DE10112538A1 - Spannungsbegrenzungsanordnung - Google Patents
SpannungsbegrenzungsanordnungInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannungsbegrenzungsanordnung, die folgende Merkmale aufweist: DOLLAR A - eine erste und eine zweite Anschlussklemme (K1, K2), DOLLAR A - einen Halbleiterschalter (M1) mit einer Laststrecke (D-S) und einem Steueranschluss (G), wobei die Laststrecke (D-S) zwischen der ersten und zweiten Anschlussklemme (K1, K2) verschaltet ist, DOLLAR A - eine Spannungsbegrenzungseinheit (10) mit einem ersten und zweiten Anschluss (12, 14), deren elektrischer Widerstand von einer zwischen dem ersten und zweiten Anschluss (12, 14) anliegenden Spannung (UZ) abhängig ist und deren erster Anschluss (12) an die erste Anschlussklemme (K1) gekoppelt ist, DOLLAR A - eine Stromverstärkungsanordnung (20), die zwischen den zweiten Anschluss (14) der Spannungsbegrenzungseinheit (10) und den Steueranschluss (G) des Halbleiterschalters (1) geschaltet ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannungsbegrenzungs
anordnung gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
Aufgabe solcher Spannungsbegrenzungsschaltungen ist es insbe
sondere, empfindliche elektronische Schaltungen, insbesondere
Halbleiterschaltungen vor Hochspannungsimpulsen, die bei
spielsweise durch elektrostatische Entladungen oder durch
Einkopplungseffekte hervorgerufen werden, zu schützen. Die
Spannungsbegrenzungsschaltung wird dabei zum Schutz eines
einzelnen Bauteils oder zum Schutz einer Schaltung aus einer
Vielzahl von Bauteilen an Anschlussklemmen des Bauteils oder
der Schaltung angeschlossen und wird leitend wenn die Span
nung zwischen den Anschlussklemmen einen vorgegebenen Wert
erreicht, um einen weiteren Spannungsanstieg und dadurch eine
Zerstörung des Bauteils oder der Schaltung zu verhindern.
Fig. 1 zeigt eine Spannungsbegrenzungsanordnung nach dem
Stand der Technik, die eine erste und zweite Anschlussklemme
K10, K20 zum Anschließen an Klemmen eines zu schützenden Bau
teils oder einer zu schützenden Schaltung aufweist. Die be
kannte Spannungsbegrenzungsanordnung weist einen als MOS-
Transistor ausgebildeten Halbleiterschalter M, dessen Drain-
Source-Strecke D-S zwischen die Anschlussklemmen K10, K20 ge
schaltet ist, und wenigstens eine Zenerdiode 21, die zwischen
die erste Anschlussklemme K10 und den Gate-Anschluss G, des
MOS-Transistors M1 geschaltet ist, auf. Erreicht bei Anlegen
einer Spannung U10 zwischen der ersten und zweiten Anschluss
klemme K10, K20 eine Spannung U20 über der Zenerdiode 21 den
Wert der Durchbruchspannung der Zenerdiode 21 so beginnt die
se zu leiten und das Gate G des MOS-Transistors M1 anzusteu
ern. Der MOS-Transistor M wird dadurch leitend, wodurch die
Spannung U10 zwischen der ersten und zweiten Anschlussklemme
K10, K20 auf die Summe aus der Durchbruchspannung der Zener
diode 21 und einer Schwellenspannung des MOS-Transistors M
begrenzt ist. Die Schwellenspannung bezeichnet den Wert der
Gate-Source-Spannung des MOS-Transistors, ab welchem dieser
leitet.
Der MOS-Transistor M weist eine interne Gate-Kapazität auf,
die in Fig. 1 durch einen zwischen Gate G und Drain D ge
schalteten Kondensator Cgd und einen zwischen Gate G und
Source 5 geschalteten Kondensator Cgs veranschaulicht ist.
Diese Gate-Kapazität muss geladen werden, um den Transistor
leitend anzusteuern, und entladen werden, um den Transistor
zu sperren. Die leitende Zenerdiode stellt einen ohmschen Wi
derstand dar, wobei dieser ohmsche Widerstand der leitenden
Zenerdiode 21 und die Gate-Source-Kapazität Cgs ein RC-Glied
bilden, dessen Zeitkonstante die Verzögerungsdauer zwischen
dem Durchbruch der Zenerdiode 21 und dem Leiten des MOS-
Transistors M, bzw. dem Wirksamwerden der Spannungsbegrenzung
bestimmt.
Bei Verwendung von MOS-Transistoren mit einer großen Strom
festigkeit und einer entsprechend großen Transistorfläche,
bei denen die Gate-Source-Kapazität Werte von 50 pF und mehr
annehmen kann, und bei einer Spannungsbegrenzung von bei
spielsweise 60 V, die durch die Reihenschaltung von 10 Zener
dioden mit jeweils einer Durchbruchspannung von 6 V erreicht
werden kann, liegt diese Verzögerungszeit im Bereich von ei
nigen Nanosekunden (ns). Gemäß unterschiedlichen Normen, wie
ISO 7637-1-1990, DIN EN 61000-4-1 oder ANSI EOS/ESD-S5.1-1993
müssen Schaltungen oder Bauteile vor Spannungsimpulsen ge
schützt sein, deren Anstiegszeit 5 ns beträgt. Da bei der be
kannten Spannungsbegrenzungsanordnung die Verzögerungszeit im
Bereich der Anstiegszeit des Spannungsimpulses, oder darüber,
liegt, ist ein wirksamer Schutz des Bauteils oder der Schal
tung nicht gewährleistet, da das Bauteil oder die Schaltung
bereits der vollen Überspannung ausgesetzt sein kann, bis die
Spannungsbegrenzung einsetzt.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, eine Spannungsbegren
zungsanordnung zur Verfügung zu stellen, die bei Anlegen ei
ner einen Schwellenwert übersteigenden Spannung zwischen de
ren Anschlussklemmen, die zwischen den Anschlussklemmen an
liegende Spannung nach einer geringen Verzögerungszeit be
grenzt.
Diese Aufgabe wird durch eine Spannungsbegrenzungsanordnung
gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die erfindungsgemäße Spannungsbegrenzungsanordnung weist eine
erste und eine zweite Anschlussklemme, einen Halbleiterschal
ter mit einer Laststrecke und einem Steueranschluss, wobei
die Laststrecke zwischen der ersten und zweiten Anschluss
klemme verschaltet ist, und eine Spannungsbegrenzungseinheit
mit einem ersten und zweiten Anschluss auf, wobei ein elekt
rischer Widerstand der Spannungsbegrenzungseinheit von einer
zwischen deren erstem und zweitem Anschluss anliegenden Span
nung abhängig ist und wobei deren erster Anschluss an die
erste Anschlussklemme gekoppelt ist. Weiterhin ist eine
Stromverstärkungsanordnung zwischen den zweiten Anschluss der
Spannungsbegrenzungseinheit und den Steueranschluss des Halb
leiterschalters geschaltet. Die Spannungsbegrenzungseinheit
ist derart ausgebildet, dass deren Widerstandswert absinkt,
wenn eine zwischen deren Anschlüssen anliegende Spannung ei
nen Schwellwert erreicht, und weist vorzugsweise wenigstens
eine Zenerdiode auf.
Wird bei der erfindungsgemäßen Spannungsbegrenzungsanordnung
eine Spannung zwischen deren Anschlussklemmen angelegt, bei
der eine Spannung zwischen den Anschlüssen der Spannungsbe
grenzungseinheit einen Wert erreicht, bei der die Spannungs
begrenzungseinheit "durchschaltet", so wird ein von der Span
nungsbegrenzungseinheit bereitgestellter Strom durch die
Stromverstärkungsanordnung verstärkt und dem Steueranschluss
des Halbleiterschalters zugeführt. Eine vorhandene parasitäre
Kapazität des Halbleiterschalters, insbesondere eine Gate-
Source-Kapazität bei MOS-Transistoren, wird bei der erfin
dungsgemäßen Spannungsbegrenzungsanordnung gegenüber den be
kannten Spannungsbegrenzungsanordnungen schneller aufgeladen,
wodurch der Halbleiterschalter schneller leitet und die Ver
zögerungszeit verkürzt ist.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass
die Stromverstärkungseinheit einen Bipolartransistor auf
weist, dessen Basis an den zweiten Anschluss der Spannungsbe
grenzungseinheit angeschlossen ist, dessen Emitter an den
Steueranschluss des Halbleiterschalters angeschlossen ist und
dessen Kollektor an die erste Anschlussklemme der Spannungs
begrenzungsanordnung gekoppelt ist.
Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand eines Aus
führungsbeispiels in Figuren näher erläutert. In den Figuren
zeigt
Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Span
nungsbegrenzungsanordnung,
Fig. 3 ein Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen Span
nungsbegrenzungsanordnung.
In den Figuren bezeichnen, sofern nicht anders angegeben,
gleiche Bezugszeichen gleiche Teile mit gleicher Bedeutung.
Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Spannungsbegrenzungsanordnung, die Anschlussklemmen K1, K2
zum Anschließen an Anschlüsse eines zu schützenden Bauteils
oder einer zu schützenden Schaltung aufweist. Die Spannungs
begrenzungsanordnung weist einen Halbleiterschalter M1 auf,
der in den dargestellten Ausführungsbeispiel als MOS-
Transistor ausgebildet ist, wobei dessen Drain-Source-Strecke
D-S. die eine Laststrecke des MOS-Transistors M1 bildet, zwi
schen die erste Anschlussklemme K1 und die zweite Anschluss
klemme K2 geschaltet ist. Der Gate-Anschluss G bildet einen
Steueranschluss des als MOS-Transistor ausgebildeten Halblei
terschalters M1. Die Spannungsbegrenzungsanordnung weist wei
terhin eine Spannungsbegrenzungseinheit 10 mit einem ersten
und zweiten Anschluss 12, 14 und eine Stromverstärkungsanord
nung 20 auf. Die Spannungsbegrenzungsanordnung 10 wirkt als
spannungsgesteuerter Widerstand, wobei deren Widerstandswert
absinkt, wenn eine zwischen deren Anschlüssen 12, 14 anlie
gende Spannung U2 einen vorgegebenen Schwellenwert über
steigt. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel weist die
Spannungsbegrenzungseinheit 10 zwei in Reihe geschaltete Ze
nerdioden DZ1, DZn auf, die jeweils in Sperrrichtung zwischen
den ersten Anschluss 12 und den zweiten Anschluss 14 geschal
tet sind. Der Schwellenwert, bei dem der Widerstandswert ab
sinkt ist von der Anzahl der in Reihe geschalteten Zenerdi
oden abhängig, wenngleich in der Figur nur zwei Zenerdioden
dargestellt sind, so können dennoch nahezu beliebig viele Ze
nerdioden in Reihe geschaltet werden. Üblicherweise werden
zwischen 2 und 10 Zenerdioden in Reihe geschaltet.
Die Stromverstärkungsanordnung 20 weist einen Bipolartransi
tor Q1 mit einem Basis-Anschluss B, einem Emitter-Anschluss E
und einen Kollektor-Anschluss K auf, wobei der Basis-
Anschluss B an den zweiten Anschluss 14 der Spannungsbegren
zungseinheit 10, der Emitter-Anschluss E an den Gate-
Anschluss G des MOS-Transistors M1 und der Kollektoranschluss
K an die erste Anschlussklemme K1 angeschlossen ist.
Der MOS-Transistor M1 weist eine parasitäre Gate-Drain-
Kapazität und eine parasitäre Gate-Source-Kapazität auf, wo
bei die Gate-Drain-Kapazität in Fig. 2 als Kondensator Cgd
zwischen dem Gate-Anschluss G und dem Drain-Anschluss D des
MOS-Transistors M1 dargestellt ist und wobei die Gate-Source-
Kapazität als Kondensator Cgs zwischen dem Gate-Anschluss G
und dem Source-Anschluss S des MOS-Tranistors M1 dargestellt
ist. Zwischen den Gate-Anschluss G des MOS-Transistors M1 und
die zweite Anschlussklemme K2 ist in dem Ausführungsbeispiel
gemäß der Fig. 2 eine erste Stromquelle Iq1 geschaltet und
zwischen den zweiten Anschluss I4 der Spannungsbegrenzungs
einheit 10 und die zweite Klemme ist eine zweite Stromquelle
Iq2 geschaltet. Beide Stromquellen Iq1, Iq2 sind vorzugsweise
als Depletion-MOS-Transistoren ausgebildet, die jeweils als
Dioden verschaltet sind. Die Stromquellen Iq1, Iq2 sind damit
auf einfache Weise zusammen mit dem MOS-Transistor M1, dem
Bipolartransistor Q1 und den Zenerdioden DZ1, DZn in einem
Halbleiterkörper integrierbar.
Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Spannungsbegren
zungsanordnung gemäß der Fig. 2 wird nachfolgend kurz erläu
tert.
Steigt eine Spannung U1 zwischen den ersten und zweiten An
schlussklemmen K1, K2 der Spannungsbegrenzungsanordnung auf
einen Wert an, bei welchem die Spannung U2 über der Span
nungsbegrenzungseinheit einen Wert erreicht, der der Summe
der Durchbruchsspannungen der beiden Zenerdioden DZ1, DZn
entspricht, so gehen die Zenerdioden DZ1, DZn in den Durch
bruch und werden dabei von einem Strom Iz durchflossen, der
am zweiten Anschluss 14 zur Verfügung steht. Die zweite
Stromquelle Iq2 ist so dimensioniert, dass der durch sie ge
lieferte Strom wesentlich kleiner als der Zenerstrom Iz ist,
so dass annäherungsweise der gesamte Zenerstrom Iz der Basis
B des Bipolartransistors Q1 als Basisstrom Ib zugeführt wird.
Am Emitter-Anschluss E des Bipolartransistors Q1 steht ein
Emitterstrom Ie zur Verfügung für den gilt:
Ie = β.Ib,
wobei β der Stromverstärkungsfaktor des Bipolartransistors Q1, der dimensionierungsabhängig und vorzugsweise größer als 100 ist. Ladungsspeichereffekte spielen bei dem Bipolartran sistor Q1 keine Rolle, so dass der Emitterstrom Ie annähe rungsweise verzögerungsfrei abhängig von dem Basisstrom Ib zur Verfügung steht. Die Gate-Source-Kapazität Cgs wird durch den Emitterstrom Ie des Bipolartransistors Q1 aufgeladen, bis eine zwischen dem Gate-Anschluss G und dem Source-Anschluss 5 anliegende Gate-Source-Spannung Ugs einen Schwellenwert er reicht, bei welchem der MOS-Transistor M1 zu leiten beginnt. Der leitende MOS-Transistor M1 verhindert einen weiteren An stieg der Spannung U1 zwischen den ersten und zweiten An schlussklemmen K1, K2. Die Spannung U1 wird in dem vorliegen den Beispiel auf einen Wert Ug begrenzt, für den gilt:
Ug = Ugs + Ube + Uzd.
Ie = β.Ib,
wobei β der Stromverstärkungsfaktor des Bipolartransistors Q1, der dimensionierungsabhängig und vorzugsweise größer als 100 ist. Ladungsspeichereffekte spielen bei dem Bipolartran sistor Q1 keine Rolle, so dass der Emitterstrom Ie annähe rungsweise verzögerungsfrei abhängig von dem Basisstrom Ib zur Verfügung steht. Die Gate-Source-Kapazität Cgs wird durch den Emitterstrom Ie des Bipolartransistors Q1 aufgeladen, bis eine zwischen dem Gate-Anschluss G und dem Source-Anschluss 5 anliegende Gate-Source-Spannung Ugs einen Schwellenwert er reicht, bei welchem der MOS-Transistor M1 zu leiten beginnt. Der leitende MOS-Transistor M1 verhindert einen weiteren An stieg der Spannung U1 zwischen den ersten und zweiten An schlussklemmen K1, K2. Die Spannung U1 wird in dem vorliegen den Beispiel auf einen Wert Ug begrenzt, für den gilt:
Ug = Ugs + Ube + Uzd.
Dabei ist Ugs die Gate-Source-Spannung des MOS-Transistors,
die im Bereich von einigen Volt liegt. Ube ist die Basis-
Emitter-Spannung des Bipolartransistors Q1, die bei Bipo
lartransistoren in Siliziumtechnologie etwa 0,7 V beträgt.
Uzd ist die Summe der Durchbruchspannungen der - im vorlie
genden Fall zwei - Zenerdioden DZ1, DZn. Während die Gate-
Source-Spannung Ugs und die Basis-Emitter-Spannung Ub abhän
gig von den eingesetzten Transistoren M1, Q1 annäherungsweise
konstant sind, ist die Durchbruchspannung Uzd über die Anzahl
der in Reihe geschalteten Zenerdioden DZ1, DZn einstellbar.
Ein üblicher Wert für die Durchbruchspannung einer Zenerdiode
in Siliziumtechnologie beträgt 6 V. Die Verwendung von zwei
Zenerdioden DZ1, DZn in Fig. 2 dient lediglich der Erläute
rung, selbstverständlich können nahezu beliebig viele Zener
dioden zur Einstellung der Grenzspannung in Reihe geschaltet
werden, wobei zu erwähnen ist, dass ein ohmscher Widerstand,
den die in Reihe geschalteten Zenerdioden in leitendem Zu
stand zwischen den Anschlüssen 12, 14 darstellen, mit stei
gender Anzahl der verwendeten Zenerdioden ansteigt, so dass
der Zenerstrom Iz mit steigender Anzahl der Zenerdioden ab
nimmt. Ein mit steigender Anzahl der verwendeten Zenerdioden
abnehmender Zenerstrom Iz kann durch einen Bipolartransistor
Q1 mit einen entsprechend größeren Verstärkungsfaktor β kom
pensiert werden.
Die Verzögerungszeit, also die Zeit, die zwischen dem Durch
bruch der Zenerdioden DZ1, DZn und dem Einschalten des MOS-
Transistors M1 vergeht, ist bei der erfindungsgemäßen Span
nungsbegrenzungsanordnung maßgeblich von dem Emitterstrom Ie
abhängig, wobei für die Verzögerungszeit tv gilt:
tv = (Cgs.Ugs) / le.
tv = (Cgs.Ugs) / le.
Berücksichtigt man die Beziehung, wonach für den Emitterstrom
le gilt:
Ie = β.Ib,
wobei der Basisstrom Ib im wesentlichen dem Zenerstrom Iz entspricht, der abhängig von der Anzahl der verwendeten Ze nerdioden als konstant anzusehen ist, so zeigt sich, dass die Verzögerungszeit umgekehrt proportional zu dem Verstärkungs faktor β des Bipolartransistors Q1 ist. Die Verwendung eines Bipolartransistors Q1 mit einem Stromverstärkungstransistor β von beispielsweise 100 reduziert somit die Reaktionszeit der Spannungsbegrenzungsanordnung gegenüber herkömmlichen Anord nungen etwa um den Faktor 100. Damit lassen sich Verzöge rungszeiten erreichen, die im Bereich von einigen 10 bis ei nigen 100 Pikosekunden (ps) liegen und die dann erheblich un terhalb der Anstiegszeiten der genormten Überspannungsimpulse liegen.
Ie = β.Ib,
wobei der Basisstrom Ib im wesentlichen dem Zenerstrom Iz entspricht, der abhängig von der Anzahl der verwendeten Ze nerdioden als konstant anzusehen ist, so zeigt sich, dass die Verzögerungszeit umgekehrt proportional zu dem Verstärkungs faktor β des Bipolartransistors Q1 ist. Die Verwendung eines Bipolartransistors Q1 mit einem Stromverstärkungstransistor β von beispielsweise 100 reduziert somit die Reaktionszeit der Spannungsbegrenzungsanordnung gegenüber herkömmlichen Anord nungen etwa um den Faktor 100. Damit lassen sich Verzöge rungszeiten erreichen, die im Bereich von einigen 10 bis ei nigen 100 Pikosekunden (ps) liegen und die dann erheblich un terhalb der Anstiegszeiten der genormten Überspannungsimpulse liegen.
Fig. 3 zeigt ein Anwendungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Spannungsbegrenzungsanordnung, deren Anschlussklemmen K1, K2
zwischen einen Anschluss für einen erstes Versorgungspoten
tial Vbb und ein Bezugspotential GND einer Schaltungsanord
nung geschaltet sind. Die Schaltungsanordnung weist einen
Leistungstransistor T1 auf, der in Reihe zu einer Last zwi
schen das Versorgungspotential Vbb und das Bezugspotential
GND geschaltet ist und der mittels einer ebenfalls an das
Versorgungspotential Vbb und das Bezugspotential GND ange
schlossenen Ansteuerlogik angesteuert ist. Die Spannungsbe
grenzungsanordnung schützt die Logikschaltung vor Überspan
nungsimpulsen, beispielsweise durch elektrostatische Entla
dungen oder durch Einkopplungseffekte in die Versorgungslei
tungen, und verhindert, dass die Spannung zwischen den Klem
men für Versorgungspotential Vbb und Bezugspotential GND über
einen Wert ansteigt, der durch die Grenzspannung der Span
nungsbegrenzungsanordnung bestimmt ist, wobei diese Grenz
spannung, von der Anzahl der verwendeten Zenerdioden DZ1, DZn
in der Spannungsbegrenzungseinheit 10 abhängig ist.
Die Spannungsbegrenzungseinheit 10 ist nicht auf die Verwen
dung von in Reihe geschalteten Zenerdioden beschränkt. Die
Spannungsbegrenzungseinheit kann vielmehr als beliebiger
spannungsgesteuerter Schalter ausgebildet sein, der einschal
tet, wenn eine zwischen seinen Anschlüssen anliegende Span
nung einen vorgegebenen Schwellenwert überschreitet. Des wei
teren sind beliebige Stromverstärkungsanordnungen zwischen
der Spannungsbegrenzungseinheit und dem Ansteueranschluss des
Halbleiterschalters einsetzbar.
Die erste Stromquelle Iq1 dient zum Entladen der Gate-Source-
Kapazität Cgs, um den MOS-Transistor M1 zu sperren, wenn die
Spannung U1 unter den Grenzwert absinkt. Die Stromquelle Iq1
ist dabei so dimensioniert, dass der Strom, mit welchem die
Gate-Source-Kapazität Cgs entladen wird, wesentlich kleiner
ist als der Emitterstrom Ie, um zu verhindern, dass die
Stromquelle Iq1 den Aufladevorgang der Gate-Source-Kapazität
Cgs wesentlich beeinflusst.
M1 MOS-Transistor
Q1 Bipolartransistor
Iq1, Iq2 Stromquellen
Cgd, Cgs parasitäre Kapazitäten
G Gate-Anschluss
D Drain-Anschluss
S Source-Anschluss
B Basis
K Kollektor
E E-Meter
Ie E-Meterstrom
Ib Basisstrom
Iz Zenerstrom
DZ1, DZn Zenerdioden
C1 Leistungstransistor
Vbb Versorgungspotential
GND Verzugspotential
Ugs Gate-Source-Spannung
Ube Basis-E-Meter-Spannung
K1, K2 Anschlussklemmen
Q1 Bipolartransistor
Iq1, Iq2 Stromquellen
Cgd, Cgs parasitäre Kapazitäten
G Gate-Anschluss
D Drain-Anschluss
S Source-Anschluss
B Basis
K Kollektor
E E-Meter
Ie E-Meterstrom
Ib Basisstrom
Iz Zenerstrom
DZ1, DZn Zenerdioden
C1 Leistungstransistor
Vbb Versorgungspotential
GND Verzugspotential
Ugs Gate-Source-Spannung
Ube Basis-E-Meter-Spannung
K1, K2 Anschlussklemmen
10
Spannungsbegrenzungseinheit
12
,
14
Anschlüsse der Spannungsbegrenzungseinheit
U1, U2 Spannungen
U1, U2 Spannungen
Claims (6)
1. Spannungsbegrenzungsanordnung, die folgende Merkmale auf
weist:
eine erste und eine zweite Anschlussklemme (K1, K2),
einen Halbleiterschalter (M1) mit einer Laststrecke (D-S) und einem Steueranschluss (G), wobei die Laststrecke (D-S) zwischen der ersten und zweiten Anschlussklemme (K1, K2) ver schaltet ist,
ein Spannungsbegrenzungseinheit (10) mit einem ersten und zweiten Anschluss (12, 14) deren elektrischer Widerstand von einer zwischen dem ersten und zweiten Anschluss (12, 14) an liegenden Spannung (U2) abhängig ist, und deren erster An schluss (12) an die erste Anschlussklemme (K1) gekoppelt ist,
gekennzeichnet durch
eine Stromverstärkungsanordnung (20), die zwischen den zweiten Anschluss (14) der Spannungsbegrenzungseinheit (10) und den Steueranschluss (G) des Halbleiterschalters (M1) ge schaltet ist.
eine erste und eine zweite Anschlussklemme (K1, K2),
einen Halbleiterschalter (M1) mit einer Laststrecke (D-S) und einem Steueranschluss (G), wobei die Laststrecke (D-S) zwischen der ersten und zweiten Anschlussklemme (K1, K2) ver schaltet ist,
ein Spannungsbegrenzungseinheit (10) mit einem ersten und zweiten Anschluss (12, 14) deren elektrischer Widerstand von einer zwischen dem ersten und zweiten Anschluss (12, 14) an liegenden Spannung (U2) abhängig ist, und deren erster An schluss (12) an die erste Anschlussklemme (K1) gekoppelt ist,
gekennzeichnet durch
eine Stromverstärkungsanordnung (20), die zwischen den zweiten Anschluss (14) der Spannungsbegrenzungseinheit (10) und den Steueranschluss (G) des Halbleiterschalters (M1) ge schaltet ist.
2. Spannungsbegrenzungsanordnung nach Anspruch 1, bei der der
Halbleiterschalter (M1) als MOS-Transistor ausgebildet ist.
3. Spannungsbegrenzungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei
der die Spannungsbegrenzungseinheit (10) wenigstens eine Ze
nerdiode (DZ1, DZn) aufweist, die zwischen den ersten und
zweiten Anschluss (12, 14) geschaltet ist.
4. Spannungsbegrenzungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei
der die Spannungsbegrenzungseinheit (10) mehrere Zenerdioden
(DZ1, DZn) aufweist, die in Reihe zwischen den ersten und
zweiten Anschluss (12, 14) geschaltet sind.
5. Spannungsbegrenzungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, bei der die Stromverstärkungsanordnung (V) einen
Bipolartransistor (Q1) aufweist, dessen Basis (B) an den
zweiten Anschluss (14) der Spannungsbegrenzungseinheit (10)
angeschlossen ist, dessen Emitter (E) an den Steueranschluss
(G) des Halbleiterschalters (M1) angeschlossen ist und dessen
Kollektor (K) an die erste Anschlussklemme (K1) angeschlossen
ist.
6. Spannungsbegrenzungsanordnung nach einem der vorangehenden
Ansprüche, bei der eine erste Stromquelle (Iq1) zwischen den
Steueranschluss (G) des Halbleiterschalters (M1) und die
zweite Anschlussklemme (K2) geschaltet ist und/oder bei der
eine zweite Stromquelle (Iq2) zwischen den zweiten Anschluss
(14) der Spannungsbegrenzungseinheit und die zweite An
schlussklemme (K2) geschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2001112538 DE10112538A1 (de) | 2001-03-15 | 2001-03-15 | Spannungsbegrenzungsanordnung |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2001112538 DE10112538A1 (de) | 2001-03-15 | 2001-03-15 | Spannungsbegrenzungsanordnung |
Publications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2001112538 Withdrawn DE10112538A1 (de) | 2001-03-15 | 2001-03-15 | Spannungsbegrenzungsanordnung |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE10112538A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005046833A1 (de) * | 2005-08-19 | 2007-02-22 | Phoenix Contact Gmbh & Co. Kg | Überspannungsschutzgerät und Verfahren zum Ableiten von transienten Überspannungen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE69315495T2 (de) * | 1992-07-16 | 1998-06-04 | Sgs Thomson Microelectronics | Schutzschaltung gegen Überspannungen für Leistungsbauteil |
| DE69610362T2 (de) * | 1995-05-24 | 2001-05-03 | Stmicroelectronics S.A., Gentilly | Spannungsbegrenzungsvorrichtung |
-
2001
- 2001-03-15 DE DE2001112538 patent/DE10112538A1/de not_active Withdrawn
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| DE102005046833B4 (de) * | 2005-08-19 | 2020-04-30 | Phoenix Contact Gmbh & Co. Kg | Verfahren zum Ableiten von transienten Überspannungen und Überspannungsschutzgerät |
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