DE10046766A1 - Compound-Reibungsvakuumpumpe - Google Patents
Compound-ReibungsvakuumpumpeInfo
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- F04D29/40—Casings; Connections of working fluid
- F04D29/52—Casings; Connections of working fluid for axial pumps
- F04D29/54—Fluid-guiding means, e.g. diffusers
- F04D29/541—Specially adapted for elastic fluid pumps
- F04D29/542—Bladed diffusers
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Reibungsvakuumpumpe (1) mit mindestens einer Turbomolekularpumpenstufe, mit einer sich daran druckseitig anschließenden Molekularpumpenstufe sowie einer zwischen der Turbomolekularpumpenstufe und der Molekularpumpenstufe befindlichen Übergangsstufe; um den Übergang vom Turbomolekularbereich zum Molekularbereich zu verbesern, wird vorgeschlagen, dass die Übergangsstufe einen sich in tangentialer Richtung kontinuierlich verjüngenden Durchströmungsquerschnitt besitzt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Reibungsvakuumpumpe
mit mindestens einer Turbomolekularpumpenstufe, mit ei
ner sich daran druckseitig anschließenden Molekularpum
penstufe sowie einer zwischen der Turbomolekularpumpen
stufe und der Molekularpumpenstufe befindlichen Über
gangsstufe.
Bei Turbomolekularpumpen mit nachgeschalteten, in der
Regel als Gewindepumpenstufe ausgebildet Molekularstu
fen, auch Compoundpumpen genannt, besteht das Problem,
dass sich das Strömungsverhalten der geförderten Gase
im Übergangsbereich von molekular (bei Drücken kleiner
1 W mbar) auf laminar (von etwa 10-2 mbar aufwärts) än
dert. Das geförderte Gas muss bei dem Wechsel aus der
Tutbostufe in die Gewindestufe von einer primär tangen
tialen Strömungsrichtung in eine primär axiale Strö
mungsrichtung umgeleitet werden. Die radiale Ausdehnung
des Strömungskanals verjüngt sich dabei beträchtlich.
Auf sehr kurzer Distanz muss daher eine große Änderung
des axialen Querschnittes des Förderraumes verwirklicht
werden. Bekannte Gestaltungen dieses Übergangsbereichs
haben den Nachteil, dass es zu Strömungsverlusten
kommt. Diese beeinträchtigen in erheblichem Maße das
Saugvermögen der Pumpe.
Aus der DE 297 17 079 ist eine Reibungsvakuumpumpe mit
den eingangs genannten Merkmalen bekannt. Bestandteil
der Übergangsstufe ist eine Zentrifugalpumpe, die von
rotorseitigen, sich im wesentlichen radial erstrecken
den Stegen gebildet wird. Diese Lösung hat zwar die
Wirkung, dass die Gase in die Gewindestufe gelenkt wer
den; ihre Förderwirkung ist jedoch begrenzt. Außerdem
setzt die vorbekannte Lösung voraus, dass der Durchmes
ser der Gewindepumpenstufe größer ist als der Durchmes
ser der Turbopumpenstufe. Sie ist deshalb bei Reibungs
pumpen mit großen Pumpleistungen nicht einsetzbar, da
der Durchmesser des Rotors der Molekularpumpenstufe we
gen der hohen Fliehkräfte nicht beliebig groß gewählt
werden kann. Schließlich gilt für die rotorseitige An
ordnung der Stege, dass ihre Fertigung aufwendig ist
und dass sie in Bezug auf Materialspannungen nicht un
kritisch sind.
Zum Stand der Technik gehört weiterhin der Inhalt der
DE-A 196 32 874. Daraus ist es bekannt, zwischen der
Turbomolekularpumpenstufe und der sich daran an
schließenden Gewindepumpenstufe eine Füllstufe vorzuse
hen, die mit Flügeln ausgerüstet ist. Auch diese Lösung
ist schwierig zu fertigen. Außerdem entstehen während
des Betriebs hohe mechanische Spannungen im Bereich des
Fußes der Flügel.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde,
einen vakuumtechnisch optimierten Übergang des Turbomo
lekularbereichs zum Molekularbereich zu schaffen, dem
die geschilderten Nachteile nicht anhaften.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass
die Übergangsstufe Bestandteil des Stators ist und ei
nen sich im wesentlichen in tangentialer Richtung er
streckenden, kontinuierlich in Strömungsrichtung ver
jüngenden Durchströmungsquerschnitt aufweist.
Durch die Verlagerung der Übergangsstufe in den Stator
wird erreicht, dass ihre Gestaltung frei von den Werk
stoff-Problemen ist, die bei einer rotorseitigen Anord
nung der Übergangsstufe wegen der auftretenden Flieh
kräfte zu beachten sind. Die erfindungsgemäße Lösung
berücksichtigt außerdem, dass die Strömungsgeschwindig
keit der Gase im hier betroffenen Übergangsbereich in
tangentialer Richtung wesentlich größer ist als in
axialer Richtung (Faktor zwischen 10 und 30). Zur Ver
meidung sprunghafter Änderungen des Durchströmungsquer
schnittes ist es deshalb vorteilhaft, eine sich im we
sentlichen in tangentialer Richtung erstreckende Ver
jüngung zu realisieren, so dass sich eine Verjüngung
mit geringer Steigung ergibt. Die Steigung ist abhängig
von der Schaufelanzahl der Übergangsstufe sowie dem
Verhältnis aus Schaufellänge und Durchmesser der sich
anschließenden Gewindestufe. Die Schaufelanzahl der
Übergangsstufe wird anhand der gleichen Kriterien wie
die vorhergehenden Turbostufen bestimmt.
Dadurch wird eine Erhöhung der Pumpenleistung erreicht.
Die Strömungsverluste werden vermindert.
Sind die erfindungsgemäß gestalteten Durchströmöffnun
gen in einer Statorringscheibe ausgebildet, so lassen
sich diese in einfacher Weise durch Fräsen fertigen.
Als Fräsverfahren kann das kostengünstige "Stirnen"
eingesetzt werden, und zwar mit einem zylindrischen
Werkzeug, wenn sich die Schaufeln, die die Durchström
querschnitte begrenzen, nicht überlappen. Überlappen
sich die Schaufeln, kann die Herstellung mit einem Frä
ser erfolgen, der stirnseitig einen vergrößerten Durch
messer hat.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sollen
an Hand von in den Fig. 1 bis 7 schematisch darge
stellten Ausführungsbeispielen erläutert werden. Es
zeigen
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Compoundpumpe
nach der Erfindung,
Fig. 2 einen erfindungsgemäß ausgebildeten Sta
torhalbring,
Fig. 3 eine Draufsicht auf einen abgewickelten
Abschnitt eines Statorhalbringes,
Fig. 4 einen Schnitt durch den Statorhalbring
nach Fig. 3,
Fig. 5 und 6 Draufsichten auf weitere (abge
wickelte) Ausführungen und
Fig. 7 einen Schnitt durch den Statorhalbring
nach Fig. 6.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind die Pumpe
selbst mit 1, ihr Einlass mit 2 und ihr Auslass mit 3
bezeichnet. Das Gehäuse der Pumpe 1 umfasst die beiden
Abschnitte 4 und 5.
Der Gehäuseabschnitt 4 umgibt den Stator 6 und den Ro
tor 7 der Turbomolekularpumpenstufe. Der Stator 6 um
fasst schematisch angedeutete Schaufelhalbringe 8 sowie
Distanzringe 9, die zusammen ein sich selbst zentrie
rendes Statorpaket bilden. Der Rotor 7 ist mit den Ro
torschaufeln 10 ausgerüstet. Nur die Statorhalbringe,
deren Schaufeln zusammen mit der druckseitig letzten
Rotorschaufelreihe 10 die druckseitig letzte Turbomle
kularpumpenstufe bilden, sind etwas genauer dargestellt
und mit 23 bezeichnet. Fig. 2 zeigt eine perspektivi
sche Ansicht eines dieser Statorhalbringe 23.
Der Gehäuseabschnitt 4 umgibt ebenfalls den Stator 15
und den Rotor 12 der Gewindepumpenstufe, deren Förder
raum bzw. Förderspalt mit 13 bezeichnet ist. Das Ge
winde 14 dieser Stufe kann stator- oder rotorseitig an
geordnet sein. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel
ist es statorseitig angeordnet und Bestandteil einer
unabhängig vom Gehäuseabschnitt 4 montierbaren Stator
hülse 15. Der Rotor 7 der Turbomolekularpumpenstufe 7,
8 und der Rotor 12 der Gewindepumpenstufe 11, 12 sind
Bestandteile eines gemeinsam rotierenden Systems 7, 12.
Der Rotor 12 der Gewindepumpenstufe bildet das druck
seitige Ende dieses Systems und kann als Scheibe oder
glockenförmig (wie in Fig. 1 dargestellt) ausgebildet
sein.
Der Gehäuseabschnitt 5 umgibt den Antriebsmotor 16,
dessen Stator mit 17 und dessen Rotor mit 18 bezeichnet
sind. Der Gehäuseabschnitt 5 ist Bestandteil eines
Chassis 19 mit einem Innenraum, in dem sich der An
triebsmotor 16 und weitere Bauteile befinden. Im Chas
sis 19 ist auch die die Rotoren 7 und 12 der Compound
pumpe tragende Welle 21 gelagert. Nur das obere Lager
22 ist sichtbar. Es ist ein mechanisches Lager, das
auch durch ein Magnetlager ersetzt werden kann. Im üb
rigen ist das Chassis 19 Träger aller weiteren Bauteile
der Pumpe 1.
Der in Fig. 2 dargestellte Statorhalbring 23 besteht
aus einer Halbringscheibe 24 mit einer Mehrzahl auf ih
rem Umfang verteilt angeordneten Durchströmöffnungen
25. Diese werden gebildet von Schaufelabschnitten 26,
die sich im wesentlichen radial erstrecken und vorzugs
weise durch Fräsen gefertigt sind. Die Durchströmöff
nungen 25 sind derart gestaltet, dass sich insgesamt
ein sich im wesentlichen in tangentialer Richtung er
streckender, kontinuierlich in Strömungsrichtung ver
jüngender Durchströmquerschnitt ergibt. Dieses wird da
durch erreicht, dass die Länge der Schaufelabschnitte
26 (ihre radiale Erstreckung) auf ihrer Saugseite (ls)
größer ist als auf ihrer Druckseite (ld), d. h., dass
der Abstand der seitlichen Begrenzungsflächen 27, 28
der Durchströmöffnungen 25 in Strömungsrichtung ab
nimmt.
Die Fig. 2, 3 und 4 zeigen Ausführungen eines Sta
torhalbringes 23, bei denen sich die Schaufelabschnitte
26 nicht überlappen. Sie erlauben eine Durchsicht durch
die Halbringscheibe 23 in axialer Richtung (angedeutet
durch den Pfeil 38 in Fig. 4). Bei Statorhalbringen
dieser Art können die Schaufelabschnitte durch "Stir
nen" hergestellt werden, und zwar mit einem zylindrisch
ausgebildeten Werkzeug 29 (vgl. Fig. 4).
Bei den Ausführungen nach den Fig. 5 bis 7 überlap
pen die Schaufelabschnitte 26 einander. Auch diese Aus
führungen erlauben die Herstellung der Statorhalbringe
durch Fräsen. Voraussetzung ist, dass das Werkzeug 29
stirnseitig einen vergrößerten Durchmesser hat (vgl.
Fig. 7).
In den Fig. 3, 5 und 6 ist jeweils gestrichelt der
Förderspalt 13 der sich an die Turbostufen anschließen
den Gewindestufe 12, 15 angedeutet. Die Förderspalte 13
haben bei diesen Ausführungen unterschiedliche Durch
messer d1, d2 und d3. Die erfindungsgemäße Ausbildung
der Durchströmöffnungen 25 lässt eine Anpassung an un
terschiedliche Durchmesser des Förderspaltes 13 zu.
Dieses kann dadurch geschehen, dass die Lage der Be
grenzungsflächen 27, 28, und zwar ihre Neigungen zu den
jeweiligen Tangenten, derart gewählt wird, dass der
Förderspalt 13 etwa in der Mitte der radialen Er
streckungen ld der Schaufelabschnitte 26 auf ihrer
Druckseite liegt.
Claims (6)
1. Reibungsvakuumpumpe (1) mit mindestens einer Tur
bomolekularpumpenstufe, mit einer sich daran
druckseitig anschließenden Molekularpumpenstufe
sowie einer zwischen der Turbomolekularpumpenstufe
und der Molekularpumpenstufe befindlichen Über
gangsstufe, dadurch gekennzeichnet, dass die Über
gangsstufe einen sich in tangentialer Richtung
kontinuierlich verjüngenden Durchströmungsquer
schnitt besitzt.
2. Pumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Übergangsstufe von den Statorschaufeln
der letzten, druckseitig angeordneten Statorschau
felreihe gebildet wird.
3. Pumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Statorschaufeln (26) Bestandteile einer
aus zwei Halbringen bestehenden Statorringscheibe
sind und jeweils sich im wesentlichen in tangentialer
Richtung verjüngende Durchströmöffnungen
(25) begrenzen.
4. Pumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass neben den Schaufeln (26) seitliche Begren
zungsflächen (27, 28) die Durchströmöffnungen (25)
begrenzen und dass der Abstand der seitlichen Be
grenzungsflächen in Strömungsrichtung abnimmt.
5. Pumpe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abnahme des Abstandes der Begrenzungsflä
chen (27, 28) derart ausgebildet ist, dass der
Förderspalt (13) der sich an die Turbomolekular
pumpenstufe anschließenden Gewindepumpenstufe etwa
in der Mitte der radialen Erstreckungen (ld) der
Schaufelabschnitte (26) auf ihrer Druckseite
liegt.
6. Pumpe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass die Schaufeln der Über
gangsstufe (23) durch Fräsen oder Giessen herge
stellt sind.
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