 42, 44 jeweils mit Überdruck (+) und die in Sieblaufrichtung darauf folgende letzte Zone 46 mit Unterdruck (-) beaufschlagt werden.
- Fig. 2 zeigt in schematischer Querschnittsteildarstellung eine Formierwalze 24. Dringt Wasser in die Formierwalze 24 ein, so wird ein Teil der Lochluft verdrängt in die erste Zone. Ist die erste Zone geschlossen oder noch leicht geöffnet, baut sich selbständig ein Gegendruck auf, der zumindest gleich groß sein kann wie T/R, wobei "T" für die Siebspannung des Außensiebs 18 und "R" für den Außenradius der Formierwalze 24 steht.
- Aufgrund der in dieser Fig. 2 gezeigten Ausführung werden die initiale Entwässerungsgeschwindigkeit reduziert, mehr Feinstoffe reteniert und die Fasermatte durchlässig gehalten.
- Die Formierwalze 24 kann beispielsweise aus einem gebohrten und/oder gerillten Zylinder und/oder einer Walze mit Wabenaufbau bestehen. Die Waben müssen bis auf den Zylinder reichen und sollen keine Belüftung von außen zulassen.
- Die Überdruckkammer kann beispielsweise eine Drosselbohrung aufweisen, aus der ein Teil der selbsttätig eingebrachten Luft entweichen kann. Ebenso ist eine Leitung mit einem Drosselorgan denkbar.
- Je nach Speichervolumen und Walzenaufbau kann auch Siebwasser in der ersten Zone anfallen. Der Überdruck hilft dabei, das Siebwasser aus der Überdruckzone zu entfernen, beispielsweise über eine zweite Leitung.
- Fig. 3 zeigt in schematischer, teilweise geschnittener Darstellung einen Formierschuh 30, der durch ein Sieb 16 Luft zugeführt bekommt und durch einen externen Überdruckerzeuger mit Gegendruck beaufschlagt wird.
- Wird im zugeordneten Kasten Unterdruck erzeugt, so werden im Extremfall die Siebe separiert und die Faserstoffbahn zerstört (vgl. den Druckverlauf a). Dies limitiert auch die Anwendung von breiteren Schlitzen > 45 mm, wo eine Separierung und Schädigung der Faserstoffbahn durch ein zu hohes Vakuum besonders leicht eintreten kann.
- Durch den Überdruck werden die Siebkonturen annähernd parallel geführt, so dass die Scherkräfte minimiert und der jeweiligen Suspension zwischen den Zielen optimal angepasst werden können (vgl. Druckverlauf b).
- Die Fahrweise mit sektionalem Überdruck ermöglicht einen Betrieb des Kastens, bei dem fallweise je nach Grammatur die Suspension möglichst vielen formationsverbessernden Impulsen ausgesetzt wird, ohne dabei entscheidend zu entwässern, bzw. ein nachteiliges sogenanntes "Sealing" der Fasermatten zu bewirken.
- Der aus der Fig. 3 ersichtliche Kasten kann mit Überdruck und Unterdruck betrieben werden. Die Leisten 48 des dargestellten Formierschuhs 30 können mit unterschiedlichen Oberflächen ausgeführt sein. So können beispielsweise eine foilartige Abschrägung (vgl. Leiste 48 1) bzw. foilartige Abschrägungen, eine stufenartige Abschrägung (vgl. Leiste 48 2) bzw. stufenartige Abschrägungen, eine wellenartige Ausführung, eine gerade Ausführung (vgl. Leiste 48 3), eine 3-flächige Ausführung, eine gerundete Ausführung und/oder dergleichen vorgesehen sein.
- Die Leisten 48 können auch unterschiedlich angeordnet sein. So sind beispielsweise Einzelleisten auf einer Schwalbenschwanzführung, Leisten in Verbundform oder einzelne Leisten denkbar, die unterschiedlich und verschiebbar angeordnet sind.
- Die Gesamtkontur der dem Formierschuh zugeordneten Leisten 48 kann zumindest teilweise gerade und/oder zumindest teilweise gekrümmt oder insgesamt gekrümmt sein.
- Die zwischen den Leisten 48 vorgesehenen Schlitze 50 können insbesondere eine Breite in einem Bereich von beispielsweise etwa 10 bis etwa 50 mm besitzen.
- Die Leistenbreite kann beispielsweise in einem Bereich von etwa 10 bis etwa 500 mm liegen.
- Fallweise können Gegenleisten vorgesehen sein oder nicht.
- Die Fig. 4 und 5 zeigen Ausführungsbeispiele von Formern 10 mit Formierkästen, die zumindest teilweise mit Unterdruck betrieben werden.
- Fig. 4 zeigt in schematischer Darstellung einen Gapformer 10 mit einer Formierwalze 24, die in einer anfänglichen Zone 34 mit Überdruck und in einer darauf folgenden zweiten Zone 36 mit Unterdruck betrieben wird.
- Auch der in Sieblaufrichtung darauf folgende Formierkasten bzw. Formierschuh 30 wird wieder in einer in Sieblaufrichtung betrachteten ersten Zone 38 mit Überdruck und in einer darauf folgenden Zone 40 mit Unterdruck beaufschlagt.
- Sowohl die Formierwalze 24 als auch der Formierkasten bzw. Formierschuh 30 besitzen also jeweils eine mit Überdruck beaufschlagte Zone.
- In der Fig. 4 ist wieder ein Innensieb 16, ein Außensieb 18 sowie ein Stoffauflauf 12 zu erkennen, über den die Faserstoffsuspension in den zwischen den Sieben im Bereich der Formierwalze 24 und der Brustwalze 26 gebildeten Einlaufspalt eingespritzt wird.
- Fig. 5 zeigt in schematischer Darstellung einen Gapformer 10 vom Typ "Roll-Blade-Roll".
- In diesem Fall besitzen die im Bereich des Einlaufspaltes vorgesehene Formierwalze 24, der darauf folgende Formierkasten bzw. Formierschuh 30 sowie eine weitere, auf dem Formierschuh 30 folgende Formierwalze jeweils eine Mehrzahl von Zonen, die abwechselnd mit unterschiedlichem Druck, d. h. hier Unterdruck bzw. Überdruck, beaufschlagbar sind.
- Im vorliegenden Fall besitzen die erste Formierwalze 24 beispielsweise fünf Zonen und der Formierschuh 30 sowie die weitere Formierwalze 52 jeweils vier Zonen. Die erste Zone der Formierwalze 24 wird hier beispielsweise mit Unterdruck (-) beaufschlagt. Die erste Zone des Formierschuhs 30 ist hier beispielsweise mit Überdruck (+) beaufschlagt. Auch die erste Zone der weiteren Formierwalze 52 ist im vorliegenden Fall beispielsweise wieder mit Überdruck (+) beaufschlagt.
- In den zwischen dem Innensieb 16 und dem Außensieb 18 gebildeten Einlaufspalt wird mittels eines Stoffauflaufs 12 wieder die Faserstoffsuspension eingespritzt.
- Aufgrund dieser Ausführung ist auch bei einer Fahrweise von > 10% Entwässerungsmenge im Kasten kein Formationszusammenbruch zu befürchten. Zum Beispiel bei graphischen Papieren, bei braunen Verpackungspapieren, bei Karton oder dergleichen sind etwa 2 bis 3% tolerierbar.
- Zumindest eine Zone des Kastens ist zur Abmilderung von Verlusten an Z- Festigkeit also mit Überdruck betrieben.
- Fig. 6 zeigt in schematischer Darstellung eine weitere Ausführungsform eines Gapformers vom Typ "Roll-Roll", bei der jedoch der bei der Ausführung gemäß Fig. 5 vorgesehene Formierschuh 30 fehlt. Auch im vorliegenden Fall sind die beiden Formierwalzen 24, 52 jeweils wieder mit einer Mehrzahl von Zonen versehen, die abwechselnd mit unterschiedlichem Druck, d. h. hier beispielsweise abwechselnd Unterdruck bzw. Überdruck, beaufschlagt werden.
- Im übrigen besitzt diese Ausführungsform zumindest im Wesentlichen den gleichen Aufbau wie die der Fig. 5, wo bei einander entsprechenden Teilen gleiche Bezugszeichen zugeordnet worden sind. 10 Former
10' primäre Formereinheit
10" sekundäre Formereinheit
12 primärer Stoffauflauf
14 Sekundärstoffauflauf
16 Siebband, Innensieb
18 Siebband, Außensieb
20 Siebband, Innensieb
22 Siebband, Außensieb
24 Formierwalze
26 Brustwalze
28 Brustwalze
30 Formierschuh
32 Formierschuh
34 Zone
36 Zone
38 Zone
40 Zone
42 Zone
44 Zone
46 Zone
48 Leiste
50 Schlitz
52 Formierwalze
Claims (36)
1. Former (10) einer Maschine zur Herstellung einer Faserstoffbahn,
insbesondere Papier- oder Kartonbahn, aus einer
Faserstoffsuspension, mit wenigstens einem Sieb (16, 18) und Formierelementen (24,
30, 52), über die jeweils zumindest ein Sieb (16, 18) geführt ist,
wobei zumindest zwei in Sieblaufrichtung aufeinander folgende
Formierelemente oder -zonen (24, 30, 52 bzw. 34, 36, 38, 40)
vorgesehen sind, die jeweils zumindest zwei Zonen (34, 36; 38, 40)
umfassen, die wahlweise mit unterschiedlichem Druck, vorzugsweise mit
Unterdruck bzw. Überdruck, beaufschlagbar sind.
2. Former nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes der betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente
(24, 30, 52) jeweils wenigstens eine mit Unterdruck und wenigstens
eine mit Überdruck beaufschlagbare Zone (34, 36; 38, 40) umfasst.
3. Former nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) durch eine Formierwalze (24) gebildet ist.
4. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst.
5. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierkasten umfasst.
6. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die betreffenden aufeinander folgenden Formierelemente (24,
30, 52) eine Formierwalze (24) und zumindest einen in
Sieblaufrichtung darauf folgenden Formierschuh (30) mit zugeordnetem Kasten
umfassen.
7. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) wenigstes eine mit Überdruck
beaufschlagbare Zone (34; 38) umfasst.
8. Former nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass insbesondere im Fall einer Formierwalze (24) der Überdruck
durch Verdrängen von Luft nach innen erzeugt ist.
9. Former nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Überdruck extern, vorzugsweise durch einen
Abluftventilator oder dergleichen, erzeugt ist.
10. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) wenigstens eine mit Vakuum
beaufschlagbare und/oder wenigstens eine auf Null gesetzte Zone
umfasst.
11. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in zumindest einer Zone eines betreffenden Formierelements
(24, 30, 52) ein Druck in einem Bereich von etwa +2 bis etwa
+0,05 mWS erzeugbar ist.
12. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierkasten (30) umfasst, dessen
in Sieblaufrichtung gemessene Breite in einem Bereich von etwa 0,1
bis etwa 2 m liegt, vorzugsweise in einem Bereich von etwa 0,1 m
bis etwa 1,0 m.
13. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) durch eine Formierwalze (24) gebildet ist,
deren Durchmesser in einem Bereich von etwa 0,8 bis etwa 2,5 m
liegt.
14. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) durch eine Formierwalze (24) mit einer
Siebumschlingung in einem Bereich von etwa 0,1 bis etwa 2,5 m
gebildet ist.
15. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) durch eine Formierwalze (24) mit einer
offenen Oberfläche gebildet ist.
16. Former nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass die offene Oberfläche gerillt und/oder gebohrt ist und/oder
Noppen oder dergleichen aufweist.
17. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) durch eine Formierwalze (24) mit
Wabenaufbau gebildet ist.
18. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine jeweilige mit Unterdruck beaufschlagbare Zone (36, 40)
eines betreffenden Formierelements (24, 30, 52) eine
Unterdruckkammer aufweist, die mit zumindest einer Drosselbohrung
versehen und/oder der zumindest eine ein Drosselorgan aufweisende
Leitung zugeordnet ist.
19. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, der mit
Leisten (48) versehen ist, deren Oberflächen zumindest teilweise
foilartig abgeschrägt sind.
20. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, der mit
Leisten (48) versehen ist, deren Oberflächen zumindest teilweise
stufenartig abgeschrägt sind.
21. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, der mit
Leisten (48) versehen ist, deren Oberflächen zumindest teilweise
wellenartig ausgeführt sind.
22. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, der mit
Einzeleisten auf einer Schwalbenschwanzführung versehen ist.
23. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, der
Leisten in Verbundform aufweist.
24. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, dessen
einzelne Leisten zumindest teilweise unterschiedlich und/ oder
verschiebbar sind.
25. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, dessen
Leisten (48) zumindest teilweise eine gerade Gesamtkontur besitzen.
26. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, dessen
Leisten (48) zumindest teilweise eine gekrümmte Gesamtkontur
besitzen.
27. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, bei dem
die zwischen den Leisten (48) vorgesehenen Schlitze (50) eine Breite
in einem Bereich von etwa 10 bis etwa 50 mm besitzen.
28. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, bei dem
die Leisten (48) eine Breite in einem Bereich von etwa 10 bis etwa
500 mm besitzen.
29. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) mit Gegenleisten
umfasst.
30. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) ohne
Gegenleisten umfasst.
31. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) einen Formierschuh (30) umfasst, dessen
in Sieblaufrichtung betrachtet erste Zone (38) mit Überdruck
beaufschlagbar ist.
32. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eines der betreffenden aufeinander folgenden
Formierelemente (24, 30, 52) eine Mehrzahl von Zonen umfasst, die
abwechselnd mit unterschiedlichem Druck beaufschlagbar sind.
33. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er als Doppelsiebformer ausgeführt ist.
34. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er als Gapformer ausgeführt ist.
35. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er als Hybridformer ausgeführt ist.
36. Former nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass er als Mehrschicht- und/oder Mehrlagenformer ausgeführt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001157467 DE10157467A1 (de) | 2001-11-23 | 2001-11-23 | Former |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001157467 DE10157467A1 (de) | 2001-11-23 | 2001-11-23 | Former |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10157467A1 true DE10157467A1 (de) | 2003-05-28 |
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ID=7706689
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001157467 Withdrawn DE10157467A1 (de) | 2001-11-23 | 2001-11-23 | Former |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10157467A1 (de) |
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| US10927502B2 (en) | 2016-02-08 | 2021-02-23 | Gpcp Ip Holdings Llc | Molding roll for making paper products |
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