DE10118825A1 - Werkzeug zum Anschäumen von Bauteilen an einer Fahrzeugscheibe - Google Patents
Werkzeug zum Anschäumen von Bauteilen an einer FahrzeugscheibeInfo
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Abstract
Es wird ein Werkzeug zum Anschäumen von Bauteilen insbesondere an eine Fahrzeugscheibe (12) vorgeschlagen, das versehen mit einer Formanordnung (10, 42) zur Begrenzung des zu umschäumenden Bereichs sowie einer Halteanordnung (18, 22, 24, 34) zum fixieren eines anzuschäumenden Bauteils. Erfindungsgemäß umfasst die Halteanordnung einen im Wesentlichen starren Einsatz (18), der in eine Ausnehmung (16) der Formanordnung (10) einsetzbar ist und der eine Aufnahme (36) für ein anzuschäumendes Bauteil (14) aufweist, wobei die Aufnahme einen dem zu umschäumenden Bereich (20) zugewandten Haltebereich (22) aufweist und auf der von dem zu umschäumenden Bereich abgewandten Seite des Halterbereichs eine Dichtungsanordnung (26) vorgesehen ist, um den zum Anschäumen des Bauteils benutzten Werkstoff an einem Eindringen in das Werkzeug zu hindern.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Anschäumen von Bauteilen
insbesondere an eine Fahrzeugscheibe, versehen mit einer Formanordnung zur
Begrenzung des zu umschäumenden Bereichs sowie einer Halteanordnung zum
Fixieren eines anzuschäumenden Bauteils.
Beim Anschäumen von Bauteilen beispielsweise an eine Fahrzeugscheibe ist
problematisch, dass einerseits das an die Scheibe anzuschäumende Bauteil ge
halten werden muss und andererseits kein Schaum aus dem zu umschäumenden
Bereich in das Werkzeug austreten soll. Bei bekannten Schäumwerkzeugen der
eingangs genannten Art wurde daher vorgeschlagen, weiche Abdichtelemente
einzusetzen, beispielsweise aus Polyurethan, die in eine Ausnehmung des
Schäumwerkzeugs eingesetzt werden und in die das anzuschäumende Bauteil
eingesteckt wird.
Derartige Abdichtelemente sind jedoch in mehrfacher Hinsicht nachteilig. Insbe
sondere geben solche weichen Abdichtelemente keine exakte Lage des anzu
schäumenden Bauteils im Werkzeug vor, so dass beispielsweise ein Verkippen
des anzuschäumenden Bauteils gegenüber der Fahrzeugscheibe während des
Schäumens nicht ausgeschlossen werden kann. Daher wurden zum Ausrichten
des anzuschäumenden Bauteils häufig Positionierhilfen, wie z. B. Positionierstifte,
eingesetzt, was jedoch aufgrund des damit verbundenen erhöhten Aufwands
ebenfalls keine zufriedenstellende Lösung darstellte, zumal selbst mit derartigen
Positionierhilfen eine exakte Winkelausrichtung der anzuschäumenden Bauteile
nicht immer gewährleistet werden konnte. Darüber hinaus haben derartige Ab
dichtelemente aufgrund des ständigen Kontakts mit dem Schäumwerkstoff nur
eine relativ kurze Nutzungsdauer und müssen daher häufig ersetzt werden, was
aufgrund des recht hohen Materialpreises derartiger Abdichtelemente zu erhebli
chen Verbrauchskosten führt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug zum An
schäumen von Bauteilen insbesondere an eine Fahrzeugscheibe zu schaffen, in
welchem anzuschäumende Bauteile sicher und verschleißarm gehalten werden
können.
Diese Aufgabe wird bei einem Werkzeug der eingangs genannten Art erfindungs
gemäß dadurch gelöst, dass die Halteanordnung einen im wesentlichen starren
Einsatz umfasst, der in eine Ausnehmung der Formanordnung einsetzbar ist und
der eine Aufnahme für ein anzuschäumendes Bauteil aufweist, wobei die Auf
nahme einen dem zu umschäumenden Bereich zugewandten Haltebereich auf
weist und auf der von dem zu umschäumenden Bereich abgewandten Seite des
Haltebereichs eine Dichtungsanordnung vorgesehen ist, um den zum Anschäu
men des Bauteils benutzten Werkstoff an einem Eindringen in das Werkzeug zu
hindern. Anders als bei konventionellen Schäumwerkzeugen, bei welchen das
anzuschäumende Bauteil in einem weichen Dichtelement gehalten wurde lässt
bis bei dem hier vorgeschlagenen Werkzeug das anzuschäumende Bauteil mit
tels des an dem starren Einsatz ausgebildeten Haltebereichs sicher fixieren. Dar
über hinaus schützt der dem zu umschäumenden Bereich zugewandte Haltebe
reich die Dichtungsanordnung gegenüber einem übermäßigen Kontakt mit dem
Schäumwerkstoff, wodurch die Standzeit der Dichtungsanordnung erheblich ge
steigert werden kann.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Insbesondere kann die Aufnahme einen dem zu umschäumenden Bereich zuge
wandten ersten Haltebereich sowie einen von dem zu umschäumenden Bereich
abgewandten zweiten Haltebereich aufweist, und die Dichtungsanordnung zwi
schen dem ersten und dem zweiten Haltebereich vorgesehen sein. Auf diese
Weise lässt sich die Winkellage des anzuschäumenden Bauteils bezüglich dem
zu umschäumenden Bereich noch sicherer fixieren, da aufgrund der beiden
räumlich getrennten Haltebereich ein deutlich größerer Hebel auf das anzu
schäumende Bauteil ausgeübt wird als bei Verwendung nur eines Haltebereichs.
Ferner kann hierbei der dem zu umschäumenden Bereich zugewandte Haltebe
reich in der Richtung senkrecht zu dem zu umschäumenden Bereich kürzer aus
geführt und damit die Dichtungsanordnung näher an dem zu umschäumenden
Bereich platziert werden, so dass der Materialeintrag in das Schäumwerkzeug
möglichst gering gehalten werden kann.
Weiterhin kann der Einsatz aus mehreren Bauteilen bestehen, wobei dann der
Einsatz in mindestens einem der Haltebereiche ein aus dem Einsatz heraus
nehmbares Haltebauteil zum Fixieren eines in den Einsatz einzusetzenden, an
zuschäumenden Bauteils aufweisen kann. Durch Bereitstellen mehrerer aus dem
Einsatz herausnehmbarer Haltebauteile, deren Größe, Form oder Werkstoffbe
schaffenheit variiert, ist es ferner möglich, einen (standardisierten) Einsatz zum
Anschäumen unterschiedlicher Bauteile zu benutzten. Da ein Verschleiß in erster
Linie durch wiederholtes Einstecken von anzuschäumenden Bauteile in den Ein
satz hervorgerufen wird, kann, um die Verschleißfestigkeit des Werkzeugs zu er
höhen, ferner das aus dem Einsatz herausnehmbare Haltebauteil aus einem
Werkstoff gefertigt werden, der eine größere Härte als der Einsatz aufweist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann der Einsatz eine Aufnahme für die
Dichtungsanordnung aufweisen. Vorzugsweise verfügt hierbei der Einsatz über
eine dem zu umschäumenden Bereich zugewandte Stirnseite sowie mindestens
eine unter einem Winkel zu der Stirnseite angeordnete Seitenfläche, und ist die
Aufnahme für die Dichtungsanordnung zu der mindestens einen Seitenfläche hin
offen. Zum Zusammenbau des Schäumwerkzeugs wird die Dichtungsanordnung
in den Einsatz von der Seite her eingeschoben, und dann wird der Einsatz mit
samt der Dichtung in die Ausnehmung der Formanordnung eingesetzt. Da die
Aufnahme für die Dichtungsanordnung unter einem Winkel zu der Ausnehmung
der Formanordnung angeordnet ist, wird die Dichtungsanordnung unverlierbar in
dem Einsatz gehalten. Ein derartiger Aufbau ist nicht nur in der Herstellung gün
stig, da er ohne großen Werkzeugaufwand realisiert werden kann, sondern führt
auch bei der Benutzung des Schäumwerkzeugs zu Einsparungen, da sich das mit
einem derartigen Einsatz ausgestattete Schäumwerkzeug schnell und einfach
zusammensetzen lässt.
Durch geeignete Abstimmung des Werkstoffs der Dichtungsanordnung und des
zum Anschäumen von Bauteilen benutzten Schaumwerkstoffs lässt sich ferner
die Dichtungsanordnung "selbstheilend" gestalten. Wird das Werkzeug beispiels
weise zum Anschäumen von Haltebauteilen an eine Fahrzeugscheibe benutzt,
wobei es sich bei dem gewählten Schaumwerkstoff um PU-Schaum handelt, so
lässt sich ein derartiger Selbstheilungseffekt dadurch erzielen, dass die Dich
tungsanordnung aus einem PUR-Werkstoff gefertigt wird. Wird beim Einsetzen
eines anzuschäumenden Bauteils in den Einsatz und damit in die Dichtungsan
ordnung beispielsweise aufgrund eines an dem anzuschäumenden Bauteil ver
bliebenen scharfen Grates eine gewisse Materialmenge der Dichtungsanordnung
abgerieben, so füllt sich während des Schäumvorgangs die so entstandene Mate
riallücke der Dichtungsanordnung mit Schaumwerkstoff und wird damit repariert
oder "geheilt".
Wie eingangs bereits erwähnt, kann das Werkzeug insbesondere zum Anschäu
men von Bauteilen an eine Fahrzeugscheibe eingesetzt werden, beispielsweise
um Haltewinkel an eine Fahrzeugscheibe anzuschäumen, die Teil eines öff
nungsfähigen Fahrzeugdaches ist, um mittels solcher Haltewinkel die Fahrzeug
scheibe an eine Verstellmechanik zum Verfahren der Scheibe anzukoppeln.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter Be
zugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen im Detail beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Schnittansicht eines Teils eines Schäumwerk
zeugs nach der vorliegenden Erfindung, in welchem ein anzu
schäumendes Bauteil gehalten wird;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der in dem Schäumwerkzeug gemäß
Fig. 1 eingesetzten Dichtungsanordnung; und
Fig. 3 ein Ansicht ähnlich Fig. 1 während dem Herausnehmen des Einsat
zes aus dem Schäumwerkzeug.
Fig. 1 zeigt einen Detailausschnitt eines Schäumwerkzeugs, wie es zum Um
schäumen einer Fahrzeugscheibe eingesetzt wird. Bei einer derartigen Anwen
dung wird gewöhnlich nur ein Randbereich der aus einem transparenten Werk
stoff wie Glas oder Kunststoff gefertigten Scheibe mit einer Umschäumung bei
spielsweise aus PU-Schaum eingefasst. Ist die Fahrzeugscheibe Teil eines öff
nungsfähigen Fahrzeugdaches, beispielsweise eines Schiebe- oder Schiebehe
bedaches, eines Spoilerdaches oder eines Lamellendaches, so muss zum Ver
fahren des Scheibenelements die Fahrzeugscheibe mit einer Verstellmechanik
gekoppelt werden. Zu diesem Zweck werden üblicherweise Haltewinkel oder der
gleichen in den Schaumwerkstoff eingebettet.
Fig. 1 zeigt nur einen kleinen Ausschnitt eines Schäumwerkzeugs, welches in an
sich bekannter Weise ein Oberwerkzeug und ein Unterwerkzeug aufweist, zwi
schen welchen die zu umschäumende Scheibe eingelegt wird. Das in Fig. 1 an
gedeutete Schäumwerkzeug 10 kann hierbei das Oberwerkzeug oder das Unter
werkzeug einer nicht näher dargestellten Schäumvorrichtung sein.
Dort wo an eine zu umschäumende Fahrzeugscheibe 12 ein Befestigungsele
ment 14 angeschäumt werden soll, weist das Schäumwerkzeug 10 in seiner die
Form der Umschäumung 20 festlegenden Oberseite 42 eine Ausnehmung 16 auf,
in die ein Einsatz 18, der beispielsweise aus Stahl, insbesondere aus Werkzeug
stahl, gefertigt ist, eingesetzt ist. Es versteht sich, dass das Schäumwerkzeug 10
gewöhnlich eine Mehrzahl derartiger Einsätze 18 aufweisen wird, der Größe und
Form in Abhängigkeit von den an die Fahrzeugscheibe 12 anzuschäumenden
Bauteilen variieren kann. Während man das Schäumwerkzeug 10 sowie der Ein
satz 18 üblicherweise aus metallischen Werkstoffen, insbesondere aus Stahl, fer
tigen wird, lassen sich hierfür natürlich auch andere Werkstoffe einsetzen, die
eine ausreichende Festigkeit und Verschleißbeständigkeit haben und von denen
sich die eingesetzten Schaumwerkstoffe leicht lösen lassen.
Zum ortsfesten Positionieren des in einer Umschäumung 20 anzuordnenden Be
festigungselements 14 weist der Einsatz 18 einen dem zu umschäumenden Be
reich zugewandten ersten Haltebereich 22 sowie einen von dem zu umschäu
menden Bereich abgewandten zweiten Haltebereich 24 auf. Die Öffnungsgröße
des ersten und des zweiten Haltebereichs 22 und 24 ist auf die Größe des Au
ßenumfangs des Befestigungselements 14 in diesen Bereichen abgestimmt, so
dass das Befestigungselement 14 in den Haltebereichen 22 und 24 zumindest in
der Ebene parallel zu der Scheibe 20 gehalten wird.
Zwischen dem ersten Haltebereich 22 und zweiten Haltebereich 24 ist eine Dich
tungsanordnung 26 vorgesehen, die in Fig. 2 in perspektivischer Ansicht darge
stellt ist. Bei der in den Fig. 1 und 3 gezeigten Ausführungsform des Einsatzes
18, der, um eine möglichst einfache Herstellung zu ermöglichen, beispielsweise
Quaderform oder eine sonstige regelmäßige Form haben kann, ist in einer von
der dem zu umschäumenden Bereich abgewandten Seitenfläche 30 des Einsat
zes 18 eine Ausnehmung 32 vorgesehen, in welche die Dichtungsanordnung 26
von der Seite der her einsetzbar ist, wenn der Einsatz 18 aus dem Schäumwerk
zeug 10 herausgezogen wird, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist.
Im Falle der in Fig. 2 dargestellten quaderförmigen Dichtungsanordnung 26 lässt
sich die in dem Einsatz 18 auszubildende Ausnehmung 32 besonders einfach
herstellen. Die Dichtungsanordnung 26 weist einen durchgehenden, von einem
Dichtungswerkstoff umgebenen Schlitz 28 auf, dessen Innenumfang geringfügig
kleiner als der Außenumfang des an die Fahrzeugscheibe 12 anzuschäumenden
Bauteils 14 ist, so dass sich der Dichtungswerkstoff ein in die Dichtungsanord
nung 26 eingesetztes Bauteil 14 anlegt und so ein Eindringen von Schaumwerk
stoff in das Werkzeug sowie ein ungewolltes Überziehen des anzuschäumenden
Bauteils 14 mit Schaumwerkstoff verhindert. Darüber hinaus wird durch Anlegen
der Dichtungsanordnung 26 gegen das anzuschäumende Bauteil 14 letzteres in
der Richtung senkrecht zur Fahrzeugscheibe 12 gehalten.
Bei Verwendung von PU-Schaumwerkstoffen wird die Dichtungsanordnung 26
vorzugsweise aus PUR-Werkstoffen gefertigt, beispielsweise aus PUR
Giessmasse oder Elastomeren PUR, um der Dichtungsanordnung 26 die ein
gangs erwähnten Selbstheilungseigenschaften zu verleihen.
Wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich ist, wird die gegenüber dem zu umschäu
menden Bereich zurückversetzte Dichtungsanordnung 26 mittels dem ersten
Haltebereich 22 wirkungsvoll vor einer Beeinträchtigung durch Kontakt mit der
Gussmasse 20 geschützt, so dass sich deutlich höhere Standzeiten der Dich
tungsanordnung 26 als bei im Stand der Technik eingesetzten Abdichtungen er
geben.
Wie es in Fig. 3 gezeigt ist, ist zweckmäßigerweise in der Aufnahme 36 für das
anzuschäumende Bauteil 14 ferner ein Anschlag oder Boden 38 vorgesehen, der
beim Einsetzen des Bauteils 14 in die Aufnahme 36 die vertikale Lage des Bau
teils 14 bezüglich der zu umschäumenden Fahrzeugscheibe 12 festlegt. In einem
oder in beiden der Haltebereiche 22 und 24 kann der Einsatz 18 ferner mehrteilig
ausgebildet sein und ein aus dem Einsatz herausnehmbares Haltebauteil 34 auf
weisen, mittels welchem das anzuschäumende Bauteil 14 in dem jeweiligen Haltebereich
fixiert wird. Mittels solcher separater Haltebauteile lässt sich einerseits
die in dem Haltebereich erzielte Haltewirkung genauer justieren und kann die
Haltewirkung an unterschiedlich bemessene anzuschäumende Bauteile ange
passt werden. Darüber hinaus sind bei einem Verschleiß des Einsatzes, der
durch Verkratzen der Haltebereiche beim wiederholten Einlegen von anzuschäu
menden Bauteilen hervorgerufen wird, nur die herausnehmbaren Haltebauteile zu
ersetzen und nicht der gesamte Einsatz.
Im Bereich der Aufnahme 16 für den Einsatz 18 kann das Schäumwerkzeug 10
ferner einen Durchbruch 40 aufweisen, durch den in den Einsatz 18 eingedrun
gene Schaumreste in das Freie gelangen können. Darüber hinaus kann mittels
eines in durch den Durchbruch 40 eingeführten (nicht dargestellten) Zylinder in
schwierigen Fällen die Abdichtung optimiert werden.
Während die Verwendung von zwei räumlich getrennten Haltebereichen, zwi
schen welchen eine Dichtung vorgesehen wird, bevorzugt wird, da dies einerseits
für eine bestmögliche Halterung des anzuschäumenden Bauteils sorgt und ande
rerseits, da die Dichtungsanordnung recht nahe des zu umschäumenden Be
reichs platziert werden kann, für einen möglichst geringen Materialeintrag in das
Schäumwerkzeug sorgt, kann auch nur ein dem zu umschäumenden Bereich zu
gewandter Haltebereich vorgesehen werden, der dann in Axialrichtung des zu
haltenden Bauteils entsprechend lang ausgeführt wird, um ein Verkippen des an
zuschäumenden Bauteils während des Schäumvorgangs zu verhindern. Aus den
genannten Gründen wird jedoch die Verwendung von zwei Haltebereichen bevor
zugt.
10
Schäumwerkzeug
12
Fahrzeugscheibe
14
Befestigungselement
16
Ausnehmung in
10
18
Einsatz
20
Umschäumung
22
erster Haltebereich
24
zweiter Haltebereich
26
Dichtungsanordnung
28
Schlitz in
26
30
Seitenfläche von
18
32
Ausnehmung in
18
34
Haltebauteil
36
Aufnahme für
14
38
Anschlag in
36
40
Durchbruch
42
Oberseite von
10
Claims (12)
1. Werkzeug zum Anschäumen von Bauteilen insbesondere an eine Fahr
zeugscheibe (12), versehen mit einer Formanordnung (10, 42) zur Begren
zung des zu umschäumenden Bereichs sowie einer Halteanordnung (18,
22, 24, 34) zum Fixieren eines anzuschäumenden Bauteils, dadurch ge
kennzeichnet, dass die Halteanordnung einen im wesentlichen starren Ein
satz (18) umfasst, der in eine Ausnehmung (16) der Formanordnung (10)
einsetzbar ist und der eine Aufnahme (36) für ein anzuschäumendes Bauteil
(14) aufweist, wobei die Aufnahme einen dem zu umschäumenden Bereich
(20) zugewandten Haltebereich (22) aufweist und auf der von dem zu um
schäumenden Bereich abgewandten Seite des Haltebereichs eine Dich
tungsanordnung (26) vorgesehen ist, um den zum Anschäumen des Bau
teils benutzten Werkstoff an einem Eindringen in das Werkzeug zu hindern.
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme
(36) einen dem zu umschäumenden Bereich (20) zugewandten ersten Hal
tebereich (22) sowie einen von dem zu umschäumenden Bereich abge
wandten zweiten Haltebereich (24) aufweist, und die Dichtungsanordnung
(26) zwischen dem ersten und dem zweiten Haltebereich vorgesehen ist.
3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der
Einsatz (18) aus Metall, insbesondere aus Stahl, gefertigt ist.
4. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Einsatz (18) aus mehreren Bauteilen (18, 34) besteht.
5. Werkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz
(18) in mindestens einem der Haltebereiche (22, 24) ein aus dem Einsatz
herausnehmbares Haltebauteil (34) aufweist.
6. Werkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Halte
bauteil (34) eine größere Härte als der Einsatz (18) aufweist.
7. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Einsatz (18) eine Aufnahme (32) für die Dichtungsan
ordnung aufweist.
8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Einsatz
eine dem zu umschäumenden Bereich (20) zugewandte Stirnseite sowie
mindestens eine unter einem Winkel zu der Stirnseite angeordnete Seiten
fläche (30) aufweist, wobei die Aufnahme (32) für die Dichtungsanordnung
(26) zu der mindestens einen Seitenfläche hin offen ist.
9. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Werkstoff der Dichtungsanordnung (26) kompatibel zu
dem zum Anschäumen von Bauteilen (14) benutzten Schaumwerkstoff ist.
10. Werkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dich
tungsanordnung (26) aus einem PUR-Werkstoff gefertigt ist.
11. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Anschäumen
von Bauteilen (14) an eine Fahrzeugscheibe (12), dadurch gekennzeich
net, dass die Fahrzeugscheibe (12) Teil eines Öffnungsfähigen Fahrzeugda
ches ist.
12. Werkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche zum Anschäumen
von Bauteilen (14) an eine Fahrzeugscheibe (12), dadurch gekennzeich
net, dass es sich bei den an die Fahrzeugscheibe (12) anzuschäumenden
Bauteilen (14) um Haltewinkel zum Ankoppeln der Fahrzeugscheibe an eine
Verstellmechanik handelt.
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|---|---|---|---|
| DE10118825A Expired - Fee Related DE10118825B4 (de) | 2001-04-17 | 2001-04-17 | Werkzeug zum Anschäumen von Bauteilen an eine Fahrzeugscheibe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10118825B4 (de) |
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