DE10028605A1 - Variolinsensystem und Verfahren zum Justieren desselben - Google Patents
Variolinsensystem und Verfahren zum Justieren desselbenInfo
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Abstract
Ein Variolinsensystem enthält mindestens drei Linsengruppen. Während der Brennweitenänderung wird der Abstand zwischen mindestens zwei der drei Linsengruppen verändert. Das Variolinsensystem enthält weiterhin einen ersten Justiermechanismus (T1), mit dem eine erste Linsengruppe beim Zusammenbau- und Justiervorgang in Richtung der optischen Achse mechanisch einstellbar ist, einen zweiten Justiermechanismus (T2), mit dem eine von der ersten Linsengruppe verschiedene zweite Linsengruppe beim Zusammenbau- und Justiervorgang mechanisch einstellbar ist, sowie einen dritten Justiermechanismus (T3), mit dem eine von der ersten und der zweiten Linsengruppe verschiedene dritte Linsengruppe beim Zusammenbau- und Justiervorgang in Richtung der optischen Achse einstellbar ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Variolinsensystem mit mindestens drei Linsengruppen.
Insbesondere betrifft die Erfindung ein Variolinsensystem, in dem die Zoom-Ein
stellung mechanisch und präzise durchgeführt werden kann. Die Erfindung hat
weiterhin ein Justierverfahren unter Anwendung des Variolinsensystems zum Ge
genstand.
In einem Variolinsensystem muß eine Zoom-Einstellung durchgeführt werden, um
die Schärfenebene des Variolinsensystems in Übereinstimmung mit der Bildebene
der Kamera, d. h. der Filmfläche zu bringen, ohne die Schärfenebene während
des Zoom-Vorgangs, d. h. der Brennweitenänderung zu verschieben. Um genau
zu sein, müssen zwei Einstellvorgänge voneinander unterschieden werden. Die
Einstellung, die eine Verschiebung der Schärfenebene des Variolinsensystems
während des Zoom-Vorgangs verhindert, wird als Zoom-Einstellung bezeichnet.
Die Einstellung, welche die Schärfenebene in Übereinstimmung mit der Bild
ebene, d. h. der Filmfläche der Kamera bringt, wird mit dem englischen Fachbe
griff "back adjustment", also Rückeinstellung bezeichnet. In der vorliegenden Be
schreibung schließt der Begriff "Zoom-Justierung" die beiden eben genannten
Einstellarten mit ein. Herkömmlicherweise werden bei der Zoom-Justierung die
Positionen der das Variolinsensystem bildenden Linsengruppen beim Zusam
menbau- und Justiervorgang mechanisch justiert.
In modernen, elektrisch gesteuerten Varioobjektivsystemen, in denen die Positio
nen der Linsengruppen über Impulse gesteuert werden, ist für jede diskrete
Brennweite und jedes diskrete Objektentfernung der die Zoom-Justierung ange
bende Wert in Form von Impulszahldaten in einem ROM gespeichert. Wird beim
Fotografieren der Auslöser gedrückt, so werden die Positionen der Linsengruppen
entsprechend den Brennweitendaten und den Objektentfernungsdaten, also den
Impulszahldaten, unter Berücksichtigung des für die Zoom-Justierung benötigten
Wertes eingestellt. Bei diesem Typ von Variolinsensystem ist keine mechanische
Justierung erforderlich.
Bei einem Variolinsensystem, das als separate Objektiveinheit, z. B. das Wech
selobjektiv, vertrieben wird, ist jedoch eine mechanische Justierung erforderlich.
In herkömmlichen Variolinsensystemen wird die Verschiebung, d. h. die Abwei
chung der Schärfenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite und der Ein
stellung längster Brennweite durch mechanische Justierung an zwei Punkten des
variablen Brennweitenbereichs korrigiert. Es ist jedoch unmöglich, die Verschie
bung der Schärfenebene bei einer mittleren Brennweite präzise zu korrigieren. In
einem Variolinsensystem, dessen Schärfentiefe klein ist, ist die Verschiebung der
Schärfenebene bei mittlerer Brennweite nicht vernachlässigbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Variolinsensystem mit mindestens drei Linsen
gruppen anzugeben, in dem eine Zoom-Justierung mechanisch und präzise
durchgeführt werden kann. Weiterhin ist es Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren
zum Justieren eines solchen Variolinsensystems anzugeben.
Die Erfindung löst diese Aufgaben durch die Gegenstände der unabhängigen An
sprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Un
teransprüche sowie der folgenden Beschreibung.
Die Erfindung ermöglicht in einem Variolinsensystem mit drei oder mehr Linsen
gruppen eine mechanische und präzise Zoom-Justierung.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Figuren näher erläutert. Darin zei
gen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines ersten Ausfüh
rungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Justieren
eines Variolinsensystems,
Fig. 2 eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines zweiten Aus
führungsbeispiels des Verfahrens,
Fig. 3 eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines dritten Ausfüh
rungsbeispiels des Verfahrens, und
Fig. 4 einen Längsschnitt durch die obere Hälfte eines Varioobjektivtubus,
der beispielhaft in dem Verfahren verwendet wird.
Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel des er
findungsgemäßen Verfahrens zum Justieren eines Variolinsensystems. Das Va
riolinsensystem enthält eine Fokussierlinsengruppe 11 als erste Linsengruppe,
die während der Brennweitenänderung, d. h. während des Zoom-Vorgangs nicht
bewegt und während der Scharfeinstellung bewegt wird, Linsengruppen 12 und
13 variabler Brechkraft als zweite und dritte Linsengruppe, die bei der Brennwei
tenänderung bewegt werden, sowie eine feststehende vierte Linsengruppe 14.
Die eben genannten Linsengruppen sind in der genannten Reihenfolge von der
Objektseite her betrachtet angeordnet. Weiterhin ist in Fig. 1 die Position einer
Bildebene der Kamera mit dem Bezugszeichen 15 bezeichnet. Während der
Brennweitenänderung ausgehend von der Einstellung kürzester Brennweite (S)
hin zur Einstellung längster Brennweite (L) wird die zweite Linsengruppe 12 mo
noton von der Objektseite in Richtung der Bildseite bewegt, während die dritte
Linsengruppe 13 zunächst zur Objektseite hin und dann zur Bildseite hin bewegt
wird.
Das Variolinsensystem hat einen ersten Justiermechanismus T1, der beim Zu
sammen- und Justiervorgang die Position der ersten Linsengruppe in Richtung
der optischen Achse einstellt, einen zweiten Justiermechanismus T2, der beim
Zusammenbau und bei der Justierung die axiale Position der von der ersten bis
vierten Linsengruppe 11 bis 14 gebildeten Einheit einstellt, und einen dritten Ju
stiermechanismus T3, der beim Zusammenbau und bei der Justierung die axiale
Position der zweiten Linsengruppe 12 einstellt. Anstelle des zweiten Justierme
chanismus T2 kann der Verstellmechanismus für die vierte Linsengruppe 14 als
zweiter Justiermechanismus T2' eingesetzt werden. Auch ist es möglich, den Ver
stellmechanismus T3' für die dritte Linsengruppe 13 als dritten Justiermechanis
mus T3 zu verwenden. Die Schärfenebene des gesamten Variolinsensystems
bewegt sich in Richtung der optischen Achse, wenn die vierte Linsengruppe 14 in
Richtung der optischen Achse bewegt wird. Wird die erste Linsengruppe 11 beim
Zusammenbau- und Justiervorgang um einen geeigneten Verstellwert in Richtung
der optischen Achse bewegt, so wird die beider Einstellung kürzester Brennweite
vorhandene Position der Schärfenebene in Übereinstimmung mit der bei der
Einstellung längster Brennweite vorhandenen Position der Schärfenebene
gebracht. Wird die zweite Linsengruppe 12 oder die dritte Linsengruppe 13 beim
Zusammenbau- und Justiervorgang in axialer Richtung bewegt, so kann die Po
sition der Schärfenebene bei der Einstellung mittlerer Brennweite korrigiert wer
den. Mit dem Begriff "Schärfenebene" ist in dieser Beschreibung durchgängig die
Bildebene des Variolinsensystems gemeint.
Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Das dort gezeigte Variolinsensystem enthält eine erste Linsengruppe 21, die bei
der Brennweitenänderung oder bei der Scharfeinstellung bewegt wird, eine fest
stehende zweite Linsengruppe 22 sowie eine dritte und eine vierte Linsengruppe
23 und 24, die bei der Brennweitenänderung bewegt werden. Die eben genannten
Linsengruppen sind von der Objektseite her betrachtet in der genannten Reihen
folge angeordnet. Während der Brennweitenänderung ausgehend von der Ein
stellung kürzester Brennweite (S) hin zur Einstellung längster Brennweite (L) wird
die erste Linsengruppe 21 monoton von der Bildseite hin zur Objektseite bewegt,
und auch die dritte und die vierte Linsengruppe 23 und 24 werden von der Bild
seite hin zur Objektseite bewegt.
Das Variolinsensystem nach Fig. 2 hat einen ersten Justiermechanismus T1, der
beim Zusammenbau- und Justiervorgang die Position der ersten Linsengruppe 21
in Richtung der optischen Achse einstellt, einen zweiten Justiermechanismus T2,
der beim Zusammenbau- und Justiervorgang die axiale Position der von der er
sten bis vierten Linsengruppe 21 bis 24 gebildeten Einheit einstellt, und einen
dritten Justiermechanismus T3, der beim Zusammenbau- und Justiervorgang die
axiale Position der zweiten Linsengruppe 22 einstellt. Anstelle des dritten Ju
stiermechanismus T3 kann der Verstellmechanismus für die dritte Linsengruppe
23 als dritter Justiermechanismus T3' eingesetzt werden. Wird die erste Linsen
gruppe 21 beim Zusammenbau- und Justiervorgang um einen geeigneten Ver
stellwert in Richtung der optischen Achse bewegt, so wird die Position der
Schärfenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite in Übereinstimmung mit
der Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite gebracht.
Wird die zweite Linsengruppe 22 oder die dritte Linsengruppe 23 beim Zusam
menbau- und Justiervorgang in axialer Richtung bewegt, so kann die Position der
Schärfenebene bei der Einstellung mittlerer Brennweite korrigiert werden.
Fig. 3 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Das dort gezeigte Variolinsensystem enthält eine erste Linsengruppe 31, die bei
der Brennweitenänderung oder bei der Scharfeinstellung bewegt wird, eine zweite
Linsengruppe 32, die bei der Brennweitenänderung bewegt wird, eine festste
hende dritte Linsengruppe 33 sowie eine vierte Linsengruppe 34, die bei der
Brennweitenänderung bewegt wird. Die eben genannten Linsengruppen sind von
der Objektseite her betrachtet in der genannten Reihenfolge angeordnet. Wäh
rend der Brennweitenänderung ausgehend von der Einstellung kürzester Brenn
weite (S) hin zur Einstellung längster Brennweite (L) werden die erste Linsen
gruppe 31 und die vierte Linsengruppe 34 ausgehend von der Bildseite hin zur
Objektseite bewegt, während die zweite Linsengruppe 32 ausgehend von der
Objektseite hin zur Bildseite bewegt wird.
Das Variolinsensystem hat einen ersten Justiermechanismus T1, der beim Zu
sammenbau- und Justiervorgang die Position der ersten Linsengruppe 31 in
Richtung der optischen Achse einstellt, einen zweiten Justiermechanismus T2,
der beim Zusammenbau- und Justiervorgang die axiale Position der von der er
sten bis vierten Linsengruppe 31 bis 34 gebildeten Einheit einstellt, und einen
dritten Justiermechanismus T3, der beim Zusammenbau- und Justiervorgang die
axiale Position der zweiten Linsengruppe 32 einstellt. Anstelle des dritten Ju
stiermechanismus T3 kann der Verstellmechanismus für die dritte Linsengruppe
33 als dritter Justiermechanismus T3' eingesetzt werden. Wird beim Zusammen
bau- und Justiervorgang die erste Linsengruppe 31 um einen geeigneten Ver
stellwert in Richtung der optischen Achse bewegt, so wird der bei der Einstellung
kürzester Brennweite vorhandene Scharfstellpunkt in Übereinstimmung mit dem
bei der Einstellung längster Brennweite vorhandenen Scharfstellpunkt gebracht.
Wird beim Zusammenbau- und Justiervorgang die zweite Linsengruppe 32 oder
die dritte Linsengruppe 33 in axialer Richtung bewegt, so kann die bei der Ein
stellung mittlerer Brennweite vorhandene Verschiebung der Schärfenebene korri
giert werden.
Bei dem wie oben erläutert aufgebauten Variolinsensystem mit seinen drei oder
mehr Linsengruppen wird die Zoom-Justierung gemäß dem ersten oder dem
zweiten Verfahren durchgeführt, die nachfolgend beschrieben sind.
Schritt 1: Bei der Einstellung längster Brennweite werden die von dem ersten Ju
stiermechanismus T1 zu verstellenden Linsengruppen (T1-Justiergruppe) bewegt,
während der Fokussierzustand in der Bildebene der Kamera beobachtet wird, um
die Schärfenebene des Variolinsensystems in Übereinstimmung mit der Bildebene
der Kamera zu bringen.
Schritt 2: Bei der Einstellung kürzester Brennweite werden die von dem zweiten
Justiermechanismus T2 zu verstellenden Linsengruppen (T2-Justiergruppe) be
wegt, während der Fokussierzustand in der Bildebene der Kamera beobachtet
wird, um die Schärfenebene des Variolinsensystems in Übereinstimmung mit der
Bildebene der Kamera zu bringen.
Schritt 3: Die Schritte 1 und 2 werden so lange wiederholt, bis die Schärfenebene
des Variolinsensystems sowohl für die längste Brennweite als auch für die kürze
ste Brennweite in Übereinstimmung mit der Bildebene der Kamera gebracht ist
(sowohl Schritt 1 als auch Schritt 2 können vor dem jeweils anderen Schritt aus
geführt werden).
Schritt 4: Es wird die Abweichung ΔP(fM) der Schärfenebene, d. h. die Schärfen
ebenenverschiebung, bei einer vorbestimmten mittleren Brennweite gegenüber
der Bildebene der Kamera gemessen.
Schritt 5: Der Verstellwert, d. h. die Bewegungsstrecke, ΔT3 der von dem dritten
Justiermechanismus T3 zu verstellenden Linsengruppen (T3-Justiergruppe) wird
auf Grundlage der folgenden Formeln 1, 2 und 3 berechnet.
worin
Δt1 die Verschiebung der T1-Justiergruppe angibt, die erforderlich ist, um die Schärfenebene so zu verschieben, daß sie bei der Einstellung kürzester Brenn weite und bei der Einstellung längster Brennweite mit der Bildebene der Kamera übereinstimmt, wenn die T3-Justiergruppe um ΔT3 = 1 bewegt wird,
Δt2 die Verschiebung der T2-Justiergruppe angibt, die erforderlich ist, die Schär fenebene so zu verschieben, daß sie bei der Einstellung kürzester Brennweite und bei der Einstellung längster Brennweite mit der Bildebene der Kamera über einstimmt, wenn die T3-Justiergruppe um ΔT3 = 1 bewegt wird, und
ΔPc(fM) die Expansion-Korrektion-Empfindlichkeit bei der Einstellung mittlerer Brennweite angibt. Dies entspricht der Abweichung der Schärfenebene von der Bildebene der Kamera, die bei einer mittleren Brennweite verursacht wird, wenn die Verschiebung der Schärfenebene bei einer Bewegung der T3-Justiergruppe um ΔT3 = 1 durch die Einstellmechanismen T1 und T2 korrigiert wird.
Δt1 die Verschiebung der T1-Justiergruppe angibt, die erforderlich ist, um die Schärfenebene so zu verschieben, daß sie bei der Einstellung kürzester Brenn weite und bei der Einstellung längster Brennweite mit der Bildebene der Kamera übereinstimmt, wenn die T3-Justiergruppe um ΔT3 = 1 bewegt wird,
Δt2 die Verschiebung der T2-Justiergruppe angibt, die erforderlich ist, die Schär fenebene so zu verschieben, daß sie bei der Einstellung kürzester Brennweite und bei der Einstellung längster Brennweite mit der Bildebene der Kamera über einstimmt, wenn die T3-Justiergruppe um ΔT3 = 1 bewegt wird, und
ΔPc(fM) die Expansion-Korrektion-Empfindlichkeit bei der Einstellung mittlerer Brennweite angibt. Dies entspricht der Abweichung der Schärfenebene von der Bildebene der Kamera, die bei einer mittleren Brennweite verursacht wird, wenn die Verschiebung der Schärfenebene bei einer Bewegung der T3-Justiergruppe um ΔT3 = 1 durch die Einstellmechanismen T1 und T2 korrigiert wird.
Schritt 6: Die T3-Justiergruppe wird durch den dritten Justiermechanismus T3 um
den Einstellwert ΔT3 verstellt.
Schritt 7: Die Schritte 1 und 2 werden so lange wiederholt, bis die Schärfenebene
bei der Einstellung kürzester Brennweite und der Einstellung längster Brennweite
mit der Bildebene der Kamera übereinstimmt.
Schritt 1: Die Verschiebungen der Schärfenebene ΔP(fS), ΔP(fM) und ΔP(fL) bei
der Einstellung kürzester Brennweite (fS), bei der Einstellung mittlerer Brennweite
(fM) und bei der Einstellung längster Brennweite (fL) gegenüber der als Refe
renzpunkt dienenden Bildebene 15 der Kamera werden gemessen.
Schritt 2: Die Verstellwerte Δt1, Δt2 und Δt3 für den ersten, den zweiten bzw. den
dritten Justiermechanismus werden unter Verwendung der Messungen ΔP(fS),
ΔP(fM) und ΔP(fL) an Hand der folgenden Empfindlichkeitsmatrix A (Formel 4)
des ersten, des zweiten und des dritten Verstellmechanismus T1, T2 (oder T2')
und T3 (oder T3') sowie der folgenden Formel 5 berechnet:
Schritt 3: Die Linsengruppen werden von dem ersten, dem zweiten bzw. dem
dritten Justiermechanismus T1, T2 bzw. T3 um den jeweiligen Verstellwert Δt1,
Δt2 bzw. Δt3 verstellt.
Im folgenden werden numerische Beispiele angegeben:
Tabelle 1 zeigt Linsendaten für das Variolinsensystem nach Fig. 1. S, M bzw. L
bezeichnet die Einstellung kürzester Brennweite, mittlerer Brennweite bzw. läng
ster Brennweite. f bezeichnet die Brennweite und FNO die F-Zahl.
In dem eben genannten Variolinsensystem entspricht die erste Linsengruppe der
T1-Justiergruppe (erster Justiermechanismus T1), die zweite Linsengruppe der
T3-Justiergruppe (dritter Justiermechanismus T3) und die gesamte Variolinsen
gruppe der T2-Justiergruppe (zweiter Justiermechanismus T2). In diesem Vario
linsensystem werden das erste und das zweite Verfahren wie folgt durchgeführt:
- 1. Die Schritte 1 bis 3 werden durchgeführt, um die Position der Schärfenebene
bei der Einstellung längster Brennweite und die der Schärfenebene bei der
Einstellung kürzester Brennweite miteinander in Übereinstimmung zu brin
gen. Daraufhin wird bei einer mittleren Brennweite die Abweichung des
Schärfenpunktes gegenüber dieser Schärfenebene gemessen. Es wird also
die Verschiebung der Schärfenebene bei der mittleren Brennweite gemes
sen.
ΔP(fM) = 0,082 - 2. Die Verschiebung ΔT3 der T3-Justiergruppe erhält man gemäß den Formeln
1, 2 und 3.
ΔT3 = -1,517
Die Expansion-Korrektion-Empfindlichkeit ΔPc(fM) bei der Einstellung mittle rer Brennweite ist gegeben durch:
ΔPc(fM) = 0,054 - 3. Der Einstellwert ΔT3 wird dann mittels des dritten Justiermechanismus T3 bei der T3-Justiergruppe zur Anwendung gebracht.
- 4. Die Schritte 1 und 2 werden so lange wiederholt, bis die Position der Schär fenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite und die der Schärfen ebene bei der Einstellung längster Brennweite in Übereinstimmung mit der Bildebene der Kamera gebracht sind.
- 1. Die Schärfenebenenverschiebungen ΔP(fS), ΔP(fM) und ΔP(fL) bei der Ein
stellung kürzester Brennweite (S), mittlerer Brennweite (M) bzw. längster
Brennweite (L) werden von der Bildebene (Referenzpunkt) 15 der Kamera
aus gemessen.
ΔP(fS) = 0,129
ΔP(fM) = 0,400
ΔP(fL) = 0,630 - 2. Die Einstellwerte Δt1, Δt2 und Δt3 der T1-, T2- bzw. T3-Justiergruppe wer
den unter Anwendung der Formeln 4 und 5 berechnet.
T1-Einstellwert Δt1 = -2,437
T2-Einstellwert Δt2 = 0,100
T3-Einstellwert Δt3 = -1,517 - 3. Die T1-Justiergruppe, die T2-Justiergruppe und die T3-Justiergruppe wer den um den T1-Einstellwert, den T2-Einstellwert bzw. den T3-Einstellwert verschoben.
Tabelle 2 zeigt die Linsendaten für das Variolinsensystem nach Fig. 2.
In dem oben genannten Variolinsensystem entspricht die erste Gruppe der T1-Ju
stiergruppe (erster Justiermechanismus T1), die zweite Gruppe der T3-Justier
gruppe (dritter Justiermechanismus T3) und die Variolinsengruppe in ihrer Ge
samtheit der T2-Justiergruppe (zweiter Justiermechanismus T2). In diesem Vario
linsensystem werden das erste und das zweite Verfahren wie folgt durchgeführt:
- 1. Die Schritte 1 bis 3 werden ausgeführt, um die Positionen der Schärfen
ebene bei der Einstellung längster Brennweite und die der Schärfenebene
bei der Einstellung kürzester Brennweite miteinander in Übereinstimmung zu
bringen. Daraufhin wird bei der Einstellung mittlerer Brennweite die Abwei
chung des Schärfenpunktes von dieser Schärfenebene gemessen. Es wird
also die Verschiebung der Schärfenebene bei der Einstellung mittlerer
Brennweite gemessen.
ΔP(fM) = 0,330 - 2. Die Verschiebung ΔT3 der T3-Justiergruppe erhält man gemäß den Formeln
1, 2 und 3.
ΔT3 = -0,545
Die Expansion-Korrektion-Empfindlichkeit ΔPc(fM) bei der Einstellung mittle rer Brennweite ist gegeben durch:
ΔPc(fM) = 0,605 - 3. Der Einstellwert ΔT3 wird mittels des dritten Justiermechanismus T3 in An wendung auf die T3-Justiergruppe gebracht.
- 4. Die Schritte 1 und 2 werden so lange wiederholt, bis die Position der Schär fenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite und die der Schärfen ebene bei der Einstellung längster Brennweite in Übereinstimmung mit der Bildfläche der Kamera gebracht sind.
- 1. Die Schärfenebenenverschiebungen ΔP(fS), ΔP(fM) und ΔP(fL) bei der Ein
stellung kürzester Brennweite (S), mittlerer Brennweite (M) bzw. längster
Brennweite (L) werden von der Bildebene (Referenzpunkt) 15 der Kamera
aus gemessen.
ΔP(fS) = 0,824
ΔP(fM) = 2,000
ΔP(fL) = 3,100 - 2. Die Einstellwerte Δt1, Δt2 und Δt3 der T1-Justiergruppe, der T2-Justier
gruppe bzw. der T3-Justiergruppe werden unter Anwendung der Formeln 4
und 5 berechnet.
T1-Einstellwert Δt1 = -0,752
T2-Einstellwert Δt2 = 0,867
T3-Einstellwert Δt3 = -0,545 - 3. Die T1-Justiergruppe, die T2-Justiergruppe und die T3-Justiergruppe wer den um den T1-Einstellwert, den T2-Einstellwert bzw. den T3-Einstellwert verschoben.
Tabelle 3 zeigt die Linsendaten für das Variolinsensystem nach Fig. 3.
In dem oben genannten Variolinsensystem entspricht die erste Gruppe der T1-Ju
stiergruppe (erster Justiermechanismus T1), die zweite Gruppe der T3-Justier
gruppe (dritter Justiermechanismus T3) und die Variolinsengruppe in ihrer Ge
samtheit der T2-Justiergruppe (zweiter Justiermechanismus T2). In diesem Vario
linsensystem werden das erste und das zweite Verfahren wie folgt durchgeführt:
- 1. Die Schritte 1 bis 3 werden durchgeführt, um die Position der Schärfenebene
bei der Einstellung längster Brennweite und die der Schärfenebene bei der
Einstellung kürzester Brennweite miteinander in Übereinstimmung zu brin
gen. Daraufhin wird die Abweichung des Schärfenpunktes bei einer Einstel
lung mittlerer Brennweite gegenüber der in Übereinstimmung gebrachten
Schärfenebene gemessen. Es wird also die Verschiebung der Schärfen
ebene bei der Einstellung mittlerer Brennweite gemessen.
ΔP(fM) = 0,079 - 2. Die Verschiebung ΔT3 der T3-Justiergruppe erhält man gemäß den Formeln
1, 2 und 3.
ΔT3 = -0,288
Die Expansion-Korrektion-Empfindlichkeit ΔPc(fM) bei der Einstellung mittle rer Brennweite ist gegeben durch:
ΔPc(fM) = 0,272 - 3. Der Einstellwert ΔT3 wird mittels des dritten Justiermechanismus T3 in An wendung auf die T3-Justiergruppe gebracht.
- 4. Die Schritte 1 und 2 werden so lange wiederholt, bis die Position der Schär fenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite und die der Schärfen ebene bei der Einstellung längster Brennweite mit der Bildebene der Kamera in Übereinstimmung gebracht sind.
- 1. Die Schärfenebenenverschiebungen ΔP(fS), ΔP(fM) und ΔP(fL) bei der Ein
stellung kürzester Brennweite (S), mittlerer Brennweite (M) bzw. längster
Brennweite (L) werden von der Bildebene (Referenzpunkt) 15 aus gemes
sen.
ΔP(fS) = 0,361
ΔP(fM) = 0,700
ΔP(fL) = 1,020 - 2. Die Einstellwerte Δt1, Δt2 und Δt3 der T1-Justiergruppe, der T2-Justier
gruppe bzw. der T3-Justiergruppe werden unter Anwendung der Formeln 4
und 5 berechnet.
T1-Einstellwert Δt1 = -0,597
T2-Einstellwert Δt2 = 0,010
T3-Einstellwert Δt3 = -0,288 - 3. Die T1-Justiergruppe, die T2-Justiergruppe und die T3-Justiergruppe wer den um den T1-Einstellwert, den T2-Einstellwert bzw. den T3-Einstellwert verschoben.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel für den inneren Aufbau eines Varioobjek
tivtubus, auf den die Erfindung anwendbar ist. Der Varioobjektivtubus ist ein dem
Variolinsensystem nach Fig. 1 entsprechendes Wechselobjektiv, das für eine
einäugige Spiegelreflexkamera bestimmt ist. Der Varioobjektivtubus enthält vier
Linsengruppen, nämlich eine erste Linsengruppe 11, eine zweite Linsengruppe
12, eine dritte Linsengruppe 13 und eine vierte Linsengruppe 14, die in der ge
nannten Reihenfolge von der Objektseite her betrachtet angeordnet sind. Ein
Objektivfassungsring 50, der lösbar an einem Kamerakörper angebracht ist, ist mit
einem äußeren Fassungsring 52 versehen, der über einen Abstandsring 51 an
dem Objektivfassungsring 50 befestigt ist. An dem äußeren Fassungsring 52 ist
ein innerer Fassungsring 53 befestigt. Die vierte Linsengruppe 14 ist an dem
inneren Fassungsring 53 befestigt.
Der innere Fassungsring 53 ist an seinem vorderen Ende über ein Feingewinde
54 in einen Fokussierring 55 geschraubt. Eine erste Linsenfassung 56, an der die
erste Linsengruppe 11 anliegt, ist über einen Abstandsring 57 an einem Positi
onsbeschränkungsflansch 55f des Fokussierrings 55 befestigt. Der Fokussierring
55 ist mit einer Positionsbeschränkungsvertiefung 55f versehen, in die ein an dem
äußeren Fassungsring 52 befestigter Stift 59 als Begrenzungsanschlag eingreift,
um die Bewegung des Fokussierrings 55 in Richtung der optischen Achse einzu
schränken.
Die zweite Linsengruppe 12 ist an einer zweiten Linsenfassung 60 und die dritte
Linsengruppe 13 an einer dritten Linsenfassung 61 befestigt. Die zweite Linsen
fassung 60 ist über einen Abstandsring 62 an einem Mitnehmerring 63 befestigt.
An dem Mitnehmerring 63 und der dritten Linsenfassung 61 sind jeweils radial
verlaufende Mitnehmerstifte 64 bzw. 65 befestigt. Die Mitnehmerstifte 64 und 65
erstrecken sich durch eine auf die Linearbewegung ausgelegte Führungsnut 53a,
die in dem inneren Fassungsring 53 ausgebildet ist und parallel zur optischen
Achse verläuft, und stehen von dem inneren Fassungsring 53 nach außen ab. Die
Mitnehmerstifte 64 und 65 sind in Mitnehmernuten 67 bzw. 68 eines Nockenrings
66 eingepaßt, der drehbar auf dem inneren Fassungsring 53 montiert ist. Der
Nockenring 66 ist mit einem Zoom-Ring 70 verbunden, der über einen radial ver
laufenden Stift 69 so auf dem äußeren Fassungsring 52 angebracht ist, daß er
sich zusammen mit dem Zoom-Ring 70 dreht. Auf dem inneren Fassungsring 53
ist ein Ring 66s montiert, der ein Abgleiten verhindern soll. Durch den Ring 66s
soll also verhindert werden, daß sich der Nockenring 66 in Richtung der optischen
Achse bewegt.
Wird in dem Varioobjektivtubus mit seinem oben erläuterten Aufbau der Zoom-
Ring 70 gedreht, so führt der Nockenring 66 über den radialen Stift 69 ebenfalls
eine Drehbewegung aus, so daß der Mitnehmerring 63 (zweite Linsengruppe 12)
und die dritte Linsenfassung 61 (dritte Linsengruppe 13) durch die Mitnehmernu
ten 67, 68 und die Führungsnut 53a in Richtung der optischen Achse gemäß vor
bestimmten Nockenprofilen so bewegt werden, daß die Brennweitenänderung,
d. h. der Zoom-Vorgang durchgeführt wird. Erfolgt darüber hinaus die Drehung des
Fokussierrings 55, so wird die erste Linsenfassung 56 und damit die erste Lin
sengruppe 11 durch das Feingewinde 54 in einer Drehbewegung in Richtung der
optischen Achse so bewegt, daß die Scharfeinstellung erfolgt.
In dem Varioobjektivtubus mit dem oben erläuterten Aufbau entspricht der Ab
standsring 57 dem ersten Justiermechanismus T1, der Abstandsring 51 dem
zweiten Justiermechanismus T2 und der Abstandsring 62 dem dritten Justierme
chanismus T3. Es ist so möglich, beim Zusammenbau- und Justiervorgang die
Position der ersten Linsengruppe, die Position der aus erster bis vierter Linsen
gruppe 11 bis 14 bestehenden Gesamtheit sowie die Position der zweiten Linsen
gruppe 12 durch Variieren der Dicke der Abstandsringe 57, 51 und 62 in Richtung
der optischen Achse einzustellen. So kann das erfindungsgemäße Justierverfah
ren durchgeführt werden.
Das eben erläuterte Beispiel des in Fig. 4 gezeigten Varioobjektivtubus bezieht
sich zwar auf ein Variolinsensystem, wie es in Fig. 1 gezeigt ist. Es gibt jedoch
auch bekannte Varioobjektivtuben, die für die in dem Fig. 2 und 3 dargestellten
Variolinsensystemen bestimmt sind. Fig. 4 zeigt also lediglich ein Beispiel für ei
nen Varioobjektivtubus, auf das die Erfindung nicht beschränkt ist. Die Erfindung
kann ebenso auf andere Varioobjektivtuben angewendet werden.
Claims (5)
1. Variolinsensystem mit mindestens drei Linsengruppen, bei dem bei der
Brennweitenänderung der Abstand zwischen mindestens zwei der drei Lin
sengruppen veränderbar ist, mit
einem ersten Justiermechanismus (T1), mit dem eine erste der drei Linsen gruppen in Richtung der optischen Achse während des Zusammenbau- und Justiervorgangs mechanisch einstellbar ist,
einem zweiten Justiermechanismus (T2), mit dem eine von der ersten Lin sengruppe verschiedene, zweite der drei Linsengruppen während des Zu sammenbau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mecha nisch einstellbar ist, und
einem dritten Justiermechanismus (T3), mit dem eine von der ersten und der zweiten Linsengruppe verschiedene, dritte der drei Linsengruppen während des Zusammenbau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mechanisch einstellbar ist.
einem ersten Justiermechanismus (T1), mit dem eine erste der drei Linsen gruppen in Richtung der optischen Achse während des Zusammenbau- und Justiervorgangs mechanisch einstellbar ist,
einem zweiten Justiermechanismus (T2), mit dem eine von der ersten Lin sengruppe verschiedene, zweite der drei Linsengruppen während des Zu sammenbau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mecha nisch einstellbar ist, und
einem dritten Justiermechanismus (T3), mit dem eine von der ersten und der zweiten Linsengruppe verschiedene, dritte der drei Linsengruppen während des Zusammenbau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mechanisch einstellbar ist.
2. Variolinsensystem mit mindestens drei Linsengruppen, bei dem bei der
Brennweitenänderung der Abstand zwischen mindestens zwei der drei Lin
sengruppen veränderbar ist, mit
einem ersten Justiermechanismus (T1), mit dem eine der Objektseite am nächsten angeordnete, erste der drei Linsengruppen während des Zusam menbau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mechanisch einstellbar ist,
einem zweiten Justiermechanismus (T2), mit dem ein der Bildseite am näch sten angeordnete, zweite der drei Linsengruppen während des Zusammen bau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mechanisch ein stellbar ist, und
einem dritten Justiermechanismus (T3), mit dem eine über variable Brech kraft verfügende Linsengruppe der drei Linsengruppen während des Zu sammenbau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mecha nisch einstellbar ist, wobei diese Linsengruppe eine Linsengruppe ist, die bei der Brennweitenänderung bewegt wird, oder eine Linsengruppe, die bei der Brennweitenänderung nicht bewegt wird.
einem ersten Justiermechanismus (T1), mit dem eine der Objektseite am nächsten angeordnete, erste der drei Linsengruppen während des Zusam menbau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mechanisch einstellbar ist,
einem zweiten Justiermechanismus (T2), mit dem ein der Bildseite am näch sten angeordnete, zweite der drei Linsengruppen während des Zusammen bau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mechanisch ein stellbar ist, und
einem dritten Justiermechanismus (T3), mit dem eine über variable Brech kraft verfügende Linsengruppe der drei Linsengruppen während des Zu sammenbau- und Justiervorgangs in Richtung der optischen Achse mecha nisch einstellbar ist, wobei diese Linsengruppe eine Linsengruppe ist, die bei der Brennweitenänderung bewegt wird, oder eine Linsengruppe, die bei der Brennweitenänderung nicht bewegt wird.
3. Verfahren zum Einstellen eines Variolinsensystems mit mindestens drei Lin
sengruppen, wobei bei der Brennweitenänderung der Abstand zwischen
mindestens zwei der drei Linsengruppen verändert wird und das Variolin
sensystem weiterhin versehen ist mit
einem ersten Justiermechanismus (T1), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position einer der Objektseite am nächsten angeordneten, ersten der drei Linsengruppen in Richtung der optischen Achse einstellt,
einem zweiten Justiermechanismus (T2), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position der von den drei Linsengruppen gebildeten Einheit oder einer der Bildseite am nächsten angeordneten Linsengruppe in Richtung der optischen Achse einstellt, und
einem dritten Justiermechanismus (T3), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position einer über eine veränderbare Brechkraft verfü genden Linsengruppe der drei Linsengruppen in Richtung der optischen Achse einstellt, wobei diese Linsengruppe eine Linsengruppe ist, die bei der Brennweitenänderung bewegt wird, oder eine Linsengruppe, die bei der Brennweitenänderung nicht bewegt wird,
wobei bei dem Verfahren
eine Korrektion durchgeführt wird, um die Position der Schärfenebene des Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite mit der Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite unter Einsatz des ersten und des zweiten Justiermechanismus in Übereinstimmung mit ei ner Bildebene einer Kamera zu bringen,
eine bei einer mittleren Brennweite vorhandene Verschiebung der Schärfen ebene gemessen und eine Einstellung durchgeführt wird, um die Position der Schärfenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite, die Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite und die Position der Schärfenebene des bei der Einstellung mittlerer Brennweite in Übereinstimmung miteinander zu bringen, und
eine Korrektion durchgeführt wird, um die Position der Schärfenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite und die Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite unter Einsatz des ersten und des zweiten Justiermechanismus in Übereinstimmung mit der Bildebene der Ka mera zu bringen.
einem ersten Justiermechanismus (T1), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position einer der Objektseite am nächsten angeordneten, ersten der drei Linsengruppen in Richtung der optischen Achse einstellt,
einem zweiten Justiermechanismus (T2), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position der von den drei Linsengruppen gebildeten Einheit oder einer der Bildseite am nächsten angeordneten Linsengruppe in Richtung der optischen Achse einstellt, und
einem dritten Justiermechanismus (T3), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position einer über eine veränderbare Brechkraft verfü genden Linsengruppe der drei Linsengruppen in Richtung der optischen Achse einstellt, wobei diese Linsengruppe eine Linsengruppe ist, die bei der Brennweitenänderung bewegt wird, oder eine Linsengruppe, die bei der Brennweitenänderung nicht bewegt wird,
wobei bei dem Verfahren
eine Korrektion durchgeführt wird, um die Position der Schärfenebene des Variolinsensystems bei der Einstellung kürzester Brennweite mit der Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite unter Einsatz des ersten und des zweiten Justiermechanismus in Übereinstimmung mit ei ner Bildebene einer Kamera zu bringen,
eine bei einer mittleren Brennweite vorhandene Verschiebung der Schärfen ebene gemessen und eine Einstellung durchgeführt wird, um die Position der Schärfenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite, die Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite und die Position der Schärfenebene des bei der Einstellung mittlerer Brennweite in Übereinstimmung miteinander zu bringen, und
eine Korrektion durchgeführt wird, um die Position der Schärfenebene bei der Einstellung kürzester Brennweite und die Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite unter Einsatz des ersten und des zweiten Justiermechanismus in Übereinstimmung mit der Bildebene der Ka mera zu bringen.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß folgende Be
dingung erfüllt ist:
0,01 < |ΔP(fM)/Δt3| < 0,9 (1)
worin
Δt3 die von dem dritten Justiermechanismus (T3) durchgeführte Verstellung bezeichnet und
ΔP(fM) die Verschiebung der Schärfenebene bei der mittleren Brennweite angibt, nachdem die Position der Schärfenebene bei der Einstellung kürze ster Brennweite und die Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite in Übereinstimmung mit der Bildebene der Kamera ge bracht worden ist.
0,01 < |ΔP(fM)/Δt3| < 0,9 (1)
worin
Δt3 die von dem dritten Justiermechanismus (T3) durchgeführte Verstellung bezeichnet und
ΔP(fM) die Verschiebung der Schärfenebene bei der mittleren Brennweite angibt, nachdem die Position der Schärfenebene bei der Einstellung kürze ster Brennweite und die Position der Schärfenebene bei der Einstellung längster Brennweite in Übereinstimmung mit der Bildebene der Kamera ge bracht worden ist.
5. Verfahren zum Einstellen eines Variolinsensystems mit mindestens drei Lin
sengruppen, wobei während der Brennweitenänderung der Abstand zwi
schen mindestens zwei der drei Linsengruppen veränderbar ist und das Va
riolinsensystem weiterhin versehen ist mit
einem ersten Justiermechanismus (T1), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position einer der Objektseite am nächsten angeordneten ersten der drei Linsengruppen in Richtung der optischen Achse einstellt,
einem zweiten Justiermechanismus (T2), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position der Gesamtheit aller drei Linsengruppen oder einer der Bildseite am nächsten angeordneten Linsengruppe in Richtung der opti schen Achse einstellt, und
einem dritten Justiermechanismus (T3), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position einer über eine veränderbar Brechkraft verfügen den Linsengruppe der drei Linsengruppen in Richtung der optischen Achse einstellt, wobei diese Linsengruppe eine Linsengruppe ist, die bei der Brennweitenänderung bewegt wird, oder eine Linsengruppe, die bei der Brennweitenänderung nicht bewegt wird,
wobei bei dem Verfahren
die Verschiebungen der Schärfenebene ΔP(fS), ΔP(fM) und ΔP(fL) bei der Einstellung kürzester Brennweite fS, mittlerer Brennweite fM und längster Brennweite fL gegenüber einem Referenzpunkt gemessen werden,
unter Verwendung der gemessenen Verschiebungen ΔP(fS), ΔP(fM) und ΔP(fL) der dem ersten Justiermechanismus (T1) zugeordnete Einstellwert Δt1, der dem zweiten Justiermechanismus (T2) zugeordnete Einstellwert Δt2 und der dem dritten Justiermechanismus (T3) zugeordnete Einstellwert Δt3 an Hand folgender den Justiermechanismen (T1, T2, T3) zugeordneter Empfindlichkeitsmatrix A, die durch die Formeln 4 und 5 bestimmt ist, be rechnet werden:
und die drei Linsengruppen von dem ersten, dem zweiten bzw. dem dritten Justiermechanismus (T1, T2, T3) um den jeweiligen Einstellwert Δt1, Δt2 bzw. Δt3 verschoben werden.
einem ersten Justiermechanismus (T1), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position einer der Objektseite am nächsten angeordneten ersten der drei Linsengruppen in Richtung der optischen Achse einstellt,
einem zweiten Justiermechanismus (T2), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position der Gesamtheit aller drei Linsengruppen oder einer der Bildseite am nächsten angeordneten Linsengruppe in Richtung der opti schen Achse einstellt, und
einem dritten Justiermechanismus (T3), der beim Zusammenbau- und Ju stiervorgang die Position einer über eine veränderbar Brechkraft verfügen den Linsengruppe der drei Linsengruppen in Richtung der optischen Achse einstellt, wobei diese Linsengruppe eine Linsengruppe ist, die bei der Brennweitenänderung bewegt wird, oder eine Linsengruppe, die bei der Brennweitenänderung nicht bewegt wird,
wobei bei dem Verfahren
die Verschiebungen der Schärfenebene ΔP(fS), ΔP(fM) und ΔP(fL) bei der Einstellung kürzester Brennweite fS, mittlerer Brennweite fM und längster Brennweite fL gegenüber einem Referenzpunkt gemessen werden,
unter Verwendung der gemessenen Verschiebungen ΔP(fS), ΔP(fM) und ΔP(fL) der dem ersten Justiermechanismus (T1) zugeordnete Einstellwert Δt1, der dem zweiten Justiermechanismus (T2) zugeordnete Einstellwert Δt2 und der dem dritten Justiermechanismus (T3) zugeordnete Einstellwert Δt3 an Hand folgender den Justiermechanismen (T1, T2, T3) zugeordneter Empfindlichkeitsmatrix A, die durch die Formeln 4 und 5 bestimmt ist, be rechnet werden:
und die drei Linsengruppen von dem ersten, dem zweiten bzw. dem dritten Justiermechanismus (T1, T2, T3) um den jeweiligen Einstellwert Δt1, Δt2 bzw. Δt3 verschoben werden.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: PENTAX CORP., TOKIO/TOKYO, JP |
|
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |