DE10127602A1 - Stent zur Implantation im menschlichen Körper - Google Patents
Stent zur Implantation im menschlichen KörperInfo
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Abstract
Ein Stent (10) zur Implantation im menschlichen Körper, insbesondere in Blutgefäße, weist einen hohlzylindrischen Körper (12) auf, der aus einer Mehrzahl von umfänglich gegeneinander versetzten fadenförmigen Elementen (22, 24) aufgebaut ist, die zu einem Geflecht (18) mit einer Vielzahl polygonförmiger Zellen (20) verflochten sind, wobei die fadenförmigen Elemente (22, 24) an zumindest einem Ende (14, 16) des Körpers (12) an umfänglich verteilten Kreuzungsendpunkten (28, 30) zumindest paarweise über Kreuz verlaufen und wobei von den Kreuzungsendpunkten (28, 30) wegführende freie Enden (34) der fadenförmigen Elemente (22, 24) zumindest paarweise aneinander fixiert sind. Bei dem Stent (10) sind zumindest drei der freien Enden (34), die von umfänglich unterschiedlichen drei Kreuzungsendpunkten (28) kommend zusammengeführt und aneinander fixiert (Fig. 1).
Description
Die Erfindung betrifft einen Stent zur Implantation im mensch
lichen Körper, insbesondere in Blutgefäße, mit einem hohlzylin
drischen Körper, der aus einer Mehrzahl von umfänglich gegen
einander versetzten fadenförmigen Elementen aufgebaut ist, die
zu einem Geflecht mit einer Vielzahl polygonförmiger Zellen
verflochten sind, wobei die fadenförmigen Elemente an zumindest
einem Ende des Körpers an umfänglich verteilten Kreuzungspunk
ten zumindest paarweise über Kreuz verlaufen, und wobei von den
Kreuzungspunkten wegführende freie Enden der fadenförmigen Ele
mente zumindest paarweise aneinander fixiert sind.
Ein derartiger Stent ist aus der DE 197 50 971 A1 bekannt.
Unter einem Stent wird allgemein eine Endoprothese zur Offen
haltung gangartiger Strukturen im menschlichen Körper, bspw.
von Blutgefäßen wie Venen oder Arterien, verstanden. Durch Im
plantation eines Stents soll einer Verengung des entsprechenden
Gefäßes, die z. B. durch Druck von außen bedingt ist, entgegen
gewirkt werden.
Es sind sowohl selbst expandierende Stents als auch mittels ei
nes Ballonkatheters bspw. expandierbare Stents bekannt.
Ein selbst expandierbarer Stent läßt sich auf einem Applikator
in seiner Längsrichtung strecken, wodurch sich der Durchmesser
des Stents zur Implantation verringern läßt. Mittels des Appli
kators wird der Stent im gestreckten bzw. gespannten Zustand in
das Gefäß implantiert. Nachdem der Stent durch den Applikator
an der gewünschten Stelle in dem Gefäß positioniert ist, wird
der Applikator entfernt. Da nunmehr keine äußeren Längsdeh
nungskräfte mehr auf den Stent wirken, relaxiert der Stent auf
grund seiner zellenförmigen Struktur elastisch in seine ur
sprüngliche Länge, dehnt sich dabei radial aus und schmiegt
sich dadurch an die Gefäßinnenwand an. Dies kann auch dadurch
verstärkt werden, daß Materialien mit einem Formgedächtnis ver
wendet werden.
Die Stents zur Implantation in Blutgefäße weisen einen hohlzy
lindrischen Körper auf, dessen Außendurchmesser in etwa dem In
nendurchmesser des jeweiligen Blutgefäßes, in das der Stent im
plantiert werden soll, entspricht. Der Körper des Stents ist
somit in Längsrichtung für den Durchtritt von Blut offen. Der
Körper des Stents ist aus mehreren gegeneinander versetzten fa
denförmigen Elementen aufgebaut, die zu einem Geflecht mit ei
ner Vielzahl polygonförmiger Zellen verflochten sind. Das Ge
flecht kann bspw. so aufgebaut sein, wie dies bei dem aus der
zuvor genannten DE 197 50 971 A1 bekannten Stent der Fall ist,
daß zwei sich kreuzende Scharen der fadenförmigen Elemente so
miteinander verkreuzt sind, daß jedes fadenförmige Element der
einen Schar abwechselnd über und unter jedem fadenförmigen Ele
ment der anderen Schar geführt ist. Eine solche Bindung des Ge
flechts wird als Leinwand-Bindung bezeichnet.
Der aus der DE 197 50 971 A1 bekannte Stent weist an dem einen
Ende des Körpers ein geschlossenes Geflecht auf, indem an die
sem Ende jedes fadenförmige Element von dem gegenüberliegenden
Ende kommend umgelenkt und zu jenem Ende wieder entsprechend
dem Geflecht zurückgeführt ist.
An dem "offenen" Ende, das dem Ende entgegengesetzt ist, das
das geschlossene Geflecht aufweist, entstehen somit freie Enden
der fadenförmigen Elemente, die bei dem bekannten Stent paar
weise miteinander verdrillt sind. Dabei sind jeweils zwei freie
Enden, die von demselben jeweiligen Kreuzungsendpunkt wegfüh
ren, miteinander in Längsrichtung des Stents verdrillt.
Bei einem Stent, dessen Körper insgesamt aus bspw. 16 fadenför
migen Elementen aufgebaut ist, stehen somit von dem einen Ende
des Stents 8 Paare von miteinander verdrillten freien Enden ab.
Diese freien verdrillten Enden haben jedoch mehrere Nachteile.
Beim Einführen des Stents in ein Blutgefäß mit den verdrillten
freien Enden voran können diese freien Enden nach außen umbie
gen und sich mit der Gefäßinnenwand verhaken bzw. in diese ein
stechen, wodurch die Gefäßwand verletzt werden kann, und außer
dem ist dann auch das weitere Vorschieben des Stents nicht mehr
möglich und der Stent muß wieder aus dem Blutgefäß herausgezo
gen werden. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß diese paar
weise miteinander verdrillten freien Enden, die somit insgesamt
sehr dünn sind, durch den entsprechenden Anpreßdruck an der Ge
fäßinnenwand in diese eindringen bzw. in diese einwachsen kön
nen, was ebenfalls unerwünscht ist.
Ein noch weiterer Nachteil dieser paarweise miteinander ver
drillten freien Enden besteht darin, daß im Falle, daß der
Stent ein selbst expandierender Stent ist, die radiale Expansi
onskraft dieses Endes und damit die Anpreßkraft an der Gefäßin
nenwand nicht optimal ist. Das radiale Selbstexpansionsvermögen
und damit einhergehend ein sicherer Halt des implantierten
Stents sind jedoch wichtige Anforderungen an einen solchen
Stent.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Stent der
eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß die vor
stehend genannten Nachteile vermieden werden, insbesondere daß
die Gefahr, daß die freien Enden beim Einsetzen des Stents sich
in die Gefäßwand bohren, daß die freien Enden mit der Zeit in
die Gefäßwand eindringen oder die Gefäßwand mit diesen ver
wächst verringert und das radiale Selbstexpansionsvermögen am
Ende des Stents erhöht wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe hinsichtlich des eingangs
genannten Stents dadurch gelöst, daß zumindest jeweils drei der
freien Enden, die von umfänglich unterschiedlichen drei Kreu
zungsendpunkten kommen, zusammengeführt und aneinander fixiert
sind.
Der erfindungsgemäße Stent löst sich somit von dem Konzept, je
weils zwei freie Enden der fadenförmigen Elemente, die von dem
selben Kreuzungsendpunkt kommen, aneinander zu fixieren. Es
werden nun zumindest drei freie Enden, und zwar solche, die von
unterschiedlichen Kreuzungsendpunkten kommen, zusammengeführt
und aneinander fixiert. Die zumindest drei freien Enden spannen
dabei in etwa die Form eines Dreieckes auf, an dessen freier
Spitze die zumindest drei freien Enden aneinander fixiert sind.
Die zumindest drei aneinander fixierten Enden bilden demnach
ein gegenüber nur zwei aneinander fixierten Enden dickeres und
damit stumpfes Ende, das insgesamt stabiler ist und dadurch ei
ne geringere Neigung zum Verbiegen zeigt, und des weiteren ist
auch die Gefahr des Einschneidens bzw. Eindringens in die Ge
fäßwand verringert. Bei gleicher Anzahl fadenförmiger Elemente
ist auch die Anzahl abstehender Enden vorteilhaft reduziert.
Die zumindest drei freien Enden, die von den jeweils unter
schiedlichen Kreuzungsendpunkten kommen und demnach etwa ein
Dreieck aufspannen, bilden an den entsprechenden Umfangsstellen
des Körpers des Stents eine flächigere Anlage an der Gefäßwand
und tragen somit zu einem verbesserten Halt des Stents im Gefäß
bei. Dadurch, daß zumindest drei von unterschiedlichen Kreu
zungsendpunkten kommende freie Enden zusammengeführt werden,
verlaufen zumindest die beiden äußeren freien Enden mit der
Längsrichtung des Stents einen Winkel von ungleich 0°, d. h.
diese beiden äußeren freien Enden weisen eine Richtungskompo
nente in Umfangsrichtung des Stents auf, wodurch die radiale
Expansionskraft des Stents ebenfalls verbessert ist.
Vorzugsweise werden zumindest drei freie Enden, die von umfäng
lich unmittelbar benachbarten Kreuzungsendpunkten wegführen,
zusammengefaßt und aneinander fixiert.
In einer bevorzugten Ausgestaltung sind zumindest jeweils vier
freie Enden, die von umfänglich unterschiedlichen vier Kreu
zungsendpunkten kommen, zusammengeführt und aneinander fixiert.
Diese Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft bei Stents, die
insgesamt aus 8 oder 16 fadenförmigen Elementen aufgebaut sind
und entsprechend 4 oder 8 Kreuzungsendpunkte aufweisen. Die im
Zusammenhang mit den zumindest drei zusammengeführten freien
Enden werden im Fall von zumindest vier zusammengeführten frei
en Enden entsprechend noch verstärkt.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die jeweils
zumindest drei freien Enden durch eine Verflechtung in Form ei
nes Zopfes aneinander fixiert.
Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß jedes der zumindest 3 frei
en Enden mit jedem anderen der zumindest 3 freien Enden ver
flochten ist, wodurch sich eine sehr sichere Fixierung der zu
mindest 3 freien Enden aneinander ergibt, die wesentlich siche
rer ist als ein bloßes Verdrillen von 2 freien Enden miteinan
der.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die fadenför
migen Elemente an den Kreuzungsendpunkten jeweils paarweise um
einander geschlungen, derart, daß ein zu dem jeweiligen Kreu
zungsendpunkt hinführender Part eines fadenförmigen Elements
und ein von demselben Kreuzungsendpunkt wegführender Part des
selben fadenförmigen Elements einen Winkel ungleich 180° ein
schließen.
Durch die paarweise Umschlingung der fadenförmigen Elemente an
den Kreuzungsendpunkten wird erreicht, daß sich das Geflecht an
den Kreuzungsendpunkten nicht verschieben oder lösen kann, wo
durch insgesamt eine hohe Formstabilität des erfindungsgemäßen
Stents erreicht wird. Des weiteren wird durch diese Maßnahme
das radiale Selbstexpansionsvermögen des erfindungsgemäßen
Stents weiter verbessert, weil die einzelnen fadenförmigen Ele
mente an den Kreuzungsendpunkten jeweils einen abwechselnd ge
gensinnigen Zug in Umfangsrichtung des Stents erfahren.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die zumindest
drei freien Enden miteinander stoffschlüssig verbunden.
Die stoffschlüssige Verbindung der zumindest drei freien Enden,
bspw. durch Verschweißen oder Verkleben ist insbesondere als
zusätzliche Sicherungsmaßnahme der Fixierung der freien Enden
vorteilhaft, insbesondere wenn die freien Enden gemäß der zuvor
beschriebenen Ausgestaltung miteinander zu einem Zopf verfloch
ten sind. Mit dieser Maßnahme wird ein Aufgehen der Fixierung
der freien Enden und damit des gesamten Geflechts des Stents
sicher vermieden.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung verlaufen die fa
denförmigen Elemente an beiden Enden des Körpers an umfänglich
verteilten Kreuzungsendpunkten zumindest paarweise über Kreuz,
und sind an beiden Enden des Körpers zumindest jeweils 3 der
freien Enden, die von den umfänglich unterschiedlichen drei
Kreuzungsendpunkten kommen, zusammengeführt und miteinander fi
xiert.
Bei dieser bevorzugten Ausgestaltung sind demnach beide Enden
des Körpers des Stents erfindungsgemäß ausgestaltet, so daß an
beiden Enden des Stents die Vorteile der Erfindung erzielt wer
den.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist der Körper aus
16 fadenförmigen Elementen aufgebaut, und sind an zumindest ei
nem Ende jeweils 4 freie Enden, die von unmittelbar benachbar
ten Kreuzungsendpunkten kommend, zusammengeführt und miteinan
der fixiert.
Diese Ausgestaltung ist insbesondere für solche Stents beson
ders vorteilhaft, die zur Implantation in Blutgefäße verwendet
werden, und die bspw. einen Durchmesser von etwa 6 bis 10 mm
aufweisen.
In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung sind die fadenför
migen Elemente aus Nitinol gefertigt.
Nitinol ist ein Material mit Formgedächtnis, das sich für
Stents aufgrund seines Formgedächtnisses besonders eignet.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgen
den Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angege
benen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorlie
genden Erfindung zu verlassen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung
dargestellt und wird mit Bezug auf diese hiernach näher be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Stent zur Implantation im menschlichen Körper
in einer Vorderansicht;
Fig. 2 eine abgewickelte Darstellung des Stents in Fig. 1
im Bereich eines seiner Enden, nachdem der Stent
entlang einer Mantellinie aufgeschnitten und flach
ausgebreitet wurde, wobei der Maßstab in Fig. 2 ge
genüber Fig. 1 verkleinert ist;
Fig. 3 einen im Maßstab stark vergrößerten Ausschnitt des
Stents in Fig. 1 und 2, wobei in Fig. 3 dargestellt
ist, wie 4 freie Enden, die von umfänglich unmittel
bar benachbarten Kreuzungsendpunkten kommen, mitein
ander verflochten werden; und
Fig. 4 eine schematische Darstellung, die eine kontinuier
liche Herstellung von erfindungsgemäßen Stents als
fortlaufende Ware zeigt.
In Fig. 1 ist ein mit dem allgemeinen Bezugszeichen 10 versehe
ner Stent zur Implantation im menschlichen Körper, insbesondere
zur Implantation in Blutgefäße, dargestellt.
Der Stent 10 weist einen hohlzylindrischen Körper 12 auf, der
ein erstes Ende 14 und ein zweites Ende 16 aufweist.
Der Körper 12 ist aus einer Mehrzahl, im vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel aus einer Anzahl von 16 umfänglich gegeneinander
versetzten fadenförmigen Elementen aufgebaut, die zu einem Ge
flecht 18 mit einer Vielzahl polygonförmiger Zellen 20 ver
flochten sind.
Das Geflecht 18 ist so ausgebildet, daß eine erste Schar von 8
fadenförmigen Elementen 22 in einer ersten Schraubenlinienform
gewickelt sind, während eine zweite Schar von fadenförmigen
Elementen 24 in zu der ersten Schar gegensinniger Schraubenli
nienform gewickelt ist. Entsprechend laufen die fadenförmigen
Elemente 22 und 24 an Kreuzungsendpunkten 26 über Kreuz anein
ander vorbei.
An den Kreuzungsendpunkten 26 verlaufen die fadenförmigen Ele
mente 22 und 24 abwechselnd übereinander und untereinander. Die
fadenförmigen Elemente 22 der ersten Schar und die fadenförmi
gen Elemente 24 der zweiten Schar bilden somit zwischen dem er
sten Ende 14 und dem zweiten Ende 16 des Körpers 12 des Stents
10 zwei miteinander verkreuzte, gegensinnig schraubenlinienför
mige Fadenlagen.
An den Enden 14 und 16 bilden die fadenförmigen Elemente 22 und
24 Kreuzungsendpunkte 28 (zweites Ende 16) und 30 (erstes Ende
14).
Wenn wie im vorliegenden Fall insgesamt 16 fadenförmige Elemen
te 22, 24 verwendet werden, sind entsprechend sowohl am ersten
Ende 14 acht Kreuzungsendpunkte 30 und am zweiten Ende 16 acht
Kreuzungsendpunkte 28 vorhanden. Die Kreuzungsendpunkte 28 bzw.
30 sind etwa äquidistant umfänglich um den Körper 12 des Stents
10 verteilt.
Von jedem Kreuzungsendpunkt 28 des zweiten Endes 16 führen je
weils zwei freie Enden 32 bzw. 34 weg. Von den Kreuzungsend
punkten 28 des zweiten Endes 16 führen demnach entsprechend der
Anzahl von insgesamt 16 fadenförmigen Elementen 22, 24 16 der
artige freie Enden 32, 34 weg, wobei die Enden 32 zur Schar der
fadenförmigen Elemente 24 und die Enden 34 zur Schar der faden
förmigen Elemente 22 gehören.
Jeweils 4 der freien Enden 32, 34, die jeweils von umfänglich
unterschiedlichen, hier unmittelbar benachbarten Kreuzungsend
punkten 28 kommen, sind dabei zusammengeführt und durch eine
Verflechtung in Form eines Zopfes 36 aneinander fixiert.
In Fig. 1 ist dies für den Zopf 36 näher dargestellt. Zu dem
Zopf 36 läuft ein freies Ende 34a von dem Kreuzungsendpunkt 28a
kommend, das freie Ende 34 von dem Kreuzungsendpunkt 28 kom
mend, ein freies Ende 32a von dem Kreuzungsendpunkt 28b kom
mend, und ein freies Ende 32b von einem Kreuzungsendpunkt 28c
kommend.
Entsprechend der verwendeten Anzahl von 16 fadenförmigen Ele
menten weist der Stent 10 an dem zweiten Ende 16 vier derarti
ger Zöpfe 36 auf.
An dem ersten Ende 14 ist der Körper 12 des Stents 10 in iden
tischer Weise zu dem zweiten Ende 16 ausgebildet, d. h. von den
Kreuzungsendpunkten 30 wegführende freie Enden 38, 40 sind
ebenfalls so zusammengefaßt, daß jeweils vier freie Enden 38
bzw. 40, die von umfänglich benachbarten vier Kreuzungsendpunk
ten 30 kommen, zusammengeführt und in Form eines Zopfes 42 an
einander fixiert sind.
Die Zöpfe 36 bzw. 42 des Stents 10 sind des weiteren durch eine
stoffschlüssige Verbindung der einzelnen darin eingehenden fa
denförmigen Elemente 22, 24 zusätzlich fixiert, bspw. indem auf
die Zöpfe 36 bzw. 42 ein Schweißpunkt gesetzt ist.
In Fig. 2 ist das zweite Ende 16 des Stents 10 in einer abge
wickelten Darstellung gezeigt, d. h. der Stent in Fig. 1 wurde
entlang einer willkürlich gewählten Mantellinie 44 aufgeschnit
ten und flach ausgebreitet. Der Schnitt entlang der Mantellinie
44 ist dabei mittig durch einen Zopf 36a gelegt.
In Fig. 2 ist angedeutet und in Fig. 3 genauer dargestellt, daß
die fadenförmigen Elemente 22, 24 an den Kreuzungsendpunkten 28
jeweils paarweise umeinander geschlungen sind, so daß ein zu
dem jeweiligen Kreuzungsendpunkt 28 hinführender Part 46 jedes
fadenförmigen Elementes 22 und ein von demselben Kreuzungsend
punkt 28 wegführender Part 50 desselben fadenförmigen Elements
22 einen Winkel ungleich 180° etwa zwischen 90° und 120° ein
schließen. Das gleiche gilt für einen zu dem Kreuzungsendpunkt
28 hinführenden Part 48 und einen von dem Kreuzungsendpunkt 28
wegführenden Part 52 jedes einzelnen fadenförmigen Elements 24.
In Fig. 3 ist einer der Zöpfe 36 während seines Flechtens dar
gestellt, wobei aus dieser Darstellung hervorgeht, daß jedes
freie Ende 34, 34a, 32a und 32b jedes mit jedem zu dem Zopf 36
verflochten wird. Die vier freien Enden 34, 34a, 32a und 32b
spannen von den Kreuzungsendpunkten 28, 28a, 28b und 28c kom
mend etwa ein Dreieck auf, an dessen Spitze sich der Zopf 36
befindet. Aus Fig. 3 geht insbesondere hervor, daß die außen
liegenden freien Enden 28a und 28c bzgl. der Längsachse relativ
stark geneigt sind. Das von den freien Enden 34, 34a, 32a und
32b aufgespannte Dreieck entfaltet eine gute elastische Dehn
kraft, die das Selbstexpansionsvermögen des Stents 10 an seinen
Enden 14 und 16 vorteilhaft verbessert.
Die fadenförmigen Elemente 22, 24 sind vorzugsweise aus Nitinol
gefertigt.
In Fig. 4 ist dargestellt, daß sich der Stent 10 bspw. als Me
terware in einem serientauglichen Verfahren herstellen läßt.
In Fig. 4 sind vier einzelne Stents 10a bis 10d schematisch
dargestellt. Zunächst wird der Stent 10a gemäß dem verwendeten
Geflecht, bspw. in der Form einer Leinwand-Bindung bis zu den
Kreuzungsendpunkten 28 geflochten. Von den Kreuzungsendpunkten
28 wegführende freie Enden 34 werden dann jeweils in Gruppen zu
zumindest drei, im gezeigten Ausführungsbeispiel vier freien
Enden, die von umfänglich beabstandeten Kreuzungsendpunkten 28
kommend, zusammengeführt und in Form eines Zopfes 36 aneinander
fixiert, wobei umfänglich an dem Stent 10a entsprechend vier
derartige Zöpfe 36 entstehen.
Ausgehend von den Zöpfen 36, deren Länge beliebig gewählt wer
den kann, werden dann die freien Enden zu entsprechenden Kreu
zungsendpunkten 30 des nachfolgenden Stents 10b geführt, und
von den Kreuzungsendpunkten 30 aus wird dann der Stent 10b ent
sprechend der verwendeten Art des Geflechts bis zu den Kreu
zungsendpunkten 28 des Stents 10b geflochten.
Von den Kreuzungsendpunkten 28 ausgehend werden wiederum je
weils vier von benachbarten Kreuzungsendpunkten 28 kommende
freie Enden 34 zusammengeführt und zu Zöpfen 36 miteinander
verflochten, usw. Anschließend wird der Stent 10c, der Stent
10d usw. in entsprechender Weise gefertigt.
An den jeweiligen Zöpfen 36 ist der Stent 10a mit dem Stent 10b
verbunden, der Stent 10b mit dem Stent 10c, usw. Nachdem eine
bestimmte Anzahl von derartigen Stents fertiggestellt ist, kön
nen nun die einzelnen Stents 10a, 10b, 10c usw. durch Abtrennen
etwa auf Höhe der Längsmitte der einzelnen Zöpfe 36 separiert
werden, wie mit unterbrochenen Linien 56 dargestellt ist. Vor
dem Trennen der einzelnen Stents entlang der Trennlinien 56
werden die Zöpfe 36, d. h. die die einzelnen Zöpfe 36 bildenden
freien Enden 34 durch einen Schweißpunkt oder eine Schweißnaht
zusätzlich aneinander fixiert.
Claims (8)
1. Stent zur Implantation im menschlichen Körper, insbesonde
re in Blutgefäße, mit einem hohlzylindrischen Körper (12),
der aus einer Mehrzahl von umfänglich gegeneinander ver
setzten fadenförmigen Elementen (22, 24) aufgebaut ist,
die zu einem Geflecht (18) mit einer Vielzahl polygonför
miger Zellen (20) verflochten sind, wobei die fadenförmi
gen Elemente (22, 24) an zumindest einem Ende (14, 16) des
Körpers (12) an umfänglich verteilten Kreuzungsendpunkten
(28, 30) zumindest paarweise (28, 30) über Kreuz verlau
fen, und wobei von den Kreuzungsendpunkten wegführende
freie Enden (32, 34, 38, 40) der fadenförmigen Elemente
(22, 24) zumindest paarweise aneinander fixiert sind, da
durch gekennzeichnet, daß zumindest jeweils drei der frei
en Enden (32, 34, 38, 40), die von umfänglich unterschied
lichen drei Kreuzungsendpunkten (28, 30) kommen, zusammen
geführt und aneinander fixiert sind.
2. Stent nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumin
dest jeweils vier freie Enden (32, 34, 38, 40), die von
umfänglich unterschiedlichen vier Kreuzungsendpunkten (28,
30) kommen, zusammengeführt und aneinander fixiert sind.
3. Stent nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die jeweils zumindest drei freien Enden (32, 34, 38, 40)
durch eine Verflechtung in Form eines Zopfes (36, 42) an
einander fixiert sind.
4. Stent nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die fadenförmigen Elemente (22, 24) an den
Kreuzungsendpunkten (28, 30) jeweils paarweise umeinander
geschlungen sind, derart, daß ein zu dem jeweiligen Kreu
zungsendpunkt (28, 30) hinführender Part (46) eines faden
förmigen Elements (22, 24) und ein von demselben Kreu
zungsendpunkt wegführender Part (50) desselben fadenförmi
gen Elements (22, 24) einen Winkel ungleich 180° ein
schließen.
5. Stent nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die zumindest drei freien Enden (32, 34, 38,
40) miteinander stoffschlüssig verbunden sind.
6. Stent nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die fadenförmigen Elemente (22, 24) an bei
den Enden (14, 16) des Körpers (12) an umfänglich verteil
ten Kreuzungsendpunkten (28, 30) zumindest paarweise über
Kreuz verlaufen, und daß an beiden Enden (14, 16) des Kör
pers (12) zumindest jeweils drei der freien Enden (32, 34,
38, 40), die von umfänglich unterschiedlichen drei Kreu
zungsendpunkten (28, 30) kommen, zusammengeführt und an
einander fixiert sind.
7. Stent nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Körper (12) aus 16 fadenförmigen Elemen
ten (22, 24) aufgebaut ist, und daß an zumindest einem En
de (14, 16) zumindest jeweils vier freie Enden (32, 34,
38, 40), die von unmittelbar benachbarten Kreuzungsend
punkten (28, 30) kommen, zusammengeführt und aneinander
fixiert sind.
8. Stent nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die fadenförmigen Elemente (22, 24) aus Ni
tinol gefertigt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001127602 DE10127602A1 (de) | 2001-05-31 | 2001-05-31 | Stent zur Implantation im menschlichen Körper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001127602 DE10127602A1 (de) | 2001-05-31 | 2001-05-31 | Stent zur Implantation im menschlichen Körper |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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