DE10003642A1 - Pastöser Klebstoff - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Klebstoff bereitgestellt, der in besonderer Weise als Kinderklebstoff geeignet ist. Der Klebstoff zeichnet sich dadurch aus, daß im wesentlichen nur solche Inhaltsstoffe enthalten sind, die auch bei Verzehr gesundheitlich völlig unbedenklich sind. Der Klebstoff wird in einem Behältnis bereitgestellt, das zum einen vor Austrocknen und Verderben des Klebstoffs schützt und zum anderen eine geeignete Auftragungseinrichtung darstellt.
Description
Die Erfindung betrifft einen Klebstoff, der insbesondere für
den Gebrauch durch Kinder geeignet ist, sowie ein Lager- und
Auftragungsbehältnis für diesen Klebstoff.
In einer Vielzahl von Klebstoffen sind organische Lösungsmit
tel oder andere gesundheitsschädliche Stoffe enthalten, die
diese Klebstoffe für den Gebrauch durch Kinder ungeeignet
machen. Es werden daher lösungsmittelfreie Klebstoffe angebo
ten, die im wesentlichen auf biologische Inhaltsstoffe zu
rückgreifen. Oftmals handelt es sich hierbei um Stoffe, die
auch für Lebensmittel zugelassen sind oder die zumindest in
toxikologisch unbedenklichen Mengen im Klebstoff eingesetzt
werden. Hierdurch wird gewährleistet, daß der Klebstoff auch
bei Verzehr nicht gesundheitschädlich ist. Ein Beispiel für
einen derartigen Klebstoff sind die sog. Dextrinkleber, die
auf dem Stärkederivat Dextrin als Klebemittel basieren.
Dextrinkleber sind für das Verkleben von Papier, Karton,
Pappe oder auch Holz geeignet, und genügen daher den Anforde
rungen, die beispielsweise in einem Kindergarten oder in der
Schule im allgemeinen gestellt werden.
Dextrinkleber werden in der Regel als pastöse und streichbare
Masse bereitgestellt. Diese Masse wird oftmals in größeren
Gefäßen, beispielsweise Gläsern oder auch Eimern, aufbewahrt,
und für den Gebrauch aus diesen Gefäßen herausgespachtelt und
mit Hilfe eines Stäbchens oder eines Spachtels aufgetragen.
Der Vorteil von derartigen Klebern ist, daß sie, wie oben er
wähnt, gesundheitlich unbedenklich sind und außerdem sehr
kostengünstig zu erwerben sind. Dies kann beispielsweise für
einen Kindergarten ein sehr wichtiger Gesichtspunkt sein, da
ein Klebstoff hier in größeren Mengen verbraucht wird.
Die beschriebenen kindergeeigneten Klebstoffe haben den ent
scheidenden Nachteil, daß sie sehr schlecht zu dosieren
sind. Durch das Herausspachteln aus größeren Gefäßen wird
oftmals wesentlich mehr Klebstoff aufgetragen als eigentlich
notwendig wäre. Die für andere Klebstoffe gebräuchliche Tu
benverpackung ist im Fall der Dextrinklebstoffe oder ähnli
cher Klebstoffe nicht geeignet, da diese Klebstoffe hochvis
kos sind. Zum Ausdrücken aus einer Tube wäre daher ein rela
tiv großer, gleichmäßiger Druck erforderlich, der bei der
gewöhnlichen Handhabung einer Tube nicht erreicht wird. Ein
weiterer Nachteil einer Tubenverpackung ist, daß eine Tube
nach dem Entleeren entsorgt werden muß und damit unnötiger
Abfall produziert wird. Dieser Nachteil tritt auch bei den
herkömmlichen Klebestiften auf, bei denen der formfeste
Klebstoff durch Hochdrehen des Bodens gleichmäßig herausge
schoben wird. Weiterhin ist die Verwendung eines solchen
Lager- und Auftragungsbehältnisses für den kindergeeigneten
Dextrinkleber nicht geeignet, da der Dextrinkleber nicht die
hierfür notwendige Formfestigkeit aufweist. Die mögliche
Verwendung eines Formfestigkeitsmittels für einen Dextrinkle
ber würde diesen Klebstoff zum einen verteuern und zum ande
ren einen möglicherweise toxikologisch nicht unbedenklichen
Inhaltsstoff in den Klebstoff einbringen. Dies würde wiederum
die Eignung als Kinderklebstoff in Frage stellen.
Ein weiteres Problem bei herkömmlichen Dextrinklebern ist,
daß bei Lagerung und Gebrauch oftmals eine mikrobielle Zer
setzung des Klebstoffs einsetzt. Dies wird vor allen Dingen
durch Keime aus der Luft verursacht, die beim Offenstehen des
Behälters mit dem Klebstoff in Berührung kommen, oder durch
Kontakt mit den Händen, was bei Kindern leicht der Fall ist.
Es kommt insbesondere zu Schimmel- und/oder Bakterienbefall,
was den Kleber für weitere Verwendung unbrauchbar macht. Das
Verderben des Klebers ist vor allem durch die Aufbewahrung in
größeren Gefäßen bedingt, die oftmals über einen längeren
Zeitraum beim Gebrauch geöffnet sind. Solche Gefäße sind je
doch für das herkömmliche Herausspachteln des Klebers notwen
dig. Diese Aufbewahrungs- und Auftragungsform des Klebstoffes
führt außerdem dazu, daß der Klebstoff relativ schnell aus
trocknet und damit unbrauchbar wird.
Die Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, einen kinderge
eigneten Klebstoff bereitzustellen, der dosierbar und auch
längerfristig haltbar ist. Der Klebstoff und die Dosier- und
Aufbewahrungsvorrichtung soll kostengünstig sein und damit
den Gebrauch des Klebstoffs in beispielsweise Kindergärten
oder Schulen ermöglichen.
Die Aufgabe wird gelöst durch einen Klebstoff gemäß Anspruch
1. Bevorzugte Ausführungsformen des Klebstoffs sind in den
Ansprüchen 2 bis 27 dargestellt. Die Ansprüche 28 bis 31 be
treffen ein Behältnis für das Lagern und/oder Auftragen von
pastösem Klebstoff. Der Wortlaut sämtlicher Ansprüche wird
hiermit durch Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
Bei dem erfindungsgemäßen Klebstoff handelt es sich um einen
kindergeeigneten Klebstoff, der im wesentlichen auf Lebens
mitteln oder lebensmittelähnlichen Substanzen basiert. Dies
bedingt, daß der Klebstoff auch bei Verzehr völlig unschäd
lich ist und damit für den Gebrauch durch Kinder in besonde
rer Weise geeignet ist.
Etwa 25 - etwa 40 Gew.-% des Klebstoffes wird von mindestens
einem Stärkederivat als Klebemittel gebildet. Vorzugsweise
handelt es sich hierbei um Dextrin, insbesondere um Kartof
feldextrin. Dextrine kennzeichnen Abbauprodukte der Stärke,
die bei einer unvollständigen Hydrolyse, beispielsweise durch
verdünnte Säuren oder durch Hitzeeinwirkung, entstehen. Als
weiteres Klebemittel im erfindungsgemäßen Klebstoff werden
etwa 10 - etwa 50 Gew.-% Zucker eingesetzt. Als Zucker wird
vorzugsweise mindestens ein Disaccharid eingesetzt, vorzugs
weise Saccharose. Andererseits ist es auch möglich, einen
Zuckerersatzstoff, beispielsweise Sorbit als Alkohol der
Glucose, einzusetzen. Ein derartiger Zuckerersatzstoff kann
allein oder in Kombination mit anderen Zuckern verwendet
werden.
Etwa 1 - etwa 5 Gew.-% des Klebstoffes werden von einem Ver
dickungsmittel gebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform
wird hierfür ein Borat eingesetzt, vorzugsweise Dinatrium
tetraborat (Borax). Die im erfindungsgemäßen Klebstoff ein
gesetzten Konzentrationen dieses Stoffes sind toxikologisch
völlig unbedenklich.
Neben dem Verdickungsmittel ist die Verwendung von etwa 1 -
etwa 5 Gew.-% Glycerin für die Konsistenz des Klebstoffs von
Bedeutung. Durch die Verwendung von Glycerin wird die notwen
dige Feuchtigkeit des Klebstoffs gewährleistet.
Einen weiteren Bestandteil des Klebstoffes kann Natriumhydro
xid bilden, welches bis zu etwa 1 Gew.-% eingesetzt sein kann.
Durch Natriumhydroxid kann der pH-Wert des Klebstoffes einge
stellt werden, wodurch die Löslichkeit der verschiedenen In
haltsstoffe beeinflußt werden kann. In der Regel beträgt der
Gehalt an Natriumhydroxid 0,1 bis 1 Gew.-%.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Klebstoffs enthält der Klebstoff außerdem ein Konservierungs
mittel. Dies ist vor allem bei einer längerfristigen Lagerung
und bei einem längerwährenden Gebrauch vorteilhaft. Als Kon
servierungsmittel wird vorzugsweise Sorbinsäure verwendet.
Sorbinsäure ist auch als Konservierungsmittel in Lebensmit
teln zugelassen und daher für den Einsatz in einem Kinder
klebstoff in besonderer Weise geeignet. Es werden jedoch auch
andere Mittel von der Erfindung umfaßt, die die Haltbarkeit
des Klebstoffs fördern.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Klebstoffs enthält der Klebstoff zusätzlich
einen Geruchsstoff. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um
einen wohlriechenden Geruchsstoff, der die Handhabung des
Klebstoffs angenehm macht. Beispielsweise kann als Geruchs
stoff Tannengrün gewählt werden. Selbstverständlich können
auch andere Geruchsstoffe eingesetzt werden. Ein Beispiel ist
der Einsatz von Caramel.
Vorzugsweise handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Kleb
stoff um eine im wesentlichen farblose Masse, die insbeson
dere nach dem Austrocknen farblos ist. Es ist jedoch durchaus
möglich, den Klebstoff mit einem Farbstoff zu versehen, wo
durch Kinder in besonderer Weise angesprochen sein können.
Der Klebstoff enthält etwa 20 - etwa 50 Gew.-% wässriges Lö
sungsmittel. Das Lösungsmittel verdunstet nach dem Auftragen
des Klebstoffs, wodurch sich der Aggregatzustand des Kleb
stoffes von pastös zu fest ändert und die Verklebung ein
setzt. Die Verwendung von wässrigen Lösungsmitteln gewährleistet
die gesundheitliche Unschädlichkeit des Klebstoffes.
Im Gegensatz zu beispielsweise organischen Lösungsmitteln,
die als giftige Dämpfe entweichen oder die auch beim Verzehr
giftig sind, ist ein wässriges Lösungsmittel unschädlich.
Vorteilhafterweise wird Wasser als Lösungsmittel eingesetzt,
welches natürlich sehr kostengünstig ist. Die Verwendung von
in Wasser löslichen bzw. quellbaren Bestandteilen hat den
weiteren Vorteil, daß nach einem Eintrocknen des Klebstoffes
durch das Zusetzen von Wasser ein erneutes Erweichen bzw.
Lösen des Klebstoffs erreicht werden kann.
Der erfindungsgemäße Klebstoff ist dadurch gekennzeichnet,
daß er wasserlöslich ist. Dadurch kann der Klebstoff auch
nach einem vollständigen Eintrocknen, beispielsweise auf
einem Kleidungsstück, mit einer wässrigen Lösung wieder
aufgelöst und entfernt werden.
Die dargestellten Bestandteile des erfindungsgemäßen Kleb
stoffes machen in der Summe mindestens 95% des Klebstoffes
aus. Vorzugsweise beträgt die Summe der Bestandteile minde
stens 98% des Klebstoffes.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfin
dungsgemäßen Klebstoffes umfaßt der Klebstoff vorzugsweise
etwa 30 - etwa 35 Gew.-% Stärkederivat, etwa 20 - etwa 40 Gew.-%
Zucker, etwa 2,7 - etwa 3,5 Gew.-% Verdickungsmittel, etwa 2 -
etwa 3 Gew.-% Glycerin, etwa 0,1 - etwa 0,5 Gew.-% Natriumhydro
xid, etwa 0,01 - etwa 0,05 Gew.-% Sorbinsäure und etwa 0,01 -
etwa 0,05 Gew.-% Geruchsstoff. Als Lösungsmittel wird Wasser,
vorzugsweise etwa 25 - etwa 40 Gew.-%, verwendet.
Der erfindungsgemäße Klebstoff weist vorzugsweise eine pastö
se Konsistenz auf, d. h. er ist cremig und streichfähig und
unter Druck verformbar. Die Viskosität beträgt bei etwa 60°C
vorzugsweise 800 - etwa 1200 mPa.s, vorzugsweise etwa
1000 mPa.s. Dies entspricht bei 20°C in etwa einer Viskosi
tät von ungefähr 10.000 mPa.s.
Der erfindungsgemäße Klebstoff ist vorzugsweise weiterhin
dadurch gekennzeichnet, daß er sich in einem Behältnis mit
einem im wesentlichen zylindrischen Grundkörper befindet und
unter Formveränderung auspreßbar ist. Dieses Behältnis ist
für die Lagerung und für die Dosierung bzw. Austragung des
Klebstoffes vorgesehen. Das Behältnis ist fest verschließbar,
wodurch der Klebstoff bei längerfristiger Lagerung vor Aus
trocknung und Verderben geschützt ist. In einer bevorzugten
Ausführungsform weist das Behältnis einen Boden auf, der als
Kolben vorschiebbar ist. Hierdurch kann der Klebstoff durch
eine Ausgabeöffnung herausgedrückt werden, die im Innenquer
schnitt kleiner als der Innenquerschnitt des Grundkörpers
ist. Vorzugsweise handelt es sich bei dieser Ausgabeöffnung
um eine im Querschnitt insbesondere kreisförmige Öffnung, die
in der Fläche mindestens um das 5-fache, vorzugsweise um das
10-fache, kleiner als der Innenquerschnitt des Grundkörper
ist. Diese Ausgabeöffnung ist fest verschließbar. Bevorzug
terweise ist diese Öffnung mit einem Deckel, insbesondere mit
einem Schraubdeckel, verschließbar. In Weiterbildung kann
diese Ausgabeöffnung mit einer Düse versehen sein, welche das
Auftragen des Klebstoffes erleichtern kann. Eine derartige
Düse kann aus elastischem oder auch aus einem steifen Stoff
gefertigt sein. Vorteilhafterweise ist eine derartige Düse
mit einem Gewinde versehen, wodurch sie auf die Ausgabeöff
nung bei Bedarf aufschraubbar ist. Die Düse kann eine ovale
oder schlitzförmige Austrittsöffnung besitzen. Sie kann mit
tels einer Kappe verschließbar sein.
Durch die verhältnismäßig kleine Ausgabeöffnung wird sicher
gestellt, daß der Klebstoff bei längerem Offenstehen nur ge
ringfügig antrocknen kann. Weiterhin wird durch die kleine
Öffnung das Risiko des Verderbens des Klebstoffs vermindert,
da der Kontakt mit Keimen verringert wird.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Be
hältnis derartig ausgebildet, daß die Ausgabeöffnung inner
halb eines Deckels ausgebildet ist, mit welchem das Behältnis
verschlossen werden kann. Vorteilhafterweise ist dieser
Deckel als eine Überwurfmutter ausgebildet. Durch einen sol
chen Verschluß des Behältnisses ist es möglich, den Klebstoff
bei Bedarf in das Behältnis nachzufüllen, da nach Abnehmen
eines solchen Deckels eine ausreichend große Öffnung vorhan
den ist. Auf der anderen Seite wird durch das feste Ver
schrauben des Deckels ein Austrocknen oder Verderben des
Klebstoffes verhindert.
Vorteilhafterweise ist der Boden des Behältnisses als ver
schiebbarer Kolben ausgebildet, so daß durch Heraufschieben
des Kolbens die Klebstoffmasse unter Formveränderung aus der
Ausgabeöffnung herauspreßbar ist. Vorzugsweise ist der Kol
ben, d. h. der Boden des Behältnisses, nach außen hin mit
einem vorzugsweise scheibenförmigen Aufsatz versehen, dessen
Grundfläche kleiner als die Fläche des Bodens ist. Ein sol
cher stempelförmiger Aufsatz dient als Druckfläche zum Vor
schieben des Bodens, wodurch die Handhabung erleichtert
wird. Weiterhin ist das Behältnis vorteilhafterweise nach
unten hin mit einer Herausfallsicherung für den Kolben verse
hen. Diese Herausfallsicherung kann durch eine Umbiegung des
unteren Randes des Behältnisses ausgebildet sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Behältnis zumin
dest teilweise, vorzugsweise jedoch vollständig, aus Kunst
stoff ausgebildet. Hierdurch wird eine lange Haltbarkeit des
Behältnisses gewährleistet, so daß ein derartiges Behältnis
vielfach mit Klebstoff wiederbefüllt werden kann. Es wird
also kein Abfall produziert, was zum einen kostengünstig und
zum anderen auch ökologisch sinnvoll ist.
Weiterhin umfaßt die Erfindung die Verwendung eines Behält
nisses für das Lagern und/oder Auftragen von pastösem Kleb
stoff. Bezüglich der Eigenschaften eines derartigen Behält
nisses wird auf die obige Beschreibung verwiesen.
Schließlich umfaßt die Erfindung ein Behältnis, welches mit
einem Klebstoff befüllt ist. Das Behältnis weist einen vor
schiebbaren Boden auf, sowie eine Ausgabeöffnung für den
Klebstoff, wobei die Ausgabeöffnung im Querschnitt kleiner
als der Querschnitt des Grundkörpers des Behältnisses ist.
Bezüglich der Eigenschaften des Klebstoffes wird hiermit auf
die obige Beschreibung verwiesen.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus dem nachfol
genden Beispiel in Verbindung mit den Unteransprüchen. Hier
bei können die einzelnen Merkmale für sich oder in Kombina
tion miteinander verwirklicht sein.
Im folgenden ist eine beispielhafte Zusammensetzung des
erfindungsgemäßen Klebstoffes aufgeführt:
32,5 Gew.-% Wasser
3,1 Gew.-% Borax
0,6 Gew.-% 30%ige Natronlauge
32,6 Gew.-% Avedex W50
2,3 Gew.-% Glycerin
0,03 Gew.-% Sorbinsäure
28,9 Gew.-% Zucker
0,03 Gew.-% Caramel.
32,5 Gew.-% Wasser
3,1 Gew.-% Borax
0,6 Gew.-% 30%ige Natronlauge
32,6 Gew.-% Avedex W50
2,3 Gew.-% Glycerin
0,03 Gew.-% Sorbinsäure
28,9 Gew.-% Zucker
0,03 Gew.-% Caramel.
Als Klebemittel wird in dieser Zusammensetzung Avedex W50
eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine handelsübliche
Bezeichnung für ein bestimmtes Kartoffeldextrin. Die einzel
nen Bestandteile werden in Wasser angemischt. Die erhaltene
Klebmasse wird in ein Behältnis mit einem zylindrischen
Grundkörper abgefüllt. Der Innendurchmesser dieses Behältnis
ses beträgt etwa 35 mm. Die Höhe, einschließlich eines am
oberen Rand ausgebildeten Gewindes, beträgt etwa 50 mm. Der
untere Boden des Behältnisses ist als vorschiebbarer Kolben
ausgebildet, der nach außen hin mit einem kreisförmigen,
stempelartigen Aufsatz versehen ist, welcher einen Durchmes
ser von etwa 15 mm aufweist. Der untere Rand des Behältnisses
ist als Herausfallsicherung für den Boden ausgebildet. Das
Behältnis ist mit einem Deckel verschließbar, der als Über
wurfmutter ausgebildet ist. Dieser Deckel weist eine zen
trierte, kreisförmige Ausgabeöffnung auf, die einen Innen
durchmesser von etwa 10 mm besitzt. Die Ausgabeöffnung ist
als etwa 15 mm hoher Zylinder mit einem Gewinde ausgebildet.
Diese Öffnung ist mit einem Deckel verschließbar, welcher
aufschraubbar ist. Grundkörper, Boden, Stempelaufsatz und die
Deckel sind aus Kunststoff geformt.
Ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Behältnisses
ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Behältnis.
Das Behältnis 11 für das Lagern und/oder Auftragen von darin
enthaltenem pastösem Klebstoff 21 besteht aus dem zylindri
schen Grundkörper 20, dem verschiebbaren Boden 12, dem Deckel
16 und der Düse 14. Er besitzt ein Aufnahmevolumen von ca.
25 ml.
Der zylindrische Grundkörper 20 besteht aus Kunststoff, bei
spielsweise Polypropylen. Er besitzt an seinem oberen Ende
ein Gewinde 15 und an seinem unteren Ende einen nach innen
weisenden Rand 19, der den verschiebbaren Boden 12 vor dem
Herausfallen sichert.
Der verschiebbare Boden 12 hat die Form eines Stempels, der
sich nach Art eines Kolbens 12 entlang der Innenwandung des
zylindrischen Grundkörpers 20 verschieben läßt. Er besitzt
einen Rand 18, der den im zylindrischen Grundkörper 20 be
findlichen Klebstoff 21 dort am Austritt hindert und den
Boden 12 gegen Kippen stabilisiert. In der Mitte des Bodens
befindet sich eine Verstärkung 17a am Boden, auf die ein
scheibenförmiger Aufsatz 17 in Form eines Druckknopfes ge
bracht wird. Durch den Druck eines Fingers des Benutzers auf
den Aufsatz 17 wird der Boden 12 gleichmäßig belastet und
verschoben, und der Klebstoff 21 gelangt in die Ausgabe
öffnung 13.
Die Ausgabeöffnung 13 ist in den Deckel 16 integriert, der
auf das Gewinde 15 des zylindrischen Grundkörpers 20 ge
schraubt wird. Sie hat die Form eines schmalen Halses und
besitzt ebenfalls ein Gewinde 15, auf das eine Düse 14 oder
eine Abdeckung (nicht dargestellt) geschraubt wird.
Die Düse 14 ist kegelstumpfartig ausgebildet und besitzt
einen langen, schmalen Kanal 22. Durch die Düse 14 läßt sich
die benötigte Klebstoffmenge optimal dosieren. Zum Schutz vor
Austrocknung wird die Düse mit einer Abdeckkappe 23 ver
schlossen.
Claims (31)
1. Klebstoff, insbesondere für den Gebrauch durch Kinder,
enthaltend
25-40 Gew.-% Stärkederivat,
10-50 Gew.-% Zucker,
1-5 Gew.-% Verdickungsmittel,
1-5 Gew.-% Glycerin,
0-1 Gew.-% Natriumhydroxid und
20-50 Gew.-% wässriges Lösungmittel,
wobei die Summe der Bestandteile mindestens 95%, vor zugsweise mindestens 98% beträgt.
25-40 Gew.-% Stärkederivat,
10-50 Gew.-% Zucker,
1-5 Gew.-% Verdickungsmittel,
1-5 Gew.-% Glycerin,
0-1 Gew.-% Natriumhydroxid und
20-50 Gew.-% wässriges Lösungmittel,
wobei die Summe der Bestandteile mindestens 95%, vor zugsweise mindestens 98% beträgt.
2. Klebstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
er wasserlöslich und nach dem Eintrocknen in Wasser
auf lösbar ist.
3. Klebstoff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, daß er als Stärkederivat Dextrin enthält, vorzugs
weise Kartoffeldextrin.
4. Klebstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß er als Zucker mindestens ein Disaccha
rid enthält, vorzugsweise Saccharose.
5. Klebstoff nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß er als Zucker mindestens einen Zucker
ersatzstoff enthält, vorzugsweise Sorbit.
6. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er als Verdickungsmittel min
destens ein Borat enthält, vorzugsweise Borax.
7. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er mindestens ein Konservie
rungsmittel enthält, vorzugsweise Sorbinsäure.
8. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er mindestens einen Geruchs
stoff enthält.
9. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er 30-35 Gew.-% Stärkederivat
enthält.
10. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er 20-40 Gew.-% Zucker ent
hält.
11. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er 2,7-3,5 Gew.-% Verdickungs
mittel enthält.
12. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er 2-3 Gew.-% Glycerin ent
hält.
13. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er 0,1-0,5 Gew.-% Natrium
hydroxid enthält.
14. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ins
besondere nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
er 0,01-0,05 Gew.-% Sorbinsäure enthält.
15. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, ins
besondere nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
er 0,01-0,05 Gew.-% Geruchsstoff enthält.
16. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er als wässriges Lösungsmittel
Wasser enthält, vorzugsweise 25-40 Gew.-%.
17. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er eine pastöse Konsistenz
aufweist, vorzugsweise eine Konsistenz mit einer Visko
sität von 800-1200 mPa.s bei 60°C.
18. Klebstoff nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß er sich in einem Behältnis
(11) mit einem im wesentlichen zylindrischen Grundkörper
(20) befindet und unter Formveränderung auspreßbar ist.
19. Klebstoff nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das Behältnis (11) einen Boden (12) aufweist, der als
Kolben (12) vorschiebbar ist.
20. Klebstoff nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeich
net, daß das Behältnis (11) eine Ausgabeöffnung (13)
aufweist, die im Innenquerschnitt kleiner als der Innen
querschnitt des Grundkörpers (20) ist.
21. Klebstoff nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
der Innenquerschnitt der Ausgabeöffnung (13) in der
Fläche mindestens um das 5-fache, vorzugsweise um das
10-fache, kleiner als der Innenquerschnitt des Grundkör
pers (20) ist.
22. Klebstoff nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeich
net, daß die Ausgabeöffnung (13) mit einem Deckel, ins
besondere mit einem Schraubdeckel, verschließbar ist.
23. Klebstoff nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgabeöffnung (13) mit einer
Düse (14) verlängerbar ist.
24. Klebstoff nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß der Grundkörper (20) des Behältnis
ses (11) im Bereich der Ausgabeöffnung (13) mit einem
Deckel (16) verschließbar ist, welcher die Ausgabeöff
nung (13) aufweist und vorzugsweise als Überwurfmutter
ausgebildet ist.
25. Klebstoff nach einem der Ansprüche 19 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß das Behältnis (11) einen unteren
Rand (19) aufweist, der mit einer Herausfallsicherung
für den Kolben (12) versehen ist.
26. Klebstoff nach einem der Ansprüche 19 bis 25, dadurch
gekennzeichnet, daß der Kolben (12) nach außen hin mit
einem vorzugsweise scheibenförmigen Aufsatz (17) verse
hen ist, dessen Grundfläche kleiner als die Fläche des
Bodens (12) ist.
27. Klebstoff nach einem der Ansprüche 18 bis 26, dadurch
gekennzeichnet, daß das Behältnis (11) zumindest teil
weise, vorzugsweise vollständig, aus Kunststoff besteht.
28. Verwendung eines Behältnisses für das Lagern und/oder
Auftragen von pastösem Klebstoff (21), dadurch gekennzeichnet,
daß das Behältnis (11) einen vorschiebbaren
Boden (12) sowie eine Ausgabeöffnung (13) aufweist, die
im Querschnitt kleiner als der Querschnitt des Grundkör
pers des Behältnisses (11) ist.
29. Verwendung nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, daß
der Klebstoff (21) ein solcher nach einem der Ansprüche
1 bis 27 ist.
30. Behältnis gefüllt mit Klebstoff (21), dadurch gekenn
zeichnet, daß das Behältnis (11) einen vorschiebbaren
Boden (12) sowie eine Ausgabeöffnung (13) aufweist, die
im Querschnitt kleiner als der Querschnitt des Grundkör
pers (20) des Behältnisses (11) ist.
31. Behältnis nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß
der Klebstoff (21) ein solcher nach einem der Ansprüche
1 bis 27 ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000103642 DE10003642A1 (de) | 2000-01-28 | 2000-01-28 | Pastöser Klebstoff |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000103642 DE10003642A1 (de) | 2000-01-28 | 2000-01-28 | Pastöser Klebstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10003642A1 true DE10003642A1 (de) | 2001-08-16 |
Family
ID=7628989
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000103642 Withdrawn DE10003642A1 (de) | 2000-01-28 | 2000-01-28 | Pastöser Klebstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10003642A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2546318A4 (de) * | 2010-06-01 | 2014-05-07 | Busque Olga Romero | Lebensmittelleim |
| US20150353782A1 (en) * | 2013-01-11 | 2015-12-10 | 3M Innovative Properties Company | Starch based adhesive composition and glue sticks |
| CN110330912A (zh) * | 2019-08-14 | 2019-10-15 | 胡昆朋 | 一种耐热压敏胶结构体 |
-
2000
- 2000-01-28 DE DE2000103642 patent/DE10003642A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2546318A4 (de) * | 2010-06-01 | 2014-05-07 | Busque Olga Romero | Lebensmittelleim |
| US20150353782A1 (en) * | 2013-01-11 | 2015-12-10 | 3M Innovative Properties Company | Starch based adhesive composition and glue sticks |
| CN110330912A (zh) * | 2019-08-14 | 2019-10-15 | 胡昆朋 | 一种耐热压敏胶结构体 |
| CN110330912B (zh) * | 2019-08-14 | 2021-10-01 | 深圳市云启科技有限公司 | 一种耐热压敏胶结构体 |
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|---|---|---|---|
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