DE10117225A1 - Kühlrost für einen Schüttgutkühler - Google Patents
Kühlrost für einen SchüttgutkühlerInfo
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Abstract
Kühlrost für einen Schüttgutkühler, insbesondere für Brenngut (8) wie Zementklinker, dessen Oberseite eine das zu kühlende Brenngut (8) abstützende Tragfläche bildet, wobei der Kühlrost (1) aus einer Mehrzahl von sich teilweise übergreifenden Formprofilen (4) zusammengesetzt ist, zwischen denen Gasdurchtrittskanäle (5) gebildet sind, wobei die Formprofile (4) formgleich sind und einen Mittelteil (41) sowie Außenteile (42, 43) aufweisen, die gegensinnig zu dem Mittelteil (41) abgewinkelt sind, wobei die Formprofile (4) so angeordnet sind, daß je einer der Gasdurchtrittskanäle (5) zwischen je einem der Außenteile (42', 43) zweier unmittelbar benachbarter Formprofile (4, 4') gebildet ist. Vorzugsweise ist ein Träger (3) vorgesehen, der positionsbestimmende Aufnahmen (36) für die Formprofile (4) aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kühlrost für einen Schüttgutküh
ler, insbesondere für Brenngut wie Zementklinker, dessen
Oberseite eine das Kühlgut abstützende Tragfläche bildet, wo
bei der Kühlrost aus einer Mehrzahl von sich teilweise über
greifenden Formprofilen zusammengesetzt ist, zwischen denen
Gasdurchtrittskanäle gebildet sind.
Kühlroste dieser Art dienen zum Aufnehmen und zum Kühlen von
dem Kühler zugeführtem Brenngut. Dafür muß der Kühlrost im
wesentlichen drei Funktionen erfüllen, nämlich das zu kühlen
de Brenngut zu tragen, Zuführungen für das Kühlgas bereitzu
stellen sowie eine Basis für ein Fördersystem für das zu küh
lende Brenngut zu bilden.
Ein derartiger Kühler ist aus der EP-B-0 676 031 bekannt.
Dort ist eine aus mehreren Formprofilen zusammengesetzter
Kühlrost beschrieben. Zur Verwendung kommen zwei verschiedene
Arten von Formprofilen. Die erste Art ist als ein im Quer
schnitt im wesentlichen rechteckiger Balken gestaltet, dessen
Unterseite eine mittige Vertiefung aufweist, die sich in
Längsrichtung erstreckt. Die zweite Art von Formprofilen
weist im Querschnitt die Form eines umgedrehten T auf, wobei
die Querteile des T an ihren freien Enden jeweils mit einem
sich in Richtung des Längsteils des T erstreckenden Rand versehen
sind. Die beiden Arten von Formprofilen sind abwech
selnd angeordnet. Dabei greifen in die Vertiefung eines der
rechteckigen Formprofile die Ränder an den Querteilen der
beiden unmittelbar benachbarten T-artigen Formprofile ein.
Dadurch entsteht zwischen jeweils einem rechteckigen Formpro
fil und einem T-artigen Formprofil ein Gasdurchtrittskanal.
Der Kanal ist nicht gerade, sondern weist zur Verhinderung
von Materialdurchfall mehrere Umlenkungen auf. Nachteilig an
dem bekannten Kühlrost ist, daß die Formprofile mit ihren
Vertiefungen bzw. ihren Rändern aufwendig herzustellen und
auch recht schwierig zu montieren sind. Zudem sind zwei ver
schiedene Arten von Formprofilen erforderlich, wodurch sich
der erforderliche Aufwand weiter erhöht.
Eine gattungsfremder Kühlrost ist in der DE-A-195 37 904 be
schrieben. Er ist aus mehreren Formprofilen gebildet, die mit
ihren Längsseiten eng aneinanderliegend zusammengefügt sind.
Die Formprofile weisen an ihren zur Anlage an benachbarte
Formprofile bestimmten Längsseiten nutenartige Ausnehmungen
auf, die schräg von der Unterseite zur Oberseite laufen. Im
zusammengefügten Zustand bilden diese nutenartigen Ausnehmun
gen Gasdurchtrittskanäle von der Unterseite des Kühlrosts zu
dessen Oberseite hin. Nachteilig daran ist, daß die Formpro
file mit ihren Ausnehmungen aufwendig in der Herstellung
sind. Dies gilt umso mehr deshalb, da für jeden einzelnen
Gasdurchtrittskanal eine eigene Ausnehmung erforderlich ist.
Für ein gutes, gleichmäßiges Kühlergebnis sind eine Vielzahl
von Gasdurchtrittskanälen erforderlich, wodurch ein beträcht
licher Aufwand bedingt wird.
Ausgehend von dem in EP-B-0 676 031 beschriebenen Kühlrost
stellt sich die Aufgabe, einen Kühlrost der eingangs genannten
Art zu schaffen, welcher die genannten Nachteile vermin
dert.
Die erfindungsgemäße Lösung liegt in einem Kühlrost mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Demnach ist bei einem Kühlrost für
einen Kühler für Brenngut wie Zementklinker, dessen Oberseite
eine das zu kühlende Brenngut abstützende Tragfläche bildet,
wobei der Kühlrost aus einer Mehrzahl von sich teilweise
übergreifenden Formprofilen zusammengesetzt ist, zwischen de
nen Gasdurchtrittskanäle gebildet sind, vorgesehen, daß die
Formprofile formgleich sind und einen Mittelteil sowie Außen
teile aufweisen, die gegensinnig zu dem Mittelteil abgewin
kelt sind, wobei die Formprofile so angeordnet sind, daß je
einer der Gasdurchtrittskanäle zwischen je einem der Außen
teile zweier unmittelbar benachbarter Formprofile gebildet
ist.
Unter gegensinnig abgewinkelt wird hierbei verstanden, daß
bezogen auf das Mittelteil eines der Außenteile zu einer Sei
te des Mittelteils hin abgewinkelt ist, während ein anderes
Außenteil zu der gegenüberliegenden Seite des Mittelteils hin
abgewinkelt ist. Die Außenteile weisen also in entgegenge
setzte Richtungen, wobei es nicht erforderlich ist, daß sie
in genau entgegengesetzte Richtungen, also um 180° versetzt
zueinander weisen.
Die Erfindung hat erkannt, daß mit der erfindungsgemäßen Ge
staltung der Formprofile der beträchtliche Aufwand, der durch
das Verwenden zweier formunterschiedlicher Formprofile be
dingt ist, vermieden werden kann. Der erfindungsgemäße Kühl
rost ist daher einfacher herzustellen und auch günstiger in
der Wartung. Außerdem ist er einfach zu montieren, da die
Formprofile sich dachpfannenartig übergreifen und so einfach
nacheinander positioniert werden können. Diese Vorteile wer
den dabei nicht mit einem verschlechterten Kühlergebnis er
kauft, sondern der erfindungsgemäße Kühlrost weist sogar eine
günstigere Gestaltung der Gasdurchtrittskanäle auf. Da bei
dem erfindungsgemäßen Kühlrost der Gasdurchtrittskanal ledig
lich von zwei Außenteilen benachbarter Formprofile, die ein
ander gegenüberliegend angeordnet sind, gebildet ist, ist der
Gasdurchtrittskanal im Vergleich zu dem des gattungsbildenden
bekannten Kühlrosts kürzer und weist weniger Umlenkungen für
den Gasstrom auf. Dadurch vermindert sich der dem Gasstrom
entgegengesetzte Widerstand beträchtlich, wodurch entweder
die Menge des Kühlgasstroms erhöht werden kann oder die Ver
sorgungseinrichtung für das Kühlgas kleiner demensioniert
werden kann. Weniger Umlenkungen in dem Gasdurchtrittskanal
bedeuten auch weniger Verwirbelungen, wodurch die Gleichmä
ßigkeit der Kühlgas-Beaufschlagung des zu kühlenden Brennguts
erhöht wird.
Zweckmäßigerweise sind die Außenteile in dem Bereich des Gas
durchtrittskanals parallel zueinander angeordnet. Das hat den
Vorteil, daß der Gasdurchtrittskanal zwischen den beiden par
allel angeordneten Außenteilen eine konstante Weite aufweist.
Engstellen mit ihren Nachteilen hinsichtlich Widerstandserhö
hung und Wirbelbildung werden damit vermieden. Daraus resul
tiert eine bessere und gleichmäßigere Verteilung des Kühlga
ses.
Mit Vorteil sind die Außenteile so angeordnet, daß der von
ihnen gebildete Gasdurchtrittskanal austretendem Kühlgas eine
Richtungskomponente parallel zur Ebene des Kühlrosts auf
prägt. Mit einem solchen auch in Kühlrostebene gerichteten
Kühlgasstrom läßt sich eine gleichmäßigere Kühlung erreichen,
da auf diese Weise mehr Kühlgas in die Bereiche des Brennguts
zwischen den Gasdurchtrittskanälen gelangt. Darüber hinaus
verringert sich mit einer solchen Anordnung die Gefahr, daß
Brenngut in die Gasdurchtrittskanäle eindringt und durch
fällt.
Vorteilhaft ist es, wenn das Formprofil mit gerundeten Win
keln ausgebildet ist. Eine gerundete Ausführung der Winkel
zwischen dem Mittelteil und den Außenteilen hat den Vorteil,
daß das Kühlgas beim Eintreten in den Gasdurchtrittskanal
harmonischer den Übergangsbereich zwischen dem Mittelteil und
dem Außenteil passieren kann. Auch dies vermeidet die Bildung
von Wirbeln und begünstigt eine gleichmäßige Führung und da
mit Verteilung des Kühlgases.
Zweckmäßigerweise ist das Formprofil Z-förmig ausgebildet.
Eine solche Gestaltung des Formprofils hat den Vorteil beson
ders einfacher Herstellung und Zusammenbaus der Formprofile
zu einem Kühlrost. Der zwischen zwei Außenteilen miteinander
benachbarter Formprofile gebildete Gasdurchtrittskanal ist
bei einer Z-förmigen Ausbildung der Formprofile auch strö
mungsgünstig, da abgesehen vom Ein- und Austrittsbereich in
nerhalb des Gasdurchtrittskanals keine Umlenkung des Gass
troms erfolgt, sondern das Kühlgas geradeaus strömen kann.
Unter Z-förmig wird hierbei nicht nur der Fall verstanden,
daß die Außenteile in einem spitzen Winkel gegenüber dem Mit
telteil angeordnet sind, sondern sie können mit Vorteil auch
rechtwinklig oder sogar stumpfwinklig angeordnet sein.
Zwar ist es vorteilhaft, wenn das Mittelteil und/oder die Au
ßenteile flach ausgebildet sind, jedoch ist dies nicht unbedingt
erforderlich. Sie können auch gekrümmt ausgebildet
sein. Letzteres hat sogar den Vorteil, daß die Übergänge zwi
schen Mittelteil und Außenteil harmonischer erfolgen können,
wodurch der Gasdurchtrittskanal dem Kühlgasstrom weniger Wi
derstand entgegensetzt.
Bei einer besonders vorteilhaften Gestaltung sind die Form
profile punktsymmetrisch. Daraus resultiert der Vorteil, daß
die Montage der Formprofile zur Bildung des Kühlrosts weiter
vereinfacht wird, da es keinen Unterschied macht, ob sie um
180° verdreht verbaut werden oder nicht. Verwechslungen bei
der Montage sind damit praktisch ausgeschlossen.
Zweckmäßigerweise sind die Formprofile quer, bezogen auf die
Förderrichtung des zu kühlenden Brennguts, angeordnet. Damit
wird zum einen eine günstige Anordnung der Gasdruchtrittska
näle erreicht, zum anderen und vor allem aber wird eine grö
ßere Bremswirkung auf das Brenngut ausgeübt.
Besonders zweckmäßig ist es, wenn ein Träger vorgesehen ist,
der positionsbestimmende Aufnahmen für die Formprofile auf
weist. Die Aufnahmen ermöglichen eine einfache und positions
genaue Montage der Formprofile auf den Trägern. Dies gilt be
sonders dann, wenn durch die Aufnahmen Winkelposition und
Längsposition bestimmt sind.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die bei
gefügte Zeichnung erläutert, in der vorteilhafte Ausführungs
beispiele der Erfindung dargestellt sind. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Kühlrosts gemäß einem er
sten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 2 eine Schnittansicht eines Kühlrosts gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 3 eine Schnittansicht eines Kühlrosts gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
Fig. 4 eine Schnittansicht eines Kühlrosts gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Bei allen nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispielen sei
der Einfachheit halber angenommen, daß es sich um einen Kühl
rost für einen Kühler handelt, der von unten nach oben von
Kühlgas durchströmt wird und dabei zum Abkühlen von heißem
Gut, insbesondere heißem Zementklinker oder dergleichen,
dient.
Ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kühl
rosts sei anhand der Fig. 1 erläutert. Innerhalb eines Küh
lers ist ein Kühlrost 1 vorgesehen, auf der zu kühlendes
Brenngut 8 aufliegt und von einem Fördermechanismus (nicht
dargestellt) in eine Förderrichtung 9 transportiert wird. Un
terhalb des Kühlrosts 1 ist ein Plenum 6 gebildet, dem von
einer Kühlgasversorgungseinrichtung (nicht dargestellt) Kühl
gas zugeführt wird, um schließlich durch den Kühlrost 1 hin
durch dem Brenngut 8 zur Kühlung zugeführt zu werden.
Der Kühlrost 1 ist auf zwei quer zur Förderrichtung 9 verlau
fenden, I-förmigen Hauptträgern 2 angeordnet. Der Einfachheit
halber sind lediglich zwei dieser Hauptträger 2 dargestellt,
es kann jedoch eine beliebige Anzahl der Hauptträger 2 vorge
sehen sein. Quer zu den Hauptträgern 2 und damit parallel zu
der Förderrichtung 9 sind Längsträger 3 angeordnet. Sie wei
sen an ihren Enden Ausnehmungen 31 zur Auflage auf den Haupt
trägern 2 auf. Die Oberseite 32 der Längsträger 3 ist mit ei
ner sägezahnartigen Zackung 36 versehen. An den Enden des
Längsträgers 3 ist die Zackung 36 so gestaltet, daß bei An
schluß eines benachbarten Längsträgers 3 an diesem Ende die
Zackung 36 kontinuierlich durchläuft. Je eine Vertiefung der
Zackung 36 bildet eine Aufnahme für eines der Formprofile 4.
Das Formprofil 4 ist von Z-förmiger Gestalt. Es weist einen
plattenartigen Mittelteil 41 auf, an dessen gegenüberliegen
den Enden jeweils ein Außenteil 42, 43 angeordnet ist. Die
Außenteile 42, 43 sind rechwinklig und in entgegengesetzte
Richtungen weisend an dem Mittelteil 41 angeordnet. Das in
Förderrichtung 9 hinten gelegene Außenteil 42 weist nach
schräg oben, während das in Förderrichtung 9 nach vorne gele
gene Außenteil 43 nach schräg unten weist. Ein Übergangsbe
reich zwischen dem Mittelteil 41 und den Außenteilen 42, 43
ist an der nach innen weisenden Seite 44 gerundet und an der
gegenüberliegenden, nach außen weisenden Seite 46 eckig aus
geführt. Das Formprofil 4 liegt mit seinem hinteren Außenteil
42 vollständig und mit seinem Mittelteil 41 überwiegend in
einer der Vertiefungen der Zackung 36 des Längsträgers 3 an.
Das vordere Außenteil 43 ragt frei aus der Zackung 36 heraus.
Die Ausformung und der Abstand der Zackung 36 von einer Ver
tiefung zur nächsten ist so gewählt, daß das Formprofil 4 mit
seinem vorderen Außenteil 43 das Außenteil 42' des in Förder
richtung gesehenen nach vorne benachbarten Formprofils 4'
dachpfannenartig übergreift. Dadurch entsteht zwischen dem
vorderen Außenteil 43 des hinteren Formprofils 4 und dem hin
teren Außenteil 42' des vorderen Formprofils 4' ein Gasdurch
trittskanal 5. Abgesehen von dem Bereich seines Einlasses 51
und seiner Mündung 52 läuft der Gasdurchtrittskanal 5 zwi
schen den zueinander parallelen Außenflächen 42', 43 gerade.
Die Lage der Formprofile 4, 4' zueinander ist durch die Zac
kung 36 des Hauptträgers 3 bestimmt. Das bedeutet, daß es ge
nügt, die Formprofile 4, 4' in die Zackung 36 des Längsträ
gers 3 einzulegen und dabei entsteht ohne weiteres der Gas
durchtrittskanal 5 zwischen zwei benachbarten Formprofilen 4,
4'. Die Gasdurchtrittskanäle 5 sind im Hinblick auf ihre Ge
staltung durch die Gestaltung der Zackung 36 und der Formpro
file 4 festgelegt. Die Weite des Gasdurchtrittskanals 5 ist
durch den Abstand der Zackung 36 einerseits sowie durch die
Form und Stärke des Materials der Außenteile 42', 43 anderer
seits bestimmt. Einstellarbeiten sind nicht erforderlich. Es
genügt zur Montage des Kühlrosts 1 also vollkommen, daß nach
Aufbau der Trägerkonstruktion 2, 3 die Formprofile 4 nachein
ander in die Zackung 36 des Längsträgers 3 eingelegt und dort
befestigt werden. Damit entstehen sowohl die Unterstützungs
fläche für das zu kühlende Brenngut 8 wie auch die Gasdurch
trittskanäle 5. Damit ermöglicht der Kühlrost 1 einen hohen
Grad an Vorfabrikation, so daß auf der Baustelle dann nur
noch die einzelnen Teile zusammengesetzt zu werden brauchen.
Im Ergebnis entsteht ein Kühlrost, der einerseits Vorteile
hinsichtlich eines einfachen Aufbaus wie auch andererseits
der Güte der Kühlgasführung aufweist.
Besonders zu erwähnen ist, daß es bei dem erfindungsgemäßen
Kühlrost 1 nicht erforderlich ist, einzelne Teile in eine be
stimmte relative Lage zueinander zu bringen und sie dann in
dieser Lage dauerhaft zu befestigen. Die relative Lage der
Teile, insbesondere der Formprofile 4, ist durch die Gestal
tung der Längsträger 3 bereits festgelegt und unveränderbar.
Montagefehler sind so weitgehend ausgeschlossen. Werden die
Formprofile 4 nacheinander entgegen der Förderrichtung 9 ein
gesetzt, so gelingt das Einsetzen der einzelnen Formprofile 4
in die Zackung 36 besonders einfach, ohne daß es besonderer
und schwierig zu handhabender Einfädeloperationen bedarf.
Aufgrund der Gestaltung der Formprofile 4 tritt durch die
Gasdurchtrittskanäle 5 geleitetes Kühlgas schräg in Bezug auf
die Förderrichtung, d. h. mit einer horizontalen Komponente
parallel zur Ebene des Kühlrosts 1, aus dem Kühlrost 1 aus
und in das zu kühlende Brenngut 8 ein. Die schräge Führung
des Kühlgases kombiniert Vorteile hinsichtlich besserer und
vor allem gleichmäßigerer Kühlwirkung und Verringerung von
Materialdurchfall in bzw. durch die Gasdurchtrittskanäle 5.
Den Materialdurchfall hemmende Umlenkungen sind daher nur in
geringerem Umfang erforderlich, wodurch sich nicht nur die
Gasströmung verbessert, sondern auch die Gefahr von Verstop
fungen verringert wird.
Die Anordnung der Formprofile 4 quer zur Förderrichtung 9 hat
den Vorteil, daß der Kühlrost 1 eine Bremswirkung auf das
Brenngut 8 auswirkt. Solch eine Bremswirkung kann erwünscht
sein, um eine ausreichende Verweilzeit des Brennguts in dem
Kühler zu gewährleisten. Die Bremswirkung wird vorteilhaft
dadurch erhöht, daß die äußeren Winkel 46, die in das Bett
des Brennguts 8 hineinragen, eine eckige Kante aufweisen und
nicht, wie die inneren Winkel 44, abgerundet sind.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kühl
rosts ist in Fig. 2 dargestellt. Teile, die mit dem in Fig. 1
dargestellten ersten Ausführungsbeispiel übereinstimmen, sind
mit denselben Bezugszeichen versehen. Das Formprofil 14 weist
zwischen seinem Mittelteil 141 und seinen Außenteilen 142,
143 abgeflachte Übergangsbereiche 144, 145 auf. Der abge
flachte Übergangsbereich 144 bestimmt die Einbaulage des
Formprofils 14 in Bezug auf eine Unterlage, die in Fig. 2
durch einen Längsträger 13 gebildet ist. Durch den abgeflach
ten Übergangsbereich 144 wird erreicht, daß das Formprofil 14
stets in der richtigen Winkellage in Bezug auf den Längsträ
ger 13 befestigt ist. Montagefehler der aus ihrer bestim
mungsgemäßen Position verkippten Formprofile 14 sind damit
praktisch wie auch schon bei dem ersten Ausführungsbeispiel
ausgeschlossen. Die Abstände zwischen den Formprofilen 14
sind nicht durch den Längsträger 13 festgelegt, sondern kön
nen bei der Montage frei gewählt werden. Damit kann die Weite
des Gasdurchtrittskanals entsprechend dem Abstand zweier be
nachbarter Formprofile 14, 14' verändert werden. In der Regel
wird zwar eine äquidistante Anordnung der Formprofile 14 auf
dem Längsträger 13 erfolgen, jedoch können Variierungen vor
genommen werden, um an bestimmten Stellen durch einen weite
ren oder einen engeren Gasdurchtrittskanal einen größeren
bzw. kleineren Volumenstrom an Kühlgas zu dem zu kühlenden
Brenngut zu führen. So kann es sich empfehlen, in Bereichen
mit hohem Kühlleistungsbedarf die Formprofile 14 mit geringe
rem Abstand zueinander zu setzen, um somit eine größere Weite
der Gasdurchtrittskanäle 15 zu erzielen. Derartige Variierun
gen sind aber nicht darauf beschränkt, Unterschieden hin
sichtlich des Kühlleistungsbedarfs Rechnung zu tragen, son
dern können mit Vorteil auch dazu verwendet werden, Unter
schiede hinsichtlich des Angebots an Kühlgas auszugleichen.
So findet sich häufig an den weit von der Kühlgasversorgungs
einrichtung entfernten Stellen des Plenums 6 ein geringerer
Druck des Kühlgases; zum Ausgleich sind dort die Formprofile
14 enger angeordnet, so daß sich eine größere Weite der Gas
durchtrittskanäle 15 ergibt und somit die Kühlgaszufuhr über
den gesamten Kühlrost 1 hinweg vergleichmäßigt ist.
In Fig. 3 ist ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungs
gemäßen Kühlrosts dargestellt. Teile, die mit dem in Fig. 1
dargestellten ersten Ausführungsbeispiel übereinstimmen, sind
mit denselben Bezugszeichen versehen. Im Unterschied zu dem
ersten Ausführungsbeispiel weist der Längsträger 23 eine ge
rade Oberseite 232 auf. Die Formprofile 24 sind in ihrem Mit
telteil 241 und ihrem Außenteil 242, 243 gerundet ausgeführt.
Ebenso sind die Winkel zwischen den Außenteilen 242, 243 und
den Mittelteilen 241 gerundet ausgeführt, so daß sich insge
samt eher eine S-Form als eine Z-Form wie bei dem ersten Aus
führungsbeispiel ergibt. Zwischen dem Außenteil 243 eines
hinteren Formprofils 24 und dem Außenteil 242' eines vorderen
Formprofils 24' ist ein Gasdurchtrittskanal 25 gebildet. Der
Gasdurchtrittskanal 25 selbst ist von verhältnismäßig kurzer
Länge und großer Weite; ihm schließen sich jedoch ein Einlaß
bereich 251 und ein Mündungsbereich 252 an. Das Außenteil 243
ist derart an dem Mittelteil 24 befestigt, daß sich ein har
monischer Übergang ergibt; entsprechendes gilt für die An
bringung des Außenteils 242' an dem Formprofil 24'. Durch die
gekrümmte Ausführung des Mittelteils 24 und der Außenteile
242', 243 und den harmonischen Übergängen zwischen ihnen er
gibt sich ein zwar doppelt umgelenkter Gasdurchtrittskanal,
der jedoch sehr strömungsgünstig gestaltet ist.
Die Formprofile gemäß den ersten, zweiten und dritten Ausfüh
rungsbeispielen sind jeweils punktsymmetrisch ausgeführt. Da
durch kann eine einfache Konstruktion des Kühlrosts erreicht
werden, außerdem wird die Gefahr von Montagefehlern durch
verwechselte Positionierung praktisch vermieden.
In Fig. 4 ist ein viertes Ausführungsbeispiel des erfindungs
gemäßen Kühlrosts dargestellt. Die Formprofile 34 sind bei
diesem Ausführungsbeispiel nicht punktsymmetrisch ausgebil
det. Sie weisen einen Mittelteil 341 auf, in dem sich an dem
in Förderrichtung vorne gelegenen Ende ein rechtwinklig ange
ordnetes Außenteil 343 anschließt. An dem in Förderrichtung
hinten gelegenen Ende ist ein hakenartig geformtes Außenteil
342 stumpfwinklig an dem Mittelteil 341 angeordnet. Bei die
ser Ausführungsform ist zwar der Vorteil einer punktsymmetri
schen Ausführung hinsichtlich verwechselungssicherer Montage
nicht mehr gegeben, jedoch sind hierbei mehr Gestaltungsfrei
heiten hinsichtlich der Gestaltung des Gasdurchtrittskanals
35 gegeben. Üblicherweise sind die Formprofile 34 einteilig
ausgeführt, letztlich kann es aber hier wie auch bei den
Formprofilen der anderen Ausführungsbeispiele dahinstehen, ob
sie ein- oder mehrteilig ausgeführt sind. Das hintere Außen
teil 342 ist mit seiner unteren Seite flach ausgebildet und
kann auf diese Weise an dem Längsrahmen 33 befestigt werden,
ohne daß Ausrichtarbeiten hinsichtlich der Winkelstellung er
forderlich sind. Der Abstand der Formprofile 34 ist üblicher
weise äquidistant gewählt, kann jedoch variiert werden, um
Gasdurchtrittskanäle 35 unterschiedlicher Weite zu erzeugen.
Claims (10)
1. Kühlrost für einen Schüttgutkühler, insbesondere für
Brenngut (8) wie Zementklinker, dessen Oberseite eine
das zu kühlende Brenngut (8) abstützende Tragfläche
bildet, wobei der Kühlrost (1) aus einer Mehrzahl von
sich teilweise übergreifenden Formprofilen (4) zusam
mengesetzt ist, zwischen denen Gasdurchtrittskanäle (5)
gebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Formpro
file (4) formgleich sind und einen Mittelteil (41) so
wie Außenteile (42, 43) aufweisen, die gegensinnig zu
dem Mittelteil (41) abgewinkelt sind, wobei die Form
profile (4) so angeordnet sind, daß je einer der Gas
durchtrittskanäle (5) zwischen je einem der Außenteile
(42', 43) zweier unmittelbar benachbarter Formprofile
(4, 4') gebildet ist.
2. Kühlrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenteile (42', 43) in dem Bereich des Gasdurch
trittskanals (5) parallel zueinander angeordnet sind.
3. Kühlrost nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß die Außenteile (42, 43) so angeordnet sind,
daß der von ihnen gebildete Gasdurchtrittskanal (5)
austretendem Kühlgas eine Richtungskomponente parallel
zur Ebene des Kühlrosts (1) aufprägt.
4. Kühlrost nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Formprofil (4) mit gerundeten
Winkeln ausgebildet ist.
5. Kühlrost nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Formprofil Z-förmig ausgebildet
ist.
6. Kühlrost nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Mittelteil (41) und/oder die Au
ßenteile (42, 43) flach ausgebildet sind.
7. Kühlrost nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Mittelteil (241) und/oder die Au
ßenteile (242, 243) gekrümmt ausgebildet sind.
8. Kühlrost nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Formprofile (4) punktsymmetrisch
sind.
9. Kühlrost nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Formprofile quer bezogen auf eine
Förderrichtung (9) des zu kühlenden Brennguts (8) ange
ordnet sind.
10. Kühlrost nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein Träger (3) vorgesehen ist, der
positionsbestimmende Aufnahmen (36) für die Formprofile
(4) aufweist.
Priority Applications (10)
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|---|---|---|---|
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