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DE1066039B - - Google Patents

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Publication number
DE1066039B
DE1066039B DENDAT1066039D DE1066039DA DE1066039B DE 1066039 B DE1066039 B DE 1066039B DE NDAT1066039 D DENDAT1066039 D DE NDAT1066039D DE 1066039D A DE1066039D A DE 1066039DA DE 1066039 B DE1066039 B DE 1066039B
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DE
Germany
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melt
electrode
furnace
arc
lines
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1066039D
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English (en)
Publication date
Publication of DE1066039B publication Critical patent/DE1066039B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N21/00Investigating or analysing materials by the use of optical means, i.e. using sub-millimetre waves, infrared, visible or ultraviolet light
    • G01N21/62Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light
    • G01N21/66Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light electrically excited, e.g. electroluminescence
    • G01N21/69Systems in which the material investigated is excited whereby it emits light or causes a change in wavelength of the incident light electrically excited, e.g. electroluminescence specially adapted for fluids, e.g. molten metal

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  • Biochemistry (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating, Analyzing Materials By Fluorescence Or Luminescence (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Analyse von Schmelzen, insbesondere Stahlschmelzen in metallurgischen öfen, während des Chargenverlaufes und zur Einstellung der Chargenzusammensetzung. Sie befaßt sich ferner mit einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Bei der Analyse einer Stahlschmelze ist man bisher in der Weise vorgegangen, während des Chargenverlaufes Proben aus der Schmelze zu nehmen, diese abzugießen und einer!|chejnjschen]Aiia^_ lyjejzuzuführen. Die chemische Analyse besteht darin, durch rein chemische Trennmethoden die in der Schmelze vorhandenen Elemente abzutrennen und sie dann qualitativ und quantitativ zu bestimmen.
Eine weitere^Möglichkeit der Analysenbestimmung besteht darin, aus den entnommenen Proben kleine
Verfahren und Vorriciitung zur Analyse von Schmelzen, insbesondere von Stahlschmelzen in Schmelzöfen
Anmelder: Deutsche Edelstahlwerke Aktiengesellschaft, Krefeld, Oberschlesienstr. 16
Dipl.-Phys. Erich Zipse1 Krefeld, ist als Erfinder genannt worden
Elektroden zu gießen und diese dann in ein Spektrometer zur fspektralarialytischenlUntersuchung einzusetzen. Es wurde dabei so vorgegangen, daß mittels geeigneter Stromquellen zwischen zwei Elektroden ein Lichtbogen oder ein elektrischer Funken erzeugt wurde. Das Licht dieses Bogens oder Funkens wurde dann mit Hilfe von Prismen oder Strichgittern spektral zerlegt und an Hand der entstandenen Spektrallinien die Zusammensetzung der EJemente der Elektroden und damit die Zusammensetzung der Schmelze ermittelt.
Obwohl beide Verfahren bis zur äußersten Perfektion betrieben wurden, war es trotzdem immer erforderlich, zur Analyse Proben aus dem Ofen zu entnehmen, diese abzugießen, erkalten zu lassen, um sie dann der weiteren Untersuchung zuzuführen. Die Verfahren des Analysierens sind aber langwierig, zeitraubend und verhältnismäßig umständlich. Es ist auch mit ihnen nicht möglich, die Zusammensetzung des Bades kontinuierlich zu verfolgen.
Erfindungsgemäß soll nun ein Verfahren angegeben werden, welches es ermöglicht, die Ermittlung der Zusammensetzung der Schmelze, insbesondere einer Stahlschmelze, in metallurgischen öfen ohne Entnahme von Proben von Anfang bis Ende des Chargenverlaufes kontinuierlich durchzuführen und gegebenenfalls die Zuschlage selbsttätig zuführen zu lassen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei allen Schmelzöfen, wie Elektro! ichtbogenöf en, Siemens-Martin-Öfen, induktiv beheizten öfen od. dgl. Anwendung finden.
. Das erfindungsgemäße Verfahren zur vorzugsweise kontinuierlichen Analyse von Metallschmelzen und gegebenenfalls zur Einstellung bzw. Regelung der Schmelzbadzusammensetzung, insbesondere von Stahlschmelzen, während des Chargenverlaufes durch Erzeugung und Messung von Spektrallinien ist dadurch gekennzeichnet, daß ini Ofen unmittelbar zwischen j der Schmelze und einer Elektrode ein Lichtbogen bzw. ein Funken erzeugt wird, dessen Licht in an sich : bekannter Weise spektral zerlegt und daraus die Zusammensetzung des Bades qualitativ und quantitativ bestimmt wird.
^2" Besonders, vorteilhaft läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren bei Elektapüchtbogenöfen anwenden, da dort der zwischen Kohle und Einsatz bzw. Badoberfläche stehende Lichtbogen zur spektralen Zerlegung verwendet werden kann. Aber auch bei allen anderen Schmelzöfen, wie beispielsweise gasbeheizten oder induktiv, beheizten öfen, ist es möglich, durch Einführung einer Hilfselektrode, die mit der Schmelze an eine geeignete Stromquelle gelegt wird, zwischen_Badoberfläche und Elektrode einen Funken odeTXjchtbogen zu erzeugen und deren Licht spektral zu zerlegen.
Um ein nicht verfälschtes Bild zu erhalten, ist es zweckmäßig, die (^chlacke; von der Badoberfläche während des Analysierens mindestens unterhalb der Elektrode zu (fentfernen^ deren Lichtbogen für die Be-Stimmung verwendeTwird.
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens . besteht im übrigen auch darin, daß bei nicht abgezogener Schlackendecke auch die Schlackenzusammensetzung spektralanalytisch untersucht werden kann. Es ist zwar bereits bekannt, die Temperatur und auch die chemische Zusammensetzung einer Metallschmelze, auf der eine Schlackenschicht schwimmt, dadurch zu ermitteln, daß die elektrische Spannung .gemessen wird, die sich an der Phasengrenze Metallschmelze-Schlackenschmelze ausbildet. Dieses Verfahren konnte sich jedoch in der Praxis nicht durchsetzen, da die gemessene Spannung stets von mehreren Größen — nämlich einerseits der Temperatur und andererseits der Zusammensetzung7 der Schmelze—- abhängig ist.
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urch wird das erhaltene Bild verwischt, und es :ht mit Sicherheit zu sagen, auf welchen Einfluß Potentialschwankung zurückzuführen ist. Demüber. ist das erfindungsgemäße Verfahren von eraturschwankungeh in der Schmelze unabhännd es spricht nur auf Änderungen der chemischen rimensetzung an.
-hrend des Einschmelzens kommt es des öfteren daß irgendwelche unbekannten Gaseinschlüsse >rm von Blasen eruptiv an die Oberfläche geil. Da diese Gaseinschlüsse im allgemeinen auch halb der Elektroden heraustreten, ist es mit dem ungsgemäßen Verfahren weiterhin möglich, diese alysieren.
canntlich ist die Gasatmosphäre eines Lichtis von der Zusammensetzung der Elektroden, in η Fall Elektrode und Bad, abhängig. Es kann zweckmäßig sein, die bei Verwendung einer litelektrode durch diese selbst entstehenden Speklien bei der Messung zu berücksichtigen, insdere diese zu eliminieren. Dies kann beispielsderart geschehen, daß die von einem konstanten and der Elektrode herrührenden Linien in ihrer sität als Grundlage angenommen werden. Ist die sität höher, so stellt dieser Überschuß ein Maß las vorhandene zu untersuchende Element, in τι Fall Kohlenstoff, dar. Bei Verwendung von elektroden ist es zweckmäßig, zwei oder mehrere roden vorzusehen, für welche solche Werkstoffe :zt werden, die in der Schmelze nicht zu ermitteln Nach Durchführung dieser Maßnahmen ist es möglich, das Bad nicht nur qualitativ, sondern quantitativ zu analysieren.
r den geregelten Ablauf eines Schmelzvorganges bekanntlich von größter Bedeutung, daß während ^hargenverlaufes so oft wie möglich Gehalte der Inen zugegebenen oder bereits vorhandenen Elee festgestellt werden. Mit dem Verfahren gemäß Erfindung kann diese Ermittlung laufend und jeglichen Zeitverlust durchgeführt werden, so die Zusammensetzung der Schmelze und damit 3hargenverlauf in jedem Augenblick angezeigt
η störende Einflüsse, die von der Badoberfläche, sondere von der Schlacke herrühren können, tändig auszuschalten, kann erfindungsgemäß auch ;hen einem (künstlich geschaffenen Hohlraum*) hi ichmelze und einer in diesen Hohlraum elektrisch :rt eingebrachten Elektrode ein elektrischer :en oder Bogen erzeugt werden. Dieser Hohlraum
mit einer in die Schmelze eingeführten rohrIgen (Jjoncfe) in welcher eine Elektrode elektrisch :rt untergebracht ist, hergestellt werden. Zu m Zweck wird auf die rohr förmige Sonde ein so ;r Druck eines nicht reaktionsfähigen Gases ge-1, daß am unteren Ende der Sonde eine kleine : entsteht oder zumindest die Schmelze aus dem
herausgedrückt wird. In dem so entstehenden raum wkd nun zwischen der Elektrode und der lelze mittels einer geeigneten elektrischen Spansquelle der Funken oder Lichtbogen gezogen, ibei kann die rohrförmige Sonde durch geeignete dnung der Elektrode in dieser gleichzeitig als rittskanal für das spektral zu zerlegende Litht ai.
weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorlagen, das Licht der entstehenden Spektrallinien ι sich bekannter Weise auf Fotozellen fallen zu n, die an den betreffenden Stellen, an denen die in der zu ermittelnden Elemente auftreten, an-
gebracht sind. Derartige Anordnungen sind als fotoelektrische Spektrometer bekanntgeworden. Bei diesen fotoelektrischen Spektrometern wird die Intensität des Lichtes der Linien. durch die Fotozellen in elekirische Ströme umgewandelt. Diese Ströme werden über Verstärker einem Anzeigesystem zugeführt, durch welches laufend die Elemente selbst und ihr Prozentgehalt angezeigt oder mittels eines Schreibersystems aufgezeichnet werden können. Es ist indes
ίο auch möglich, in vereinfachter Ausführung gegebenenfalls zu rein qualitativen Bestimmungen normale Spektrometer zu verwenden, mit welchen die Linien fotografisch aufgenommen und ausgewertet werden können. Auf diese Weise ist es möglich, eine große quantitative oder rein qualitative Analyse vorzunehmen.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird weiterhin eine Vorrichtung angegeben. Diese besteht aus einem in einer öffnung des Ofens angebrachten und gegebenenfalls mit einer Linsenoptik versehenen Rohr und einem normalen oder fotoelektrischen Spektrometer zur fotografischen oder elektrischen Aufzeichnung der entstehenden Spektrallinien. Das mittels eines Gitters oder eines Prismas zerlegte Licht des Bogens oder Funkens weist entsprechend der Anzahl der Elemente, die im Lichtbogen vorhanden sind, mehr oder weniger viele Linien auf. Die Intensität der Linien ist ein Maß für die Menge des im Lichtbogen enthaltenen Elementes.
Die bekannten fotoelektrischen Spektrometer, die erfindungsgemäß an den Ofen angeschlossen werden können, sind mit einer Vielzahl von Fotozellen besetzt. Diese Zellen sind da angeordnet, wo den Ele menten entsprechende Linien erscheinen. Der von ihnen abgegebene Strom wird über Verstärker geleitet und Anzeigeinstrumenten oder einem Schreiber zugeführt. Derartige fotoelektrische Spektrometer sind an sich bekannt Für das erfindungsgemäße Verfahren haben sie jedoch bisher noch keine Verwendung
+0 gefunden. Soll der elektrische Funken oder Bogen
J- in einem künstlich geschaffenen Hohlraum in der Schmelze erzeugt werden, so kann etwa folgende Vorjj richtung Anwendung finden:
In einem Rohr aus schwer schmelzbarem, elektrisch isolierendem Werkstoff, das gegebenenfalls mehrschichtig aufgebaut sein kann, ist eine Elektrode zur Herstellung des Bogens oder Funkens vorgesehen. Dieses Rohr wird nun in die Schmelze eingetaucht und durch geeignete Mittel im Innern des Rohres ein Überdruck eines nicht reaktionsfähigen Gases erzeugt. Durch diesen Überdruck wird die Schmelze aus dem Rohr herausgedrückt, wobei dieser so weit gesteigert werden kann, daß sich am unteren Ende eine Blase bildet. Zwischen der Schmelze und der Elektrode wird nun mittels geeigneter elektrischer Spannungsquellen in dem Hohlraum ein Funken oder Bogen erzeugt. Die Mittel zur Herstellung des Gasüberdruckes im Rohr können aus einer über ein Ventil an das Rohr angeschlossenen Gasflasche bestehen. Am oberen Ende ist das Rohr mit einem lichtdurchlässigen Fenster vorzugsweise aus Quarzglas abgeschlossen. An dieser Stelle kann dann zur spektralen Zerlegung des Lichtes ein Spektrometer in den Lichtstrahl. gebracht werden.
Da bekanntlich auch elektrisch isolierte, beispielsweiseikeramische, Werkstoffe bei erhöhten Temperaturen leitend werden, kann es zweckmäßig sein, die Sonde aus zwei mit Zwischenraum ineinandergesteckte und am Einführungsende geschlossene Rohre aus isolierendem hochschmelzendem Werk-

Claims (18)

stoff aufzubauen und das innere Rohr durch Einführung eines Kühlmittels in diesen Zwischenraum zu _kühlen. In Erweiterung des Ernndungsgedankens wird ferner vorgeschlagen, den Zusatz der Zuschläge zur Schmelze in Abhängigkeit einer zuvor eingestellten Sollanalyse selbsttätig zu steuern. So kann beispiels weise die gewünschte Analyse durch Begrenzung des von den Fotozellen gelieferten Stromes, die der Intensität der Linien und damit dem Prozentgehalt der Elemente entspricht, im voraus fest eingestellt werden. Eine besondere Ausführungsform einer Vorrichtung' zur Durchführung dieses Verfahrens sieht etwa folgendermaßen aus: is^Uber dem Ofen sind Bunker für die Zuschläge angebracht, die mit Schächten versehen sind. Diese Schächte sind mit einem Hauptschacht, der zum Ofen führt, verbunden. Unterhalb der Bunker sind elektrisch zu betätigende Organe, beispielsweise Schleusen, angebracht, mit welchen die Zuiuhr der Zuschläge gesperrt werden kann. Diese Schleusen sorgen dafür, daß die Zuschläge so lange zugeführt werden, bis die gewünschte Sollanalyse erreicht ist. In diesem Fall wird von dem Spektrometer bei Erreichung des höchstzulässigen Fotozellenstromes auf die Schleusen ein Signal gegeben, wodurch diese sich schließen. Die Zugabe der Zuschläge wird also in dem Moment abgestoppt, in welchem der Wert der Sollanalyse erreicht ist. Während des so selbsttätig ablaufenden Chargenverlaufes ist es natürlich zweckmäßig, durch geeignete Mi'ftetr-beispielsweise an sich bekannt durch Hochfrequenzspuleri\das Bad in Bewegung zu bringen, 35 40 45 damit eine rasche Durchmischung der zugegebenen Legierungsanteile erreicht wird. An Hand der Zeichnung soll das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutertWerden. Abb. 1 stellt im Prinzip eine besondere Ausführungsform der Anordnung dar, mit welcher das Verfahren gemäß der Erfindung an einem Elektrolichtbogenofen durchgeführt wehren kann; Abb. 2 zeigt im Prinzip eine Weiterentwicklung der Anordnung gemäß Abb. 1; in \ Abb. 3 ist eine Anordnung dargestellt, die die erfindungsgemäße Durchführung der Analyse innerhalb ===dgx_Schmelze gestattet In Abb. 1 befindet sich in dem ^Elektroofen der mit dem Deckel 2 oben abgeschlossen ist, der Einsatz 4. Zwischen diesem und den von oben eingeführten Elektroden 3 brennen während des Schmelzvorganges Lichtbögen 5. Das Licht eines dieser Lichtbögen soll nun spektral zerlegt werden. Zu diesem Zweck befindet sich in einer öffnung 6 des Ofens 1 ein Rohr 7, welches, falls erforderlich, in Richtung des Lichtbogens 5 eingestellt werden kann. In einem Abstand hiervon befindet sich in einem Kasten 10 die eigentliche Spektrometeranordnung. Aus dem Kasten 10 ragt in Richtung auf das Rohr 7 ein Rohransatzstück 8 mit einer Linse 9 heraus. Die vom Lichtbogen herrührenden Lichtstrahlen fallen nun auf das Prisma 11. Dieses Prisma kann gegebenenfalls auch durch ein Strichgitter ersetzt werden. In einem gewissen radialen Abstand sind auf einer kreisförmig gebogenen Leiste 12, an welcher Schliitze 12' angebracht sind, die Fotozellen 13 befestigt. Die an den Schlitzen 12' auftretenden Spektrallinien fallen durch diese auf die '65 Fotozellen 13. Je nachdem, an welchem Ort sie erscheinen, charakterisieren sie ein ganz bestimmtes Element. Die Intensität der Linien wird nun in den Fotozellen 13 in elektrische Ströme umgewandelt, die ihrerseits einem oder mehreren Verstärkern 14 zugeführt werden. Diese Verstärker können in bekannter Weise mit sogenannten Monitorschaltungen ausgerüstet sein, um eine Messung der Ströme in Dekadenbereichen zu gewährleisten. An den Instrumenten 15 können die den Intensitäten der Linien entsprechenden Ströme abgelesen werden und sind ein Maß für die Gehalte der in der Schmelze enthaltenen Elemente. Es ist ferner möglich, an den Verstärker einen Schreiber 16 anzuschließen, welcher nacheinander die verschiedenen Gehalte der Elemente ■ aufzeichnet. ~-in-Abb. 2 ist in Erweiterung des Erfindungsgedankens eine Steuervorrichtung im Prinzip aufgezeigt, welche die Zufuhr der Zuschläge in Abhängigkeit einer zuvor durch Begrenzung der von den Fotozellen gelieferten Ströme eingestellten Sollanalyse selbsttätig regelt. Im Deckel 2 des Ofens 1 befindet sich in einer öffnung ein Schacht 17, in welchen mehrere Nebenschächte 18 einmünden. Am Ende der Schächte 18 sind Bunker 20 angebracht, die mittels elektrisch zu betätigender Verschlüsse 19 gegenüber den Schächten 18 abgeschlossen werden können. In den Bunkern 20 befinden sich die verschiedenen Zuschlagelemente oder Legierungen 21. Durch relaisgesteuerte Leitungen 22 können die im Prinzip dargestellten elektrisch zu betätigenden Mechanismen 23 zum öffnen der Verschlüsse 19 betätigt werden. Die Steuerung erfolgt in Abhängigkeit einer zuvor durch Begrenzung der von den Fotozellen 13 gelieferten Ströme eingestellten Sollanalyse. In Abb. 3 wird in die Schmelze 4 im Ofen 1 eine rohrförmige Sonde 24 aus schwer schmelzendem elektrisch isolierendem Werkstoff durch eine öffnung 25 im Deckel eingetaucht. Im Innern dieser Sonde befindet sich die Elektrode 26, die von Abstandhaltern 27 gehalten wird und gegebenenfalls durch geeignete Mittel nachgeführt werden kann. Diese Elektrode ist mit der Schmelze an eine Spännungsquelle 32 angeschlossen. Mit Hilfe der Gasflasche 28, die über ein Reduzierventil 29 an die rohrförmige Sonde angeschlossen ist, wird in ihrem Innern ein Überdruck erzeugt. Der XJberdruck wird so groß gewählt, daß die Schmelze 4 aus dem Rohr 24 herausgedrückt wird und am unteren Ende eine Blase 30 entsteht. Der Lichtbogen oder Funken 31 wird gebildet in dem durch die Blase entstehenden Hohlraum 30 zwischen der Schmelze und der Elektrode. Oben ist die rohrförmige Sonde mit einem lichtdurchlässigen Fenster 33 vorzugsweise aus Quarzglas luftdicht abgeschlossen. Uber den hier austretenden Lichtstrahl wird nun das Spektrometer 10 geschoben. Wenn das Spektrometer vertikal aufgestellt ist, muß das rohrförmige Ansatzstück 8 abgewinkelt und mit einem Spiegel 34 zur Ablenkung der Lichtstrahlen versehen sein. Es ist auch möglich, das Spektrometer unmittelbar ohne Umleitung des Lichtweges in den Lichtstrahl zu bringen. Die von den Fotozellen 13 gelieferten Ströme werden über die Leitungen 3-5 den Verstärkern und der Anzeigevorrichtung oder gegebenenfalls den elektrisch zu betätigenden Organen für die Zufuhr der Zuschläge zugeleitet. Es sind ferner weitere Anordnungen, die im einzelnen von den im Prinzip dargestellten Formen abweichen können, möglich, ohne über den Rahmen der Erfindung hinausragen. —— Patentansprüche:
1. Verfahren zur vorzugsweise kontinuierlichen Analyse von Metallschmelzen und gegebenenfalls zur Einstellung bzw. Regelung der Schmelzbad-
zusammensetzung, insbesondere von Stahlschmelzen, während des Chargeiiveilaufes durch Erzeugung und Messung von Spektrallinien, dadurch gekennzeichnet, daß im Ofen unmittelbar zwischen der Schmelze und einer Elektrode ein Lichtbogen . bzw. ein Funken erzeugt wird, dessen Licht in an sich bekannter Weise spektral zerlegt und daraus die Zusammensetzung des Bades qualitativ und quantitativ bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- ίο kennzeichnet, daß der bei Elektrolichtbogenofen zwischen Kohle und Einsatz bzw. Badoberfläche stehende Lichtbogen spektral zerlegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei gasbeheizten oder induktiv beheizten öfen sowie gegebenenfalls bei Elektrolichtbogenofen eine Hilfselektrode vorgesehen wird zur Erzeugung eines Lichtbogens oder eines Funkens zwischen Badoberfläche und Elektrode.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlacke von der Badoberfläche während des Analysierens mindestens unterhalb der Elektrode entfernt wird, deren Lichtbogen oder Funken für die Bestimmung verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer im Bereich der Elektrode nicht abgezogenen Schlackendecke die Schlackenzusammensetzung spektralanalytisch bestimmt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mittels spektraler Zerlegung die eruptierenden Gaseinschlüsse analysiert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die durch die Elektrode selbst entstehenden Spektrallinien bei der Messung berücksichtigt, insbesondere eliminiert werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß gegebenenfalls unter Verwendung zweier oder mehrerer Hilfselektroden für.,diese solche Werkstoffe benutzt werden, die in der Schmelze nicht ermittelt werden sollen.
9. Verfahren nach Anspruch 1, 3, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen einem künstlich geschaffenen Hohlraum in der Schmelze und einer in diesen Hohlraum isoliert eingebrachten Elektrode ein elektrischer Funken oder ein Lichtbogen erzeugt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in die Schmelze eine rohrförmige Sonde, in welcher eine Elektrode elektrisch isoliert untergebracht ist, eingeführt wird und zur Erzeugung eines Hohlraumes in der Schmelze ein so großer Druck eines nicht reaktionsfähigen Gases auf die Sonde gegeben wird,
daß an ihrem unteren Ende eine Blase entsteht oder zumindest die Schmelze aus dem Rohr herausgedrückt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde gleichzeitig als Austrittskanal für das spektral zu zerlegende Licht des Funkens oder Lichtbogens verwendet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur quantitativen Bestimmung der Elemente die Intensität der Spektrallinien in an sich bekannter Weise mittels Fotozellen in elektrische Ströme umgewandelt und diese aufgezeichnet oder die Linien fotografisch aufgenommen und ausgewertet werden.
13. Verfahren nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Zusatz der Zuschläge zur Schmelze in Abhängigkeit einer zuvor durch entsprechende Begrenzung der von den Fotozellen gelieferten Ströme eingestellten Sollanalyse selbsttätig erfolgt.
14. Vorrichtung zur Durchführung der Verfahren nach Anspruch 1 bis 13, gekennzeichnet durch ein in einer öffnung des Ofens angebrachtes, gegebenenfalls mit einer Linsenoptik versehenes Rohr und ein normales oder fotoelektrisches Spektrometer zur fotografischen Aufnahme oder zur elektrischen Aufzeichnung der Intensität der zu ermittelnden Spektrallinien.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch ein in die Schmelze eintauchendes, gegebenenfalls mehrschichtig aufgebautes Rohr aus schwer schmelzbarem, elektrisch isolierendem Werkstoff für die Aufnahme der Elektrode und Mittel zur Herstellung eines Gasüberdruckes im Rohr sowie ein an das obere Ende gegebenenfalls unter Zwischenschaltung einer Linsenoptik angeschlossenes normales oder fotoelektrisches Spektrometer.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch zwei' mit Zwischenraum ineinandergesteckte und am Einfuhrungsende geschlossene Rohre aus isolierendem hochschmelzendem Werkstoff, wobei das innere Rohr durch Einführung eines Kühlmittels in diesen Zwischenraum gekühlt wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß an dem fotoelektrischen Spektrometer elektrisch zu betätigende Organe angeschlossen sind, die dem Zuführen der Zuschläge dienen.
18. Vorrichtung nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch elektrisch zu betätigende Schleusen an oberhalb des Ofens angebrachten Bunkern für die Zuschläge, die über Schächte mit einem Hauptschacht, der zum Ofen führt, in Verbindung stehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
& 909 629/134 9.59
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