DE10011641A1 - Verriegelung einer Schachtabdeckung - Google Patents
Verriegelung einer SchachtabdeckungInfo
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Abstract
Bei einer Verriegelung einer Schachtabdeckung A in einem Schachtaufsatz S aus Kunststoff ist in der Schachtabdeckung mindestens ein mittels eines von außen zugänglichen Verstellgliedes G bewegbares, metallisches Riegelglied R vorgesehen, dass in der Schließstellung mit wenigstens einem Eingriffselement E verformend in die glatte Aufsatzwand eingreift, und ist das Riegelglied R zwischen der Offenstellung I und der Schließstellung II in einer vom Verstellglied G beabstandeten Schwenk- oder Rampenlagerung L der Schachtabdeckung A in Hochrichtung schwenkbar oder schräg verfahrbar abgestützt, wobei das Eingriffselement E in der Offenstellung I tiefer steht als in der Schließstellung II (Fig. 1).
Description
Die Erfindung betrifft eine Verriegelung einer Schachtabdeckung gemäß dem Ober
begriff des Anspruchs 1.
Bei gußeisernen Schächten, beispielsweise in Verkehrsflächen, können in der Auf
satzwand hinterschnittene Eingriffsvertiefungen für die Riegelglieder einfach geformt
werden, so daß die Schachtabdeckung weder beim Überfahren noch unbefugt gelo
ckert oder herausgehoben werden kann. Bei modernen Schachtkonzepten mit einem
Schachtaufsatz aus Kunststoff bedingen hinterschnittene Eingriffsvertiefungen im
Kunstgriff-Formteil erheblichen Formaufwand, der teuer ist und die Herstellung er
schwert.
Aus EP-A-0 459 150 ist eine Verriegelung einer Schachtabdeckung bekannt, bei der
das Riegelglied eine Schneidklinge ist, die durch horizontales Verdrehen um eine ver
tikale Drehachse in die glatte Innenwand des Falzes des Schachtaufsatzes eingetrie
ben wird und die Schachtabdeckung form- und kraftschlüssig festlegt. Durch die sich
parallel zur Ebene der Schachtabdeckung bewegende Schneidklinge läßt sich keine
nennenswerte Vorspannung erzeugen, die die Schachtabdeckung in den Schachtauf
satz hineinzieht. Insbesondere beim Überfahren durch schwere Fahrzeuge kann sich
die Schachtabdeckung lockern. Beim Einsetzen oder Wiedereinsetzen der Schacht
abdeckung muß der Falz des Schachtaufsatzes gesäubert werden, damit die einge
setzte Schachtabdeckung bereits ordnungsgemäß positioniert ist, wenn die Schneid
klinge zum Eingriff kommt. Denn aufgrund fehlender Anzugsspannung können Ver
schmutzungen nicht weggedrückt werden.
Bei einer aus EP-A-0 475 225 bekannten Verriegelung einer Schachtabdeckung wird
eine um eine vertikale Achse horizontal verdrehte Schneidklinge in die glatte Innen
wand des Falzes des Schachtaufsatzes getrieben. Um zum leichteren Herausnehmen
der Schachtabdeckung nach Lösen der Verriegelung eine Aushebekraft zu erzeugen,
ist ein zusätzlicher Mechanismus erforderlich, der mittels des Verstellgliedes der
Schneidklinge betätigt wird. Dabei werden aufeinander ausgerichtete, stabile Ab
drückflächen an der Verriegelung und im Schachtaufsatz benötigt, an denen es beim
Ausheben zu hohen konzentrierten Flächenbelastungen kommt. Beide bekannten
Verriegelungen sind somit nur für relativ kleine Schachtabdeckungen geeignet.
Weiterer Stand der Technik ist enthalten in: US 2 697 389 und GB 22 67 106.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verriegelung der eingangs genannten
Art zu schaffen, mit der auch große Schachtabdeckungen sicher und dauerhaft in
formentechnisch einfachen Kunststoff-Schachtaufsätzen festlegbar sind.
Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
Da das Riegelglied in Hochrichtung schwenkt oder schräg verfährt, sobald es durch
das Verstellglied bewegt wird, und da das Eingriffselement in der Offenstellung des
Riegelgliedes tiefer steht als in der Schließstellung, läßt sich mit der Verriegelung eine
die Schachtabdeckung in den Schachtaufsatz hineinpressende Anzugsspannung er
zielen. In Kombination mit dem formschlüssigen Eingriff in die glatte Schachtaufsatz
wand wird so eine sehr zuverlässige und sich auch unter Belastungen nicht lösende
Sicherung der Schachtabdeckung erzielt. Der Schachtaufsatz ist aus Kunststoff ein
fach herstellbar, da er glatte und nicht hinterschnittene Wände hat. Es lassen sich
sehr hohe Haltekräfte erzeugen, da die Schwenklagerung- oder Rampenlagerung
vom Kraftangriff des Verstellgliedes beabstandet ist, so daß günstige Hebelarme zum
Eintreiben und Halten des Eingriffselementes vorliegen. Da die Verriegelung in der
Schließstellung unter Vorspannung steht, und zwar entgegengesetzt zur Aushebe
richtung der Schachtabdeckung aus dem Schachtaufsatz, kann sich die Schachtab
deckung auch bei häufigem Überfahren durch schwere Fahrzeuge nicht lockern. Un
abhängig davon, ob das Riegelglied hochschwenkt oder schräg hochfährt, lassen sich
große, jederzeit nachstellbare Haltekräfte erzeugen, da eine Schwenk- oder Ram
penübersetzung, ggf. sogar mit Selbsthemmung, bei der Übertragung der Stellkraft
des Verstellgliedes nutzbar ist. Dennoch lässt sich das Riegelglied jederzeit und mit
geringem Kraftaufwand wieder in die Offenstellung bringen.
Zweckmäßig besitzt das Eingriffselement mehrere Zähne, die einen großflächigen
Formschluß mit der Schachtaufsatzwand eingehen bzw. sich an mehreren Stellen
gleichzeitig eingraben und deshalb die Vorspannkraft der Verriegelung großflächig in
den Schachtaufsatz übertragen.
Wenn im Anschluß an die Zähne eine glatte Druckflanke vorgesehen ist, läßt sich die
Eindringtiefe der Zähne begrenzen und wird gegebenenfalls beim Betätigen des Ver
stellgliedes ein Druckpunkt spürbar, der anzeigt, daß die Verriegelung ordnungsge
mäß in die Schließstellung gebracht worden ist.
Eine Art Exzenterwirkung mit Krafterhöhung in der Schließstellung wird erzielt, wenn
die Schwenklagerung höher liegt als das in der Offenstellung befindliche Eingriffsele
ment.
Um den zwecks Zentrierens und gegebenenfalls auch für die Abdichtung der
Schachtabdeckung benötigten Falz des Schachtaufsatzes nicht zu beschädigen und
die Verriegelungskräfte tief in den Schachtaufsatz einzuleiten, ist es zweckmäßig,
wenn das Riegelglied unterhalb des Falzes in den Kunststoff des Schachtaufsatzes
eingreift.
Ein als Gewindebolzen ausgebildetes Verstellglied gewährleistet bei moderaten Betä
tigungskräften eine hohe Schließkraft und eine feinfühlige Einstellung der Schließkraft.
Zweckmäßig leitet der Gewindebolzen seine Betätigungskraft zwischen dem Eingriffs
bereich in den Schachtaufsatz und der Schwenk- oder Rampenlagerung in das Rie
gelglied ein.
Herstellungstechnisch einfach ist ein Riegelglied aus zwei beabstandeten Laschen,
ähnlich einem Kettenglied. Der Eingriff mit der Aufsatzwand wird an zwei beabstan
deten Stellen gleichzeitig hergestellt. Das Riegelglied nimmt die Mutter auf, in der der
Gewindebolzen verschraubt wird, und auch den Bolzen, der die Schwenklagerung
des Riegelglieds in der Schachtabdeckung bildet. Das Riegelglied ist ein kostengüns
tig vorfertigbarer und leicht zu montierender Bauteil. Dadurch, daß das Riegelglied
auch die Mutter formschlüssig sichert, läßt sich das Riegelglied in Zusammenwirkung
mit dem Verstellglied als Aushebehilfe beim Herausnehmen der Schachtabdeckung
nutzen.
Alternativ kann das Riegelglied ein Blechstanzformteil sein, der sich durch die abge
stimmten Formen der Mulde und der Umbiegung entweder in Hochrichtung schwenk
bar oder schräg zum Schachtaufsatz verschiebbar in der Schachtabdeckung abstützt
und sehr formstabil ist. Das Riegelglied lässt sich kostengünstig herstellen und leicht
montieren, unabhängig davon, ob es vom Verstellglied exzenterartig hochgeschwenkt
oder schlittenartig gegen den Schachtaufsatz verfahren wird.
Ein die Mutter untergreifender Vorsprung an wenigstens einem U-Schenkel dient da
zu, das Riegelglied zuverlässig aus der Schließstellung in die Offenstellung zu bewe
gen, ohne dafür zusätzliche Hilfsmittel einsetzen zu müssen. Außerdem wird die Ab
stützung des eingegrabenen Eingriffselementes im Schachtaufsatz vorübergehend
genutzt, und bei der Bewegung des Riegelglieds aus der Schließstellung die gegebe
nenfalls festsitzende Schachtabdeckung über die Mutter vorübergehend auszuheben.
Über eine Schrägfläche in der Mulde wird bei der Rampenlagerung das Riegelglied
mit einen Eingriffselementen mit einer durch die schräge vorbestimmten Übersetzung
(Keilverriegelungseffekt) der Kraft und Bewegung des Verstellgliedes in die glatte
Wand des Schachtaufsatzes hineingetrieben. Hohe, gleichbleibende Haltekräfte sind
die Folge.
Wegen der hohen Kräfte und der permanenten Anzugsspannung der Verriegelung ist
es zweckmäßig, die einen Teil der Schwenk- oder Rampenlagerung bildende Mulde
mit einem Futter auszugleichen.
Ein Queranschlag am Gewindebolzen verhindert nicht nur das Hochsteigen des Ge
windebolzens aus der Schachtabdeckung, sondern ermöglicht es auch, das Riegel
glied direkt als Aushebehilfe für die Schachtabdeckung zu nutzen.
Um beim Lösen einen möglichst geringen Drehwiderstand des Gewindebolzens zu
haben, ist es zweckmäßig, eine reibungsfreundliche Unterlegscheibe vorzusehen.
Damit der Gewindebolzen, insbesondere bei der Verstellung in die Schließstellung,
nicht ausweicht oder lokal hohe Belastungen der Schachtabdeckung hervorruft, ist es
zweckmäßig, den Gewindebolzen oberhalb und unterhalb des Riegelgliedes drehbar
in der Schachtabdeckung zu stützen.
Damit die Schachtabdeckung zuverlässig verriegelt ist, sollten mehrere Verriegelun
gen in Umfangsrichtung verteilt sein, zweckmäßigerweise drei. Im übrigen ist die Ver
riegelung so konzipiert, daß sie unabhängig davon gleichmäßig zur Wirkung kommt,
in welcher Drehposition die Schachtabdeckung eingesetzt wird. Es läßt sich praktisch
der gesamte Innenumfang der glatten Aufsatzwand für die Verriegelungen nutzen.
Dies bedeutet, daß auch nach vielfachem Herausnehmen der Schachtabdeckung
nach geringfügiger Versetzung wieder ein guter und dauerhaft haltbarer Sitz für die
Schachtabdeckung herstellbar ist.
Anhand der Zeichnung werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes er
läutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Vertikalschnitt einer ersten Ausführungsform einer Verriege
lung, in Offenstellung,
Fig. 2 einen Horizontalschnitt eines in Fig. 1 verwendeten Riegelgliedes,
Fig. 3 eine perspektivische Schnittansicht einer zweiten Ausführungsform
einer Verriegelung,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt der Ausführungsform von Fig. 3, wobei sowohl
die Offenstellung als auch die Schließstellung angedeutet sind, und
Fig. 5 einen Vertikalschnitt einer weiteren Ausführungsform der Verriege
lung in Schließstellung.
Eine Verriegelung V einer Schachtabdeckung A in den Fig. 1 und 2 weist ein z. B.
verdrehbares Verstellglied V mit annähernd vertikaler Drehachse für ein in Fig. 1 in
einer Schwenklagerung L in Hochrichtung zwischen der gezeigten Offenstellung und
einer höheren Schließstellung verschwenkbares Riegelglied R auf. Die Schachtabde
ckung ist beispielsweise ein kreisrunder Deckel, der mit einem Randflansch 1 in einem
Falz 2 eines aus Kunststoff bestehenden Schachtaufsatzes F sitzt. Im Falz 2 ist eine
Auflageschulter 3 für den Randflansch 1 vorgesehen. An die Auflageschulter 3
schließt sich eine glatte Aufsatzwand 4 an, in die das Riegelglied R in der Schließ
stellung verformend und formschlüssig eingreift. Das Riegelglied R hat wenigstens ein
Eingriffselement E an seinem der Aufsatzwand 4 zugewandten Endbereich. Das Ver
stellglied G ist ein Gewindebolzen 6 mit einem Gewindeabschnitt 7, der in einer im
Riegelglied R undrehbar gelagerten Mutter 15 verschraubbar ist.
Die Schwenklagerung L in den Fig. 1, 2 wird gebildet durch einen Querbolzen 10 im
Riegelglied R und einen Lagerbock 9 an der Unterseite der Schachtabdeckung A.
Anschläge 11, 12 beim Lagerbock 9 begrenzen die Offen- und Schließstellungen des
Riegelgliedes R. Das Eingriffselement ist mindestens ein Zahn 13. Zweckmäßigerwei
se sind dies mehrere in Hochrichtung hintereinander angeordnete Zähnen, an die sich
in Hochschwenkrichtung hintenliegend eine Druckflanke 14 anschließen kann.
Der Gewindebolzen 6 besitzt einen Quervorsprung 16, z. B. einen durchgehenden und
vorstehenden Spannstift, der sich über eine Unterlegscheibe 17 an einer Druckfläche
18 an der Unterseite der Schachtabdeckung A abzustützen vermag. Falls erforderlich,
kann wenigstens eine umlaufende Dichtung in der Schachtabdeckung A und/oder im
Schachtaufsatz F vorgesehen werden.
In der gezeigten Ausführungsform der Fig. 1 und 2 besteht das Riegelglied R aus zwei
parallelen Laschen 8, an deren der Aufsatzwand 4 zugewandtem Ende jeweils ein
Eingriffselement E vorgesehen ist. Die beiden Laschen 8 werden durch die Mutter 15
und den Bolzen 10 verbunden. Die Mutter 15 greift mit Schwenkzapfen 19 in Langlö
cher 20 der Laschen ein. Sicherungsringe 21 halten die Laschen 8 auf Abstand. In
ähnlicher Weise wird der Bolzen 10, der zwischen den Laschen 8 einen Freiraum 22
für den Lagerbock 9 durchsetzt, durch Sicherungsringe 21 festgelegt.
Mit in der Offenstellung gemäß Fig. 1 befindlichem Riegelglied R wird die Schachtab
deckung A in den Falz 2 eingelegt. Durch Drehen des Gewindebolzens 6 wird das
Riegelglied R aus der Offenstellung, in der die Schwenklagerung L höher liegt als die
Eingriffselemente E, in Fig. 1 entgegen dem Uhrzeigersinn nach oben geschwenkt,
bis die Zähne 13 in die Aufsatzwand 4 eindringen. Durch weiteres Verdrehen des
Gewindebolzens 6 wird der formschlüssige Eingriff verstärkt, wobei die Schachtabde
ckung A mit zunehmender Anzugsspannung in den Falz 2 gepreßt wird. Sollte unab
sichtlich oder absichtlich das Verstellglied G weiter betätigt werden, kommt die glatte
Druckflanke 14 zur Anlage an der Aufsatzwand 4, was durch deutlich steigenden Wi
derstand spürbar ist und anzeigt, daß eine optimale Schließstellung erzeugt ist. Der
Horizontalabstand zwischen der Mutter 15 und der Aufsatzwand 4 ist kleiner als der
Horizontalabstand zwischen der Mutter 15 und der Schwenklagerung L, so daß sich
günstige Hebelarme für das Zuhalten der Verriegelung ergeben. In der Schließstel
lung steht die Verriegelung unter einer erheblichen Anzugsspannung, die weder durch
Temperatureinflüsse noch aufgrund von Erschütterungen beim Überfahren selbsttätig
nennenswert nachlässt.
Zur Entnahme der Schachtabdeckung A wird über das Verstellglied G und die Mutter
15 das Riegelglied E im Uhrzeigersinn in der Schwenklagerung L geschwenkt. Dank
des Eingriffs in die Aufsatzwand 4 wird zunächst eine nach oben gerichtete Abdrück
kraft für die Schachtabdeckung A erzeugt, die dann trotz haftender Verunreinigung
vorübergehend aus dem Falz 2 heraussteigt und leicht entnommen werden kann, da
sie dann gelöst oder gelockert ist. Die Abdrückkraft wird über den Quervorsprung 16,
die Unterlegscheibe 17 auf die unterhalb der Ausnehmung 5 für den Kopf des Ver
stellgliedes G liegende Druckfläche 18 übertragen.
In den Fig. 3 und 4, mit beispielsweise drei Verriegelungen V in Umfangsrichtung der
Schachtabdeckung A regelmäßig verteilt, ist das jeweilige Riegelglied R, ein kosten
günstig herstellbarer, leicht montierbarer Blechstanzformteil mit annähernd U-
förmigem Querschnitt. Zwei annähernd parallele U-Schenkel 26 sind durch einen
Quersteg 27 verbunden. An den der Aufsatzwand 4 zugewandten Enden beider U-
Schenkel 26 sind die Zähne (13 und gegebenenfalls eine glatten Druckflanke 14) vor
gesehen. Hinten ist das Riegelglied R mit einer die Formstabilität erhöhenden Um
biegung 30 in der Schwenklagerung hochschwenkbar abgestützt. Die Schwenklage
rung L wird durch eine hinterschnittene Mulde 24 in einem unterseitigen Ringflansch
23 der Schachtabdeckung A gebildet. In der Mulde 24 ist zweckmäßigerweise ein ver
schleißminderndes Futter 25 vorgesehen ist.
Die Mutter 15, in der der Gewindebolzen 6 verschraubbar ist, wird zwischen den U-
Schenkeln 26 undrehbar und relativ beweglich aufgenommen. Im Quersteg 27 ist eine
Durchgangsöffnung 29 mit Spiel für den Gewindebolzen 6 geformt. An der Unterseite
wenigstens eines U-Schenkels 26 ist ein unter die Mutter 15 greifender Vorsprung 28
angeformt. Der Quervorsprung 16 des Gewindebolzens ist an der Druckfläche 18 der
Schachtabdeckung A abstützbar, gegebenenfalls einer Unterlegscheibe 17.
Die Schachtabdeckung A wird mit in der Offenstellung I befindlichem Riegelglied R in
den Schachtaufsatz F eingesetzt. Die Form der Mulde 24 bzw. die Durchgangsöff
nung 29 begrenzen die maximale Offenstellung des Riegelglieds R, so daß dieses
nicht unabsichtlich vom Verstellglied G freikommen kann. Die maximal mögliche
Schließstellung II wird durch Anlage der Oberseite des Quersteges 27 an einer An
schlagfläche der Mulde 24 begrenzt.
Die Funktion ist gleich wie bei der Ausführungsform der Fig. 1, 2.
Der Horizontalabstand zwischen dem Gewindebolzen 6 und der Aufsatzwand 4 ist
zweckmäßigerweise kleiner als der Horizontalabstand zwischen dem Gewindebolzen
6 und der Schwenklagerung L. Anstelle der Mulde 24 könnte auch ein Querbolzen in
der Schachtabdeckung A vorgesehen sein, an dem die Umbiegung 30 eingehängt ist.
In Fig. 5 bildet die Mulde 24 eine Rampenlagerung L mit einer nach oben schräg zur
glatten Aufsatzwand 4 des Schachtaufsatzes S weisenden Schrägfläche 32 für die als
eine Art Schlitten wirkende Umbiegung 30 des das Riegelgliede R bildenden
Blechstandformteiles. Die Mutter 15 ist zwischen dem U-Schenkeln 26, dem Quer
steg 27 und wenigstens einem Vorsprung 28' aufgenommen. Der Vorsprung 28' kann
von Vorsprüngen oder Einprägungen an den U-Schenkeln 26 gebildet sein, oder von
einer Querwand oder dergleichen. Die Durchgangsöffnung 29 im Quersteg 27 ist aus
reichend groß bemessen, um die horizontale Verlagerung des Riegelgliedes R bei
dessen Verfahren entlang der Schrägfläche 32 zu gestatten. Der Gewindebolzen 6
(z. B. ein Normschraube M16) ist wenigstens in der Ausnehmung 5 in einer Drehabstüt
zung 31 gelagert. Um das Ausweichen des Gewindebolzens 6 unter der in Querrich
tung wirkenden Reaktionskraft zu verhindern, kann eine zweite Drehabstützung 31a
unterhalb des Riegelgliedes R vorgesehen sein.
Die Funktion dieser Ausführungsform in Fig. 5 ist unterschiedlich von denen der vor
hergehenden Figuren. Beim Einsetzen der Schachtabdeckung A müssen sich die
Riegelglieder in ihren tiefliegenden Offenstellungen der jeweiligen an der jeweiligen
Schrägfläche 32 befinden. Dank der Übergröße der Durchgangsöffnungen 29 können
die Riegelglieder R beim Einsetzen in den Schaftaufsatz genügend weit nachgeben.
Durch Anziehen der Gewindebolzen 6 wird das Riegelglied R über die Mutter 15 ent
lang der Schrägfläche 32 nach oben verfahren, wobei die Umbiegung 30 von der
Schrägfläche 32 allmählich nach außen versetzt wird, bis die Zähne 13 in die Auf
satzwand 4 einzugreifen beginnen. Durch weiteres Anziehen des Gewindebolzens 6
kann die Zuhaltespannung bzw. Haltekraft nach Wunsch eingestellt werden. Dabei
kann zwischen der Schrägfläche 32 und der Umbiegung 30 eine Art Selbsthemmung
unterstützend mithelfen, die Haltekraft zu stabilisieren.
Zum Lösen der Schachtabdeckung A wird der Gewindebolzen in der Gegenrichtung
gedreht, bis die Mutter 15 gegen den Vorsprung 28' anläuft und die Zähne 13 aus ih
rem Eingriff gelöst werden. Die dabei entstehende, über den Gewindebolzen 6 in die
Schachtabdeckung A eingeleitete Hebekraft lässt sich nutzen, um die gegebenenfalls
festsetzende Schachtabdeckung vorübergehend anzuheben und zu lösen, ehe die
Zähne 13 vollständig austreten. Dann lässt sich die Schachtabdeckung A heraus
nehmen.
Claims (16)
1. Verriegelung einer Schachtabdeckung (A) in einem Schachtaufsatz (S) aus Kunst
stoff, wobei in der Schachtabdeckung wenigstens ein mittels eines von oben zugäng
lichen Verstellgliedes (G) zwischen einer Offenstellung und einer Schließstellung be
wegbares metallisches Riegelglied (R) vorgesehen ist, das in der Schließstellung mit
wenigstens einem Eingriffselement (E) verformend in die glatte Aufsatzwand (4) ein
greift, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelglied (R) zwischen der Offenstellung
(I) und der Schließstellung (II) in einer vom Verstellglied (G) beabstandeten Schwenk-
oder Rahmenlagerung (L) der Schachtabdeckung (A) in Hochrichtung schwenkbar
oder schräg verfahrbar abgestützt ist, und dass das Eingriffselement (E) des Riegel
gliedes (R) in dessen Offenstellung (I) tiefer steht als in der Schließstellung (11).
2. Verriegelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingriffsele
ment (E) mehrere in Hochschwenkrichtung Verfahrrichtung des Riegelgliedes (R)
hintereinander liegende Zähne (13) aufweist.
3. Verriegelung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an
die Zähne (13) eine glatte Druckflanke (14) vorgesehen ist.
4. Verriegelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenklage
rung (L) in der Schachtabdeckung (A) höher angeordnet ist als das in der Offenstel
lung (I) befindliche Eingriffselement (E).
5. Verriegelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelglied
(R) unterhalb und innerhalb eines in einen Falz (2) des Schachtaufsatzes (F) einsetz
baren Ringflansches (1) angeordnet und auf die an den Falz anschließende, glatte
Aufsatzwand (4) ausgerichtet ist.
6. Verriegelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellglied
(G) ein in der Schachtabdeckung (A) drehbarer, in Richtung seiner in etwa vertikal zur
Ebene der Schachtabdeckung (A) orientierten Drehachse unverschiebbar abgestütz
ter Gewindebolzen (6) ist, der mit dem Riegelglied (R) in Schraubeingriff steht.
7. Verriegelung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenk- oder
Rampenlagerung (L) an der dem Eingreifbereich des Eingriffselementes (E) in der
Aufsatzwand (4) abgewandten Seite des Verstellgliedes (G) vorgesehen.
8. Verriegelung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelglied
(R) zwei beabstandete, hochkantstehende Laschen (8) aufweist, die über eine Mutter
(15) für den Gewindebolzen (6) und einen der Schwenklagerung (L) angehörenden
Bolzen (10) miteinander verbunden sind, dass die Mutter (15) undrehbar und
schwenkverschieblich, vorzugsweise in Langlöchern (20), in den Laschen (8) gehal
ten ist, und dass zwischen den Laschen ein Freiraum (22) für einen vom Bolzen (10)
durchsetzten Lagerbock (9) der Schachtabdeckung (A) vorgesehen ist.
9. Verriegelung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelglied
(R) ein, vorzugsweise einstückiger, Blechstanzformteil mit im Querschnitt annähernd
U-förmiger Gestalt ist, der an beiden U-Schenkeln (26) Zähne (13) trägt, in einem
Quersteg (27) zwischen den U-Schenkeln eine Durchgangsöffnung (29) für den Ge
windebolzen (6) aufweist, an seinem den Zähnen abgewandten Ende eine Umbie
gung (30) besitzt, die in eine Horizontalrichtung zurücktretende Mulde (24) der
Schachtabdeckung (A) eingreift, und zwischen den U-Schenkeln eine auf dem Ge
windebolzen verschraubbare Mutter (15) undrehbar lagert.
10. Verriegelung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Umbiegung
(30) eine schräge Führungsfläche des Riegelglieds (R) bildet, die in der Mulde (24) an
einer Schrägfläche (32) der Rampenlagerung (L) verschiebbar anliegt.
11. Verriegelung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Riegelglied
(R) ein die Mutter (15) an der Löseseite untergreifender Vorsprung (28, 28') vorgese
hen ist.
12. Verriegelung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mul
de (24) mit einem verschleißfesten Futter (25) ausgekleidet ist.
13. Verriegelung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Gewindebol
zen (6) durch einen Queranschlag (16) gegen Hochsteigen aus der Schachtabde
ckung (A) gesichert ist, vorzugsweise durch einen den Gewindebolzen durchsetzen
den Kerbstift oder eine Spannhülse.
14. Verriegelung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem
Queranschlag (16) und einer Gegenfläche (18) der Schachtabdeckung (A) eine auf
den Gewindebolzen aufgefädelte Unterlegscheibe (17) eingesetzt ist.
15. Verriegelung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Gewindebolzen (6) oberhalb und unterhalb des Riegel
gliedes (R) in der Schachtabdeckung (A) in Drehabstützungen (31, 31a) drehbar ab
gestützt ist.
16. Verriegelung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass in Umfangsrichtung der Schachtabdeckung (A) mehrere, vor
zugsweise drei, Riegelglieder (R) verteilt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10011641A DE10011641A1 (de) | 1999-03-10 | 2000-03-10 | Verriegelung einer Schachtabdeckung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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