DE1098165B - Handgeraet zur UEbung der Muskulatur und des Gefaess- und Nerven-Systems - Google Patents
Handgeraet zur UEbung der Muskulatur und des Gefaess- und Nerven-SystemsInfo
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Description
- Handgerät zur Übung der Muskulatur und des Gefäß- und Nerven-Systems Zusatz zum Patent 1050 504 Die Erfindung bezieht sich auf die Weiterbildung und Verbesserung von Handgeräten zur Übung der Muskulatur und des Gefäß- und Nerven-Systems nach Patent 1050,504. Die Handgeräte nach dem Hauptpatent bestehen in der Hauptsache aus zwei miteinander verbundenen, unter Spannung gegeneinanderdrückbaren, ebenen oder nahezu eben ausgebildeten Griffplatten, die von den parallelen oder spitzwinklig divergierenden Schenkeln einer U-förmig bzw. V-förmig gebogenen Platte gebildet werden, deren Scheitelteil als federndes Gelenk wirkt und zwischen welchen mindestens eine Druckfeder vorzugsweise auswechselbar angeordnet ist.
- Das Gerät ist geeignet, Durchblutungsstörungen und dadurch bedingte Schäden des Muskel-, Gefäß-und Nerven-Systems, insbesondere an den Händen und Armen sowie am Schultergürtel, durch Üben mit dem Gerät zu beheben.. Dabei sollen Kraftanstrengungen vermieden werden, so, daß die. bekannten Gewichtshanteln, Federdruckhanteln u. dgl. für den Zweck der Erfindung ausscheiden. Auch andere bekannte übungshandgeräte, die aus zwei unter Spannung und unter Änderung ihres Winkels gegeneinanderdrückbaren, gelenl,zig miteinander verbundenen geformten Platten bestehen, die z. B. muschelförmig gestaltet sind, haben im Hinblick auf das mit der Erfindung angestrebte Ziel den Nachteil, daß sie durch unmittelbaren Druck auf örtlich begrenzte Stellen der Handinnenfläche, insbesondere der Mittelhand, die freie Blutzirkulation während, des übens hindern.
- Weiterhin sind Übungsgeräte für die Hand bekannt, die nach dem Zugschlingensystem arbeiten. Dabei soll jedoch hauptsächlich die Griffmuskulatur der Finger bzw. der Hand gestärkt werden. Die dabei ausgeführten Greifbewegungen, die unter Einkrümmen der Fingerglieder ausgeführt werden, wirken jedoch kreislaufbehindernd, da die freie Blutzirkulation in der Hand sowohl durch die eingekrümmten Finger als auch durch das Einschneiden der Zugschlinge, die in einem bekannten Ausführungsbeispiel vom Daumen betätigt wird, gestört wird.
- Eine Weiterbildung nach der Erfindung besteht darin, daß in den spitzwinklig divergierenden, gegeneinanderfedernden ebenen Griffplatten eine oder mehrere Ausnehmungen vorgesehen sind. Dadurch wird das Gewicht des Gerätes in erwünschter Weise vermindert. Außerdem kann hierdurch die elastische Biegbarkeit der Griffplatten gegeneinander verändert und nach Wunsch bemessen werden. Erstrecken sich eine oder mehrere Ausnehmungen über den Scheitelteil des Gerätes und sind die Ausnehmungen so angeordnet und ausgebildet, daß nur noch die Randzonen der Platten verbleiben, so ergibt sich die Möglichkeit, daß das Gerät statt aus einer Platte von. einem längs der Ränder gebogenen Bügel gebildet wird, der vorzugsweise ein flaches Querschnittsprofil aufweist.
- Bei einer Ausführungsform der Erfindung beruht die Federung ausschließlich auf der Eigensteifigkeit der Griffplatten bzw. des das Gerät bildenden Bügels bzw. seines Werkstoffs. Dabei kann die Ausführung so sein, daß die Griffteile aus einem im wesentlichen starren Material bestehen und diese Griffe durch einen oder mehrere federnde Scheitelteile verbunden sind. Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung sind zwischen den. Griffen ein oder mehrere elastische Stützkörper angeordnet, die z. B. in der Form von Gummipolstern, pneumatischen Kissen od. dgl. ausgebildet sind. Bei dieser und bei anderen Ausführungsformen kann zwischen. den Griffen ein die Zusammendrückung begrenzender Anschlag vorgesehen sein.
- Wesentlich ist, daß die Griffe, gleichgültig, welche Form etwaige Ausnehmungen aufweisen und durch welche Mittel ihre gegenseitige Federung erreicht wird, sich im wesentlichen flach erstrecken. Bei bekannten. Übungsgeräten, mit von gerundeten Schalen gebildeten Griffen. oder mit kugelförmiger Gestalt kann im wesentlichen nur das Greifen und Festhalten geübt werden, so, daß die Übung auf eine Kräftigung der hierfür in Betracht kommenden Muskeln beschränkt bleibt. Dagegen ist das nach der Erfindung ausgebildete Gerät geeignet, auch mit festgestellten Fingern, also ohne Bewegung der Fingergelenke, Übungen auszuführen, welche die an die Hand und an den Arm anschließenden Muskelpartien bis zur Schulter und bis zum Rücken sowie die entsprechenden Nerven beanspruchen und üben. Dabei können je nach Haltung und Übung des Armes im Verhältnis zum Körper verschiedene Muskelpartien bevorzugt angesprochen werden. Darin liegt ein wesentlicher Unterschied gegenüber den bekannten federnden Griffhanteln, Übungsbällen und -zy lindern und ähnlichen im Griff liegenden Übungsgeräten, welche von der Hand stets fest umspannt werden.
- In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen dargestellt.
- Fig.1 zeigt in. Schrägansicht ein Übungsgerät, welches aus einer Platte aus Acrylpolymerisat besteht, die V-förmig gebogen ist, so daß zwei im wesentlichen ebene Griffe 1 und 2 gebildet sind. Die Platte hat eine sich über den Scheitel erstreckende Ausnehmung 3, so daß die Griffplatten 1 und 2 nur an den beiden Scheitelteilen 4 und 5 federnd miteinander verbunden sind. Die Federkraft wird durch auswechselbare Schraubenfedern 6 und 7 unterstützt, deren Enden auf die in die Griffplatten eingeschraubten Zapfen 8 aufgesteckt sind.
- Bei dem in Fig. 2 gezeichneten Beispiel besteht das Gerät aus einem Bügel aus Flachmaterial, der sich nur längs der Ränder des Gerätes erstreckt, so daß die Griffplatten von den vorderen Randstreifen 10 und 11 gebildet werden. Die Federung dieses Gerätes beruht ausschließlich auf der Eigensteifigkeit des das Gerät bildenden Bügels, der z. B. aus Stahlblech gestanzt sein kann und zweckmäßig zumindest an den Griffleisten 10 und 11 einen wärmeisolierenden Überzug aufweist.
- Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Griffe 12 und 13 von U-förmigen. Ausschnitten aus einem starren Werkstoff bestehen. Die gegenseitige Federung der Griffe 12 und 13 beruht in diesem Fall ausschließlich auf den die Griffe miteinander verbindenden V-förmig gebogenen Blattfedern 14 und 15.
- Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die ebenen Griffplatten 16 und 17 von den Schenkeln einer V-förmig gebogenen Platte gebildet werden, die aus einem Werkstoff ohne oder mit nur geringer Federwirkung bestehen kann. Die gegenseitige Federung der Griffplatten wird in diesem Fall durch einen elastischen Stützkörper 18 bewirkt, der z. B. von einem Gummipolster, einem pneumatischen Kissen od. dgl. gebildet sein kann. Um die Zusammendrückung der Griffplatten 16 und 17 zu begrenzen, sind die vorderen Plattenränder 19 und 20 gegeneinander abgebogen, .so daß diese Ränder als Anschlag wirken. Solche Begrenzungsanschläge können. auch auf andere Weise ausgebildet sein, z. B. in der Form von Zapfen oder anderen Abstandhaltern. Durch Anordnung von Rippen, Stegen od. dgl. an den, Griffplatten oder bzw. und an dem Scheitelteil des Gerätes kann man jede gewünschte Steifigkeit bzw. Widerstandskraft des Gerätes erreichen, woraus sich durch Benutzung verschiedener solcher Geräte eine Leistungsskala für eine zweckmäßige Dosierung erzibt.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE. 1. Handgerät zur Übung der Muskulatur, des Gefäß- und Nerven-Systems, bestehend aus zwei unter Spannung und unter Änderung ihres Winkels gegeneinanderdrückbaren, miteinander verbundenen Platten nach Patent 1050 504, dadurch gekennzeichnet, daß in den spitzwinklig divergierenden, gegeneinanderfedernden ebenen Griffplatten. eine oder mehrere Ausnehmungen vorgesehen sind.
- 2. Handgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Ausnehmungen der Platten sich über den Scheitelteil des Handgerätes erstrecken,
- 3. Handgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffe von einem entsprechend der Randkontur der Platter. gebogenen Bügel aus einem Flachmaterial gebildet werden.
- 4. Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Federung der Platten gegeneinander ausschließlich auf der Eigensteifigkeit des das Gerät bildenden Flachmaterials beruht.
- 5. Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Griffe aus einem starren Material bestehen und durch einen federnden Scheitelteil miteinander verbunden sind.
- 6. Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Griffen ein oder mehrere elastische Stützkörper in der Form von Gummipolstern, pneumatischen Kissen od. dgl. angeordnet sind.
- 7. Handgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Griffen ein die Zusammendrückung begrenzender Anschlag vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 172 241; britische Patentschrift Nr. 1G9 953; _ USA.-Patentschriften Nr. 2 633 358, 2164 458.
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| DE1098165B true DE1098165B (de) | 1961-01-26 |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE1098165B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014119715A1 (de) * | 2014-12-30 | 2016-06-30 | Heiner Kemper | Einrichtung zur Behandlung von Gelenkseinsteifungen der Hand |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB109953A (en) * | 1917-05-31 | 1917-10-04 | William James Roberts | A Device to be used for Developing the Lungs and Vocal Cords. |
| US2164458A (en) * | 1937-09-07 | 1939-07-04 | Jacobson Wilhelm Lowell | Lip exerciser |
| AT172241B (de) * | 1945-10-22 | 1952-08-25 | Wilhelm Dr Scharf | Übungs- und Leistungsmeßgerät für Heilgymnastik der Hand |
| US2633358A (en) * | 1950-11-10 | 1953-03-31 | Wright William Tom | Device for exercising hand and finger muscles |
-
1957
- 1957-12-16 DE DER22354A patent/DE1098165B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102014119715A1 (de) * | 2014-12-30 | 2016-06-30 | Heiner Kemper | Einrichtung zur Behandlung von Gelenkseinsteifungen der Hand |
| DE102014119715B4 (de) * | 2014-12-30 | 2017-05-11 | Heiner Kemper | Einrichtung zur Behandlung von Gelenkseinsteifungen der Hand |
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