DE10003811A1 - Verfahren zur Herstellung eines serumhaltigen Kulturmediums für Zellen sowie dessen Verwendung - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines serumhaltigen Kulturmediums für Zellen sowie dessen VerwendungInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Herstellung eines serumhaltigen Kulturmediums für Zellen, insbesondere Human- und Tierzellen, beschrieben, bei dem das Kulturmedium und/oder das Serum mittels einer Ultrafiltrationsmembran gefiltert wird. Vorzugsweise wird die Abreicherungsrate der Filtrationsmembran mittels Viren der Familie Leviviridae bzw. vergleichbar kleiner Bakteriophagen bestimmt. Das so erhaltene Kulturmedium wird zur Kultivierung von natürlichen und rekombinanten Zellen sowie von Hybridomazellen, sowie zur Herstellung von diagnostischen Kontrollseren, insbesondere zur Herstellung von pharmazeutischen und/oder diagnostischen Präparaten verwendet.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
serumhaltigen Kulturmedien für Zellkulturen sowie deren Ver
wendung zur Kultivierung von Zellen und zur Herstellung von
pharmazeutischen und diagnostischen Präparaten.
Mit der fortschreitenden Entwicklung der Molekularbiologie und
Gentechnik nimmt die Zahl der aus natürlichen oder künstlich
manipulierten Zellen gewinnbaren Substanzen, wie pharmazeu
tisch wirksamen Substanzen sowie diagnostische Reagenzien,
insbesondere Antikörper, immer weiter zu. Für ihre Gewinnung
ist es nötig, die jeweiligen Zellen in Kulturen zu züchten.
Zur Verbesserung des Wachstums derartiger Zellkulturen ist es
notwendig, ein entsprechendes Kulturmedium zuzusetzen. Derar
tige Medien weisen in der Regel eine äußerst komplexe Zusam
mensetzung auf. Zur Förderung der Zellproliferation enthält
ein derartiges Kulturmedium üblicherweise Serum als Additiv,
wie beispielsweise ein fetales Kälberserum.
Diese Seren werden normalerweise aus dem Blut von Schlachttie
ren gewonnen. Dabei wird nach erfolgter Blutgerinnung der fe
ste agglutinierte Teil (Blutkuchen) abgetrennt, wobei die
flüssige, wässrige Phase das Serum bildet. Serum enthält da
her, im Gegensatz zu Blutplasma, kein Fibrinogen. Es besteht
im wesentlichen aus hochmolekularen Proteinen wie Albumin,
welches mit 35-55 g/l die Hauptklasse der Serumbestandteile
darstellt sowie weitere Transportproteine, Immunglobuline, En
zyme, wie Cholinesterase oder Enzyminhibitoren oder auch Lipoproteine,
die dem Lipidtransport dienen. In niedrigem Anteil
sind Hormone (z. B. Insulin, Insulin-ähnliche Wachstumsfakto
ren) und Wachstumsfaktoren (Z. B. Erythropoietin) enthalten.
Nicht alle sind im molekularen Detail aufgeklärt und rekombi
nant verfügbar. Fetale Seren enthalten einen besonders hohen
Anteil von Faktoren mit wachstumsfördernden Eigenschaften,
weshalb diese bevorzugt werden. Ein ausreichendes Anwachsen
bzw. eine ausreichende Proliferation von menschlichen und tie
rischen Zellen in Kulturen ist ohne den Zusatz von derartigen
Seren nur schwer möglich. Da diese Seren aus tierischen Pro
dukten gewonnen werden, besteht bei ihrer Verwendung die Ge
fahr, daß die Zellkulturen mit Viren und/oder Bakterien konta
miniert werden. Darüber hinaus besteht bei der Verwendung von
Rinderseren, wie beispielsweise dem fetalen Kälberserum, zu
sätzlich die Gefahr der Verunreinigung mit Prionen.
Zur Vermeidung dieser Probleme ist es daher bereits versucht
worden, Serumersatzstoffe zu entwickeln, die jedoch meist
nicht gleich gut wirken wie die originalen Human- oder Tierse
ren. Darüber hinaus sind solche Ersatzstoffe häufig nur für
ausgewählte Zelltypen verwendbar.
Für die Verwendung von mit Human- und/oder Tierzellen gewonne
nen pharmazeutischen Präparaten bzw. diagnostischen Mitteln
stellt daher die Verwendung von Seren ein Sicherheitsproblem
dar. Da in Zellbänken gelagerte Produktionschargen nach dem
Auftauen aus flüssigem Stickstoff üblicherweise ohne die Zuga
be eines geeigneten Serums, insbesondere fetalen Kälberserums
(FKS) nicht anwachsen, ist praktisch jede in einer Zellbank
aufbewahrte Zellinie mit entsprechenden Seren in Kontakt ge
kommen.
Aus diesem Grund, insbesondere auch wegen der BSE-Problematik
sowie der Maul- und Klauenseuche, werden von vielen nationalen
Arzneimittelbehörden, wie beispielsweise der amerikanischen
FDA, nur noch Seren zugelassen, die nicht aus Europa stammen
und deren genaue Herkunft nachgewiesen ist.
Aus der EP-B 0 514 421 der gleichen Anmelderin ist es bekannt,
Viren und andere Pathogene mittels einer Ultrafiltrationsmem
bran zu entfernen, deren Abreicherungsrate zuvor mittels Viren
der Familie Leviviridae oder anderer vergleichbar kleiner Bak
teriophagen ermittelt wurde.
In der EP-B 0 776 212 ist beschrieben, daß sich mit einer der
artigen Ultrafiltration auch Prionen, wie beispielsweise die
Erreger der spongiformen Enzephalopathie (BSE) vollständig
entfernen lassen.
Die Erfindung hat daher zum Ziel, ein Kulturmedium für das
Zellwachstum, insbesondere von natürlichen und synthetischen
bzw. rekombinanten menschlichen und tierischen Zellen bereit
zustellen, welches die zuvor geschilderten Probleme überwindet
und welches mehr oder weniger frei ist von den zuvor erwähnten
pathogenen Substanzen bzw. diese bis zur Unbedenklichkeit ab
gereichert sind.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß die Seren auch
dann noch ihre Wirksamkeit auf das Zellwachstum aufweisen,
wenn diese zuvor ein oder mehrere Male über eine Ultrafiltra
tionsmembran gefiltert wurden. Dies ist umso überraschender,
da fast alle wesentlichen Bestandteile des Serums sehr große
Molekulargewichte aufweisen, so daß sie bei einer Ultrafiltra
tion zurückgehalten werden. Daher weist das auf diese Weise
gewonnene Filtrat keine dieser wesentlichen hochmolekularen
Proteine mehr auf.
Darüber hinaus war es überraschend, daß sich solche Seren pro
blemlos durch eine Ultrafiltrationsmembran leiten lassen ohne
diese zu verstopfen, da bereits ihre Filtration mittels eines
0,22 µm Sterilfilters zu einer Verstopfung des Filters führt.
Die Erfindung betrifft somit ein Verfahren zur Herstellung von
serumhaltigen Kulturmedien für Zellkulturen, indem das Serum
mittels einer Ultrafiltrationsmembran gefiltert wird.
Vorzugsweise wird hierfür eine Ultrafiltrationsmembran verwen
det, deren Abreicherungsrate zuvor ermittelt wurde.
Ein Verfahren zur Bestimmung der Abreicherungsrate ist bei
spielsweise in der EP-B 0 514 421 beschrieben. Danach wird zur
Bestimmung des Ultrafilters bzw. der Ultrafiltrationseinheit
mit Viren der Familie Leviviridae oder anderer vergleichbarer
kleiner Bakteriophagen beaufschlagt und der Titer der Viren
vor und nach der Abreicherung bestimmt. Aus dem Verhältnis der
so bestimmten Titer läßt sich die Abreicherungsrate ermitteln.
Bevorzugte Testviren sind MS2, F2, F4, Qβ, Vk, ST oder R17, die
bei H. Fraenkel, Konrad, "The Viruses Catalogue, Characteriza
tion and Classification", Plenum Press New York, 1982 be
schrieben sind. Besonders bevorzugt wird der Bakteriophage fr
als Testvirus verwendet, der bei ATCC unter der Nr. 15767-B1
hinterlegt ist und der in "Virology", Band 123, Seiten 271-273
(1964), Knolle & Hoffmann-Berling beschrieben ist.
Vorzugsweise wird die Ultrafiltration mit einer Spiralpatrone
durchgeführt. Die Patronen werden dabei über eine Pumpe be
schickt. Vor Einsatz der Filtrationspatronen wird der Virus-
Abreicherungsfaktor mit dem Testvirus ermittelt. Die Testlö
sung, die die Testviren in bekannter Menge enthält, wird über
die Patrone im Tangentialfluß filtriert, und zwar unter genau
definierten Druckbedingungen. Im Filtrat wird dann, nach be
kanntem Verfahren, der Virustiter bestimmt. In einer bevorzug
ten Ausführungsform wird danach die Filtrationsmembran einem
Druckhaltetest unterzogen, wie er beispielsweise in der EP-B 0 599 981
beschrieben ist. Danach wird das Serum in derselben
Patrone unter Einhaltung der gleichen Bedingungen filtriert
und anschließend ein weiterer Druckhaltetest durchgeführt, um
sicherzustellen, daß die Integrität der Membran erhalten ist.
Derartige Membranen sind nämlich sehr empfindlich und bei der
Handhabung können mikroskopisch kleine Löcher bzw. Poren ent
stehen, welche das Ergebnis der Filtration beeinträchtigen.
Durch die zweite Anwendung des Druckhaltetestes ist sicherge
stellt, daß die Membran ihre mit dem Testvirus ermittelte Ab
reicherungsrate beibehalten hat.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Filtrationsmem
bran einem sogenannten Precoating unterzogen, d. h. daß über
sie eine proteinhaltige Lösung filtriert wird. Vorzugsweise
ist die proteinhaltige Lösung die gleiche Lösung, welche spä
ter filtriert werden soll. Die Filtrationslösung des Precoa
tings wird üblicherweise verworfen. Es hat sich als zweckmäßig
erwiesen, nach dem Precoating die Filtrationsmembran mit einem
Liter eines üblichen Puffers, vorzugsweise eines Phosphatpuf
fers zu spülen.
Vorzugsweise enthält das erfindungsgemäß erhältliche Kulturme
dium ein tierisches Serum, wie Humanserum, ein Pferdeserum,
ein Rinderserum, insbesondere ein Kälberserum, wobei fetales
Kälberserum ganz besonders bevorzugt ist.
Bevorzugte Membranen weisen einen Ausschluß von ≦ 100 KD, ins
besondere ≦ 50 KD auf, wobei 40-20 KD und hierbei 30 KD ganz
besonders bevorzugt ist. Erfindungsgemäß hat es sich sogar er
wiesen, daß Membranen mit einer Ausschlußgröße von 20 KD
durchaus noch verwendbar sind.
Die Erfindung betrifft auch die Verwendung eines derartigen
Mediums zur Kultivierung von Zellen, insbesondere zur Herstellung
von pharmazeutischen Präparaten und/oder diagnostischen
Präparaten.
Eine weitere erfindungsgemäße Verwendung betrifft die Herstel
lung von diagnostischen Kontrollseren. Derartige Kontrollseren
werden in Labors, insbesondere in medizinischen diagnostischen
Labors zur Kalibrierung und zur Kontrolle von Analyseverfahren
und Analysegeräten verwendet. Dabei werden die zu analysieren
den Werte in den Kontrollseren zuerst mittels Referenzverfah
ren bestimmt (z. B. Enzymkonzentrationen, diagnostische Protei
ne, wie Tumormarker, etc.) und dann mit denjenigen im jeweili
gen Analyseverfahren bzw. mittels dem automatischen Analysege
räten erhaltenen Werten verglichen. Solche Kontrollseren sind
üblicherweise gepoolte Seren von Blutspendern, welche potenti
ell infektiös sind, da sie vor allem in den USA aus gepooltem
Plasma von solchen Spendern hergestellt werden, die ein hohes
Risiko an Infektionserkrankungen aufweisen. Um das mit derar
tigen Seren arbeitende Laborpersonal zu schützen, ist auch
hier eine Sicherheit gegenüber Viren und anderen pathogenen
Substanzen erwünscht. Dies gilt ganz besonders für humanes Se
rum, welches aufgrund der Pathogenezität der innewohnenden Er
reger eine besondere Gefahr für das Laborpersonal darstellt.
Aus diesem Grunde werden auch immer wieder besondere Warnhin
weise zur Handhabung solcher Seren gegeben. Die Erfindung be
trifft somit auch die Verwendung von mittels dem erfindungsge
mäßen Verfahren gereinigten dekontaminierten Kontrollseren.
Die Erfindung soll an den folgenden Beispielen näher erläutert
werden.
Je ein Ultrafilter vom Typ S1Y30 mit einer Ausschlußgröße von
30 KD (Ser. Nr. 06759018) sowie vom Typ S1Y100 mit einer Ausschlußgröße
von 100 KD (Ser. Nr. 32369021), beide von Amicon,
wurden zuerst mit 0,1 NaOH und dann mit Ampuwa (Ampullenwasser
für Infektionszwecke, erhältlich von Fresenius, Bad Homburg,
Deutschland) bis zur Neutralität gespült. Dabei wurde ein
Druck von 1,5 Bar verwendet. Anschließend wurde mit 0,5 l PBS
(319 mOsm/kg) gespült. Über den so vorbehandelten Filter wurde
0,5 l eines fetalen Kälberserums (FKS) filtriert (Precoating)
und anschließend mit 1 l PBS gespült. Über die so behandelte
Membran werden anschließend 2 l FCS filtriert. Der gesamte
Vorgang wurde an beiden Membranen viermal wiederholt. Auf die
se Weise wurden filtrierte FCS-Lösungen erhalten, die einmal
bzw. fünfmal einer Ultrafiltration unterzogen wurden.
Die so erhaltenen Seren wurden an der humanen B-Zelllinie
(BM92) sowie mit X63 Ag8-Zellen getestet. BM 92 ist eine huma
ne B-Zelllinie, die ursprünglich von Prof. Walter Bodmer, In
ternational Cancer Research Fund, London, UK kultiviert wurde.
X63 Ag8 ist eine Maus Myelomzellinie, die bei der European
Collection of Cell Cultures (ECACC), Salisbury, Wiltshire, GB
unter der Hinterlegungsnummer ECACC 85 011 420 hinterlegt wur
de, die üblicherweise zur Herstellung von B-Zellhybridomen bei
der Herstellung von monoklonalen Antikörpern verwendet wird.
(Beide Zelllinien wurden freundlicherweise von Frau Dr. Corne
lia Carstens, Abteilung für Immunbiologie der Universität
Bonn, zur Verfügung gestellt.) Als Proliferationsmedium wurde
RPMI 1640 (Basismedium für Zellkulturen, entwickelt am Roose
velt Park Memorial Institute und kommerziell erhältlich z. B.
bei Gibco BRL, Life Technologies GmbH, Karlsruhe oder auch bei
Biochrom, Berlin oder Sigma, Deisenhofen, beide in Deutsch
land) verwendet.
Die Proliferation der B-Zellen sowie der Myelomzellen wurde
anhand ihres Einbaus von radioaktiven [3H]-Thymidin bestimmt.
Dabei wurden die Zellen dreimal mit FCS-freiem Medium gewa
schen und 2 × 104-Zellen in 200 µl Kulturen (Triplikate) in 96-
Lochplatten mit den zu prüfenden ein- bzw. fünffach filtrier
ten FCS-Lösungen versetzt (10% Testlösung in RPMI1640). Die
Zellen wurden dann 48 Stunden im CO2-Brutschrank kultiviert. In
den letzten 18 Stunden der Kulturdauer wurde pro Versuchsan
satz 1 µCi [3H]-Thymidin zugesetzt und nach Ende des Experi
ments wurden die Zellen mit Hilfe eines Zell-Harvesters geern
tet und das eingebaute radioaktive Thymidin mit Hilfe eines β-
Counters bestimmt. Hierbei zeigte es sich, daß die Wirksamkeit
von FKS durch mehrmalige Filtration nicht eingeschränkt wird,
wie dies den folgenden Fig. 1 und 2 zu entnehmen ist.
Claims (10)
1. Verfahren zur Herstellung eines serumhaltigen Kulturmediums
für Zellen, insbesondere Human- und Tierzellen, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kulturmedium und/oder das Serum mit
tels einer Ultrafiltrationsmembran gefiltert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß fe
tales Kälberserum verwendet wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Ultrafiltrationsmembran mit einem
Ausschlußvolumen von 30 KD verwendet wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ultrafiltrationsmembran einem Pre
coating unterworfen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das
Precoating mit Serum durchgeführt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abreicherungsrate der Filtrations
membran mittels Viren der Familie Leviviridae bzw. ver
gleichbar kleiner Bakteriophagen bestimmt wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Integrität der Ultrafiltrationsmem
bran mittels einem Druckhaltetest bestimmt wird.
8. Verwendung eines nach den Ansprüchen 1 bis 7 erhaltenen
serumhaltigen Kulturmediums zur Kultivierung von natürli
chen und rekombinanten Zellen sowie von Hybridomazellen,
sowie zur Herstellung von diagnostischen Kontrollseren.
9. Verwendung nach Anspruch 8 zur Herstellung von pharmazeuti
schen und/oder diagnostischen Präparaten, sowie zur Her
stellung von diagnostischen Kontrollseren.
10. Verwendung von nach Anspruch 8 erhaltenen Kontrollseren zum
Kalibrieren und zur Kontrolle von diagnostischen Verfahren.
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| WO2001055345A3 (de) | 2002-02-28 |
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