DE10142102A1 - Vorrichtung zur störarmen Signalübertragung - Google Patents
Vorrichtung zur störarmen SignalübertragungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Übertragung digitaler Signale zwischen mindestens zwei gegeneinander beweglich angeordneten Komponenten. DOLLAR A Durch eine Verknüpfung der Nutzsignale mit Zufallssignalen wird die spektrale Leistungsdichte des Signals bei gleicher Sendeleistung verringert.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf Übertragungssysteme zur Übertragung digitaler Daten.
- Die Anwendungsfelder digitaler Datenstrecken wachsen kontinuierlich. Digitale Signalübertragungen bieten in den meisten Anwendungsfällen eine wesentliche Verbesserung gegenüber analogen Übertragungsstrecken. Die Kosten für Hochgeschwindigkeitsdatenkanäle sinken mit der Entwicklung neuer Übertragungstechnologien. Die Übertragungskanalbandbreite ist inzwischen sehr preiswert geworden. So ist meist das Multiplexen mehrerer Übertragungswege in einen einzigen Hochgeschwindigkeitskanal die kostengünstigste Lösung. Dies ist insbesondere bei Hochgeschwindigkeits- Übertragungssystemen der Fall, bei denen zwischen zwei gegeneinander beweglichen insbesondere drehbaren Einheiten auf kurze Distanz Daten übertragen werden.
- Ein besonders wichtiger Aspekt bei der Anwendung von Hochgeschwindigkeitsdatenstrecken, aber auch bei jedem anderen Gerät, ist die elektromagnetische Verträglichkeit. Elektromagnetische Emissionen sind besonders kritisch bei kabelgebundenen Übertragungsstrecken und Einrichtungen zur Übertragung von Signalen zwischen gegeneinander beweglichen Einheiten. Aber auch Sender/Empfänger und Repeater von glasfaserbasierenden Übertragungsstrecken können elektromagnetische Felder aussenden.
- Zur Minimierung der Störaussendung sind verschiedene Verfahren bekannt. Diese liegen in den Bereichen Schirmung, Taktmodulation und Kodierung. Die Schirmmaßnahmen sind meistens mit hohem Materialaufwand und mechanischem Aufwand verbunden. Daher sind diese die teuersten Maßnahmen. Maßnahmen zur Taktmodulation können im Schmalbandbereich eine Aufweitung des übertragenen Signalspektrums und damit eine Reduzierung der Signalamplituden einzelner spektraler Linien bewirken. Besonders breitbandig und damit besonders wirkungsvoll sind die Auswirkungen einer effizienten Signalkodierung.
- Werden die Daten ohne jegliche Kodierung übertragen, so können Bit-Kombinationen entstehen, welche einzelne diskrete Spektrallinien sehr hoher Leistung erzeugen. Der ungünstigste Fall ist hier eine Bitfolge 1 0 1 0. Diese erzeugt das bekannte Rechteckspektrum mit der Grundwelle der übertragenen Frequenz, die der halben Bit-Rate entspricht und deren ungeradzahligen Vielfachen. Hier besitzt die Grundwelle die höchste Amplitude. Um die Störemissionen wesentlich zu verbessern, werden von den Standardchipsätzen zur seriellen Datenübertragung die Daten häufig kodiert. Gängige Kodierungsarten sind die 4B/5B bzw. 8B/10B Kodierungen. Diese sind beispielsweise in dem CYPRESS-Datenblatt CY7C9689A Hrsg. Cypress Semiconductor Corporation, San Jose, USA, 11. Juni 2001 beschrieben. Weiterhin sind auch die in der deutschen Offenlegungsschrift DE 197 58 256.7 offenbarten Gegenstände Bestandteile dieser Patentanmeldung.
- Bei der 4B/5B Kodierung wird beispielsweise ein 4- Bit-Wort in ein 5-Bit-Wort umkodiert. Dies ergibt zusätzlich Redundanz und zudem die Möglichkeit, bessere Bitmuster mit wechselnden Bitsequenzen zu kodieren. Noch besser ist der Fall hier bei einer 8B/10B Kodierung. Eine derartige Kodierung bringt eine deutliche Verbesserung, so wurden in Versuchen Ergebnisse von 6 dB gemessen.
- Diese hier beschriebenen Kodierungsverfahren sind meist in Standard-Sendern bzw. Empfängern fest integriert. Sollen durch eine bessere Kodierung die EMV- Eigenschaften weiter verbessert werden, so ist dies kaum möglich. Weiterhin sind eine Reihe von Sendern bzw. Empfängern auf dem Markt, die keine Kodierung der Daten vornehmen und daher nur sehr schlechte EMV- Eigenschaften besitzen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Modifikation von Signalen auf digitalen Übertragungsstrecken derart zu gestalten, dass diese beliebige Signale derart kodiert, so dass deren EMV- Eigenschaften wesentlich verbessert werden.
- Die Aufgabe wird mit den in Anspruch 1 genannten Mitteln gelöst. Weitere Ausführungen der Erfindung sind Bestandteile der Unteransprüche.
- Daher wird erfindungsgemäß in einer der Signale aussendenden Einheiten ein Pseudozufallsgenerator vorgesehen, dessen Pseudozufallswerte mit den auszusendenden Signalen in einer Verknüpfungseinheit verknüpft werden. Durch die Einbeziehung von Pseudozufallswerten, deren Signalspektrum im Idealfall einem weißen Rauschen ähnelt, können die Lücken zwischen den Spektrallinien des Nutzsignals ausgefüllt und gleichzeitig die spektrale Leistungsdichte verringert werden. Dies verbessert die EMV- Eigenschaften erheblich. Hier ist auch noch eine Verbesserung gegenüber den oben zitierten Kodierungsverfahren möglich, da längere Zufallssegenzen, auch über mehrere Datenpakete hinweg realisierbar sind. Die Verknüpfung mit den Zufallsdaten kann beispielsweise Wortweise vor einer Serialisierung des Datenstroms oder auch erst in einem seriellen Datenstrom vorgenommen werden.
- Ein besonders kritischer Betriebszustand in vielen Übertragungssystemen, insbesondere in Computertomographen, ist der Ruhezustand. Hier erfolgt bei Computertomographen in Zeiten, in denen die Röntgenröhre abgeschaltet ist, keine Bild- und damit Datenübertragung. Dies ist in der Regel 90- bis 95% der Betriebsdauer. Entsprechend dem Stand der Technik werden hier regelmäßig Synchronisationsmuster übertragen. Dieses Muster hat einen konstanten Wert, d. h. es wird lange Zeit hintereinander immer die gleiche Bitsequenz ausgesendet. Dies ist unter dem Aspekt der Störunterdrückung äußerst negativ. Hier schafft die Aussendung von Zufallszahlen, welche mit einem einfachen Zufallsgenerator erzeugt werden können, Abhilfe. Da das Synchronisationsmuster ohnehin ungültige Werte enthält und ausschließlich zur Synchronisation der Hochgeschwindigkeitsdatenstrecke dient, spielen die übertragenen Informationen keinerlei Rolle. Somit kann durch eine einfache Neugestaltung des Senders, welche im Falle des Ruhezustandes an Stelle der Bilddaten eine Pseudozufallssequenz generiert, zu einer wesentlichen Verbesserung der EMV- Eigenschaften führen. In denjenigen Ausführungsformen der Erfindung, in denen ausschließlich ein Pseudozufallsgenerator in einer der Sendeeinheiten, nicht aber in einer der Empfangseinheiten eingesetzt wird, kann auch ein Zufallsgenerator, welche echte Zufallswerte erzeugt eingesetzt werden. Ein solcher Zufallsgenerator kann im einfachsten Fall beispielsweise aus einem Rauschgenerator bestehen, welcher einen Komparator speist. Überschreitet das Rauschsignal zum Abtastzeitpunkt einen vorgegebenen Grenzwert, so wird beispielsweise das Signal logisch eins, im anderen Fall logisch null. Echte Rauschgeneratoren können immer dann eingesetzt werden, wenn eine Korrelation von Sende- und Empfangssignal mit einem Rauschsignal zur Rückgewinnung der Informationen nicht notwendig ist.
- Eine besonders gute Spektralverteilung erhält man durch besonders lange Codesequenzen. Diese lassen sich in der Regel nicht durch die Aussendung einzelner kurzer Datenpakete realisieren. Daher wird eine Anordnung vorgeschlagen, welche den Datenstrom mit einer üblichen Kodierung, wie z. B. 4B/5B in ein rauschähnliches Signal mit sehr langer Wiederholdauer umsetzt. Erfindungsgemäß erfolgt die Umsetzung mittels eines Pseudozufallsgenerators, welcher eine deterministische Pseudozufallssequenz erzeugt und einer Verknüpfung dieser Bitsequenz mit dem Datenstrom. Eine solche Verknüpfung kann beispielsweise die Exclusiv-Oder (EXOR) Verknüpfung sein. Das Ausgangssignal hat nun die Sequenzlänge der Pseudozufallszahlensequenz und kann bei einer hohen Zufallszahlensequenz zu einer wesentlichen Reduzierung des Rauschens führen. Im Empfänger wird ein zweiter identischer Pseudozufallsgenerator eingesetzt, der die identische Sequenz erzeugt und diese wiederum mit dem übertragenen Signal der Datenstrecke verknüpft, so dass das Originalsignal rekonstruiert werden kann. Auch hier ist eine Exclusiv-Oder Verknüpfung besonders einfach realisierbar. Der Bittakt des Pseudozufallszahlensignals muß synchron zum Bittakt der Datenstrecke sein. Er ist bevorzugt gleich groß, kann aber auch ein Vielfaches oder ein Bruchteil des entsprechenden Bittaktes darstellen. So wäre es z. B. denkbar, dass der Bittaktgenerator mit dem Worttakt der Übertragungseinrichtung getaktet wird, so dass er nur bei jedem Datenwort, das z. B. im Falle einer 4B/5B Kodierung aus fünf einzelnen Bits besteht, einen neuen Ausgangswert generiert. Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung ist es unbedingt notwendig, Zufallsgeneratoren einzusetzen, welcher eine bekannte und damit vorhersehbare Zahlensequenz erzeugen. Nur so ist eine Rekonstruktion der gesendeten Signale mit einem zweiten Zufallsgenerator gleicher Funktion möglich. Derartige Generatoren werden als Pseudozufallsgeneratoren bezeichnet, da sie keine echten, da vorhersagbaren, Zufallswerte erzeugen. Dennoch lassen sich mit solchen Pseudozufallsgeneratoren statistisch gute Gleichverteilungen und damit auch im Frequenzbereich des Signales breitbandige Signale erzeugen.
- Besonders wichtig ist die Synchronisation der beiden Zufallsgeneratoren auf Sender- und Empfängerseite. In einem besonders einfachen Fall kann die Synchronisation über ein niederfrequentes Hilfssignal erfolgen. Dieses Signal kann über zusätzliche Übertragungswege, wie z. B. mechanische Schleifkontakte, übertragen werden. Damit die Anforderung an die Flankensteilheit bzw. Zeitverschiebung dieses Signales nicht zu hoch werden, ist es sinnvoll, den Beginn einer neuen Sequenz auf den Beginn eines Datenwortes zu legen.
- Eine weitere Möglichkeit zur Synchronisation oder beiden Generatoren besteht darin, dass über die Datenstrecke eine gewisse Zeit ein Ruhesignal übertragen wird. Dieses wird vom sendeseitigen Pseudozufallsgenerator moduliert. Der sekundärseitige Pseudozufallsgenerator beginnt nun so lange zu unterschiedlichen Startzeiten die Sequenz zu initialisieren, bis er das Ruhezustandssignal erkennen kann. Ab diesem Zeitpunkt laufen die beiden Pseudozufallsgeneratoren synchron. Um ein besonderes schnelles Synchronisieren zu ermöglichen, kann bei diesem Verfahren der senderseitige Pseudozufallsgenerator zuerst mit einer relativ kurzen Sequenz beginnen, welche z. B. der Länge eines Datenpaketes entspricht. Nach einer vorgegebenen Zeit schaltet er auf seine längere Standard-Sequenzlänge um. Dies kann vom empfängerseitigen Pseudozufallsgenerator durch eine Änderung des Bitmusters erkannt werden und von diesem auch zur Umschaltung auf die entsprechend längere Pseudozufallszahlensequenz benutzt werden.
- Erfindungsgemäß wird ein Verfahren angegeben, bei dem ein erster, vom Sender erzeugter Datenstrom mit einem zweiten Zufalls-Datenstrom verknüpft wird. Dies bezieht sich selbstverständlich nicht nur auf einen kontinuierlichen Datenstrom, sondern auch auf eine Sequenz von Datenpaketen. Dabei kann es sich bei dem Zufalls-Datenstrom um einen Strom aus echten Zufallsdaten oder auch nur aus Pseudo-Zufallsdaten handeln. Als Verknüpfungsfunktion wird vorzugsweise die exclusiv-oder-Funktion gewählt. Selbstverständlich sind auch andere Verknüpfungsfunktionen denkbar. Durch diese Verknüpfung mit einem Zufalls-Datenstrom werden die Lücken im Spektrum zwischen den einzelnen Spektrallinien des Datensignals aufgefüllt, was zu einer niedrigeren spektralen Leistungsdichte bei gleicher Sendeleistung führt. Eine entsprechende Verknüpfung zur Rekonstruktion der Originalsignale ist im Empfänger notwendig.
- In einem weiteren Verfahren wird in den Pausen zwischen den Signalen eine Zufalls-Sequenz (Pseudo- Zufalls-Sequenz) eingefügt. Dadurch ergibt sich insbesondere bei Übertragungsstrecken, bei denen relativ lange Übertragungspausen bestehen, eine niedrige spektrale Leistungsdichte. Es kann hier auch in den Pausen durch die kontinuierliche Übertragung von Signalen die Synchronisation zwischen Sender und Empfänger aufrechterhalten werden.
- Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch beschrieben.
- Diese zeigen:
- Fig. 1 erfindungsgemäße Anordnung
- Fig. 2 Zeitdiagramm einer Anordnung bei der in den Pausen Zufallsdaten übertragen werden
- Fig. 3 Zeitdiagramm von Nutzdaten, welche mittels Pseudozufallsdaten kopiert werden
- Fig. 4 Ausgangssignalspektrum einer 200 MBaud PCM Übertragungsstrecke
- Fig. 5 Ausgangssignalspektrum eines 8B/10B kodierten Signals
- Fig. 6 Spektrum eines mittels einer Pseudozufallszahlensequenz kodierten Signales
- In Fig. 1 ist beispielhaft eine erfindungsgemäße Anordnung mit jeweils einer Sende- und Empfangseinheit dargestellt. Das Gesamtsystem besteht aus einer ersten Einheit (1), welche mit einer zweiten Einheit (2) kommuniziert. Die Verbindung wird mittels einer Übertragungsstrecke (3) hergestellt. Zur Kommunikation enthält die erste Einheit (1) einen Datensender (4) und die zweite Einheit (2) einen Datenempfänger (5). Weiterhin ist in der ersten Einheit (1) ein Pseudozufallszahlengenerator oder Zufallsgenerator (6) enthalten, dessen Signale mit den Signalen des Datensenders verknüpft werden.
- Für den Fall, dass beide Einheiten nur zu bestimmten Zeiten Nutzdaten austauschen und die Zeiten zwischen den Nutzdatenpaketen mit Zufallsdaten gefüllt werden sind weitere Komponenten notwendig. Damit hier die Zufallsdaten vom Datenempfänger (5) nicht als Nutzdaten missinterpretiert werden, sind gewisse Vorkehrungen zu treffen. So kann beispielsweise die Anzahl der zu übertragenden Datenpakete an Pseudozufallsdaten festgelegt sein oder in einem speziellen Datenpaket vom Datensender an den Datenempfänger übermittelt werden. Weiterhin kann durch eine optionale Signalisierungsleitung (7) ein Informationsaustausch zwischen dem Datensender und dem Datenempfänger erfolgen. So kann beispielsweise der Datensender mittels eines speziellen logischen Pegels auf dieser Leitung dem Datenempfänger das Vorhandensein von Nutzdaten bzw. Pseudozufallsdaten signalisieren. Wird dagegen die Kommunikation vom Datenempfänger gesteuert, so kann der mittels einer Signalisierungsleitung (7) vom Datensender Nutzdaten anfordern. Auch hier werden wieder für den Fall, dass keine Nutzdaten gesendet werden, Pseudozufallsdaten übertragen.
- Fig. 2 zeigt beispielhaft im Zeitdiagramm aufgetragen entlang einer Zeitachse (t) das Aussenden von Nutzdaten bzw. Pseudozufallsdaten. Die Kurve (20) zeigt während der dickschraffierten Perioden das Senden von Nutzdaten. In den dazwischen liegenden Pausen wie in der Kurve (21) dargestellt, werden vom Pseudozufallszahlengenerator Pseudozufallszahlen generiert und mittels des Datensenders ausgesendet.
- Fig. 3 zeigt beispielhaft die Codierung bzw. Decodierung von Daten mit Hilfe eines Pseudozufallssignals. Dabei zeigt die Kurve (31) den Originaldatenstrom, wie er von dem Datensender erzeugt wird. In der Kurve (32) ist eine Pseudozufallssequenz des ersten Pseudozufallsgenerators dargestellt. Die Kurve (33) zeigt schließlich das Ausgangssignal, welches über die Datenstrecke übertragen wird. Dieses Ausgangssignal entsteht hier beispielsweise durch eine Exclusiv-Oder Verknüpfung der Signale (31) und (32). Das Eingangssignal der zweiten beweglichen Einheit (34) entspricht dem ausgesendeten Signal (33). Mittels eines zweiten Pseudozufallssignals (35) von einem zweiten Pseudozufallsgenerator kann das Originaldatensignal (36) wiederhergestellt werden. Auch in diesem Fall erfolgt beispielhaft wieder eine Exclusiv-Oder Verknüpfung.
- Fig. 4 zeigt beispielhaft ein typisches Ausgangssignalspektrum einer 200 MBaud PCM Übertragungsstrecke bei der Übertragung eines 1 0 1 0 Signals. Hier ist der Frequenzbereich von 0-1 GHz auf der waagrechten Frequenzachse aufgetragen. Die maximale Signalamplitude in diesem Beispiel beträgt -14,7 dBm.
- Fig. 5 zeigt ein typisches Ausgangssignalspektrum eines PCM Signals, welches 8B/10B codiert ist, wiederum im Frequenzbereich von 0-1 GHz. Wie hier deutlich erkennbar ist, bestehen im Vergleich zu dem Signal aus Fig. 4 eine wesentlich höhere Anzahl von schmalbandigen Spektralanteilen. Durch diese Aufteilung auf mehrere Spektrallinien wird die Amplitude der einzelnen Spektrallinien abgesenkt. So ist von diesem Signal nun die maximale Amplitude bei einem Pegel von -20,6 dBm. Dies entspricht gegenüber dem Signal aus Fig. 4 einer Verbesserung von nahezu 6 dB.
- Fig. 6 zeigt nun beispielhaft das Spektrum eines 200 MBaud PCM Signals, welches mittels einer Pseudozufallszahlensequenz codiert wurde. Auch hier ist das Spektrum wieder im Frequenzbereich von 0-1 GHz dargestellt. Durch die Pseudozufallszahlensequenz entstehen nun so viele einzelne Spektrallinien, dass diese in der Darstellung als solche nicht mehr erkennbar sind und zu einer nahezu geschlossenen Kühlkurve verschmelzen. Die höchste gemessene Signalamplitude liegt hier bei -32,5 dBm. Dies entspricht einer Verbesserung gegenüber dem herkömmlichen 8B/10B codierten Signal von ca. 12 dB und gegenüber einem uncodierten Signal, wie es in Fig. 4 dargestellt ist, einer Verbesserung von 18 dB.
Claims (15)
1. Anordnung zur Übertragung digitaler Signale
zwischen mehreren Einheiten, wobei mindestens
eine erste Einheit einen Datensender und
mindestens eine zweite Einheit einen
Datenempfänger enthält und mindestens eine der ersten
Einheiten mittels mindestens einer
Übertragungsstrecke zu einer der zweiten Einheiten
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens eine erste Einheiten einen
Pseudozufallsgenerator oder Zufallsgenerator enthält,
welcher durch eine Steuereinheit gesteuert wird
und das Signal des Pseudozufallsgenerators oder
Zufallsgenerators mit dem auf der
Übertragungsstrecke zu übertragenden Signal durch eine
Verknüpfungseinheit derart verknüpft wird, dass
sich im Spektrum des zu übertragenden Signales
die Abstände zwischen den Spektrallinien
wesentlich verringern, wobei die Amplituden der
Spektrallinien absinken ohne dass sich jedoch
die gesamte zur Übertragung benötigte
Bandbreite wesentlich erhöht.
2. Anordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verknüpfungsfunktion der
Verknüpfungseinheit die exclusiv-oder-Funktion ist.
3. Anordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Steuereinheit derart ausgelegt ist, dass
sie die Intervalle, in denen zwischen der
ersten und der zweiten Einheit Nutzdaten
übertragen werden, erkennen kann und dass sie die
Verknüpfung des Pseudozufallsgenerators oder
Zufallsgenerator mit dem Ausgangssignal derart
steuert, dass in den Pausen zwischen den
Intervallen zur Übertragung der Nutzdaten
Pseudozufallsdaten bzw. Zufallsdaten übertragen werden.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine zusätzliche Signalisierungsverbindung
zwischen mindestens einem Datensender und
mindestens einem Datenempfänger vorhanden ist,
mittels derer der jeweilige Datensender dem
entsprechenden Datenempfänger das Vorhandensein
von Nutzdaten bzw. Pseudozufallsdaten oder
Zufallsdaten signalisiert.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, dass
mindestens ein Datenempfänger eine
Signalisierungseinrichtung besitzt, mit Hilfe deren er
vom Datensender Nutzdaten anfordert und der
entsprechende Datensender entsprechend diesem
Signal Nutzdaten bzw. Pseudozufallsdaten oder
Zufallsdaten sendet.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verknüpfungseinheit im Datensender derart
gestaltet ist, dass sie kontinuierlich die zu
übertragenden Nutzsignale mit den Signalen des
Pseudozufallsgenerators verknüpft und dass
weiterhin die zweite Einheit eine weitere
Verknüpfungseinheit enthält, welche die empfangenen
Signale ebenfalls mit Pseudozufallsdaten
verknüpft.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine zusätzliche Übertragungsstrecke zur
Übertragung der Pseudozufallsdaten vorhanden ist,
so dass in der zweiten Einheit die Verknüpfung
mit den Pseudozufallsdaten synchron zur
Verknüpfung mit den Pseudozufallsdaten in der
ersten sendenden Einheit erfolgen kann.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, dass
in mindestens einem Datenempfänger ein zweiter
Pseudozufallsgenerator enthalten ist, welcher
Pseudozufallszahlen der gleichen Sequenz wie
der Pseudozufallsgenerator in der
entsprechenden Sendeeinheit generiert.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine zusätzliche Übertragungsstrecke zur
Synchronisation des Pseudozufallsgenerators des
Senders und des Pseudozufallsgenerators des
Empfängers vorhanden ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeweils in mindestens einem Sender und
mindestens einem Empfänger eine Einheit zur
Synchronisation der Pseudozufallsgeneratoren vorhanden
ist.
11. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Einheit zur Synchronisation der
Pseudozufallsgeneratoren in der Sendeeinheit derart
gestaltet ist, dass zu Beginn einer jeden
Signalübertragung eine Synchronisationssequenz
gestartet wird, welche eine Synchronisation der
Pseudozufallsgeneratoren im Sender und
Empfänger ermöglicht.
12. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-11,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Synchronisationssequenz der Datensender
zur Aussendung eines vorher festgelegten Bit-
Musters ausgesendet wird, welches dann durch
den Pseudozufallsgenerator mit nachgeschalteter
Verknüpfungseinheit im Sender verknüpft wird
und im Empfänger eine Steuerung derart
ausgelegt ist, dass sie zu verschiedenen Zeitpunkten
eine Synchronisation des empfängerseitigen
Pseudozufallsgenerators mit den empfangenen
Daten vornimmt, bis das bekannte vorgegebene
Sendemuster als Ergebnis der Verknüpfung auftritt.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 1-12,
dadurch gekennzeichnet, dass
zu einer vereinfachten Synchronisation zwischen
Sender und Empfänger zuerst eine kurze
Pseudozufallssequenz verwendet wird und nach einer
vorgegebenen Zeit bzw. nach einer
Synchronisation auf diese Zufallssequenz auf eine längere
Pseudozufallssequenz umgeschaltet wird.
14. Verfahren zur Übertragung digitaler Signale
zwischen mehreren Einheiten, wobei mindestens
eine erste Einheit einen Datensender und
mindestens eine zweite Einheit einen
Datenempfänger enthält und mindestens eine der ersten
Einheiten mittels mindestens einer
Übertragungsstrecke zu einer der zweiten Einheiten
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vom Datensender erzeugten Daten mit
Zufalls- bzw. Pseudozufallsdaten verknüpft wird,
so dass sich im Spektrum des zu übertragenden
Signales die Abstände zwischen den
Spektrallinien wesentlich verringern, wobei die
Amplituden der Spektrallinien absinken ohne dass sich
jedoch die gesamte zur Übertragung benötigte
Bandbreite wesentlich erhöht.
15. Verfahren zur Übertragung digitaler Signale
zwischen mehreren Einheiten, wobei mindestens
eine erste Einheit einen Datensender und
mindestens eine zweite Einheit einen
Datenempfänger enthält und mindestens eine der ersten
Einheiten mittels mindestens einer
Übertragungsstrecke zu einer der zweiten Einheiten
verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen Nutzdaten echte bzw. Pseudo-
Zufallsdaten eingefügt werden, so dass sich im
Spektrum des zu übertragenden Signales die
Abstände zwischen den Spektrallinien wesentlich
verringern, wobei die Amplituden der
Spektrallinien absinken ohne dass sich jedoch die
gesamte zur Übertragung benötigte Bandbreite
wesentlich erhöht.
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