DE10006684A1 - Vorrichtung zur Beheizung von Feststoffwirbelschichten - Google Patents
Vorrichtung zur Beheizung von FeststoffwirbelschichtenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beheizung von Feststoffwirbelschichten mit heißem Rauchgas und die Verbrennung von Zusatzbrennstoffen gemeinsam mit Luft und mit Sauerstoff angereicherter Luft im Wirbelraum. DOLLAR A Durch ein Zuführungssystem für Rauchgas aus der Verbrennung von Primärbrennstoff mit Primärluft, Zusatzbrennstoff, Kühlluft und Sekundärluft zum Wirbelschichtraum, wird das in einer unter dem Brennerrost (1) befindlichen Brennkammer (2) erzeugte Rauchgas in einem Rauchgasrohr (3) direkt zum über dem Brennerrost (1) befindlichen Brennerpilz (4) mit der Form einer Kugelkalotte geführt. In das Rauchgasrohr (3) wird ein Kühlluftrohr (5) eingeführt, in dem koaxial ein Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6) angeordnet ist, welches im Rauchgasrohr (3) bis in die Nähe der Unterseite des Brennerpilzes (4) geführt wird. DOLLAR A Das Gemisch aus Rauchgas, Kühlluft und Zusatzbrennstoff gelangt über die abwechselnd nach oben und unten geneigten Austrittskanäle (7) aus dem Brennerpilz (4) optimal vermischt direkt in die Wirbelschicht. DOLLAR A Der so ausgestaltete Brennerpilz (4) ist ein einfacher Brennerpilz mit nur einkanaligem Zuführungsrohr für Rauchgas. DOLLAR A Das Zuführungssystem wird mehrfach auf dem Brennerrost (1) eines Wirbelschichtofens in unterschiedlichen der Wirbelschichtofengröße entsprechenden erforderlichen Anzahl und Ausführungsformen angeordnet. DOLLAR A Das Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6) ist für die Zuführung unterschiedlicher gasförmiger Medien geeignet und der Zuführung ...
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Beheizung von Feststoffwirbelschichten
mit heißem Rauchgas und die Verbrennung von Zusatzbrennstoffen gemeinsam mit
Luft und mit Sauerstoff angereicherter Luft im Wirbelraum.
Für die Beheizung von Feststoffwirbelschichten werden üblicherweise Vorrichtungen
benutzt, mit denen entweder die Unterrost- oder die Überrostverbrennung vorge
nommen werden kann.
Mit der Unterrostverbrennung, bei der in einer Brennkammer durch optimale Ver
brennung von Primärbrennstoff mit Verbrennungsluft heiße Rauchgase erzeugt wer
den, die dann über eine Rostkonstruktion der Wirbelschicht zu- und durch diese ge
führt werden und diese dabei aufheizen, werden im allgemeinen Wirbelschichttempe
raturen bis zu ca. 900°C erreicht. Die dafür in der Brennkammer erforderlichen
Temperaturen gehen dabei an die Grenze der thermischen Belastbarkeit der Rost
konstruktion.
Werden jedoch Prozeßtemperaturen von < 1000°C in der Wirbelschicht benötigt, ist
die thermische Stabilität der Rostkonstruktion nicht mehr gegeben.
Für diese Fälle sind die Vorrichtungen für die Überrostverbrennung geeignet. Dabei
werden die Brennstoffe und die Verbrennungsluft einkanalig im Gemisch bzw. mittels
zweikanaliger Zuführungen so der Wirbelschicht zugeführt, daß der Brennstoff erst in
der Wirbelschicht verbrennt.
Bekannt ist nach DE 43 24 456 eine Vorrichtung zur kombinierten Beheizung von
Feststoffwirbelschichten mit heißem Rauchgas und Direktverbrennung gasförmiger
oder flüssiger Brennstoffe in der Wirbelschicht.
Bei dieser wird durch ein dreikanaliges Zuführsystem gleichzeitig heißes Rauchgas
über Verteilerpilze sowie Sekundärbrennstoff und Sekundärverbrennungsluft vorge
mischt und unterhalb der Rauchgasverteilerpilze der Wirbelschicht zugeführt. Das
heiße Rauchgas dient als Zündquelle für das zugeführte Sekundärbrennstoff-
Luftgemisch, das dann in der Wirbelschicht verbrennt.
Diese Vorrichtung bringt bedingt durch die Rauchgastemperatur noch eine hohe
Temperaturbelastung des Rauchgaskanales und der Verteilerpilze, wodurch diese im
praktischen Dauerbetrieb zum Verzundern neigen und verschleißen.
Hinzu kommt, daß durch die Zusammenführung von Sekundärbrennstoff und Sekun
därverbrennungsluft durch Verbindungsöffnungen in der Rostkonstruktion und dem
Kontakt dieses Gemisches mit der bis zu < 1000°C heißen Rauchgasrohrwandung
dieses Gemisch bereits im Zuführungskanal zünden kann bzw. der Sekundärbrenn
stoff gecrackt wird und damit keine ausreichende Gassicherheit gewährleistet wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System für die Zuführung von Rauch
gas aus einer Verbrennung von Primärbrennstoff und Primärverbrennungsluft, Zu
satzbrennstoff und Sekundärverbrennungsluft zu einem Wirbelschichtraum bereitzu
stellen, mit dem die auf der Rostkonstruktion eines Wirbelschichtreaktors befindli
chen Brennerpilze hinreichend gekühlt werden und damit gegenüber der erforderli
chen hohen Wirbelschichttemperatur und vor Abbrand in oxidierender Atmosphäre
bewahrt werden.
Das Zuführungssystem soll eine ausreichende Gassicherheit gewährleisten und mit
ihm Reaktionstemperaturen im Wirbelschichtraum von bis zu 1400°C erreicht wer
den.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das in einer unter der Rost
konstruktion angeordneten Brennkammer durch optimale verhältnisgeregelte Ver
brennung von Primärbrennstoff mit Primärluft erzeugte Rauchgas und die über die
Brennkammer zugeführte für die Verbrennung eines Zusatzgases erforderliche Se
kundärluft in einem Düsenrohr direkt unter den Brennerpilz geführt wird.
In das oben genannte Düsenrohr wird ein durch dessen Wandung geführtes über ein
Bogenstück verlängertes und bis auf Niveau Brennerrost senkrechtes im Düsenrohr
gehaltertes Zuführungsrohr für das Zusatzgas installiert.
Ein um dieses Zuführungsrohr befindliches weiteres Rohr bis an die Wandung des
Düsenrohres erfüllt die Funktion eines Kühlmantels. Die durch diesen Ringspalt in
das Düsenrohr geleitete Kühlluft ist Bestandteil der für die Verbrennung von Zusatz
gas erforderlichen Sekundärluft.
Erfindungswesentlich ist, daß die Kühlung des Brennerpilzes über die gesamte In
nenfläche sehr intensiv ist und dadurch die Temperaturbelastung des Brennerpilzes
durch die hohe weit über der Resistenztemperatur des Werkstoffes des Brennerpil
zes liegende Wirbelschichttemperatur vermindert und das Verzundern und eine mög
liche Zerstörung des Brennerpilzes verhindert wird.
Durch die Zuführung des Gemisches bestehend aus Rauchgas aus der Primär
brennstoffverbrennung, Sekundärluft, Kühlluft und Zusatzbrennstoff zum Brennerpilz
ist die Verbrennung des Zusatzbrennstoffes nach Austritt des Gemischs aus den
Öffnungen des Brennerpilzes in der Wirbelschicht durch die intensive Vormischung
und durch die Fluidisierung des Wirbelbettmaterials optimal bei Einhaltung der für die
Verbrennung von Zusatzbrennstoff erforderlichen Verbrennungsluftmenge (Luftbe
darfszahl λ < 1).
Durch entsprechende Auslegung der Düsenrohre und Zuführrohre von Zusatzbrenn
stoff und Kühlluft liegt die Strömungsgeschwindigkeit des Gemischs weit über der
Zündgeschwindigkeit des Zusatzbrennstoffs, so daß die Zündung des Zusatzbrenn
stoffs garantiert erst nach Austritt aus den Kanälen des Brennerpilzes erfolgt. Damit
wird neben der unteren Temperaturgrenze für die Zusatzbrennstoffeinleitung nach
DVGW-Richtlinie die Gassicherheit gewährleistet.
Durch die wechselnde Anordnung der Austrittskanäle des Brennerpilzes nach oben
und unten mit einer jeweiligen Steigung bzw. Neigung von 5° wird neben dem
Schutz der benachbarten Brennerpilze vor direkter Flammeneinwirkung eine zusätz
liche Verwirbelung des Wirbelmediums Gesamtrauchgas erreicht.
Das erfindungsgemäße Anordnen von einfachen einkanaligen Rauchgasrohren zwi
schen den Rohrsystemen für die Verbrennung von Zusatzbrennstoff gewährleistet,
daß Wirbelschichtöfen für den Einsatz im Hochtemperaturbereich bis 1400°C ein
setzbar sind.
Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsvariante der Erfindung, die für den Einsatz des Be
feuerungssystems in der Hochtemperaturwirbelschicht bis zu Temperaturen von
1400°C zur Anwendung kommt.
Dabei wird ein in der Brennkammer (2) durch Verbrennung von Primärbrennstoff mit
Primärluft in einem Brenner erzeugtes Rauchgas und zusätzlich über den Mantel des
genannten Brenners zugeführte Sekundärluft im Gemisch einem Rauchgasrohr (3)
zugeführt, das sich in einem sogenannten "Düsenboden" befindet.
Durch die Mischung von Rauchgas und Sekundärluft bereits in der Brennkammer (2)
ergibt sich eine Wandtemperatur des Rauchgasrohres (3), die der Mischungstempe
ratur aus Rauchgas und Sekundärluft entspricht und damit einer entscheidend gerin
geren Temperaturbelastung als bei separater Führung des Rauchgases durch ein als
Rauchgaskanal bezeichnetes Düsenrohr ausgesetzt ist.
Das in dieses Rauchgasrohr (3) unterhalb des Brennerrostes (1) installierte und bis
unter den Brennerpilz (4) geführte Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6) erfährt da
durch maximal die gleiche Temperaturbelastung wie das Rauchgasrohr (3) im Falte
der Nichtdurchströmung von Zusatzbrennstoff in der Phase des Aufheizens der Wir
belschicht auf Zündtemperatur des Zusatzbrennstoffes.
Durch die dargestellte Anordnung des Zusatzbrennstoffzüführungsrohres (5) direkt
auf Brennerrostniveau (1) wird erstens der Brennerpilz (4) zusätzlich durch den Zu
satzbrennstoff unter die Belastungstemperatur gekühlt, die durch das Rauchgas-/
Sekundärluft-Gemisch erzeugt wird und zweitens der Zusatzbrennstoff im Zusatz
brennstoffzuführungsrohr (6) im geringen Umfang vorgewärmt.
Wird der Brennerpilz (4) bei dem beispielhaften Hochtemperaturwirbelschichtprozeß
durch das Wirbelbettmaterial über seine Resistenztemperatur hinaus belastet, wird
durch ein das Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6) umgebendes Kühlluftrohr (5)
Kühlluft geleitet, die die mittlere Temperatur des Brennerpilzes (4) auf Temperaturen
unter die Resistenzgrenztemperatur des Brennerpilzwerkstoffes absenkt und das
Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6) im Feuerfestmaterial des Düsenbodens und den
Zusatzbrennstoff vor Crackreaktionen im Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6)
schützt.
Dieser Effekt der Kühlluft wird auch in der Aufheizphase der Wirbelschicht auf Zünd
temperatur des Zusatzbrennstoffes zur Absenkung der Rauchgas-/Sekundärluft-
Gemischtemperatur und zum Schutz des Zusatzbrennstoffzuführungsrohres (6) aus
genutzt.
Das Gemisch aus Rauchgas von der Primärbrennstoffverbrennung, aus Sekundär
luft, Zusatzbrennstoff und Kühlluft strömt durch die Austrittskanäle (7) des Brenner
pilzes (4), die abwechselnd nach oben und unten angeordnet sind, in den Wirbel
schichtraum. Der Zusatzbrennstoff ist bei Austritt aus den Austrittskanälen (7) opti
mal für eine Verbrennung in der Wirbelschicht vermischt und verbrennt mit stabiler
Flamme an jedem Austrittskanal (7), wodurch eine weitere über die Zündtemperatur
des Zusatzbrennstoffes hinausgehende und eine wesentlich schnellere Temperatur
steigerung der Wirbelschicht auf T = 1400°C möglich ist.
Diese dargestellte Ausführungsform ist gemäß Anspruch 3 für Wirbelschichtöfen
kleineren Typs bis zu einer Brennerrostfläche von A ≈ 0,25 m2, d. h. bis zu einem
Brennerrostdurchmesser von ca. 0,56 m praktisch realisierbar.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsvariante für die Umsetzung dieser Erfindung auch auf
Wirbelschichtanlagen technischer Dimensionen. Dabei wird die für Hochtemperatur
wirbelschichtanlagen kleiner Dimensionen benötigte Kühlluft zum Absenken der
Brennerpilzbelastungstemperatur unter die Resistenztemperatur des Brennerpilz
werkstoffes in dieser Form nicht realisiert.
Durch die Schaffung eines Zusatzbrennstoffraumes (8) innerhalb des Düsenbodens
wird gemäß Anspruch 3 eine der Wirbelschichtofengröße von z. B. 2,5 m2 Rostfläche
bzw. 1,78 m Brennerrostdurchmesser und den erforderlichen Wirbelbedingungen
angepaßte Anzahl von Brennerpilzen (4) mit Zusatzbrennstoffzuführungsrohren (6)
derart vorgesehen, daß die Zusatzbrennstoffzuführungsrohre aus der Zusatzbrenn
stoffkammer (8) in die Rauchgasrohre (3.1) eintauchen und mittig bis unterhalb der
Brennerpilze (4) im oberen Brennerrostsegment (1.1) geführt werden.
Im unteren Brennerrostsegment (1.2) werden konform zum oberen Brennerrostseg
ment (1.1) die Rauchgasrohre (3.2) positioniert, um die Zuführung von Rauchgas aus
der Verbrennung von Primärbrennstoff mit Primärluft und Sekundärluft in die Rauch
gasrohre (3.1) mit Zusatzbrennstoffzuführungsrohren (6) zu realisieren.
In der Aufheizphase der Wirbelschicht auf Zündtemperatur des Zusatzbrennstoffes
wird über die Zusatzbrennstoffkammer (8) zum Schutz der Zusatzbrennstoffzufüh
rungsrohre (6) in den Rauchgasrohren (3.1) im oberen Brennerrostsegment (1.1)
Kühlluft eingespeist, die mit Erreichen der Einleitbedingungen für Zusatzbrennstoff
abgeschaltet wird. Die Zusatzbrennstoffeinleitung wird gleichzeitig zugeschaltet. Da
mit wird die Kühlfunktion der Kühlluft durch den Zusatzbrennstoff übernommen.
Der Zusatzbrennstoff ist bei Austritt aus den Austrittsöffnungen (7) auch hier optimal
für eine Verbrennung in der Wirbelschicht vermischt und verbrennt mit stabiler
Flamme an jeder Austrittsöffnung (7), wodurch eine weitere über die Zündtemperatur
des Zusatzbrennstoffes hinausgehende und eine wesentlich schnellere Temperatur
steigerung der Wirbelschicht möglich ist.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsvariante für die Umsetzung dieser Erfindung
auch auf Wirbelschichtanlagen technischer Dimensionen mit Wirbelschichttempera
turen im Bereich von 700°C bis 950°C.
In dieser Ausführungsvariante werden Zusatzbrennstoff und Kühlluft über die Zu
satzbrennstoffrohre (6) und Kühlluftrohre (5), die Rohr im Rohr angeordnet sind und
durch die Windbox (9) in die Rauchgasrohre (3) bis unterhalb Brennerpilz (4) geführt
werden, mit dem Rauchgas aus der Verbrennung von Primärbrennstoff mit Primärluft
in einer Brennkammer (2) und mit über den Brenner in die Brennkammer einge
brachter Sekundärluft der Wirbelschicht gemeinsam zugeführt. Die "Rohr im Rohr-"
Anordnung bewirkt, daß das innenliegende Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (8) durch
die durch das außenliegende Kühlluftrohr (5) strömende Kühlluft vor direkter Wärme
belastung durch das aus der Brennkammer (2) austretende Gemisch bestehend aus
Rauchgasen und Sekundärluft geschützt wird. In der Phase des Aufheizens der Wir
belschicht auf Temperaturen, die das Zuschalten von Zusatzbrennstoff gestatten,
wird ein Durchströmen der Zusatzbrennstoffrohre (6) mit Kühlluft nicht erforderlich.
Die Kühlluftrohre (5) erfordern den Einsatz von metallischen hochtemperaturfesten
Werkstoffen (Beständigkeit in oxidierender Atmosphäre bis 1200°C), da sie durch
das Gemisch aus Rauchgasen und Sekundärluft im Aufheizprozeß diesen Tempe
raturen äußerlich ausgesetzt sind.
Die Anordnung der Zusatzbrennstoffrohre (6) und Kühlluftrohre (5) durch den Wind
boxboden und durch den Windboxraum ermöglichen eine spannungsarme Ausfüh
rung und die Austauschbarkeit ohne aufwendige Demontagen und Brennerrostrepa
raturen.
Fig. 4 zeigt eine weitere aus Beispiel 3 und Fig. 3 abgeleitete Ausführungsvariante
für die Umsetzung dieser Erfindung auch auf Wirbelschichtanlagen technischer Di
mensionen für Wirbelschichtanlagen im Hochtemperaturbereich bis 1400°C.
Die für die Absenkung der Brennerpilztemperatur unter die Werkstoffresistenztempe
ratur notwendige Kühlluft wird über eine horizontale, die Zusatzbrennstoffzufüh
rungsleitung (6) umhüllende, Kühlluftleitung (5) und davon am Ort der Rauchgasroh
re (3.1) abgehende separate Kühlluftzuführungsrohre (5.1) innerhalb der Rauchgas
rohre (3.1) bis unter die Brennerpilze (4) Rohr im Rohr geführt.
Dadurch wird das Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6.1) gekühlt und vor Temperatur
belastungen, verbunden mit Zusatzbrennstoffnebenreaktionen, geschützt.
Des weiteren wird durch die Kühlluftzuführung direkt bis unter die Brennerpilze (4)
der Einsatz von metallischen hochtemperaturfesten Werkstoffen als Werkstoff für die
Brennerpilze (4) trotz hoher Kontakttemperaturen durch das Wirbelbettmaterial von
1400°C möglich.
Zusatzbrennstoff und Kühlluft erfüllen gemeinsam die Kühlfunktion der Brennerpilze
im stationären Betriebszustand.
Im Anfahrzustand, d. h. im Falle der Nichtdurchströmung von Zusatzbrennstoff in der
Phase des Aufheizens der Wirbelschicht auf Zündtemperatur des Zusatzbrennstof
fes, wird das Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6.1) durch den Kühlluftmantel ge
schützt. Es bedarf bei dieser Ausführungsform nicht der Zuschaltung von Kühlluft
über den Zusatzbrennstoffweg und deren Abschaltung und Zuschaltung des Zusatz
brennstoffes.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Beheizung von Feststoffwirbelschichten aus einem Zuführungs
system für Rauchgas aus der Verbrennung von Primärbrennstoff mit Primärluft,
Zusatzbrennstoff, Kühlluft und Sekundärluft und mit Sauerstoff angereicherter Luft
zum Wirbelschichtraum, gekennzeichnet dadurch,
daß das in einer unter dem Brennerrost (1) befindlichen Brennkammer (2) er zeugte Rauchgas in einem Rauchgasrohr (3) direkt zum über dem Brennerrost (1) befindlichen Brennerpilz (4) mit der Form einer Kugelkalotte geführt wird,
daß radial in das Rauchgasrohr (3) ein Kühlluftrohr (5) eingeführt ist, in dem koa xial ein Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6) angeordnet ist, welches im Rauch gasrohr (3) bis in die Nähe der Unterseite des Brennerpilzes (4) geführt wird,
daß das Gemisch aus Rauchgas, Kühlluft und Zusatzbrennstoff über Austrittska näle (7) aus dem Brennerpilz (4) direkt in die Wirbelschicht geführt wird und
daß zwischen den so ausgestalteten Brennerpilzen (4) einfache Brennerpilze nur mit einem einkanaligen Zuführungsrohr für Rauchgas angeordnet sind.
daß das in einer unter dem Brennerrost (1) befindlichen Brennkammer (2) er zeugte Rauchgas in einem Rauchgasrohr (3) direkt zum über dem Brennerrost (1) befindlichen Brennerpilz (4) mit der Form einer Kugelkalotte geführt wird,
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daß zwischen den so ausgestalteten Brennerpilzen (4) einfache Brennerpilze nur mit einem einkanaligen Zuführungsrohr für Rauchgas angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß die Austrittskanäle (7) rings um den Brennerpilz (4) angeordnet sind und mit
ihrer Öffnung in den Wirbelraum abwechselnd nach oben und unten mit einer
Steigung bzw. Neigung von 5° gerichtet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch,
daß sie mehrfach auf dem Brennerrost (1) eines Wirbelschichtofens angeordnet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch,
daß das Zusatzbrennstoffzuführungsrohr (6) für die Zuführung unterschiedlicher
gasförmiger Medien geeignet und der Zuführung des jeweils anderen Mediums
angepaßt ist.
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| 8141 | Disposal/no request for examination |